MÄDCHEN BEIM FRAUENARZT ist laut “Video Watchdog”-Herausgeber Tim Lucas Ernst Hofbauers “most conspicuous grab for auteur status”. Dem Hofbauer-Kommando ist diese in Ansätzen recht verständnisvolle Behauptung nicht grundsätzlich zuwider – wären da doch nur nicht mindestens zehn weitere chef-d’œuvres, die sich in unserer jungen Vergangenheit dieser doch allzu übervorsichtigen Feststellung bereits als ebenso würdig erwiesen! – denn bei diesem brenzligen Panorama zarter weiblicher Exempel, deren Fälle “geradezu die Norm” darstellen, dürfte es sich wohl um den experimentierfreundigsten und formal aufregendsten (zumindest im weitesten Sinne:) Report-Film unseres großen “Ernst des Lebens” handeln: Von der meisterhaft voyeuristisch verdichteten, den Film eine durchdringend lustbehaftete Aura Ammoniakgetränkter Anteilnahme ausdünsten lassenden Erzählperspektive (der Gynäkologe ist unsichtbarer Off-Erzähler, durch dessen Augen, also durchs konsequent subjektive Kameraauge, das herzerweichende Sexual-Folgegeschehen erfasst wird) ist es nur ein kleiner Sprung zu surrealen Annäherungstableaus in Zeitlupe und Veruschka-Ästhetik, einer terrorerfüllt nach PSYCHO-Vorbild montierten Defloration in einem Bahnhof bis hin zu einer frenetisch durchschwenkten und -zoomten, wilden Hatz auf heißen Harley-Öfen! Weiterlesen “100 Deutsche Lieblingsfilme #36: Mädchen beim Frauenarzt (1971)” »
“Man sagt, ich sei exhibitionisch. Jeder Schauspieler ist das – ich nehme das gerne an. Ich bin keine Heuchlerin.”
Lina Romay ist tot. Rosa María Almirall Martínez ist tot. Candice und Candy Coster, Lulú Laverne und Jean Collins sind tot. Schon vor einer Woche gestorben. Am Fünfzehnten. Mit nur 57 Jahren. Was ist das für ein verqueres, für ein ungerechtes und ungeheuerliches Schicksal? Wir können nicht fassen, dass sie nicht mehr da ist. Dass sie nie wieder für ihren genialen Mann spielen wird. Dass sie uns nie wieder mit ihrer Furchtlosigkeit imponieren wird. Nie wieder verwirren wird mit ihrer unverwechselbaren, unbescheiblichen Mischung auf Schüchtern- und Verwegenheit. Dass jetzt schon Schluss ist. Mit melancholischen Vampir-Ladies, listigen Gangstermädchen, damsels in distress, entrückten Einzelgängerinnen und burschikosen Detektivinnen. Dass sie wirklich weg ist. Dass Jesus Franco, 81 Jahre alt, nun ganz allein ist. Dass er die Liebe seines Lebens verloren hat. Und den Engel, die Kurtisane, die Gattin, die Melodie, den Wind, das Fleisch, die Tochter, den Geist und das Lebenselixier seines Kinos, seit 40 Jahren. Wir fühlen auch mit ihm. Du warst immer eine richtige, propere Frau und doch auch ein kleines Mädchen, das mit großen Augen auf die fremden Städte und die bösen Männer guckte. Lina, wir haben auch oft über deine Tollpatschigkeit gespottet. Oder deinen Babyspeck. Aber du hast dich damit vor die Kamera gewagt, no matter what. Ich bewundere und beneide dich dafür. Exhibitionismus als Lebensauffassung, in Würde. Freiheit im Kino, durch das Kino, jenseits des Kinos. Du bist im Kino aufgegangen, hast dich ihm völlig hingegeben, warst die Flamme, die in einem rastlosen Kinoauge brannte. Das Vertrauen und die Leidenschaft, die du und Jesus in einander gefunden habt, hat euer einzigartiges Kino transzendiert. Du wirst uns für immer und ewig präsent sein, in über hundert Filmen, für die wir dir und Jess nie genug danken werden können. Du bist zu einer Frau geworden, ohne die wir nicht mehr sein könnten. Deine Filme füllen unser Herz. Danke, Lina. Alles Gute da oben, Christoph
