Listen 2013

Wolf Children

Neues Jahr, neue Listen zum vergangenen Jahr. Diesmal sind die Jahres- und Entdeckungslisten 2013 direkt in einem Sammelbeitrag zusammen gefasst, um die üblichen zeitlichen Verschleppungen zu vermeiden. Wir freuen uns, dass Jochen Werner wie bereits letztes Jahr wieder dabei ist, und von den ET-Stammautoren Alex S. wieder in den Kreis der Listenbeiträger zurückkehrt, ebenso wie Sano, der zeitnah noch eine Liste nachliefern will. Es gibt aber auch einigen Schwund zu verzeichnen: Steffen Hildebrandt hat sein Medienpraktikum bei uns beendet, Hermann Nübetzki hält stur an seiner Abkehr vom Kino fest, und sogar Frauke lässt sich wegen angeblicher Prüfungsvorbereitungen diesmal entschuldigen. Ein bisschen was ist trotzdem wieder zusammen gekommen… Weiterlesen…

Gesammelte Jahreslisten 2012



Ähnlich wie die traditionell erst in den Januar hinein langsam erscheinenden Double Features bei Mubi oder der “World Poll 2012” bei Senses of Cinema, lassen wir uns gerne ein wenig Zeit mit unseren Jahreslisten, um sie dafür etwas ausufernder zu gestalten. Nachdem wir diesmal aber doch etwas stärker in zeitlichem Verzug sind, drehen wir die ET-Listen-Tradition um und präsentieren zuerst unsere Jahreslisten mit Favoriten des aktuellen Jahrgangs 2012 (maßgeblich ist dabei wie gehabt weder der viel Spannendes vermissen lassende reguläre deutsche Kinostartplan, noch beschränken wir uns streng auf die reinen weltweiten Premieren; Premieren-Überhänge aus 2011, die erst 2012 weitere Verbreitung fanden, sind nach jeweils eigenem Ermessen also auch inbegriffen), demnächst folgen dann noch 2012 erstmals gesehene Entdeckungen aus der zeitlich unbeschränkten Filmgeschichte.

Der Listenwahnsinn in unseren Jahreslisten 2011 fiel, auch durch ausführliche mitgelieferte Texte, derart extrem aus, dass der Beitrag seinerzeit tatsächlich den WordPress-Editor gesprengt hat und gar nicht mehr auf gewöhnliche Weise, sondern nur mit Umwegen und Tricks überhaupt fertiggestellt werden konnte. Eine Steigerung ist an diesem Punkt also schon technisch nicht mehr möglich, weshalb der diesjährige Beitrag zumindest im Vergleich etwas überschaubarer ausgefallen ist. Auch bedingt dadurch, dass einige bisherige Stammteilnehmer nicht mehr dabei sind. Außerdem wird Christoph seine Liste erst zu einem späteren Zeitpunkt nachliefern, und das Hofbauer-Kommando seinen Rückblick auf das aktuelle Jahr als separaten Artikel verfassen. Dafür freuen wir uns sehr, dass neben dem sich uns unabweisbar aufgedrängt habenden Hollywood-Nachwuchsreporter Steffen Hildebrandt diesmal erstmals auch Robert dabei ist, der seit 2012 fest zur ET-Autorenschaft gehört und zugleich einer der fleißigsten STBSchreiber ist. Ebenso sehr freuen wir uns, dass außerdem Jochen Werner (u.a. Perlentaucher und critic.de) quasi als Listen-Gastteilnehmer seine Top-50 beiträgt – eine spontane Idee, weil wir es schade gefunden hätten, wenn seine von uns immer sehr geschätzte Liste ansonsten nur einem kleinen Facebook-Zirkel vorbehalten geblieben wäre. So fand sich am Ende also doch wieder eine kleine Teilnehmerschar zusammen. Weiterlesen…

Lina

Man sagt, ich sei exhibitionisch. Jeder Schauspieler ist das – ich nehme das gerne an. Ich bin keine Heuchlerin.


