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> <channel><title>Eskalierende Träume &#187; Ältere Texte</title> <atom:link href="http://www.eskalierende-traeume.de/category/lange_texte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.eskalierende-traeume.de</link> <description></description> <lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 11:34:41 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>„There’s no place like Harlem“ oder Eddie Murphys Schwanengesang</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/%e2%80%9etheres-place-harlem-oder-eddie-murphys-schwanengesang/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/%e2%80%9etheres-place-harlem-oder-eddie-murphys-schwanengesang/#comments</comments> <pubDate>Mon, 05 Mar 2012 17:34:54 +0000</pubDate> <dc:creator>Sven Safarow</dc:creator> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Blogautoren]]></category> <category><![CDATA[Filmbesprechungen]]></category> <category><![CDATA[Filmschaffende]]></category> <category><![CDATA[Sven Safarow]]></category> <category><![CDATA[80er]]></category> <category><![CDATA[Blaxploitation]]></category> <category><![CDATA[Eddie Murphy]]></category> <category><![CDATA[US-Film]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=13179</guid> <description><![CDATA[Angefangen hat er als begnadeter Stand-Up Comedian, der seine geniale Soloshow „Delirious“ (1983) mit gerade mal 21 Jahren abgeliefert hat.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p></b></p><p>Angefangen hat er als begnadeter Stand-Up Comedian, der seine geniale Soloshow „Delirious“ (1983) mit gerade mal 21 Jahren abgeliefert hat. Seine unglaubliche Energie, sein perfektes Timing, sein hintergründiger Witz, sein virtuoses Fluchen, ist auch heute noch eine Bombe von ungeahnter Sprengkraft. Sein Spott kannte keine Grenzen und schon gar keine Rassenschranken. Egal ob es um Weiße, Schwarze, Asiaten, Frauen, Männer, Fernsehpersönlichkeiten oder die eigene Verwandtschaft ging. Vor seinem Sarkasmus waren sie alle gleich.<br
/> Rasch folgte der kometenhafte Aufstieg in Filmen wie „48 Hrs“, Trading Places“ und „Beverly Hills Cop“. Er war der Außenseiter aus der Gosse, der sich mit Witz und Mut gegen eine korrupte und zynische Umwelt stellte. Für den Zuschauer hingegen ist er nie Außenseiter gewesen. Eddie Murphy war schon immer einfach da. Er ist unmittelbar präsent, und er wirkt. Ein Schnellzug, der durchs Zelluloid fegt. Sein Grinsen: sardonisch und schelmisch zugleich. Sein Gesicht: ausdrucksstärker als das Spiel so manchen gefeierten Schauspielers. Sein Wesen: eitel und doch selbstironisch.<span
id="more-13179"></span><br
/> Wirft man heute einen Blick auf seine zweite Soloshow „Raw“ von 1987 merkt man, was sich seit „Delirious“ alles verändert hat. Er ist zum Superstar aufgestiegen, und so macht er auch mehr Witze über Prominente, und das ganze Geld, das er bei einer Scheidung verlieren würde. Die Lebensrealität und die Prioritäten wechseln schneller als man denkt.<br
/> Sein massives Selbstbewusstsein, das er wie selbstverständlich auf die Leute losließ, ist in „Raw“ einem godlike-Status  gewichen, der uns seine Popularität in der Öffentlichkeit wie in der Industrie ziemlich gut erahnen lässt. Ein Status, der ihm viele Freiheiten bescherte. Und Eddie Murphy wollte alle Freiheiten der Welt haben, um „Harlem Nights“ zu inszenieren, seinen ersten großen Kritiker-Flop.</p><p>Paramount präsentiert in Zusammenarbeit mit Eddie Murphy Productions: einen Film von Eddie Murphy! Mit Eddie Murphy! Ko-Produziert von Eddie Murphy! Buch und Regie: Eddie Murphy!<br
/> Man kriegt schon einen leisen Verdacht von überbordender Eitelkeit, die den damaligen Weltstar anscheinend überkam, wenn man sich die Credits von „Harlem Nights“ ansieht.<br
/> Mag man den Film also für ein vanity project halten, ein Starvehikel, einen riesigen, teuren Spielplatz zum Austoben. Aber der Film ist mehr als das. „Harlem Nights“ ist auch die Summe von Murphys Obsessionen: Stand Up Comedy (die Besetzung von Richard Pryor und Redd Foxx), das Lotterleben, Gangsterfilme (Assoziationen zum „Cotton Club“ oder „The Sting“ drängen sich geradezu auf), Sex und Gewalt, und ein over-the-top-Humor, für den das Wort „krass“ wie eine Untertreibung klingt. Kurz: der pure Hedonismus.<br
/> Gleich an der ersten Szene merkt man, dass Murphy diesen Film nicht für das Publikum, sondern nur für sich selbst gemacht hat. Ein kleiner Junge kommt in einen zwielichtigen Club, er macht Besorgungen für den Besitzer Sugar Ray (Pryor). Einem Gast gefällt das nicht, er denkt, Kinder bringen ihm Pech, und fängt an durchzudrehen. Der kleine Junge schießt ihm in den Kopf. Und dieser kleine Junge wird später zu Mr. Quick (Murphy), Mitbesitzer des Clubs und Protagonist von „Harlem Nights“. Nachdem Eddie Murphy der nette Prinz von Zamunda war, und ein goldenes Kind vor bösen Geistern beschützte, zeigt er in seinem Regiedebüt, wie ein kleiner Junge einem irren Glücksspieler in den Kopf schießt. Und das ist nur der Anfang der Geschmacklosigkeiten.<br
/> Vanity project? Vielleicht, aber auch eine Herzensangelegenheit, keine Rücksicht auf Verluste. Mr. Quick prügelt sich im Hinterhof mit einer dicken Hure, und schießt ihr den kleinen Zeh weg. Mr. Quick schläft mit einer kreolischen Gangsterbraut und erschießt sie danach, bevor sie es zuerst tut. Die Helden sind Barbesitzer und Glückspielbetreiber im Harlem der dreißiger Jahre, und die Schurken sind weiße Gangster und Polizisten. Nicht gerade der Stoff, aus dem die Blockbuster sind (vor allem die familientauglichen, mit denen Eddie sich Ende der Neunziger beim Publikum anbiedern sollte).</p><p>„Harlem Nights“ wirkt eher wie ein Blaxploitationfilm, mit ultracoolen schwarzen Helden, nein, Ikonen, und weißen Gegenspielern, die entweder Idioten oder Sadisten oder beides sind. Der Score stammt von Herbie Hancock, und dazwischen erklingen immer wieder Nummern von Duke Ellington. Alle sind verdammt gut angezogen, und verstehen es, sich „classy“ zu geben. Und den weißen supremacists ist man stets einen Schritt voraus. Der Film macht keinen Hehl daraus, dass die whitebreads nicht den Hauch einer Chance haben. Mr. Ray und Mr. Quick und ihre Entourage  sind mindestens genauso ausgebufft wie die Clique von Danny Ocean, deren Triumph man ebenfalls nicht eine Sekunde anzweifelt.<br
/> Doch während Oceans Elf ziemlich harmlos daherkommt, kann man das von „Harlem Nights“ nicht sagen. Abgesehen von den obligatorischen Flüchen, wird geballert, geprügelt und gemordet. Murphy präsentiert jedoch auch diese Szenen so, dass man darüber lachen soll. Doch so heiter und leicht diese Szenen rüberkommen wollen (Arsenio Halls heulender Gangster!), so drastisch und brutal sind sie doch. Heute in der Post-Tarantino-Ära ist das auch kein Problem. Aber 1989 war das noch zu verwirrend.</p><p>Murphy lässt sich Zeit mit seiner Geschichte und kostet die Nightclub-Atmosphäre voll aus, die er kreiert. Die Gesichter, die Gesten, die Blicke, die Sprüche, die so schnell rausgehauen werden wie Kugeln. So dauert das Ganze am Ende 110 Minuten, und es fühlt sich auch so an. Für echte Spannung fehlt das Mitfiebern: man hat eben nie Angst um die Jungs, die zu cool sind, um sich linken zu lassen. Witzig ist das Ganze zwar – aber nicht zu witzig. Gleichzeitig hat man auch keinen harten Gangsterfilm vor sich – auch wenn man manchmal den Verdacht hat.</p><p>„Harlem Nights“ ist eher ein Schwelgen, ein Abfeiern des black machismo, ein romantisierender Ausflug in eine Phantasiewelt, vielleicht auch ein Ausflug in den Kopf des Erfinders. „Harlem Nights“ ist pure Wunscherfüllung. Eddie Murphy inszeniert sich so, wie er sich damals gefühlt hat: absolut unbesiegbar. So ist „Harlem Nights“ sicherlich der persönlichste Film von Eddie Murphy, der mehr über ihn verrät als Kassenschlager wie „Beverly Hills Cop“, „The Nutty Professor“ oder Überflops wie „Pluto Nash“ oder „Meet Dave“ es jemals könnten. Doch der Film ist auch eine Hommage an Eddies Idol Richard Pryor, dem er hier mindestens genauso viel Screentime schenkt wie sich selbst.</p><p>„Harlem Nights“ hat in den USA das Doppelte seiner Kosten eingespielt (weltweit das Dreifache), der Maestro hätte also nachlegen können. Doch er kehrte nie wieder auf den Regiestuhl zurück. Vielleicht schüchterten ihn die negativen Kritiken ein. Vielleicht war ein Großteil seiner Arroganz in sein Regiedebüt geflossen, so dass er dieses Bedürfnis für immer aus sich herausexorziert hatte. Vielleicht hatte er auch alles gesagt, was gesagt werden musste. Vielleicht haben ihm die Neunziger auch einfach nicht gut getan, mit ihrer Political Correctness, ihren aufgedunsenen Blockbustern, ihrer wachsenden Prüderie. Denn er hätte „Harlem Nights“ niemals in den Neunzigern machen können, Tarantino hin oder her. „Harlem Nights“ trägt also auch irgendwie die Achtziger zu Grabe, und den Eddie Murphy, den wir so geliebt haben.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/%e2%80%9etheres-place-harlem-oder-eddie-murphys-schwanengesang/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Exklusiv!!! &#8211; Eskalierende Träume präsentiert: Die 100 schönsten Nonnenfilme!!!</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/exklusiv-eskalierende-traume-prasentiert-hundert-nonnenfilme/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/exklusiv-eskalierende-traume-prasentiert-hundert-nonnenfilme/#comments</comments> <pubDate>Thu, 01 Mar 2012 05:49:29 +0000</pubDate> <dc:creator>Alexander Schmidt Christoph Wirsching Sano Cestnik</dc:creator> <category><![CDATA[Alexander Schmidt]]></category> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Christoph]]></category> <category><![CDATA[Essays]]></category> <category><![CDATA[Filmtheorie]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <category><![CDATA[Sano]]></category> <category><![CDATA[Verschiedenes]]></category> <category><![CDATA[Autorennonnen]]></category> <category><![CDATA[Der Kanonn]]></category> <category><![CDATA[Nunploitation]]></category> <category><![CDATA[Regienonnen]]></category> <category><![CDATA[Sleaze]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=8796</guid> <description><![CDATA[Neulich in mystischer Morgendämmerung: Sano und Alex S. taumeln durch Mainzer Straßen...]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von anerkannnten Regienonnen empfohlen!</strong><br
/> </b><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/exklusiv-eskalierende-traume-prasentiert-hundert-nonnenfilme/nonnen1-2/" rel="attachment wp-att-13134"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/Nonnen11.jpg" alt="" title="Eskalierende Träume Undercover" width="525" height="410" class="aligncenter size-full wp-image-13134" /></a><br
/> </br><br
/> Neulich in mystischer Morgendämmerung: Sano und Alex S. taumeln durch Mainzer Straßen, wie immer unterwegs im 24-Stunden-Dienst für ESKALIERENDE TRÄUME auf der ständigen Suche nach Ultrakunst, Schangel und Sleaze, als plötzlich&#8230;<span
id="more-8796"></span></p><p
style="text-align: center;">&#8230;EPIPHANIE!!!!</p><p>So plötzlich, wie in Tarkowskijfilmen die Milch ausläuft, offenbarte sich uns das Allzweckmittel für den verzweifelten Filmemacher. Wenn SIE, geschätzter Leser ein solcher Filmschaffender inmitten einer kreativen Krise sein sollten&#8230; dann passen Sie jetzt genau auf! Denn Sie werden die Lösung all Ihrer Probleme erfahren.</p><p>Bei Schwierigkeiten mit dem kreativen Prozess der Filmproduktion genügt es nämlich eine unbegrenzte Anzahl Nonnen, je nach Gusto, an der problematischen Stelle einzufügen &#8211; und: Voilá! Der Rest wird sich von selbst ergeben und der Film wird wie durch ein Wunder gerettet werden. Absolute Garantie!! Insiderwissen!!</p><p>Auch die unvermittelte Konversion oder – für Freunde des Surrealismus und digitalen Morphings – auch gerne Mutation zur Nonne der Hauptfigur(en) ist ein todsicheres Mittel zur Elevation eines jeden noch so hoffnungslos zum Scheitern verdammten Projekts auf den Gipfel der Filmkunst.</p><p>1. <strong>Nonnen sind spirituell!</strong><br
/> Egal ob Sie eine pro- oder antichristliche Haltung vertreten (außerdem gibt es auch buddhistische Nonnen!), einen Film über Religion oder Marxismus oder Kapitalismus oder Existenzialismus oder einen gehobenen Unterhaltungsfilm drehen wollen, der Einsatz einer oder mehrerer Allzwecknonnen in Ihrem Film wird ihm ohne Frage eine weltanschauliche Dimension und damit intellektuelle Tiefe verleihen!</p><p>2. <strong>Nonnen sind schangelig!</strong><br
/> Wenn Sie noch nicht wissen, was Schangel ist, müssem Sie noch etwas auf das baldige Erscheinen des ET-Dudens des Schangelkommandos (Christoph und Alex S.) warten oder den Blog etwas eingehender studieren. Nonnen sind jedenfalls wegen ihrer im Wind flatternden und sich zu immer neuen Falten legenden Gewänder ziemlich schangelig und sehr fotogen und (heißer Tipp!) wir empfehlen Ihnen auf keinen Fall, auf ausladende Nonnenhauben zu verzichten!</p><p>3. <strong>Nonnen sind sleazig!</strong><br
/> Aufgrund ihrer bekanntermaßen unterdrückten und verkorksten Sexualität haftet allen Nonnen etwas Schlüpfriges an und so gut wie jeder psychosexuelle Subtext, den Ihr Herz begehrt, kann ihnen angeheftet werden. Und mit dem Expertentrick, Männer in Nonnenkostüme zu stecken, kann man auch ganz unangestrengt einen anspruchsvollen Gender-/Queer-Diskurs in seinen Film einfügen, was uns zu Punkt 4. bringt&#8230;</p><p>4. <strong>Nonnen sind politisch!</strong><br
/> Wie schon in Punkt 1. angedeutet: die Nonne verweist mit ihrer anachronistischen Auslebung von Spiritualität immer auch auf gesellschaftliche und politische Verhältnisse. Gerade in der heutigen Zeit kann, ja muss die Nonne im Grunde auch als Metapher für die verschleierte Frau in der arabischen Welt, ja für die Unterdrückung der Frau in der Welt insgesamt gesehen werden! Aber auch für die Freiheit der Frau, die freiwillig, ja beglückt die Tracht der Trächtigkeit vorzieht? Sie sehen, so gut wie jede politische Aussage, die Sie mit Ihrem Film treffen möchten, lässt sich ideal an der Allzwecknonne veranschaulichen!</p><p>5. <strong>Nonnen sind rührend!</strong><br
