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> <channel><title>Kommentare zu: Passion (1981)</title> <atom:link href="http://www.eskalierende-traeume.de/passion-1981/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.eskalierende-traeume.de/passion-1981/</link> <description></description> <lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 04:35:37 +0000</lastBuildDate> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Von: Sano</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/passion-1981/comment-page-1/#comment-545</link> <dc:creator>Sano</dc:creator> <pubDate>Wed, 05 Aug 2009 15:31:22 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=278#comment-545</guid> <description>Ja Alex, was ist denn mit dir passiert? :-)
Im Vergleich zu manch späterem Godard war Passion doch recht entspannend. Könnte deine Reaktion bei &quot;Deutschland Neu(n) Null&quot; (1990) oder &quot;Notre musique&quot; (2004) verstehen - hier bin ich irritiert! Ja, IRRITIERT!!
Du wirst doch dem lieben Jean-Luc nicht plötzlich abhold, und seinen neuesten Film &quot;Socialisme&quot; gar mit dem Feuerschwert bekämpfen. Ich ahne Finsteres...
Wahrscheinlich ist dir der Film doch zu einfach gestrickt, und du willst es nur nicht zugeben.
Als Entschädigung darfst du dir nun aber DIESES zu Gemüte führen:
http://www.youtube.com/watch?v=N58cWZSS214</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ja Alex, was ist denn mit dir passiert? <img
src='http://www.eskalierende-traeume.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br
/> Im Vergleich zu manch späterem Godard war Passion doch recht entspannend. Könnte deine Reaktion bei &#8220;Deutschland Neu(n) Null&#8221; (1990) oder &#8220;Notre musique&#8221; (2004) verstehen &#8211; hier bin ich irritiert! Ja, IRRITIERT!!</p><p>Du wirst doch dem lieben Jean-Luc nicht plötzlich abhold, und seinen neuesten Film &#8220;Socialisme&#8221; gar mit dem Feuerschwert bekämpfen. Ich ahne Finsteres&#8230;</p><p>Wahrscheinlich ist dir der Film doch zu einfach gestrickt, und du willst es nur nicht zugeben.<br
/> Als Entschädigung darfst du dir nun aber DIESES zu Gemüte führen:<br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=N58cWZSS214" rel="nofollow">http://www.youtube.com/watch?v=N58cWZSS214</a></p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Alexander Schmidt</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/passion-1981/comment-page-1/#comment-443</link> <dc:creator>Alexander Schmidt</dc:creator> <pubDate>Sat, 18 Jul 2009 14:13:31 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=278#comment-443</guid> <description>Habe mir inzwischen dieses Machwerk endlich auch zu Gemüte geführt und muss sagen, dass ich in diesem Fall geradezu Christophsche Abwehrreaktionen gegen die meinem Empfinden nach penetrante Verkopftheit des Films hatte.
Sicher, der Film wartet durchaus mit interessanten ästhetischen Idee, guten Schauspielern und einer Menge intellektuellem Brimborium auf, wie ich es, ja ich gebe es zu, sonst durchaus schätze. Aber wo anderen Greenaway, Herzog oder Schlingensief verkrampft, gewollt, verstopft vorkommen, geht es mir eben mit diesem Film so. Auch Godard selbst hat das intellektuelle Essay, sowie die ästhetische Neuerung schon weitaus gewitzter und spielerischer zu handhaben gewusst (&quot;Pierrot le Fou&quot;, &quot;Week-End&quot;...).
Hier stelle ich ihn mir als selbstgeweihten Priester des Autorenfilms vor, gewandet in den Brokat der Diskurse, wie er uns mit weihevoller Geste die staubtrockene Intellektualhostie auf die dürstende Zunge legt, die davon jedoch endgültig am Gaumen babbt und unsere unwürdigen Münder verschließt, die der segnenden Weisheit Jean-Lucs ohnehin nichts hinzuzufügen hätten.