Lina Romay. Danke für deine Filme. Danke dass du mit Franco gedreht hast. Danke dass du ihn inspiriert hast. Danke für 40 Jahre Kino. Ich muss gestehen ich war nie ein großer Fan von dir. Oder das, was man allgemein darunter versteht. Du hast nie zu meinen liebsten Schauspielern gehört, und warst nie ein Grund für mich einen Film zu sehen. All das hat sich jetzt schlagartig geändert. Denn ich erkenne nun: es stimmt nicht. Deine Auftritte bei Franco sind hypnotisch, bezaubernd, verspielt, stoisch, verletzlich, verschroben, unnahbar, direkt. Du hast, was man allgemein bei jedem wirklichen Kinostar entdecken kann: Ausstrahlung und Charisma, Leinwandpräsenz im Überschuß. Und du bist eine Ikone. Für eine Art von Kino, das es inzwischen kaum mehr gibt, und dass es zu jeder Zeit schwer hatte: das Kino der Hingabe. Hingabe an die Figur, Hingabe an die Szene, Hingabe an die Kamera. Ich denke an Schauspielerinnen wie Gena Rowlands bei John Cassavetes, Anna Thomson bei Amos Kollek, Arletty bei Marcel Carné. Denn das Mysterium des Ich, das Selbst das immer zurückbleibt, unaufgelöst, nicht im Film, nicht in der Rolle, nicht unterdrückt, sondern akzeptiert als Teil des Spiels, als etwas Paralleles das sich findet, das sich bestätigt, behauptet und auffüllt mit dem Moment der Entstehung. Dieses gleichzeitige Nebeneinander, das gilt für dein Schauspiel, für deine Existenz auf der Leinwand. Danke für diesen Kunstgriff den man nicht erlernen kann. Den man spüren muss, um ihn intuitiv als Beiprodukt dem Kino zuzuführen. Das ist die Magie. Und das ist vielleicht das wichtigste, als Schauspieler, alles was man geben kann. (Sano)
…läuft auf “Das Vierte” unglaublicherweise Rolf Olsens zuletzt doch sehr elusives, sprich: seltenes Meisterwerk WENN ES NACHT WIRD AUF DER REEPERBAHN (1967), “ein atemlos erzähltes, sich permanent delirierend überschlagendes Exploitation-Inferno, ein Meisterstück deutscher Kinokolportage, frühe kriminalistische Psychedelik, ohne jeden Zweifel ein quintessentieller Meilenstein des deutschen Genrekinos, ein Sittengemälde, dass die triebhafte Euphorie des Anfangs in sich trägt” meint kompetent das Hofbauer-Kommando. Eine angemessene Würdigung dieses extraordinären Werkes in unserer Reihe “100 Deutsche Lieblingsfilme” steht noch aus.
Aus vertrauenswürdiger Quelle erfuhr ich zudem vor Kurzem, dass Kirch in jüngster Zeit ein neues, anamorphes Sendemaster* mit Blick auf zukünftige Ausstrahlungen erstellt haben. Es besteht akuter Grund zu der Annahme, dass eben diese Neuabtastung (die sie hoffentlich ist) heute Abend erstmals zu sehen sein wird. Hoffentlich ein erhebliches Upgrade der VHS-Fassung von “Royal”, deren extremer Rotstich doch eher trübe Aussichten bot.
(*Es soll allerdings auch darauf hingewiesen werden, dass leider Kürzungen des m. W. bisher ab 18 – bei eventueller Neuprüfung möglicherweise ab 16 – freigegebenen Films, für eine Ausstrahlung um 20:15 nicht ausgeschlossen werden können)
Was lange währt, wird endlich gut? Wir hoffen es, wenn wir nun nach aufreibenden, von Zeitnot und ungeahnten Komplikationen geplagten Tagen endlich unseren diesjährigen Sammelbeitrag mit den Jahreslisten der aktuellen Filme 2011 veröffentlichen können (der auf unsere Entdeckungslisten 2011 in der Tradition der Gesammelten Jahreslisten 2010 folgt). Zum Ausgleich bemühen wir uns dabei endgültig um die Sprengung jeden herkömmlichen Rahmens.
