Heute um 20:15 in der ARD:
Polizeiruf 110: Cassandras Warnung
“Giallo a Monaco”

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“Giallo a Monaco”

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Allzu viel Neues und Weltbewegendes beabsichtigt dieser in Anbetracht des Anlasses fürwahr reichlich spät kommende Beitrag zur Berlinale 2011 nun nach einem halben Jahr gar nicht mehr zu liefern, eher ist es lediglich eine komplettistische Ergänzung und nach meinem Awards-und-Listen-Beitrag zum Filmfest München zudem der Versuch, eine neue Tradition zu etablieren, auf deren Basis sich zukünftig dann womöglich in dieser Form ein sonst hier zumeist scheiternder Festivalrückblick umsetzen lässt. Weiterlesen “Später Vogel sammelt Wurmkadaver: Berlinale 2011” »

Reden wir über Arthaus. Reden wir über Philosophie. Reden wir über Relevanz. Besser: reden wir über die Vorgaukelung all dessen. Reden wir über filmische Trickbetrügerei. Und einen ihrer begabtesten Vertreter.
Der Franzose Gaspar Noé ist so was wie ein Magier der Kinematographie. Besser: ein Illusionist, der mit der Trickapparatur des Kinos arbeitet.
Was er genau macht? In erster Linie manipuliert er Zuschauer, vorwiegend Kritiker und Filmwissenschaftler. Er zaubert Ideen in die Köpfe von Menschen. Es sind nicht die originellsten Ideen. Es sind nicht die cleversten Ideen. Es sind oftmals nur plumpe, persönliche Meinungen. Und die hat nun wirklich fast jeder. Aber wenn der Trick funktioniert, wenn die Bilder stark genug sind, kommen diese Ideen verdammt gut an. Nicht nur das, die Ideen scheinen sich im Kopf des Betrachters auf wundersame Weise zu einer ausgeklügelten Philosophie zu transformieren – was bleibt, ist bedeutungsschwangere Ehrfurcht und ehrfürchtige Verehrung.
Wie macht er das? Er selbst würde es uns natürlich niemals verraten. Zauberkünstler tun so etwas nicht. Da muss man schon selbst grübeln.
Weiterlesen “Der Hulk zerstört alles – Ein paar Worte über Gaspar Noé” »

Zum Abschluss meinerseits noch mal eine ordentliche Extrawurst (die eigentlich nur als kleines Extrawürstchen geplant war, aber irgendwie sind die begleitenden Ausführungen dann doch wieder viel länger als gedacht geworden), nämlich ein abschließendes Ranking von allen gesehenen Filmfest-München-Filmen, womit dann auch diejenigen Filme erfasst wären, die bislang in der Vorschau und den Kurzkommentare-Beiträgen Nummer 1, Nummer 2 und Nummer 3 nicht zur Sprache kamen. Weiterlesen “Filmfest München 2011: Listen- und Awards-Nachschlag” »

Bevor sich die Kräfte endgültig dem Ende neigen, und um das Ganze nicht ergebnislos ewig aufzuschieben, hiermit also ein doch nochmal etwas längerer abschließender Kurzkommentare-Beitrag meinerseits, wobei sich nach einigen Film- und Sektions-Betrachtungen dann in den letzten Absätzen des Beitrags ebenfalls recht ausführlich einige grundsätzliche Worte zum Festival in Erwiderung eines Beitrages von Rüdiger Suchsland anschließen. Weiterlesen “Filmfest München 2011: Kurzkommentare (3)” »

