2012 extended / 2008-2012 restructured





Die Überschrift sagt es bereits: Dieser Beitrag beinhaltet zum Einen eine ausufernde Langfassung meiner Jahresliste 2012, die im gesammelten Jahreslisten-2012-Beitrag als kompakte Top-10 mit einem kleinen Text zu einigen meiner Favoriten zu finden ist; und zum Anderen Top-40-Listen der Jahrgänge 2008 bis 2012, und zwar nicht wie sonst hier üblich primär nach Sichtungsjahr geordnet, sondern (abzüglich einiger vermutlich übersehener Fälle) nach Premierenjahren umsortiert. Mit anderen Worten: Vorsicht, in diesem Beitrag herrscht akuter Listenwahnsinn. Eintritt auf eigene Verantwortung!

Zum traditionellen Spezialistenthema, das ich im Sammelposting weitestgehend ausgespart habe: Die Kornmagier– und Pixelforscher-Awards vergebe ich regelmäßig bei Festivalrückblicken, deswegen hier nicht nochmal separat, sondern nur ein kleiner Fließtext zu diesem Thema, das mehr denn je seine zwei Seiten hat. Es war schön und unersetzlich, THE MASTER auf 70mm gesehen zu haben, LOST IN PARADISE, RAT FEVER oder TABU auf 35mm, IT LOOKS PRETTY FROM A DISTANCE als formatgetreues Super16-zu-35mm-Blow-up oder ANDERS, MOLUSSIEN auf 16mm, um einige der schönsten Beispiele ihrer jeweiligen Art zu nennen (dass mit THE ANABASIS… und BUENAS NOCHES, ESPANA sogar noch Filme auf Super8 gedreht wurden, wenn auch nicht mehr von Film gezeigt, lies zum letzten Mal eine analoge Vielfalt im Gegenwartskino erahnen, die es so zukünftig nicht mehr geben wird und geben kann). Möge das digitale Kino das Zepter übernehmen, die verbliebenen Außenseiter dennoch in Ruhe lassen und sich stattdessen seiner originären Möglichkeiten bewusst werden. Was 2012 in dieser Hinsicht andeutete, lässt mich mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück, und jedenfalls durchaus auch mit großer Neugier in die Zukunft blicken. Wie zuvor etwa HOLLYWOOD FLING, so demonstrierte mit LEVIATHAN auch 2012 ein Film eine ungebremste ästhetische Innovationskraft, indem er eine digitale Sprache sprach, die wiederum analog nicht denkbar wäre. Es gibt viele andere Beispiele. SKYFALL als DCP war ein völlig unverhoffter Genuss, auch MANIAC als artifziell-digitaler Gegenentwurf zum dreckigen Original sehr spannend, es gab INDIGNADOS, HOLY MOTORS oder GIMME THE LOOT, und viele mehr. Als Kuriosum steht dazwischen der mit einem historischen, VHS-ähnlichen Videocassetten-Format (U-matic) aufgenommene NO, und rundet das Spektrum ab. Was wird an die Stelle solcher Vielfalt treten? Eine andere Form der Vielfalt? Man möchte es hoffen. Und trotzdem wäre es natürlich schon, auch zukünftig gerade im experimentellen Bereich weiterhin auch Arbeiten mit 16mm oder Super8 zu sehen, deren ganz eigene Ästhetik dem Kino sehr fehlen würde. Aber Lamentieren hilft ohnehin nichts – und auch wenn mir nicht jeder Trend im Gegenwartskino schmeckt, war letztlich auch 2012 ein Jahr, das mir auf Festivals, im regulären Kino oder auf (Import-)Heimvideosichtungen spannende Entdeckungen unterschiedlichster Art und exzessiven Umfangs beschert hat. Entsprechend lang fällt nun also die bewusst maßlos gehaltene Langfassung aus – die bescheiden und übersichtlich gehaltene Kurzfassung gibt’s wie gesagt nebenan