Black Swan (Darren Aronofsky) Glückliche Fügung (Isabelle Stever) My Soul to Take (Wes Craven) Picco (Philipp Koch) The Stool Pigeon (Dante Lam) We Were Here (David Weissman, Bill Weber) Heaven’s Story (Takahisa Zeze) Schlafkrankheit (Ulrich Köhler) Vampire (Shunji Iwai) Die Höhle der vergessenen Träume (Werner Herzog) Rebounce (Heidi Maria Faisst) Swans (Hugo Vieira da Silva) The Terrorists (Thunska Pansittivorakul) Eine Serie von Gedanken (Heinz Emigholz) The Big Eden (Peter Dörfler) E-love (Anne Villacèque) Auf der Suche (Jan Krüger) Idleness (Juan Villegas, Alejandro Lingenti) Day is Done (Thomas Imbach) Twenty Cigarettes (James Benning) The Residents (Tiago Mata Machado) Das schlafende Mädchen (Rainer Kirberg) The Angel of Doel (Tom Faessert) Dirty Eyes (Lawrence Weiner) Kampf der Königinnen (Nicolas Steiner) Bullhead (Michaël R. Roskam) Mondo Lux – Die Bilderwelten des Werner Schroeter (Elfi Mikesch) Lost Land (Pierre-Yves Vandeweerd) Sleepless Nights Stories (Jonas Mekas) Cet Homme (Markus Ruff) Engel des Bösen – Die Geschichte eines Staatsfeindes (Michele Placido) Essential Killing (Jerzy Skolimowski) 13 Assassins (Takashi Miike) Das rote Zimmer (Rudolf Thome) Unter Kontrolle (Volker Sattel) Das Lied in mir (Florian Cossen) Dreileben – Etwas Besseres als den Tod (Christian Petzold) Dreileben – Komm mir nicht nach (Dominik Graf) Ohne Limit (Neil Burger) Scream 4 (Wes Craven) Stadt Land Fluss (Benjamin Cantu) Tatort – Nasse Sachen (Johannes Grieser) Dreileben – Eine Minute Dunkel (Christoph Hochhäusler) Post Mortem (Pablo Larraín) Atmen (Karl Markovics) Bonsái (Cristián Jiménez) Porfírio (Alejandro Landes) Sennentuntschi (Michael Steiner) Corman’s World: Exploits of a Hollywood Rebel (Alex Stapleton) Die Räuberin (Markus Busch) Play (Ruben Östlund) A Little Closer (Matthew Petock) Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne) Headshots (Lawrence Tooley) The Sword and the Rose (João Nicolau) Year Without a Summer (Tan Chui Mui) Aardvark (Kitao Sakurai) Wasted Youth (Argyris Papadimitropoulos, Jan Vogel) Arirang (Ki-duk Kim) Aita (José María de Orbe) Ocaso (Theo Court) Meek’s Cutoff (Kelly Reichardt) Michael (Markus Schleinzer) The Day He Arrives (Sang-soo Hong) The Journals of Musan (Jung-bum Park) Black Bread (Agustí Villaronga) Hell (Tim Fehlbaum) Futures Markets (Mercedes Álvarez) Dad (Vlado Škafar) Unten Mitte Kinn (Nicolas von Wackerbarth) Truce (Svetlana Proskurina) Cold Weather (Aaron Katz) American Translation (Pascal Arnold, Jean-Marc Barr) Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod (Alex de la Iglesia) Polizeiruf 110 – Cassandras Warnung (Dominik Graf) Tyrannosaur – Eine Liebesgeschichte (Paddy Considine) Guilty of Romance (Sion Sono) A Stone’s Throw Away (Sebastián Hiriart) Jean Gentil (Israel Cárdenas, Laura Amelia Guzmán) Chantrapas (Otar Iosseliani) The Sky Above (Sérgio Borges) Marimbas From Hell (Julio Hernández Cordon) The Tree of Life (Terrence Malick) The Dead (Jonathan Ford, Howard Ford) The Woman (Lucky McKee) Cold Fish (Sion Sono) Kill List (Ben Wheatley) A Horrible Way to Die (Adam Wingard) The Innkeepers (Ti West) Herzensbrecher (Xavier Dolan) Die drei Musketiere (Paul W. S. Anderson) Caterpillar (Kôji Wakamatsu) Vier Leben (Michelangelo Frammartino) The Ward (John Carpenter) Saturnus (Bruno Sukrow) Melancholia (Lars von Trier) Bruderschaft (Nicolo Donato) Hollywood Fling – Diary of a Serial Killer (Eckhart Schmidt) Underwater Love (Shinji Imaoka) Brownian Movement (Nanouk Leopold) Behindert und schwul (Simon Begemann) Die Prinzessin von Montpensier (Bertrand Tavernier) A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii) Attenberg (Athina Rachel Tsangari) The Voice (Umit Unal) F (Johannes Roberts) Wer ist Hanna? (Joe Wright) Hobo With a Shotgun (Jason Eisener) Weekend (Andrew Haigh) Interim (Jan Soldat) Black Field (Vardis Marinakis) Bellflower (Evan Glodell) Trash Humpers (Harmony Korine) Finisterrae (Sergio Caballero) Die Stunde des Wolfs (Matthias Glasner) Arietty – Die wundersame Welt der Borger (Hiromasa Yonebayashi) Road to Nowhere (Monte Hellman)
Ältere Filme, erstmals gesehen: gesammelte Entdeckungslisten
In jährlicher Tradition (siehe 2009 und 2010) folgt hiermit unter neuem Motto auch für das Jahr 2011 eine Sammlung von filmischen Entdeckungen. Aus verschiedenen Gründen sind wir diesmal ein paar Tage später dran und leider ist auch ein Schwund bei der Teilnehmerzahl zu verzeichnen (möglicherweise gibt es zumindest noch eine Listen-Nachreichung), dafür haben sich die verbliebenen Teilnehmer mit umso umfangreicheren Beiträgen ins Zeug gelegt. Außerdem freuen wir uns ganz besonders, mit Christian bei dieser Gelegenheit einen neuen E-Träumer in unseren Reihen begrüßen zu dürfen. Die Jahreslisten mit unseren Favoriten des aktuellen Kinojahres folgen wie gewohnt in einigen Tagen. Weiterlesen “Ekstase 2011” »
Deutsche Fassung meiner Entdeckungsliste 2011 (Original hier): (Alphabetisch geordnet nach deutschen und teilweise (für Filme, die in Deutschland nie erschienen sind) englischen internationalen Titeln)
‘Tis Pity She’s a Whore (Giuseppe Patroni Griffi, 1971) Die 7 Pistolen des McGregor (Franco Giraldi, 1965) 12 Stunden Angst (Peter Hyams, 1990) A.I. – Künstliche Intelligenz (Steven Spielberg, 2001) Akt der Gewalt (Fred Zinneman, 1948) Das älteste Gewerbe (Noboru Tanaka, 1974) Andrea – Wie ein Blatt auf nackter Haut (Hans Schott-Schöbinger, 1968) Angel Express (RP Kahl, 1999) Anna und Elisabeth (Frank Wisbar, 1933) Apocalypse Now (Francis Ford Coppola, 1979)
Aquaplaning (Eva Hiller, 1987) Arrebato (Iván Zulueta, 1980) Das Auge des Killers (Donald Cammell, 1987) Babylon – Im Bett mit dem Teufel (Ralf Huettner, 1992) The Ballad of Tam Lin (Roddy McDowall, 1970) Batman (Tim Burton, 1989) Batmans Rückkehr (Tim Burton, 1992) Bel Ami – Skandinavier Lust (Mac Ahlberg, 1976) Bel Ami 2000 oder Wie verführt man einen Playboy? (Michael Pfleghar, 1966) Die Bestie aus dem Weltraum (Alfonso Brescia, 1980)
