Langfassung der Entdeckungsliste (Andreas)

4 x 10+ = das Entdeckungsjahr 2010 in vier 10er-Listen plus Ergänzungen

Ältere Filme, erstmals gesehen: Entdeckungen 2010 – es handelt sich um die ausufernde, maßlose, unbeherrschte Langfassung meiner Liste aus diesem Sammelposting. Und dieser Beitrag hier ist nicht nur eine Ergänzung, sondern eine Komplettfassung, insofern überschneidet er sich natürlich zu großen Teilen mit dem Sammelposting. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der nachfolgende Beitrag lediglich für Listen-Fetischisten und besonders Unerschrockene geeignet sein dürfte. Obwohl ich sehr, sehr vieles aussortiert habe, ist die Auswahl noch immer ziemlich wahnwitzig, was gewissermaßen dann aber eben doch recht gut dem Sichtungsjahr entspricht. Irgendwann hatte ich auch einfach keine Zeit, Lust und Nerven, noch weitere Aussiebungsrunden durchzuführen. Und nach einer Weile wird das Erstellen einer solchen Extended-Liste dann bei allem eigentlich antreibenden Spiel & Spaß dann doch dermaßen enervierend, dass man irgendwann einfach nur noch den ganzen Kram fertig stellen und loswerden möchte. Zumindest ging’s mir in diesem Fall so. Insofern fehlt bestimmt noch immer einiges (manches ganz bewusst, andereres vielleicht nur aus Versehen), manch anderes hätte man vielleicht auch durchaus noch rausschmeißen können, aber egal: passt schon alles irgendwie so. Dass die Filme mitunter aus sehr unterschiedlichen Gründen und aus sehr unterschiedlichen Kontexten heraus auf der Liste gelandet sind (z.B. würde man angesichts meiner Vorliebe für Sleaze, Trash und mitunter Schlock wohl kaum vermuten, dass ich zu den wenigen Menschen auf diesem Planeten gehöre, die im berühmt-berüchtigten MANOS keine Spaßgurke, sondern tatsächlich einen auf äußerst eigenwillige, inspirierte Weise interessanten, guten Film sehen, der aber von konventionellen Qualitäts-Kriterien natürlich denkbar weit entfernt ist), dürfte sich von selbst verstehen, lässt sich im Rahmen einer solch umfassenden Liste aber natürlich leider in keiner Weise transparent machen (dazu bräuchte es wohl ein riesiges begleitendes Handbuch ;)). Und ja, das ist schon alles ziemlich pervers, hier werden diesmal halt keine halben Sachen gemacht, sondern es wird richtig ausgeholt. Insofern geht’s nun auch gleich in die Vollen…

10 entdeckte Regisseure (Bedingung: jeweils mindestens drei gesehene, sehr geschätzte, neu entdeckte Filme in diesem Jahr), jeweils drunter dann meine drei zugehörigen Lieblingsfilme (bei Hofbauer und Franco musste ich auf vier aufstocken, nicht zuletzt wegen der im Vergleich zu den anderen Regisseuren deutlich höheren Anzahl gesehener Filme):

* Rogério Sganzerla
Copacabana mon amour
The Woman of Everyone
Sem Essa, Aranha

* Susumu Hani
Das Mädchen Nanami
Sie und Er
Die Bewährung

* Helmut Dziuba
Sabine Kleist, 7 Jahre
Der Untergang der Emma
Als Unku Edes Freundin war…

* Zbyněk Brynych
Engel, die ihre Flügel verbrennen
Oh Happy Day
Mravenci nesou smrt

* Ernst Hofbauer
Wenn die prallen Möpse hüpfen
Erotik im Beruf – Was jeder Personalchef gern verschweigt
Schwarzer Markt der Liebe
Was Schulmädchen verschweigen

* Ernst Ritter von Theumer
Ich, die Nonne und die Schweinehunde
Der Irre vom Zombiehof
Camp der Verdammten