/> Aufgrund der doppelten Sonderstellung der Nonne in der Gesellschaft – als Frau <em>und</em> Nonne – vermag die Nonne leicht unser Mitgefühl zu wecken, ja jeder von uns, der sich schon einmal fremd und allein gefühlt hat und vor dem Einschlafen einsam im Bett liegend das Bedürfnis nach etwas Wärme verspürt hat, wird sich leicht mit einer Nonne identifizieren können. Erwiesenermaßen rühren Nonnenschicksale den Kinozuschauer überdurchschnittlich zu Tränen und Sie möchten doch schließlich einen Film mit Herz machen!</p><p>Sie meinen, das klingt leicht unglaubwürdig? Dann neigen Sie Ihr Haupt und erblicken Sie die Liste dieser 100 unvergänglichen Nonnenklassiker, mit denen sich ihre Schöpfer unsterblich gemacht haben und für alle Zeiten unwiderruflich in den Olymp der siebten Kunst aufgestiegen sind!<br
/> <br
/> </br></p><p>1. Enter the Nun (Gaspard Nonné)<br
/> 2. 28 Nuns Later (Nunny Boyle)<br
/> 3. Der Tag, an dem die Nonne stillstand (Nunbert Wise)<br
/> 4. Rashononn – Das Lustwäldchen (Akira Nonnosawa)<br
/> 5. Triumph der Nonne (Leni Nonnenstahl)<br
/> 6. Für eine Handvoll Nonnen (Sergio Lenonne)<br
/> 7. Chinanun (Ronun Polanski)<br
/> 8. Nun by Nunwest / Die unsichtbare Nonne (Alfred Nuncock)<br
/> 9. RoboNun (Paul Vernonnen)<br
/> 10. Das Lächeln einer Nonnennacht (Nonnmar Bergnonn)</p><p>11. Valerie – Eine Nonne voller Wunder (Nonnomil Jires)<br
/> 12. Tausendnönnchen (Vera Nonnylova)<br
/> 13. Erasernun (David Nunch)<br
/> 14. Die Nonne wird uns tragen (Nonnas Kiarostami)<br
/> 15. N – Eine Stadt sucht eine Nonne (Fritz Nonne)<br
/> 16. Auch Nonnen haben rein angefangen (Werner Nonnzog)<br
/> 17. In the Mood for Nun (Nonn Kar-Wai)<br
/> 18. Kikis kleiner Nonnenservice (Hanonno Miyazaki)<br
/> 19. Zwiebelnonne räumt auf (Nunzio G. Castellari)<br
/> 20. Eine Nonne ist kein Lutschbonbon (Rolf Nonnsen)</p><p>21. I Was a Teenage Nun (Nuny Fowler jr.)<br
/> 22. Dial N for Nun / Bei Anruf Nonne (Nunfred Nuncock)<br
/> 23. Madame Butternun (Marinonn Gering)<br
/> 24. No Country for Old Nuns (The Nun Brothers)<br
/> 25. Nun-Eater  &#8211; Der Nonnenfresser / Monacaphagus (Moe D’Amato)<br
/> 26. Eine Nonne rast durch die Stadt / Monaca violenta (Monacino Girolami)<br
/> 27. Auf der Nonn, da gibt’s koa Sünd’ (Franz Josef Nonnlieb)<br
/> 28. Nun on a Motorcycle aka Nackt unter Nonnen (Jack Nundiff)<br
/> 29. Monaca a mano armata / Nuns Armed to Teeth (Nonnberto Lenzi)<br
/> 30. Verführung – Die grausame Nonne (Nonnika Treut, Nonnfi Mikesch)</p><p>31. Es ist nicht leicht, eine Nonne zu sein (Peter Fleischnonne)<br
/> 32. The Nun of Nuns (Cecil B. DeNun)<br
/> 33. Batnun Begins (Christopher Nunan)<br
/> 34. The Social Nunwork (David Nuncher)<br
/> 35. Nonnferatu (F. W. Nonnau)<br
/> 36. Don’t Look, Nun! / Wenn die Nonnen Hauben tragen (Nunolas Roeg)<br
/> 37. Nungo (Sergio Nunocci)<br
/> 38. Opening Nun / Die erste Nonnenstellung (Nun Cassavetes)<br
/> 39. Nuns Wide Shut (Stanley Nunbrick)<br
/> 40. Asphaltnonne (John Schlesingnun)</p><p>41. Meuterei auf der Nonne (Lewis Nunstone)<br
/> 42. Rosa, offene Nonne (Roberto Nonnollini)<br
/> 43. Nonnenkreuzer Potjemkin (Sergej Nonnenstein)<br
/> 44. Nun Hur  (William Nunner) –<br
/> 45. Written on the Nun / In die Nonne geschrieben (Nunglas Sirk)<br
/> 46. Imitation of Nun / Solange es Nonnen gibt (Nunglas Sirk)<br
/> 47. Nonnen am Rande des Klosterzusammenbruchs (Pedro Nonnodovar)<br
/> 48. Nun of the Apes / Planet der Nonnen (Franknun J. Schaffner)<br
/> 49. Nun Cuts (Robert Altnun)<br
/> 50. Die Nonne über Berlin (Wim Nonne)</p><p>51. Nonnielle, die Meerjungnonne / The Little Mernun (Nun Clements, John Nunsker)<br
/> 52. Drei Nonnen: Lila (Krzysztof Kiesnonnski)<br
/> 53. Nonnenkessel (Martin Scornune)<br
/> 54. Taxi Nun (Nunny Scorsese)<br
/> 55. Nuns Like it Hot (Billy Nunner)<br
/> 56. Never Say Nun Again / Sag niemals Nonne (Nunvin Kershner)<br
/> 57. Nunrise – A Song of two Nuns (Nonnrich Wilhelm Nonnau)<br
/> 58. Nunny Guitar – Wenn Nonnen hassen (Nunolas Ray)<br
/> 59. Nunface (Brinun De Palma)<br
/> 60. Monaca Sacra / Der Nonnenberg (Alejandro Jodononnsky)</p><p>61. I Will Walk like a Crazy Nun (Fernonndo Arrabal)<br
/> 62. Nonnenfeind (Nonnpard Noé)<br
/> 63. Die diskrete Scham der Nonne (Luis Nonnuel)<br
/> 64. Nun at Heart (Danun Lynch)<br
/> 65. Die bewegte Nonne (Sönke Nonnmann)<br
/> 66. Nonne – Der Zorn Gottes (Nonner Herzog)<br
/> 67. Fitzcanonno (Werner Hernonn)<br
/> 68. Die Nonnen sind unter uns (Wolfnonn Staudte)<br
/> 69. Die Feuerzangennonne (Nonnmut Weiss)<br
/> 70. Rote Nonne (Rudolf Nonné)</p><p>71. Nonne – Ein Film aus Deutschland (Hans-Jürgen Nonnenberg)<br
/> 72. Nonne Süß (Veit Nonnlan)<br
/> 73. Die Nonnenwurst (Rosa von Nonnenheim)<br
/> 74. Nonnenkloß (Marran Nonnov)<br
/> 75. Nonnen, die ihre Hauben verbrennen (Nonnyk Brynych)<br
/> 76. Die Blechnonne (Volker Schlönonne)<br
/> 77. Sometimes Happy, Sometimes Nun (Johur Karnonn)<br
/> 78. Meshes of the Afternun (Nuna Deren)<br
/> 79. Die Nonne mit der Kamera (Nonna Vertov)<br
/> 80. Macho Nun – Harte Nonnen trällern nicht (Alexander Titus Nonnda)</p><p>81. Zärtliche Nonnen (Nunvid Hamilton)<br
/> 82. Liebesgrüße aus der Ledernonne (Nonnz Nonnischka)<br
/> 83. Peeping Nun / Nonnen der Angst (Nuniel Powell)<br
/> 84. Vier Nonnen auf grauem Samt (Nonnio Argento)<br
/> 85. Das Nonnenkarussell (Nolf Thiele, Axel nonn Ambesser, Alfred Weidennonn)<br
/> 86. Fellinis Stadt der Nonnen (Federico Fenonni)<br
/> 87. In the Nun (Jane Campinun)<br
/> 88. The Tit and the Nun (Nonnas Luna)<br
/> 89. Razornun – Kampfnonne der Hölle (Russel Mulnuny)<br
/> 90. Lass hängen, Nonne (Franz Nonnischka)</p><p>91. 99 and 44/100 % Nun / Königin Ballernonne (Nun Frankenheimer)<br
/> 92. Die Nonne ist ab (Nonnmut Käutner)<br
/> 93. Die neunschwänzige Nonne (Nonnio Argento)<br
/> 94. In jenen Nonnen (Nonnmut Käutner)<br
/> 95. Kompanie der Knallnonnen (Nolf Olsen)<br
/> 96. Nonnen am Stiel / Lemon Nunsicle (Nunaz Davidson)<br
/> 97. Eine entweihte Nonne ist enflohen (Nonnbert Bresson)<br
/> 98. Die Nonne bin ich (wahlweise Nonnberto Lenzi oder Kurt Nonnzig)<br
/> 99. Blast of Nuns (Nunnen Byron)<br
/> 100. Die bitteren Nonnen der Petra von Cunt (Rainer Werner Nonnenbinder)<br
/> </br><br
/> <em>Diese Liste wurde mit stoßkräftiger Unterstützung von Christoph vollendet.</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/exklusiv-eskalierende-traume-prasentiert-hundert-nonnenfilme/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>10</slash:comments> </item> <item><title>Lina</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/lina/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/lina/#comments</comments> <pubDate>Fri, 24 Feb 2012 01:16:30 +0000</pubDate> <dc:creator>Die Redaktion</dc:creator> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Christoph]]></category> <category><![CDATA[Die Redaktion]]></category> <category><![CDATA[Filmschaffende]]></category> <category><![CDATA[Hinweise]]></category> <category><![CDATA[Sano]]></category> <category><![CDATA[Lina Romay]]></category> <guid
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href="http://www.eskalierende-traeume.de/lina/lina_3/" rel="attachment wp-att-13040"><img
class="alignnone size-full wp-image-13040" title="LINA_3" src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/LINA_3.png" alt="" width="525" height="383" /></a></p><p></br></p><p>Lina Romay ist tot. Rosa María Almirall Martínez ist tot. Candice und Candy Coster, Lulú Laverne und Jean Collins sind tot. Schon vor einer Woche gestorben. Am Fünfzehnten. Mit nur 57 Jahren. Was ist das für ein verqueres, für ein ungerechtes und ungeheuerliches Schicksal? Wir können nicht fassen, dass sie nicht mehr da ist. Dass sie nie wieder für ihren genialen Mann spielen wird. Dass sie uns nie wieder mit ihrer Furchtlosigkeit imponieren wird. Nie wieder verwirren wird mit ihrer unverwechselbaren, unbescheiblichen Mischung auf Schüchtern- und Verwegenheit. Dass jetzt schon Schluss ist. Mit melancholischen Vampir-Ladies, listigen Gangstermädchen, damsels in distress, entrückten Einzelgängerinnen und burschikosen Detektivinnen. Dass sie wirklich weg ist. Dass Jesus Franco, 81 Jahre alt, nun ganz allein ist. Dass er die Liebe seines Lebens verloren hat. Und den Engel, die Kurtisane, die Gattin, die Melodie, den Wind, das Fleisch, die Tochter, den Geist und das Lebenselixier seines Kinos, seit 40 Jahren. Wir fühlen auch mit ihm. Du warst immer eine richtige, propere Frau und doch auch ein kleines Mädchen, das mit großen Augen auf die fremden Städte und die bösen Männer guckte. Lina, wir haben auch oft über deine Tollpatschigkeit gespottet. Oder deinen Babyspeck. Aber du hast dich damit vor die Kamera gewagt, no matter what. Ich bewundere und beneide dich dafür. Exhibitionismus als Lebensauffassung, in Würde. Freiheit im Kino, durch das Kino, jenseits des Kinos. Du bist im Kino aufgegangen, hast dich ihm völlig hingegeben, warst die Flamme, die in einem rastlosen Kinoauge brannte. Das Vertrauen und die Leidenschaft, die du und Jesus in einander gefunden habt, hat euer einzigartiges Kino transzendiert. Du wirst uns für immer und ewig präsent sein, in über hundert Filmen, für die wir dir und Jess nie genug danken werden können. Du bist zu einer Frau geworden, ohne die wir nicht mehr sein könnten. Deine Filme füllen unser Herz. Danke, Lina.<br
/> <em>Alles Gute da oben,<br
/> Christoph</em><br
/> </b><br
/> </b><br
/> Lina Romay. Danke für deine Filme. Danke dass du mit Franco gedreht hast. Danke dass du ihn inspiriert hast. Danke für 40 Jahre Kino. Ich muss gestehen ich war nie ein großer Fan von dir. Oder das, was man allgemein darunter versteht. Du hast nie zu meinen liebsten Schauspielern gehört, und  warst nie ein Grund für mich einen Film zu sehen. All das hat sich jetzt schlagartig geändert. Denn ich erkenne nun: es stimmt nicht. Deine Auftritte bei Franco sind hypnotisch, bezaubernd, verspielt, stoisch, verletzlich, verschroben, unnahbar, direkt. Du hast, was man allgemein bei jedem wirklichen Kinostar entdecken kann: Ausstrahlung und Charisma, Leinwandpräsenz im Überschuß. Und du bist eine Ikone. Für eine Art von Kino, das es inzwischen kaum mehr gibt, und dass es zu jeder Zeit schwer hatte: das Kino der Hingabe. Hingabe an die Figur, Hingabe an die Szene, Hingabe an die Kamera. Ich denke an Schauspielerinnen wie Gena Rowlands bei John Cassavetes, Anna Thomson bei Amos Kollek, Arletty bei Marcel Carné. Denn das Mysterium des Ich, das Selbst das immer zurückbleibt, unaufgelöst, nicht im Film, nicht in der Rolle, nicht unterdrückt, sondern akzeptiert als Teil des Spiels, als etwas Paralleles das sich findet, das sich bestätigt, behauptet und auffüllt mit dem Moment der Entstehung. Dieses gleichzeitige Nebeneinander, das gilt für dein Schauspiel, für deine Existenz auf der Leinwand. Danke für diesen Kunstgriff den man nicht erlernen kann. Den man spüren muss, um ihn intuitiv als Beiprodukt dem Kino zuzuführen. Das ist die Magie. Und das ist vielleicht das wichtigste, als Schauspieler, alles was man geben kann. (Sano)</p><p></br></p><p><iframe
src="http://www.youtube.com/embed/kZy3v9GsMgY" frameborder="0" width="525" height="380"></iframe></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/lina/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>3. Hamburger SciFi-Horror-Festival</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/3-hamburger-scifi-horror-festival/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/3-hamburger-scifi-horror-festival/#comments</comments> <pubDate>Thu, 02 Feb 2012 05:05:59 +0000</pubDate> <dc:creator>Andreas</dc:creator> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Andreas]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Festivals]]></category> <category><![CDATA[Hinweise]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12914</guid> <description><![CDATA[<img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/MMM2012.jpg" alt="" title="MMM2012" width="525" height="742" class="aligncenter size-full wp-image-12928" /> "Monster Machen Mobil" heißt es von Freitag 30.3. bis Sonntag 1.4.2012 wieder im Hamburg!]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/MMM2012.jpg" alt="" title="MMM2012" width="525" height="742" class="aligncenter size-full wp-image-12928" /><br
/> <br/><br
/> <strong>&#8220;Monster Machen Mobil&#8221;</strong> heißt es von <strong>Freitag 30.3. bis Sonntag 1.4.2012</strong> wieder in Hamburg &#8211; wenn auch diesmal nicht im mittlerweile leider nicht mehr als Kino genutzten Savoy-Filmtheater, sondern im <a
href="http://www.metropolis-hamburg.de/" target="_blank">Metropolis-Kino</a>. Umso schöner aber, dass das SciFi-Horror-Festival nach der <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/1-hamburger-scifi-horror-festival/" target="_blank">1. Auflage in 2010</a> und der <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/2-hamburger-scifi-horror-festival/" target="_blank">2. Auflage in 2011</a> sich als feste Größe im Retrospektiven-Bereich zu etablieren scheint. Das ist besonders erfreulich als Gegengewicht zur äußerst betrüblichen Retrospektiven-Abkehr des Fantasy Filmfestes, das selbst beim letztjährigen 25-jährigen Jubiläum beschämenderweise noch nicht einmal einen einzigen älteren Jubiläumsfilm zeigte. Und es hellt die Stimmung wieder auf, die einem bspw. beim Lesen von David Bordwells Reihe über die Kinodigitalisierung (<a
href="http://www.davidbordwell.net/blog/index.php?s=pandora%27s+digital+box" target="_blank">&#8220;Pandora&#8217;s digital box&#8221;</a>) angesichts dieser trüben Aussichten schnell in den Keller gehen kann.<br
/> Die Hamburger &#8220;Monster Machen Mobil&#8221;-Veranstalter hingegen bekennen sich zum klassischen Kinomaterial und haben auch dieses Jahr wieder wie ein Qualitätssiegel den Stempel &#8220;35mm &#8211; Echter Film! Echtes Kino!&#8221; auf ihren Plakatmotiven stehen. Dass ähnlich wie beim Gelsenkirchner <a
href="http://buio-omega.de/" target="_blank">Filmclub Buio Omega</a> auch in Hamburg alle Filme in ihren deutschen Fassungen laufen, ist &#8211; neben Zwangsläufigkeiten in Bezug auf die Kopienlage &#8211; auch in der Ausrichtung des Festivals als Reminiszenz an eine spezifische Kinohistorie (von den Monsterfilm-Jugendvorstellungen bis zur Bahnhofskino-Tradition) stimmig und als solche eigentlich kaum anders denkbar. Mir persönlich gefällt das in diesem Kontext, und vor allem angesichts der beim Festival vertretenen Filmgattungen der späten 50er bis frühen 80er Jahre, bei denen ich im Gegensatz zu sonstigen Originalton-Präferenzen tatsächlich mitunter zeittypische Synchronisationen bevorzuge (mehr zu diesem Thema aber in einer separaten Synchro-vs-Originalton-Diskussion, die ich kürzlich mit Christoph und Lukas führte und die <a