Lina Romay ist tot. Rosa María Almirall Martínez ist tot. Candice und Candy Coster, Lulú Laverne und Jean Collins sind tot. Schon vor einer Woche gestorben. Am Fünfzehnten. Mit nur 57 Jahren. Was ist das für ein verqueres, für ein ungerechtes und ungeheuerliches Schicksal? Wir können nicht fassen, dass sie nicht mehr da ist. Dass sie nie wieder für ihren genialen Mann spielen wird. Dass sie uns nie wieder mit ihrer Furchtlosigkeit imponieren wird. Nie wieder verwirren wird mit ihrer unverwechselbaren, unbescheiblichen Mischung auf Schüchtern- und Verwegenheit. Dass jetzt schon Schluss ist. Mit melancholischen Vampir-Ladies, listigen Gangstermädchen, damsels in distress, entrückten Einzelgängerinnen und burschikosen Detektivinnen. Dass sie wirklich weg ist. Dass Jesus Franco, 81 Jahre alt, nun ganz allein ist. Dass er die Liebe seines Lebens verloren hat. Und den Engel, die Kurtisane, die Gattin, die Melodie, den Wind, das Fleisch, die Tochter, den Geist und das Lebenselixier seines Kinos, seit 40 Jahren. Wir fühlen auch mit ihm. Du warst immer eine richtige, propere Frau und doch auch ein kleines Mädchen, das mit großen Augen auf die fremden Städte und die bösen Männer guckte. Lina, wir haben auch oft über deine Tollpatschigkeit gespottet. Oder deinen Babyspeck. Aber du hast dich damit vor die Kamera gewagt, no matter what. Ich bewundere und beneide dich dafür. Exhibitionismus als Lebensauffassung, in Würde. Freiheit im Kino, durch das Kino, jenseits des Kinos. Du bist im Kino aufgegangen, hast dich ihm völlig hingegeben, warst die Flamme, die in einem rastlosen Kinoauge brannte. Das Vertrauen und die Leidenschaft, die du und Jesus in einander gefunden habt, hat euer einzigartiges Kino transzendiert. Du wirst uns für immer und ewig präsent sein, in über hundert Filmen, für die wir dir und Jess nie genug danken werden können. Du bist zu einer Frau geworden, ohne die wir nicht mehr sein könnten. Deine Filme füllen unser Herz. Danke, Lina.
Alles Gute da oben,
Christoph



Lina Romay. Danke für deine Filme. Danke dass du mit Franco gedreht hast. Danke dass du ihn inspiriert hast. Danke für 40 Jahre Kino. Ich muss gestehen ich war nie ein großer Fan von dir. Oder das, was man allgemein darunter versteht. Du hast nie zu meinen liebsten Schauspielern gehört, und warst nie ein Grund für mich einen Film zu sehen. All das hat sich jetzt schlagartig geändert. Denn ich erkenne nun: es stimmt nicht. Deine Auftritte bei Franco sind hypnotisch, bezaubernd, verspielt, stoisch, verletzlich, verschroben, unnahbar, direkt. Du hast, was man allgemein bei jedem wirklichen Kinostar entdecken kann: Ausstrahlung und Charisma, Leinwandpräsenz im Überschuß. Und du bist eine Ikone. Für eine Art von Kino, das es inzwischen kaum mehr gibt, und dass es zu jeder Zeit schwer hatte: das Kino der Hingabe. Hingabe an die Figur, Hingabe an die Szene, Hingabe an die Kamera. Ich denke an Schauspielerinnen wie Gena Rowlands bei John Cassavetes, Anna Thomson bei Amos Kollek, Arletty bei Marcel Carné. Denn das Mysterium des Ich, das Selbst das immer zurückbleibt, unaufgelöst, nicht im Film, nicht in der Rolle, nicht unterdrückt, sondern akzeptiert als Teil des Spiels, als etwas Paralleles das sich findet, das sich bestätigt, behauptet und auffüllt mit dem Moment der Entstehung. Dieses gleichzeitige Nebeneinander, das gilt für dein Schauspiel, für deine Existenz auf der Leinwand. Danke für diesen Kunstgriff den man nicht erlernen kann. Den man spüren muss, um ihn intuitiv als Beiprodukt dem Kino zuzuführen. Das ist die Magie. Und das ist vielleicht das wichtigste, als Schauspieler, alles was man geben kann. (Sano)


