Der Hulk zerstört alles – Ein paar Worte über Gaspar Noé

Reden wir über Arthaus. Reden wir über Philosophie. Reden wir über Relevanz. Besser: reden wir über die Vorgaukelung all dessen. Reden wir über filmische Trickbetrügerei. Und einen ihrer begabtesten Vertreter.
Der Franzose Gaspar Noé ist so was wie ein Magier der Kinematographie. Besser: ein Illusionist, der mit der Trickapparatur des Kinos arbeitet.
Was er genau macht? In erster Linie manipuliert er Zuschauer, vorwiegend Kritiker und Filmwissenschaftler. Er zaubert Ideen in die Köpfe von Menschen. Es sind nicht die originellsten Ideen. Es sind nicht die cleversten Ideen. Es sind oftmals nur plumpe, persönliche Meinungen. Und die hat nun wirklich fast jeder. Aber wenn der Trick funktioniert, wenn die Bilder stark genug sind, kommen diese Ideen verdammt gut an. Nicht nur das, die Ideen scheinen sich im Kopf des Betrachters auf wundersame Weise zu einer ausgeklügelten Philosophie zu transformieren – was bleibt, ist bedeutungsschwangere Ehrfurcht und ehrfürchtige Verehrung.
Wie macht er das? Er selbst würde es uns natürlich niemals verraten. Zauberkünstler tun so etwas nicht. Da muss man schon selbst grübeln.
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