All is lost (2013)

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Alles beginnt mit einem Abschiedsbrief. Robert Redford liest ihn für seine Figur aus dem Off vor. Es sind beinahe die einzigen Worte, die in ALL IS LOST gesprochen werden. Mehr gibt es über diesen Mann nicht zu sagen. Ich habe es wirklich versucht, sagt Redford. Stark zu sein, gut zu sein, gerecht zu sein. Zu lieben. Ich habe gekämpft, aber es nicht geschafft. Es tut mir leid. Alles ist verloren.

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goEast 2015: Crnci / Kosac – zwei Filme von Zvonimir Jurić

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©goEast

His head it felt heavy
As he cut across the land
A dog started crying
Like a broken hearted man
At the howling wind…
The howling wind.

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goEast 2015: Die Eröffnung – We’ll always have Artur Braun

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©goEast
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Ein Bericht aus der Gegenwart

Wenn etwas Großes zu etwas Kleinem wird, in dem Kleines wiederum groß erscheint, Verschiebungen bestehen, und sich überhaupt die Frage, nicht nur nach Sinn und Zweck, sondern darüber hinaus, nach der kleinsten möglichen Einheit, dem Moment der Wahrnehmung eines Moments, darbietet, immer und immer wieder, also die Frage an sich zum Status quo gerinnt, beim Suchen und Forschen, dem Erleben von Spontaneität und Hilflosigkeit, wenn Mut und Verzweiflung verwobene Gefühle von Resignation und Hoffnung sowie neue Widersprüche, Erfahrungen kreieren. Währenddessen, aber auch im Nachhinein. In diesem Bericht, wie ein Film.
Für mich liest sich das auch wie ein Drehbuch, diese Worte, einer Aktion, eines Festivals, und erinnert mich ein wenig an die gegenwärtigen Hofbauer-Kongresse und wieso ich immer ausgezogen bin, um Orte des Films zu besuchen. On the Way to a Free Cinema – Beyond the 11th China Independent Film Festival von Zimu Zhang. Mit einem Link der zu Filmen aus China führt, die online angesehen werden können.

Quo vadis, deutscher Film?

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Listen 2014

joao benard da costa

Neues Jahr, neue Listen zum vergangenen Jahr. Auch diesmal sind die Jahres- und Entdeckungslisten 2014 direkt in einem Sammelbeitrag zusammen gefasst und zugegeben mit heißer Nadel gestrickt. Wir freuen uns, dass Jochen Werner auch dieses Jahr wieder dabei ist und außerdem ET-Gastautor, Filmkollektiv-Frankfurt-Mitbegründer und Filmemacher Gary Vanisian erstmals bei unserem Listenwahnsinn mitmischt. Und auch aus dem Kreis der ET-Stammautoren konnten sich wieder einige aufraffen, ein wenig Bilanz zu ziehen. Die Listen sind wie gehabt alphabetisch nach Beitragenden sortiert, lediglich Sanos ausufernde Exzessliste ist der Übersicht halber um eine Stelle nach hinten an den Schluss gerückt. Weiterlesen…

Stimmen zum 13. Hofbauer-Kongress

Für alle die es diesmal nicht geschafft haben, aber auch für alle Interessierten und für alle Teilnehmer am 13. außerordentlichen Filmkongress des Hofbauer-Kommandos, an dieser Stelle eine fortlaufend aktualisierte Linksammlung zur vielfältigen Berichterstattung rund um die inzwischen wohl berühmt-berüchtigte Nürnberger Filmkunst-Veranstaltung. Weiterlesen…