* Rolf Olsen
Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn
Auf der Reeperbahn nachts um halb eins
Das Stundenhotel von St. Pauli

* Siegfried A. Fruhauf
Mirror Mechanics
Palmes d’Or
Exposed

* Raymond Depardon
San Clemente
Afrika: Was machen die Schmerzen?
New York, NY

* Yasujiro Shimazu
The Trio’s Engagement
The Lights of Asakusa
So Goes My Love

Lediglich von Hofbauer und Olsen kannte ich vorher schon Filme, entdeckte aber erst dieses Jahr wirklich ihr Werk in größerem Umfang. Hinzu kommen außerdem zwei Filmemacher, von denen ich vorher schon eine ganze Menge kannte und sie zu meinen Favoriten zählte, jedoch 2010 noch einmal neue Facetten und vor allem einige neue Lieblingsfilme aus ihrem Werk kennen lernte, so dass eine gesonderte Nennung durchaus gerechtfertigt ist:

* Jess Franco
Die Sklavinnen
Küss mich, Monster
Lolita am Scheideweg
Jungfrau unter Kannibalen

* Rainer Werner Fassbinder
Rio das Mortes
Querelle
Wildwechsel

Einzelfilme: 10 herausragende Entdeckungen (fett markiert) mitsamt haufenweise spaßeshalber assoziativ zugeordneten zusätzlichen Entdeckungen:

Serenade für zwei Spione (Michael Pfleghar)
Häschen in der Grube (Roger Fritz)
Sukkubus – Den Teufel im Leib (Georg Tressler)
Der wilde Blonde mit der heißen Maschine (Adrian Hoven)
Bengelchen liebt kreuz und quer (Marran Gosov)
Vanessa (Hubert Frank)
Madame und ihre Nichte (Eberhard Schröder)
Im Schloss der blutigen Begierde (Adrian Hoven)
Jerry Cotton: Der Tod im roten Jaguar (Harald Reinl)
Noch minderjährig (Georg Tressler)
Das zweite Gesicht (Dominik Graf)
Liebe, so schön wie Liebe (Klaus Lemke)
Jagdszenen aus Niederbayern (Peter Fleischmann)
Paul (Klaus Lemke)

Le départ (Jerzy Skolimowski)
Dealer Connection (Enzo G. Castellari)
Ratsy (Francisco Lara Polop)
Kommissar X – In den Klauen des goldenen Drachen (Gianfranco Parolini)
Samurai Cop (Amir Shervan)
Die Brut des Bösen (Christian Anders)
Blutrausch der Zombies (León Klimovsky)
Frankenstein ’80 (Mario Mancini)
Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein (Al Adamson)
Dolemite (D’Urville Martin)
Fire Syndrome (Tobe Hooper)
Wie treu ist Nik? (Eckhart Schmidt)
Bruce Lee gegen die Supermänner (Chia Chun Wu)

Nachtlied des Hundes (Gábor Bódy)
Tanzender Habicht (Grzegorz Królikiewicz)
Krieg der Welten – Das nächste Jahrhundert (Piotr Szulkin)
Igla – Die Nadel (Raschid Nugmanow)
Ich, die Gräfin (Petar Popzlatev)
Aufstieg (Larissa Schepitko)
Die Legende der Festung Suram (Sergej Paradshanow, David Abaschidse)
Überall ist es besser, wo wir nicht sind (Michael Klier)
Die Frau und der Fremde (Rainer Simon)

O Sangue (Pedro Costa)
Killed the Family and Went to the Movies (Júlio Bressane)
Das Mädchen, das ich wegwarf (Kiriro Urayama)
Letter to the Prison (Marc Scialom)
Kasaba (Nuri Bilge Ceylan)
D’Est (Chantal Akerman)
Arcana (Giulio Questi)
Stimmen in der Zeit (Franco Piavoli)
Prof. Bernhards Eisenbahnfilm (Dietmar Brehm)
Crystal Voyager (David Elfick)
Pacific 231 (Jean Mitry)

