Rückblick 2020: Listen & mehr



Auch dieses Jahr gibt es einen gesammelten Jahresrückblick bei Eskalierende Träume, der mit Listen, Texten, Bildern, GIF-Slideshows, Trailern und Musik auf das (vor allem, aber nicht nur) Kino- und Filmjahr 2020 zurückblickt.

Die meisten Beitragenden der 2019-Liste sind wieder dabei und wir freuen uns zudem über einige Neuzugänge beim Rückblick auf 2020: Björn Schmitt (Teil des Dreier-Teams hinter den neu gegründeten Tagen des experimentellen Films, die Mitte Mai 2021 in Frankfurt an den Start gehen), Frank Castenholz (Weird Magazin), Johannes Lehnen (Filmemacher) und Tilman Schumacher (critic.de).

Vorgaben zu Form, Umfang und Fokus der Beiträge gab es keine – entsprechend vielfältig ist auch diesmal die nachfolgende Sammlung geworden, was vereinzelt auch die Schreibweise bzw. Sprache der Titel betrifft.

Vor dem Start hier noch ein Einblick in das ET-Büro, wo unter schwierigen technischen Voraussetzungen die Notizen und Beiträge aufbereitet werden mussten (weshalb es immer etwas dauert, bis alles endlich in Form gebracht ist und veröffentlicht werden kann):

 

Aber schließlich war alles beisammen und geordnet, wobei die ersten und letzten beiden Beiträge diesmal aus (bild)dramaturgischen Gründen von der sonstigen alphabetischen Sortierung nach Vornamen abweichen. Und nun beginnt die Reise durchs Jahr…

 

 

Andreas Beilharz

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Eine kleine Galerie mit Naturausflügen in einigen Lieblingsfilmen des aktuellen Jahrgangs, bevor ich nachfolgend nicht umhin kam, etwas weiter auszuholen zu diesem sehr speziellen und herausfordernden Jahr.

 

2020. Das war nicht nur, aber doch sehr dominant: Jahr eins der ersten großen Pandemie dieses Jahrhunderts, in dem vermutlich weitere folgen werden und andere globale Katastrophen noch dazu. Eine erschütternde Disruption des Gewohnten, die direktes und indirektes Elend angehäuft hat, das auf zutiefst tragische Weise in erheblichen Teilen vermeidbar gewesen wäre, wie der Blick auf über ein Dutzend sehr erfolgreich agierender statt immer nur viel zu spät reagierender Länder weltweit zeigte. In Deutschland ließ man sich anfangs zwei Monate lang im blinden, tatenlosen Beschwichtigungsmodus sogar die Schutzausrüstungen von Spekulanten wegschnappen und diskutierte dann lieber, ob es erlaubt sein sollte, alleine auf einer Parkbank ein Buch zu lesen, während zeitgleich (und oftmals bis heute) Flugreisende aus Super-Hotspots unkontrolliert einreisen durften und man im Test-, Kontaktverfolgungs- und Meldewesen das Telefax-Zeitalter noch immer nicht überwinden konnte. Bizarre Widersprüche solcher Art prägten den zudem von Kommunikationsversagen gezeichneten politischen Kurs und führten zu einer bitter-ironischen Pointe: Galt dem Klischee nach das Plagiieren, das „billige Nachahmen“, bislang eher als asiatische Spezialität, war es diesmal der Westen, der asiatische Konzepte schlecht und billig plagiierte. Aus dem „Lockdown“ wurde dadurch in Lobby-getriebener Kurzsichtigkeit eine Art ineffektiver „halbseitiger Hammer“, der immer nur die eine Hälfte der Gesellschaft wirklich traf, aber genau deshalb umso länger und folgenschwerer. Auch das führte zu bizarren Widersprüchen: Die einen litten unter Exzessen der Isolation, die anderen unter dem bedrückenden Zwang zu weiterhin massenhaft Kontakten, weil „Arbeit“ stets ein „triftiger Grund“ blieb und jede Billigfleisch-Fabrik „systemrelevant“. Existenzbedrohung hier, Krisengewinne dort: Was das für die soziale Schere bedeutet, wird sich erst langsam im ganzen Ausmaß zeigen. Bedrückend, dass sich öffentlicher Widerstand nicht etwa dagegen formierte, sondern stattdessen geprägt war von mit Ignoranz und Menschenverachtung gemischtem wirrem Verschwörungsglauben und dabei einen zutiefst provinziellen Ungeist zur Schau trug, dessen Horizont offenkundig wenige Meter hinter dem eigenen Gartenzaun endet. Natürlich machen solche Umtriebe politisches Handeln nicht einfacher und die Verantwortlichen sind im undankbaren Spannungsfeld zwischen Präventions-Paradoxon und vergifteten Diskursklima wahrlich nicht zu beneiden, das kann aber gerade in der letztlich erfreulicherweise doch auch sehr starken individuellen Solidaritätsbereitschaft nicht über das weitreichende politische Versagen im Entwickeln einer längerfristigen Strategie hinwegtäuschen. Das hiesige Resultat waren bereits zum Jahresende sowohl massive wirtschaftliche, psychosoziale und kulturelle Schäden als auch bis vor kurzem nicht für möglich gehaltene, nun jedoch als Randnotiz hingenommene grauenvolle tägliche Pandemie-Todeszahlen auf dem umgerechneten Niveau des Vorzeige-Katastrophenlandes USA. Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos.

Dabei hätte gerade die massive Disruption des Gewohnten eine riesige Chance sein können, die Dinge endlich radikal anders zu denken und anzugehen, um für die nahenden und noch größeren Herausforderungen besser aufgestellt zu sein. Im größten Teil der Welt ist diese Chance bislang bestürzend ungenutzt geblieben, was einstweilen eher wenig Hoffnung für Politik und Gesellschaft der näheren Zukunft macht. Womöglich muss wirklich erst alles noch schlimmer werden, bevor es besser werden kann. Wenn es dann noch nicht zu spät ist.

Letzteres sind natürlich auch Befürchtungen zur mannigfaltig bedrohten Kultur- und Kinolandschaft. Wie unglaublich viel fehlen würde, hat das ganz konkrete Fehlen in 2020 schmerzhaft erfahrbar gemacht. In der persönlichen Rückbetrachtung betraf das etwa Konzerte, Ausstellungen, Tanz und Performances, die mich die letzten Jahre deutlich verstärkt begleitet und bereichert haben. Und es betraf natürlich das Kino, wo ich die letzten Jahre stets den allergrößten Teil aller insgesamt gesehenen Filme erleben durfte. Das hatte auch berufliche Gründe und hängt mit dem fraglos großen Privileg zusammen, ein täglich wechselndes und zumeist im Originalformat präsentiertes, reichhaltiges filmgeschichtliches Programm quasi niedrigschwelliger als jede heimische Sichtung direkt am Arbeitsplatz geboten zu bekommen und mitgestalten zu können. Why bother with streaming when you get the real (reel) thing much easier? Fürwahr ein Luxus und zugleich doch auch unabdingbares Kennzeichen einer essentiellen Filmkultur, wie sie (wenn auch sicher mitunter mit deutlich Luft nach oben und gewiss nicht ohne innere und äußere Probleme) zumindest in einigen Großstädten bislang noch präsent war. Was wird bleiben, was wird verschwinden, was wird vielleicht auch neu entstehen oder sich neu erfinden (müssen)?

Vor diesem Hintergrund war es kein Wunder, dass ich mich vor allem in den jeweils ersten Kultur-Schließungswochen ab Mitte März und Anfang November zunächst sehr schwer tat, überhaupt wieder verstärkt zuhause Filme zu sichten. Viel mehr lockte stattdessen das wunderbare Frühlings- bzw. Herbstwetter zu antizyklischen Ausflügen in die Natur, oftmals waren wir dort ganz für uns unterwegs (warum fahren eigentlich fast alle immer zu den gleichen, erwartbar überfüllten Orten?). Es war, bei allem Pandemie-Elend und erschreckend sich vertiefender Gräben überall, und auch bei aller unfreiwilligen Umstellung der persönlichen Gewohnheiten dann zum Glück auch ein Jahr voller Wälder, Seen, Berge und Weinhänge, voller Wanderungen, Spaziergänge und Radtouren, voller Sonne, umsichtiger kleiner Begegnungen und ausgiebigen Eisessens: Zimt, Sesam-Krokant, dunkle Schokolade, Mandel-Kardamom, weiße Mousse mit Pfirsich, Panna Cotta Caramel, Whiskey Cream, Kürbis-Amaretto, sizilianische Pistazie, salzige Kokosnuss oder scharfe Himbeere gehörten dabei zu den deliziösen Garanten für genussvolle Sinnenfreude in verzichtvollen Zeiten.

Zuhause, auch dank Doppelumzug und der damit in diesen Zeiten so wertvollen Transformation von Fern- in Nahbeziehung: Mehr Zweisamkeit, Kochen und Lachen, was zugleich die nötige Kraft gab für die Belastungen dieses Jahres und die Tragödien im näheren und weiteren Umfeld. Auch mehr Lesen, wenngleich leider eher (und ohne Zweifel zu viel) von Artikeln, Recherchen und Diskussionen; dabei sorgenvoll feststellend, dass dem dystopisch zu werden drohenden Alltäglichen viel zu selten entschlossener Gestaltungswille und utopische Gedanken abgerungen wurden. Daher irgendwann umso entschlossener der persönliche Versuch, einerseits Refugien zu schaffen und andererseits sich an neuen Blicken und Ansätzen zu versuchen, was mitunter bereits wunderbares hervorbrachte und zum Jahresende zwei sinnlos schwelende Konflikte endlich versöhnlich löste.

Irgendwann schaute ich dann doch auch daheim wieder mehr Filme, aber zu viel fehlte: Kino als Wahrnehmungsdispositiv in all seinen immersiven Dimensionen und seiner materiellen Sinnlichkeit; als sozialer Erlebnis- und Diskursraum; als räumlicher äußerer Anker einer inneren Erfahrung. Entsprechend groß war der Hunger auf Filmgeschichte im Kino und das gierige Aufsaugen des Angebots im Sommer und Frühherbst, wie nachfolgend die dritte Liste belegt. Bei aktuellen Filmen tat ich mir zuhause im Vergleich deutlich leichter und versuchte mich auch über die Vorzüge der vielen Online-Festivals zu freuen, von denen manche sonst nicht erreichbar gewesen wären. Das machte die Ausbeute beim aktuellen Jahrgang ziemlich erfreulich und bisweilen beglückend, auch wenn es kein Ersatz sein konnte für die vielen unvergesslichen Festivalerfahrungen der Vergangenheit, gerade im gemeinsamen Erleben und in den wunderbaren Begegnungen, die nun fast komplett fehlten.

Im Rückblick bleiben trotzdem einige denkwürdige Kinoerlebnisse:

2020 im Kino, das war gleich zum Jahresanfang MALLE (Johannes Lehnen) in Nürnberg, nach vielen Diskussionen unter zehn Augen dann im spontanen Timetable-Roulette doch zum genau richtigen Zeitpunkt platziert – währenddessen und danach eine besondere Erfahrung von Wärme und Herzlichkeit, worin der Hofbauer-Kongress wieder zu einem Ort der Geborgenheit wurde.
Das waren ebenfalls im Januar absurde Kurzreisen nach Nürnberg, um weitere der aus Kostengründen nur in kleiner Auswahl in Frankfurt gezeigten Filme von Kenji Mizoguchi auf der Leinwand zu sehen. Zu lange schon hatte ich auf diese Gelegenheit gewartet, zu unwahrscheinlich schien die Aussicht, dass sie nochmal in erreichbarer Nähe in dieser Form wiederkehrt.
Das war im Februar eine der wöchentlichen Kindervorstellungen nachmittags, einmal im Quartal einen DEFA-Film bereithaltend – aber was uns der zauberhafte EIN MÄDCHEN AUS SCHNEE (Hannelore Unterberg) in weniger als einer Stunde aufbot, das ließ uns zu dritt im Anschluss erst einmal sprachlos und dann schwärmend zurück.
Das war THE FOG (John Carpenter) als letzte Projektion vor der Kinoschließung im März, durch puren Zufall somit der letzte Leuchtturm inmitten des aufziehenden Nebels einer kaum greifbaren Bedrohung.
Das war MY NUDITY MEANS NOTHING (Marina de Van) als eine der ersten Vorführungen nach der Wiederöffnung, zufällig die Erfahrung der häuslichen Quarantäne trefflich spiegelnd.
Das waren im Sommer berauschend schöne historische Technicolor-Kopien von Disney- und Elvis-Filmen.
Das waren im Oktober die “Materialfilme” von Phil Solomon und dem Filmlabor L’Abominable bei Underdox in München
Das war kurz danach SUSPIRIA (Dario Argento), ebenfalls in Technicolor-Kopie, nochmal auf der Riesenleinwand in Karlsruhe, nachdem die vormalige Terza-Visione-Sichtung etwas vom eigenen Feststecken im Orga-Stress beeinträchtigt war.