Top Ten 2012

0. Monument Film (Peter Kubelka)

1. Tabu (Miguel Gomes)
2. Holy Motors (Leos Carax)
3. For Love’s Sake (Takashi Miike)
4. Buenas noches, España (Raya Martin)
5. Gimme the Loot (Adam Leon)
6. Universal Soldier: Day of Reckoning (John Hyams)
7. Rat Fever (Cláudio Assis)
8. Our Homeland (Yang Yong-hi)
9. Schoolgirl Apocalypse (John Cairns)
10. Lawinen der Erinnerung (Dominik Graf)

+ The Capsule (Athina Rachel Tsangari)



Runners-Ups, lose assoziativ sortiert in Blöcken; die Reihenfolge der Blöcke ist willkürlich, innerhalb der Blöcke sind die Filme wiederum allerdings lose (wenn auch nicht zwingend ranggenau) nach Präferenz sortiert:

+5: nicht unproblematisch, aber denkwürdig
(Filme, durch die m.E. visionäre und prätentiös-schale Adern zugleich fließen, in Abstufungen; die ich daher ein Stück weit zwiespältig bis problematisch-redundant, zugleich im ambitionierten Vielleicht-Scheitern und vor allem ihrer visuellen Vorstellungskraft aber bemerkenswerter und denkwürdiger als manch manierlich Geglücktes finde und daher hier unter Vorbehalt und mit Einschränkung an exponierter Stelle platziere)

Leviathan (Véréna Paravel, Lucien Castaing-Taylor)
Wuthering Heights (Andrea Arnold)
Post Tenebras Lux (Carlos Reygadas)
The Master (Paul Thomas Anderson)
Indignados (Tony Gatlif)

+22: Genrekino und Blockbuster-Einsprengsel (etc.)

Motorway (Pou-Soi Cheang)
Berberian Sound Studio (Peter Strickland)
Maniac (Franck Khalfoun)
The Tall Man (Pascal Laugier)
Dredd 3D (Pete Travis)
Invasion (Dito Tsintsadze)
Das unsichtbare Mädchen (Dominik Graf)
Killer Joe (William Friedkin)
The Cabin in the Woods (Drew Goddard)
Wrong (Quentin Dupieux)
Chronicle (Josh Trank)
Sleep Tight (Jaume Balagueró)
V/H/S (Adam Wingard, Joe Swanberg, Ti West & Co)
Skyfall (Sam Mendes)
The Hidden Face (Andrés Baiz)
Savages (Oliver Stone)
The Rum Diary (Bruce Robinson)
Haywire (Steven Soderbergh)
Chained (Jennifer Lynch)
Looper (Rian Johnson)
The Woman in Black (James Watkins)
Sinister (Scott Derrickson)

+17: Dokumentar- und Essayfilme (etc.)

anders, Molussien (Nicolas Rey)
There Is No Sexual Rapport (Raphaël Siboni)
Parabeton – Pier Luigi Nervi und römischer Beton (Heinz Emigholz)
Aber das Wort Hund bellt ja nicht (Bernd Schoch)
The Anabasis of May and Fusako Shigenobu, Masao Adachi and 27 Years Without Images (Eric Baudelaire)
Outing (Sebastian Meise, Thomas Reider)
Jaurès (Vincent Dieutre)
Inori (Pedro Gonzalez-Rubio)
Chiri (Naomi Kawase)
Three Sisters (Wang Bing)
Normal School (Celina Murga)
Bestiaire (Denis Côté)
Revision (Philip Scheffner)
Angriff auf die Demokratie – Eine Intervention (Romuald Karmakar)
Golden Slumbers (Davy Chou)
Perret in Frankreich und Algerien (Heinz Emigholz)
König des Comics (Rosa von Praunheim)

+6: Experimentalfilme (etc.)

White Epilepsy (Philippe Grandrieux)
Square Dance Hypnotist (Allan Brown)
Intermezzo (notes on film 04) (Norbert Pfaffenbichler)
Carlo’s Vision (Rosalind Nashashibi)
Austerity Measures (Guillaume Cailleau, Ben Russell)
Apnoe (Harald Hund)

+18: Auteurs on track (etc.)