Stille Tage in Clichy (Jens Jørgen Thorsen)
Dionysus (Brian De Palma)
The Telephone Book (Nelson Lyon)
Naomi, die Unersättliche (Yasuzo Masumura)
Delitto carnale (Cesare Canevari)
Was? (Roman Polanski)
Little Tony (Alex Van Warmerdam)
Der Teufel in Miss Jonas (Erwin C. Dietrich)
Anna Obsessed (Martin & Martin)
Nightdreams (Stephen Sayadian)
Angela, the Fireworks Woman (Wes Craven)

Der Mieter (Alfred Hitchcock)
Turksib – Die Stahlstraße (Victor A. Turin)
Asphalt (Joe May)
The Iron Horse (John Ford)
Underworld (Josef von Sternberg)
Die Carmen von St. Pauli (Erich Waschneck)
Abstecher (Ulrich Weiß)
Rangierer (Jürgen Böttcher)
Stroszek (Werner Herzog)
Das Ding im Kanal (Rainer Fürst)
Eolomea – Unheimliche Zeichen aus dem All (Herrmann Zschoche)
Berlin – Ecke Schönhauser (Gerhard Klein)

Il Nero – Hass war sein Gebet (Claudio Gora)
Der Tod zählt keine Dollar (Riccardo Freda)
Die sich in Fetzen schießen (Tanio Boccia)
Man nannte ihn Hombre (Martin Ritt)
Schreie in der Nacht (Antonio Margheriti)
Man-Eater – Der Menschenfresser (Joe D’Amato)
The Long Hair of Death (Antonio Margheriti)
Gestapo’s Last Orgy (Cesare Canevari)
Verdrehte Verhältnisse durch ein eigenartiges Schicksal im azurblauen Meer des August (Lina Wertmüller)
Sieben Schönheiten (Lina Wertmüller)
Ich habe sie gut gekannt (Antonio Pietrangeli)
Man, Woman and Beast (Alberto Cavallone)
Der verbotene Christus (Curzio Malaparte)
Dirty Angels (Mauro Severino)

Holocaust 2 (Angelo Pannacciò)
Sklaven ihrer Triebe (Ottavio Alessi)
Oily Maniac (Meng Hua Ho)
Assault! Jack the Ripper (Yasuharu Hasebe)
Malabimba – Komm und mach’s mit mir (Andrea Bianchi)
Zieh dich aus, Puppe (Ákos Ráthonyi)
Die Schulmädchen vom Treffpunkt Zoo (Walter Boos)
Bruce Lee – Das war mein Leben (Mar Lo)
Unter den Dächern von St. Pauli (Alfred Weidenmann)
…soviel nackte Zärtlichkeit (Günter Hendel)
Oswalt Kolle: Was ist eigentlich Pornographie? (Oswalt Kolle)
Griechische Feigen (Siggi Götz)
Schön, nackt und liebestoll (Roberto Bianchi Montero)
Giallo a Venezia (Mario Landi)
Die Liebesengel (Rino Di Silvestro)
Heroin (Gianni Martucci)

Manos: The Hands of Fate (Harold P. Warren)
Some Came Running (Vincente Minnelli)
Imitation of Life (Douglas Sirk)
Party Girl (Nicholas Ray)
M. Butterfly (David Cronenberg)
Achterbahn (James Goldstone) [in Sensurround]
The Crazies (George A. Romero)
God Told Me To (Larry Cohen)
The Texas Chainsaw Massacre 2 (Tobe Hooper)
Charley Varrick (Don Siegel)
Emperor of the North Pole (Robert Aldrich)
Honkytonk Man (Clint Eastwood)
The Long Goodbye (Robert Altman)
Die Verfluchten (Roger Corman)
Haus der Todsünden (Pete Walker)
Teufelskerle auf heißen Feuerstühlen (Bruce Brown)