Außer den beiden letztgenannten kurzen Abstechern sowie den mehreren Januar-Trips nach Nürnberg konzentrierten sich die Kinoerfahrungen dann allerdings ganz auf Frankfurt, und zuletzt musste die Filmrezeption sich zwangsläufig auch wieder in die eigenen vier Wände zurückziehen. Das wird irgendwann im Frühling oder Frühsommer 2021 wieder anders – und dann wird das, neben vielem anderen, was hoffentlich sonst alles wieder an (eben doch auch einander bedingendem) Leben und Kultur aufblühen wird, gewiss auch ein Sommer und Herbst des Kinos.

 

Top Ten (Aktuelles)

22 aus 2020
Favoriten eines hybriden Kino- und Festivaljahrgangs in assoziativer Paarung

(dadurch nicht strikt linear gewichtet, weil mir Listen oft am meisten Spaß machen, wenn ihre tendenzielle Starrheit spielerisch unterlaufen oder ad absurdum geführt wird; klar ist nur, dass ALL HANDS ON DECK, der in einigen anderen Listen unter seinem Originaltitel A L’ABORDAGE auftaucht, in seiner tiefen Menschenfreundlichkeit, Zärtlichkeit und hinreißend lustigen “slice of life”-Wahrhaftigkeit mein Film des Jahres ist)

0. City Hall (Frederick Wiseman)
0. The Annotated Field Guide of Ulysses S. Grant (Jim Finn)

1. All Hands On Deck (Guillaume Brac)
1. Atarrabi & Mikelats (Eugène Green)
2. My Mexican Bretzel (Nuria Giménez)
2. The Trouble With Being Born (Sandra Wollner)
3. Don’t Forget to Breathe (Martin Turk)
3. The Salt of Tears (Philippe Garrel)
4. Undine (Christian Petzold)
4. Beautiful, Goodbye (Eiichi Imamura)
5. Days (Tsai Ming-liang)
5. Kokoloko (Gerardo Naranjo)
6. Never Rarely Sometimes Always (Eliza Hittman)
6. Ecstasy (Moara Passoni)
7. My Morning Laughter (Marko Djordjevic)
7. Lessons of Love (Chiara Campara)
8. F Is For Future (Teppei Isobe)
8. Schoolgirls (Pilar Palomero)
9. Ivana the Terrible (Ivana Mladenovic)
9. Minori, on the Brink (Ryûtarô Ninomiya)
10. The Intruder (Natalia Meta)
10. Red Screening (Maximiliano Contenti)

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Kürzere Kostbarkeiten (Aktuelles):

Arrival (Alina Nasibullina)
Bamboe (Flo Van Deuren)
My Sister (Burcu Aykar)
Zombie 13 (Hyunkyung Park)
Pacífico Oscuro (Camila Beltrán)
Progressive Touch (Michael Portnoy)
La Tigresse (Fabrizio Paterniti Martello)
Diysex (Maria Lorente, Mariona Vazquez, Juno Álvarez, Yaiza de Lamo)
While I’m Still Breathing (Laure Giappiconi, Elisa Monteil, La Fille Renne)
The Philosophy of Horror I-III (Péter Lichter, Bori Máté)

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Zeitloser Zauber
(Filmgeschichte durchweg analog im Kino, in Frankfurt und vereinzelt Nürnberg; ziemlich viel davon nicht zum ersten Mal gesehen, das meiste aber zum ersten Mal im Kino):

– ein knappes Dutzend mal Kenji Mizoguchi
– rund ein halbes Dutzend mal Volker Koepp, Rainer Werner Fassbinder, Jack Deveau, Marina de Van und Spike Lee
– einige nicht explizit genannte Kurzfilme neben de Van (z.B. Disney, Albanien und Experimentelles) sowie die im Text weiter oben bereits genannten Vorführungen von Carpenter über Argento bis zu Underdox

Snow White and the Seven Dwarfs (David Hand u.a., 1937)
Fantasia (diverse, 1940)
Dumbo (Ben Sharpsteen u.a., 1941)
Bambi (David Hand, 1942)
Sullivan’s Travels (Preston Sturges, 1941)
Alice in Wonderland (Geronimi, Luske, Jackson, 1951)
Hinter Klostermauern (Harald Reinl, 1952)
Gefährlich sind die hellen Nächte (Roland af Hällström, 1952)
Where Chimneys Are Seen (Heinosuke Gosho, 1953)
Lady and the Tramp (Geronimi, Luske, Jackson, 1955)
Jailhouse Rock (Richard Thorpe, 1957)
North by Northwest (Alfred Hitchcock, 1959)
Das Totenschiff (Georg Tressler, 1959)
G.I. Blues (Norman Taurog, 1960)
When a Woman Ascends the Stairs (Mikio Naruse, 1960)
Die Perlenfischerinnen (Nishio Zensuke, 1961)
Viva Las Vegas (George Sidney, 1964)
Roustabout (John Rich, 1964)
Victory Over Death (Gëzim Erebara, Piro Milka, 1967)
Teorema (Pier Paolo Pasolini, 1968)
Elvis: That’s The Way It Is (Denis Sanders, 1970/2001)
La Mala Ordina (Fernando Di Leo, 1972)
Il Delitto Matteotti (Florestano Vancini, 1973)
Themroc (Claude Faraldo, 1973)
Adam & Yves (Peter De Rome, 1974)
Freebie and the Bean (Richard Rush, 1974)
Ici et ailleurs (Jean-Luc Godard, Anne-Marie Miéville, Jean-Pierre Gorin, 1976)
Ich denke oft an Hawaii (Elfi Mikesch, 1978)
Ein Mädchen aus Schnee (Hannelore Unterberg, 1979)
Elvis (John Carpenter, 1979)
The Chosen (Jeremy Paul Kagan, 1981)
Lone Wolf McQuade (Steve Carver, 1983)
Isabel auf der Treppe (Hannelore Unterberg, 1984)
Der Rosenkönig (Werner Schroeter, 1986)
Der Tod des Empedokles (Danièle Huillet, Jean-Marie Straub, 1987)
Die Jungfrauenmaschine (Monika Treut, 1988)
The River That Never Dies (Fatmir Koçi, 1989)
The Silence of the Lambs (Jonathan Demme, 1990)
La Belle Noiseuse (Jacques Rivette, 1991)
Van Gogh (Maurice Pialat, 1991)
The Wedding Banquet (Ang Lee, 1993)
Casa de Lava (Pedro Costa, 1994)
Speed (Jan de Bont, 1994)
Little Odessa (James Gray, 1994)
When Night Is Falling (Patricia Rozema, 1995)
Freundinnen & andere Monster (Mika Kallwass, 1998)
Vampires (John Carpenter, 1998)
Hotel (Jessica Hausner, 2004)

Es handelt sich nur um eine (wenn auch entsprechend ihres Reichtums und angesichts dieses Jahres und seinen Unkenrufen bewusst großzügige) Auswahl, deren Fülle mich im Rückblick dann angesichts der Monate des Kinoverzichts dazwischen und danach doch selbst sehr überrascht hat. Nachdem ich die letzten Jahre beim Listenerstellen zur Kürze und Verdichtung neigte, kommt mir die obige Fülle gerade in diesem Jahr beinahe obszön vor – und doch scheint sie mir auch wichtig zur Sichtbarmachung dessen, was trotzdem möglich war und gemacht werden konnte und musste, wie auch einige mehr von Berlin geprägte Beiträge dieses gesammelten Rückblicks zeigen.
Die bewusste Konzentration auf die Kinoerfahrung soll nicht gänzlich unterschlagen, dass natürlich auch bei mir etwas Filmgeschichte zuhause stattfand, auch wenn es überschaubar blieb, wie den Ausführungen weiter oben zu entnehmen ist. Besonders faszinierend wurde es tendenziell, wenn die digitale Sauberkeit von wundersamen Artefakten gestört wurde. Ziemlich ärgerlich war das bei den Bandschäden von bisweilen irreparabel in Bild und Ton in Mitleidenschaft gezogenen Familienvideos, deren begonnene Sichtung allerdings auch einiges intaktes und denkwürdiges Material zutage förderte. Ein unverhoffter Zauber hingegen entfaltete sich, als im Rahmen eines jener Videoabende, die ein Freund und ich im Mai und Juni wöchentlich zelebrierten, bei einer Sichtung der deutschen VHS von Bruno Matteis CONTAMINATOR (aka TERMINATOR II, André schrieb zufällig im Laufe des Jahres hier im Blog dann über den Film) ein offenbar leicht defektes Übertragungskabel auf dem Monitor eigentümliche Effekte zeitigte: Die Farben teils entwichen, teils verschoben, flächig segmentiert oder in Rastern neu verteilt. Und: Schlieren, Linien, Grieseln. Das war zunächst befremdlich, aber nachdem alle Beseitigungsversuche scheiterten, ließen wir uns auf diese seltsame Anmutung ein. Auf diese schummrig-schlierigen Bilder, die mitunter fast wie zunächst entsättigt und dann wieder partiell nachkoloriert wirkten. Ohne Zweifel die ästhetisch reizvollste Erfahrung außerhalb des Kinosaals im Jahr 2020.

 

 

Alexander Pfaehler

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Nur erstmals gesehene Filme

1. The Big Short (Adam McKay, USA 2015)
2. The Big Blue (Luc Besson, Frankreich/Italien/USA 1988)
3. The Irishman (Martin Scorsese, USA 2019)
4. Pom Poko (Isao Takahata, Japan 1994)
5. BlackKKKlansman (Spike Lee, USA 2018)
6. Midsommar (Ari Aster, USA 2019)
7. Under the Silver Lake (David Robert Mitchell, USA 2018)
8. Margin Call (J.C. Chandor, USA 2011)
9. First Man (Damien Chazelle, USA 2018)
10. Don‘t breathe (Fede Alvarez, USA 2016)
11. Arrival (Denis Vileneuve, USA/Kanada 2016)
12. Phantom Thread (Paul Thomas Anderson, USA/UK 2017)
13. Ford v Ferrari (James Mangold, USA 2019)
14. Daylight (Rob Cohen, USA 1996)
15. Master of the Universe (Marc Bauder, Österreich/Deutschland 2013)

 

 

Bilquis Castaño Manias

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In wehmütig-nostalgischer Erinnerung an sorglosere Zeiten der uneingeschränkten Cinephilie: DOMINO beim Hofbauer-Kongress im KommKino Nürnberg, Januar ‘20

 

Seltsam ironisch, wie Anfang des Jahres ‚Dopamin-Fasten‘ als Lifestyle-Trend in aller Munde war, kurz bevor das Silicon Valley-Phänomen unfreiwilligerweise quasi zum weltweiten Pflichtprogramm wurde: bewusster phasenweiser Verzicht auf Sozialkontakte, (soziale) Medien und jegliche Form kultureller Unterhaltung soll eine Steigerung neuronaler Belohnungsmechanismen und Wertschätzung bei Rückkehr zu gewohnten Verhaltensweisen bewirken. Davon, dass diese hirnchemische Deprivations-Rechnung einiges an Frust und negativen Nebenwirkungen mit sich bringt, konnte man sich in den zurückliegenden Monaten wohl zur Genüge überzeugen; dennoch haben mir persönlich zugegebenermaßen die intermittierenden Kinobesuche, wahlweise geschwängert von der berauschenden Euphorie des Wieder-Dürfens und dem nervösen Druck der drohenden vorerst letzten Gelegenheit, besonders starke Eindrücke und unvergessliche Erlebnisse beschert – sicher nicht zuletzt den Dopamin-Durststrecken in Zeiten der Kinoschließungen geschuldet. Und so halten sich unter meinen Favoriten der eindrucksvollsten, erquicklichsten, verzauberndsten, überraschendsten und forderndsten Filmsichtungen 2020, trotz eines klaren quantitativen Nachteils der Kinobesuche, selbige mit Heimsichtungen qualitativ die Waage; eine Erkenntnis, die mich beim Erstellen dieser Favoritenliste sowohl überrascht als auch hoffnungsvoll gestimmt hat. Und in erster Linie dankbar – für die Menschen, die diese Kinomomente möglich gemacht haben, und jene mit denen ich sie teilen durfte. You know who you are.

