Listen 2010er (2010-2019)

Auf den gestrigen Jahresrückblick folgt nun noch ein Rückblick auf die Dekade mit einer Sammlung von Listen zu den 2010er Jahren, also 2010 bis 2019 (da ästhetisch schöner und wir uns in diesem Fall der allgemeinen Gepflogenheit gegenüber mathematischer Korrektheit gerne anschließen). Fast alle, die zu den Listen 2019 etwas beigesteuert haben, sind auch hier wieder dabei – zudem freuen wir uns, dass Lukas Foerster (Dirty Laundry und Filmbulletin u.a.) und Michael Müller (Negative Space und Blickpunkt:Film) sich zusätzlich angeschlossen haben (Lukas hat außerdem nachträglich noch etwas zum gestrigen Beitrag nachgereicht). Wie immer war Form, Inhalt und Umfang allen freigestellt, einige haben sich aber als Hommage an die Listen-verrückte, leider jedoch längst eingestellte Filmzeitschrift Steadycam für eine “Catch-22” entschieden. Weiterlesen…

Listen 2019 (+2018)

Nach großer Verzögerung im vorletzten Jahr und gänzlichem Ausbleiben eines Listen-Beitrags im letzten Jahr freuen wir uns, diese langlebige Tradition von Eskalierende Träume nun wieder fortführen zu können und damit anzuknüpfen an 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011 und 2010.

Erfreulich viele der bisherigen Listen-Beitragenden sind auch diesmal wieder dabei, ebenso sehr freuen wir uns aber auch über einige Neuzugänge unseres Listenwahnsinns: Bilquis Castaño Manias (Filmwissenschaftlerin), Florian Widegger (Programmleiter Filmarchiv Austria), Kamil Moll (Weird Magazin), Sebastian Schwittay (Filmblog Odd & Excluded und Filmkollektiv Frankfurt) sowie Silvia Szymanski (für diverse Publikationen schreibend und seit einiger Zeit auch Mitglied des Hofbauer-Kommandos). Und Lukas Foerster veröffentlicht seine aktuelle Top Ten zwar immer im Blog, steuert für unsere Sammlung allerdings noch einige Entdeckungen bei.

So entstand der nachfolgende Streifzug durch neue und ältere Favoriten des Jahres 2019, bei dem einige auch noch einen Rückblick auf 2018 nachgereicht haben.
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Was lange währt wird endlich gut: Höhepunkte 2018

 

Die 20 schönsten Filme, 2018 gesehen

 

schwebt über allem:

Tenshi no harawata: Akai kyôshitsu “Angel Guts: Red Classroom”
Chusei Sone, Japan  1979

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100 Filmemacher

 
 

 

Es ist mal wieder soweit! Alle Jahre wieder… des Cinephilen liebste Jahreszeit, die Listenzeit. Ab und an begibt man sich in die Keller des Unbewussten, um im Sud der eigenen Vergangenheit suhlend, die Gegenwart dieser Vergangenheit umso heftiger zu spüren. Was mag man, was ist wieso hängengeblieben, was wurde vielleicht verdrängt oder zu Unrecht verschüttet. Ausgrabungen und Begehungen, Museales wie Erschreckendes trifft man an und versenkt sich in die zahlreichen sich spiegelnden und widerspiegelnden Welten, die sich, seltsam ineinander verwoben, immer weiter drehen, wie ein Karussell, das einmal in Gang gesetzt, zu einer Art Perpetuum mobile geworden ist – eine Transformation, die sich gleichermaßen selbst hervorgebracht und verselbständigt hat, immer schnellere und wildere Bahnen ziehend, mysteriös auch für mich, ihren Ursprung und Fixpunkt. Einer spontanen menschlichen Selbstentzündung gleich, hat sich der Virus der Kinematographie, der Wahn der Bilder und Töne in mich gefressen und längst meine Welt überformt, verschlungen und neu erschaffen.

An all das bin ich inzwischen gewöhnt, und auch wenn man als cinephiler Allesfresser in jeder Sekunde ein inneres filmisches Bad nehmen kann (so reich sind inzwischen die genossenen, ja gierig aufgesogenen Welten, es ist wie das Versinken im irisierenden Strudel des Füllhorns), ist es doch immer wieder ein besonders irritierender Genuss, wenn man versucht, über seine Gefühlswelt ein Geständnis abzulegen, sozusagen innere Inventur zu machen, mit all dem Geträumten, Erlebten, Errungenen – dem ganzen Leben und allem, was dazu gehört. Film ist Leben, Film ist das sich selbst denkende Leben. Film ist der Versuch, sich über den Reichtum des Grenzenlosen, des Uferlosen ein Bild zu machen, eine Schwemme der unendlichen Möglichkeiten – und in der mir überlieferten und für mich konventionellsten Form schlichtweg die Kunst des 20. Jahrhunderts.

Was steckt davon in mir, reibt sich an mir, öffnet mich, besetzt meine Gehirnwindungen und frisst mir das Herz? Ein schöner Nebeneffekt ist, dass ich selbst nie weiß, welche Filmemacher schlussendlich auf der Liste landen werden, und welche (wie erschreckend!) aus ihr weichen mussten – vorübergehend nur, sage ich mir, vorübergehend! Die ewige Widerkehr, die endlosen Variationen, des Lichts und des Glückes. Je mehr man sie spürt, desto besser werden sie, je mehr man über die Filme nachdenkt, desto wundersamer erscheinen sie. Die Filmemacher selbst, auch nur Menschen, Gefäße für Inspirationswölbungen und Zuckungen, ausgekotzt, auf die Leinwand geschmiert, kollektiv, mithilfe der eigentlichen Kunst, der Emulsion und des Lichts, quasi Momente der Gnade empfangend von Ich-weiß-nicht-wo. Jeder Film ist immer größer, weiser, ja einfach reicher und reichhaltiger als die Schöpfer und deren Intentionen. Die Besten von ihnen, die mir am nächsten stehen, haben das aufs Wunderbarste umgesetzt.

