‘The pain of being a woman is too severe!’ – The films of Roberta Findlay: From Holly with Love (1978)

“La photographie, c’est la vérité et la cinéma, c’est vingt-quatre fois la vérité par seconde.” – in a nutshell: Cinema is truth at 24 frames a second – is an often quoted wise saying by French cinema stylite Jean-Luc Godard. Well, when speaking about Roberta Findlay’s cinema though his German counterpart Rainer Werner Fassbinder seems to have been closer to the truth for once. “Film ist Lüge, 25 mal in der Sekunde.” – Film is a put-on, 25 times in each second. It might not always be as integral to the appeal as it is in “From Holly with Love”, but Findlay’s flow of imagery is a lie, a beguilement involving just about everything – her intentions, feelings, the undersold wisdom that lies buried in her work – and extending to externa of her filmography. Golden Age of Hollywood smuggling as a coping mechanism for being forced to work on projects she took no immediate interest in or even found distasteful, the elaborate (and even I have to admit it: screamingly funny) stand up comedy routine “An hour of self-deprecation with Roberta Findlay” most of her rare public appearances have a tendency to evolve into sooner or later – it’s all part of the deal. Weiterlesen…

‘The pain of being a woman is too severe!’ – The films of Roberta Findlay: Snuff (1976)

    When I get to the bottom I go back to the top of the slide
    And I stop and I turn and I go for a ride
    And I get to the bottom and I see you again, yeah, yeah

    (The Beatles – Helter Skelter)

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‘The pain of being a woman is too severe!’ – The films of Roberta Findlay: The Altar of Lust (1971)

    In the dime stores and bus stations
    People talk of situations
    Read books, repeat quotations
    Draw conclusions on the wall.
    Some speak of the future
    My love, she speaks softly
    She knows there’s no success like failure
    And that failure’s no success at all.

    (Bob Dylan – Love Minus Zero)

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‘The pain of being a woman is too severe!’ – The films of Roberta Findlay: Tenement (1985)

    Iron trees smother the air
    But withering they stand and stare
    Trough eyes that neither know nor care
    Where the grass is gone

    (David McWilliams – Days of Pearly Spencer)

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‘The pain of being a woman is too severe!’ – The films of Roberta Findlay: Angel Number 9 (1974)

    I’m beautiful in my way
    ‘Cause God makes no mistakes
    I’m on the right track, baby
    I was born this way

    (Lady Gaga – Born This Way)

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Il piacere (1985) und: Joe-D’Amato-Retrospektive beim Filmarchiv Austria!

Gedärme, die aus hungrigen Bäuchen fallen, Kameraobjektive, die in zu penetrierende Rosetten hineinfahren: ob im Gewalt- oder Sexualakt – beides Dinge, die Joe D’Amato mit der derben, aber eben auch ein wenig unschuldigen Freude an Provokationen des Adoleszenten nur allzu gern zelebrierte – das Innerste verborgen im menschlichen Leibe faszinierte ihn offenkundig sehr. Nahezu 200 Filme strickte er um dessen Freilegung. Unter diesen gehört “Il piacere” zu den allerschönsten, verwundbarsten wie aber auch im Gegenschluss verwundendsten.

Das Handlungsgerippe ist nebensächlich, die Geschichte um einen alternden Casanova gefangen zwischen Trauer um die Liebe des Lebens und den wiedererwachenden Triebgefühlen für ihre jugendliche Wiedergängerin allein Aufhänger für selbst für ihn, den größten auf den Regiestuhl umgesattelten Kameramann des italienischen Kinos, ausnehmend luxuriös arrangierte Vermessung von Leidenschaft via filmischer Inszenierung allein. Unmittelbar aufeinanderprallend färben Linse und Belinstes Wände, Räume, ganze Außenareale ein. Aus der Reibung hervortretend: Ein eigentümliches Knistern in der Luft, vielmehr schon ein dichter, stets aber durchschaubarer Nebel, ein Schimmern, das sich die Welt des Filmes überschreitende Freiräume zwischen Emulsion und Bildträger zu erkämpfen scheint. Weiterlesen…

Vorwärts, Rückwärts, Einerlei – Non ho sonno (2001)

    Diese Straße, dieses Haus
    Ist wie die gute alte Freundin
    Die dich vor langer Zeit verließ
    Jetzt hier zu sein, entlang zu gehen
    Gefilmt wie aus einem Auto, das nicht hält
    Tut weh – so weh
    Tut weh – so weh

    (Mutter – Böckhstr. 26)

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Blick zurück ohne Zorn

Wie man plötzlich 80 wird



Film, das ist auch Musik.

Wir tanzten in den 50ern bis zum Koma den Rock’n’Roll. Wir feierten in den 60ern die Beatles und ich noch lieber den geilen Sound der Good Vibrations der Beach Boys. Und als dann die Pink Floyd mit ihrer Single See Emily Play auf den Trip gingen, ging ein ganzer Kosmos auf. Aber erst die Punk- und New-Wave-Genies wie XTC, Devo, David Byrne öffneten mir den Blick auf die neue Welt-to-come.