Film ab! (Sortierung nachfolgend je Kategorie alphabetisch, nicht nach Präferenz).

 

Langfilme.

THE ACT OF KILLING (Joshua Oppenheimer/Anonymous/Christine Cynn, UK/DK/NOR 2012) Kino.

ADAM & YVES (Peter De Rome, USA 1974) Kino.

THE ASSISTANT (Kitty Green, USA 2019) Streaming.

CHRISTINE (John Carpenter, USA 1983) Kino (Drive-In).

COMIZI D‘AMORE (LOVE MEETINGS – Pier Paolo Pasolini, I 1984) DVD.

UN COUTEAU DANS LE COEUR (KNIFE + HEART – Yann Gonzalez, F/MEX/CH 2018) Blu-ray.

DOMINO (Ivana Massetti, I 1988) Kino.

ÉTOILE (Peter Del Monte, I 1989) Blu-ray.

FRANK (Lenny Abrahamson, UK/IRL 2014) Blu-ray.

DAS FREIWILLIGE JAHR (Ulrich Köhler/Henner Winckler, BRD 2019) Kino.

HOTEL (Jessica Hausner, Ö/BRD 2004) Kino.

IDI I SMOTRI (COME AND SEE – Elem Klimov, UdSSR 1985) Kino.

ISABEL AUF DER TREPPE (Hannelore Unterberg, DDR 1984) Kino.

LET’S SCARE JESSICA TO DEATH (John D. Hancock, USA 1971) Blu-ray.

THE LIMITS OF CONTROL (Jim Jarmusch, USA/J 2009) Blu-ray.

LOLA (Rainer Werner Fassbinder, BRD 1981) Kino.

LE PRIX DU DANGER (Yves Boisset, F/YUG 1983) Blu-ray.

THE RESCUERS DOWN UNDER (Hendel Butoy, Mike Gabriel, USA 1990) DVD.

REVENGE (Coralie Fargeat, F/B 2017) Blu-ray.

SHAUN THE SHEEP MOVIE (Mark Burton/Richard Starzak, UK/F/USA 2015) Streaming.

THEMROC (Claude Faraldo, F 1973) Kino.

TILL DET SOM ÄR VACKER (PURE – Lisa Langseth, SWE 2010) Streaming.

UNDINE (Christian Petzold, BRD/F 2020) Kino.

VOX LUX (Brady Corbet, USA 2018) Streaming.

WHITE PALACE (Luis Mandoki USA 1990) Blu-ray.

 

Kurzfilme.

THE GUESTS (Shane Danielsen, AUS 2015) Streaming.

HRA S KAMENY (A GAME WITH STONES (Jan Svankmajer, Ö 1967) DVD.

I AM EASY TO FIND (Mike Mills, USA 2019) Streaming.

NIMIC (Yorgos Lanthimos, BRD/USA/UK 2019) Streaming.

NUSJA DHE SHTETËRRETHIMI (THE BRIDE AND THE CURFEW (Kristaq Mitro/Ibrahim Muçaj, ALB 1987) Kino.

OH WHAT A WONDERFUL FEELING (François Jaros, CAN 2016) Streaming.

LA PROMENADE (Marina de Van, F 2007) Kino.

PROTECT YOU + ME. (Brady Corbet, USA 2008) Streaming.

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Nicht fehlen dürfen selbstverständlich auch die unerreichten Jahreshighlights (sowohl Erst- als auch Wiederentdeckungen) hunderter Stunden passionierten Seriengenusses – ein unverzichtbarer Luxus, der im Limbus des häuslichen Quarantänemodus sogar ausnahmsweise zum (nahezu) guilt-free pleasure avancieren durfte. Sowie außer Konkurrenz: die in jeglicher Hinsicht grenzsprengende und meisterhaft erzählte Spiele-Erfahrung, die das Jahr für mich mit geprägt hat.

 

Serien.

FLEABAG (Phoebe Waller-Bridge, UK 2016-2019, BBC Three) DVD.

THE HAUNTING OF HILL HOUSE & THE HAUNTING OF BLY MANOR (Mike Flanagan, USA 2018/2020, Netflix) Streaming.

HOW TO WITH JOHN WILSON (John Wilson, USA 2020 -, HBO ) Streaming.

THE JINX: THE LIFE AND DEATHS OF ROBERT DURST (Andrew Jarecki, USA 2015, HBO) DVD.

MANIAC (Cary J. Fukunaga/Patrick Somerville, USA 2018, Netflix) Streaming.

 

Videogames.

THE LAST OF US: PART II (Neil Druckmann/Kurt Margenau/Anthony Newman, USA 2020, Naughty Dog) PS4.

 

 

Björn Schmitt

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2020: in der Rückschau ein doch vor allem merkwürdiges, beschissenes, phasenweise trotzdem schönes (Kino-)Jahr. Noch stärker als sonst verknüpfen sich bei mir die einzelnen Filme mit konkreten Orten, Menschen und (maskierten) Gesprächen. Viel in Frankfurt: Mal Sehn, DFF, Filmkollektiv, das Sommerkino der Kinothek Asta Nielsen und Treppe 41. Rar gesät Ausflüge in andere Städte: eine verhältnismäßig angenehme Berlinale; Paris mit Larissa, Martin und Jon; das Underdox in München; einige weitere Tage in Berlin und Nürnberg. Ansonsten viele Filme zuhause, alleine, zusammen oder gemeinsam über Skype. Besonders in Erinnerung bleiben mir zwei Vorführungen: Sturges „Sullivan’s Travels“ im Juni, der erste 35mm-Film nach einer verhältnismäßig langen Kino-Pause; zum anderen Koepps „Uckermark“ als letzte Projektion des Jahres mit der Vorahnung der nahenden Schließung. In den letzten beiden Monaten schließlich aus Ermattung kaum noch Filme gesehen, dafür mehr Zeit für Hörbücher (Liu Cixin) und Romane (Ann Quin, William Gaddis und Unica Zürn). Jetzt: Warten auf den Sommer und mit Jean-Claude Rousseau: „Keep In Touch“, bis bald.

11 x Neu Neu Neu

The Woman Who Ran (Hong Sang-Soo)
Una película en color (Bruno Delgado Ramo)
El año del descubrimiento (Luis López Carrasco)
Tommaso (Abel Ferrara)
À l’abordage (Guillaume Brac)
Martin Eden (Pietro Marcello)
Autoficción (Laida Lertxundi)
The Works and Days (of Tayoko Shiojiri in the Shiotani Basin) (Anders Edström, C.W. Winter)
Undine (Christian Petzold)
First Cow (Kelly Reichardt)
La France contre les robots (Jean-Marie Straub)

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Projektionen:

The Life Of Oharu (Kenji Mizoguchi, 35mm)
Paris est une fête – Un film en 18 vagues (Sylvain George, DCP)
Es stirbt allerdings ein jeder, fragt sich nur wie und wie du gelebt hast (Holger Meins) (Renate Sami, digital)
The River That Never Dies (Fatmir Koçi, 35mm)
Judex (Louis Feuillade, 35mm)
Unheimlich II: Astarti (Maria Klonaris/Katerina Thomadaki, DCP)
Der Tod des Empedokles (Danièle Huillet/Jean-Marie Straub, 35mm)
Adam & Yves (Peter De Rome, 16mm)
Isabel auf der Treppe (Hannelore Unterberg, 35mm)
Ich denke oft an Hawaii (Elfi Mikesch, 16mm)
In einem Jahr mit 13 Monden (Rainer-Werner Fassbinder, 35mm)
Remains To Be Seen (Phil Solomon, 16mm)
Jungle Fever (Spike Lee, 35mm)
Der Rosenkönig (Werner Schroeter, 35mm)
Wittstock-Zyklus (Volker Koepp, 35mm)

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Daheim, allein, zusammen:

Babel. Lettre à mes amis restés en Belgique (Boris Lehman)
La paresse (Chantal Akerman)
Lou n’a pas dit non (Anne-Marie Mièville)
Keep In Touch (Jean-Claude Rousseau)
Jetzt und alles (Dieter Meier)
Lettre de Beirut (Jocelyne Saab)
Nationalité immigré (Sidney Sokhona)
O Som da Terra a Tremer (Rita Azevedo Gomes)
Balamos (Stavros Tornes)
The Eternal Breasts (Kinuyo Tanaka)
Pachamama – Unsere Erde (Peter Nestler)
V.W. Vitesse Woman (Claudine Eiyzikman)
Oyoyo (Chetna Vora)
Donovan’s Reef (John Ford)
La Cecilia (Jean-Louis Comolli)
Ne touchez pas la hache (Jacques Rivette)
Regime sans pain (Raúl Ruiz)
Mon coeur est rouge (Michèle Rosier)

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Encore: 4x Überstunden

Fluchtweg nach Marseille (Ingemo Engström, Gerhard Theuring)
How Yukong Moved the Mountains (Joris Ivens)
Fengming: A Chinese Memoir (Wang Bing)
Rosen für Afrika (Sohrab Shadid Saless)

Erste und letzte Kopie des Jahres

Ugetsu (Kenji Mizoguchi, 35mm)
Uckermark (Volker Koepp, 35mm)

 

 

Felix Mende

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10 Neuheiten

Knives Out (Rian Johnson)
Malle (Johannes Lehnen)
Vento Seco (Daniel Nolasco)
Undine (Christian Petzold)
Le daim (Quentin Dupieux)
The Trouble with Being Born (Sandra Wollner)
Birds of Prey (Cathy Yan)
The Lodge (Veronika Franz, Severin Fiala)
Family Romance, LLC (Werner Herzog)
Il traditore (Marco Bellocchio)

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25 Entdeckungen

Susanne macht Ordnung (Eugen Thiele)
A New Leaf (Elaine May)
Ishtar (Elaine May)
Hinter Klostermauern (Harald Reinl)
Cataclysm (Phillip Marshak, Tom McGowan, Gregg G. Tallas)
Freundinnen & andere Monster (Mika Kallwass)
Stella Dallas (King Vidor)
Duel in the Sun (King Vidor)
Beyond the Forest (King Vidor)
Serenade (Willi Forst)
Ein Tag ist schöner als der andere (Kurt Hoffmann)
Thema Nr. 1 (Maria Bachmann)
Die wahre Geschichte von Männern und Frauen (Robert van Ackeren)
Du bringst mich noch um (Wolfram Paulus)
Prinzessinnenbad (Bettina Blümner)
Sabishinbô / さびしんぼう (Nobuhiko Obayashi)
Some Call It Loving (James B. Harris)
Händler der vier Jahreszeiten (Rainer Werner Fassbinder)
Až přijde kocour (Vojtěch Jasný)
Lass knacken, Schätzchen / Der Sexbaron von St. Pauli (Jürgen Enz)
Wolfen (Michael Wadleigh)
Solo Sunny (Konrad Wolf)
Sitting Target (Douglas Hickox)
Erinnerungen an die Zukunft (Harald Reinl)
L’inspecteur connaît la musique (Jean Josipovici)

*****

5 Wiederbegegnungen

Left-Handed (Jack Deveau)
Whopper-Punch 777 (Jürgen Tröster)
Candyman (Bernard Rose)
Christmas Evil (Lewis Jackson)
The Christmas That Almost Wasn’t (Rossano Brazzi)

*****

5 kurze Vergnügen

The Phantom Menace (Graeme Arnfield)
Roc räumt auf (Bruno Sukrow)
Rod Gröth (Jörg Moser-Metius)
Stahlfahrt (Klaus Prowe)
Der Wärwolf (Carl Schönfeld)

 

 

Florian Widegger

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Jahresliste 2020

30 filmische Erstbegegnungen – fünf davon (*) immerhin im Kino.