Es geht hier also nicht um die Menschen, sondern die Filmemacher, und meine Phantasien von ihnen, gefiltert durch ihre Filme. Die Folgenden sind mir momentan die Liebsten, auch wenn ich erschrecke, und erschrocken bin, ob der Zusammenstellung, der vermeintlichen Verluste, und ich diese Liste, wenn ich könnte, wenn ich die Kraft dafür hätte, just in diesem Augenblick gleich wieder umschmeißen, und ihr eine völlig andere Erscheinung geben würde, eine neue Gewichtung. Doch das ist Zukunftsmusik (Masahiro Makino flüstert es in meinem Körper), und dies ist die Vergangenheit. Ich freue mich ob ihrer Wirkung in der Gegenwart, die Liste nun endlich auch final vor mir zu sehen. Abgeschlossen, eingefroren in der Zeit, erstellt bis zum 13. Juli 2018. Weiterlesen…

Listen 2017

Bislang wurden die traditionellen ET-Jahreslisten stets in den ersten Januartagen noch vor dem Hofbauer-Kongress veröffentlicht, doch diesmal kam es durch eine groteske Verkettung widriger Umstände zu erheblichen Verzögerungen, weshalb wir leider erst Ende April unseren Jahresrückblick auf 2017 beisteuern können. Dafür freuen wir uns, dass Christoph nach letztjähriger Pause diesmal wieder teilnimmt, und mit Felix vom Kölner Filmclub 813 außerdem ein Neuzugang das Teilnehmerfeld erweitert. In der Einleitung zu den Listen 2016 sind zudem alle früheren Jahrgänge verlinkt. Weiterlesen…

Listen 2016

listen2016

Auch für 2016 gibt es wieder gesammelte Listen und Gedanken zum Jahr – wie bereits 2010, 2011, 2012, 2013, 2014 und 2015. Während die Teilnehmerzahl aus dem Gründungsteam schwindet, freuen wir uns sehr, dass nicht nur Gary Vanisian und Jochen Werner wieder dabei sind, sondern auch Florian und erstmals Dennis Vetter.
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Listen 2015

The Treasure
 

2016 ist da – und wir blicken zurück auf 2015. Auch wenn unser Blog über weite Strecken leider im Dornröschenschlaf verharrte, lassen wir uns zumindest diese Tradition nicht nehmen. Auch diesmal sind die Jahres- und Entdeckungslisten 2015 direkt in einem Sammelbeitrag zusammen gefasst, der frenetische Überschwang der irrwitzigen 2010er und 2011er Listen wird schwerlich noch einmal erreicht werden und das ist auch ganz gut so, wenn wir kopfschüttelnd an den damaligen Aufwand zurück denken. Gleichwohl sind diese jedem Teilnehmer völlig freie Hand lassenden jährlichen Listensammlungen als spezielle Labour of Love eine wertvolle Eskalierende-Träume-Konstante (siehe auch: 2012, 2013, 2014). Umso mehr freuen wir uns, dass neben einigen ET-Stammkräften inklusive des Hofbauer-Kommandos (HK) auch dieses Jahr Gary Vanisian und Jochen Werner wieder dabei sind und zudem der Nürnberger Festivalstammbesucher (und ET-Leser der ersten Stunde) Florian aus NRW erstmals dem Lockruf der ET-Listen gefolgt ist. Weiterlesen…

100 Filme

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Listen 2014

joao benard da costa

Neues Jahr, neue Listen zum vergangenen Jahr. Auch diesmal sind die Jahres- und Entdeckungslisten 2014 direkt in einem Sammelbeitrag zusammen gefasst und zugegeben mit heißer Nadel gestrickt. Wir freuen uns, dass Jochen Werner auch dieses Jahr wieder dabei ist und außerdem ET-Gastautor, Filmkollektiv-Frankfurt-Mitbegründer und Filmemacher Gary Vanisian erstmals bei unserem Listenwahnsinn mitmischt. Und auch aus dem Kreis der ET-Stammautoren konnten sich wieder einige aufraffen, ein wenig Bilanz zu ziehen. Die Listen sind wie gehabt alphabetisch nach Beitragenden sortiert, lediglich Sanos ausufernde Exzessliste ist der Übersicht halber um eine Stelle nach hinten an den Schluss gerückt. Weiterlesen…

Listen 2013

Wolf Children

Neues Jahr, neue Listen zum vergangenen Jahr. Diesmal sind die Jahres- und Entdeckungslisten 2013 direkt in einem Sammelbeitrag zusammen gefasst, um die üblichen zeitlichen Verschleppungen zu vermeiden. Wir freuen uns, dass Jochen Werner wie bereits letztes Jahr wieder dabei ist, und von den ET-Stammautoren Alex S. wieder in den Kreis der Listenbeiträger zurückkehrt, ebenso wie Sano, der zeitnah noch eine Liste nachliefern will. Es gibt aber auch einigen Schwund zu verzeichnen: Steffen Hildebrandt hat sein Medienpraktikum bei uns beendet, Hermann Nübetzki hält stur an seiner Abkehr vom Kino fest, und sogar Frauke lässt sich wegen angeblicher Prüfungsvorbereitungen diesmal entschuldigen. Ein bisschen was ist trotzdem wieder zusammen gekommen… Weiterlesen…