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> <channel><title>Kommentare zu: Film und Buch (#4): Mario Leis &#8211; Leni Riefenstahl (2009)</title> <atom:link href="http://www.eskalierende-traeume.de/film-und-buch-4-mario-leis-leni-riefenstahl-2009/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.eskalierende-traeume.de/film-und-buch-4-mario-leis-leni-riefenstahl-2009/</link> <description></description> <lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 11:50:06 +0000</lastBuildDate> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Von: Sano</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/film-und-buch-4-mario-leis-leni-riefenstahl-2009/comment-page-1/#comment-2883</link> <dc:creator>Sano</dc:creator> <pubDate>Sat, 17 Jul 2010 21:04:21 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=3675#comment-2883</guid> <description>Ich kenne von Riefenstahl auch nur wenig, und über sie ebenso. Hab mal als Jugendlicher &quot;Triumph des Willens&quot; auf ner alten VHS aus der Bücherei ausgeliehen, und das wars im Grunde. Aber man kriegt ja trotzdem so einiges mit...
Dieser Dualismus in den Köpfen der Leute ist wirklich eine Katastrophe, und grassierte ja auch unter Filmfans aufs übelste. Wenn A gut, dann B schlecht. Es ist schon erbärmlich, wenn man Unterschiede nicht aushalten kann, und meiner Meinung nach bereits problematisch, wenn diese von vornherein als Widersprüche empfunden werden. Der Anspruch auf Einheitlichkeit ist dabei nicht nur in der Kunst eine teuflische Forderung.
Ich finde es ebenso problematisch wenn Tarantino auf die Frage nach der besten weiblichen Filmemacherin mit Riefenstahl antwortet. Nicht im Kontext des spezifischen Gesprächs und Themas, (und es ist durchaus kritisch, wenn Tarantino in einem deutschen Interview die -wie ich es empfinde - vor allem hierzulande kontroverse Riefenstahl als persönlichen Liebling benennt, zumal, da es im Kontext seines Antifaschistischen &quot;Inglourious Basterds&quot; geäußert wird), sondern schon die Frage. Frauen werden ghettoisiert. So als ob Filme von Regisseurinnen ein eigenes Genre wären. Natürlich sind Filme von Frauen anders als Filme vonmännlichen Regisseuren, aber das sind nicht ihre Spezifika. Genauso wenig wie das Wesens eines Nazis ist, dass er ein Nazi ist.
Und ich brauche Riefenstahls Werk nicht zu kennen, um mich darüber zu beschweren, dass es nicht auf die bekanntesten Aspekte reduziert werden kann. Eine interessante Frage wäre ja zum Beispiel, was hat sie zwischen 1945 und 1965 getan? Das ist dann eben die Aufgabe des Biographen (oder in diesem Fall des Autors der Monographie) sich damit zu beschäftigen, und antworten darauf zu liefern.
Wie kann ich das klar ausdrücken?  Wenn z.B. die Riefenstahl zeitlebens gerne Tischdeckchen gehäkelt hat, wer bin ich zu behaupten, dass ihre Filme wichtiger waren? Also etwas polemisch gesagt, lieber auch ein Buch über Leni beim Häkeln, als Band 89 über ihre Verehrung für den Führer.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich kenne von Riefenstahl auch nur wenig, und über sie ebenso. Hab mal als Jugendlicher &#8220;Triumph des Willens&#8221; auf ner alten VHS aus der Bücherei ausgeliehen, und das wars im Grunde. Aber man kriegt ja trotzdem so einiges mit&#8230;</p><p>Dieser Dualismus in den Köpfen der Leute ist wirklich eine Katastrophe, und grassierte ja auch unter Filmfans aufs übelste. Wenn A gut, dann B schlecht. Es ist schon erbärmlich, wenn man Unterschiede nicht aushalten kann, und meiner Meinung nach bereits problematisch, wenn diese von vornherein als Widersprüche empfunden werden. Der Anspruch auf Einheitlichkeit ist dabei nicht nur in der Kunst eine teuflische Forderung.