News from Home:
Jetzt oder morgen (2020, Lisa Weber)
Aufzeichnungen aus der Unterwelt (2020, Tizza Covi & Rainer Frimmel) *
3 Freunde 2 Feinde (2020, Sebastian Brauneis)

Die Leinwand brennt:
Color out of Space (2019, Richard Stanley)
Naked (1966, Armando Bó) *
Wu Fa Wu Tian Fei Che Dang / Die wilden Engel von Hongkong (1976, Kuei Chi-Hung)

Augen auf, Ohren auf, Herzen auf:
Blade Runner 2049 (2017, Denis Villeneuve)
Phantom Thread (2017, Paul Thomas Anderson)
Atarrabi et Mikelats (2020, Eugène Green) *

Zurück in die Zukunft:
Side Effects (2013, Steven Soderbergh)
Robocop (1987, Paul Verhoeven)
Family Romance LLC (2019, Werner Herzog)

Die bittere Süße des Landlebens:
Die Ministranten (1990, Wolfram Paulus) *
First Cow (2020, Kelly Reichardt) *
Houzhe / Leben (1994, Zhang Yimou)

Die süße Bitterkeit der (Vor-)Stadt:
Hentai kazoku – Aniki no yomesan / Abnormal Family – Older Brother’s Bride (1984, Masayuki Suo)
Un homme à abbatre / Hetzjagd (1967, Philippe Condroyer)
Poliziotto sprint (1977, Stelvio Massi)

Drei Klassiker, nachgeholt:
Torn Curtain (1966, Alfred Hitchcock)
The Bravados (1955, Henry King)
Sherlock jr. (1924, Buster Keaton)

Drei dritte Teile, positiv überrascht:
Omen 3: The Final Conflict (1981, Graham Baker)
Poltergeist 3 (1988, Gary Sherman)
Psycho 3 (1986, Anthony Perkins)

Drei Bonus-Empfehlungen:
Zu Warriors from the Magic Mountain (1983, Tsui Hark)
Born on the Fourth of July (1989, Oliver Stone)
Boyz n the Hood (1991, John Singleton)

Drei große Ärgernisse:
The Return of the Texas Chainsaw Massacre (1994, Kim Henkel)
The Lost World: Jurassic Park (1997, Steven Spielberg)
gefühlt 300 Pressekonferenzen der österreichischen Bundesregierung – vulgo „virologisches Quartett“ – zum Thema Corona (2020f)

 

 

Frank Castenholz

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Mit dem Hofbauerkongress, der Premiere von Til Schweigers „Die Hochzeit“ im Zoo Palast und einer frisch reformierten Berlinale startete das Jahr auf dem Gipfel seiner Möglichkeiten – allesamt auf ihre Art Ausweise, dass Kino als singuläres soziales Ereignis so viel mehr als ein Klick auf der Fernbedienung sein kann. Die beiden auf der Berlinale gezeigten Beiträge aus dem DAU-Zyklus scheinen mir zwar nach wie vor hinsichtlich ihrer Produktionsgeschichte einigermaßen heikel, haben mich aber solch ungehemmten Attacken auf Herz, Hirn, Magengrube und Sitzfleisch ausgesetzt, dass ich zerschossen und krummgesessen kapituliere. Ganz anders, doch ähnlich memorabel, war das Glücksgefühl, Teil des wuseligen und zugleich hochkonzentrierten internationalen Publikumskollektivs voll Kinder, Eltern, Cineasten und Cast-Mitglieder bei der Premiere des spanischen Generation-Beitrags „Las niñas“ zu sein.
Bei dem langen Marsch durch die anschließende Frühjahrs-Talsole waren mir auf dem heimischen (Rettungs-)Schirm Woody Allen, Spike Lee und Sogo Ishii tröstende Gefährten. Zu Recherchezwecken bin ich in jener Zeit zudem ins Westberliner Filmschaffen der 80er Jahre abgetaucht und habe, neben einem freudigem Wiedersehen mit Mauerstadt-Klassikern „Kalt wie Eis“, „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, „White Star“ oder dem Buttgereit-Oeuvre, auch einige schöne Neuentdeckungen gemacht. Shout-outs schließlich zum Arsenal und Filmrauschpalast, die mit Retrospektiven zu Black Cinema, Michael Mann, Bertrand Bonello, Elaine May (als Teil des Unknown Pleasures Festivals) und nicht zuletzt dem Auswärts-STUC cinephile Trutzburgen gegen die lähmende Freudlosigkeit des soziophoben Alltags in infektiösen Zeiten boten – und sich dafür allesamt mit dem neuen Facebook-Umarmungsemoji geknuffelt fühlen mögen.

Apropos of nothing: 20/20 aus 2020

Breaking News:
1. DAU. Natasha (Ilya Khrzhanovsky & Jekaterina Oertel)
2. Las niñas (Pilar Palomero)
3. Uncut Gems (Josh & Benny Safdie)
4. À l’abordage! (Guillaume Brac)
5. Tomaso (Abel Ferrara)
6. Never Rarely Sometimes Always (Eliza Hittman)
7. Shirley (Josephine Decker)
8. The Woman Who Ran (Hong Sang-soo)
9. The Trouble with Being Born (Sandra Wollner)
10. Les choses qu’on dit, les choses qu’on fait (Emmanuel Mouret)
11. Shithouse (Cooper Raiff)
12. Le sel des larmes (Philippe Garrel)
13. Nackte Tiere (Melanie Waelde)
14. Wohnhaft Erdgeschoss (Jan Soldat)
15. Lindenberg! Mach dein Ding (Hermine Huntgeburth)
16. Da Five Bloods (Spike Lee)
17. Bad Trip (Kitao Sakurai)
18. Ivana The Terrible (Ivana Mladenović)
19. I Used To Go Here (Joe Swanberg)
20. DAU. Degeneratsia (Ilya Khrzhanovsky & Ilya Permyakov)

(Un)Known Pleasures:
1. She’s Gotta Have It (Spike Lee, 1986)
2. Taxi zum Klo (Frank Ripploh, 1980)
3. Stardust Memories (Woody Allen, 1980)
4. Okay Okay. Der moderne Tanz (Christoph Dreher & Heiner Mühlenbrock,
1980)
5. Panic In High School (Sogo Ishii, 1978)
6. Ali (Michael Mann, 2001)
7. Crimes and Misdemeanors (Woody Allen, 1989)
8. The Last of the Mohicans (Michael Mann, 1992)
9. Crooklyn (Spike Lee, 1994)
10. Mikey and Nicky (Elaine May, 1976)
11. De la guerre (Bertrand Bonello, 2008)
12. Kanakerbraut (Uwe Schrader, 1983)
13. The Cool World (Shirley Clarke, 1963)
14. Killer of Sheep (Charles Burnett, 1978)
15. Pochmann (Horst Markgraf, 1989)
16. The Road To God Knows Where (Uli M. Schüppel, 1990)
17. Westler (Wieland Speck, 1985)
18. The Story of a Three-Day Pass (Melvin Van Peebles, 1968)
19. Der zynische Körper (Heinz Emigholz, 1991)
20. Crazy Thunder Road (Sogo Ishii, 1980)

 

 

Gary Vanisian

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Filmliste 2020

Komm mit mir in das Cinema,
Dort findet man, was einmal war:
Die Liebe!

Liegt meine Hand in deiner Hand
Ganz übermannt im Dunkel,
Trompetet wo ein Elefant
Ganz plötzlich aus dem Dschungel –

Und schnappt nach uns aus heißem Sand
Auf seiner Filmenseide,
Ein Krokodilweib, hirnverbrannt,
Dann – küssen wir uns beide!

Else Lasker-Schüler

Aus Anlass des Pandemiejahres und der aufgezwungenen – in ihrer Dauer und der digitalen Hinnahme so gefährlichen und hoffentlich nicht fatalen – Distanz zum Kinoraum ist diese Liste in Kinosichtungen und Film-Heimsichtungen aufgeteilt.

* = keine Erstsichtung

Prägende Kino-Erlebnisse

Sanshō Dayū Mizoguchi Kenji, Japan 1954
35mm – DFF, Frankfurt

* L’uomo dei cinque palloni Marco Ferreri Italien 1965
35mm – Österreichisches Filmmuseum, Wien

Une vraie jeune fille Catherine Breillat, Frankreich 1976-1999
35mm – Österreichisches Filmmuseum, Wien

* La grande bouffe Marco Ferreri Italien/Frankreich 1973
35mm – Österreichisches Filmmuseum, Wien

* La città delle donne Federico Fellini Italien/Frankreich 1980
35mm – Kino Arsenal, Berlin

Adam & Yves Peter de Rome USA 1974
16mm – Festsaal im Studierendenhaus (Erotisches Kino am Valentinstag)

The Devil in Miss Jones Gerard Damiano USA 1973
16mm – Festsaal im Studierendenhaus (Sweet Movies)

Das Mädchen aus Schnee Hannelore Unterberg, DDR 1979
35mm – DFF, Frankfurt

Absences répétées Guy Gilles Frankreich 1972
35mm – Kino Arsenal, Berlin

Frem Viera Čakányová Tschechische Republik/Slowakei 2019
DCP – Cinemaxx, Berlin (Berlinale)

* Ossessione Luchino Visconti Italien 1943
DCP – Akademie der Künste (Hanseatenweg), Berlin (Berlinale)

Eine Prämie für Irene Helke Sander BRD 1971
16mm – Kino Arsenal, Berlin (Berlinale)

Remparts d’argile Jean-Louis Bertuccelli Frankreich 1970
DCP –
Kino Arsenal, Berlin (Berlinale)

Mare’s Tail David Larcher Großbritannien 1969
16mm – Kino Arsenal, Berlin (Berlinale)

Ostia Sergio Citti, Italien 1970
35mm – Akademie der Künste (Hanseatenweg), Berlin (Berlinale)

Luz nos trópicos Paula Gaitán, Brasilien 2020
DCP – Kino Arsenal, Berlin (Berlinale)

Alias Marina de Van, Frankreich 1999
35mm – DFF, Frankfurt

Dans ma peau Marina de Van, Frankreich 2002
35mm – DFF, Frankfurt

* Sweet Sweetback’s Baadasssss Song Melvin van Peebles USA 1971
35mm – Kino Arsenal, Berlin

1. Kinoschließung

* Katzelmacher Rainer Werner Fassbinder BRD 1969
35mm – DFF, Frankfurt

La promenade Marina de Van, Frankreich 2006
35mm – DFF, Frankfurt

* Ma nudité ne sert à rien Marina de Van, Frankreich 2019
DCP – DFF, Frankfurt

White Dog Samuel Fuller, USA 1982
35mm – Kino Arsenal, Berlin

* Der Rosenkönig Werner Schroeter, BRD/Portugal 1986
35mm – DFF, Frankfurt

* Solaris Andrej Tarkowskij, UdSSR 1972
35mm – Kino Arsenal, Berlin

The Harder They Come Perry Henzell, Jamaika 1972
35mm – Kino Arsenal, Berlin

Rückwärtslaufen kann ich auch Karl-Heinz Lotz, BRD 1990
35mm – Kino Arsenal, Berlin

Prägende Film-Erlebnisse

Anatomie de l’enfer Catherine Breillat, Frankreich 2004

* Il Vangelo secondo Matteo Pier Paolo Pasolini, Italien 1964

Faz-me Companhia Gonçalo Almeida, Portugal 2019

The Appaloosa Sidney J. Furie, USA 1966

The Set-Up Robert Wise, USA 1949

* Vampyr Carl Theodor Dreyer, Deutschland 1932

A Better Tomorrow John Woo, Hongkong 1986

A Mordida Pedro Neves Marques, Brasilien 2019

* Je, tu, il, elle Chantal Akerman, Belgien 1972

* La jetée Chris Marker, Frankreich 1962

Seduto alla sua destra Valerio Zurlini, Italien 1968

Ein Virus kennt keine Moral Rosa von Praunheim, BRD 1986

Touki Bouki Djibril Diop Mambéty, Senegal 1973

Last Scene Paul Verhoeven USA 1986

Trois Vidéos Haïkus Chris Marker, Frankreich 1994

* Dazui Xia (Come Drink With Me) King Hu, Hongkong 1968

One More Spring Henry King, USA 1935

The War Game Mai Zetterling, Großbritannien 1963

* Der traumhafte Weg Angela Schanelec Deutschland 2016

Au biseau des baisers Guy Gilles & Marc Sator, Frankreich 1959

Breaking Point Bo Arne Vibenius, Schweden 1975

* Un chant d’amour Jean Genet, Frankreich 1950

Verbotene Liebe Helmut Dziuba, DDR 1990

Vorspiel Peter Kahane, DDR 1987

 

 

