‘The pain of being a woman is too severe!’ – The films of Roberta Findlay: Psychogeographic coping on Fire Island

    I’ll find a place somewhere in the corner
    I’m gonna waste the rest of my days
    Just watching patiently from the window
    Just waiting, seasons change

    BRIAN ENO – I’ll Come Running

    Just keep on like I do and pay no attention. You’ll find that people always will complain about the atmosphere, either too hot or too cold too bright or too dark, days too short or too long.

    FRANK O’HARA – A True Account of Talking to The Sun on Fire Island

Weiterlesen…

Film und Buch (#14): Robert Zion – Die Rebellion des Unmittelbaren (2018)

Verdichtungen – man weiß es mittlerweile – das sind die Filmbücher des zum Filmanalytiker mutierten Essener Ex-Politikers Robert Zion. Ein schwerer Ast, auf dem der Löwenanteil seiner Diskurse ruht, von ihm ausgehend sprießen fort: Zwei, drei filigranere Triebe mit für den Hauptbetrachtungswinkel relevanten Nebenbeobachtungen. “Die Rebellion des Unmittelbaren” heißt sein neuer Band zu Roger Corman, dem einflussreichsten Filmproduzenten der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts – und das nicht allein in den Vereinigten Staaten. Der Titel verrät es bereits: Bei Corman ist es die politische Radikalität, ob in bloß finanzierten oder gleich selbst umgesetzten Filmen, die für Zion im Vordergrund steht und als Grundlage auf ihr fußender auteurtheoretischer Überlegungen dienen darf. Weiterlesen…

Drácula contra Frankenstein (1972) or: Deconstructing horror with Jess Franco

    As you look through my window
    Deep into my room
    At the tapestries all faded
    Their vague and distant glories
    Concealed in the gloom
    The icy fingers of forgotten passions
    Softly brushing my lips
    At the tips of my primitive soul

    (Black Sabbath – Born Again)

Weiterlesen…

Jeder Film ist ein Kunstwerk


    Alexander Horwath:  But that also allows our “opponents”, in a way, to say we have the same ends as you do, we just have different means. There are a number of people who say, “We have the same ends. We just think that going actively into digital, showing films digitally, is another means to achieve the same ends.” That, I think I’ve realized in a few years, is also one of the problems. You rarely find people you speak with who state very different ends. They mostly agree with you immediately on the ends, but there are variants in how to go about it…

    David Francis:  In that case the end is purely “content”. Our end is different. The trouble is that to the uninitiated the ends seem the same. This is why we have to make the distinction very clear. The end is the protection of the creator of an artistic work.

   Paolo Cherchi Usai:  And the protection of the way in which it was experienced.

   Michael Loebenstein:  I would even extend it to non-artistic works like newsreels.

   David Francis:  Oh yes, you should. Well, I think the answer is, we’re saying all film is artistic. The straightforward act of putting your camera up, going away, and letting it run…

   Alexander Horwath:  …is an aesthetic act.

Aus: Film Curatorship. Archives, Museums, and the Digital Marketplace. Wien 2008

Éric Rohmer – Zelluloid und Marmor

„Kritik ist eine Sache der Jugend, sie verlangt Ungestüm und freie Zeit.“
Weiterlesen…

Franz Winzentsen

Rudolf Lenz – Verzicht und die deutsche Seele

vlcsnap-2014-07-31-22h43m01s81

Heimat

Heimatfilm ist ein Thema mit vielen Missverständnissen. Heimatfilm, das sind beruhigende Aufnahmen von Wald, Wiesen und Bergen, von einer Natur, wo die Welt noch im Einklang ist. Das sind Filme voller privater Melodramen, in denen mehr oder weniger unbedeutende regionale Ereignisse wie Wilderei und profitgetriebene Abholzung das Höchste der Gefühle sind. Keine große Politik, keine drückende Vergangenheit, keine komplexen Abhandlungen komplexer Inhalte. Ihre Abkanzelung als Flucht vor einer Realität, in der Deutsch zu sein nach 1945 nicht mehr ganz einfach war, ist größtenteils selbstverschuldet. Denn diese strahlenden Cocktails von irrsinniger Harmoniesucht, populistischen Verkürzungen und weichgespülter Kantenlosigkeit sind teilweise nur mit geharnischter Seele zu ertragen. Und doch sind es gerade die Heimatfilme auf deren Rücken große Teile des Kampfes um eine (positive) deutsche Nachkriegsidentität ausgetragen wurden. Sie legen zudem die komplexen Möglichkeiten offen, welche das Wort Heimat als Identitätsstifter bietet und wie mit Schuld umgegangen werden kann. Wer sich mehrere von ihnen zu Gemüte führt, sollte es schnell merken, denn in der Vielzahl wird es deutlich … so schien es mir jedenfalls nach der auf ein Wochenende konzentrierten Sichtung diverser Heimatfilme. Weiterlesen…