href="http://somedirtylaundry.blogspot.com/2012/01/streng-subjektiv.html" target="_blank">an dieser Stelle</a> protokolliert ist). Zum von Trailern, Cartoons und Bühnenshows flankierten Filmprogramm zitiere ich den <a
href="http://monstercon.de/index.php?aid=monster_machen_mobil2012" target="_blank">Monstercon-Hinweisbeitrag</a>, aus dem auch die folgendenen Credits und Aushangsätze stammen:<span
id="more-12914"></span><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/sindbads_gefaehrliche_abenteuer1.jpg" alt="" title="Sindbad" width="525" height="307" class="aligncenter size-full wp-image-12918" /></p><p><strong>Ray Harryhausen: Sindbads gefährliche Abenteuer</strong><br
/> The Golden Voyage of Sinbad (USA 1973)<br
/> Regie: Gordon Hessler<br
/> <em>Freitag 30. März 2012 • 19 Uhr</em><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/star_crash_sterne_im_duell.jpg" alt="" title="Star Crash" width="525" height="307" class="aligncenter size-full wp-image-12919" /></p><p><strong>Star Crash &#8211; Sterne im Duell</strong><br
/> Star Crash &#8211; Oltre la terza Dimensione (Italien 1979)<br
/> Regie: Luigi Cozzi<br
/> <em>Freitag 30. März 2012 • 22 Uhr</em><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/gigant_des_grauens.jpg" alt="" title="gigant_des_grauens" width="525" height="307" class="aligncenter size-full wp-image-12920" /></p><p><strong>Gigant des Grauens</strong><br
/> War of the Colossal Beast (USA 1958)<br
/> Regie: Bert I. Gordon<br
/> <em>Freitag 30. März 2012 • 23.59 Uhr</em><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/gamera_gegen_gaos.jpg" alt="" title="Gamera" width="525" height="307" class="aligncenter size-full wp-image-12921" /></p><p><strong>Gamera gegen Gaos</strong><br
/> Daikaijû kûchûsen: Gamera tai Gyaosu (Japan 1967)<br
/> Regie: Noriaki Yuasa<br
/> <em>Samstag 31. März 2012 • 15.30 Uhr</em><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/die_folterkammer_des_hexenjaegers.jpg" alt="" title="Folterkammer des Hexenjägers" width="525" height="307" class="aligncenter size-full wp-image-12922" /></p><p><strong>Die Folterkammer des Hexenjägers</strong><br
/> The Haunted Palace (USA 1963)<br
/> Regie: Roger Corman<br
/> <em>Samstag 31. März 2012 • 18 Uhr</em><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/draculas_tochter_und_professor_satanas.jpg" alt="" title="Draculas Tochter" width="525" height="307" class="aligncenter size-full wp-image-12923" /></p><p><strong>Draculas Tochter und Professor Satanas</strong><br
/> La mujer murciélago (Mexiko 1968)<br
/> Regie: René Cardona<br
/> <em>Samstag 31. März 2012 • 21 Uhr</em><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/invasion_aus_dem_inneren_der_erde.jpg" alt="" title="Infra" width="525" height="307" class="aligncenter size-full wp-image-12924" /></p><p><strong>Infra-Superman &#8211; Invasion aus dem Inneren der Erde</strong><br
/> Jung-Gwok Chiu-Yan (HongKong 1975)<br
/> Regie: Shan Hua<br
/> <em>Samstag 31. März 2012 • 23.15 Uhr</em><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/der_mann_ohne_koerper.jpg" alt="" title="Mann ohne Körper" width="525" height="307" class="aligncenter size-full wp-image-12925" /></p><p><strong>Der Mann ohne Körper</strong><br
/> The Man Without a Body (England 1957)<br
/> Regie: Charles Saunders, W. Lee Wilder<br
/> <em>Sonntag 1. April 2012 • 11.30 Uhr</em><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/02/2071_mutan-bestien_gegen_roboter.jpg" alt="" title="Mutan-Bestien gegen Roboter" width="525" height="307" class="aligncenter size-full wp-image-12926" /></p><p><strong>2071 &#8211; Mutan-Bestien gegen Roboter</strong><br
/> The Time Travelers (USA 1964)<br
/> Regie: Regie: Ib Melchior<br
/> <em>Sonntag 1. April 2012 • 13.30 Uhr</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/3-hamburger-scifi-horror-festival/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>13</slash:comments> </item> <item><title>100 Deutsche Lieblingsfilme #34: Viele kamen vorbei (1956)</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/100-deutsche-lieblingsfilme-34-viele-kamen-vorbei-1955/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/100-deutsche-lieblingsfilme-34-viele-kamen-vorbei-1955/#comments</comments> <pubDate>Wed, 18 Jan 2012 21:08:13 +0000</pubDate> <dc:creator>Andreas</dc:creator> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Andreas]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Lieblingsfilme]]></category> <category><![CDATA[Filmbesprechungen]]></category> <category><![CDATA[50er Jahre]]></category> <category><![CDATA[Film in der BRD]]></category> <category><![CDATA[Nachkriegsfilm]]></category> <category><![CDATA[Peter Pewas]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12183</guid> <description><![CDATA[<img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/viele.png" alt="" title="Viele kamen vorbei" width="525" height="369" class="aligncenter size-full wp-image-12874" />]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/viele.png" alt="" title="Viele kamen vorbei" width="525" height="369" class="aligncenter size-full wp-image-12874" /><br
/> <br/><br
/> Ein Film, der seiner Protagonistin Tränen auf die Wangen malt, indem er sie hinter einer Glasscheibe platziert, auf der sich zwei Wassertropfen einsam hinab schlängeln. Sabine heißt sie, 15 Jahre ist sie. Die Eltern verbieten ihr, weiterhin mit Sandkastenfreund Jochen in die Ferien zu fahren. Mit dem kindlichen Spiel sei es in ihrem Alter vorbei, sie müsse sich in Acht nehmen vor ihm, der jetzt mehr wolle. Sie begreift zunächst nicht, merkt es dann selbst, als die beiden allein sind, erschrickt zuerst über ihn, dann auch über sich selbst. Aber als er dann weg ist, zieht es sie doch zu ihm, lässt sie ihm nachreisen ins Ferienlager, nachts per Anhalter über Fernstraßen, und später geradewegs in die Arme eines gesuchten Triebtäters&#8230;<br
/> <span
id="more-12183"></span><br
/> Als Kriminalfilm kommt das nur auf den ersten Blick daher, erzählt aus drei verschiedenen Perspektiven, und ist durchaus nicht ganz frei von holprigen und ungelenken Momenten und manchmal einem etwas arg seiner Zeit verhafteten altväterlichen Tonfall. Doch all das geht letztlich meist in der intensiven Beschwörung des Gefühls, des Erlebens, des Wahrnehmens und einer Atmosphäre ängstlich-neugieriger Verunsicherung auf. Der Übertritt vom kindlichen Spiel zum sexuellen Erwachen, in verschiedenen Schattierungen auf eine Nacht verdichtet. Als Eintritt in eine <em>Twilight Zone</em>, die „fremde, seltsame Welt“, wie es in BLUE VELVET heißt, in der sich nicht immer klar unterscheiden lässt zwischen Sehnsucht, Begehren und Zuneigung, zwischen Schaulust, Begierde und Mordlust, das eine gar ins andere übergeht.</p><p>Gleichzeitig ein Film über Deutschland in der Nacht, ganz buchstäblich. Weit wegen von Wirtschaftswunder und Heimatkitsch. Jugendliche Ausreißer auf der hoffnungsvollen Suche, immer weiter auf dem Fernfahrertransit über die Autobahn, unterbrochen nur von der Betriebsamkeit der Raststätte. Im Kameralicht manchmal fast unwirklich schöne Frauen mit leuchtenden Augen, und Männer, die nicht immer recht wissen, was sie mit ihnen und mit sich selbst anfangen sollen. Ein Nachtpoem am Rande der Autobahn, mit betörend expressiven Bildern von Wäldern, vom Himmel und von Straßen in glühendem Schwarz-Weiß. Die Lichter der Autos als Suchen und Herumstochern im Unbekannten, als Ausdruck des Irrlichterns im Meer der Nacht, als Symphonie von Ahnungen und Ängsten, auch von Verheißungen freilich. Wohin geht diese Reise des Erwachens, und was erwartet Sabine dort? Hieß ein früherer Pewas-Film DER VERZAUBERTE TAG, so könnte man hier von der „verzauberten Nacht“ sprechen, in der nicht alles sichtbar, aber umso mehr möglich scheint. Der Zauber kommt dabei nicht ohne Gefahr, das Versprechen nicht ohne Ernüchterung und Ungewissheit.</p><p>Diese Reise durch die Nacht funktioniert auf mehrerlei Ebenen als Allegorie. Für den Fernfahrer ist der Ritt durch die Nacht längst Routine, alles vertraut und altbekannt, das Leben überkommt ihn nicht mehr so leicht. Für das Mädchen dagegen ist alles aufregend, die Menschen, die Nacht, die Lichter, die Fahrt, die Begegnungen, die Erwartung – <em>everything strange and new</em>.</p><p>Es dominieren Naivität und Unschuld in einer seltsam rührigen Überhöhung, die den Film und die Erweckungsreise des Mädchens in die Nähe des Märchens rückt. Rotkäppchen begegnet dem bösen Wolf, der sich erfolgreich verstellt und in seine Falle lockt – der vor den Gefahren des dunklen Waldes und dem bösen fremden Mann warnende Impetus ist dem Film dabei genauso eigen wie dem Märchen.</p><p>Fast der ganze Film spielt in dieser einen Nacht, die zu Beginn anbricht und am Ende auf eine Weise in den Tag zurück findet, dass man (wenn in letzter Minute die Hände des Mädchens sich hilfesuchend im Bildrahmen zu halten versuchen, um nicht dem anbrechenden Tag und nicht dem Filmbild entrissen zu werden) glaubt, Sabine hätte dem Triebtäter nur deshalb gerade so entrinnen können, weil sie auch der Nacht entronnen ist. Es mag immer ein Morgen geben, aber es wird auch immer wieder Nacht werden&#8230;<br
/> <br/><br
/> <span
style="font-size: x-small;"><em>Viele kamen vorbei &#8211; BRD 1956 &#8211; 85 Minuten &#8211; s/w &#8211; Regie: Peter Pewas &#8211; Produktion und Drehbuch: Gerhard T. Buchholz &#8211; Kamera: Klaus von Rautenfeld &#8211; Schnitt: Wolfgang Flaum &#8211; Musik: Peter Sandloff &#8211; Darsteller: Harald Maresch, Frances Martin, Christian Doermer, Heinz W. Schimmelpfenning, Elinor Jensen, Hans Hermann Schaufuß, Jane Tilden, Alf Marholm, Rudolf Rhomberg</em></span></p><p><span
style="font-size: x-small;"><em>Bildquellen: DIF/Filmportal und Aushangsatz</em></span></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/100-deutsche-lieblingsfilme-34-viele-kamen-vorbei-1955/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> <item><title>Gesammelte Jahreslisten 2011 &#8211; Die Enzyklopädie</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/#comments</comments> <pubDate>Mon, 09 Jan 2012 02:40:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Die Redaktion</dc:creator> <category><![CDATA[Aktuelles Kino]]></category> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Andreas]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Christian]]></category> <category><![CDATA[Christoph]]></category> <category><![CDATA[Das Hofbauer-Kommando]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <category><![CDATA[Marian]]></category> <category><![CDATA[Sano]]></category> <category><![CDATA[Bilanz]]></category> <category><![CDATA[Festivalfilme]]></category> <category><![CDATA[Jahresliste 2011]]></category> <category><![CDATA[Kinostarts]]></category> <category><![CDATA[Rückblick]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12486</guid> <description><![CDATA[<img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Arietty.png" alt="Arrietty staunt über den eskalierenden Listenreichtum" title="Stirnrunzelnd begutachtet Arrietty den eskalierenden Listenwahnsinn" width="525" height="280" class="alignnone size-full wp-image-12589" /></a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><br/><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/arietty/" rel="attachment wp-att-12589"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Arietty.png" alt="Arrietty staunt über den eskalierenden Listenreichtum" title="Stirnrunzelnd begutachtet Arrietty den eskalierenden Listenwahnsinn" width="525" height="280" class="alignnone size-full wp-image-12589" /></a><br
/> <br/><br
/> Was lange währt, wird endlich gut? Wir hoffen es, wenn wir nun nach aufreibenden, von Zeitnot und ungeahnten Komplikationen geplagten Tagen endlich unseren diesjährigen Sammelbeitrag mit den Jahreslisten der aktuellen Filme 2011 veröffentlichen können (der auf unsere <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/ekstase-2011/">Entdeckungslisten 2011</a> in der Tradition der <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2010/">Gesammelten Jahreslisten 2010</a> folgt). Zum Ausgleich bemühen wir uns dabei endgültig um die <span
style="color: #ff0000;"><strong>Sprengung jeden herkömmlichen Rahmens</strong></span>.<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/schnallen/" rel="attachment wp-att-12565"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Schnallen.gif" alt="" title="Schnallen" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12565" /></a><span
id="more-12486"></span><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Andreas</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/l-apollonide.jpg" alt="" title="'It May Be That Beauty Has Strengthened Our Resolve'? Bertrand Bonellos House of Tolerance" width="525" height="354" class="aligncenter size-full wp-image-12616" /><br
/> <br/><br