Barbara (Christian Petzold)
In the Fog (Sergei Loznitsa)
Cosmopolis (David Cronenberg)
Student (Darezhan Omirbayev)
Thy Womb (Brillante Mendoza)
Les adieux à la reine (Benoît Jacquot)
4:44 Last Day on Earth (Abel Ferrara)
Me Too (Alexej Balabanov)
Tinker Tailor Soldier Spy (Tomas Alfredson)
Django Unchained (Quentin Tarantino)
Outrage Beyond (Takeshi Kitano)
In Another Country (Hong Sang-soo)
Gebo and the Shadows (Manoel De Oliveira)
Jagten (Thomas Vinterberg)
Mekong Hotel (Apichatpong Weerasethakul)
Just The Wind (Bence Fliegauf)
J. Edgar (Clint Eastwood)
Ins Blaue (Rudolf Thome)

+8: Dies und jenes aus dem Festivalzirkus (etc.)

No (Pablo Larraín)
Aujourd’hui (Alain Gomis)
Alms for a Blind Horse (Gurvinder Singh)
Shun Li and the Poet (Andrea Segre)
Southwest (Eduardo Nunes)
Rengaine (Rachid Djaïdani)
Museum Hours (Jem Cohen)
Neighbouring Sounds (Kleber Mendonça Filho)

+15: Coming of Age (etc.)

A Night Too Young (Olmo Omerzu)
Goodbye First Love (Mia Hansen-Løve)
Damsels in Distress (Whit Stillman)
Moonrise Kingdom (Wes Anderson)
Turn Me On, Dammit! (Jannicke Systad Jacobsen)
Sexual Chronicles of a French Family (Jean-Marc Barr, Pascal Arnold)
Something in the Air (Olivier Assayas)
17 filles (Delphine Coulin, Muriel Coulin)
Atomic Age (Héléna Klotz)
Jack and Diane (Bradley Rust Gray)
Hugo 3D (Martin Scorsese)
De jueves a domingo (Dominga Sotomayor)
La Lisière (Géraldine Bajard)
Winterdieb (Ursula Meier)
Diamantenfieber (Peter Kern)

+11: Noch mehr ungeheure Gefühle und Verzicht (etc.)

Schlaflos bei zunehmendem Mond (Serif Gören)
Metéora (Spiros Stathoulopoulos)
L’art d’aimer (Emmanuel Mouret)
Fire in Hell (Lee Sang-Woo)
Glaube, Liebe, Tod (Peter Kern)
The Deep Blue Sea (Terence Davies)
Une monde sans femmes (Guillaume Brac)
It Looks Pretty from a Distance (Anka Sasnal, Wilhelm Sasnal)
Berlin für Helden (Klaus Lemke)
Mommy Is Coming (Cheryl Dunye)
Hemel (Sacha Polak)

[…]

Nicht unbedingt positiv oder negativ erwähnenswertes aus dem Mittelfeld sowie schlicht Vergessenes oder beim Zusammenstellen verloren Gegangenes ist hier irgendwo in den eckigen Klammern verschwunden… Auch wenn ich vollständige Transparenz wie bei Rajkos Jahresbilanz durchaus nicht verkehrt finde, war mir dieser letzte Schritt dann doch zu mühselig, ein Überblick über zumindest recht weite Teile meiner Sichtungen bietet sich hier ja dennoch.

[…]

Enttäuschendes, Überschätztes und (mitunter wiederum nicht uninteressant) Durchwachsenes:

Ace Attorney (Takashi Miike)
The Descendents (Alexander Payne)
Sightseers (Ben Wheatley)
The Raid (Gareth Huw Evans)
Shame (Steve McQueen)
The Legend of Kaspar Hauser (Davide Manuli)
You Ain’t Seen Nothing Yet (Alain Resnais)
Me, You and Us (Jacques Doillon)
For Ellen (So Yong Kim)
La noche de enfrente (Raul Ruiz)
Walker (Tsai Ming-liang)
Mondomanila (Khavn de la Cruz)
Livide (Alexandre Bustillo, Julien Maury)
Journal de France (Claudine Nougaret, Raymond Depardon)
A vingança de uma mulher (Rita Azevedo Gomes)
Caesar Must Die (Paolo & Vittorio Taviani)
War Witch (Kim Nguyen)
A moi seule (Frédéric Videau)
Everybody in Our Family (Radu Jude)
The Delay (Rodrigo Plá)
The Orator (Tusi Tamasese)
Dollhouse (Kirsten Sheridan)
Clip (Maja Milos)
Rust and Bone (Jacques Audiard)
Tormented (Takashi Shimizu)
Trishna (Michael Winterbottom)

