Listen 2013

Wolf Children

Neues Jahr, neue Listen zum vergangenen Jahr. Diesmal sind die Jahres- und Entdeckungslisten 2013 direkt in einem Sammelbeitrag zusammen gefasst, um die üblichen zeitlichen Verschleppungen zu vermeiden. Wir freuen uns, dass Jochen Werner wie bereits letztes Jahr wieder dabei ist, und von den ET-Stammautoren Alex S. wieder in den Kreis der Listenbeiträger zurückkehrt, ebenso wie Sano, der zeitnah noch eine Liste nachliefern will. Es gibt aber auch einigen Schwund zu verzeichnen: Steffen Hildebrandt hat sein Medienpraktikum bei uns beendet, Hermann Nübetzki hält stur an seiner Abkehr vom Kino fest, und sogar Frauke lässt sich wegen angeblicher Prüfungsvorbereitungen diesmal entschuldigen. Ein bisschen was ist trotzdem wieder zusammen gekommen… Weiterlesen…

Catch-33 des Jahrgangs 2013

Blind Detective

Im Prinzip das gleiche Spiel wie letztes Jahr, sprich: In Anlehnung an Movies & Sports eine nicht nach Präferenz, sondern nur alphabetisch sortierte Vorab-Liste meinerseits, bevor zum Jahreswechsel dann traditionell die gesammelten ET-Jahreslisten zumeist als Top Ten mit Ranking kommen. Weiterlesen…

9. Todd-AO-70mm-Festival 2013 & weitere Herbst-Hinweise

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Auch dieses Jahr findet in der Schauburg Karlsruhe in angemessenem Ambiente und auf gekrümmter Cinerama-Leinwand wieder das deutschlandweit einmalige Todd-AO-70mm-Festival statt – die bereits 9. Ausgabe präsentiert erneut drei Tage lang eine Auswahl von “large format”-Filmen in hochauflösenden, jedoch lebendig-plastischen 70mm-Bildern und (von einer Ausnahme abgesehen) allesamt im 6-Kanal-Magnetton. Weiterlesen…

4. Hamburger SciFi-Horror-Festival im April 2013



MONSTER MACHEN MOBIL, das Retro-Filmfestival für Science-Fiction-, Horror-, Fantasy-, Monster- und Gruselfilme diverser Art, von Klassikern bis zu abseitigen Entdeckungen, von atmosphärischen Schockern bis zu deliranten Trash-Granaten, geht in die 4. Runde und präsentiert von Freitag 19.4. bis Sonntag 21.4.2013 im Metropolis-Kino Hamburg wieder insgesamt neun Genre-Perlen und -Kuriositäten aus den 50er bis 80er Jahren, allesamt als rare 35mm-Archivkopien und als besonderes Schmankerl mit etwa fünf originalen alten Kinotrailern im Vorprogramm jedes (!) Films. Wir sind große Anhänger dieses Festivalkonzepts, das gerade in seinem Blick zurück einen erfrischenden Gegenentwurf bietet zum Aktualitätswahn anderer Genrefestivals, der etwa beim Fantasy Filmfest schon seit vielen Jahren zur Abschaffung der Retrospektive führte. „Monster Machen Mobil“ schließt hier zumindest in Hamburg eine schmerzliche Lücke im kinokulturellen Geschehen – und die Erfolgsgeschichte des Festivals, das von Jahr zu Jahr mehr Zuschauer aus ganz Deutschland anlockt (2012 waren auch einige Eskalierende Träumer endlich erstmals dort und werden auch 2013 die weite Anfahrt nicht scheuen), demonstriert erfreulicherweise auch, dass ähnlich wie beim Geheimnisvollen Filmclub Buio Omega in Gelsenkirchen solche Bemühungen durchaus von großem Zuschauerzuspruch belohnt sein können. Und gerade das geballte Programm in kompaktem Zeitraum macht das Ganze auch für Anreisende attraktiv. Daher weisen wir wie in den Vorjahren gerne erneut ausführlich auf dieses lohnens- und unterstützenswerte Festival hin. Die nachfolgenden Texte und Bilder stammen komplett von den Webseiten der darin genannten Veranstalter, die dieses Festival unter hohem persönlichem Einsatz und ohne kommerzielle Interessen durchführen (entsprechend günstig lagen in den letzten Jahren die Preise für Einzeltickets bei 6 Euro und für die Dauerkarte bei 40 Euro). Die nachfolgende „Werbeschaltung“ ist von allen Seiten also lediglich der Begeisterung für die gute Sache geschuldet, die da heißt, marginalisierte und vom Aussterben bedrohte Segmente der Kinokultur wieder sichtbar und lebendig zu machen:
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Gesammelte Jahreslisten 2012