Oder vielleicht doch? Interessanterweise scheint der Film ja doch bei einigen von uns auf Gegenliebe zu treffen. Ich bin auf Diskussionen gespannt!</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Habe mir inzwischen dieses Machwerk endlich auch zu Gemüte geführt und muss sagen, dass ich in diesem Fall geradezu Christophsche Abwehrreaktionen gegen die meinem Empfinden nach penetrante Verkopftheit des Films hatte.</p><p>Sicher, der Film wartet durchaus mit interessanten ästhetischen Idee, guten Schauspielern und einer Menge intellektuellem Brimborium auf, wie ich es, ja ich gebe es zu, sonst durchaus schätze. Aber wo anderen Greenaway, Herzog oder Schlingensief verkrampft, gewollt, verstopft vorkommen, geht es mir eben mit diesem Film so. Auch Godard selbst hat das intellektuelle Essay, sowie die ästhetische Neuerung schon weitaus gewitzter und spielerischer zu handhaben gewusst (&#8220;Pierrot le Fou&#8221;, &#8220;Week-End&#8221;&#8230;).</p><p>Hier stelle ich ihn mir als selbstgeweihten Priester des Autorenfilms vor, gewandet in den Brokat der Diskurse, wie er uns mit weihevoller Geste die staubtrockene Intellektualhostie auf die dürstende Zunge legt, die davon jedoch endgültig am Gaumen babbt und unsere unwürdigen Münder verschließt, die der segnenden Weisheit Jean-Lucs ohnehin nichts hinzuzufügen hätten.</p><p>Oder vielleicht doch? Interessanterweise scheint der Film ja doch bei einigen von uns auf Gegenliebe zu treffen. Ich bin auf Diskussionen gespannt!</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Sano</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/passion-1981/comment-page-1/#comment-233</link> <dc:creator>Sano</dc:creator> <pubDate>Tue, 02 Jun 2009 23:47:59 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=278#comment-233</guid> <description>Hatte deinen Text bisher nur Ausschnitthaft gelesen,, da ich mir die vollständige Lektüre erst nach dem Genuß von Jean-Lucs Film im Kino gönnen wollte.
Vielleicht wäre es nützlicher gewesen, wie du sagst vorher etwas über &quot;Passion&quot; in Erfahrung zu bringen. Aber so wie es jetzt gestern gelaufen ist, war es vielleicht ein noch schöneres Erlebnis. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat mich der Film im Laufe seiner Dauer doch noch gepackt. :-)
Den Text fand ich sehr schön. Weniger akademisch (wie ich Anhand der Malereirekurse vermutet hatte), sondern eher analytisch/nützlich. Hab ich gerne gelesen, und les ich sicher auch in Zukunft wieder gerne. Wie bist du eigentlich auf das Buch zum Film aufmerksam geworden? Aber wir müssen sowieso noch ausgiebeiger über &quot;Passion&quot; reden.
Was mir als altem Romantiker natürlich wieder mal am Besten gefallen hat, war die Schönheit der Gesichter in Coutards Großaufnahmen, während der asynchrone Ton eine zeitlose Stimmung heraufbeschwor. Da wurde Godard zum Maler, und in diesen seinen Film-bildern stimmte alles, was Jerzy in der Handlung nicht zustande bekam. Die Vereinigung der Klassen, die Sublimation der Leidenschaft in der Kunst, und vor allem das Licht.
Das tolle ist in der Tat wie der Film immer mehr gewinnt je mehr man sich mit ihm auseinandersetzt. Da er von der inhaltlichen Bedeutungsebene (wie so oft bei Godard) ja doch sehr einfach gestrickt ist, verleih ihm die formale Gestaltung eine eigenwillige Kraft. Dass der &quot;Filmdienst&quot; das zu konventionell fand ist einerseits verständlich, andererseits erstaunlich (beides in Bezug auf meine Wahrnehmung der eher beschränkten Auffassungsgaben mancher dortigen Autoren - aber vielleicht schrieben ja Anfang der 80er auch ganz kreative Leute für das Blatt? Muß mal mein Passwort für den cinOmaten hervorkramen und mir die Kritik selbst durchlesen).
Jedenfalls war Godards &quot;Passion&quot; für mich nach anfänglichem Unbehagen (nicht schon wieder ein Agitpropfilm...) eine sehr inspirierende Sichtung, und mir kamen auch etliche Ideen für eigene Filme. Ich würde z.B. liebend gern einen Piratenfilm drehen, bei dem die Piraten nur durch selbigen Schriftzug auf ihren T-Shirts erkennbar wären, ohne dadurch jedoch zusätzliche Reflexionsebenen, parodistische Absichten, oder sonstigen Schmarrn (sprich: Ballast) hervorzuheben. Wre auch wesentlich billiger zu drehen, als mit authentischen Kostümen. &quot;Passion&quot; war somit auch ein Film der mich wieder zum träumen über die Möglichkeiten des Kinos brachte, und mit meinem darauffolgenden Kinoerlebnis von Ruggero Deodatos nicht minder traumtänzerischem &quot;Mondo Cannibale - der Vogelmensch&quot; (1977), meine verkrusteten Sehgewohnheiten wieder mit jugendlichem Elan zu füllen vermochte.