Schlimm:

Detention (Joseph Kahn)
Absentia (Mike Flanagan)
Formentera (Ann-Kristin Reyels)
Ziemlich beste Freunde (Olivier Nakache & Eric Toledano)
On the Road (Walter Salles)
The Iron Lady (Phyllida Lloyd)
Dictado (Antonio Chavarrías)
Love (Doze Niu Chen-Zer)
Beyond the Hills (Cristian Mungiu)
Pearblossom Hwy (Mike Ott)
Pieta (Kim Ki-duk)
Beasts of the Southern Wild (Benh Zeitlin)
Xingu (Cao Hamburger)
Glück (Doris Dörrie)
Zero Killed (Michal Kosakowski)



2008-2012 restructured

Nachdem ich meine Jahreslisten normalerweise nicht streng nach Premieren/release-Jahr sortiere (zumindest die direkt nach Jahresablauf Erstellten, wo der Fokus m.E. eher auf dem tatsächlichen eigenen Sichtungsjahr liegen sollte), sondern immer auch Überhänge aus dem Vorjahr miteinbeziehe, ist das der Versuch, vergangene Jahreslisten nach Premieren-Jahrgängen umzusortieren. Gestützt fast ausschließlich auf vergangene Jahreslisten – verspätet nachgeholt habe ich aus den letzten Jahren nur unregelmäßig etwas, wonach im Sichtungslisten-Kuddelmuddel zu fahnden mir zu mühsam war, auch so war das Ganze mühselig und unübersichtlich genug und ist letztlich grandios gescheitert. Ich stelle die irgendwann nur noch entnervt zu Ende gepfuschten 202 Favoriten aus den letzten fünf Jahrgängen (5 mal Top-40 plus zwei Favoriten außer Konkurrenz) jetzt dennoch so ein, im vollen Bewusstsein und dem hiermit erfolgenden Hinweis auf ihre “workprint”-haftigkeit: Manches ist garantiert noch immer nicht ins echte Premierenjahr umsortiert, weil ich nicht alle Filme im Detail geprüft habe und es nicht bei allen auswendig wusste; einige Filme dürften beim Herumjonglieren außerdem schlichtweg versehentlich rausgeflogen oder vergessen worden sein; andere sind grob zu hoch oder zu tief platziert, ohne dass ich den Nerv gehabt hätte, das nochmal im Detail durchzugehen und umzustellen; und wiederum andere müsste ich eigentlich erst nochmal sehen, um sie aus jetziger Sicht überhaupt genauer einordnen zu können – ist eben alles eher assoziativ und aus dem Bauch heraus, die Reihenfolge insofern nicht allzu ernst zu nehmen (ob ein Film auf Platz 1 oder 25 steht, markiert natürlich schon einen deutlichen Unterschied, aber ob einer auf Platz 16 oder 27 steht, ist mitunter nur einem entnervten Klick zu wenig geschuldet). Hinzu kommt, dass einheitlich lange Top-40-Listen dieser fünf Jahre eigentlich Unfug sind, wenn ich dabei z.b. 2008 eher Mühe habe, sie adäquat vollzukriegen und sie andererseits 2011 und 2012 aus allen Nähten platzen. Vielleicht habe ich irgendwann die Muße, das nochmal zu überarbeiten, momentan ist es zumindest ein grober, skizzenartiger, gewiss nicht in Stein gemeißelter Entwurf und als solcher vielleicht trotzdem ganz interessant, wenn man ihn nicht zu ernst nimmt. Und damit los…