Ähnlich wie die traditionell erst in den Januar hinein langsam erscheinenden Double Features bei Mubi oder der “World Poll 2012” bei Senses of Cinema, lassen wir uns gerne ein wenig Zeit mit unseren Jahreslisten, um sie dafür etwas ausufernder zu gestalten. Nachdem wir diesmal aber doch etwas stärker in zeitlichem Verzug sind, drehen wir die ET-Listen-Tradition um und präsentieren zuerst unsere Jahreslisten mit Favoriten des aktuellen Jahrgangs 2012 (maßgeblich ist dabei wie gehabt weder der viel Spannendes vermissen lassende reguläre deutsche Kinostartplan, noch beschränken wir uns streng auf die reinen weltweiten Premieren; Premieren-Überhänge aus 2011, die erst 2012 weitere Verbreitung fanden, sind nach jeweils eigenem Ermessen also auch inbegriffen), demnächst folgen dann noch 2012 erstmals gesehene Entdeckungen aus der zeitlich unbeschränkten Filmgeschichte.

Der Listenwahnsinn in unseren Jahreslisten 2011 fiel, auch durch ausführliche mitgelieferte Texte, derart extrem aus, dass der Beitrag seinerzeit tatsächlich den WordPress-Editor gesprengt hat und gar nicht mehr auf gewöhnliche Weise, sondern nur mit Umwegen und Tricks überhaupt fertiggestellt werden konnte. Eine Steigerung ist an diesem Punkt also schon technisch nicht mehr möglich, weshalb der diesjährige Beitrag zumindest im Vergleich etwas überschaubarer ausgefallen ist. Auch bedingt dadurch, dass einige bisherige Stammteilnehmer nicht mehr dabei sind. Außerdem wird Christoph seine Liste erst zu einem späteren Zeitpunkt nachliefern, und das Hofbauer-Kommando seinen Rückblick auf das aktuelle Jahr als separaten Artikel verfassen. Dafür freuen wir uns sehr, dass neben dem sich uns unabweisbar aufgedrängt habenden Hollywood-Nachwuchsreporter Steffen Hildebrandt diesmal erstmals auch Robert dabei ist, der seit 2012 fest zur ET-Autorenschaft gehört und zugleich einer der fleißigsten STB-Schreiber ist. Ebenso sehr freuen wir uns, dass außerdem Jochen Werner (u.a. Perlentaucher und critic.de) quasi als Listen-Gastteilnehmer seine Top-50 beiträgt – eine spontane Idee, weil wir es schade gefunden hätten, wenn seine von uns immer sehr geschätzte Liste ansonsten nur einem kleinen Facebook-Zirkel vorbehalten geblieben wäre. So fand sich am Ende also doch wieder eine kleine Teilnehmerschar zusammen. Weiterlesen…

2012 extended / 2008-2012 restructured



Die Überschrift sagt es bereits: Dieser Beitrag beinhaltet zum Einen eine ausufernde Langfassung meiner Jahresliste 2012, die im gesammelten Jahreslisten-2012-Beitrag als kompakte Top-10 mit einem kleinen Text zu einigen meiner Favoriten zu finden ist; und zum Anderen Top-40-Listen der Jahrgänge 2008 bis 2012, und zwar nicht wie sonst hier üblich primär nach Sichtungsjahr geordnet, sondern (abzüglich einiger vermutlich übersehener Fälle) nach Premierenjahren umsortiert. Mit anderen Worten: Vorsicht, in diesem Beitrag herrscht akuter Listenwahnsinn. Eintritt auf eigene Verantwortung!
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Zurück in die Zukunft