Wie schon befürchtet, wurde es nach dem ersten Versuch dann leider doch nichts mehr mit weiteren Kurzkommentaren während des Festivals. Dass es überhaupt zumindest einmal geklappt hat, verdankt sich in erster Linie auch nur dem Umstand, dass ich am entsprechenden Tag unerwartet und ungewollt viel früher als geplant aufgewacht bin. Ansonsten waren die anderen Tage von früh bis spät mit Sichtungen verplant, hin und wieder zwar mit angenehmerweise etwas längeren Pausen für Essen, etwas Entspannung und das ein oder andere Gespräch mit alten und neuen Bekannten, aber an schriftliche Ergüsse war da, zumal ohne technische Voraussetzungen, nicht zu denken. Und wenn dann spätabends und morgens zudem noch Anfahrtszeit drauf geht, ist man in erster Linie froh, wenn man überhaupt etwas Schlaf abbekommt. Alles andere kommt danach.
Wie andere das hinbekommen, während eines Festivals was zu schreiben, war mir schon immer ein Rätsel. Man müsste vermutlich geübter Filmjournalist sein (bin ich nicht und habe ich auch nicht vor zu werden, fahre aus anderen Gründen zu Festivals, habe daher aber halt auch keinen zur Produktivität zwingenden Berichterstatterdruck), bräuchte im positiven Sinne Schreibroutine (Fehlanzeige), sollte die Bereitschaft haben, notfalls zugunsten eines Textes auch mal einen Film auszulassen (habe ich nicht), und es könnte wohl auch nicht schaden, sich während oder unmittelbar nach einem Film ein paar Notizen zu machen (habe ich noch nie getan). Das Fehlen einer disziplinierten Zeitorganisation und die insbesondere in der unmittelbaren Post-Festival-Phase hoffnungslos aufgebrauchte Energie und Motivation geben dem Vorhaben namens Festival-Bericht dann zuverlässig jedes Mal aufs Neue den Rest. Nachdem ich aber gar nicht über das eigene (sozusagen) Freizeit-Vorhaben-Versagen jammern will, sondern nur ein paar Erklärungen zu diesem offenkundig durchaus ET-typischen Phänomen liefern wollte, versuche ich jetzt – um das Ganze nicht wieder gänzlich kümmerlich versanden zu lassen – wenigstens retrospektiv nochmal ein paar diesmal eher lose als Fließtext gebündelte Notizen festzuhalten, die meinerseits noch von einem weiteren Kurzkommentare-Beitrag sowie einem Fazit-Listen-Beitrag gefolgt werden, und darüber hinaus hoffentlich auch noch von einem in Arbeit befindlichen längeren Rückblick von Christoph. Weiterlesen “Filmfest München 2011: Kurzkommentare (2)” »

Hiermit also doch nochmal ein Versuch, zwischendurch zumindest ein paar kurze Kommentare und Notizen zu ein paar Filmen festzuhalten. Vielleicht bleibt es diesmal ja nicht nur bei der ersten Ausgabe, aber versprechen lässt sich unter den gegebenen Bedingungen beim besten Willen nichts. Weiterlesen “Filmfest München 2011: Kurzkommentare (1)” »

Das 29. Filmfest München findet von 24.6. bis 2.7.2011 statt. Infos: Homepage.
Nach der ersten Enttäuschung über einige im Programm fehlende Filme, auf die ich gehofft hatte, macht sich nach genauerem Durchstöbern des Filmangebots bei mir kurz vor dem Festivalstart doch zunehmend gespannte Vorfreude breit, zumal sich angesichts des schieren Umfangs und der Vielfalt des Programms einmal mehr genug Spannendes finden dürfte, um die acht Festivaltage mühelos auf interessante Weise auszufüllen. Nachdem es uns wohl auch diesmal nicht gelingen wird, während des Festivals mehr als bestenfalls ein paar sporadische Satzfetzen über die gesehenen Filme zu verlieren (schon aus zeitlichen und organisatorischen Gründen, aber es ist freilich auch eine Frage der Prioritäten und externer Verpflichtungen, die ich dankenswerterweise nicht habe und deshalb zugegebenermaßen bei randvollem Angebot im Zweifelsfall schlichtweg lieber einen Film mehr sehe, als stattdessen darüber zu schreiben), versuche ich mich zum Ausgleich wenigstens an ein paar Vorab-Betrachtungen zum Programm, zumal ich nicht zuletzt dank der letztjährigen Viennale auch bereits den ein oder anderen Film gesehen habe und auch sonst vielleicht ein paar Filme auf meiner Sichtungsliste stehen, die in den meisten Berichterstattungen weder vorher noch nachher viel Aufmerksamkeit bekommen dürften. Daher nachfolgend ein paar ausgesprochen subjektive Einschätzungen und Mutmaßungen zu den einzelnen (wichtigsten) Programmsektionen… Weiterlesen “Filmfest München 2011: Warm-Up & Vorab-Überblick” »