2008

0. When It Was Blue (Jennifer Reeves)

1. The Sky Crawlers (Mamoru Oshii)
2. Melancholia (Lav Diaz)
3. A Week Alone (Celina Murga)
4. Frontier of Dawn (Philippe Garrel)
5. Liverpool (Lisandro Alonso)
6. Jerichow (Christian Petzold)
7. The Sky, the Earth and the Rain (José Luis Torres Leiva)
8. Two Lovers (James Gray)
9. The Hurt Locker (Kathryn Bigelow)
10. Love Exposure (Sion Sono)
11. The Happening (M. Night Shyamalan)
12. 35 Shots of Rum (Claire Denis)
13. Just Anybody (Jacques Doillon)
14. Achilles and the Tortoise (Takeshi Kitano)
15. Vinyan (Fabrice Du Welz)
16. Service (Brillante Mendoza)
17. Lake Tahoe (Fernando Eimbcke)
18. Sparrow (Johnnie To)
19. Conscience (Erden Kiral)
20. Loos ornamental (Heinz Emigholz)
21. Changeling (Clint Eastwood)
22. Gran Torino (Clint Eastwood)
23. Soul of a Demon (Chang Tso-chi)
24. Jalainur (Zhao Ye)
25. Los Bastardos (Amat Escalante)
26. Hooked (Adrian Sitaru)
27. Martyrs (Pascal Laugier)
28. Gomorrha (Matteo Garrone)
29. Lunch Break (Sharon Lockhart)
30. Revanche (Götz Spielmann)
31. Night and Day (Hong Sang-soo)
32. Vegas: Based on a True Story (Amir Naderi)
33. Let the Right One In (Tomas Alfredson)
34. Love Songs (Christophe Honoré)
35. The Beast Stalker (Dante Lam)
36. La Rabia (Albertina Carri)
37. Honeydripper (John Sayles)
38. Our Beloved Month of August (Miguel Gomes)
39. Rambo (Sylvester Stallone)
40. The Muzzled Horse of an Engineer in Search of Mechanical Saddles (Khavn De La Cruz)

***

2009

1. The Portuguese Nun (Eugène Green)
2. Les herbes folles (Alain Resnais)
3. Observe and Report (Jody Hill)
4. The Anchorage (C.W. Winter, Anders Edström)
5. To Die Like a Man (João Pedro Rodrigues)
6. Let Each One Go Where He May (Ben Russell)
7. The Hole 3D (Joe Dante)
8. Black Field (Vardis Marinakis)
9. Public Enemies (Michael Mann)
10. Pink (Rudolf Thome)
11. Oxhide 2 (Liu Jiayin)
12. Inglourious Basterds (Quentin Tarantino)
13. Geburt (Silvia Haselbeck, Erich Langjahr)
14. The Life and Death of a Porno Gang (Mladen Djordjevic)
15. Raging Sun, Raging Sky (Julián Hernández)
16. Around a Small Mountain (Jacques Rivette)
17. Juntos (Nicolás Pereda)
18. Adventureland (Greg Mottola)
19. Police, Adjective (Corneliu Porumboiu)
20. La danse – Le ballet de l’Opéra de Paris (Frederick Wiseman)
21. The Man’s Woman and Other Stories (Amit Dutta)
22. Eccentricities of a Blonde-Haired Girl (Manoel de Oliveira)
23. Ne change rien (Pedro Costa)
24. Accident (Pou-Soi Cheang)
25. The Mermaid and the Diver (Mercedes Moncada Rodríguez)
26. Hadewijch (Bruno Dumont)
27. Agrarian Utopia (Uruphong Raksasad)
28. The Bad Lieutenant: Port of Call – New Orleans (Werner Herzog)
29. Like You Know It All (Hong Sang-soo)
30. The Girl on the Train (André Téchiné)
31. Material (Thomas Heise)
32. Villalobos (Romuald Karmakar)
33. Dogtooth (Yorgos Lanthimos)
34. Coal Money (Wang Bing)
35. Independencia (Raya Martin)
36. Lola (Brillante Mendoza)
37. Coraline 3D (Henry Selick)
38. Vengeance (Johnnie To)
39. Alle Anderen (Maren Ade)
40. Der Knochenmann (Wolfgang Murnberger)

