Dostoevsky’s Travels (1991) oder Rette uns, Dimitri!

Dimitri Dostojewski ist der Urenkel des großen russischen Schriftstellers gleichen Namens. Drüben in der zerfallenden Sowjetunion ist er ein arbeitsloser Straßenbahnfahrer. In Europa hingegen ist er nicht nur der letzte Nachkomme, sondern auch ein Platzhalter für die viel besungene russische Seele und alles, was sonst so gut ist an der Russiana! Er, der Pragmatiker mit dem zaghaften Gemüt, wird von der schleswig-holsteinischen Dostojewski-Gesellschaft als “Experte” geladen, um fachkundige Vorträge über Literatur und Gesellschaft zu halten; er wird durch diverse Empfänge und Diskussionsrunden geschleift, weil sich die Menschen Antworten erhoffen, was mit diesem großen Land geschehen wird, wohin es steuert (doch hoffentlich Richtung Demokratie) und ob die Lektüre des ehrenwerten Fjodor das russische Volk wird erretten können; und außerdem weil sein Name, ach, dieser Name, so schön funkelt. Und dabei will Dimitri doch nur einen Mercedes kaufen.
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Neue Weltordnung – ein Dialog mit Lutz Dammbeck…

Lutz Dammbeck
© Lutz Dammbeck Filmproduktion

…über seinen Film Overgames als nicht abgeschlossene Ermittlung und die Tücken der Fernsehkoproduktion.
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Filmemachen ohne Regeln – Dog Eat Dog (2016)


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Golan: A Farewell to Mr Cinema (2015)

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Screenshot Youtube Menahem Golan
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100 Deutsche Lieblingsfilme #59: Metropolis (1984)

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„Eines schönen Tages erschien ein freundlicher Mann, der sich bescheiden als Giorgio Moroder vorstellte, bei Enno Patalas, dem Leiter des Münchner Filmmuseums. Er erzählte, daß er Komponist sei und sich für die Vertonung von Stummfilmen interessiere, es fehle ihm nur der geeignete Film. Ahnungslos und erfreut über das seltene Interesse breitete Patalas, der noch an das Gute im Komponisten glaubte, die Perlen der Filmkunst vor ihm aus und schlug ihm “Metropolis” vor. Das Ton-Drama nahm seinen Disco-Lauf.“

Robert van Ackeren im SPIEGEL
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100 Deutsche Lieblingsfilme #58: He Joe (1966)

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Samuel Beckett hat mit dem 1965 erschienenen, puritanisch betitelten Film (Regie: Alan Schneider) zum ersten Mal ein Drehbuch geschrieben. Sein erster Kinoausflug, ein Stummfilm mit einem alternden Buster Keaton, der die meiste Zeit nur von hinten zu sehen ist, sollte auch sein letzter sein. Aber der Film ließ ihn nicht los. Im Jahr der Premiere hat Beckett dem Süddeutschen Rundfunk (SDR) angeboten, ein Fernsehspiel zu inszenieren. Das Ergebnis wurde 1966 zu Becketts sechzigstem Geburtstag gesendet: He Joe, ein dreißigminütiger Kurzfilm in Schwarzweiß, mit einem schweigenden Hauptdarsteller und einer unsichtbaren Frauenstimme, die ihm zuflüstert.
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goEast 2016: Die letzte amerikanische Nacht des Andrzej Z.

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© goEast Filmfestival
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Dr. Mabuse und seine Zeit. Eine deutsche Chronologie (2016)

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Ein Hinweis in eigener Sache. Mein Essay zu Dr. Mabuse ist beim Peter Lang Verlag erschienen.

Alexander Kluge hat einmal geschrieben, dass das „Prinzip Kino“ über das Kino und seine technischen Aspekte hinausgeht. Genauso geht auch das „Prinzip Mabuse“ über die Figur des luxemburgischen Schriftstellers Norbert Jacques hinaus. Längst hat sich die Figur, dank dem Kino, verselbständigt und ihren ursprünglichen Bedeutungshorizont verlassen.
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Le Foto di Gioia (1987)

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In dem Interviewband Spaghetti Nightmares sagt Luigi Montefiori aka George Eastman über seine Zusammenarbeit mit Lamberto Bava: „Lamberto is a fairly good director but I only acted in Blastfighter and Le Foto di Gioia to make money. I don’t think much of either film, though I’ll admit the former had more originality and style.“
Harte Worte von einem Mann, der behauptet, sein Drehbuch zu Joe D’Amatos Sesso nero (1980) basiere auf Max Frischs Homo Faber. Und auch wenn er nicht ganz Unrecht hat, markiert Lamberto Bavas Spätachtziger-Giallo mit Serena Grandi doch eine Art Zäsur in seinem filmischen Schaffen. Nach diesem Film sollte er sich mit einigen interessanten, doch selten gewordenen Fernsehfilmen künstlerisch emanzipieren.
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100 Deutsche Lieblingsfilme #57: Die 1000 Augen des Dr. Mabuse (1960)

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„Der berühmte Druck auf den Knopf. Ich hätt’s getan!“
„Sie sind wahnsinnig!“
„Vielleicht. Aber wo ist die Grenze?“

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