Bettgeknister, Sexgeflüster (Mario Siciliano, 1981) Bijou (Wakefield Poole, 1972) Black Emmanuelle, White Emmanuelle (Brunello Rondi, 1976) Black on White (Tinto Brass, 1969) Blow Job (Alberto Cavallone, 1980) Das Bourne Ultimatum (Paul Greengrass, 2007) Carrie (William Wyler, 1952) Chamaco (Leopoldo Savona, 1967) City Under Siege (Romolo Guerrieri, 1974) Cliffhanger (Renny Harlin, 1993)
Dave – Zuhause in allen Betten (John Huston, 1969) The Days of Evil Women (Minoru Shibuya, 1958) Deine besten Jahre (Dominik Graf, 1998) The Devil in Miss Jones (Gerard Damiano, 1974) Dirty Love (Joe D’Amato, 1988) Django spricht kein Vaterunser (Paolo Bianchini, 1968) Doctor Jekyll And His Women (Walerian Borowczyk, 1981) Ein Dollar zwischen den Zähnen (Luigi Vanzi, 1966) Domino (Thomas Brasch, 1982) Drei Teufelskerle machen alles nieder (Ernst Hofbauer, 1977)
Dschungelmädchen für zwei Halunken (Ernst Hofbauer, Fernando Orozco, 1975) Elf Tage, Elf Nächte (Joe D’Amato, 1987) Die endlose Nacht (Will Tremper, 1964) Eros-Center Hamburg (Günter Hendel, 1969) Eyewitness (Lamberto Bava, 1990) Der Fahnder – Nachtwache (Dominik Graf, 1993) Fährmann Maria (Frank Wisbar, 1937) Der Felsen (Dominik Graf, 2002) Ferdinand, der Pussyschreck (Alois Brummer, 1976) Der feurige Pfeil der Rache (Giorgio Ferroni, 1970)
Fimpen (Bo Widerberg, 1974) Fourth Wall (Adriano Bolzoni, 1969) Frankfurt Kaiserstraße (Roger Fritz, 1981) Frauen hinter Zuchthausmauern (Gerardo de Leon, 1971) Das Geheimnis der Todesinsel (Mel Welles, 1967) Gewalt über der Stadt (Carlo Ausino, 1978) Ghosts of Mars (John Carpenter, 2001) The Garden of Delights (Silvano Agosti, 1967) Die Glut der Gewalt (William Wyler, 1970) Graf Porno und seine Mädchen (Günter Hendel, 1969)
Grimms Märchen von lüsternen Pärchen (Rolf Thiele, 1969) Die größte Geschichte aller Zeiten (George Stevens, 1965) Hanna Amon (Veit Harlan, 1951) The Hard Way (Norbert Meisel, 1983) Heiße Ernte (Hans H. König, 1956) Herbstromanze (Jürgen Enz, 1980) High Frequency – Tödliche Strahlen (Faliero Rosati, 1988) Himmel ohne Sterne (Helmut Käutner, 1955) Hotte im Paradies (Dominik Graf, 2002) In einem anderen Land (Frank Borzage, 1932)
In Frankfurt sind die Nächte heiß (Rolf Olsen, 1966) In jenen Tagen (Helmut Käutner, 1946) Incubus (Leslie Stevens, 1965) Jägerblut (Hans H. König, 1957) Die jungen Ausreißerinnen (Walter Boos, 1973) Kalter Frühling (Dominik Graf, 2003) Karate, Küsse, blonde Katzen (Ernst Hofbauer, Chih-hung Kuei, 1974) Der Kerl liebt mich – und das soll ich glauben? (Marran Gosov, 1969) Knie nieder und friß Staub (Aldo Florio, 1971) Kreuzfahrt des Grauens (Guido Leoni, 1969)
Liebe kann wie Gift sein (Veit Harlan, 1958) Le lit de la vierge (Philippe Garrel, 1969) Long Weekend (Colin Eggleston, 1978) Love Me Deadly (Jacques LaCerte, 1973) Lulu – Eine burleske Tragödie (Rolf Thiele, 1962) Mädchen, Mädchen (Roger Fritz, 1966) Man spricht über Jacqueline (Werner Hochbaum, 1937) Manila – In den Klauen des Lichts (Lino Brocka, 1975) Mein Bruder Kain (Brian De Palma, 1992) Melody in Love (Hubert Frank, 1978)