Gesammelte Jahreslisten 2011 – Die Enzyklopädie

Arrietty staunt über den eskalierenden Listenreichtum

Was lange währt, wird endlich gut? Wir hoffen es, wenn wir nun nach aufreibenden, von Zeitnot und ungeahnten Komplikationen geplagten Tagen endlich unseren diesjährigen Sammelbeitrag mit den Jahreslisten der aktuellen Filme 2011 veröffentlichen können (der auf unsere Entdeckungslisten 2011 in der Tradition der Gesammelten Jahreslisten 2010 folgt). Zum Ausgleich bemühen wir uns dabei endgültig um die Sprengung jeden herkömmlichen Rahmens.

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Ekstase 2011

Ältere Filme, erstmals gesehen: gesammelte Entdeckungslisten



In jährlicher Tradition (siehe 2009 und 2010) folgt hiermit unter neuem Motto auch für das Jahr 2011 eine Sammlung von filmischen Entdeckungen. Aus verschiedenen Gründen sind wir diesmal ein paar Tage später dran und leider ist auch ein Schwund bei der Teilnehmerzahl zu verzeichnen (möglicherweise gibt es zumindest noch eine Listen-Nachreichung), dafür haben sich die verbliebenen Teilnehmer mit umso umfangreicheren Beiträgen ins Zeug gelegt. Außerdem freuen wir uns ganz besonders, mit Christian bei dieser Gelegenheit einen neuen E-Träumer in unseren Reihen begrüßen zu dürfen. Die Jahreslisten mit unseren Favoriten des aktuellen Kinojahres folgen wie gewohnt in einigen Tagen. Weiterlesen…

Fantasy Filmfest 2011: Wertungen und Fazit

COLD FISH war tatsächlich der einzige Film des diesjährigen Fantasy Filmfestes, den alle vier Teilnehmer der ET-Wertungstabelle gesehen haben – und nachdem ihn auch noch alle vier toll fanden, schmückt er nun folgerichtig diesen endlich abgeschlossenen Beitrag, der nach Ende des Festivals und einer obligatorischen Verzögerungspause nun mit einer letztmalig aktualisierten und alphabetisch umsortierten Wertungstabelle sowie einem ausführlichen Fazit von zwei der Wertungsteilnehmer abgerundet wird.
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Frisches Autorenfleisch!

Eskamotierende Träume präsentiert: Frisch und frei mit Sven und Simon

Nachdem es uns im Rahmen unserer ET-Prominenzinitiative bereits gelungen ist, einen der größten noch lebenden deutschen Schriftsteller [und heimlichen Drahtzieher des Hofbauer-Kommandos] unter dem zaghaft-ominösen Pseudonym “Marian” beinahe unbemerkt in unsere Jagdgründe hineinzuschmuggeln (sehen Sie seine bisherigen, subversiven Ergüsse hier, hier, hier, – sowie die erste ET-Würdigung des göttlichen Jesus) und wir aus seinen gelehrigen und gelenkigen Schöpferhänden noch die ultimative Offenbarung zum größten deutschen Filmkunstwerk seit den Filmen der Gebrüder Skladanowsky zu empfangen hoffen, haben wir uns nun der sträflich vernachlässigten und der väterlichen Hand bedürfenden Zunft der hiesigen Filmschreiberlinge zugewandt, und gleich das Beste dieser Lande, die Crème de la Crème, die Sahnenkrone, die Schokoglasur des Kritikerolymps, ans verheißungsvolle, anheimelnde und verlockend-ruhmreich-gülden-glänzende ET-Ufer gezogen. Noch können wir unser Glück angesichts des erlauchten Zuwachses kaum fassen, denn es ist nicht zuviel versprochen wenn wir die Sache beim Namen nennen: Meistertexter – ja SIE sind es! Von den kühlen, sturmumtosten deutschen Waldwipfeln hinabgestigen in das urwüchsige Tal des Kinogenusses, von den den Geist erodierenden Höhen der Literatenkunst in die Wärme versprechenden Arme des Volkes, sprich: In das Land wo Milch und Schangel fließen, und sich Trash und Sleaze guten Morgen sagen.