Nouvelle Vague (Jean-Luc Godard)
Später Frühling (Yasujirô Ozu)
Dust in the Wind (Hou Hsiao-Hsien)
Train of Shadows (José Luis Guerín)
Antonio das Mortes (Glauber Rocha)
Utopia (Sohrab Shahid Saless)
Die innere Narbe (Philippe Garrel)
Sauve qui peut (la vie) (Jean-Luc Godard)
Die Frau des Fliegers (Eric Rohmer)
Love Streams (John Cassavetes)

Wiederentdeckungen – 10 plus 1 großartige Kinoerlebnisse mit bereits bekannten Filmen:

Solaris (Andrej Tarkowski)
Bad Lieutenant (Abel Ferrara)
Opfer (Andrej Tarkowski)
Ekel (Roman Polanski)
Ordet (Carl Theodor Dreyer)
Dressed to Kill (Brian De Palma)
Deadlock (Roland Klick)
Barbarella (Roger Vadim)
Dolls (Takeshi Kitano)
Manhattan (Woody Allen)
The Searchers (John Ford)

plus: Terminator 2 (James Cameron) [in 70mm über Sensurround-Anlage]

Außerdem zur Abwechslung noch eine Flop-10 des absoluten Bodensatzes, um auch dem sich angesichts obiger Listen-Exzesse wohl aufdrängenden Verdacht des wahllosen Abfeierns mit der kontrastierenden Hervorhebung einiger grausiger Unerträglichkeiten entgegen zu treten:

Teen-age Fantasies: An Adult Documentary (Fred Spokeman)
Der Ostfriesen-Report (Walter Boos)
Liebe zwischen Tür und Angel – Vertreterinnen-Report (Ralf Gregan)
Frauenstraflager (Ned Morehead)
Demon Night (Jim Kaufman)
Natalie 3 – Babystrich online (Dagmar Damek)
Der Todesschrei der Hexen (Gordon Hessler)
Drei Bayern in Bangkok (Siggi Götz)
Sie sind keine Schulmädchen mehr! (Jack Remy)
Urlaubsgrüße aus dem Unterhöschen (Walter Boos)

plus: diverse fade Rohrkrepierer von durchaus (teils sehr, sehr) geschätzten Regisseuren:

Central Station (Walter Salles)
Genealogien eines Verbrechens (Raoul Ruiz)
Noon Wine (Sam Peckinpah)
Frauen ohne Unschuld (Jess Franco)

Diese Liste ließe sich noch um einiges erweitern und vor allem um haufenweise herbe Enttäuschungen, Ernüchterungen, Langweiler ergänzen, aber da es hier in erster Linie um die (positiven, aus welchen mitunter eigenwilligen Gründen auch immer) Entdeckungen gehen sollte und nicht um eine Gurkenparade, war das lediglich als kleine relativierende Anmerkung zum Schluss beabsichtigt.