Hofbauer-Report, 2. Teil: Was Gourmets den Schlaf raubt

Herbstfrühstück

Deutschland zwischen Speis und Trank – Der neue heiße Report über ein spezifisch deutsches kulinarisches Kino und ein fortwährendes schweres Versäumnis der Berlinale

Mit einer Fülle von sensationeller Information hat der erste Hofbauer-Report so vielen Lesern die Augen geöffnet, dass wir uns gezwungen sahen, erneute Untersuchungen anzustellen, neues Material zusammen zu tragen, so dass wir Ihnen heute Tatsachen aufzeigen können, über die selbst Kenner des deutschen Kinos nur ungern sprechen. Im ersten Teil haben wir Befragungen durchgeführt. Damals war noch kein zweiter Teil geplant. Doch die Flut der Zuschriften, die uns erreicht hat, veranlasste uns, eine Fortsetzung in Angriff zu nehmen. 1665 Einsendungen flatterten uns auf den Tisch. Und von diesen selbst erlebten, wahren Begebenheiten und Kinoerlebnissen haben wir uns inspirieren lassen, um erneut mit gezielten Stichproben filmgeschichtliche Zusammenhänge aufzudecken.

Bananenwurst-Tanzstunden
Weiterlesen…

Rettet das Kino als Ort werktreuer filmhistorisch-musealer Aufführungspraxis!

Das Hofbauer-Kommando möchte (sicherlich auch im Sinne weiterer Eskalierender Träumer) seine Solidarität mit den Äußerungen von Gabe Klinger, Christoph Huber und Olaf Möller im hier eingebetteten einstündigen Mitschnitt einer Podiumsdiskussion beim Filmfestival Cinema Ritrovato in Bologna aussprechen. So sehr sich ansonsten die jeweilige Mission unterscheiden mag, so sehr sind sich Ferroni Brigade und Hofbauer-Kommando beim dort diskutierten Thema in den Grundsatzfragen offenkundig einig: Der Forderung nach gebührendem Respekt gegenüber der materiellen Integrität von Film als Ausdrucks- und werktreuer Aufführungsform und der Verantwortung, die daraus insbesondere für Kinematheken, Filmmuseen, Restaurateure, Kopierwerke, Archive und Filmfestivals erwächst. Wie im Mitschnitt angesprochen, arbeiteten über 100 Jahre lang Filmemacher in bestimmten Parametern und gestalteten ihre Werke unter bestimmten physikalischen Voraussetzungen, sowohl Entstehungsprozesse als auch Aufführungspraxis betreffend, die es gerade im filmhistorisch-musealen Kontext unbedingt zu berücksichtigen, zu achten und zu würdigen gilt. Das Kino ist der Ort des klassischen Films, das analoge Filmmaterial sein Medium. Digitale Aufbereitungen vom Filmgeschichte sind beim derzeitigen Stand (egal ob als restauriertes Kino-DCP, DVD/BD oder als Internet-Stream) letztlich ein Surrogat, das in vielen Kontexten zweifellos eigene Vorteile mit sich bringt, aber zunehmend droht, mit einem gleichwertigen Ersatz verwechselt zu werden – mit weitreichenden Folgen für die Rezeption und vor allem für die gängige Aufführungspraxis. Weiterlesen…

Exklusiv!!! – Eskalierende Träume präsentiert:
Die 100 schönsten Nonnenfilme!!!

Von anerkannnten Regienonnen empfohlen!

Neulich in mystischer Morgendämmerung: Sano und Alex S. taumeln durch Mainzer Straßen, wie immer unterwegs im 24-Stunden-Dienst für ESKALIERENDE TRÄUME auf der ständigen Suche nach Ultrakunst, Schangel und Sleaze, als plötzlich… Weiterlesen…