Mein erster Godard der 80er, den aber eine direkte Linie mit dem wunderbaren Vorgänger&quot;Rette sich wer kann (das Leben)&quot; (1979) verbindet.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Hatte deinen Text bisher nur Ausschnitthaft gelesen,, da ich mir die vollständige Lektüre erst nach dem Genuß von Jean-Lucs Film im Kino gönnen wollte.<br
/> Vielleicht wäre es nützlicher gewesen, wie du sagst vorher etwas über &#8220;Passion&#8221; in Erfahrung zu bringen. Aber so wie es jetzt gestern gelaufen ist, war es vielleicht ein noch schöneres Erlebnis. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat mich der Film im Laufe seiner Dauer doch noch gepackt. <img
src='http://www.eskalierende-traeume.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br
/> Den Text fand ich sehr schön. Weniger akademisch (wie ich Anhand der Malereirekurse vermutet hatte), sondern eher analytisch/nützlich. Hab ich gerne gelesen, und les ich sicher auch in Zukunft wieder gerne. Wie bist du eigentlich auf das Buch zum Film aufmerksam geworden? Aber wir müssen sowieso noch ausgiebeiger über &#8220;Passion&#8221; reden.<br
/> Was mir als altem Romantiker natürlich wieder mal am Besten gefallen hat, war die Schönheit der Gesichter in Coutards Großaufnahmen, während der asynchrone Ton eine zeitlose Stimmung heraufbeschwor. Da wurde Godard zum Maler, und in diesen seinen Film-bildern stimmte alles, was Jerzy in der Handlung nicht zustande bekam. Die Vereinigung der Klassen, die Sublimation der Leidenschaft in der Kunst, und vor allem das Licht.<br
/> Das tolle ist in der Tat wie der Film immer mehr gewinnt je mehr man sich mit ihm auseinandersetzt. Da er von der inhaltlichen Bedeutungsebene (wie so oft bei Godard) ja doch sehr einfach gestrickt ist, verleih ihm die formale Gestaltung eine eigenwillige Kraft. Dass der &#8220;Filmdienst&#8221; das zu konventionell fand ist einerseits verständlich, andererseits erstaunlich (beides in Bezug auf meine Wahrnehmung der eher beschränkten Auffassungsgaben mancher dortigen Autoren &#8211; aber vielleicht schrieben ja Anfang der 80er auch ganz kreative Leute für das Blatt? Muß mal mein Passwort für den cinOmaten hervorkramen und mir die Kritik selbst durchlesen).<br
/> Jedenfalls war Godards &#8220;Passion&#8221; für mich nach anfänglichem Unbehagen (nicht schon wieder ein Agitpropfilm&#8230;) eine sehr inspirierende Sichtung, und mir kamen auch etliche Ideen für eigene Filme. Ich würde z.B. liebend gern einen Piratenfilm drehen, bei dem die Piraten nur durch selbigen Schriftzug auf ihren T-Shirts erkennbar wären, ohne dadurch jedoch zusätzliche Reflexionsebenen, parodistische Absichten, oder sonstigen Schmarrn (sprich: Ballast) hervorzuheben. Wre auch wesentlich billiger zu drehen, als mit authentischen Kostümen. &#8220;Passion&#8221; war somit auch ein Film der mich wieder zum träumen über die Möglichkeiten des Kinos brachte, und mit meinem darauffolgenden Kinoerlebnis von Ruggero Deodatos nicht minder traumtänzerischem &#8220;Mondo Cannibale &#8211; der Vogelmensch&#8221; (1977), meine verkrusteten Sehgewohnheiten wieder mit jugendlichem Elan zu füllen vermochte.<br
/> Mein erster Godard der 80er, den aber eine direkte Linie mit dem wunderbaren Vorgänger&#8221;Rette sich wer kann (das Leben)&#8221; (1979) verbindet.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Sano</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/passion-1981/comment-page-1/#comment-232</link> <dc:creator>Sano</dc:creator> <pubDate>Tue, 02 Jun 2009 22:55:41 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=278#comment-232</guid> <description>Habe mal der Übersichtlichkeit halber Anikas Antwort zu Critics Kommentar
hier
gepostet:
&lt;blockquote&gt;@ 2. Kritik:
Nun ja über Kamera und Malerei ging der ganze Artikel ja an sich nicht und es war auch nicht Sinn und Zweck aufzulisten wo bei der Malerei und wo im Film Nachteile sind, denn dafür müsste man wohl einen eigenen Artikel schreiben. Das die Blickrichtung bei einem Film wie Passion selbstverständlich nicht dem Betrachter überlassen bleibt (wie wenn das T.V. in einer Totalen zu sehen wäre) ist in meinen Augen zweitrangig. Godard ging es nicht um ein detailgetreues Abfilmen von Tableau Vivants, die übrigens auch keine 1:1 Nachahmungen der Vorbilder zeigen sondern meist deutliche Abweichungen aufzeigen. M. E. wollte er sich des Hintergrundwissens über die gezeigten Bilder bedienen (z.B. Revolution / Adelsfamilie) und nicht Facetten verschiedener Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, denn sonst hätte er es getan? Hier von vorgegebener Blickrichtung zu sprechen trifft meiner Meinung nicht den Kern des Films, denn Godard filmt ja nicht von einem Standpunkt aus ein Tableau ab, er fährt durch das Tableau, zeigt quasi ein 3-D Tableau z.B. in der Szene als römische Soldaten die fliehenden Frauen durch ein im Studio nachgebautes Miniatur-Jerusalem jagen. Bei anderem T.V´s (z.B der Erschießung der Aufständischen) zeigt die Kamera Details des Bildes und m.E spielt Godard mit Szenen wie diesen genau mit dem von dir erwähnten Problem: Die Vorgabe der Blickrichtung durch die Kamera. Die von mir viel zu kurz erwähnte Reflexion des eigenen Mediums in Passion spielt eben genau mit Aspekten wie diesen…
Abschließend bleibt mir nurnoch zu sagen, das Passion ja nicht möglichst im Sinne einer Kunstpädagogischen Betrachtung Kunstwerke abfilmen will um die Kunst möglichst stimmig zu zeigen sondern der Regisseur bedient sich eines Malereisujets und setzt - was er für wichtig hält - wie er es will um. Das T.V. steht im Dienst des Films und fungiert nicht als eigenständiges Tableau! Das Argument mit der hohen Schnittfolge stimmt sicherlich- bei anderen Filmen die sich Kunstwerken aus der bildenden Kunst bedienen.
Fakt ist, Film zeigt Kunst meistens nicht frontal in einer Totalen, fährt langsam näher heran und verharrt um gegebenfalls einige Details zu zeigen (am besten alle). Dies wäre im Sinne eines Filmes, der ein Gemälde möglichst stimmig zeigen will, welches sich der Film aber nicht wie im Falle von Passion einverleibt.
Zudem finde ich es ziemlich grenzwertig die Kamera in Passion mit einem abgefilmten Theaterstück zu vergleichen?&lt;/blockquote&gt; </description> <content:encoded><![CDATA[<p>Habe mal der Übersichtlichkeit halber Anikas Antwort zu Critics Kommentar<br
/> hier<br
/> gepostet:</p><blockquote><p>@ 2. Kritik:<br
/> Nun ja über Kamera und Malerei ging der ganze Artikel ja an sich nicht und es war auch nicht Sinn und Zweck aufzulisten wo bei der Malerei und wo im Film Nachteile sind, denn dafür müsste man wohl einen eigenen Artikel schreiben. Das die Blickrichtung bei einem Film wie Passion selbstverständlich nicht dem Betrachter überlassen bleibt (wie wenn das T.V. in einer Totalen zu sehen wäre) ist in meinen Augen zweitrangig. Godard ging es nicht um ein detailgetreues Abfilmen von Tableau Vivants, die übrigens auch keine 1:1 Nachahmungen der Vorbilder zeigen sondern meist deutliche Abweichungen aufzeigen. M. E. wollte er sich des Hintergrundwissens über die gezeigten Bilder bedienen (z.B. Revolution / Adelsfamilie) und nicht Facetten verschiedener Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, denn sonst hätte er es getan? Hier von vorgegebener Blickrichtung zu sprechen trifft meiner Meinung nicht den Kern des Films, denn Godard filmt ja nicht von einem Standpunkt aus ein Tableau ab, er fährt durch das Tableau, zeigt quasi ein 3-D Tableau z.B. in der Szene als römische Soldaten die fliehenden Frauen durch ein im Studio nachgebautes Miniatur-Jerusalem jagen. Bei anderem T.V´s (z.B der Erschießung der Aufständischen) zeigt die Kamera Details des Bildes und m.E spielt Godard mit Szenen wie diesen genau mit dem von dir erwähnten Problem: Die Vorgabe der Blickrichtung durch die Kamera. Die von mir viel zu kurz erwähnte Reflexion des eigenen Mediums in Passion spielt eben genau mit Aspekten wie diesen…<br
/> Abschließend bleibt mir nurnoch zu sagen, das Passion ja nicht möglichst im Sinne einer Kunstpädagogischen Betrachtung Kunstwerke abfilmen will um die Kunst möglichst stimmig zu zeigen sondern der Regisseur bedient sich eines Malereisujets und setzt &#8211; was er für wichtig hält &#8211; wie er es will um. Das T.V. steht im Dienst des Films und fungiert nicht als eigenständiges Tableau! Das Argument mit der hohen Schnittfolge stimmt sicherlich- bei anderen Filmen die sich Kunstwerken aus der bildenden Kunst bedienen.<br