Schon seit ungezähltem Jahr und Tag schielten wir begehrlich hinüber zu den fernen Ufern, von denen sich die deskriptive Ekstase dieser beiden gesegneten Talente in unsere beschaulichen Wiesengründe ergoß, jedoch: Sie schienen stets entrückt, unerreichbar, geradezu ephemer! Wiederholt boten sie ihre Schreibkraft NUR anderen feil!
Schlussendlich haben uns ihre üppigen Reize aber doch so ungestüm überkommen, dass wir mit unserer hymnischen Verehrung nicht länger hinterm Berg halten konnten, und unser jugendliches Begehren mit absoluter Wucht über die beiden Ahnungslosen hereinplatzte. Und wahrhaftig oh du unser aller Cinemenschenoheim: Die volkommene Erfüllung ward uns anheim gegeben! Es ward vollbracht!

Die Rede ist, Sie werden es gewiß längst erraten haben, von Simon Frauendorfer und Sven Safarow, den Siegfried und Roy der Filmkritik! Lange haben wir uns um sie reißen und auszehren müssen, lange zauderten und haderten sie mit der Aussicht, ihr Prestige durch das Auftreten in der zwielichtigen Furche einer Hintertreppen-Postille wie Eskalierende Träume zu gefährden. Doch letztendlich blieb ihnen keine Wahl: Sie konnten dem verführerischen Ruf des Hofbauern nicht länger widerstehen, und begaben sich nun als überschwänglich empfangene Gastautoren auf ihren Siegeszug in Richtung seines idyllischen Gehöfts, um die Felder des Seltenen, Schönen und Verschmähten reichlich zu bestellen.

Ja SIE sind es! Wahrhaftig! Die Götter der Deutschen Filmkritik! Hier auf Eskalierende Träume! Endlich! Fürwahr! So wie Sie SIE noch nie gelesen haben: Ganz privat und ganz persönlich! Kompromisslos, radikal, schonungslos offen. Schon sehr bald geht es los! Genießen nun auch SIE mit uns!

Deutsche Reihe und Hofbauer-Kommando kehren zurück!

Vor drei Monaten schien unsere Reihe mit deutschen Lieblingsfilmen wieder Fahrt aufzunehmen, doch das leidige Gesetz der kurz-aktiv-und-lang-pausiert-Zyklen sorgte schon bald darauf im kompletten April und Mai wieder für die gewohnte völlige Funkstille. Gemäß dem Zyklen-Gesetz folgt nun offenbar wiederum eine Phase der Motivation und des Besserungsversuchs, und so ist es nun hoffentlich zumindest für ein paar Wochen wieder vorbei mit der Ruhepause, jedenfalls stehen die Zeichen gut: Bereits seit gestern ist von Andreas eine beherzte Sichtungsempfehlung für und Annäherung an Rolf Olsens “übles und heuchlerisches” (Katholischer Filmdienst), halsbrecherisches und hochgradig exploitatives Kolportage-Meisterstück IN FRANKFURT SIND DIE NÄCHTE HEISS online. Weitere Texte werden in den kommenden Juni-Wochen folgen. Der längst überfällige Olsen-Durchbruch in der deutschen Reihe steht außerdem in Verbindung mit verstärkten Aktivitäten des Hofbauer-Kommandos, deren Kapitäne neue Manöver vorbereiten. Man darf wahlweise gespannt sein oder sich vor neuerlichen Blicken auf die Schmuddelseite der Medaille schaudern…

Nimmt Die Deutsche Reihe wieder Fahrt auf?