Jochen Werner

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Top 35 – 2020

1. DAU (Gesamtwerk), Khrzhanovsky
2. MALMKROG, Puiu
3. TOMMASO, Ferrara
4. OM DET OÄNDLIGA, Andersson
5. DAYS, Tsai
6. DAS FREIWILLIGE JAHR, Köhler/Winckler
7. THE WOMAN WHO RAN, Hong
8. IL TRADITORE, Bellocchio
9. FÜR DIE GANZE FAMILIE!, Witte
10. DER WITZEKONGRESS, Grundey
11. THE LIFE AND TIMES (OF TAYOKO SHIOJIRI IN THE SHIOTANI BASIN), Edström/Winter
12. MALLE, Lehnen
13. UNDINE, Petzold
14. NEVER RARELY SOMETIMES ALWAYS, Hittman
15. WEATHERING WITH YOU, Shinkai
16. ISABELLA, Piñeiro
17. ENFANT TERRIBLE, Roehler
18. NACKTE TIERE, Waelde
19. WOHNHAFT ERDGESCHOSS, Soldat
20. PURPLE SEA, Alzakout/Abdulwahed
21. MAGGIE’S FARM, Benning
22. ANNE AT 13,000 FT, Radwanski
23. SOUL, Docter
24. SIBYL, Triet
25. WIR WOLLTEN DIE FIESEN KILLEN, Ellerkamp/Heitmann
26. KOKON, Krippendorff
27. WAS BLEIBT | ŠTA OSTAJE | WHAT REMAINS RE-VISITED, Thieme
28. LINDENBERG! MACH DEIN DING, Huntgeburth
29. BERLIN ALEXANDERPLATZ, Qurbani
30. THE NIGHTINGALE, Kent
31. EMA, Larraín
32. DINNER IN AMERICA, Rehmeier
33. HAPPIEST SEASON, DuVall
34. THE SECRET INGREDIENT, Takács
35. CORONA ZOMBIES, Band

 

Neue Lieben & Wiederbegegnungen auf der Kinoleinwand

ALI, Mann
ALLOTRIA, Forst
BAT PUSSY, Regisseur unbekannt
DER BAUERNDOKTOR VON BAYRISCHZELL, Schott-Schöbinger
BEFORE WE VANISH, Kurosawa
BERLIN CHAMISSOPLATZ, Thome
IL BISBETICO DOMATO, Castellano/Pipolo
THE CHRISTMAS CONSULTANT, Bradshaw
COLLATERAL, Mann
CREEPOZOIDS, DeCoteau
DEAD HEAT, Goldblatt
DEMOLITION MAN, Brambilla
DO THE RIGHT THING, Lee
LA DRÔLESSE, Doillon
EDDY – DAS WAS AUS DEM ABFLUSS KAM, Schollenberger
ELVIS: THAT’S THE WAY IT IS, Sanders
ETTORE LO FUSTO, Castellari
FORBIDDEN WORLD, Holzman
FORD V. FERRARI, Mangold
LE GARÇU, Pialat
LE GENDARME DE SAINT-TROPEZ, Girault
THE HEARTBREAK KID, May
HINTER KLOSTERMAUERN, Reinl
IM WEIßEN RÖßL, Jacobs
THE INSIDER, Mann
THE JERICHO MILE, Mann
LARA, Gerster
LETHAL WEAPON, Donner
LITTLE SHOP OF HORRORS, Oz
MARIANDL, Jacobs
MASKERADE, Forst
MIAMI VICE, Mann
MIKEY AND NICKY, May
MONSTER DOG, Fragasso
IL PAESE DEL SESSO SELVAGGIO, Lenzi
PASSE TON BAC D’ABORD, Pialat
THE PERFECT STORM, Petersen
THE PINK LADIES, Watkins
PUNCH-DRUNK LOVE, Anderson
RENN, WENN DU KANNST, Brüggemann
ROUSTABOUT, Rich
DIE SENKRECHTSTARTER, Rateuke
DIE SEX-SPELUNKE VON BANGKOK, Dietrich
SHE’S OUT OF CONTROL, Dragoti
SILENT TRIGGER, Mulcahy
SILVESTER TANZPARTY 1973, Regisseur unbekannt
SOMETHING WILD, Demme
‘SWEET PUNKIN’ I LOVE YOU, Findlay
THIEF, Mann
TO LIVE AND DIE IN L.A., Friedkin
DIE TOTEN AUGEN VON LONDON, Vohrer
VAN GOGH, Pialat
EIN VIRUS KENNT KEINE MORAL, von Praunheim
WER WEINT DENN SCHON IM FREUDENHAUS?, Lubowski
WHEN THE BOUGH BREAKS, Ji
WHOPPER-PUNCH 777, Tröster
WOODSTOCK, Wadleigh

 

Neue Lieben & Wiederbegegnungen jenseits des Kinos
(der Not geschuldet: zuviele in diesem Jahr)

AD ASTRA, Gray
ALLEINE TANZEN, Pilavci
ALLES IST GUT, Trobisch
BUDDIES, Bressan, Jr.
LA CORTA NOTTE DELLE BAMBOLE DI VETRO, Lado
DA WO DIE BERGE SIND, Ockermueller
LA DONNA DEL LAGO, Bazzoni
A DOPPIA FACCIA, Freda
FIVE CORNERS, Bill
FORCES OF NATURE, Hughes
FOUR WEDDINGS AND A FUNERAL, Newell
DAS GELBE HAUS AM PINNASBERG, Vohrer
GIORNATA NERA PER L’ARIETE, Bazzoni
GOING OVERBOARD, Breiman
DIE GOLDENE BANANE VON BAD PORNO, Gregan
GRAND CENTRAL, Zlotowski
GRÜN IST DIE HEIDE, Deppe
HARD SOAP, HARD SOAP, Chinn
HERRLICHE ZEITEN, Roehler
HERZBLATT ODER WIE SAG ICH’S MEINER TOCHTER?, Vohrer
JESUS LIEBT MICH, Fitz
JOY, Russell
JUNGLE FEVER, Lee
THE KARATE KID – PART III, Avildsen
KING OF NEW YORK, Ferrara
KLUTE, Pakula
KNIGHTRIDERS, Romero
LOVE AT LARGE, Rudolph
LOVE ON A LEASH, Fen
LOVE, SIMON, Berlanti
DIE LUSTIGEN WEIBER VON TIROL, Billian
THE MANGLER, Hooper
MÄNNER IN DEN BESTEN JAHREN ERZÄHLEN SEXGESCHICHTEN, Fronz
MEIN BRUDER, DER VAMPIR, Taddicken
MEIN SCHÖNSTER SOMMER, Schmidt
MIDNIGHT WARRIOR, Merhi
MORGENS UM SIEBEN IST DIE WELT NOCH IN ORDNUNG, Hoffmann
MORTUARY, Hooper
NAISSANCE DES PIEUVRES, Sciamma
THE NEXT DEATHWISH, Vorlander
THE NIGHT BEFORE, Eberhardt
NOTTING HILL, Michell
OPFERGANG, Harlan
PARANOIA, Lenzi
PEGGY SUE GOT MARRIED, Coppola
PEOPLE, Onteniente
POLTERGEIST III, Sherman
PORKY’S II: THE NEXT DAY, Clark
RAIN THE COLOR OF BLUE WITH A LITTLE RED IN IT, Kirkley
REAL: A PERFECT DAY FOR PLESIOSAUR, Kurosawa
RED LIGHT IN THE WHITE HOUSE, Leder
ROMANCING THE STONE, Zemeckis
SANTA STOLE OUR DOG!, Stoller
DAS SCHÖNSTE PAAR, Taddicken
SCHOOL DAZE, Lee
SEE YOU IN THE MORNING, Pakula
SERENDIPITY, Chelsom
SLEEPLESS IN SEATTLE, Ephron
STARTING OVER, Pakula
STAR WARS: THE LAST JEDI, Johnson
UNA SULL’ALTRA, Fulci
VICTORIA, Triet
WHILE YOU WERE SLEEPING, Turteltaub
ZERO PATIENCE, Greyson

 

 

Johannes Lehnen

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La dernière séance

Am 02.11. um 18 Uhr Vitalina Varela im Le Studio, Wien. Der erste Abend nach der Viennale, der letzte Abend vor den neuerlichen Ausgangsbeschränkungen, der letzte Kinoabend des Jahres.
Der letzte richtig warme Tag des Jahres. Ausgelassene Stimmung. Viele Menschen vor dem Kino, auch die beiden Betreiber. Eine Einführung. Nicht zu Costa, sondern zu französischem Fernsehen der 80er und zu Eddy Mitchell. Ein Clip zu dessen Song „La Dernière Séance“ als „Vorfilm“ mit Untertiteln zum Mitsingen, sieht ja keiner unter der Maske, wer schief singt. Das ganze hat ca. 15 Minuten gedauert. 15 Minuten, die meiner Freundin und mir das Leben gerettet haben könnten.

Das Kino liegt im 9. Bezirk, die nächste U1-Haltestelle ist am Schwedenplatz. Auf dem Weg dahin schrie ein Taxifahrer uns an, es seien Schüsse gefallen. Weg da. Woanders hin. Also sind wir Richtung Stephansplatz, an einem küssenden Paar vorbei, um 20:30 Uhr war das, da habe ich laut Handy-Browserverlauf das erste Mal den Twitter-Auftritt der Wiener Polizei besucht. Da stand noch nichts. Woanders aber erste Meldungen zu einem Anschlag auf die Synagoge, zu Menschen, die mit Gewehren durch den 1. Bezirk ziehen. Dann rief wieder jemand uns etwas zu. Wieder: Nicht da lang. Weg da. Eine Frau, die am Fenster stand und Menschen warnte. Auf der gegenüberliegenden Hauswand tauchte ein roter Laserpunkt auf. Zu wessen Gewehr dieser Punkt gehörte, wussten wir nicht. Wir rannten um die nächste Ecke. Der Punkt war jetzt an der Hauswand vor uns. Es war ein Mann vom Sondereinsatzkommando. Ich hob die Hände, war selbst komplett schwarz gekleidet, hatte Angst, als Täter zu gelten, hatte aber auch Angst, von der Polizei in die Arme des Täters getrieben zu werden. Nora, meine Freundin, rannte einfach. Schrie mich an, ich solle auch rennen.
Eine Joggerin fragte uns: Was ist los? Ist es schlimm? –Keine Ahnung, ja.
Wir rannten eine Straße weiter und waren am Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah. Ein Polizist schrie: Raus hier, alle raus. Raus. Am nächsten Café, an dem wir vorbeirannten, saßen die Leute draußen, am übernächsten sprangen sie auf, Tische und Stühle stürzten um.

Irgendwie kamen wir am Filmmuseum vorbei zur U-Bahn. Videos wurden abgespielt, in denen Schüsse zu hören waren. Bei krone.at stand: „Attentäter sprengte sich in die Luft“. Im Fernsehen Bilder von vier von der Polizei gestellten oberkörperfreien Jugendlichen mit erhobenen Armen. Vor einem Juwelier, an dem wir vorbeigerannt waren. Wir hatten eine der letzten U-Bahnen bekommen, bevor die Innenstadt abgeriegelt wurde. Am 02.11. nachts hatten wir das Gefühl, dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein.

Seitdem ist klar, dass es nur einen Täter gab. Ein Täter, der um 20:09 Uhr schon tot war. Was wir erlebt hatten, waren die Todeszuckungen, der Phantomschmerz, der Terror. Wir waren nie in Gefahr. Eddy Mitchell hatte uns nicht gerettet. Vitalina Varela wäre auch ohne Vorprogramm erst um 20:10 Uhr vorbei gewesen. Das hatte schon gereicht.
Den Song hören wir noch oft. La lumière revient déjà, le film est terminé.
Danke trotzdem, Eddy.