Technik, Ästhetik, Stil und Ambition in einigen US-Filmen des Jahrgangs 2012. Ein paar lose, Tagebuch-artige Anmerkungen zur HFR-3D-Version von THE HOBBIT sowie zu THE MASTER, DJANGO UNCHAINED und GIMME THE LOOT.

Die letzten Wochen gab es quer durchs Netz unzählige ellenlange Diskussionen über die produktionsseitig zunächst als revolutionär angepriesene HFR-3D-Technik bei Peter Jacksons THE HOBBIT. 48 statt 24 Einzelbilder pro Sekunde (= “Higher Frame Rate”, abgekürzt HFR) heißt das Rezept, das vor allem für ruckelfreie Schwenks und unverschwommene schnelle Actionszenen sorgen soll, und von dem sich manche offenbar einen ganz neuen “Realismus” im Kino versprechen. Das diese elementare formale Eigenschaft des Films überall so breit diskutiert wird, ist im Grunde zweifellos begrüßenswert, auch wenn ich niemanden darum beneide, sich den Film gleich drei Mal in verschiedenen Versionen angesehen zu haben, um danach einen elaborierten Vergleich ziehen zu können. Auch wenn ich die Diskussionen schon aufgrund ihrer Masse nur kursorisch verfolgt habe, scheint der Tenor zur HFR-Technik eindeutig sehr skeptisch bis negativ auszufallen, jedenfalls zu der Art, wie sie im HOBBIT eingesetzt wird. Zu den interessantesten Abhandlungen schien mir dieser Artikel zu gehören, dessen vorgebliche wissenschaftliche Untermauerung zwar etwas fragwürdig anmutet, der mir in seiner Argumentation aber sehr einleuchtet. Zwei zentrale Zitate des allerdings ohnehin erfreulich knapp und prägnant gehaltenen Artikels: Weiterlesen…

Lieblingstrailer 2012

Letztes Jahr war es ein (wohl eher untergehender) Teil des ausufernden Jahreslisten-Sammelpostings, diesmal lagere ich meine Lieblingstrailer 2012 lieber aus, was für Entzerrung sorgt und gleichzeitig die Möglichkeit der Clip-Einbettung in den Beitrag bietet. Und weil sich zumindest hinter einigen der Lieblingstrailer auch Jahres-Lieblingsfilme verbergen, damit als Nebenprodukt auch die Gelegenheit, dem ein oder anderen weniger bekannten Favoriten ein Bewegtbild-Gesicht zu geben. Die Auswahl ist selbstverständlich sehr subjektiv und auch durchaus ziemlich willkürlich, ich habe nicht gezielt Trailer gesichtet, sondern trage hier einfach zusammen, was ganz automatisch & nebenbei so übers Jahr als bemerkenswert hängen geblieben ist. Dabei rutscht natürlich viel durch, weil man es nicht gesehen hat oder wieder vergessen.