Christophs zweiter Honigtopf

Die Stützen der Gesellschaft (Douglas Sirk, 1935)*
Hostel II (Eli Roth, 2007)
Sabotage (Alfred Hitchcock, 1936)
I lunghi capelli della morte (Antonio Margheriti, 1964)
Engel, die ihre Flügel verbrennen (Zbyněk Brynych, 1970)*
Fango Bollente (Vittorio Salerno, 1975)
Die Sieger (Dominik Graf, 1994)
Orgasmo (Umberto Lenzi, 1968)
Seisaku no tsuma (Yasuzô Masumura, 1965)
Der Fremdenlegionär (Claire Denis, 1999)
Der Mann, der Liberty Valance erschoss (John Ford, 1962)
Ein Kind zu töten… (Narciso Ibàñez Serrador, 1976)
Der Mann, der zweimal lebte (John Frankenheimer, 1966)*
Polizeiruf 110 – Er sollte tot (Dominik Graf, 2006)
Die Kröte (Umberto Lenzi, 1978)
Bengelchen liebt kreuz und quer (Marran Gosov, 1969)
Der Arzt von St. Pauli (Rolf Olsen, 1968)
Mädchen in Uniform (Leontine Sagan, Carl Froehlich, 1931)
The Hills Have Eyes (Wes Craven, 1977)
Foltergarten der Sinnlichkeit (Joe D’Amato, 1975)
Ein Mädchen (Catherine Breillat, 1976)
Holocausto seconda parte: i ricordi, i deliri, la vendetta (Angelo Pannaciò, 1980)*
Masque of the Red Death (Roger Corman, 1964)
Tatort – Frau Bu lacht (Dominik Graf, 1995)
Zinksärge für die Goldjungen (Jürgen Roland, 1973)*
Opfergang (Veit Harlan, 1944)*
Harlis (Robert van Ackeren, 1972)
Die Prophezeiung (John Frankenheimer, 1979)
Die letzten Männer (Ulrich Seidl, 1994)
Jagdszenen aus Niederbayern (Peter Fleischmann, 1969)
Ceremonia sangriente (Jorge Grau, 1972)
Chihiros Reise ins Zauberland (Hayao Miyazaki, 2001)
Schwarzer Sonntag (John Frankenheimer, 1976)
L’occhio nel labirinto (Mario Caiano, 1971)*
Als Hitler den Krieg überlebte (Zbyněk Brynych, 1967)
Rabid (David Cronenberg, 1976)
Crystal Voyager (Davi Elfick, 1975)
The Holcroft Covenant (John Frankenheimer, 1985)
El techo de cristal (Eloy de la Iglesia, 1971)*
Cztery Noce Z Anna (Jerzy Skolimowski, 2008)
Symptoms (José Ramón Larraz, 1974)
A Mulher de Todos (Rogério Sganzerla, 1969)*
The Big Switch (Pete Walker, 1968)
Die Geliebte des anderen (Leonard Keigel, 1970)
Rocker (Klaus Lemke, 1972)
Auf verlorenem Posten (Romolo Guerrieri, 1973)
Lo spettro (Riccardo Freda, 1963)
Étoile (Peter Del Monte, 1988)*
Der Mann, der Peter Kürten hieß (Robert Hossein, 1965)*
Was Schulmädchen verschweigen (Ernst Hofbauer, 1974)
Los novios búlgaros (Eloy de la Iglesia, 2003)
Falscher Bekenner (Christoph Hochhäusler, 2005)
…und vor Lust zu sterben (Roger Vadim, 1960)
Nachts fällt der Schleier (Robert Hossein, 1957)*
The Manchurian Candidate (John Frankenheimer, 1962)*
Die Engel von St. Pauli (Jürgen Roland, 1969)*
Erpressung (Alfred Hitchcock, 1929)
Dead Bang – Kurzer Prozess (John Frankenheimer, 1989)
Naomi – Die Unersättliche (Yasuzô Masumura, 1967)
Das Rasthaus der grausamen Puppen (Rolf Olsen, 1967)
Ples v dezju (Bostjan Hladnik, 1961)
Ronin (John Frankenheimer, 1998)
Verbotene Liebe (Helmut Dziuba, 1989)*
¡Matalo! (Cesare Canevari, 1970)
Gwendoline (Just Jaeckin, 1984)
Una iena in cassaforte (Cesare Canevari, 1968)*
Rocker sterben nicht so leicht (Ernesto Gastaldi, 1971)

*****

Unfassbar – Die Liste mit den drei Ausrufezeichen:

Jaka – Der Rebell (Sisworo Gautama Putra, 1981)
Samurai Cop (Amir Shervan, 1989)
Noch minderjährig (Georg Tressler, 1958)
Die Klasse von 1984 (Mark Lester, 1982)
Die Brut des Bösen (Christian Anders, 1979)
Blutrausch der Zombies (Leon Klimovsky, 1973)
Die Schulmädchen vom Treffpunkt Zoo (Walter Boos, 1979)
Frankenstein 80 (Mario Mancini, 1972)
Wie treu ist Nik? (Eckhart Schmidt, 1986)
Paganini Horror (Luigi Cozzi, 1989)
Geh, zieh dein Dirndl aus (Siggi Götz, 1973)*
Nightmare Beach (Umberto Lenzi, 1988)
Zwiebel-Jack räumt auf (Enzo G. Castellari, 1975)
Dünyayi kurtaran adam (Çetin Inanç, 1982)
Bruce Lee – Das war mein Leben (Lo Mar, 1976)
Die Liebesengel (Rino di Silvestro, 1974)
Natalie – Endstation Babystrich (Hermann Zschoche, 1994)*
Malabimba – Komm und mach’s mit mir (Andrea Bianchi, 1979)
Griechische Feigen (Siggi Götz, 1977)
Die Sklavinnen (Jess Franco, 1976)
Wenn die prallen Möpse hüpfen (Ernst Hofbauer, 1975)
Natalie II – Die Hölle nach dem Babystrich (Heidi Kranz, 1996)
La chica de las bragas transparentes (Jess Franco, 1981)
Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (Rolf Olsen, 1969)
Er – Stärker als Feuer und Eisen (Umberto Lenzi, 1982)
…soviel nackte Zärtlichkeit (Günther Hendel, 1968)
Sklaven ihrer Triebe (Ottavio Alessi, 1969)
Vanessa (Hubert Frank, 1977)
I Hate My Body (Leon Klimovsky, 1974)
Ein Kaktus ist kein Lutschbonbon (Rolf Olsen, 1980)
Bruce Lee gegen die Supermänner (Wu Jiaxiang, 1975
L’Ossessa – Omen des Bösen (Mario Gariazzo, 1975)
Camp der Verdammten (Ernst R. Von Theumer, 1962)
Der Oberst mit dem Dachschaden schlägt wieder zu (Andrea Bianchi, 1974)

*****

Ich, der Bär, wünsche allen Lesern und Sleazern von Herzen beary christmas nachträglich und ein hairy new year. Möge der Sleaze mit euch sein!




Grimms Märchen von lüsternen Bärchen – MyVideo

Ältere Filme, erstmals gesehen: Entdeckungen 2010

Eine weit ausholende Einleitung dürfte sich an dieser Stelle erübrigen. Wie offensichtlich sein sollte, handelt es sich um die Fortführung der letztes Jahr eingeführten gesammelten Entdeckunglisten, dieses Jahr jedoch wohl noch einmal eine Spur umfangreicher und maßloser (was sich auch daran zeigt, dass es nun gleich mehrere zusätzliche Ergänzungslisten gibt und vermutlich noch mindestens eine weitere folgen wird), und erfreulicherweise diesmal sogar mit sechs statt fünf Teilnehmern. Bliebe vielleicht nur noch etwas zu sagen zur letztjährigen Ankündigung, dass “demnächst” nach den Entdeckungslisten mit älteren Filmen auch die Jahreslisten mit den Favoriten des aktuellen Jahrgang folgen würden, was dann aufgrund jämmerlichen Versagens aller diesbezüglichen Vorhaben leider nun auch ein knappes Jahr später noch immer nicht passiert ist.
Wir geloben jedoch Besserung und möchten die nun folgende, exzessive Sammlung von Zeugnissen unserer unerschrockenen Leidenschaft für Listen als Beweis für unsere nimmermüden guten Vorsätze betrachten. Nun sind wir gefeit für die listologische Aufarbeitung des Jahrgangs 2010…
Weiterlesen…

Die Entdeckungen des Alexander S., 2. Teil

All that Heaven Allows / Was der Himmel erlaubt (Douglas Sirk 1955)

Endlich ein Sirk, der mich richtig begeistern konnte. Bissig, campig und in changierendes Licht getaucht…

Beau Travail / Der Legionär (Claire Denis 1999)

Der sinnlichste Film von Claire Denis. Dennoch ganz und gar abstrakt.

Spetters (Paul Verhoeven 1980)

Nur ein Beispiel für den Geist dieses Films: ein Homophobiker wird von einer Bande Lederschwuler vergewaltigt und findet daraufhin zu sich und seiner Homosexualität. Verhoeven lebe hoch!

Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir (Christoph Schlingensief / Peter Schönhofer, D 2009, Theateraufzeichnung)

Emotionalstes Bewegtbilderlebnis jemals. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Martha (Rainer Werner Fassbinder 1974)

Fassbinder at his best! Carstensen at her best! (1)

Die bitteren Tränen der Petra von Kant (Rainer Werner Fassbinder, BRD 1972)

Fassbinder at his best! Carstensen at her best! (2)

Otra vuelta de tuerca / The Turn of the Screw (Eloy de la Iglesia, E 1985)

Endlich schwuler Sleaze, juhu! Und dazu noch ein Paket Mystik… Fein, fein, Applaus!

Jigoku no banken: akai megane / The Red Spectacles (Mamoru Oshii, Japan 1987)

Pflicht für alle Fehlgeleiteten, die Inception in irgend einer Weise originell fanden. Oshii hat die ganze Traumverschachtelung schon 1987 draufgehabt, geschickter, witziger, tiefsinniger und schöner, basta!

Der Fluch (Ralf Huettner, BRD 1988, ca. 3.x)

Eigentlich keine Neuentdeckung, aber neben The Reflecting Skin, die zweite Wiederentdeckung eines Films, den ich schon als Kind geliebt habe. Hier habe ich ihn für die deutsche Reihe besprochen.

The Man Who Shot Liberty Valance / Der Mann, der Liberty Valance erschoss (John Ford, USA 1962)

Mit Skepsis angefangen, mit wachsender Begeisterung zu Ende geschaut. Vielleicht sollte ich mich dem Western doch mehr öffnen.

Deadlock (Roland Klick, BRD 1970)

Und der nächste Western, dazu noch ein deutscher. Existenzialistisch, spannend, stellenweise sogar lustig.

Flandres / Flandern (Bruno Dumont, F 2006)

Wer Dumont Nihilismus vorwirft, hat nichts begriffen. Ein Kriegsfilm ohne Schnörkel, ohne Erklärungen, ohne Ideologie, fast ohne Krieg(sszenen). Mit Menschen.

Crimes of Passion (Ken Russell, USA 1984)

Ken Russells sleazigster und fröhlich frei perversester Film mit Anthony Perkins als sexuell verkorkstem Priester. Thumbs up!

Au hasard Balthazar / Zum Beispiel Balthasar (Robert Bresson, Frankreich / Schweden 1966)

Endlich hat es ein Film von Bresson geschafft mich wirklich zu berühren. Vielleicht erschließt sich mir der Rest seines Werkes nach und nach auch noch.

Iwan Grosny I & II / Iwan der Schreckliche I & II (Sergej Eisenstein 1944 & 1945)

Brilliantes Spätwerk Eisensteins, semantisch ambivalenter und filmsprachlich fast noch interessanter als seine Revolutionsfilme.

Trouble Every Day (Claire Denis 2001)

Vincent Gallo und Beatrice Dalle als getriebene Tiere in einer kalten, glatten, fremden Welt. Wunderschön und erhaben. Nichts weniger.

Marquis (Henri Xhonneux / Roland Topor, F 1989)

Der Marquis de Sade spricht mit seinem Schwanz und defäkiert auf Kruzifixe. Das Ganze als Puppenfilm. Toll!

Gerry (Gus van Sant, USA 2002)

Zwei junge Männer verlaufen sich bei einem Ausflug in die Wüste. Der traurigste und schönste Film seit langem. Für mich auch Gus Van Sants bester bisher.

Waking Life (Richard Linklater, USA 2001)

Der zweite Film in dieser Liste der eine bessere alternative zu Inception darstellt, insofern er von Träumen in Träumen handelt. Außerdem geht es um die Existenz und überhaupt alles und so. Ein GGFÜA oder wie war das? Nur dass der Film gar nicht so “groß”(-spurig) daherkommt. Eigentlich wird hauptsächlich geredet, normalerweise etwas, was ich nicht so sehr bei Filmen mag (Rohmer…), aber hier ist es super!