/> &#8220;Anschnallen&#8221; ist in der Tat ein gutes Stichwort, denn nachdem sich diesmal leider kein Alex (weder P. noch S.) am Listenwahnsinn beteiligt, fängt die alphabetische Sortierung der Namen mit mir an, und damit dann auch sofort mit der umfangreichsten Liste (nicht jedoch mit dem umfangreichsten Beitrag) dieses Sammelpostings. Ein Sprung ins kalte, tiefe Wasser also, und das hat natürlich seine Gründe: Mein in den letzten Jahren bereits kontinuierlich angestiegenes Sichtungspensum aktueller Filme vergrößerte sich 2011 noch einmal in deutlichem Umfang, was natürlich vor allem mit einigen intensiven Festivalbesuchen zusammen hing. Und obwohl ich bereitwillig vieles mitgenommen habe, was der aktuelle Jahrgang angeboten hat, so habe ich die Auswahl gleichzeitig in aller Regel dennoch sehr selektiv getroffen, jenseits vereinzelter Ausnahmen das Vermeidbare auch tatsächlich lieber vermieden und mit zunehmend ausgeprägterem Gespür nach den potenziellen Trüffeln gefahndet. Berlinale, Filmfest München und Viennale bildeten die breite Basis, zumal ich dort 2011 nicht nur allgemein jeweils mehr Filme als in sämtlichen Vorjahren gesehen habe, sondern vor allem bei ersteren beiden diesmal fast nur aktuelle Produktionen. Ich hatte 2011 schlichtweg oft Lust auf aktuelles Kino (und fühlte mich durch meine Auswahl bestätigt, ein glückliches Händchen hilft natürlich dabei) und die angebotenen Retros waren diesmal in beiden Fällen zudem auch höchstens partiell verlockend. Aber auch darüber hinaus gab es viele kleinere Veranstaltungen, von Fantasy Filmfest über Underdox bis Menschenrechtsfestival, natürlich auch manches im regulären Kinoangebot gesehen oder zuhause nachgeholt. Klar, es waren einige Haufen Mist und Enttäuschungen dabei, aber vor allem eine große Zahl bemerkenswerter, aufregender, mitunter großartiger Filme. Ein Filmjahr ist eben meistens umso besser und ergiebiger, je tiefer man sich in dessen Verwinkelungen begibt, wobei ich gar nicht so tun will, als wäre auch diese Zahl nicht auch bestenfalls ein Schwimmen an der Oberfläche des tatsächlichen jährlichen Produktionsumfangs. Aber warum darum grämen? Warum sich nicht daran erfreuen, was hier und dort zugänglich war/ist und Freude bereitet? Genau durchgezählt habe ich es nicht, aber allein eben durch die geballten Festivalsichtungen dürften es auf jeden Fall über 250 aktuelle Langfilme und noch einmal über 50 aktuelle Kurzfilme gewesen sein. Das verlangt zwangsläufig nach einer ausführlichen Liste, weshalb ich diesmal sowohl eine Kurz- als auch Langfassung meiner Liste erstellt habe, dann kann jeder für sich entscheiden, inwieweit ihn/sie das nun genauer interessiert oder nicht. Eine Komplettliste wie letztes Jahr poste ich dieses Jahr allerdings nicht, nachdem ich in meinem <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/sehtagebucher/andreas/">STB</a> ohnehin separat die meisten gesehenen aktuellen Filme erfasst habe (hier und da fehlt natürlich auch mal was, etwa Viennale oder auch so manche Kurzfilme, aber der Großarteil von 2011 ist dort auf jeden Fall erfasst).</p><p>Mehr Worte braucht es von meiner Seite an dieser Stelle nicht, weshalb ich stattdessen als Warm-Up einige Bonus-Kategorien und die bewährten Awards vergebe, wobei ich hinsichtlich der <em>Materialfetischisten</em> und <em>Pixelforscher</em> natürlich jene Filme hier nicht noch einmal berücksichtigt habe, die bereits bei den Festivalrückblicken zur <a
href="www.eskalierende-traeume.de/spater-vogel-sammelt-wurmkadaver-berlinale-2011/">Berlinale</a>, <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/">Filmfest München</a>, <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/fantasy-filmfest-2011-wertungen-und-fazit/">Fantasy Filmfest</a> oder (dieser Beitrag kommt hoffentlich tatsächlich noch) Viennale gewürdigt wurden. Daher die Beschränkung auf jeweils eine prägnante Top 3 an dieser Stelle&#8230;<br
/> <br/><br
/> <em>Der <strong>Materialfetischisten-Award</strong> für besondere Verdienste hinsichtlich Erhalt, Umgang und Einsatz von klassischem Filmmaterial geht (ergänzend zu den Berlin/München/Wien-Preisträgern) an:</em></p><p>Der Name der Leute (Michel Leclerc)<br
/> Whores’ Glory – Ein Triptychon (Michael Glawogger)<br
/> Eighty Letters (Václav Kadrnka)</p><p><em>Unter diesem Gesichtspunkt mit lobender Erwähnung:</em><br
/> Herzensbrecher (Xavier Dolan)<br
/> <br/><br
/> <em>Der <strong>Pixelforscher-Award</strong> für bemerkenswerte Verdienste im Umgang mit den Möglichkeiten des digitalen Filmemachens geht (ergänzend zu den Berlin/München/Wien-Preisträgern) an:</em></p><p>Hollywood Fling (Eckhart Schmidt)<br
/> A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)<br
/> Hobo with a Shotgun (Jason Eisener)</p><p><em>Besondere Erwähnung für bemerkenswerten Umgang mit 3D:</em><br
/> The Hole 3D (Joe Dante)<br
/> Die Höhle der vergessenen Träume 3D (Werner Herzog)<br
/> <br/><br
/> <strong>Lieblingstrailer des Jahres (eine spontane Top 10 mit Verlinkungen): </strong></p><p><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=LNOIbyU3BTg">American Translation</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=DCudtngAqxw">Ars Colonia (HBF/IFFR-Trailer)</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=MgYSdkU-1G8">Cassandras Warnung</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=xifqSMlNwTs">The Day He Arrives</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=xAjHNnQNVEo">House of Tolerance</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=XBgl4Fi7w5s">Lo que mas quiero</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=J_X2tfu7o_0">The Return of Uncle Benon</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=KMFhx-PcpcU">Student Services</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=tWYoqi4Kpw4">The Turin Horse</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=hDruqLQVl04">Whores’ Glory </a><br
/> <br/><br
/> ***<br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/oca-lapollonide.png" alt="" title="Oca - House of Tolerance" width="525" height="359" class="aligncenter size-full wp-image-12620" /><br
/> <br/><br
/> ***<br
/> <br/><br
/> <strong>Kurzfassung meiner Jahresliste 2011</strong><br
/> <br/><br
/> <em>Lieblingsfilme des Jahres: </em></p><p>Oča – Dad (Vlado Škafar)<br
/> House of Tolerance (Bertrand Bonello)</p><p><em>Weitere Ultrakunst, um eine handliche Catch-22 voll zu machen: </em></p><p>Eighty Letters (Václav Kadrnka)<br
/> The Terrorists (Thunska Pansittivorakul)<br
/> Hollywood Fling (Eckhart Schmidt)<br
/> Century of Birthing (Lav Diaz)<br
/> Cassandras Warnung [Langfassung] (Dominik Graf)<br
/> The Day He Arrives (Hong Sang-soo)<br
/> Schmugglers&#8217; Songs (Rabah Ameur-Zaïmeche)<br
/> A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)<br
/> The Innkeepers (Ti West)<br
/> Cut (Amir Naderi)<br
/> This Is Not a Film (Jafar Panahi, Mojtaba Mirtahmasb)<br
/> Aita (José Maria de Orbe)<br
/> Arrietty – Die wundersame Welt der Borger (Hiromasa Yonebayashi)<br
/> Brownian Movement (Nanouk Leopold)<br
/> Dreileben – Komm mir nicht nach (Dominik Graf)<br
/> Guilty of Romance [Langfassung] (Sion Sono)<br
/> Vampire (Shunji Iwai)<br
/> 3 Kreuze für einen Bestseller (Klaus Lemke)<br
/> The Tiniest Place (Tatiana Huezo Sánchez)<br
/> Miss Bala (Gerardo Naranjo)<br
/> <br/><br
/> ###<br
/> <br/><br
/> <strong>Langfassung meiner Jahresliste 2011</strong></p><p>Um die schiere Anzahl der Filme bewältigen zu können, ohne gleichzeitig durch eine allzu ausgebaute Rangliste die hinteren Plätze automatisch abzuwerten, habe ich mich diesmal für eine Aufteilung meiner 2011er Favoriten auf fünf Listen entschieden (eigentlich fünfeinhalb, weil die erstplatzierten der „Überraschungen“ auch noch klar in die Quartalslisten gehört hätten). Vier entfallen auf je ein Quartal des Jahres (nach Sichtungs-, nicht nach Premieren- oder Startzeitpunkt; zu Vermeidung allzu großer Ungleichgewichte habe ich außerdem angesichts der übervollen Viennale-Ausbeute die sonstigen Filme des 4. Quartals, ohnehin zumeist im weiteren Sinne Nachholfilme, komplett ins 3. Quartal verfrachtet), eine weitere widmet sich den Kurz- und mittellangen Filmen bis ca. 50 Minuten. Eigentlich bin ich durchaus kein Freund davon, kurze oder kürzere Filme gesondert zu behandeln, wie sich schon daran zeigen dürfte, dass ich letztes Jahr zwei Kurzfilme in meiner engsten Top 10 hatte. Aber angesichts des übervollen 2011er Jahrgangs schien mir eine Auslagerung kürzerer Filme auf eine separate Liste ganz pragmatisch die beste Lösung, um sie nicht in der Menge untergehen zu lassen, sondern sie besonders zu würdigen, weil ich gerade auch in diesem Bereich in diesem Jahr eine Reihe toller Filme sehen und ungeahnter Entdeckungen machen durfte. Soweit erläuternd zu dieser Handhabung, die weiteren Listen dürften selbsterklärend sein.<br
/> <br/><br
/> <strong>Favoriten des 1. Quartals 2011</strong></p><p>1. The Terrorists (Thunska Pansittivorakul)<br
/> 2. Brownian Movement (Nanouk Leopold)<br
/> 3. Vampire (Shunji Iwai)<br
/> 4. The Turin Horse (Béla Tarr)<br
/> 5. The Hole 3D (Joe Dante)<br
/> 6. The Residents (Tiago Mata Machado)<br
/> 7. The Host and the Cloud (Pierre Huyghe)<br
/> 8. Die Höhle der vergessenen Träume 3D (Werner Herzog)<br
/> 9. Schlafkrankheit (Ulrich Köhler)<br
/> 10. Heaven’s Story (Takahisa Zeze)</p><p><em>Runners-Up: </em></p><p>The Big Eden (Peter Dörfler)<br
/> Essential Killing (Jerzy Skolimowski)<br
/> Im Alter von Ellen (Pia Marais)<br
/> Die Jungs vom Bahnhof Zoo (Rosa von Praunheim)<br
/> Lost Land (Pierre-Yves Vandeweerd)<br
/> Sleepless Nights Stories (Jonas Mekas)<br
/> Unter Kontrolle (Volker Sattel)<br
/> Viva Riva! (Djo Tunda Wa Munga)<br
/> <br/><br
/> <strong>Favoriten des 2. Quartals 2011</strong></p><p>1. Oča – Dad (Vlado Škafar)<br
/> 2. Cassandras Warnung (Dominik Graf)<br
/> 3. The Day He Arrives (Hong Sang-soo)<br
/> 4. Aita (José Maria de Orbe)<br
/> 5. Dreileben – Komm mir nicht nach (Dominik Graf)<br
/> 6. Guilty of Romance [Langfassung] (Sion Sono)<br
/> 7. American Translation (Pascal Arnold, Jean-Marc Barr)<br
/> 8. Le Havre (Aki Kaurismäki)<br
/> 9. Hanna (Joe Wright)<br
/> 10. Headshots (Lawrence Tooley)</p><p><em>Runners-Up: </em></p><p>Atmen (Karl Markovics)<br
/> Black Field (Vardis Marinakis)<br
/> Bonsái (Cristián Jiménez)<br
/> Chantrapas (Otar Iosseliani)<br
/> Die Räuberin (Markus Busch)<br
/> Jean Gentil (Israel Cárdenas, Laura Amelia Guzmán)<br
/> The Journals of Musan (Park Jung-bum)<br
/> Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre &#038; Luc Dardenne)<br
/> Marimbas from Hell (Julio Hernandez Cordon)<br
/> Lo que más quiero (Delfina Castagnino)<br
/> Mercado de Futuros (Mercedes Álvarez)<br
/> Michael (Markus Schleinzer)<br
/> Ocaso (Théo Court)<br
/> Play (Ruben Östlund)<br
/> Porfirio (Alejandro Landes)<br
/> Truce (Svetlana Proskurina)<br
/> Unten Mitte Kinn (Nicolas Wackerbarth)<br
/> El Velador (Natalia Almada)<br
/> Wasted Youth (Argyris Papadimitropoulos, Jan Vogel)<br
/> Year Without a Summer (Chui Mui Tan)<br
/> <br/><br
/> <strong>Favoriten des 3. Quartals 2011</strong></p><p>1. Eighty Letters (Václav Kadrnka)<br
/> 2. Hollywood Fling (Eckhart Schmidt)<br
/> 3. A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)<br
/> 4. The Innkeepers (Ti West)<br
/> 5. Arrietty – Die wundersame Welt der Borger (Hiromasa Yonebayashi)<br
/> 6. Whores’ Glory – Ein Triptychon (Michael Glawogger)<br
/> 7. A Stoker (Aleksei Balabanov)<br
/> 8. Bridesmaids (Paul Feig)<br
/> 9. Cold Fish (Sion Sono)<br
/> 10. The Invader (Nicolas Provost)</p><p><em>Runners-Up: </em></p><p>Artificial Paradises (Yulene Olaizola)<br
/> Boxing Gym (Frederick Wiseman)<br
/> Correspondencia Jonas Mekas – J.L. Guerín (José Luis Guerín, Jonas Mekas)<br
/> I Wish (Hirokazu Kore-eda)<br
/> My Soul to Take (Wes Craven)<br
/> Der Name der Leute (Michel Leclerc)<br
/> Portraits deutscher Alkoholiker (Carolin Schmitz)<br
/> Putty Hill (Matthew Porterfield)<br
/> Das schlafende Mädchen (Rainer Kirberg)<br
/> Sibérie (Joana Preiss)<br
/> Sonnensystem (Thomas Heise)<br
/> Weekend (Andrew Haigh)<br
/> The Woman (Lucky McKee)<br
/> The Yellow Sea (Na Hong-jin)<br
/> <br/><br
/> <strong>Favoriten des 4. Quartals 2011</strong></p><p>1. House of Tolerance (Bertrand Bonello)<br
/> 2. Century of Birthing (Lav Diaz)<br
/> 3. Schmugglers&#8217; Songs (Rabah Ameur-Zaïmeche)<br
/> 4. Cut (Amir Naderi)<br
/> 5. This Is Not a Film (Jafar Panahi, Mojtaba Mirtahmasb)<br
/> 6. The Tiniest Place (Tatiana Huezo Sánchez)<br
/> 7. A Simple Life (Ann Hui)<br
/> 8. Crazy Horse (Frederick Wiseman)<br
/> 9. 3 Kreuze für einen Bestseller (Klaus Lemke)<br
/> 10. Summer of Giacomo (Alessandro Comodin)</p><p><em>Runners-Up: </em></p><p>Color Runaway Dog (Andrés Duque)<br
/> The Color Wheel (Alex Ross Perry)<br
/> A Dangerous Method (David Cronenberg)<br
/> Faust (Alexander Sokurov)<br
/> It May Be That Beauty Has Strengthened Our Resolve &#8211; Masao Adachi (Philippe Grandrieux)<br
/> The Last Buffalo Hunt (Lee Anne Schmitt)<br
/> Life Without Principle (Johnnie To)<br
/> Nana (Valérie Massadian)<br
/> The Pettifogger (Lewis Klahr)<br
/> Take Shelter (Jeff Nichols)<br
/> Totem (Jessica Krummacher)<br
/> Two Years at Sea (Ben Rivers)<br
/> A Useful Life (Federico Veiroj)<br
/> Yatasto (Hermes Paralluelo)<br
/> <br/><br
/> <strong>Favoriten unter den kurz- und mittellangen Filmen</strong></p><p>Der Besen (Klaus Schneider)<br
/> Cet Homme (Markus Ruff)<br
/> Conference (Notes on Film 05) (Norbert Pfaffenbichler)<br
/> Correspondence (Robert Fenz)<br
/> Esel mit Schnee (Romuald Karmakar)<br
/> Führung (René Frölke)<br
/> La fuite du jour (Christophe Clavert)<br
/> L’inconsolable (Jean-Marie Straub)<br
/> Leonardos Tränen (Heinz Emigholz)<br
/> Machtentfaltung (Klaus Schneider)<br
/> Memories of a Morning (José Luis Guerín)<br
/> Menschen am Sonntag (Friedl vom Gröller)<br
/> Meteor (Christoph Girardet, Matthias Müller)<br
/> Miss Candace Hilligoss&#8217; Flickering Halo (Vincenzo Core, Fabio Scacchioli)<br
/> Der Mond (Klaus Schneider)<br
/> Oral History (Volko Kamensky)<br
/> The Pushcarts Leave Eternity Street (Ken Jacobs)<br
/> Red Dawn (João Rui Guerra da Mata, João Pedro Rodrigues)<br
/> River Rites (Ben Russell)<br
/> Sack Barrow (Ben Rivers)<br
/> Schakale und Araber (Jean-Marie Straub)<br
/> Schwere Augen (Siegfried A. Fruhauf)<br
/> Slow Action (Ben Rivers)<br
/> The Sole of the Foot (Robert Fenz)<br
/> Wie ich den Sommerwind fing (Reginald Ginster)<br
/> <br/><br
/> <strong>Schönste Überraschungen</strong> <em>(die ersten fünf oder sechs gehören eigentlich in die jeweiligen Quartals-Top-10-Listen, sind aber wegen Überfüllung hier mit besonderer Betonung ausgelagert; gerade bei den ersten dreien, aber auch bei Farhadi, spielt eine Steigerung, Weiterentwicklung oder Neuorientierung gegenüber den letzten Filmen der Regisseure eine große Rolle bei dieser Nennung, bei den anderen hier Genannten bezieht sich die erfreuliche Überraschung wiederum nicht zwangsläufig auf Beteiligte, meist eher auf Negativ-Hype, abschreckende Prämissen o.ä.)</em></p><p>Miss Bala (Gerardo Naranjo)<br
/> Alps (Yorgos Lanthimos)<br
/> Once Upon a Time in Anatolia (Nuri Bilge Ceylan)<br
/> Hobo with a Shotgun (Jason Eisener)<br
/> Declaration of War (Valérie Donzelli)<br
/> Kill List (Ben Wheatley)<br
/> F (Johannes Roberts)<br
/> Ses – The Voice (Umit Unal)<br
/> Super 8 (J.J. Abrams)<br
/> Rebounce (Heidi Maria Faisst)<br
/> Nude Nuns with Big Guns (Joseph Guzman)<br
/> Nader und Simin – Eine Trennung (Asghar Farhadi)<br
/> The Ward (John Carpenter)<br
/> Attack the Block (Joe Cornish)<br
/> <br/><br