***

2010

1. Dad (Vlado Škafar)
2. Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives (Apichatpong Weerasethakul)
3. Hollywood Fling (Eckhart Schmidt)
4. Poetry (Lee Chang-dong)
5. Coming Attractions (Peter Tscherkassky)
6. Film Socialisme (Jean-Luc Godard)
7. In the Woods (Angelos Frantzis)
8. Get Out of the Car (Thom Andersen)
9. Das rote Zimmer (Rudolf Thome)
10. A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)
11. Aita (José Maria de Orbe)
12. Brownian Movement (Nanouk Leopold)
13. Arrietty (Hiromasa Yonebayashi)
14. Das elektrische Paradies (Michael Busch)
15. Attenberg (Athina Rachel Tsangari)
16. Outrage (Takeshi Kitano)
17. Road to Nowhere (Monte Hellman)
18. The Strange Case of Angelica (Manoel de Oliveira)
19. Guest (José Luis Guerín)
20. Amer (Hélène Cattet, Bruno Forzani)
21. Los jóvenes muertos (Leandro Listorti)
22. Cold Fish (Sion Sono)
23. The Lips (Santiago Loza, Iván Fund)
24. Die Autobiographie des Nicolae Ceausescu (Andrei Ujica)
25. Oki’s Movie (Hong Sang-soo)
26. Gallants (Derek Kwok, Clement Cheng)
27. Von Menschen und Göttern (Xavier Beauvois)
28. My Joy (Sergei Loznitsa)
29. Bas-Fonds (Isild Le Besco)
30. Woman on Fire Looks for Water (Ming Jin Woo)
31. Der Räuber (Benjamin Heisenberg)
32. You All Are Captains (Oliver Laxe)
33. Im Schatten (Thomas Arslan)
34. Paula-Paula (Jess Franco)
35. You Think You’re the Prettiest, But You Are the Sluttiest (José Manuel Sandoval)
36. Meek’s Cutoff (Kelly Reichardt)
37. Winter House (Gonzalo Castro)
38. The Day Was a Scorcher (Ken Jacobs)
39. Rubber (Quentin Dupieux)
40. Caterpillar (Koji Wakamatsu)

***

2011

1. House of Tolerance (Bertrand Bonello)
2. The Terrorists (Thunska Pansittivorakul)
3. Eighty Letters (Václav Kadrnka)
4. Century of Birthing (Lav Diaz)
5. Buenas noches, España (Raya Martin)
6. Rat Fever (Cláudio Assis)
7. Cassandras Warnung [Langfassung] (Dominik Graf)
8. The Day He Arrives (Hong Sang-soo)
9. Schoolgirl Apocalypse (John Cairns)
10. Cut (Amir Naderi)
11. Schmugglers’ Songs (Rabah Ameur-Zaïmeche)
12. Dreileben – Komm mir nicht nach (Dominik Graf)
13. The Innkeepers (Ti West)
14. Guilty of Romance [Langfassung] (Sion Sono)
15. Vampire (Shunji Iwai)
16. The Turin Horse (Béla Tarr)
17. A Simple Life (Ann Hui)
18. There Is No Sexual Rapport (Raphaël Siboni)
19. Damsels in Distress (Whit Stillman)
20. Goodbye First Love (Mia Hansen-Løve)
21. The Anabasis of May and Fusako Shigenobu, Masao Adachi and 27 Years Without Images (Eric Baudelaire)
22. Schlaflos bei zunehmendem Mond (Serif Gören)
23. 3 Kreuze für einen Bestseller (Klaus Lemke)
24. This Is Not a Film (Jafar Panahi, Mojtaba Mirtahmasb)
25. The Tiniest Place (Tatiana Huezo Sánchez)
26. Miss Bala (Gerardo Naranjo)
27. Aber das Wort Hund bellt ja nicht (Bernd Schoch)
28. Faust (Alexander Sokurov)
29. Once Upon a Time in Anatolia (Nuri Bilge Ceylan)
30. Whores’ Glory (Michael Glawogger)
31. Schwere Augen (Siegfried A. Fruhauf)
32. Turn Me On, Dammit! (Jannicke Systad Jacobsen)
33. 4:44 Last Day on Earth (Abel Ferrara)
34. Killer Joe (William Friedkin)
35. Memories of a Morning (José Luis Guerín)
36. Declaration of War (Valérie Donzelli)
37. Summer of Giacomo (Alessandro Comodin)
38. The Residents (Tiago Mata Machado)
39. Bridesmaids (Paul Feig)
40. Crazy Horse (Frederick Wiseman)