Wir wurden Teil der Neuen Deutschen Welle der Witt und DAF und Kraftwerk und Rheingold.

Bis dann Rap und Hip-Hop die Welt auch jenseits des Ghetto bewegten und ich die Wu-Tang Claner traf. Und dann, heute, die genialen Reggaeton- Produktionen der Wisin & Yandel, Arcangel, Bad Bunny, Nicky Jam, Plan B … Und auch noch Bachata-Genie Romeo Santos …

Film ist neben Wort und Mode und Kunst auch Film.

Hunderte Male die Preminger-Filme im Kino gesehen, um herauszufinden, wie Preminger so Kamera und Schauspieler führt, um herauszufinden, wie er schneidet, ohne dass man den Schnitt merkt.

Hunderte Nächte durchgesessen, um auf den Spuren der Cahiers und der Nouvelle Vague das Erbe Hollywoods zu entdecken und mit Godard und all den anderen in Frankreich und Italien und in den USA den Mut für Experimente zu entwickeln.

Und dann die Jahre 1960-1963, das Filmwunderland Italien. Die Meisterwerke nur dieser Jahre: LA DOLCE VITA von Fellini, LA NOTTE von Antonioni, SALVATORE GIULIANO von Rosi, ACCATONE von Pasolini, CRONACA FAMILIARE von Zurlini, IL GATTOPARDO von Visconti. Nie in der Filmgeschichte war eine Zeit vielseitiger, explosiver, mutiger! Filme, die mich inspirierten und die mir sagten: Alles ist möglich! Die tragische Schönheit Antonionis, die Grandezza Viscontis, die soziale Abrechnung Rosis, die Erkundung neuer Welten Pasolinis, die Dante-Eloge Fellinis, die mutige Hermetik Zurlinis …

Und dann die großen Amerikaner, die der Vergangenheit wie Sirk, Hawks, Ford und die der 60er Jahre und auch immer wieder der Jahre danach …

Und dann ein Film, den ich seit meiner Filmhochschulzeit nie vergessen werde: Stan Brakhage hat ihn gedreht. Und er handelt davon, wie Brakhage mit seiner bewegten Kamera seinen toten Hund zum Leben zu erwecken versucht …

Und jetzt bin ich kurz vor dem 80sten gelandet. Ich weiß schon, dass ich meine Idole wahrscheinlich nie erreichen kann. Aber eines kann ich sagen: Ich bin noch nie Kompromisse eingegangen und habe immer den Film gemacht, den ich machen wollte und wie ich ihn machen wollte. Und ich habe immer Filme über die Zeit gemacht, in der sie spielten. Sie sind ein Spiegel der Gesellschaft, die ich mit der Musik, den Problemen, der Mode und dem Streben nach Schönheit und Wahrheit durchlebt habe.

Und das ist bis heute so: Die neun Filme meines „Römischen Zyklus“ sind das Porträt einer Generation, die nie allein, aber für immer einsam ist. Und „Der Römische Zyklus 2“ handelt von den Abgründen der Emotionen und einer Gesellschaft ohne Gnade.

Ich genieße in vollen Zügen die Freiheit des Produzierens, die die aktuelle Technologie mit sich bringt. Ich genieße eine Welt, in der alles verfügbar ist.

Und wenn mich etwas zornig macht, dann ist es nicht der Blick zurück, sondern der Blick auf die Kompromisse, die Routine, die Mutlosigkeit, die Experimentier-Feigheit, die heute das Geschehen bestimmen.

Gerade habe ich den Film eines 87-jährigen gesehen: Godards LE LIVRE D’IMAGE. Ein Meisterwerk, das nicht spurlos an mir vorüber gehen wird: sarkastisch, poetisch, böse, phantastisch, politisch, schön, innovativ … eben alles, was Kino kann.

Eckhart Schmidt, Oktober 2018

Eckhart Schmidt!!! Werkschauen und Premieren zum Geburtstag

 

 

Ein Meister des Kinos wird 80 Jahre alt: Eckhart Schmidt, der unermüdlich getriebene, rastlos suchende und leidenschaftlich findende Romantiker unter den deutschen Filmemachern, der seit über 50 Jahren als Regisseur, Autor, Fotograf und Produzent wirkmächtig tätig ist. An die 200 Filme hat Schmidt bisher gedreht, und es kommen jährlich neue hinzu. Aus Anlass seines Jubiläums und der Veröffentlichung seines Opus Magnum, “Der Römische Zyklus I + II”, werden ihm im November deutschlandweit drei umfangreiche Werkschauen / Hommagen gewidmet, die den Versuch unternehmen einige seiner schillerndsten Filmwerke aus diesem gargantuanischen Oevre wieder oder zum ersten Mal auf der großen Leinwand zum erblühen zu bringen. Und Eckhart Schmidt wird auch selbst bei allen Vorführungen anwesend sein! Weiterlesen…

Midnight Confessions #02: Her Name Was Lisa (1979)

    Just give us a little information, this won’t take long.
    Of course.
    The woman’s age?
    Twenty-six years old.
    Occupation?
    Just put down … ‘entertainer’.

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