/> <strong>Zwiespältig, aber doch bemerkenswert</strong> <em>(Filme, die mich letztlich auf die ein oder andere Weise bereichert und nicht wirklich losgelassen haben, die ich aber nicht guten Gewissens bei den Favoriten einsortieren kann und will, manche nicht wirklich im eigentlichen Sinne mag, nichtsdestotrotz in Teilen oder als Ganzes aber dennoch interessant oder faszinierend finde und sie daher dann doch letztlich lieber erwähne als manchen Teil des hier ungenannten bleibenden, und sei&#8217;s durchaus gelungenen Mittelfelds)</em></p><p>13 Assassins (Takashi Miike)<br
/> Arirang (Kim Ki-duk)<br
/> Drive (Nicolas Winding Refn)<br
/> Good Bye (Mohammad Rasoulof)<br
/> Kidnapped (Miguel Ángel Vivas)<br
/> The Tree of Life (Terrence Malick)<br
/> Twenty Cigarettes (James Benning)<br
/> Vapor Trail (Clark) (John Gianvito)<br
/> <br/><br
/> <strong>Enttäuschungen</strong> <em>(aus verschiedenen Gründen, teils auch einfach Filme, die ich überschätzt finde)</em></p><p>Almayer’s Folly (Chantal Akerman)<br
/> Dreileben – Eine Minute Dunkel (Christoph Hochhäusler)<br
/> Impardonnables (André Téchiné)<br
/> Underwater Love – A Pink Musical (Shinji Imaoka)<br
/> Balada Triste de Trompeta (Álex de la Iglesia)<br
/> Ostende (Laura Citarella)<br
/> Dreileben – Etwas Besseres als den Tod (Christian Petzold)<br
/> Midnight in Paris (Woody Allen)<br
/> Der Preis (Elke Hauck)<br
/> Maya Deren’s Sink (Barbara Hammer)<br
/> Herzensbrecher (Xavier Dolan)<br
/> Jess + Moss (Clay Jeter)<br
/> Martha Marcy May Marlene (Sean Durkin)<br
/> Dirty Eyes (Lawrence Weiner)<br
/> Sennentuntschi (Michael Steiner)<br
/> Potiche (François Ozon)<br
/> Girimunho (Helvécio Marins Jr., Clarissa Campolina)<br
/> The Artist (Michel Hazanavicius)<br
/> Back to Stay (Milagros Mumenthaler)<br
/> Petropolis (Peter Mettler)<br
/> <br/><br
/> <strong>Die Schattenseite: Unerquickliches</strong> <em>(auf den vorderen Plätzen  einfach fad, dann absteigend immer unerträglicher werdend)</em></p><p>Ways of the Sea (Sheron Dayoc)<br
/> Kampf der Königinnen (Nicolas Steiner)<br
/> My Little Princess (Eva Ionesco)<br
/> Americano (Mathieu Demy)<br
/> Medianeras (Gustavo Taretto)<br
/> Stone (John Curran)<br
/> Kriegerin (David Falko Wnendt)<br
/> Point Blank (Fred Cavayé)<br
/> The Company Men (John Wells)<br
/> Unter Schnee (Ulrike Ottinger)<br
/> Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar)<br
/> A Little Closer (Matthew Petock)<br
/> Tyrannosaur (Paddy Considine)<br
/> Mothers (Milcho Manchevski)<br
/> The Colors of the Mountain (Carlos Cesar Arbelaez)<br
/> I Spit on Your Grave (Steven R. Monroe)<br
/> True Grit (Joel &#038; Ethan Coen)<br
/> Repeaters (Carl Bessai)<br
/> The Forgiveness of Blood (Joshua Marston)<br
/> Late Autumn (Kim Tae-Yong)<br
/> Hesher (Spencer Susser)<br
/> The King’s Speech (Tom Hooper)<br
/> I Saw the Devil (Kim Ji-woon)<br
/> The Mountain (Ole Giæver)<br
/> In der Welt habt ihr Angst (Hans W. Geißendörfer)<br
/> Confessions (Tetsuya Nakashima)<br
/> Biutiful (Alejandro González Iñárritu)<br
/> Auschwitz (Uwe Boll)<br
/> Frankfurt Coincidences (Enkelejd Lluca)<br
/> The Divide (Xavier Gens)<br
/> Blubberella (Uwe Boll)<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/sichernsiesichnochheute/" rel="attachment wp-att-12571"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/SichernSiesichnochheute.gif" alt="" title="SichernSiesichnochheute" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12571" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Christian</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/melancholia-tree.png" alt="" title="Melancholia Tree" width="525" height="219" class="aligncenter size-full wp-image-12606" /><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/american-callgirl.png" alt="" title="American Callgirl" width="525" height="221" class="aligncenter size-full wp-image-12607" /><br
/> <br/><br
/> <strong>2011: Top 10</strong></p><p>Es ist schön, dass es heutzutage so einfach ist, einen Film zu machen und ihn zu vertreiben. Schöner wäre es jedoch, wenn man nicht ständig mit digitalem Dreck zugeschüttet werden würde. Zum Glück gibt es Filmemacherinnen und Filmemacher, die verstanden haben, welche Möglichkeiten das digitale Kino bietet. Deren Werke zeigen aber auch, wie schmal der Grat zwischen Gelingen und Scheitern ist. Möglicherweise war es noch nie schwieriger, einen guten Film zu machen.</p><p>American Translation (Jean-Marc Barr &#038; Pascal Arnold)<br
/> Hereafter (Clint Eastwood)<br
/> Hollywood Fling (Eckhart Schmidt)<br
/> <strong>Melancholia (Lars von Trier)</strong><br
/> A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)<br
/> Paul (Greg Mottola)<br
/> Polisse (Maiwenn)<br
/> Portrait of a Call Girl (Graham Travis)<br
/> The Tree of Life (Terrence Malick)<br
/> Whores´ Glory (Michael Glawogger)<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/vergnugungsspalte/" rel="attachment wp-att-12572"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Vergnügungsspalte.gif" alt="" title="Vergnügungsspalte" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12572" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Christoph</em></strong></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/attenberg/" rel="attachment wp-att-12598"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Attenberg.gif" alt="" title="Griechischer Reigen" width="525" height="289" class="alignnone size-full wp-image-12598" /></a><br
/> </br><br
/> 2011 muss, hinsichtlich aktueller Filme, der frustrierendste Jahrgang meines bisherigen Cinelebens gewesen sein. Obwohl ich mir tapfer soviele aktuelle Filme wie nur überhaupt möglich zwischen die Schenkel presste und sogar zum ersten Mal seit drei Jahren wieder die faulige Festival-Dusche der Berlinale über mich ergehen lies, ist die Ausbeute so mager, medioker und banal ausgefallen, dass ich mich bedingungslos meinem eskalierenden Mitträumer Sano anschließe: Früher war einfach alles besser (#342), heutzutage wird nur noch alle Lichtjahre einmal ein überhaupt nur interessanter Film auf handwerklich akzeptablem Niveau und 35mm gedreht und eine so exzessive Auseinandersetzung mit zeitgenössischem Kino lohnt schlicht die Mühen und Festival-&#8221;Burn outs&#8221; nicht! Nachdem mein geschätzter Freund und <em>frater in spirito cinematografico</em>, Alex Pfaehler, mich in der Vergangenheit wiederholt aufgrund &#8220;schwerer Nostalgie&#8221; kritisierte, startete ich nur mit den besten Vorsätzen ins Cinejahr 2011, doch obwohl ich selbiges Vorhaben mit eiserner Standkraft verfolgte, steht am Ende dieser wilden Cinehatz nichts als die ganz große Ernüchterung. Wo sind nur die ehrgeizigen Filmemacher, die Werke von sonderbarer Schönheit, erfüllt vom Hunger auf Kino, auf ein Spiel und eine Affäre mit den Bildern, wo ist nur all das hin? Ständig wurden mir große Versprechungen gemacht, von transgressiven Filmen, die <em>ausschließlich</em> Aufnahmen von mit Mülltonnen kopulierenden Rentnern zeigen sollten, nie wurden dergestaltige Versprechungen eingehalten, stets saß ich, von den Filmen allein gelassen, im dunklen Saal und sehnte mich nach der handwerklichen Professionalität und Luzidität von klassisch geschulten Meisterregisseuren wie Howard Hawks oder Akira Kurosawa. Offenbar ist kinematographische Wahrhaftigkeit und Komplexität heute, im postmodernen Zeitalter filmstudentischen, digitalen und kaum je genuinen &#8220;Filmemachens&#8221;  von den Leinwänden verschwunden, lediglich das einheimische Filmlustspiel wußte mich dieses Jahr zu begeistern – die Vielzahl an verwegenen, provokanten, frischen und originellen, anrührenden und dabei doch von wunderbarer Leichtigkeit durchzogenen Komödien, angeführt von so freudenspendenden, spritzigen Werken wie ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND, RUBBELDIEKATZ, FLIEGENDE FISCHE MÜSSEN INS MEER, KEIN SEX IST AUCH KEINE LÖSUNG, WHAT A MAN oder KOKOWÄÄH gibt Anlass zu der Hoffnung, dass dem deutschen Kino endlich, nach 20 Jahren künstlerischer und wirtschaftlicher Tristesse, eine neue, wirkliche Perspektive für die Zukunft anheim gegeben ist. Leider bin ich damit auch schon am Ende meines Lobes angelangt, denn jenseits des deutschen Filmlustspiels nagte sich der Hunger durch meine Seele, ein schmerzender, erbarmungsloser Hunger, der nie Stillung fand. Deswegen ist meine Bestenliste auch so klein, karg und mager &#8211; trist und geradezu jämmerlich winzig. Aber ich höre schon auf, Trübsal zu blasen. Hier kommt also das <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesamtliste-aller-gesehen-aktuellen-filme-2011/">kümmerlich kleine Händchen</a> voll Filme, das mich 2011 wenn auch nicht begeistert, so doch zumindest nicht verärgert hat:<br
/> </br><br
/> <strong>44 Schönheiten, lose nach Rang geordnet:</strong></p><p>1. <span
style="color: #0000ff;">Melancholia</span> (Lars von Trier)<br
/> 2. <span
style="color: #0000ff;">Die Prinzessin von Montpensier</span> (Bertrand Tavernier)<br
/> 3. <span
style="color: #0000ff;">Polizeiruf 110: Cassandras Warnung</span> (Dominik Graf)<br
/> 4. <span
style="color: #0000ff;">The Innkeepers</span> (Ti West)<br
/> 5. <span
style="color: #0000ff;">American Translation</span> (Pascal Arnold, Jean-Marc Barr)<br
/> 6. <span
style="color: #0000ff;">Truce</span> (Svetlana Proskurina)<br
/> 7. <span
style="color: #0000ff;">Heaven&#8217;s Story</span> (Takahisa Zeze)<br
/> 8. <span
style="color: #0000ff;">My Soul to Take</span> (Wes Craven)<br
/> 9. <span
style="color: #0000ff;">Arietty &#8211; Die wundersame Welt der Borger</span> (Hiromasa Yonebayashi)<br
/> 10. <span
style="color: #0000ff;">A Night in Nude: Salvation</span> (Takashi Ishii)<br
/> 11. <span
style="color: #0000ff;">Esel mit Schnee</span> (Romuald Karmakar)<br
/> 12. <span
style="color: #0000ff;">Road to Nowhere</span> (Monte Hellman)<br
/> 13. <span
style="color: #0000ff;">Dreileben – Komm mir nicht nach</span> (Dominik Graf)<br
/> 14. <span
style="color: #0000ff;">Guilty of Romance</span> (Sion Sono)<br
/> 15. <span
style="color: #0000ff;">Wer ist Hanna?</span> (Joe Wright)<br
/> 16. <span
style="color: #0000ff;">Leonardos Tränen</span> (Heinz Emigholz) [Kurzfilm]<br
/> 17. <span
style="color: #0000ff;">Meek&#8217;s Cutoff</span> (Kelly Reichardt)<br
/> 18. <span
style="color: #0000ff;">Weekend</span> (Andrew Haigh)<br
/> 19. <span
style="color: #0000ff;">Glückliche Fügung</span> (Isabelle Stever)<br
/> 20. <span
style="color: #0000ff;">Hollywood Fling – Diary of a Serial Killer</span> (Eckhart Schmidt)<br
/> 21. <span
style="color: #0000ff;">Headshots</span> (Lawrence Tooley)<br
/> 22. <span
style="color: #0000ff;">Attenberg</span> (Athina Rachel Tsangari)<br
/> 23. <span
style="color: #0000ff;">Wasted Youth</span> (Argyris Papadimitropoulos, Jan Vogel)<br
/> 24. <span
style="color: #0000ff;">The Ward</span> (John Carpenter)<br
/> 25. <span
style="color: #0000ff;">The Woman</span> (Lucky McKee)<br
/> 26. <span
style="color: #0000ff;">Bellflower</span> (Evan Glodell)<br
/> 27. <span
style="color: #0000ff;">The Terrorists</span> (Thunska Pansittivorakul, 2011)<br
/> 28. <span
style="color: #0000ff;">Kill List</span> (Ben Wheatley)<br
/> 29. <span
style="color: #0000ff;">Vampire</span> (Shunji Iwai)<br
/> 30. <span
style="color: #0000ff;">Die Höhle der vergessenen Träume</span> (Werner Herzog)<br
/> 31. <span
style="color: #0000ff;">Caterpillar</span> (Kôji Wakamatsu)<br
/> 32. <span
style="color: #0000ff;">Unter Kontrolle</span> (Volker Sattel)<br
/> 33. <span
style="color: #0000ff;">13 Assassins</span> (Takashi Miike)<br
/> 34. <span
style="color: #0000ff;">Aita</span> (José María de Orbe)<br
/> 35. <span
style="color: #0000ff;">Sleepless Nights Stories</span> (Jonas Mekas)<br
/> 36. <span
style="color: #0000ff;">Hobo With a Shotgun</span> (Jason Eisener)<br
/> 37. <span
style="color: #0000ff;">Die Räuberin</span> (Markus Busch)<br
/> 38. <span
style="color: #0000ff;">Das rote Zimmer</span> (Rudolf Thome)<br
/> 39. <span
style="color: #0000ff;">The Big Eden</span> (Peter Dörfler)<br
/> 40. <span
style="color: #0000ff;">Das schlafende Mädchen</span> (Rainer Kirberg)<br
/> 41. <span
style="color: #0000ff;">Trash Humpers</span> (Harmony Korine)<br
/> 42. <span
style="color: #0000ff;">Saturnus</span> (Bruno Sukrow)<br
/> 43. <span
style="color: #0000ff;">Marimbas From Hell</span> (Julio Hernández Cordon)<br
/> 44. <span
style="color: #0000ff;">Die drei Musketiere</span> (Paul W. S. Anderson)</p><p><em><br
/> 2 heiße Spitzenkandidaten, von negativen Sichtungsumständen beschädigt:</em></p><p><span
style="color: #0000ff;">Dad</span> (Vlado Škafar)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Brownian Movement</span> (Nanouk Leopold)<br
/> </br><br
/> <strong>Runners up</strong><br
/> <em>(in Reihenfolge der Sichtungen)</em></p><p><span
style="color: #0000ff;">Schlafkrankheit </span>(Ulrich Köhler)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Residents </span>(Tiago Mata Machado)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Lost Land </span>(Pierre-Yves Vandeweerd)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Scream 4 </span>(Wes Craven)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Atmen </span>(Karl Markovics)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Porfírio </span>(Alejandro Landes)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Essential Killing </span>(Jerzy Skolimowski)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Stadt Land Fluss </span>(Benjamin Cantu)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Bonsái </span>(Cristián Jiménez)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Sword and the Rose </span>(João Nicolau)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Aardvark </span>(Kitao Sakurai)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Michael </span>(Markus Schleinzer)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Arirang </span>(Ki-duk Kim)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Jean Gentil </span>(Israel Cárdenas, Laura Amelia Guzmán)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Cold Fish </span>(Sion Sono)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Vier Leben</span> (Michelangelo Frammartino)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">F </span>(Johannes Roberts)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Black Field </span>(Vardis Marinakis)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Finisterrae </span>(Sergio Caballero)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Wie ich den Sommerwind fing </span>(Reginald Ginster)<br