              

Etwas ruhig war es im letzten Jahr auf dem Blog scheinbar um die deutsche Reihe geworden. Doch hinter den Kulissen brodelte es weiter. Frei nach unserer eingangs postulierten Leitlinie die wirklich allerbesten deutschen Filmerzeugnisse für euch, liebe Leser,aus den Untiefen der deutschen Wegwerfproduktion zu Tage zu holen, gingen wir wiederholt in uns, und starteten mit Jesus Hilfe mitte Januar noch einmal richtig durch. Und siehe da – es soll keiner sagen gute Vorsätze würden auf diesem Blog grundsätzlich nicht eingehalten – der wahrhaft göttliche Franco gab uns Auftrieb. Seitdem hat sich unser allseits geliebter Sprachkünstler Christoph mit einer Besprechung eines Films des Außnahmekünstlers und Exiltschechoslowaken Zbyněk Brynych aus seiner deutschen Meisterwerkperiode der frühen 70er ein weiteres Mal offenbart, und unser nicht minder ambitionierter Exiljugoslawe Sano hat noch einmal den Produktions-Turbo ausgepackt und uns die vergangenen Wochen am laufenden Band mit Texten zu einem weiteren Exilanten, dem Bulgaren Marran Gosov mit seinem finalen Abgesang auf die hiesige Filmindustrie und die Ideale der 60er, einem der zahlreichen immer wieder aufs neue überraschenden Beiträge zum deutschen Kinderfilm à la Erich Kästner, dem vielleicht ultimativen Glanzlicht der Schwabing-Filme (wie uns Sano im übrigen glaubhaft versicherte die filmhistorisch bedeutendste Bewegung der 60er Jahre, noch vor der Nouvelle Vague) unter Moderegisseur Roger Fritz, sowie einer wahrhaftigen Offenbarung vor der Kinoleinwand und cineastischen Überwältigungsbombe von kubrickschen Ausmaßen unter der Regie von Eva Hiller, versüßt.

Das war aber noch lange nicht alles, und man darf gespannt sein, welchem Film die Ehre zuteil kommen wird, als Nummer 25 das erste Viertel der Marathonstrecke zu beschließen. Es stehen bereits einige Titel in den Startlöchern, und um die Plätze wird wie immer heftig gestritten und gefeilscht. Doch soviel darf verraten werden: der geneigte Leser wird sich auf noch mehr prickelnde Erotik und saftige Romantik freuen dürfen, denn in der deutschen Reihe wird endlich abgespritzt!

Nimmt die deutsche Reihe demnach weiter Fahrt auf? Wir sagen: Ja!

Erlöst Jesus die deutsche Reihe?

Neues Jahr, neues Glück? So hoffen wir jedenfalls, was unsere leider schon seit Längerem kläglich dahinsiechende Reihe mit deutschen Lieblingsfilmen angeht. Der Vorsatz fürs neue Jahr ist gefasst: ab jetzt wieder jede Woche ein neuer Text! Den Anfang dieses Wiederbelebungsversuchs macht nun unser bereits bei den FFF-Wertungen und den 2010-Jahreslisten in Erscheinung getretene Gastautor Marian, der zugleich neben Christoph und Andreas drittes Führungsmitglied des Hofbauer-Kommandos ist. Seine Wahl fiel auf einen Säulenheiligen vieler Eskalierender Träumer (und vor allem des Hofbauer-Kommandos), nämlich Jesús Franco Manera alias Jess Franco und dessen weithin unterschätzten, selbst unter Franco-Fans eher ungeliebten Film “Küss mich, Monster”. Man mag ähnlich wie bereits bei “Ich, ein Groupie” (und generell bei sehr vielen europäischen Produktionen dieser Zeit) darüber streiten, ob es sich bei dieser deutsch-spanischen Co-Produktion nun eher um einen deutschen oder spanischen Film handelt. Nachdem von Produktionsseite der deutsche Einfluss größer gewesen scheint und Deutsch auch häufig als Originalsprache angegeben wird (wobei es wie so oft in dieser Zeit eine Originalsprache im eigentlichen Sinn ohnehin nicht gegeben haben dürfte), sollte man trotz spanischen Regisseurs vermutlich einfach beides gelten lassen. Kurzum: hier geht es zum Text!