Heute um 20:15 in der ARD:
Polizeiruf 110: Cassandras Warnung

„Giallo a Monaco“


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Später Vogel sammelt Wurmkadaver: Berlinale 2011



Allzu viel Neues und Weltbewegendes beabsichtigt dieser in Anbetracht des Anlasses fürwahr reichlich spät kommende Beitrag zur Berlinale 2011 nun nach einem halben Jahr gar nicht mehr zu liefern, eher ist es lediglich eine komplettistische Ergänzung und nach meinem Awards-und-Listen-Beitrag zum Filmfest München zudem der Versuch, eine neue Tradition zu etablieren, auf deren Basis sich zukünftig dann womöglich in dieser Form ein sonst hier zumeist scheiternder Festivalrückblick umsetzen lässt. Weiterlesen “Später Vogel sammelt Wurmkadaver: Berlinale 2011” »

Naked (1966)



Fünf Männer und eine Frau, allein im tropischen Sumpf. Sie hat es auf einen von ihnen abgesehen, die anderen vier auf sie. Sie kriegt ihn, aber wer kriegt sie? Weiterlesen “Naked (1966)” »

Filmfest München 2011: Listen- und Awards-Nachschlag



Zum Abschluss meinerseits noch mal eine ordentliche Extrawurst (die eigentlich nur als kleines Extrawürstchen geplant war, aber irgendwie sind die begleitenden Ausführungen dann doch wieder viel länger als gedacht geworden), nämlich ein abschließendes Ranking von allen gesehenen Filmfest-München-Filmen, womit dann auch diejenigen Filme erfasst wären, die bislang in der Vorschau und den Kurzkommentare-Beiträgen Nummer 1, Nummer 2 und Nummer 3 nicht zur Sprache kamen. Weiterlesen “Filmfest München 2011: Listen- und Awards-Nachschlag” »

Filmfest München 2011: Kurzkommentare (3)



Bevor sich die Kräfte endgültig dem Ende neigen, und um das Ganze nicht ewig aufzuschieben, hiermit also ein doch nochmal etwas längerer abschließender Kurzkommentare-Beitrag meinerseits, wobei sich nach einigen Film- und Sektions-Betrachtungen dann in den letzten Absätzen des Beitrags ebenfalls recht ausführlich einige grundsätzliche Worte zum Festival in Erwiderung eines Beitrages von Rüdiger Suchsland anschließen. Weiterlesen “Filmfest München 2011: Kurzkommentare (3)” »

Filmfest München 2011: Kurzkommentare (2)



Wie schon befürchtet, wurde es nach dem ersten Versuch dann leider doch nichts mehr mit weiteren Kurzkommentaren während des Festivals. Dass es überhaupt zumindest einmal geklappt hat, verdankt sich in erster Linie auch nur dem Umstand, dass ich am entsprechenden Tag unerwartet und ungewollt viel früher als geplant aufgewacht bin. Ansonsten waren die anderen Tage von früh bis spät mit Sichtungen verplant, hin und wieder zwar mit angenehmerweise etwas längeren Pausen für Essen, etwas Entspannung und das ein oder andere Gespräch mit alten und neuen Bekannten, aber an schriftliche Ergüsse war da, zumal ohne technische Voraussetzungen, nicht zu denken. Und wenn dann spätabends und morgens zudem noch Anfahrtszeit drauf geht, ist man in erster Linie froh, wenn man überhaupt etwas Schlaf abbekommt. Alles andere kommt danach.
Daher nun rückblickend nochmal ein paar diesmal eher lose als Fließtext gebündelte Notizen, die meinerseits noch von einem weiteren Kurzkommentare-Beitrag sowie einem Fazit-Listen-Beitrag gefolgt werden, und darüber hinaus hoffentlich auch noch von einem in Arbeit befindlichen längeren Rückblick von Christoph. Weiterlesen “Filmfest München 2011: Kurzkommentare (2)” »

Filmfest München 2011: Kurzkommentare (1)

Hiermit also doch bereits während des Festivals der Versuch, zwischendurch zumindest ein paar kurze Kommentare und Notizen zu ein paar Filmen festzuhalten. Weiterlesen “Filmfest München 2011: Kurzkommentare (1)” »

Filmfest München 2011: Warm-Up & Vorab-Überblick



Das 29. Filmfest München findet von 24.6. bis 2.7.2011 statt. Infos: Homepage.