/> </br><br
/> <strong>Bonus #1: 5 x Spaß</strong><br
/> <em>(in Reihenfolge der Sichtungen)</em></p><p><span
style="color: #0000ff;">The Stool Pigeon </span>(Dante Lam)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Rebounce</span> (Heidi Maria Faisst)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Ohne Limit</span> (Neil Burger)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod</span> (Alex de la Iglesia)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Black Bread</span> (Agustí Villaronga, 2010)<br
/> </br><br
/> <strong>Bonus #2: 5 x Guilty Pleasure</strong><br
/> <em>(in Reihenfolge der Sichtungen)</em></p><p><span
style="color: #0000ff;">Bullhead</span> (Michaël R. Roskam, 2011)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Dreileben – Etwas Besseres als den Tod</span> (Christian Petzold, 2011)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Engel des Bösen – Die Geschichte eines Staatsfeindes</span> (Michele Placido, 2010)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Sennentuntschi</span> (Michael Steiner, 2010)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Tree of Life</span> (Terrence Malick, 2011)<br
/> </br><br
/> <strong>Bonus #3: Sondermüll und Peinlichkeiten</strong><br
/> <em>(von grauenhaft abwärts bis schlimm)</em></p><p>1. <span
style="color: #0000ff;">Hell</span> (Tim Fehlbaum)<br
/> 2. <span
style="color: #0000ff;">Tatort – Nasse Sachen</span> (Johannes Grieser)<br
/> 3. <span
style="color: #0000ff;">Kampf der Königinnen</span> (Nicolas Steiner)<br
/> 4. <span
style="color: #0000ff;">Herzensbrecher</span> (Xavier Dolan)<br
/> 5. <span
style="color: #0000ff;">Black Swan</span> (Darren Aronofsky)<br
/> 6. <span
style="color: #0000ff;">The Day He Arrives</span> (Sang-soo Hong)<br
/> 7. <span
style="color: #0000ff;">The Angel of Doel</span> (Tom Faessert)<br
/> 8. <span
style="color: #0000ff;">Dreileben – Eine Minute Dunkel</span> (Christoph Hochhäusler)<br
/> </br><br
/> <strong>Einige Filme, die ich gerne gesehen hätte:</strong></p><p><span
style="color: #0000ff;">Eine dunkle Begierde</span> (David Cronenberg)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Host and The Cloud</span> (Pierre Huyghe)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Tournee</span> (Mathieu Amalric)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Ostaggi</span> (Lamberto Bava)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Viva Riva</span> (Djo Tunda Wa Munga)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">To Die Like a Man</span> (João Pedro Rodrigues)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Thor</span> (Kenneth Branagh)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Whore&#8217;s Glory</span> (Michael Glawogger)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Le Havre</span> (Aki Kaurismäki)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Invader</span> (Nicolas Provost)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Hole</span> (Joe Dante)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Eighty Letters</span> (Václav Kadrnka)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Haus der Sünde</span> (Bertrand Bonello)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Self Referential Traverse: Zeitgeist and Engagement</span> (Sun Kim)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">3 Kreuze für einen Bestseller</span> (Klaus Lemke)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Urban Explorer</span> (Andy Fetscher)<br
/> </br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/cw1/" rel="attachment wp-att-12599"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/CW1.png" alt="" title="Polizeiruf-Kommissar Hans von Meuffels lässt das Cinejahr mit einem Freudentänzchen ausklingen" width="525" height="288" class="alignnone size-full wp-image-12599" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/et/" rel="attachment wp-att-12573"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/ET.png" alt="" title="ET" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12573" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Das Hofbauer-Kommando</em></strong></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/anightinnudesalvation1/" rel="attachment wp-att-12680"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/ANightInNudeSalvation1.png" alt="" title="Die japanische Division des Hofbauer-Kommandos lässt sich in ihrer Lieblingsbar in Shinjuku die anregenden Aussichten bei einem kühlen Drink schmecken" width="525" height="287" class="alignnone size-full wp-image-12680" /></a><br
/> </br><br
/> Bei der <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2010/">letztjährigen</a> Verleihung des <span
style="color: #ff00ff;"><strong>Goldenen Ernst 2010</strong></span> für Verdienste um den Erhalt von Sleaze im gegenwärtigen Kino machten wir abschließend unser Hoffnung auf ein noch saftigeres Jahr 2011 Luft. Hätten wir nur geahnt, welch lüsterne Geister wir damit weckten!<br
/> Die Fülle auszeichnungswürdiger &#8220;Sleisterwerke&#8221; schwoll 2011 mit derartiger Rasanz an, dass sich das unter verschärftem Stoßzwang befindliche Hofbauer-Kommando gezwungen sah, die Anzahl der Preisträger vielfach zu potenzieren, um den prachtvollen Auswüchsen  und enormen Ausbeulungen des Jahrgangs noch gerecht werden und (Hosen)raum bieten zu können. Auch kamen wir nicht umhin, eine Vielzahl einzelner Ressorts einzurichten, die sich um Vorsortierung, Prämierung und schriftliche Auswahlbegründung im jeweiligen Bereich sorgsam kümmern. Nur durch viele personelle Mehrfachbesetzungen und die vereinten Kräfte der jüngst von drei auf vier Kapitäne aufgestockten Führungsebene des Hofbauer-Kommandos war es möglich, den Ansturm in aufwendigen Selektionsprozessen und detaillierten Begründungen zu bewältigen. Insgesamt dürfen nun in finaler Entscheidung für das Jahr 2011 schlagartig 17 Preisträger stolz die Auszeichnung &#8220;besonders sleazevoll&#8221; in Gestalt des &#8220;Goldenen Ernst&#8221; entgegen nehmen. Wir präsentieren nun die riesige Sieger-Wendeltreppe in all ihrer ausladenden Pracht&#8230;<br
/> </br><br
/> <em><span
style="color: #ff00ff;"><strong>Sweet Sixteen</strong></span> mit cremigem i-Tüpfelchen &#8211; eine klebrig-süße Auswahl von 16 Langfilmen und einem Kurzfilm, die sich ihren Goldenen Ernst redlich verdient haben.</em><br
/> </br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/invader/" rel="attachment wp-att-12679"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Invader.gif" alt="" title="Invader" width="525" height="213" class="alignnone size-full wp-image-12679" /></a><br
/> </br><br
/> <strong>Die Begründungen der einzelnen Ressorts:</strong><br
/> </br><br
/> <em>Ressort: Tourismus</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>3 KREUZE FÜR EINEN BESTSELLER</strong></span> (Klaus Lemke)<br
/> Genialer Schachzug dieses entspannten Inselfilms in bester Jesus(-Franco)-Manier ist, dass Klaus Lemke selbst eine der drei Hauptrollen spielt und sich so als Spielleiter auf einer innerfilmischen Metaebene in Szene setzt. Es versteht sich von selbst, dass er dabei nicht um allerlei verständnisvolle Ratschläge verlegen ist und mit flotten Sprüchen das triebige Geschehen zusätzlich anzutreiben versucht (&#8220;Das ist so eine vertrocknete Norddeutsche, wenn du da mit deinem Münchnerisch kommst, wird die weich!&#8221;), aber seine Muse auch gern mit fiesen Sprüchen stichelt (&#8220;Das ist Scheiße, das ist Mutter-Migräne-Magersucht-Literatur, was du da schreibst!&#8221;). Der eigentliche Protagonist ist allerdings Sleaze-Shootingstar Henning Gronkowski, der sich nach SCHMUTZIGER SÜDEN erneut als pornöser Gammeljockel im Sprüchereißen und Posieren bewährt. Doch was tatsächlich alles in dieser lässigen Wundertüte von Film steckt, kann auch das härteste Presswerkzeug nicht in so wenigen Zeilen zusammenschnüren. Das Hofbauer-Kommando streckt die Waffen und verzehrt sich schon jetzt nach neuen Taten und Auftritten des wilden Klaus!</p><p><em>Ressort: Gastronomie</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>A NIGHT IN NUDE: SALVATION</strong></span> (Takashi Ishii)<br
/> Was kriecht denn da das Bein der Hauptdarstellerin hinauf? Oh, es ist die Kamera von Takashi Ishii! Ein wunderbares Schmiersüppchen hat uns der freundliche Japano-Lustgreis da geköchelt. Und siehe da: es schwimmt auch noch der eine oder andere Brocken Ultrakunst darin! Damit benetzt man doch gerne den Gaumen.<br
/> Es ist ein Genuss. Ishiis nackte Erlösungs-Nacht spreizt ihre Beine weit zum Spagat zwischen Neo-Noir und Sexploitation. Dazwischen entblößt sie die Zwiespältigkeit ihrer Figuren, hoffnungslos nach Erlösung gierende Seelen in den Neonschluchten der Großstadt. Ein Film über die Psyche, visualisiert durch eine Zelebration des Körpers.<br
/> Dann entwickelt die Kamera ein Eigenleben, wandert unter Tische und Röcke, fährt genüsslich die Fun-Parts diverser Stripperinnen ab und zeigt sich überhaupt herrlich selbstvergessen. Nunja, mit mittlerweile 65 Lenzen auf dem Buckel muss ein Regisseur eben Prioritäten setzen! Doch dann kommt Ishii völlig zu sich und entfesselt im dramatisch-voyeuristischen Finale ein Weitwinkel-Inferno, wie die Welt es noch nicht gesehen hat. Als hätten sich Andrzej Zulawski und Jess Franco zusammengetan, um einen Pinkfilm zu inszenieren! Das Hofbauer-Kommando war den Freudentränen nahe. Definitiv ein Film für Herz und Hose.<br
/> <em><br
/> Ressort: Gentrifizierung</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>CASSANDRAS WARNUNG</strong></span> (Dominik Graf)<br
/> Bewiesen die verehrten Herren Graf und Schütter bereits in ihrer güldenen Vergangenheit hinreichend und -reißend ihr feines Gespür für gefühlsumwölkte Situationen und das kleine, versteckte, schmutzige deutsche Seelchen, so stoßen sie nun mit diesem bayerischen Neo-Giallo an die Grenzen des im Fernsehen Ausziehbaren: Von &#8220;Liebeskunst&#8221;, &#8220;Tittenspechten&#8221; und &#8220;Ständereulen&#8221; ist da die Rede und auch vor angriffslustigen und hingebungsvollen Anstößigkeiten klassischer Prägung (deren mager gesäte Ausformungen im aktuellen Deutschen Kino man nie genug belobigen kann) schrecken unsere reifen Münchner Wunderknaben nicht zurück: In der HK-relevantesten Szene des Films, leider in der entsafteten ARD-Fassung gekürzt, hebt die wohltuend verruchte Alma Leiberg triumphierend das Röckchen, um den umstehenden Bullen nachzuweisen, dass sie kein Transvestit sondern &#8220;eine echte Frau ist&#8221;. Soviel keß blubbernde Verwegenheit verschlug selbst dem anspruchsvollen Hofbauer-Kommando den stockenden Atem. Indes, es ist nicht nur das Rohe sondern auch die lakonische Schönheit dieser Genre-Hymne, in die wir uns verliebten: Maternales Verständnis schlug sich nieder in den betrübten, bitteren Worten der Simmel-Ikone Doris Kunstmann. Als gealtertes Kind der 70iger sehnt sie sich nach unschuldiger Frivolität auf Parkbänken, von denen nunmehr kinderreiches Jungvolk Besitz ergriffen und das einst so fiebrige München in der &#8220;Babyscheiße&#8221; versinken hat lassen. Das Hofbauer-Kommando stimmte nachdenklich, etwas wehmütig, jedoch auch in leiser Verzückung ein in ihr Klagen, hatte man doch eben dieses verlorene Glück gerade 90 Minuten lang in tiefen Zügen aufgesogen.</p><p><em>Ressort: Familienpolitik</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>COLD FISH</strong></span> (Sion Sono)<br
/> Wo der Patriarch in einer Männlichkeitskrise feststeckt, bedarf es eines wahren Fischkenners, die säumigen Familienmitglieder wieder am Futtertrog zu vereinigen. Doch in diesem leuchtenden Bassin schwimmen nicht nur gierige Geldhaie, sondern auch abtrünnige Weibchen, die sich nur zu gerne ein hilfloses Weichtier zwischen die Kiemen schieben. Da muss Papi aufpassen, wo er seine Angel auswirft und welch unergründete Becken dabei zu Entdeckungen einladen. Denn kommt es hart auf hart, wird auch der stramme Hecht schnell zum Zitteraal. Trotz so viel glitschiger Verunsicherung weist jedoch der geschmeidige Schwarm-Anführer stets den Weg ins gemachte Flussbett. Auch sein gewiefter Weitwinkel-Advokat weiß, an welcher Muschel es sich zu horchen lohnt und welcher Kanal noch einen salzigen Zufluss verträgt. Selbst wenn ihm schließlich beim Vorstoß in enge Unterströme die Luft wegbleibt, gibt er als umtriebiger Höhlentaucher doch lange genug ein nur allzu anschauliches Vorbild. So lernt dann auch Vati, wie man die Flosse richtig schwingt. Mit neuer Stärke auf den rechten Weg gebracht, führt er schließlich so manchen roten Hering der artgerechten Fischfutterverarbeitung zu. Wer sodann den Laich im Keller hat, kann nun auch endlich wieder mit erhobenem Haupt seiner Pflicht als Familienernährer nachkommen. Schleimige Selbstfindung im engmaschigen Fischernetz – dieser überschäumende Film hatte auch das Hofbauer-Kommando unversehens am Haken.</p><p><em>Ressort: Karriereplanung</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>ENGEL DES BÖSEN</strong></span> (Michele Placido)<br
/> Auch wenn wir wiederholt schweren Herzens und eingefallener Hose betrübt feststellen mussten, dass das einst so reich durchtränkte, prall glänzende und für seine fachmännisch geschmierte Elastik berühmte italienische Kino inzwischen tragisches Opfer der allgegenwärtigen, Filmförderungs- und Fernsehgesteuerten Entschmuddelung geworden ist – Michele Placido, Haudegen von altem Schrot und Korn, tut wirklich alles, um auch im kühl-stylischen Mainstream-Gloss an vergangene Ruhmestaten anzuknüpfen und Renato Vallanzascas Dasein als Filmgangster, als duften Typen in all seinen von heißen Höschen gesäumten und kumpelhaft-verständnisvollen, schillernden Facetten amoralisch exploitativ schillern zu lassen. Wir meinen, dass solch unmanierliche Ruchlosigkeit und folgenloses Machismo trotz ästhetischer und verschämt ideologischer Vorbehalte einer Belobigung würdig sind. Wir verweisen außerdem auf die <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/%C2%B4kinotipp-%E2%80%93-das-hofbauer-kommando-empfiehlt/">Rezension</a> von HK-Gründungsmitglied Christoph.</p><p><em>Ressort: Literatur</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>FAUST</strong></span> (Alexander Sokurov)<br