/> Fakt ist, Film zeigt Kunst meistens nicht frontal in einer Totalen, fährt langsam näher heran und verharrt um gegebenfalls einige Details zu zeigen (am besten alle). Dies wäre im Sinne eines Filmes, der ein Gemälde möglichst stimmig zeigen will, welches sich der Film aber nicht wie im Falle von Passion einverleibt.<br
/> Zudem finde ich es ziemlich grenzwertig die Kamera in Passion mit einem abgefilmten Theaterstück zu vergleichen?</p></blockquote> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: The Critic</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/passion-1981/comment-page-1/#comment-176</link> <dc:creator>The Critic</dc:creator> <pubDate>Tue, 05 May 2009 20:17:46 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=278#comment-176</guid> <description>Interessanter Text, der in seiner neugierigen Suche nach Verbindungslinien logischerweise die B- und P-Waffen auf den Plan ruft.
Nicht gefällt mir hingegen der Absatz über Malerei und Kamera, da er einseitig die Vorzüge der Kinokunst preist. Gleichzeitig entsteht dadurch ein Nachteil, den jeder kennt, der schon mal eine mitgefilmte Theateraufführung gesehen hat - die Blickrichtung wird durch die Kamera vorgegeben. Was der Regisseur für wichtig hält, wird in den Fokus gebracht. Ein selbstständiges Erschließen des Bildes wie bei der Malerei wird dadurch meist verhindert, besonders bei der hohen Schnittfrequenz heutzutage.
Ausnahmen wie die statischen Tableaus in Filmen wie Roy Anderssons &lt;I&gt;Sånger från andra våningen&lt;/I&gt; oder das assoziative Bildgewitter von Godards &lt;I&gt;Histoire(s) du cinéma&lt;/I&gt; bestätigen die Regel.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Interessanter Text, der in seiner neugierigen Suche nach Verbindungslinien logischerweise die B- und P-Waffen auf den Plan ruft.</p><p>Nicht gefällt mir hingegen der Absatz über Malerei und Kamera, da er einseitig die Vorzüge der Kinokunst preist. Gleichzeitig entsteht dadurch ein Nachteil, den jeder kennt, der schon mal eine mitgefilmte Theateraufführung gesehen hat &#8211; die Blickrichtung wird durch die Kamera vorgegeben. Was der Regisseur für wichtig hält, wird in den Fokus gebracht. Ein selbstständiges Erschließen des Bildes wie bei der Malerei wird dadurch meist verhindert, besonders bei der hohen Schnittfrequenz heutzutage.<br
/> Ausnahmen wie die statischen Tableaus in Filmen wie Roy Anderssons <i>Sånger från andra våningen</i> oder das assoziative Bildgewitter von Godards <i>Histoire(s) du cinéma</i> bestätigen die Regel.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Anika Oberman</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/passion-1981/comment-page-1/#comment-177</link> <dc:creator>Anika Oberman</dc:creator> <pubDate>Tue, 05 May 2009 16:11:33 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=278#comment-177</guid> <description>@Christoph: Zu beachten ist das ich nur einen Aspekt aus der Fülle heraus gegriffen habe. Und da ich nunmal irgendwo doch Kunsthistorikerin bin war eine Analyse eines T.V´s natürlich verlockend. Arme Mater, ich habe mir schon überlegt als Pflaster auf deinen Wunden die nächste Kritik über &quot;Hexen bis aufs Blut gequält&quot; zu schreiben ;). </description> <content:encoded><![CDATA[<p>@Christoph: Zu beachten ist das ich nur einen Aspekt aus der Fülle heraus gegriffen habe. Und da ich nunmal irgendwo doch Kunsthistorikerin bin war eine Analyse eines T.V´s natürlich verlockend. Arme Mater, ich habe mir schon überlegt als Pflaster auf deinen Wunden die nächste Kritik über &#8220;Hexen bis aufs Blut gequält&#8221; zu schreiben <img
src='http://www.eskalierende-traeume.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Christoph</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/passion-1981/comment-page-1/#comment-174</link> <dc:creator>Christoph</dc:creator> <pubDate>Mon, 04 May 2009 03:50:26 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=278#comment-174</guid> <description>Hilfe! P.-Alarm! Glueckwunsch an die Mater fuer das bildungsbuergerlichste Posting unseres Blogs bisher.