Nach der ersten Enttäuschung über einige im Programm fehlende Filme, auf die ich gehofft hatte, macht sich nach genauerem Durchstöbern des Filmangebots bei mir kurz vor dem Festivalstart doch zunehmend gespannte Vorfreude breit, zumal sich angesichts des schieren Umfangs und der Vielfalt des Programms einmal mehr genug Spannendes finden dürfte, um die acht Festivaltage mühelos auf interessante Weise auszufüllen. Nachdem während des Festival kaum Zeit für eine schriftliche Aufarbeitung bleiben dürfte (dafür aber vielleicht hinterher), versuche ich mich zum Ausgleich wenigstens an ein paar Vorab-Betrachtungen zum Programm, zumal ich nicht zuletzt dank der letztjährigen Viennale auch bereits den ein oder anderen Film gesehen habe und auch sonst vielleicht ein paar Filme auf meiner Sichtungsliste stehen, die in den meisten Berichterstattungen weder vorher noch nachher viel Aufmerksamkeit bekommen dürften. Daher nachfolgend ein paar ausgesprochen subjektive Einschätzungen und Mutmaßungen zu den einzelnen (wichtigsten) Programmsektionen… Weiterlesen “Filmfest München 2011: Warm-Up & Vorab-Überblick” »

Schwarzer Samt (1976)

„Der Samt, auf dem die Lust und die Laster der Menschheit liegen, ist so schwarz wie die Nacht.“

Die einzeln verstreuten Bewohner eines ägyptischen Dorfes am Nilufer ragen schweigend in einem Beinahe-Halbkreis der Kamera entgegen, in unterschiedlichen Entfernungen. Fast scheint es, als starrten sie, wissend, geradewegs in die Kamera. Einer von ihnen löst sich aus der Reihe, geht zu auf eine maurisch gebaute Burg, auf einem Hügel, der sich hinter dieser Versammlung erhebt. Im Bild ist das streng arrangiert, gewinnt dem Szenario den maximalen unwirklichen Effekt einer geheimnisvollen Zeremonie ab, weckt Reminiszenzen ans Monumentalkino, an Alejandro Jodorowskys MONTANA SACRA, natürlich den Italowestern oder auch, wie anderorts einmal von irgendjemandem behauptet, 2001: A SPACE ODYSSEE. Der Film verirrt sich später nie wieder zurück zu der Transparenz, zu dem Konkreten dieser Anordnung: Sie ist nur ein hinterlistiges und vielleicht auch generisches Prelude für die kommende Geschichte der neokolonialistischen geistigen Ausbeutung eines Landes durch die sexuelle Selbstausbeutung der Besatzer. Anders: Dieses Prelude verurteilt von vornherein alles Kommende zu einer Farce in seinem bis zur Grenze des Surrealismus überhöhten Exotismus. Ein erotisches Orientmärchen, das ist es nicht, was Brunello Rondi, der undurchsichtige und mysteriöse Schöpfer dieser riskanten Bilder möchte. Die Melodie klingt schließlich mit einem dissonanten Akkord aus: Wir stehen ganz plötzlich im Badezimmer der britischen Filmdiva Crystal, die in dieser Burg lebt, so, wie man es von einem Star im Exil erwartet. Das Klirren ihrer abgesetzten Teetasse beendet das Prelude. Was nun beginnt ist – ja, was ist es eigentlich? Weiterlesen “Schwarzer Samt (1976)” »

Directed by Robert Hampton #5:
Geheimauftrag CIA – Istanbul 777 (1965)

„Die beiden berühmten Wissenschaftler Bolz und Schwartz sind nach dem Krieg nach Frankreich geflohen und befinden sich jetzt in einer äußerst bedrohlichen Situation. Der französische Geheimdienst ist diesen beiden ehemaligen Mitarbeitern von Hitlers Atomzentrale Peenemünde auf den Fersen. Doch auch der israelische Geheimdienst ist hinter ihnen her. Um alles in der Welt muss verhindert werden, dass mit ihrer Hilfe den Ägyptern die Atombombe in die Hände gerät!
Eine wilde, unglaubliche Verfolgungsjagd aller gegen alle beginnt…“

(Covertext der Kaufkassette von „Vision Video Selection“)

Soviel und doch so wenig verspricht also der unvergleichlich charismatische Klappentext der deutschen Videokassette. Der Film selbst platziert sich mit der Anlage seiner im Film selbst kaum präsenten atomaren Weltbedrohung noch deutlicher in der Nähe der James Bond-Filme, stellt dabei aber zugleich ein ausgesprochen kühles Desinteresse an den in dieser Inhaltsangabe geschilderten Aktionen und deren Antrieb aus. Ein Desinteresse, dessen Proportionen Staunen machen, dass Riccardo Freda zwei Jahre später tatsächlich noch einen weiteren Teil der insgesamt sechs Filme umfassenden Reihe um den CIA-Agenten Francis Coplan (in der deutschen Fassung Jeff Collins, im Nachfolgefilm Frank Collins) inszenierte – erstaunlich sowohl von Seite des offensichtlich vom Stoff selbst wenig begeisterten Regisseurs, als auch von Seite des offenbar entweder von Gutgläubigkeit oder Blindheit geschlagenen Produzenten Robert de Nesle.

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