/> Nach dem Eröffnungssequenz beginnt dieser saftig-zärtliche FAUST umgehend mit der Großaufnahme eines Schniedelwutz – das kleine Herrchen eines Toten, der dann auch kurzerhand erst einmal ausgeweidet wird. Auch sonst wird nicht an Körperflüssigkeiten gespart, überall ist es stickig und schmutzig, wimmelt und wuselt es. Ein Film nah am Gemenge, aber auch bei der Natur, nah an den natürlichen Elementen! Später wird erst vor, dann in einer Kirche auf dem Boden der Stuhlgang verrichtet, und im Badehaus so mancher Weibesrock lüstern-kichernd gelupft! Gekichert wird von den badenden Damen aber auch über die schrumpelige Falte, die der entkleidete Wucherer im kühlen Nass anstatt eines Genitals präsentiert. Schon  diese wenigen Impressionen sollten als Untermauerung des HK-Urteils genügen: vorzüglich irritierend und wundersam sind die Wege des großen Alexander geraten!</p><p><em>Ressort: Emanzipation</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>GUILTY OF ROMANCE</strong></span> (Sion Sono)<br
/> Am Anfang waren die symmetrisch platzierten Pantoffeln und der wohltemperierte Kaffee, am Ende Wiener Würstchen am Spieß, Pornografie und Perversionen. In der pragmatisch veranlassten klitoralen Ekstase kommt das niedliche japanische Hausfrauchen als fröhlich quiekender Sexualapparatus völlig zu sich in Frauenversteher Sion Sonos episch ausfließendem Bilderbogen der Verworfenheit, liebevoll beschmiert mit pinken Farbbeuteln und aufweichenden Regentropfen, die durch im Neonlicht modernde Dachpappe sickern. Gewiss, einigen Zuschauer auf dem Filmfest München stieg die Zornesröte ins Gesicht ob dieser mit adoleszentem Esprit verkneteten und vulgärphilosophisch verbrämten Verausgabungen, doch vielleicht nahmen sie auch nur aus den Augenwinkeln heraus Anstoß an den zerfetzten Beinkleidern des wohlig in seinen Sitzen versunkenen Hofbauer-Kommandos. Spätestens dieses Werk empfiehlt Sion Sono als heißen Kandidaten für den &#8220;Shiny Ernst Future Award&#8221;.</p><p><em>Ressort: Balzverhalten</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>HOLLYWOOD FLING &#8211; DIARY OF A SERIAL KILLER</strong></span> (Eckhart Schmidt)<br
/> Die vom Hofbauer-Kommando am sehnsüchtigsten erwartete DVD-Veröffentlichung 2011. Wir hatten kaum noch daran geglaubt, Eckhart Schmidts sehr geheim gehaltenen film maudit erblicken zu können. Dieses Wunderwerk der Digitalität, durchgängig aus der Sicht eines Serienkillers erzählt. Wie ein perverser Sex-Cyborg wirkt dieses Monster, dessen Augen die Kamera sind. Aber er ist auch ein Connoisseur weiblicher Sinnlichkeit, den Plastiktitten anwidern. Er sucht die girls next door, ihren Glamour der Natürlichkeit. Auf dem Hollywood Boulevard, der so bizarr zwischen Schäbigkeit und Glitter oszilliert, fixiert er sie mit zärtlichen und gierigen Blicken. Verführerisch und sehnsuchtsvoll lassen sie sich auf das Spiel des vermeintlichen Castingagenten ein. Ihre Hoffnung auf etwas Glück bezahlen sie im Saharan Motor Hotel mit ihrem Leben. Dort erleben wir die unerbittliche Klimax dieses walk of death. Eine in ihrer Intensität die Hose zum Platzen bringende Visualisierung entarteter Triebhaftigkeit, die verstörende Vermählung von Point Of View-Pornografie und Serienkillerfilm. Das Kameraauge zittert, schwankt unkontrolliert, wandert erregt und gehetzt über Brustknospen und Schamlippen &#8211; auch nachdem das Lebensflämmchen dieser zauberhaften Geschöpfe erloschen ist. Der schmerzliche Anblick ihrer verwelkten Blüten der Lust ist unvergesslich. Die FSK empfand “Hollywood Fling“ als “Zumutung“, als “verachtend“, und stufte ihn als jugendgefährdend ein. Wir dagegen sind hocherfreut, wenn Wahrheiten an die Oberfläche gebracht werden, die im perfiden Beruhigungsdiskurs des gediegenen bürgerlichen Kinos in die Tiefe des Mieders gepresst bleiben müssen. Wenn dies auch noch mit einer so mutigen und radikalen Konsequenz geschieht wie beim Grandseigneur des deutschen Autorenfilms, verbeugen wir uns mit tiefstem Respekt.  &#8220;You can see all the stars as you walk down Hollywood Boulevard&#8230;&#8221; (Ray Davies)</p><p><em>Ressort: Völkerverständigung</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>THE INVADER</strong></span> (Nicolas Provost)<br
/> Am Anfang in groß: eine weiße Freudenspalte am FKK-Strand, ungläubig bestaunt vom angespülten Flüchtling! Am Schluss im Dunkel, sich im Schlafzimmer vor einem wohlbetuchten, schlafenden weißen Paar aufbauend: ein schwarzer Lustprengel, am grinsenden Besitzer baumelnd! Kein Wunder, dass sich sogleich die Empörung reckt und streckt, handelt es sich doch um ein Immigranten-Drama, das da vermeintlich sagt: &#8220;Wenn wir den Neger ins Land lassen, macht er sich über unsere Frauen her!&#8221; Das Hofbauer-Kommando wiederum amüsierte sich prächtig darüber, weil es diesen so wunderbar unverschämten, begierlichen und ungenierten Affront von einem Film vor allem für einen hält, der sich über solche Vorstellungen und paranoid-rassistischen Ängste recht bösartig lustig macht. Damit solidarisiert man sich angesichts der meisten billig emotionsheischenden und ihre Figuren oberflächlich als bemitleidenswerte Exoten ausstellenden filmischen Alternativen zum Thema gerne und schließt sich Dominik Kamalzadehs Worten aus der Cargo-SMS an: &#8220;Nicolas Provosts THE INVADER ist ein mutiger, vielleicht sogar radikaler Film. Ein illegaler Afrikaner in der EU, der sich nimmt, was er begehrt. Ein Gegenkonzept zum PC-Sozialdrama, in vibrierenden Oberflächen-Texturen.&#8221;</p><p><em>Ressort: Theologie</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>NUDE NUNS WITH BIG GUNS</strong></span> (Joseph Guzman)<br
/> Ein Film dem gelingt, was gerade den Wiederbelebungsversuchen des Exploitationskinos oft gänzlich fehlt: seine Schmierigkeit hat etwas Organisches und Echtes, fühlt sich nicht platt, verschämt oder behauptet an. Der schöne Schmier ist es dann auch, der diesen Film zusammenquetscht, in den Fugen hält und flutschen lässt, während er sonst vielleicht nicht ohne Abrieb über die Runden käme. Neben delikaten Höhepunkten (eine der getöteten Eltern beraubte Jungfrau wird mit &#8220;Wanna pop her cherry?&#8221; und öliger Gestik dargereicht) schlägt vor allem die Verbindung zwischen zwei Metiers Funken: das klassische American Grindhouse mit seinen wüsten Bikern, schmuddeligen Motels und zwielichtigen Stripbars bildet den Tortenboden, während die Nunploitation italienisch-japanischer Prägung mit ihren lüsternen Ausschlachtungen klerikaler Tabus eine sämige, dicke Sahneschicht dazu spritzt. Dass das Filmherz nicht immer voll auf seine Kosten kommt, lässt sich leicht verschmerzen, wenn bei soviel offenherziger Schmierigkeit dem Hofbauer-Kommando umso schneller die Hose aufgeht.</p><p><em>Ressort: Handelswaren</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>VIVA RIVA!</strong></span> (Djo Tunda Wa Munga)<br
/> Aspiring upcoming oil(y) gangster Riva und die anderen, mächtig duften Typen in diesem hibbelig vor lauter Lustdurchwallungen bebenden Film machen nicht zu knapp auf dicke Hose, in der es ganz offensichtlich unentwegt juckt. Im Hexenkessel Kinshasa jagen sich atemlos aufreizende erotische Provokationen und ungeheure Gefühle von vehementer Dringlichkeit. Ob Disco-Schönheiten sich beim heißen Tanz befingern lassen und später in der Pinkelpause ungeniert zur Beobachtung feilbieten. Ob ältere Vermittlerinnen die Gesuche bedürftiger junger Burschen entgegen nehmen, die sich „10 Jahre lang mit den Hängetitten von den Landeiern auf dem Dorf“ begnügen mussten und nun endlich mal „straffe Brüste in der Hand haben“ wollen. Ob Sicherheitsmänner sich bei den im Badezimmer weilenden Kirchendamen erkundigen, inwieweit sie sich denn womöglich die Langweile vertreiben, indem sie sich „die Möse am Waschbecken reiben“. Oder ob in verwinkelten Seitengassen so Manchem plötzlich einfällt, dass er gerade ganz heiß werde und auf der Stelle „seine Ladung loswerden“ müsse, was sodann mit einer eilig herbeigeschafften Straßenstrichbekanntschaft über einer Mülltonne verrichtet wird. Kurzum: Die Gefühle brodeln hier fast ununterbrochen, und das gewiss nicht auf Sparflamme, erst recht, wenn die unverblümten deutschen Untertitel noch ein wenig nachheizen. Auf der eruptiven Zielgeraden wird der Drang zu Vermehrung schließlich ruppig vom Drang zur Auslöschung abgelöst. Töte alle und kehr allein zurück, wenn du es noch kannst – das sind Aufträge, die auch das von derart appetitlichen Aussichten gelockte Hofbauer-Kommando nicht ablehnen kann.<br
/> </br><br
/> <strong>Darstellerpreis</strong> für Sean Bridgers in <span
style="color: #ff00ff;"><strong>THE WOMAN</strong></span> (Lucky McKee)<br
/> Den HK-Darstellerpreis dürfen rechtmäßig nur die Schmierfinger jenes Schweinebären umschließen, dessen performative Eruptionen die Beinkleider des Hofbauer-Kommandos auf die extra-ordinärste Zerreißprobe gestellt haben. Im Jahr 2011 kann damit nur einer gemeint sein.<br
/> Er ist das lauernde Flanellhemd hinter dem amerikanischen Vorgartenzaun. Die Ballung aller Triebe, nur mühsam verborgen hinter dem zahnseidigsten Klaviertastenlächeln diesseits von Tennesse. Er macht keinen Unterschied zwischen Lauf- und Saustall, er ist &#8211; Sean Bridgers als Familienvater in &#8220;The Woman&#8221;!<br
/> Keinem anderen wäre es so wie ihm gelungen, im Spannungsfeld zwischen Terrorfilm und USA-Satire das zarte Pflänzchen Sleaze derart zum erblühen zu bringen. Aber ein dufter Samen boxt sich nun einmal durch. Ob beim ungezwungenen Schäkern mit der Sekretärin, oder dem verständnisvollen Zu-Bett-bringen sorgenvoller Teenager, dieser Dad hat für jede Situation die passende Schmiere parat.<br
/> Verehrter Herr, diesen Preis haben Sie sich verdient!</p><p><strong>Darstellerpreis</strong> für Miranda Colclasure (aka Mimi Le Meaux) in <span
style="color: #ff00ff;"><strong>TOURNEE</strong></span> (Mathieu Amalric)<br
/> Das Hofbauer-Kommando liebt &#8220;Frauen, die sich selbst bedienen&#8221; und damit ist keineswegs nur der Griff zum &#8220;Zauberstab zur Selbstmassage&#8221; gemeint! Eine, die sich gern selbst bedient, ist TOURNEE-Hauptdarstellerin Miranda Colclasure, hier zugleich Protagonistin einer ganzen Truppe von Ami-Wuchtbrummen einer Burlesque-Show auf Tour durchs sinnenfreudige Frankreich. In der hosengefährdendsten Szene des Films schnappt sie sich ohne großes Aufhebens ein Männchen, schleift es auf die Hotel-Toilette, und macht sich mit eindeutigen Absichten an ihm zu schaffen – aber prompt folgt die Ernüchterung: aufgrund dieses erregenden Überrumpelungs-Vorgangs ergießt sich ihr Lustknabe verfrüht in seine eigene Hose! Doch Frau weiß sich zu helfen, nimmt kurzerhand seinen Kopf, drückt ihn zwischen ihre Beine, und lässt sich, auf der Kloschüssel zurückgelehnt, so richtig von des Mannes Zunge den Honig aus den Waben schlecken, während sich draußen einige kleine chinesische Mädchen wundern, ob sich wohl  angesichts der komischen Geräusche &#8220;Tiere&#8221; in der Toilette befänden! Bei so viel animalischer Energie blieb auch dem Hofbauer-Kommando der Mund offen stehen.<br
/> </br><br
/> <strong>Kategorie Dokumentarfilm:</strong></p><p><span
style="color: #ff00ff;"><strong>THE BIG EDEN</strong></span> (Peter Dörfler)<br
/> Nachtclub-Tycoon und Playboy-Urgestein Rolf Eden, gewiss nicht nur aufgrund seiner eindrucksvollen Beteiligung am frühen Hofbauer-Klassiker SCHWARZER MARKT DER LIEBE ein glühender Stern am Himmel der HK-Prominenz, wird spät, aber doch mehr als nur hinreichend verewigt, gewürdigt und verstanden in diesem glamourös aufgebrezelten Gemälde eines umtriebigen Lebens für den Sleaze, in CinemaScope. Dörfler gibt nicht den Moderator, er lässt seinen auch mit wackeren 80 Jahren noch tief in Duftesse und Frauenverständnis watenden Helden sprechen, wirken und strahlen dass es nur so eine Art hat. Vitale Auftritte HK-relevanter Stars wie Uschi Buchfellner und Ingrid Steeger runden dieses Road Movie durch Jahrzehnte deutscher Dekadenz angemessen ab. Das Hofbauer-Kommando ist voll des Dankes für diesen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der deutschen Gefühlshistorie, die bisher von der Kinematographie und Filmgeschichtsschreibung schändlichst übergangen wurde.</p><p><span
style="color: #ff00ff;"><strong>CRAZY HORSE</strong></span> (Frederick Wiseman)<br
/> &#8220;Nach einer Stunde mit Titten und Ärschen bin ich gegangen. <em>Sowas</em> schau ich mir doch keine zwei Stunden lang an!&#8221; hörte man später eine verstimmte Zuschauerin wettern. Das Hofbauer-Kommando hingegen sieht sich <em>sowas</em> selbstverständlich sehr gerne zwei Stunden lang an. &#8220;Der Kavalier genießt und schweigt&#8221; heißt es so schön, aber Wiseman schafft es, sowohl zu genießen als auch die Worte sprechen zu lassen. Ungerührt schwelgt der Film fast die halbe Laufzeit in den glitzernden Paraden der Nuditäten, weidet sich an der Pracht der Formen und Rundungen, eröffnet in seinen Bildern die denkbar schönste &#8220;Kurvendiskussion&#8221; (Viennale). Auf der anderen Seite durchleuchtet er aber auch die organisatorische, ökonomische und soziale Stuktur, blickt hinter die Bühne und lässt die Menschen hinter den verführerischen Silhouetten sprechen. Für soviel harmonischen Einklang zwischen soziologischem Interesse und genießender Lüsternheit bleibt dem Hofbauer-Kommando nur aufrichtige Anerkennung.</p><p><span
style="color: #ff00ff;"><strong>LAS MARIMBAS DEL INFIERNO</strong></span> (Julio Hernandez Cordon)<br
/> Wenn im Leben eines Mannes auch vieles den Bach der Dinge hinunter geht, solange er an seiner natürlichen Lässigkeit, seiner &#8220;Duftesse&#8221; festhält, ist Mann gegen arges Geschick gefeit. In &#8220;Marimbas from Hell&#8221; sind solcher geschlagener, aber nicht hilfloser Männer gleich drei, vereint in den Ruinen ihres einstigen Lebens von der Vision einer gemeinsamen Metal-Band – der ersten Metal-Band mit Marimba-Soloist! Freilich dünkt ein solch kühnes Unterfangen steinig und schwer im armen, mit modernem Kulturgut hadernden Guatemala, aber Beharrlichkeit ist bekanntlich die beste Medizin gegen Erschlaffungserscheinungen. Schlaffe Beharrlichkeit ist hingegen, was der koboldhafte Jüngste im Bunde zur Schau trägt, als er sich, im Muskelshirt und die Baggy pants ganz tief hängend, seine Augen schwerfällig in Höhlen rollend und das Kinn fragend nach vorne geschoben, in die Wartesessel eines städtischen Amtes lümmelt, wo es eine Genehmigung einzuholen gilt. Das hat eine natürliche Ruhe, eine charmante Naivität, unschuldiges adoleszentes Machismo, von dem sich die alten Recken mit ihrem Marimbaphon und ihrer verehrten Stretch-Gitarre gerne anstecken lassen. Musiker sein, das bedeutet immer auch, Verführer zu sein, wo man auch geht, steht &#8211; und sitzt.<br
