Tonino Guerras Amerika – Anmerkungen zu „L’Uomo Parallelo“

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Jancsó beim Skype-Gespräch im Festivalzentrum des goEast Weiterlesen “goEast 2013 – Annäherung an Miklós Jancsó” »
Miklós Jancsó, 2009
Einer der Höhepunkte für den filmhistorisch interessierten Besucher der diesjährigen Ausgabe des goEast-Festivals, das heute Abend in Wiesbaden feierlich eröffnet wird, ist sicherlich das Symposium, welches sich unter dem Titel BRIGHT BLACK FRAMES – DER NEUE JUGOSLAWISCHE FILM ZWISCHEN SUBVERSION UND KRITIK der sogenannten „Schwarzen Welle“ widmet. Zeitlich eingegrenzt durch die Jahre 1963 und 1973 feiert jenes „Goldene Zeitalter“ des jugoslawischen Films somit dieses Jahr seinen 50. Geburtstag. Doch anstatt, wie es auf der Website des Festivals zu lesen steht, „mit wehmütigem Blick die Pracht des sozialistischen Kinos wieder zu beleben, möchte das Symposium vielmehr die politisch-ästhetischen Besonderheiten dieser sehr heterogenen Filmszene nachzeichnen und das spezifisch ‚Schwarze‘ in der Schwarzen Welle erkunden. […] Das Symposium führt ZeitzeugInnen und WissenschaftlerInnen zusammen, erkundet sowohl die Entstehungsgeschichte als auch persönliche Erinnerungsräume und präsentiert Filmklassiker sowie Neuentdeckungen der jugoslawischen Schwarzen Welle“. Da meine Kenntnisse dieser überaus spannenden Periode des jugoslawischen Kinos leider eher begrenzt sind, möchte ich es hier jedoch bei einem Verweis auf das genaue Programm bewenden lassen und stattdessen mein Augenmerk etwas näher auf einen weiteren Höhepunkt des Festivals richten, sprich: die Hommage, die dieses Jahr dem ungarischen Regisseur Miklós Jancsó gewidmet ist. Weiterlesen “Ecce homo oder Der nackte, tanzende Mensch – </br>Hommage an Miklós Jancsó bei goEast 2013” »
Weiterlesen “Hall of Shame #1 – DVD-Menüs der Spitzenklasse” »
Vor wenigen Tagen ist Ôshima Nagisa gestorben. Um genau zu sein am Dienstag den 15. Januar. Nach mehreren Schlaganfällen, die ihn seit 1996 ereilten, erlag er nun einer Lungenentzündung und, wie so oft gesagt wird, verliert die Filmwelt eine ihrer schillerndsten, besten, interessantesten usw. usf. Figuren. Einerseits ist das natürlich nur Augenwischerei, weil er seit über 13 Jahren keinen Film mehr vollendet hat und diese Erinnerung nur eine nostalgische Notiz in Presse und Fernsehen ist. Ohne seinen Tod interessiert sich kaum noch jemand für das Werk dieses seltsamen Filmemachers. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Japan der Aufschrei des Entsetzens nachhaltiger ist als anderswo, aber vielleicht täusche ich mich. Es wird ihm Respekt gezollt, weil er mal von Bedeutung war. Es wird kurz etwas Bohai gemacht, bevor er größtenteils vergessen oder in einen goldenen Kanon gezwängt wird, von wo aus Schüler und Studenten mit ihm gequält werden. Im Grunde eine riesige Sauerei, aber damit muss jeder leben, ob er nun Dostojewskij, Petronius, Huysmans oder James Whale heißt. Die Vergangenheit ist fort und wird nimmermehr lebendig werden. Besonders in einer Welt, in der das Alte und Vergangene mit Überholtheit und Minderwertigkeit aus Sicht einer heiligen Moderne, die weiß wie Dinge besser, spannender und intelligenter gemacht werden, gesehen wird. Ich will hier gar nicht rumheulen, ich habe mich lange damit abgefunden. Doch die Flut an halbgaren Nachrufen verdeutlicht nur wie vergangen die Zeit des Toten ist. Sie fühlen sich teilweise wie Spott an. Pflicht gegenüber einer Legende, die uns endlich nicht mehr mit ihrer physischen Präsenz vom abhaken abhält. Die Filmwelt beklagt einen Verlust, der keiner ist. Ôshimas Zeit war schon lange vor seinem Tod vorbei. Sein Tod ändert nichts. Es gibt einem nur die Chance an jemanden zu erinnern, der für einen noch nicht tot ist, der einen immer noch fasziniert, der einem immer noch etwas zu sagen hat, auch wenn er schon nur noch aus dem Sarg der Zeit spricht. In der Hoffnung, dass es jemanden interessiert.