Bei Trailern scheiden sich die Geister, in cinephilen Kreisen gibt es durchaus einige, die grundsätzlich wenig mit verknappenden Vorschauen anfangen können. Das geht mir anders, ähnlich wie etwa auch Plakate und Aushangsätze (leider allerdings wie Trailer seit längerem kreativ auf dem absteigenden Ast) sind sie im Optimalfall eine eigenständige Kunstform, die sich des Films als Fremdmaterial annimmt, ihn kondensiert, zitiert oder ausschlachtet. Was fasziniert mich an Trailern, was macht sie aus? Im besten Falle: Verdichtung und Verführung. Aber auch: Assoziations- und Erinnerungsketten anstoßendes Echo bei bereits bekannten Filmen, neugierig machende Appetithappen von noch unbekannten Werken. Manchmal reicht mir da schon ein besonderer Moment, eine originelle Neuanordnung von Bildern und Tönen eines Films, ob bekannt oder nicht, gemocht oder nicht. Wirklich reizvoll wird es natürlich erst durch Sonderformen und krude Eigenwilligkeiten. Sehr schmerzlich fehlt mir daher bei heutigen Trailern die reißerische Anpreisungs- und Überbietungslogik, wie sie vor allem die Bahnhofskino-/Grindhouse-Vorschauen der 60er bis 80ern genüsslich zelebrierten, mit marktschreierisch bellenden Sprechern, die vollmundig Einblicke in abseitige Welten und grenzüberschreitende Darstellungen von Sex und Gewalt versprachen. Aber diese Zeiten sind leider vorbei, und man kann froh sein, im großen Brei der eintönig schematischen Trailer, die man heute im Multiplex und im ‘Arthouse-Kino’ gleichermaßen der jeweiligen vermeintlichen Zielgruppe um die müden Augen und betäubten Ohren haut, die ein oder andere etwas aus dem Rahmen fallende Vorschau zu finden. Das in der kurzen Clip-artigen Form oft gut zur Geltung kommende musikalisch-rhythmische Element verleiht manchem Trailer dabei die besondere Note, weshalb es auch kein Zufall ist, dass einiger meiner liebsten aktuellen Trailer des Jahres (ein paar vereinzelte Vorjahresüberhänge sind übrigens auch dabei, nachdem ich bekanntlich bei Jahreslisten generell kein Befürworter von blindwütig-gestrenger Kalenderjahr-Premieren-Abgrenzung bin) auf Musik statt auf Sprache setzen. Nachfolgend also 18 Lieblingstrailer 2012, gruppiert in vier groben Blöcken mit je vier Trailern sowie zwei Bonus-Clips.

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Einige Jahresfavoriten als Clip-Miniaturen:

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GIMME THE LOOT
Adam Leon, USA 2012


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Catch-22 – Jahresliste 2012, erste Skizze

Vorgestern startete Schwanenmeister, dem es traditionell damit nicht früh genug gehen kann, in seinem Blog Movies & Sports bereits die Listensaison 2012. Fast zehn Jahre spielten wir in einem mittlerweile geschlossenen und weitestgehend gelöschten Filmforum das alljährliche Listen-Spiel und wurden uns nie über den richtigen Zeitpunkt einig, weil es mir nicht einleuchtete, schon weit vor Jahresablauf über das noch gar nicht vollständig vergangene Jahr Bilanz zu ziehen. Auch wenn ich mittlerweile vom bei vielen Cinephilen traditionellen Filmaufholmarathon im Dezember weitgehend abgekommen bin, weil allein die übers Jahr verteilten Festivalbesuche dann schon weit vor Jahresende für ein überlaufendes Sichtungsspektrum an gesehenen aktuellen Filmen sorgen, finde ich es im Grunde nach wie vor unsinnig, bereits Listen zu erstellen, während noch wochenlang reguläre Kinostarts oder (Import-)Heimvideoveröffentlichungen anstehen, die damit leichtfertig um ihr Recht gebracht werden. Aber genau deshalb, weil ein bewusst unsinniges Element womöglich wiederum die richtige Auflockerung ins mitunter zu bierernst genommene Listen-Spiel bringt (und man sowieso bei Weitem nicht alles sehen kann, und außerdem die interessantesten Filme allzu oft ohnehin nicht oder zumindest nicht zeitnah regulär starten), nehme ich den Ball diesmal gerne auf und mache aus spontaner Laune heraus nun auch Ende November schon mal eine erste alphabetische Listen-Skizze – wie Schwanenmeister als “Catch-22″ im Gedenken an die Filmzeitschrift Steadycam. Auch wenn bei der Präferenzstruktur der eigenen Favoriten eine Top-15 oder als nächster Schritt eine Top-40 vielleicht besser funktionieren würde. Aber so ist das eben mit den Listen: Es muss passend gemacht werden, was eigentlich nicht passt. Lust und Qual des Auswählens und Aussortierens. Auf der Viennale gesehene Filme sind im Zweifelsfall benachteiligt behandelt, weil hoffentlich bald noch in einem eigenen Rückblick gewürdigt. Runtergezählte Top-10 mit großzügigen Runners-Ups gibt’s dann natürlich sowieso erst am wirklichen Jahresende im traditionellen ET-Jahreslisten-Sammelposting.