Durch einen Kopierfehler in einem Zwischenschritt rausgefallen und jetzt keine Muße mehr, sie ggf. wieder einzusortieren: Le Havre (Aki Kaurismäki) / It May Be That Beauty Has Strengthened Our Resolve – Masao Adachi (Philippe Grandrieux) / American Translation (Pascal Arnold, Jean-Marc Barr) / Heaven’s Story (Takahisa Zeze) / A Stoker (Aleksei Balabanov) / The Host and the Cloud (Pierre Huyghe) / My Soul to Take (Wes Craven) / The Invader (Nicolas Provost) / Das unsichtbare Mädchen (Dominik Graf) / L’art d’aimer (Emmanuel Mouret) / The Color Wheel (Alex Ross Perry) / Headshots (Lawrence Tooley)

***

2012

0. Monument Film (Peter Kubelka)

1. Tabu (Miguel Gomes)
2. Holy Motors (Leos Carax)
3. For Love’s Sake (Takashi Miike)
4. Gimme the Loot (Adam Leon)
5. Universal Soldier: Day of Reckoning (John Hyams)
6. Our Homeland (Yang Yong-hi)
7. Lawinen der Erinnerung (Dominik Graf)
8. The Capsule (Athina Rachel Tsangari)
9. Barbara (Christian Petzold)
10. A Night Too Young (Olmo Omerzu)
11. Motorway (Pou-Soi Cheang)
12. Berberian Sound Studio (Peter Strickland)
13. anders, Molussien (Nicolas Rey)
14. Parabeton – Pier Luigi Nervi und römischer Beton (Heinz Emigholz)
15. Maniac (Franck Khalfoun)
16. The Tall Man (Pascal Laugier)
17. White Epilepsy (Philippe Grandrieux)
18. Dredd 3D (Pete Travis)
19. Invasion (Dito Tsintsadze)
20. In the Fog (Sergei Loznitsa)
21. Outing (Sebastian Meise, Thomas Reider)
22. Student (Darezhan Omirbayev)
23. Cosmopolis (David Cronenberg)
24. Wrong (Quentin Dupieux)
25. Moonrise Kingdom (Wes Anderson)
26. Sexual Chronicles of a French Family (Jean-Marc Barr, Pascal Arnold)
27. Thy Womb (Brillante Mendoza)
28. Three Sisters (Wang Bing)
29. Something in the Air (Olivier Assayas)
30. Glaube, Liebe, Tod (Peter Kern)
31. Leviathan (Véréna Paravel, Lucien Castaing-Taylor)
32. Inori (Pedro Gonzalez-Rubio)
33. Tinker Tailor Soldier Spy (Tomas Alfredson)
34. Chiri (Naomi Kawase)
35. Jaurès (Vincent Dieutre)
36. Django Unchained (Quentin Tarantino)
37. In Another Country (Hong Sang-soo)
38. Outrage Beyond (Takeshi Kitano)
39. Metéora (Spiros Stathoulopoulos)
40. The Cabin in the Woods (Drew Goddard)

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Dieser Beitrag wurde am Sonntag, Januar 13th, 2013 in den Kategorien Aktuelles Kino, Andreas, Blog, Listen veröffentlicht. Sie können alle Kommentare zu diesem Beitrag über den RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können diesen Beitrag kommentieren, oder einen Trackback von ihrer eigenen Seite setzen.

2 Antworten zu “2012 extended / 2008-2012 restructured”

  1. Paul on Januar 14th, 2013 at 16:22

    So gefällt uns das. 😀

    Wow, der Hyams ist also auch bei Dir in den Top 10 gelandet. Ich werde ihn auf 2013 verschieben und mal sehen, ob man den zumindest zu Hause irgendwie in 3D schauen kann. Zuerst aber mal Emmerichs Original nachholen, den ich nie gesehen habe. (Glaub aber eh nicht, dass das auch nur irgendwie Bedeutung für DoR hat.. 😉 )

    Ansonsten ist es schon fast seltsam, dass bei dir zwei solche Massen-Kritikerlieblinge ganz oben stehen, aber warum nicht? 🙂 Über die Nr. 3 haben wir uns eh damals unterhalten; mir hat einfach der erste Teil schon so zugesetzt, da konnte ich diesen erstaunlichen Umschwung zwar auch sehr mögen, aber im Gesamten wars für mich nicht der ganz große Wurf. Aber sicher viel feiner als z.B. Crows Zero..