Missouri (Blake Edwards, 1971) Monster aus dem All (Kinji Fukasaku, 1968) Morgen beginnt das Leben (Werner Hochbaum, 1933) Nacktes Entsetzen (Rafael Romero Marchent, 1974) Naked (Armando Bo, 1966) Naked Pursuit (Toshio Okuwaki, 1968) Nicht fummeln, Liebling (May Spils, 1969) Night of Lust (José Bénazéraf, 1963) Night of the Felines (Noboru Tanaka, 1972) Nightmare 2 – Die Rache (Jack Sholder, 1985)
La nuit la plus longue (José Bénazéraf, 1965) Outland – Planet der Verdammten (Peter Hyams, 1981) Der Pate der Bronx (Demofilo Fidani, 1973) Polizeiruf 110 – Der scharlachrote Engel (Dominik Graf, 2004) Eine Pistole für Ringo (Duccio Tessari, 1965) Power Slide (Marran Gosov) Red Eye (Wes Craven, 2005) Der Richter, den sie Sheriff nannten (Yves Boisset, 1977) Der rote Kakadu (Dominik Graf, 2005) Roy Colt e Winchester Jack (Mario Bava, 1970)
Sarah (Daan Retief, 1975) Eine schmutzige Geschichte (Jean Eustache, 1978) Schulmädchen-Report 3. Teil – Was Eltern nicht mal ahnen (Hofbauer, Boos, 1971) Servo suo (Romano Scavolini, 1973) Sen-hime to Hideyori (Masahiro Makino, 1962) Sentimental Destinies (Olivier Assayas, 2000) Sehnsucht (Vojtěch Jasný, 1958) Der Sheriff (John Frankenheimer, 1970) Signs (M. Night Shyamalan, 2002) Söldner kennen keine Gnade (Tsui Hark, 1980)
Speed Racer (Andy Wachowsky, Larry Wachoswsky, 2008) Spetters – Knallhart und romantisch (Paul Verhoeven, 1980) Spiegelbilder (Robert Altman, 1972) Eine Stadt wird erpresst (Dominik Graf, 2006) Stoßtrupp Gold (Brian G. Hutton, 1970) Strictly Forbidden (Jack Deveau, 1974) Suicide Games in Casablanca (Jess Franco, 1984) Summer Night Fever (Sigi Götz-Rothemund, 1978) Die Sünderin (Willi Forst, 1950) Der Tag des Söldners (Mario Siciliano, 1983)
Tatort – Fortuna III (Wolfgang Becker, 1976) Tatort – Rache-Engel (Robert Sigl, 2005) Tatort – Zwei Leben (Wolfgang Staudte, 1976) Tender Flesh (Jess Franco, 1998) Theodora – Kaiserin von Byzanz (Riccardo Freda, 1954) Das Tier (Joe Dante, 1981) Todesgrüße aus Shanghai (Lo Wei, 1972) Tödlicher Segen (Wes Craven, 1981) Transport aus dem Paradies (Zbyněk Brynych, 1962) Treffer (Dominik Graf, 1984)
Trigger Man (Ti West, 2007) Tropische Sinnlichkeit (Armando Bo, 1964) Unbreakable (M. Night Shyamalan, 2000) Up the Junction (Peter Collinson, 1968) Valerie – Eine Woche voller Wunder (Jaromil Jires, 1970) Vampire gegen Herakles (Mario Bava, 1961) Die verborgene Festung (Akira Kurosawa, 1958) Verbotene Straße (Emilio Fernández, 1951) Viele kamen vorbei (Peter Pewas, 1956) The Village (M. Night Shymalan, 2004)
Vinyan (Fabrice Du Welz, 2008) Vital (Shinya Tsukamoto, 2004) Von Angesicht zu Angesicht (Sergio Sollima, 1967) Vor Sonnenuntergang (Gottfried Reinhardt, 1956) Der Weg, den wir nicht zusammen gehen (Dominik Graf, Martin Gressmann, 2009) Die Weibchen (Zbyněk Brynych, 1970) Das weiße Blatt (Olivier Assayas, 1994) Wenn du krepierst – lebe ich (Pasquale Festa Campanile, 1977) Wonnekloß (Marran Gosov, 1972)