 

 

Kamil Moll

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50 aus 2020

1. The King Of Staten Island (Judd Apatow)
2. Tommaso (Abel Ferrara)
3. The Works And Days (Of Tayoko Shiojiri In The Shiotani Basin) (C.W. Winter & Anders Edström)
4. Days (Tsai Ming-liang)
5. Für die ganze Familie! (Christian Witte)
6. Il traditore (Marco Bellocchio)
7. Uncut Gems (Josh & Benny Safdie)
8. The Woman Who Ran (Hong Sang-soo)
9. City Hall (Frederick Wiseman)
10. À l’abordage! (Guillaume Brac)
11. Malle (Johannes Lehnen)
12. To The Ends Of The Earth (Kiyoshi Kurosawa)
13. Wohnhaft Erdgeschoss (Jan Soldat)
14. Alone (John Hyams)
15. Les choses qu’on dit, les choses qu’on fait (Emmanuel Mouret)
16. Labyrinth Of Cinema (Nobuhiko Obayashi)
17. Le jeune Ahmed (Jean-Pierre & Luc Dardenne)
18. Bloody Nose, Empty Pockets (Turner Ross & Bill Ross IV)
19. Hubie Halloween (Steven Brill)
20. Orphea (Alexander Kluge & Khavn)
21. The Trouble With Being Born (Sandra Wollner)
22. Richard Jewell (Clint Eastwood)
23. Shirley (Josephine Decker)
24. Enfant Terrible (Oskar Roehler)
25. Folklore: The Long Pond Studio Sessions (Taylor Swift)
26. Red Post On Escher Street (Sion Sono)
27. DAU: Degeneratsia (Ilya Khrzhanovsky & Ilya Permyakov)
28. Le sel des armes (Philippe Garrel)
29. Black Bear (Lawrence Michael Levine)
30. Da 5 Blocks (Spike Lee)
31. Chasing Dream (Johnnie To)
32. Siberia (Abel Ferrara)
33. The Wrong Missy (Tyler Spindel)
34. Nackte Tiere (Melanie Waelde)
35. Weathering With You (Makoto Shinkai)
36. Possessor (Brandon Cronenberg)
37. Bad Trip (Kitao Sakurai)
38. Never Rarely Sometimes Always (Eliza Hittman)
39. Die letzte Stadt (Heinz Emigholz)
40. Malmkrog (Cristi Puiu)
41. Time To Hunt (Yoon Sung-hyun)
42. Sibyl (Justine Triet)
43. Futur Drei (Faraz Shariat)
44. Das freiwillige Jahr (Henner Winckler & Ulrich Köhler)
45. Vitalina Varela (Pedro Costa)
46. The Invisible Man (Leigh Whannell)
47. Exit (Lee Sang-geun)
48. Aufzeichnungen aus der Unterwelt (Tizza Covi & Rainer Frimmel)
49. Giraffe (Anna Sofie Hartmann)
50. Death Of Nintendo (Raya Martin)

 

50 (Wieder-)Entdeckungen

Citizen II (Chatrichalerm Yukol)
The Heartbreak Kid (Elaine May)
Exciting Eros: Hot Skin (Hisayasu Sato)
Der Bauerndoktor von Bayrischzell (Hans Schott-Schöbinger)
Domino (Ivana Massetti)
The Wedding Night (King Vidor)
Mare’s Tail (David Larcher)
Love And Death In The Afternoon (Eckhart Schmidt)
Batch ’81 (Mike de Leon)
Love & Pop (Hideaki Anno)
Okay okay. Der moderne Tanz (Christoph Dreher & Heiner Mühlenbrock)
Birthday (Hisayasu Sato)
Cuba Libre (Christian Petzold)
An Autumn’s Tale (Mabel Cheung)
Man Of Tai Chi (Keanu Reeves)
Stop! (Bill Gunn)
Lady In The Dark (Mitchell Leisen)
Iron Monkey (Yuen Woo-ping)
Love For An Idiot (Yasuzo Masumura)
Freier Fall: Johanna K. (Klaus Wildenhahn)
Bless Their Little Hearts (Billy Woodberry)
My Name Is Julia Ross (Joseph H. Lewis)
The Mirror Has Two Faces (Barbra Streisand)
Cane River (Horace B. Jenkins)
Allotria (Willi Forst)
The Cool World (Shirley Clarke)
The Story Of A Three-Day Pass (Melvin Van Peebles)
Le tatoué (Denys de La Patellière)
Hidden Assassin (Ted Kotcheff)
Rosen für Afrika (Sohrab Shahid Saless)
Dying Young (Joel Schumacher)
Der Kurier des Zaren (Richard Eichberg)
Fire Island Fever (Jack Deveau)
Sign O’ The Times (Prince)
The Last Of The Mohicans (Michael Mann)
Miami Vice (Michael Mann)
A Woman’s Secret (Joe D’Amato)
Die Nacht der Zwölf (Hans Schweikart)
Corps à cœur (Paul Vecchiali)
Some Call It Loving (James B. Harris)
The Patriot (Roland Emmerich)
Waisen (Mario Schollenberger)
Bitterness Of Youth (Tatsumi Kumashiro)
Farewell To Dream (Keisuke Kinoshita)
His Motorbike, Her Island (Nobuhiko Obayashi)
Clifford (Paul Flaherty)
Il bisbetico domato (Castellano & Pipolo)
The Secret (Ann Hui)
Mariandl (Werner Jacobs)
Help!!! (Johnnie To & Wai Ka-Fai)

 

 

Robert Wagner

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Dieses Jahr wollte ich wieder mehr an der aktuellen Kinokultur teilnehmen und einmal die Woche ins Kino gehen. Bis Anfang März hat es auch geklappt. Dann kam aber etwas dazwischen. Fast zeitgleich schaute ich zwei, drei Filme von Chang Cheh, die mich so faszinierten, dass ich bis ans Ende des Jahres eben damit weitermachte. Ich tauschte das Aktuelle einfach gegen Hongkong und die Shaw Brothers ein. Zwischen drin finden sich in den Listen aber auch andere Sachen. Wunderschöne Erstsichtungen auf fünf Plätzen, mit rot hervorgehobenen aktuellen Filmen.

(1) 保鏢 [Have Sword, Will Travel]
(Chang Cheh, HK 1969)
(1) 大決鬥 [The Duel]
(Chang Cheh, HK 1971)
(1) 山中傳奇 [Legend of the Mountain]
(King Hu, TW/HK 1979)
(1) Olivia
(Ulli Lommel, USA/BRD 1983)

(2) 獨臂刀王 [Return of the One-Armed Swordsman]
(Chang Cheh, HK 1969)
(2) 報仇 [Vengeance!]
(Chang Cheh, HK 1970)
(2) 新獨臂刀 [The New One-Armed Swordsman]
(Chang Cheh, HK 1971)
(2) 四騎士 [Four Riders]
(Chang Cheh, HK 1972)
(2) Les nuits brûlantes de Linda [But Who Raped Linda?]
(Jess Franco, F/I 1973)
(2) 流星蝴蝶劍 [Killer Clans]
(Chor Yuen, HK 1976)
(2) Domino
(Ivana Massetti, I 1988)
(2) 笑傲江湖II東方不敗 [Swordsman II]
(Ching Siu-Tung, HK 1992)
(2) 西遊記之月光寶盒 / 西遊記大結局之仙履奇緣 [A Chinese Odyssey 1 & 2]
(Jeffrey Lau, HK 1995)
(2) Sense and Sensibility [Sinn und Sinnlichkeit]
(Lee Ang, USA/UK 1995)
(2) Knocked Up [Beim ersten Mal]
(Judd Apatow, USA 2007)
(2) Tatort – Ich hab im Traum geweinet
(Jan Bonny, D 2020)
(2) Undine
(Christian Petzold, D/F 2020)

(3) Дело с застежками [An Affair of the Clasps]
(Aleksandra Khokhlova, UdSSR 1929)
(3) The Legend of Lylah Clare
(Robert Aldrich, USA 1968)
(3) 快活林 [The Delightful Forest]
(Chang Cheh, Pao Hsueh-Li, HK 1972)
(3) 迎春閣之風波 [The Fate of Lee Khan]
(King Hu, TW/HK 1973)
(3) Une vraie jeune fille [Ein wirklich junges Mädchen]
(Catherine Breillat, F 1976)
(3) 残缺 [Crippled Avengers]
(Chang Cheh, HK 1978)
(3) 空山靈雨 [Raining in the Mountain]
King Hu, TW/HK 1979)
(3) Bahía blanca
(Jess Franco, E 1984)
(3) 五郎八卦棍 [The 8 Diagram Pole Fighter]
(Liu Chia-Liang, HK 1984)
(3) 群龍戲鳳 [Pedicab Driver]
(Sammo Hung, HK 1989)
(3) Barbe bleue [Blaubart]
(Catherine Breillat, F 2009)
(3) 郊遊 [Stray Dogs]
(Tsai Ming-liang, TW/F 2013)
(3) Tommaso [Tommaso und der Tanz der Geister]
(Abel Ferrara, I/UK/USA/GR 2019)
(3) Malle
(Johannes Lehnen, D 2020)
(3) The King of Staten Island
(Judd Apatow, USA 2020)

(4) 醜聞 [Skandal]
(Kurosawa Akira, J 1950)
(4) Der Bauerndoktor von Bayrischzell
(Hans Schott-Schöbinger, BRD 1957)
(4) 獨臂刀 [The One-Armed Swordsman]
(Chang Cheh, HK 1967)
(4) 金燕子 [Golden Swallow]
(Chang Cheh, HK 1968)
(4) Herzblatt oder Wie sag’ ich’s meiner Tochter?
(Alfred Vohrer, BRD 1969)
(4) 馬永貞 [The Boxer from Shantung]
(Chang Cheh, Pao Hsueh-Li, HK 1972)
(4) 憤怒青年 [The Delinquent]
(Chang Cheh, Kuei Chih-Hung, HK 1973)
(4) 洪拳小子 [Disciples of Shaolin]
(Chang Cheh, HK 1975)
(4) 血滴子 [The Flying Guillotine]
(Ho Meng Hua, HK 1975)
(4) 五毒天羅 [The Web of Death]
(Chor Yuen, HK 1976)
(4) 三少爺的劍 [Death Duel]
(Chor Yuen, HK 1977)
(4) Long Weekend
(Colin Eggleston, AUS 1978)

(4) 名劍 [The Sword]
(Patrick Tam, HK 1980)
(4) Frankfurt Kaiserstraße
(Roger Fritz, BRD 1981)
(4) La noche de los sexos abiertos [The Night Of Open Sex]
(Jess Franco, E 1983)
(4) Sixteen Candles
(John Hughes, USA 1984)
(4) Voyeuristic Tendencies
(Dominic Angerame, USA 1984)
(4) Laurin
(Robert Sigl, BRD/H 1989)
(4) Sale comme un ange [Schmutziger Engel]
(Catherine Breillat, F 1991)
(4) The Age of Innocence
(Martin Scorsese, USA 1993)
(4) 愛情萬歲 [Vive l’Amour – Es lebe die Liebe]
(Tsai Ming-liang, TW 1994)
(4) Blue Crush
(John Stockwell, USA/D 2002)
(4) A Quiet Passion
(Terence Davies, USA/UK/B 2016)
(4) Da 5 Bloods
(Spike Lee, USA 2020)

(5) 静かなる決闘 [Das stumme Duell]
(Kurosawa Akira, J 1949)
(5) とんかつ大将 [Our Chief, Our Doctor]
(Kawashima Yūzō, J 1952)
(5) The Star
(Stuart Heisler, USA 1952)
(5) I Died a Thousand Times [Gegen alle Gewalten]
(Stuart Heisler, J 1954)
(5) 愛のお荷物 [Burden of Love]
(Kawashima Yūzō, J 1955)
(5) The Tingler [Schrei, wenn der Tingler kommt]
(William Castle, USA 1959)
(5) Mr. Sardonicus [Der unheimliche Mr. Sardonicus]
(William Castle, USA 1961)
(5) 座頭市物語 [The Tale of Zatoichi]
(Misumi Kenji, J 1962)
(5) Strait-Jacket [Die Zwangsjacke]
(William Castle, USA 1964)
(5) Der Mönch mit der Peitsche
(Alfred Vohrer, BRD 1967)

(5) Der Hund von Blackwood
(Alfred Vohrer, BRD 1968)
(5) 十三太保 [The Heroic Ones]
(Chang Cheh, HK 1970)
(5) Wer weint denn schon im Freudenhaus?
(Rudolf Lubowski, BRD 1970)
(5) 座頭市と用心棒 [Zatoichi Meets Yojimbo]
(Okamoto Kihachi, J 1970)
(5) 仇連環 [Man of Iron]
(Chang Cheh, Pao Hsueh-Li, HK 1972)
(5) 大海盜 [The Pirate]
(Chang Cheh, Pao Hsueh-Li, Wu Ma, HK 1973)
(5) Una gota de sangre para morir amando [Dead Angel – Einbahnstraße in den Tod]
(Eloy de la Iglesia, E/F 1973)
(5) 方世玉與洪熙官 [Heroes Two]
(Chang Cheh, HK 1974)
(5) 五虎將 [The Savage Five]
(Chang Cheh, HK 1974)
(5) 天涯明月刀 [The Magic Blade]
(Chor Yuen, HK 1976)