Ausgehend von deinem Text nehme ich an, dass ich den Film von ganzem Herzen hassen wuerde und er moeglicherweise meine Abscheu gegen Godard in neue, ungeahnte Hoehen treiben duerfte (was nach meinem letzten Godard-Erlebnis mit dem grausigen ONE PLUS ONE allerdings kaum noch moeglich scheint). Ironischerweise war das eigentlich der Godard, den ich als naechsten sehen wollte, da selbst der sonst bei jeder sich bietenden Gelegenheit Godards selbstverliebten Arsch kuessende Filmdienst ihm angekreidet hat, zu &quot;konventionell&quot; zu sein. Offensichtlich ein Fauxpas. Schade. Wobei ich ja nach wie vor NUMERO DEUX ganz toll und LE MEPRIS ganz mies finde, was ein offensichtlicher Widerspruch dazu ist.
Dein Text an sich ist allerdings interessant und du naeherst dich dem Film wohl auf kongeniale Art und Weise an - was natuerlich einen Erfolg fuer dich und totale Abschreckung fuer mich bedeutet.^^
Himmel, klingt das schrecklich. Ich werde wohl zu Staub zerfallen und meine Knochen sich in Saeure verwandeln... Ich werde mir jetzt dann in meinem britischen Domizil zum wahrscheinlich 14. Mal SUSPIRIA ansehen und mich an der Reinheit von Argentos Instinkt-Kino und seiner aeusserlichen Unintellektualitaet erfreuen.;-)</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Hilfe! P.-Alarm! Glueckwunsch an die Mater fuer das bildungsbuergerlichste Posting unseres Blogs bisher.</p><p>Ausgehend von deinem Text nehme ich an, dass ich den Film von ganzem Herzen hassen wuerde und er moeglicherweise meine Abscheu gegen Godard in neue, ungeahnte Hoehen treiben duerfte (was nach meinem letzten Godard-Erlebnis mit dem grausigen ONE PLUS ONE allerdings kaum noch moeglich scheint). Ironischerweise war das eigentlich der Godard, den ich als naechsten sehen wollte, da selbst der sonst bei jeder sich bietenden Gelegenheit Godards selbstverliebten Arsch kuessende Filmdienst ihm angekreidet hat, zu &#8220;konventionell&#8221; zu sein. Offensichtlich ein Fauxpas. Schade. Wobei ich ja nach wie vor NUMERO DEUX ganz toll und LE MEPRIS ganz mies finde, was ein offensichtlicher Widerspruch dazu ist.</p><p>Dein Text an sich ist allerdings interessant und du naeherst dich dem Film wohl auf kongeniale Art und Weise an &#8211; was natuerlich einen Erfolg fuer dich und totale Abschreckung fuer mich bedeutet.^^</p><p>Himmel, klingt das schrecklich. Ich werde wohl zu Staub zerfallen und meine Knochen sich in Saeure verwandeln&#8230; Ich werde mir jetzt dann in meinem britischen Domizil zum wahrscheinlich 14. Mal SUSPIRIA ansehen und mich an der Reinheit von Argentos Instinkt-Kino und seiner aeusserlichen Unintellektualitaet erfreuen.;-)</p> ]]></content:encoded> </item> </channel> </rss>