Das Filmmuseum Wien hat sich für den ausklingenden Frühling ein besonders schmackhaftes Programm einfallen lassen. Zwei Reihen zu italienischem und französischem Kino, die eine Reise zur österreichischen Metropole während der kommenden Wochen fast aufzudrängen scheinen. Das erste Programm mit dem Titel La Storia. Visionen der Geschichte Italiens das am 12. Mai seinen Anfang nahm und sich bis 19. Juni erstreckt, wird von Olaf Möller kuratiert und beschäftigt sich mit der filmischen Abbildung und Verhandlung der Vergangenheit Italiens durch die italienische Filmgeschichte. Indem eine erweiterte Auffassung des Historienfilms zugrundegelegt wird handelt es sich bei einigen der 33 Filme – deren Produktionsdaten von 1920 bis 2010 reichen – auch um (damals) gegenwärtige Reflexionen die vor allem ihre eigene Zeit wiederzuspiegeln scheinen. Es geht in dieser Verflechtung von Zeitebenen also wohl vor allem um die Konstruktion von Geschichte selbst. im Ankündigungstext heißt es dazu:
Dank der patriotischen Vereinigung des Landes im Zuge des „Risorgimento“ stand 1861 zum ersten Mal seit den alten Römern wieder ein nationales Gebilde namens „Italia“ auf der Landkarte. Ein Ganzes wurde es aber erst 1870/71 mit der Einnahme und Hauptstadtwerdung Roms; und folgt man gewissen irredentistischen Bewegungen, dann wurde das Risorgimento – wenn überhaupt – erst mit dem Ende des „Großen Kriegs“ 1918 vollendet. Heute, im 150. Jahr nach der Staatsgründung, wirkt Italien immer noch ähnlich zerbrechlich wie in den Anfangstagen. In der ersten Sitzung des gesamtitalienischen Parlaments soll der konservative Politiker und Schriftsteller Massimo d’Azeglio gesagt haben, dass es nun zwar einen italienischen Staat gebe, dessen Bewohner, die Italiener, allerdings erst geschaffen werden müssten. Weiterlesen “Filmmuseum Wien im Mai und Juni” »
In Berlin findet zur Zeit (13. – 20. April) zum siebten mal das Filmfestival achtung berlin statt, in dem Filme mit aktuellen sowie historischen Bezügen zu Stadt und Leuten vorgestellt werden. Neben verschiedenen Wettbewerbsreihen mit zahlreichen neueren Arbeiten, wie z.B. Adams Ende, Papa Gold, dem Director’s Cut von RP Kahls 90er Jahre Kultfilm Angel Express, oder den beiden Dokumentarfilmen Gangsterläufer von Christian Stahl und 9 Leben von Maria Speth, sticht für mich vor allem die Zusammenstellung der Retrospektive-Reihe heraus. Unter dem Motto Musik – Stadt – Berlin werden ab Freitag in verschiedenen Berliner Festivalkinos annähernd 30 verschiedene Produktionen von den 50ern bis in die Gegenwart zu sehen sein. Das Besondere: Vom Experimentalfilm, über das Musikvideo und die Fernsehshow bis zu Spiel- und Dokumentarfilm und deren Mischformen reichen die zwischen 2 und 136 Minuten langen Filme – und das meißte (wenn nicht gar alles?) wohl tatsächlich als Vorführung von originalem 16 und 35mm Filmmaterial. So scheint es jedenfalls das Gespräch mit den beiden Sektionsleitern Florian Wachinger und Christine Kisorsy nahezulegen, denen man in einem kompakten und informativen Videobeitrag des Festival-TV über die Konzeption und Auswahl der Reihe zusehen kann, wobei man außerdem erfährt dass sich die Organisatoren neben der reinen Filmpräsentation auch um illustre Gäste bemüht haben. So wird man zu einigen Vorführungen teilweise mit den entsprechenden Filmemachern oder Darstellern rechnen dürfen, und – für mich als absolutes Higlight – bei dem 50er Jahre Musikfilm … und abends in die Scala der CCC-Film Produzentenlegende Artur Brauner begegnen können.
Ein genauerer Blick auf die Film- und Stabsangaben der Reihe lässt jedes Cineastenherz höher schlagen und zeigt auf, dass bei der Auswahl mit klarem Blick und viel Leidenschaft gearbeitet wurde. So begegnen sich hier Ost und West Jahrzehnte umspannend in Form des DEFA-Unterhaltungsfilm Revue um Mitternacht und der 80er Jahre Produktion White Star von Roland Klick, treffen Künstlerportraits von Manfred Krug, den Ärzten oder Nick Cave auf Dokumentationen der Ost- und Westberliner Jazzszene, der Ursprünge des Krautrock und die jüngere Technoszene des wiedervereinigten Berlin. Und als wenn das nicht schon genug wäre, handelt es sich bei einigen der Filme um weniger bekannte frühe Arbeiten von Hansjürgen Pohland, Jörg Buttgereit und Wolfgang Büld, der bereits vor der hier gezeigten experimentellen Musikvideokompilation Berlin Now (1985, mit Aufnahmen von Einstürzende Neubauten, Mona Mur, Matador, Die Haut, u.a.) während der späten 70er und frühen 80er einige Musikdokumentationen über Punk, Reggae, Rock und NDW gedreht hatte. Alles in allem bleiben bei dieser Reihe wahrscheinlich wenig Wünsche offen und wenn ich zur Zeit in Berlin wäre, würde ich die kommenden Tage mit Sicherheit in den Abspielstätten der Retrospektive verbringen. Mein Tipp: hingehen!