Bericht vom 2. Festival des 35mm-Films in Ljubljana, 18.-21. Juni

Vorrede

Wer heutzutage ein „Festival des 35mm-Films“ organisiert, der trifft im Vorfeld zwei Entscheidungen: Die eine – er wird keine (von wenigen Ausnahmen abgesehen) in den letzten Jahren entstandenen Filme zeigen, die andere – er wird eine Position beziehen, gegen die Brutalität der großen Filmstudios und –verleiher, gegen die Ignoranz des breiten Kinopublikums, sich von einer x-beliebigen Vorführungsform berieseln zu lassen.
Die Slowenische Kinemathek (im Folgenden: Slovenska kinoteka) in Ljubljana hat vom 17. bis 21. Juni ein „Festival des 35mm-Films“ organisiert, die 2. Ausgabe nach 2013. Es wurden mehrere Kinematheken eingeladen, um in Cartes blanches Archivschätze zu präsentieren und einzuführen, namentlich: Cinémathèque française, Anthology Film Archive, Österreichisches Filmmuseum. Schon vor Monaten hatte ich mir eine Reise nach Ljubljana aus diesem Anlass vorgenommen.

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Filmvorschau #31

Bad Film
Sion Sono  Japan  2012

Die Filmkritik meint es gut mit dem Kino

 

Eigentlich sollte das nur eine Einleitung werden. Aber einen Artikel zu schreiben über ein Magazin, in dem man schreibt, und das in dem Magazin zu tun, über das man schreibt, das ist gerade genau das Richtige. Es soll hier auch ein wenig um Filmkritik insgesamt gehen, genauer gesagt um den aktuellen Stand der Filmkritik – in Deutschland und anderswo. Um über diese nachzudenken, haben wir uns als Vorstand des deutschen Kritikerverbands bei den Kurzfilmtagen von Oberhausen zusammengesetzt und beschlossen, ein ärgerliches Papier zu schreiben. Ärgerlich ist unser Papier deshalb für einige Menschen, weil es große Teile der deutschen Kinolandschaft über einen Kamm schert. Viele Filme, die dort gezeigt werden, tut es als profan ab, auch als unambitioniert, auf Gefälligkeit ausgerichtet. Das trifft nicht immer zu. Wir schrieben, das Kino arrangiert sich mit dem Markt und die Kritik mit dem Kino. Das wiederum trifft oft zu. Neben diversen Nörgeleien haben wir darin eine Woche der Filmkritik in Berlin ausgerufen. Eine solche Woche besteht bei den großen europäischen Festivals seit geraumer Zeit. Die Sinnhaftigkeit eines Programms, das Dialog, Kritik und Unabhängigkeit ins Zentrum setzt, ist nicht abzustreiten. Das Konzept, das wir dort umsetzen, hoffen wir auch wieder vermehrt in Kinos anzutreffen. Das steht aber alles auch nochmal weiter unten.

Eskalierende Träume, das ist neben Little White Lies der schönste Titel für eine regelmäßige Filmpublikation, der mir bisher begegnet ist. Ein Titel, der inspiriert ist von Menschen, deren Wissen und Feinfühligkeit für das Kino, selbst nach Maßstäben der Filmkritik, in der Tat eskaliert sind – anders lässt sich die Vielfalt nicht mehr beschreiben. Man schaut manchmal 80 Filme im Monat. Kollege Thomas Groh spricht vom essenziellsten Fachblog für deutsche Nischen-Filmgeschichte, auch das möchte man nicht anzweifeln, wenn man sich hier umsieht. Und das sollte man unbedingt, wenn man sich für das Kino interessiert. Insbesondere aber ist Eskalierende Träume ein Beispiel für unabhängiges Schreiben, das sich einer Marktlogik eben nicht unterwirft. In der Tat ist es manchmal äußert schwierig, viele der hier besprochenen Filme überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Also zeigten sie einige der Macher dieses Magazins irgendwann einfach selber – und zwar nicht einmal jedem. Um davon zu erfahren, war Interesse nötig, und wer es hatte, bemerkte dann auch, was auf Anweisung des Hofbauer-Kommandos regelmäßig in Nürnberg vor sich ging. Von einer ursprünglich privaten Veranstaltung im kleinen Kreis haben sich die Hofbauer-Kongresse unter Cinephilen zu einem geflügelten Wort entwickelt und sind nun weiteren Kreisen zugänglich. Kürzlich organisierten zwei der Eskalierenden Träumer auch erstmals das Terza Visione Filmfestival und somit eine weitere Veranstaltung, die explizit auf unterrepräsentiertes Kino ausgerichtet ist. Weiterlesen…