    Bei deinen Enttäuschungen finden sich dann doch drei meiner Favoriten: Ich weiß jetzt nicht, ob u.a. ich bei JOURNAL DE FRANCE in Richtung überschätzt gemeint bin ;p, jedenfalls habe ich sonst eigentlich nirgends von dem gelesen. Ich habe ihn vor allem wegen Depardon selbst geliebt; all diese Ausschnitte aus seinen erstaunlich vielfältigen Werken, das war so schön.. Der Film an sich ist natürlich gar nicht soo außergewöhnlich, das stimmt.

    SHAME und LIVIDE dagegen haben mich (wenn auch leider nur am Laptop) sehr gebannt, zwei völlig unterschiedliche Beispiele für kraftvolles und einnehmendes Kino, im einen Fall streng durchkomponiert (ich liebe ab und zu solche betont kühl-heftigen kubrickesken Psychofilme), im anderen so absurd wild wuchernd wie ich mir dachte, dass du es generell gern hast… 😉

    Und zum Glück gibt es auch wieder zahlreiche Titel, die mir gar nichts sagen oder noch geschaut werden wollen, auch aus der feinen Zusammenstellung der letzten Jahre, und auf die Liste (:D ) wandern, sehr schön.

  2. Andreas on Januar 16th, 2013 at 01:46

    Den Hyams habe ich leider auch nicht in 3D sehen können, weil beim Fantasy Filmfest seinerzeit das DCP nicht korrekt abgespielt werden konnte und er deshalb nur in 2D lief (was im Zusammenspiel mit weiteren Pannen ja im September auch einen kontroversen ET-Beitrag zur Folge hatte… :)), was dann immerhin wiederum die klassizistischen Scope-Kompositionen eindrücklich zur Geltung brachte. Und überhaupt ein unglaubliches Erlebnis, das in seiner brachialen Dampfwalzen-Wucht gerade von einer Sichtung auf möglichst großer Leinwand schon erheblich profitiert. Kannte und kenne übrigens auch tatsächlich keinen der Vorgängerfilme, zum Glück funktioniert der Film ungeachtet etwaiger SOLDIER-Kosmos-Bezüge auch als eigenständiges Werk problemlos.

    Ja, auf die „Seltsamkeit“ der Beliebtheit meiner beiden Erstplatzierten bin ich im Text im Sammelposting auch eingegangen, aber eigentlich gefällt mir das durchaus, weil es ganz gut demonstriert, dass es mir eben nicht darum geht, möglichst obskures Zeug aufzulisten, sondern umgekehrt einfach die Bandbreite meiner Sichtungen dafür sorgt, dass automatisch gelegentlich sehr bekannte und dann wiederum auch ziemlich abseitige Titel weit oben rangieren. Der Rest der Liste entschädigt ja dann auch mit ein paar weniger geläufigen Entdeckungen. 😉

    Nee, keine Sorge, JOURNAL DE FRANCE als überschätzt zu bezeichnen wäre in der Tat etwas absurd, der fällt eher in die Sparte “Enttäuschungen angesichts des Potenzials hochgeschätzter Mitwirkender”. Wobei Depardons Material schon sehr interessant ist, keine Frage, ich finde nur den Umgang des Films damit ziemlich verschenkt, diese Snippet-haftigkeit, die Musikuntermalung, das ist mir zu sehr in gängige Konventionen gepresst. Insofern liegen wir vermutlich gar nicht so weit auseinander, gewichten beide Seiten nur deutlich anders. SHAME und LIVIDE wären dann wiederum eher überschätzt (natürlich subjektiv, diese Kategorisierung steht ja doch immer etwas im Anmaßungs- und Distinktionsbedürfnis-Verdacht), formal haben die natürlich schon beide was drauf, der eine ist mir aber zu sehr auf eine moralistische Beweisführung, der andere zu sehr auf eine mitunter doch eher fahle Aufreihung von Reminiszenzen aus. Uninteressant sind sicherlich beide nicht, auch wenn sie mir nicht allzu viel geben.

    Ansonsten schön zu sehen, dass gerade auch die maßlose Extended-Variante meiner Liste ihre Fans hat! 🙂

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