</p><p>Ich finde es ebenso problematisch wenn Tarantino auf die Frage nach der besten weiblichen Filmemacherin mit Riefenstahl antwortet. Nicht im Kontext des spezifischen Gesprächs und Themas, (und es ist durchaus kritisch, wenn Tarantino in einem deutschen Interview die -wie ich es empfinde &#8211; vor allem hierzulande kontroverse Riefenstahl als persönlichen Liebling benennt, zumal, da es im Kontext seines Antifaschistischen &#8220;Inglourious Basterds&#8221; geäußert wird), sondern schon die Frage. Frauen werden ghettoisiert. So als ob Filme von Regisseurinnen ein eigenes Genre wären. Natürlich sind Filme von Frauen anders als Filme vonmännlichen Regisseuren, aber das sind nicht ihre Spezifika. Genauso wenig wie das Wesens eines Nazis ist, dass er ein Nazi ist.</p><p>Und ich brauche Riefenstahls Werk nicht zu kennen, um mich darüber zu beschweren, dass es nicht auf die bekanntesten Aspekte reduziert werden kann. Eine interessante Frage wäre ja zum Beispiel, was hat sie zwischen 1945 und 1965 getan? Das ist dann eben die Aufgabe des Biographen (oder in diesem Fall des Autors der Monographie) sich damit zu beschäftigen, und antworten darauf zu liefern.</p><p>Wie kann ich das klar ausdrücken?  Wenn z.B. die Riefenstahl zeitlebens gerne Tischdeckchen gehäkelt hat, wer bin ich zu behaupten, dass ihre Filme wichtiger waren? Also etwas polemisch gesagt, lieber auch ein Buch über Leni beim Häkeln, als Band 89 über ihre Verehrung für den Führer.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Alexander S.</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/film-und-buch-4-mario-leis-leni-riefenstahl-2009/comment-page-1/#comment-2880</link> <dc:creator>Alexander S.</dc:creator> <pubDate>Thu, 15 Jul 2010 17:11:27 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=3675#comment-2880</guid> <description>Leider habe ich mich mit Riefenstahl noch so gut wie gar nicht beschäftigt, kenne auch noch keinen Film von ihr, aber irgendwann werde ich das wohl nachholen müssen!
Dass in dem Buch vor allem ihr Schaffen im 3. Reich behandelt wird ist irgendwie klar, schließlich sind das ihre bekanntesten Werke. Hat sie außer diesen Nuba-Bildbänden denn überhaupt noch so viel künstlerisch gemacht nach 1945? Ich kenne mich da zu wenig aus, sehe aber gerade im Netz, dass sie 2002 noch so einen Unterwasser-Naturfilm gemacht hat... Kennst du den?
Diese schreckliche &quot;political correctness&quot; ist wirklich eine Seuche, weil sie die Auseinandersetzung und realistische Betrachtung so vieler Aspekte der Kultur völlig verzerrt, der Titel von Schwarzers Artikel spricht in der Tat Bände: entweder sie ist eben eine böse Nazi-Propagandistin, dann muss ihr Werk auch automatisch ganz furchtbar kitschig oder ästhetisch mangelhaft oder naiv oder gestümpert sein, oder sie ist eben doch eine Künstlerin, dann kann sie natürlich niemals eine echte Nazisse gewesen sein, wurde nur missbraucht und hat Buße getan, indem sie dann gezeigt, dass &quot;Neger auch schön sein können&quot;...</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Leider habe ich mich mit Riefenstahl noch so gut wie gar nicht beschäftigt, kenne auch noch keinen Film von ihr, aber irgendwann werde ich das wohl nachholen müssen!</p><p>Dass in dem Buch vor allem ihr Schaffen im 3. Reich behandelt wird ist irgendwie klar, schließlich sind das ihre bekanntesten Werke. Hat sie außer diesen Nuba-Bildbänden denn überhaupt noch so viel künstlerisch gemacht nach 1945? Ich kenne mich da zu wenig aus, sehe aber gerade im Netz, dass sie 2002 noch so einen Unterwasser-Naturfilm gemacht hat&#8230; Kennst du den?</p><p>Diese schreckliche &#8220;political correctness&#8221; ist wirklich eine Seuche, weil sie die Auseinandersetzung und realistische Betrachtung so vieler Aspekte der Kultur völlig verzerrt, der Titel von Schwarzers Artikel spricht in der Tat Bände: entweder sie ist eben eine böse Nazi-Propagandistin, dann muss ihr Werk auch automatisch ganz furchtbar kitschig oder ästhetisch mangelhaft oder naiv oder gestümpert sein, oder sie ist eben doch eine Künstlerin, dann kann sie natürlich niemals eine echte Nazisse gewesen sein, wurde nur missbraucht und hat Buße getan, indem sie dann gezeigt, dass &#8220;Neger auch schön sein können&#8221;&#8230;</p> ]]></content:encoded> </item> </channel> </rss>