Weiterlesen “Zum Tod eines seltsamen Filmemachers” »
Es ist nicht weniger als der Schlüsselfilm im Schaffen eines der fragwürdigsten Regisseure der deutschen Filmgeschichte. Und fragwürdig meine ich so wörtlich wie möglich. Kein anderer Regisseur wirft so viele Fragen auf … in so vielen Dimensionen. Doch ganz Auteur hat er sich zumeist an einem Thema abgearbeitet. Seine Filme sind bevölkert von Menschen die Sex haben, aber nicht weil sie wollen, sondern weil sie müssen. In ihren Gesichtern steht es geschrieben, auch wenn sie es zu verstecken versuchen. Wer sie zwingt? Es sind sie selber und ihre Ängste. Der Druck einer sich zunehmend offen sexualisierenden Welt lässt sie mit ihren als kümmerlich erlebten Gefühlen zurück. Sie sind nicht die Sexmonster, von denen überall berichtet wird, von denen sie denken, dass sie wie sie sein müssen. Einfache Gefühle haben sie und sie kommen sich klein vor. Angst vor Spott ist die Folge. Deshalb haben sie Sex … ohne Unterlass. Spaß und Lust fühlen sie nicht mehr, zu verkrampft ist ihre Wollen. Sie legen des Kaisers neue Kleider der Lust an und markieren ohne Ende. Sie lecken, ficken und stöhnen, doch entgegen der Intension sehen sie dabei gequält und deplatziert aus. Qualvolle Filme des unverständigen Vollzugs sind die Folge. Unerbittliche Werke, während denen der Zuschauer höchstens lacht, um nicht von der öden Tristesse dieser Sexhöllen verschlungen zu werden. Weil der Unglaube über das zu Sehende einen an die Grenzen des Wahnwitzes bringt. Weiterlesen “Die Liebesvögel – Küss mich da, wo ich es mag (1979)” »
Also:
Franco Nero ist so eine Art Jesus-Figur, die in einer Art Gewächshaus glatzköpfigen Kindern Geschichten erzählt.
John Huston ist total lässig (macht das Alter), und immer schnell zu Fuß.
Lance Henriksen gehört eine Basketballmannschaft. Diese haben ihm böse Außerirdische überlassen. Er will heiraten, aber nicht aus Liebe.
Barbara (Joanne Nail) will Lance nicht heiraten, weil sie keine weiteren Kinder will.
Denn Katy (Paige Conner), ihre Tochter, scheint irgendwie böse zu sein.
Mel Ferrer ist ein böser Außerirdischer und will, dass Lance Henriksen Barbara heiratet.
Shelley Winters ist die neue Haushälterin, die sich mit bösen Kindern auskennt. Ihrer Meinung nach ist Katy böse.
Glenn Ford ist ein Cop (kurz vor der Pensionierung, wie es aussieht), den ziemlich schnell ein ziemlich schlimmer Tod ereilen wird. Katy ist wirklich ziemlich böse.
Sam Peckinpah ist ein Arzt, der bei Barbara eine Abtreibung vornehmen soll.
Einer der Stuntmänner ist Aaron Norris.
Weiterlesen “Die Außerirdischen (1979)” »
Von anerkannnten Regienonnen empfohlen!
Neulich in mystischer Morgendämmerung: Sano und Alex S. taumeln durch Mainzer Straßen, wie immer unterwegs im 24-Stunden-Dienst für ESKALIERENDE TRÄUME auf der ständigen Suche nach Ultrakunst, Schangel und Sleaze, als plötzlich… Weiterlesen “Exklusiv!!! – Eskalierende Träume präsentiert: <br>Die 100 schönsten Nonnenfilme!!!” »
Weiterlesen “The Good, the Bad and the Ugly – Ode an die Vergessenen” »
Italien, das ist das Land der Cesaren, der Päpste und der Mafia – seine Geschichte wurde geschrieben und geprägt von mächtigen Männern. Und so atmet das Land eine lange Geschichte der Macht, des Verfalls und der Renaissance. Und dies betrifft nicht nur die Politik der Vergangenheit. Verstrickungen zwischen Kirche, Politik und Mafia sind seit Jahrhunderten scheinbar an der italienischen Tagesordnung. Unter Italiens führenden Staatsmännern sind und waren viele zwielichtige Gestalten, denen Verbindungen zur Mafia nachgesagt werden und wurden. Auch gegen Silvio Berlusconi, den aktuellen italienischen Regierungschef bestehen solche Anschuldigungen. Einer der undurchsichtigsten und am kontroversesten beurteilten Staatsmänner, der die Fäden der Macht in Italien über mehrere Regierungsperioden in der Hand hielt, war Giulio Andreotti, genannt Il Divo. Andreotti war sieben Mal Premierminister sowie 25 Mal Minister (1946-1991), wurde 29 Mal wegen des Verdachts mafiöser Machenschaften angeklagt – und niemals verurteilt.
Weiterlesen “Zwischen Politik und Mafia – IL DIVO </br> Ein erschreckend wahres Stückchen italienischer Geschichte” »