(5) ABBA: The Movie
(Lasse Hallström, AUS/S 1977)
(5) 金臂童 [Kid with the Golden Arm]
(Chang Cheh, HK 1979)
(5) 大殺四方 [The Rebel Intruders]
(Chang Cheh, HK 1980)
(5) Gemidos de placer [Cries of Pleasure]
(Jess Franco, Lina Romay, E 1983)
(5) Stripped to Kill
(Katt Shea, USA 1987)
(5) 笑傲江湖 [Swordsman]
(King Hu, Tsui Hark et al, HK 1990)
(5) Night Owl
(Jeffrey Arsenault, USA 1993)
(5) 小武 [Pickpocket]
(Jia Zhangke, CHN 1997)
(5) Bad Boys II
(Michael Bay, USA 2003)
(5) Mean Girls [Girls Club – Vorsicht bissig!]
(Mark Waters, USA 2004)

(5) The Descent
(Neil Marshall, UK 2005)
(5) The House Bunny
(Fred Wolf, USA 2008)
(5) 我的特工爷爷 [The Bodyguard]
(Sammo Hung, HK/CHN 2016)
(5) 三人行 [Three]
(Johnnie To, HK/CHN 2016)
(5) BlacKkKlansman
(Spike Lee, USA 2018)
(5) 6 Underground
(Michael Bay, USA 2019)
(5) A Beautiful Day in the Neighborhood
(Marielle Heller, USA/CHN 2019)
(5) 九龍不敗 [The Invincible Dragon]
(Fruit Chan, HK 2019)
(5) La Gomera
(Corneliu Porumboiu, ROM/F/D/S 2019)
(5) 日子 [Days]
(Tsai Ming-liang, TW 2020)

 

 

Sano Cestnik

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3 für die Ewigkeit

 

 

Pytel blech “Ein Sack voll Flöhe“
Vera Chytilová, Tschechoslowakei 1962
Schlußakkord
Detlef Sierck, Deutschland 1936
eins
Ulrich Schamoni, BRD 1971

 

Ultrakunst und andere Schönheiten

 

 

01. Tenkû no shiro Rapyuta “Das Schloss im Himmel“
Hayao Miyazaki, Japan 1986
02. Der Herrscher
Veit Harlan, Deutschland 1937
03. Walzerkrieg
Ludwig Berger, Deutschland 1933
04. The Phantom of the Opera “Das Phantom der Oper“
Rupert Julian, USA 1925
05. Be My Wife “Sei meine Frau“ [Fragment]
Max Linder, USA 1921
06. Meren kasvojen edessä “Vor dem Angesicht des Meeres“
Teuvo Puro, Finnland 1926
07. Berlin um die Ecke
Gerhard Klein, DDR 1966/1990
08. Ollin oppivuodet “Ollis Lehrjahre“
Teuvo Puro, Finnland 1920
09. Vuk
Attila Dargay, Ungarn 1981
10. Umi ga kikoeru “Das Flüstern des Meeres“
Tomomi Mochizuki, Japan 1993

11. Das Rätsel der grünen Spinne
Franz Marischka, BRD 1960
12. Daylight “Tageslicht“
Rob Cohen, USA 1996
13. Der var engang “Es war einmal“ [Fragment]
Carl Theodor Dreyer, Dänemark 1922
14. Der schöne Tag
Thomas Arslan, Deutschland 2000
15. Komödianten
Georg Wilhelm Pabst, Deutschland 1941
16. Eine kleine Sommermelodie
Volker von Collande, Deutschland 1944
17. Das Hirtenlied vom Kaisertal
Max Michel, Österreich 1956
18. Gefahren der Großstadt-Straße
Toni Attenberger, Deutschland 1924
19. Die süßesten Früchte
Franz Antel, BRD 1953
20. Genuine [Fragment]
Robert Wiene, Deutschland 1920

 

 

21. Ahlat Ağacı “Der Wildbirnbaum“
Nuri Bilge Ceylan, Türkei/Frankreich/Deutschland/Bulgarien/Mazedonien/Bosnien-Herzegowina/Schweden/Katar 2018
22. Wenn der junge Wein blüht
Fritz Kirchhoff, Deutschland 1943
23. Berliner Ballade
Robert Adolf Stemmle, Deutschland 1948
24. A Simple Favor “Ein einfacher Gefallen“
Paul Feig, USA/Kanada 2018
25. Das freiwillige Jahr
Henner Winckler/Ulrich Köhler, Deutschland 2019
26. It Could Happen to You “Es könnte Dir widerfahren“
Andrew Bergman, USA 1994
27. Ooh… diese Ferien
Franz Antel, Österreich 1958
28. Mrs. Doubtfire
Chris Columbus, USA 1993
29. Goluboy ekspress “Der blaue Express“
Ilja Trauberg, Sowjetunion 1929
30. Eva küßt nur Direktoren
Rudolf Jugert, Österreich 1957

31. Sotapolulla “Auf dem Kriegspfad“
Teuvo Pakkala, Finnland 1921
32. Kayhan
Togan Gökbakar, Türkei 2018
33. Unser täglich Brot
Slatan Dudow, DDR 1949
34. Truxa
Hans Hellmut Zerlett, Deutschland 1937
35. Sin yan “The Stool Pigeon“
Dante Lam, Hongkong 2010
36. Ein fröhliches Haus
Johannes Guter, Deutschland 1944
37. Hui mie hao di che “On the Wrong Track“
Clarence Fok, Hongkong 1983
38. The Family Secret “Das Familiengeheimnis“
William A. Seiter, USA 1924
39. Geliebter Schatz
Paul Martin, Deutschland 1943
40. Cattle Drive “Viehtrieb“
Kurt Neumann, USA 1951

 

 

41. Vaya luna de miel “Was für eine Hochzeitsreise“
Jess Franco, Spanien 1980
42. Musik in Salzburg
Herbert Maisch, Deutschland 1944
43. Noidan kirot “Der Fluch der Hexe“
Teuvo Puro, Finnland 1927
44. Eva erbt das Paradies
Franz Antel, Österreich 1951
45. Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett
Franz Antel, Österreich 1962

 

 

Sebastian Schwittay

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BEST OF 2020

Im zurückliegenden Pandemie-Jahr habe ich nur wenig Aktuelles gesehen (ganze fünf Filme aus dem Jahrgang 2020!), deswegen liste ich nur meine liebsten Erstsichtungen älterer Filme auf. Überhaupt stand 2020 bei mir etwas weniger im Zeichen des Kinos, als mehr im Zeichen der Musik – den ersten Lockdown im Frühjahr verbrachte ich fast ausschließlich mit einer Entdeckungs- und Wiederentdeckungsreise durch die faszinierend-spirituelle, in seltsamsten Farben erstrahlende Musik Olivier Messiaens (1908-1992), aus der ich hier nun einige Werke und Einzelsätze ausgewählt und den gelisteten Filmen zur Seite gestellt habe. Die jeweilige Pärchenbildung ergibt sich aus tonalen oder konzeptionellen Gemeinsamkeiten, oder ist rein assoziativ.

 

Die schönsten Erstsichtungen 2020 – 20 filmisch-musikalische Diptycha

 

Blut auf weißem Marmor:
Mosquito – Der Schänder (Marijan Vajda, Schweiz 1976)*
und
„Le banquet céleste“ für Orgel (1928)

 

Vom Werden der Persönlichkeit:
Hinter Klostermauern (Harald Reinl, BRD 1952)*
und
„Thème et variations“ für Violine und Klavier, 5ème variation (1932)

 

Feuerwerk im Kopf:
King of the Ants (Stuart Gordon, USA 2003)
und
„Fête des belles eaux“ für 6 Ondes Martenots, III. Les fusées (1937)

 

Lustgärten:
Adam & Yves (Peter de Rome, USA 1974)*
und
„Turangalîla-Sinfonie“ für großes Orchester, 6. Jardin du sommeil d’amour (1946-48)

 

Durch Dunkelheit zum Licht:
Ad Astra (James Gray, CHN/USA/BR 2019)+
und
„Des canyons aux étoiles…“ für Klavier, Horn und Streichorchester, VI. Appel interstellaire (Horn solo) (1971-74)

 

Die gärende Norm:
Bien sous tous rapports (Marina de Van, F 1996)*
und
„Vocalise-Étude“ für Sopran und Klavier (Re-Arrangement für Trompete und Orgel) (1935)

 

Kein Platz mehr im Keller:
Ne te retourne pas (Marina de Van, F/I/LUX/BE 2009)*
und
„Et exspecto resurrectionem mortuorum“ für Bläser und Schlagzeug, 5. „Et j’entendis la voix d’une foule immense…“ (1964)

 

Der wahnsinnige Glanz der Gegenwart:
Vox Lux (Brady Corbet, USA 2018)
und
„L’Ascension“ für Orgel, I. Majesté du Christ demandant sa gloire à son père (1933-34)

 

Teilchen im Raster:
Poltergeist III (Gary Sherman, USA 1988)
und
„Quatre Études de rythme“ für Klavier, II. Mode de valeurs et d‘intensités (1949-50)

 

Das Leben geht weiter:
Spoorloos (George Sluizer, NL/F/BRD 1988)
und
„Trois petites liturgies de la présence divine“ für Frauenchor, Klavier, Ondes Martenot und Streichorchester, 2. Séquence du verbe, cantique divin (1943-44)

 

Die Klarheit eines ländlichen Bächleins:
Robin Hood (John Irvin, Kanada/BRD/GB/USA 1991)
und
„Quatour pour la fin du temps“ für Violine, Klarinette, Cello und Klavier, IV. Intermède (1940)

 

Zittern in der Höhe:
Shoot to Kill (Roger Spottiswoode, USA/Kanada 1988)
und
„La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ“ für großen gemischten Chor, Solisten und Orchester, VII. Choral de la sainte montagne (1965-69)

 

Die helfende Hand:
Isabel auf der Treppe (Hannelore Unterberg, DDR 1984)*
und
„Chant dans le style de Mozart“ für Klarinette und Klavier (1986)

 

Rausch und Verschwendung:
Ricochet (Russell Mulcahy, USA 1991)
und
„L’Ascension“ für Orgel, III. Transports de joie (1933-34)

 

Zurück ins Warme:
Judgment Night (Stephen Hopkins, USA/JP 1993)
und
„O sacrum convivium“ für gemischten Chor (Coverversion für Jazz-Gitarre) (1937)

 

Helden der Sterne:
Highlander II: The Quickening (Russell Mulcahy, GB/F/AR 1991)
und
„Turangalîla-Sinfonie“ für großes Orchester, 5. Joie du sang des étoiles (1946-48)

 

Brodelndes Hinterland:
The Child (Robert Voskanian, USA 1977)+
und
„Le tombeau resplendissant“ für großes Orchester (1931)

 

Wer hat die schönsten Schäfchen:
Die Sieger (Dominik Graf, BRD 1994)
und
„Poèmes pour mi“ für Sopran und Orchester, I. Action de grâces (1937)

 

Ins Erdreich:
Tatort: Aus der Tiefe der Zeit (Dominik Graf, BRD 2013)
und
„Pièce pour le tombeau de Paul Dukas“ für Klavier (1935)

 

Spiel der Körper:
The People Under the Stairs (Wes Craven, USA 1991)
und
„Les corps glorieux“ für Orgel, IV. Combat de la Mort et de la Vie (1939)

 

Aufgefrischte Liebe

  • Hotel (Jessica Hausner, AT/BRD 2004)*
  • Speed (Jan de Bont, USA 1994)*
  • Dans ma peau (Marina de Van, F 2002)*
  • Il sole nella pelle (Giorgio Stegani, I 1971)
  • Hollow Man (Paul Verhoeven, USA/BRD 2000)
  • Christine (John Carpenter, USA 1983)+
  • Händler der vier Jahreszeiten (Rainer Werner Fassbinder, BRD 1972)*
  • Themroc (Claude Faraldo, F 1973)*
  • In einem Jahr mit 13 Monden (Rainer Werner Fassbinder, BRD 1978)*
  • The Cassandra Crossing (George P. Cosmatos, GB/I/BRD/USA 1976)*
  • Outland (Peter Hyams, GB 1981)

 