Catch-22, alphabetisch:

THE ANABASIS OF MAY AND FUSAKO SHIGENOBU, MASAO ADACHI AND 27 YEARS WITHOUT IMAGES – Eric Baudelaire
ANDERS, MOLUSSIEN – Nicolas Rey
BARBARA – Christian Petzold
BERBERIAN SOUND STUDIO – Peter Strickland
BUENAS NOCHES, ESPANA – Raya Martin
DAMSELS IN DISTRESS – Whit Stillman
FOR LOVE’S SAKE – Takashi Miike
GIMME THE LOOT – Adam Leon
GOODBYE FIRST LOVE – Mia Hansen-Løve
HOLY MOTORS – Leos Carax
INVASION – Dito Tsintsadze
LAWINEN DER ERINNERUNG – Dominik Graf
MOONRISE KINGDOM – Wes Anderson
MOTORWAY – Pou-Soi Cheang
A NIGHT TOO YOUNG – Olmo Omerzu
OUR HOMELAND – Yang Yonghi
PARABETON – PIER LUIGI NERVI UND RÖMISCHER BETON – Heinz Emigholz
RAT FEVER – Cláudio Assis
TABU – Miguel Gomes
THE TALL MAN – Pascal Laugier
UNIVERSAL SOLDIER: DAY OF RECKONING – John Hyams
WHITE EPILEPSY – Philippe Grandrieux

+5
THE MASTER – Paul Thomas Anderson
MONUMENT FILM – Peter Kubelka
(Monumente eines aussterbenden analogen Kinos)
LEVIATHAN – Lucien Castaing-Taylor, Verena Paravel
(Digitale Avantgarde)
SCHLAFLOS BEI ZUNEHMENDEM MOND – Şerif Gören
KILLER JOE – William Friedkin
(Sleaze in voller Spannbreite)

Viennale: Rückblick 2011 & Vorschau 2012



Rückblick 2011

Ein Bild von einem Cinemenschen, wenn es jemals eines gab, steht im Zentrum von Amir Naderis CUT. Um die Schulden abbezahlen zu können, die sein verstorbener Bruder für seine Filme aufnahm und die nun innerhalb von 14 Tagen von den Yakuza-Mitgliedern zurück gefordert werden, lässt sich der Protagonist gegen Geld verdreschen. Jeden Tag aufs Neue prügeln seine “Kunden” stundenlang auf ihn ein und reagieren sich an ihm ab. In den Pausen dazwischen lässt er von dem mobilen 16mm-Projektor, mit dem er nachts geradewegs konspirative Vorstellungen auf Hochhausdächern zur Vermittlung von Filmgeschichte durchführt (diese Art der mobilen Kinemathek scheint es in Japan dem Vernehmen nach tatsächlich häufiger zu geben), seinen geschundenen Leib bestrahlen, mal mit durchlaufendem Film, mal einfach nur vom Licht der Projektorlampe. Fast scheint es, als würde die Wärme des Projektorlichts seine Wunden lecken und heilen, den versehrten Körper zärtlich umschmeicheln und ihm wieder Energie zuführen. Ein bizarres, wiederkehrendes Bild ist das in diesem Film der Stunde zu den Umbrüchen der Kinotechnik, der Filmleidenschaft und der Bedingungen unabhängigen Filmemachens. Weiterlesen…