You Are a Carrion And I Will Kill You (Manuel Esteba, 1972) Ein zarter Hals für den Henker (Riccardo Freda, 1956) Der Zerstörer (Norbert Meisel, 1975) Zeuge einer Verschwörung (Alan J. Pakula, 1973) Zum Zerreißen gespannt (John Berry, 1949) Die Zwangsjacke (William Castle, 1964) Zwei Kumpel in Tirol (Alois Brummer, 1978)
Die 10 besten Italowestern 2011: (Gesamt: 34 / alphabetisch geordnet)
10.000 blutige Dollar (Romolo Guerrieri, 1966) Django – Ich will ihn tot (Paolo Bianchini, 1968) Django – Sein Gesangbuch war der Colt (Lucio Fulci, 1967) The Man Who Killed Billy the Kid (Julio Buchs, 1967) Night of the Serpent (Giulio Petroni, 1970) El Puro (Edoardo Mulargia, 1969) Ringo kommt zurück (Duccio Tessari, 1966) Rocco – Ich leg dich um (Giuseppe Vari, 1966) Silbersattel (Lucio Fulci, 1978) Von Django mit den besten Empfehlungen (Nick Nostro, 1968)
Zurück nach vier Jahren Studium in England, wo alles noch so mondän poppig, friedlich und ace war, findet sich Marco (Paolo Turco), Sohn eines Kunststoff-Fabrikanten, im heimatlichen Italien aufgelöst zwischen ziellosem Studentenaufstand und zielloser Großbürger-Tristesse, “wie ein anachronistischer Candide”. Seine letzte Nacht in England verbrachte er noch auf einem Polizeirevier – wir erfahren nicht warum – zwischen Säufern, Hippies und reisenden Musikern, die den blassen Morgen streichen. Italien ist nach vier 60iger-Jahren jedenfalls nicht minder mondän, kann es sein. Motorräder, Kameras, Mode, kalter Sex, phlegmatische Gemeinheiten, Phrasen-Tennis, Verbilligung der Gefühle, Austreibung der Gefühle, Manufaktur der Gefühle, moralistische Unmoral, Kunstgewerbe, Kapitalismus, Chic, Lesben, Schwule, Pop-Art, Prinzipien der Lüge, Nagellack, Lachen, Plastics, inszenierter Dreck, Retorten-Ideologien, im Kreis fahren mit Auto und Motorrad, schwedische Sekräterinnen, Marketing, Prediger im Park, bankrotte Kleinunternehmer, bedröhnte Engel des Verfalls auf düsteren Parties, Obst klauende Herumtreiberinnen, Fotografinnen, Shareholding, Raserei im Regen, libidinöse Gärtner, Radio, reisende Hippie-Antiquare, Gewitter, Wald, Schrottplätze, Inzest, Kinder die vor einem Güterzug voller Rinder im Matsch spielen. Schein oder Täuschung vor, Wut oder Angst hinter der Kamera? Weiterlesen “Die vierte Wand (1969)” »
Ja, wenn man arcor.de Glauben schenken darf. Es würde sich hierbei um die derzeit einzige im Netz kursierende Aufnahme unseres großen “Ernst des Lebens” (1925 – 1984) handeln, dem Patron des Hofbauer-Kommandos, dem österreichischen Russ Meyer, dem türkischen Blake Edwards und dem Edgar G. Ulmer des deutschen Erotikfilms, auch bekannt als Herb Al Bauer und Ernest Hofbauer:
Es bleibt zu befürchten, dass sich auch in absehbarer Zeit die mysteriösen Nebelschwaden um die Person unseres Ernst nicht lichten werden – und ewig schwebten die Mythen…