* Kino (35mm)
+ Kino (digital)

 

 

Tilman Schumacher

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Die 25 schönsten Filme 2020 in alphabetischer Reihenfolge
(z.T. international schon 2019 erschienen, pardon)

A MORDIDA / THE BITE (Pedro Neves Marques)
À L’ABORDAGE! (Guillaume Brac)
ALONE (John Hyams)
BLACK BEAR (Lawrence Michael Levine)
BLOODY NOSE, EMPTY POCKETS (Turner Ross & Bill Ross IV)

CITY HALL (Frederick Wiseman)
DAS FREIWILLIGE JAHR (Henner Winckler & Ulrich Köhler)
FANNY LYE DELIVER’D (Thomas Clay)
FIRST COW (Kelly Reichardt)
HAM ON RYE (Tyler Taormina)

IL TRADITORE / THE TRAITOR (Marco Bellocchio)
LE JEUNE AHMED / YOUNG AHMED (Luc & Jean-Pierre Dardenne)
LE SEL DES LARMES / THE SALT OF TEARS (Philippe Garrel)
NE CROYEZ SURTOUT PAS QUE JE HURLE / JUST DON’T THINK I’LL SCREAM (Frank Beauvais)
POSSESSOR (Brandon Cronenberg)

RESPONSABILIDAD EMPRESARIAL / CORPORATE ACCOUNTABILITY (Jonathan Perel)
RICHARD JEWELL (Clint Eastwood)
日子 / DAYS (Tsai Ming-Liang)
UNDINE (Christan Petzold)
UNCUT GEMS (Josh & Benny Safdie)

THE INVISIBLE MAN (Leigh Whannell)
THE KING OF STATEN ISLAND (Judd Apatow)
도망친 여자 / THE WOMAN WHO RAN (Hong Sang-soo)
旅のおわり、世界のはじまり / TO THE ENDS OF THE EARTH (Kiyoshi Kurosawa)
TOMMASO (Abel Ferrara)

 

25 besondere, nicht aktuelle Entdeckungen in alphabetischer Reihenfolge;
im Kino oder im stillen Kämmerchen

A PORTUGUESA / THE PORTUGUESE WOMAN (Rita Azevedo Gomes 2018 – File)
BRÈVE TRAVERSÉE / BRIEF CROSSING (Catherine Breillat 2000 – File)
雞同鴨講 / CHICKEN AND DUCK TALK (Clifton Ko Chi-Sum 1988 – File)
COLORADO TERRITORY (Raoul Walsh 1949 – Luru-Kino Leipzig, 35mm)
DER RAUB DER MONA LISA (Géza von Bolváry 1931 – DVD)

DIE SWEETHEARTS (Klaus Lemke 1977 – ARD-Mediathek)
DIE WIESE DER SACHEN (Heinz Emigholz 1988 – Filmgalerie 451 VoD)
DRIVE (Jack Deveau 1974 – Hofbauer-Kongress Nürnberg, 16mm)
HINTER KLOSTERMAUERN (Harald Reinl 1952 – Hofbauer-Kongress Nürnberg, 35mm)
IL MAESTRO DEL TERRORE / PRINCE OF TERROR (Lamberto Bava 1988 – File)

LA DIALECTIQUE PEUT-ELLE CASSER DES BRIQUES? / CAN DIALECTICS BREAK BRICKS? (René Viénet et. al. 1973 – File)
LA DONNA DEL FIUME / WOMAN ON THE RIVER (Mario Soldati 1954 – Luru-Kino Leipzig, 35mm)
LA SEMANA DEL ASESINO / THE CANNIBAL MAN (Eloy de la Iglesia 1972 – Schillerhof-Kino Jena, 35mm)
L’ÉTRANGLEUR / THE STRANGLER (Paul Vecchiali 1970 – Online-Retro IFFMH)
LE FILM EST DÉJÀ COMMENCÉ? / HAS THE FILM ALREADY STARTED (Maurice Lemaître 1951 – Re:Voir VoD)

LEUCHTTURM DES CHAOS (Manfred Blank/Wolf-Eckhart Bühler 1983 – Online-Retro Filmmuseum München)
LISA, LISA! (Frederick R. Friedel 1974 – File)
MARE’S TAIL (David Larcher 1969 – Berlinale, 16mm)
NIGHT TIDE (Curtis Harrington 1961 – byNWR)
NORTHWEST HOUNDED POLICE (Tex Avery 1946 – YouTube)

POPEYE THE SAILOR MEETS SINDBAD THE SAILOR (Dave Fleischer 1936 – Mubi-Videothek)
ST. PAULI ZWISCHEN TAG UND NACHT (José Bénazéraf 1967 – DVD)
TCHAO PANTIN (Claude Berri 1983 – File)
THE SCENIC ROUTE (Mark Rappaport 1978 – Online-Retro Filmmuseum München)
TRAITÉ DE BAVE ET D’ÉTERNITÉ / VENOM AND ETERNITY (Isidore Isou 1951 – Re:Voir VoD)

 

Die 10 denkwürdigsten Kinomomente

Die tosenden Fluten in Dolby-SR des letzten Kinofilms 2020: THE RIVER WILD (Curtis Hanson 1994)
(Luru-Kino Leipzig, 35mm)

Der CGI-Karpfen und das entsprechende Zuschauer-Raunen beim ersten Kinofilm nach dem ersten Lockdown: UNDINE (Christian Petzold 2020)
(Passage-Kino Leipzig, DCP)

Das kollektive Staunen über den Trance-Ausritt-Opener von FREUNDINNEN UND ANDERE MONSTER (Mika Kallwass 1998)
(Hofbauer-Kongress Nürnberg, 35mm)

Der mal erotisierte, mal ethnographische Blick von LA DONNA DEL FIUME (Mario Soldati 1954)
(Luru-Kino Leipzig, 35mm)

Der maximale Soundtrack-Pathos Mogwais am Ende von MIAMI VICE (Michael Mann 2006)
(Arsenal Berlin, 35mm)

Die Röte des Rots von Technicolor: Das Feuerwehrgefährt in EXCUSE MY DUST (Roy Rowland 1951)
(Luru-Kino Leipzig, 35mm)

Die sublime Running-Scene bei strahlendem Analoglicht in ALI (Michael Mann 2001)
(Arsenal Berlin, 35mm)

Das erste Dümm-de-de-dümm-dümm von ASSAULT ON PRECINCT 13 (John Carpenter 1976)
(Schillerhof-Kino Jena, 35mm)

Die unglaubliche Maske von Charles Laughton im Close-Up: THE HUNCHBACK OF NOTRE-DAME (William Dieterle 1939)
(Luru-Kino Leipzig, 35mm)

Das Selbstbewusst-Hirnverbrannte vom letzten Kinofilm vor dem ersten Lockdown: DIE JAGD NACH DEM TODE I-II (Karl Gerhardt 1920)
(Luru Kino Leipzig, 35mm)

 

 

Silvia Szymanski

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Hofbauerkongress: Liebe, Sex, das Meer, weltweit
Drive (Jack Deveau, 1974)*
Fuego (Armando Bo, 1969)*
Das Mädchen vom Korallenriff (Michael Powell, 1969)
Adam and Yves (Peter de Rome, 1974)*
Malle (Johannes Lehnen, 2020) Doku/Essay
Gefährlich sind die hellen Nächte (Roland af Hällström, 1952)
Lifeguard (Daniel Petrie, 1976)
Domino (Ivana Massetti, 1988)
Amore libero (Pier Ludovico Pavoni, 1974)
Jung & schön (Francois Ozon, 2013)
Domítilla (Zeb Ejiro 1996)

*wieder und ewig

Kranke Mama
Charité, 1. Staffel (Sönke Wortmann, 2017. Ausstattung: Nancy Vogel)
Vigil in the Night (George Stevens, 1940)
Der Medicus (Philipp Stölzl, 2013)

Quize und Schnullis
Gefragt – gejagt
Wer weiß denn so was
Freundinnen und andere Monster (Mika Kallwass, 1998)
Frühling – Keine Angst vorm Leben (Thomas Jauch, 2020)
Treffpunkt Flughafen: Mayday, Mayday (Manfred Mosblech, 1986)

München, alte Liebe
Der Allerletzte (Klaus Lemke, 1979)
Oktoberfest 1900 (Hannu Salonen, 2020)
Haltestelle Wiener Platz (Georg Friedel, 1978) Doku

Musik
Listen up! – Quincy Jones (Ellen Weissbrod, 1991) Doku
Bohemian Rhapsody (Bryan Singer, Dexter Fletcher, 2018)
Rockers (Theodoros Bafaloukos, 1978)
The Changin‘ Times of Ike White (Daniel Vernon, 2019) Doku

Männer und der Sinn des Lebens
Gottes kleiner Acker (Anthony Mann, 1958)
Serpico (Sidney Lumet, 1973)
Dead Zone (David Cronenberg, 1983)
Die Millionendiebe (Lukas Hoffmann, 2020) Doku
Ruhrgebiet – Unterwegs mit Frank Goosen (Clemens Gersch, Michael Wieseler, 2020) Doku

Weite Welt, seltsame Kindheit
Wo ist das Haus meines Freundes? (Abbas Kiarostami, 1987)
Und das Leben geht weiter (Abbas Kiarostami, 1990)
Colonia Dignidad – Aus dem Innern einer deutschen Sekte (Annette Baumeister, Kai Christiansen, Wilfried Huismann, Heike Bittner, 2020) Doku
Am großen Weg (Jean-Loup Hubert, 1987)
Un barrage contre le Pacifique (Rithy Panh, 2008)
Shane (George Stevens, 1953)
Sugar Cane Alley (Euzhan Palcy, 1983)
The Immigrant (James Gray, 2013)
Die Legende vom Ozeanpianisten (Giuseppe Tornatore, 1998)

Beste Hans-Fallada-Verfilmungen
Der eiserne Gustav (Wolfgang Staudte, 1979)
Kleiner Mann, was nun (Hans-Joachim Kasprzik, 1967)
Wolf unter Wölfen (Hans-Joachim Kasprzik, 1965)
Bauern, Bonzen, Bomben (Egon Monk, 1973)

Abenteuer 1 (Dokus)
Walking the Nile (Levison Wood, 2015)
Die Insel der Affen + Making of (Oliver Goetzl, 2019)
Arabia (Levison Wood, 2018)
From Russia to Iran (Levison Wood, 2017)
Transoceanica – die längste Busreise der Welt (Johan von Mirbach, 2016)
Wallis and Futuna (Ellis Emmett, 2017)
Ein Prinz unter Indianern (Philipp Grieß, Eike Schmitz, 2017)
Die gefährlichsten Schulwege der Welt: Papua Neuguinea + Sibirien (Raphael Lauer, 2015/2013)
Julianes Sturz in den Dschungel (Werner Herzog, 2000)

Abenteuer 2 (Spielfime)
Der schwarze Korsar (Sergio Sollima, 1976)
Feinde – Hostiles (Scott Cooper, 2018)
Black Robe (Bruce Beresford, 1991)
Braveheart (Mel Gibson, 1995)
Blood Diamond (Edward Zwick 2007)
Verdammt zu leben, verdammt zu sterben (Lucio Fulci, 1975)

Abenteuer 3 (Kastanien und Spielfilme Mittelalter bis 30jähriger Krieg. Mein Mitbewohner ist süchtig danach. Fortsetzung: Rückblick 2021)

Abenteuerlicher Simplizissimus (Fritz Umgelter, 1975)
Luther – Zwischen Himmel und Hölle (Uwe Janson, 2017)
Die Tore der Welt (Michael Caton-Jones, 2012)
Die Rache der Wanderhure (Hansjörg Thun, 2012)
Der Mann im Salz (Rainer Wolffhardt, 1989)
Das kalte Herz (Johannes Naber, 2016)
Die Rache der Wikinger (Mario Bava, 1961)
Das Vermächtnis der Wanderhure (Thomas Nennstiel, 2012)
Karl der Große (Clive Donner, 1993)
Das Geheimnis der Hebamme (Roland Suso Richter, 2016)

Sonderherz ❤
Verbotene Liebe – The next generation, Folge 1 (2020)

Ende

 

 

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, Januar 13th, 2021 in den Kategorien Aktuelles Kino, Blog, Festivals, Listen veröffentlicht. Sie können alle Kommentare zu diesem Beitrag über den RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können diesen Beitrag kommentieren, oder einen Trackback von ihrer eigenen Seite setzen.

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