/> </br><br
/> <strong>Kategorie Kurzfilm:</strong></p><p><span
style="color: #ff00ff;"><strong>WIE ICH DEN SOMMERWIND FING</strong></span> (Reginald Ginster)<br
/> Mit keckem Schalk und liebevoller Sentimentalität im Nacken folgen die edlen Kuratoren des &#8220;geheimnisvollen Filmclub Buio Omega&#8221; dem charmanten Herrn Weber, einem pensionierten und passionierten Sammler stilvoller alter Erotica, auf dem Weg ins Glück. Beim nachmittäglichen Käffchen mit dem Frauchen im gemütlichen Stüberl aufgeschreckt von einer Blitzmeldung über den Fund verstaubter Filmdosen in einem Bunker, flitzt besagter Herr in einem Zustand &#8220;minütlich wachsender Erregung&#8221; einer deutschen 35mm-Kopie von Doris Wishmans Nudie-Klassiker NACKT IM SOMMERWIND hinterher, die dann mit der fachmännischen Routine eines Metzgermeisters seziert, in der Badewanne gewaschen und restauriert wird. All das schien den mit Materialfetischismus und profunder Liebe zu klassischer Softerotik ebenso gesegneten Hofbauer-Kommandanten allzu heimelig vertraut. Könnte unser Lebensabend, so fragten wir uns, nicht ganz ähnlich aussehen, abgesehen möglicherweise von Käffchen, Frauchen und Stüberl? Eine charmante Miniatur über einen liebenswerten Schutzengel der siebten Kunst, von verständnisvollen Menschen für verständnisvolle Menschen.<br
/> </br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/anightinnudesalvation2/" rel="attachment wp-att-12681"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/ANightInNudeSalvation2.png" alt="" title="Ein Mitglied des Hofbauer-Kommandos entspannt sich nach getaner Listen-Maloche beim abendlichen Leisure-Programm" width="525" height="287" class="alignnone size-full wp-image-12681" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/schulmadchen/" rel="attachment wp-att-12574"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Schulmädchen.png" alt="" title="Schulmädchen" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12574" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Marian</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Marimbas.jpg" alt="" title="Marimbaspieler in der Probenpause oder doch Mitglieder des Hofbauer-Kommandos bei Beratungen über die Preisvergabe?" width="525" height="296" class="aligncenter size-full wp-image-12536" /><br
/> <br/><br
/> 2011 nach binärem Bewertungssystem (alphabetisch geordnet):</p><p><strong>1:</strong></p><p>A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)<br
/> A Stoker (Aleksei Balabanov)<br
/> The Adventures of Tintin (Steven Spielberg)<br
/> Arirang (Kim Ki-duk)<br
/> Attack the Block (Joe Cornish)<br
/> Chantrapas (Otar Iosseliani)<br
/> Cold Fish (Sion Sono)<br
/> Essential Killing (Jerzy Skolimowski)<br
/> F (Johannes Roberts)<br
/> Guilty of Romance (Sion Sono)<br
/> The Hole 3D (Joe Dante)<br
/> Kill List (Ben Wheatley)<br
/> Marimbas from Hell (Julio Hernandez Cordon)<br
/> My Soul to Take (Wes Craven)<br
/> Pornografie und Holocaust (Ari Libsker)<br
/> Die Räuberin (Markus Busch)<br
/> Whores&#8217; Glory (Michael Glawogger)<br
/> The Woman (Lucky McKee)</p><p><strong>0:</strong></p><p>Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar)<br
/> I saw the Devil (Kim Ji-woon)<br
/> In der Welt habt ihr Angst (Hans W. Geißendörfer)<br
/> The King&#8217;s Speech (Tom Hooper)<br
/> Melancholia (Lars von Trier)<br
/> True Grit (Ethan Coen, Joel Coen)<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/nimmtdasdennnieeinende/" rel="attachment wp-att-12575"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Nimmtdasdennnieeinende.gif" alt="" title="Nimmtdasdennnieeinende" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12575" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Nübetzki, Hermann</em></strong></p><p><em>(Von der Inkludierung eines Filmbildexzerpts möchte ich an dieser Stelle absehen. Bilder sind ihrer Natur nach profan und unterminieren die Wirkkraft der Sprache.)</em><br
/> <br/><br
/> Die Kinematographie ist seit 1950 tot. Als letzte relevante kinematographische Bewegung ist der italienische Neorealismus anzusehen. Spätestens mit den sogenannten &#8220;Neuen Wellen&#8221; der 1960er Jahre kann von einer Zersetzung jeglicher künstlerischer Integrität gesprochen werden. Ab diesem Zeitpunkt ist die Bildproduktion in festen Händen der Advokaten des Trivialen, die als Erfüllungsgehilfen des Unterdrückungsapparats ihr Werk verrichten und den Bedürfnissen des Publikums zuarbeiten, dessen Verdummung sich in seinem Wunsch nach sogenannter Unterhaltung exemplifiziert. Auch die schriftliche Auseinandersetzung mit Bewegtbildern ist somit in letzter Instanz seit 1974 obsolet. Das Jahr 2011 zementierte den Wahrheitsgehalt dieser Feststellungen neuerlich. Dieser Jahrgang hat lediglich einen qualitativ hinreichenden Film hervor gebracht:</p><p><strong>La musique de la tombloise (Grégoire Wylchadrawski)</strong><br
/> Mit distinguierter Bildsteuerung werden Emotionen, Schauwerte und Formverfremdungen en gros suspendiert. Der Zuschauer wird auf seine Urteilskraft zurück geworfen und verbleibt in Ratlosigkeit. Chapeau!</p><p>Gehaltvolle diskursive Ansätze waren darüber hinaus lediglich in <em>La folie Almayer</em> (Chantal Akerman), <em>Cet homme</em> (Markus Ruff), <em>Copie conforme</em> (Abbas Kiarostami) und <em>Eine Serie von Gedanken</em> (Heinz Emigholz) auszumachen. Die gesamte sonstige Filmproduktion des Jahrgangs erwies sich hingegen als minderwertig. Insbesondere ist die dominante Majorität von primitiven narrativen und spekulativen Filmwerken zu desavouieren und scharf abzustrafen. Zu meinem Leidwesen war ich 2011 aus akademischen Obligationen erneut zu einer Auseinandersetzung mit Bewegtbildern gezwungen. Es verschafft mir Erleichterung, dass sich diese Situation mit dem Jahreswechsel gewendet hat. Im neuen Jahr werde ich mein Augenmerk einzig auf Rezitateure des epischen Theaters im frühen neunzehnten Jahrhundert lenken.<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/siewollen/" rel="attachment wp-att-12576"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Siewollen.gif" alt="" title="Siewollen" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12576" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Sano</em></strong><br
/> </br><br
/> Es ist mal wieder Listenzeit. Am Ende des Jahres lässt man traditionell ja gerne das vorige Jahr noch einmal Revue passieren, erinnert sich an Erlebtes und versucht bestimmte Dinge noch einmal festzuhalten. Das ist auch unter Filmliebhabern so. Da werden gerne die 10 besten Filme benannt, die gelungensten Schauspielleistungen, die schönsten Melodien, und die ansprechendsten sonstwas. So weit so gut. Ich mache das ja selbst inzwischen auch schon eine Weile mit, aus der Erinnerung heraus sind es wohl über 10 Jahre, und auch bei mir haben sich inzwischen bestimmte Mechanismen und Strukturen gebildet, die sich hierbei alljährlich wiederholen. Ich finde es grundsätzlich auch bereichernd, sich bestimmte Abschnitte der Vergangenheit wierder ins Gedächtnis zu rufen, und dass Cinephile dieser Tätigkeit gerne um das Jahresende herum ausgiebig und meist mit Enthusiasmus frönen, stört mich ebenso wenig (auch wenn das immer einen gewissen Listen-Overkill mit sich bringt, der nach einer Weile lästig werden kann, was aber bei jedem geballt auftretenden Phänomen der Fall ist – wer kennt das nicht: Nie wieder Alkohol&#8230;).</p><p>Was mir aber jedes Jahr mehr und mehr unangenehm aufstößt, und mich dieses Jahr zum Verfassen dieses Textes genötigt hat, ist die Tatsache, dass solche Jahresrückblicke und Listen sich bevorzugt mit sogenannten „neuen“ oder „aktuellen“ Filmen auseinandersetzen. Das sind Filme, die es vor dem betreffenden Jahr entweder gar nicht, oder nur teilweise (z.B. als Festivalpremieren) zu sehen gab, weil sie meist im Jahr davor noch nicht existiert hatten, sie also in jüngster Vergangenheit erst entstanden sind. Diese „neuen“ Filme sind ja größtenteils das Thema und der Inhalt der meisten Kinos, der meisten Videotheken und auch der meisten Festivals – vermutlich nicht nur in Deutschland oder Europa, sondern weltweit. Das Fernsehen ist da zwar nicht ganz so exklusiv (ebenso wie das Internet und mit ihm viele Online-Videotheken, oder auch die nicht zu unterschätzenden Stadtbüchereien in den vielen Städten Deutschlands), und tendiert meiner Beobachtung nach eher zu einem breiteren Angebot, in dem der „aktuelle“ Film nur eine, und teilweise nicht einmal die wichtigste Rolle einnimmt. Aber auch das Fernsehen dreht gerne und regelmäßig viel Neues, das es dann verständlicherweise auch sendet, und inzwischen, in Konkurrenz zum Kino, auf den besten Sendeplätzen am Vorabend platziert, und dabei auch nicht müde wird, es gerne als Ereignis der Woche oder des Monats anzupreisen.</p><p>Diese Fokussierung auf dieses umgangssprachlich eben so benanntes „aktuelles“ im Filmbereich ist selbst sicherlich nichts Neues, sondern hat bereits Tradition. Hunderte von alljährlich stattfindenden Galen und Preisverleihungen haben es sich in der Filmbranche inzwischen zur Aufgabe gemacht, junge Produktionen auszuzeichnen und zu ehren, da man in diesem Kontext berechtigterweise davon ausgehen kann, dass die älteren Generationen von Filmen und Filmschöpfern ihren Anteil an Aufmerksamkeit ja bereits erhalten haben. Derselben Logik folgt auch das Kino, und das Verleihgeschäft im generellen. Alte Filme haben ihre Zuschauer bereits gefunden, haben Geld eingespielt, haben kulturell und wirtschaftlich bereits einen Raum erhalten, der nun jüngeren Produktionen zusteht. Großzügig betrachtet, ist das ein immergleicher Kreislauf, der selten in Frage gestellt wird, da er sich in den meisten Produktsegmenten unserer zivilisierten Welt in vergleichbarer Weise abspielt. Auch in der Automobilindustrie, geht es jedes Jahr aufs neue um die gegenwärtigen Entwicklungen und Modelle, und der Blick scheint stetig in die Zukunft gerichtet zu sein. Ebenso im Computerbereich &#8211; kaum einer berichtet heutzutage noch regelmäßig über seine Erfahrung mit einem C64 &#8211; und in den meisten anderen Gebieten scheint es ebenso zu sein. Auch im Literatur- Musik- oder Theaterbetrieb. Was ist daran auch falsch, mag man fragen? Eigentlich nichts. Unsere Produktion von Erzeugnissen ist aus wirtschaftlicher Sicht prinzipiell darauf ausgelegt, Nachfragen zu wecken oder sie zu befriedigen, und diese Sicht scheint sich auf den ersten Blick auch mit den Bedürfnissen der meisten Menschen, die sich als Konsumenten dieser Waren sehen, zu decken. Ich möchte an dieser Stelle auch gar keiner breit angelegten Kulturdebatte anschließen oder Vergleichbares thematisieren. Vielmehr geht es mir um eine Verschiebung des Blicks.</p><p>Denn es gibt auch noch andere Tatsachen. Schreiben oder sprechen wir zum Beispiel über unsere sozialen Erlebnisse als Menschen, machen wir Tagebucheintragungen oder ähnliches, geht es zwar auch immer um Gegenwart, und unsere gegenwärtige Wahrnehmung unserer Vergangenheit und Zukunft, aber eine vergleichbare Unterscheidung in „Neues“ und „Altes“ oder eine einseitige Fokussierung auf einen bestimmten Ausschnitt des Erlebten, findet meiner Erfahrung nach nicht statt. Wir erzählen nicht nur von unseren Begegnungen mit kürzlich geborenen Menschen, sondern zumeist auch von unseren jüngsten Begegnungen mit langjährigen Freunden, Verwandten oder gar den nicht mehr wirklich taufrischen Großeltern oder Urgroßeltern. Auch unser Umfeld besteht in diesen Berichten nicht nur aus Aufenthalten in kürzlich errichteten Gebäuden &#8211; ganz im Gegenteil. Viele Menschen die zum Beispiel von ihren Reisen in bisher Unbekannte Gebiete berichten, erwähnen oft prominent oder exklusiv ihre Begegnungen mit Teilen der Vergangenheit, bevorzugt in Form von Monumenten oder sonstigen baulichen Sehenswürdigkeiten. Auch Menschen die man neu kennenlernt, oder Erlebnisse die man zum ersten mal in seinem Leben macht, sind in erster Linie nicht kürzlich und neu auf diesem Planeten eingetretene Tatsachen, sondern in 99% der Fälle wohl bereits bestehende und existierende Teile unserer Wirklichkeit die eben nur wir zum ersten mal kennengelernt haben, und die daher auf uns lediglich neu wirken, vielleicht auch nur aus diesem Grund für uns &#8220;neu&#8221; oder &#8220;aktuell&#8221; sind. Unsere Gegenwart wirkt auf uns deshalb gegenwärtig, weil wir sie ständig als solche Erleben, und auch „altes“ ist aktuell, solange es in unserem Leben eine Rolle spielt. Es geht also meistens nur um unsere Wahrnehmung, die bestimmt welche Aktualität, welchen gegenwärtigen Stellenwert ein Ereignis für uns einnimmt.</p><p>Man möge mir diese wissenschaftlich sicher nicht haltbaren Verkürzungen und Verallgemeinerungen an dieser Stelle verzeihen, doch dienen sie in diesem Text dem Hinweis auf ein Dilemma, das mich mehr und mehr quält, und das sich dieses Jahr für mich in einer vorläufig finalen Form manifestiert hat. Warum soll ich über diese auf den ersten, allgemeinen Blick als „aktuell“ geltenden Filme schreiben? Und daraus folgend und noch viel wichtiger: Was sind denn eigentlich für mich „aktuelle“ Filme? Ich neige zur Zeit in dieser Hinsicht vermutlich mehr zu den gerade beschriebenen sozialen Erlebniswelten des Alltags, als zur wirtschaftlich orientierten Meinung des Produkttesters, und sehe mich folglich in meinem Selbstverständnis als Autor nicht so sehr als Dienstleister meiner Leser (was auch immer das im Einzelnen bedeuten mag), sondern mehr als jemand, der aus einem inneren Bedürfnis heraus von seinen Filmerlebnissen erzählt, und durch die indirekte Kommunikation über das Internet von seinen (imaginären) Lesern einfach grundlegend erwartet, dass sie das eventuell interessieren könnte. Ich bin also bildlich gesprochen vermutlich mehr derjenige, der in der Kneipe aus einer Laune heraus ein Gespräch mit seinem Tischnachbarn anfängt, als der Handelsvertreter der an der Haustür klingelt. Verhältnisse von Angebot und Nachfrage interessieren mich also in erster Linie nicht. Und meine (gegenwärtige) Erlebniswelt sieht in den letzten Jahren mehr und mehr folgendermaßen aus: von den 500 bis 600 Filmen die ich jährlich sehe, zählen meistens lediglich 100 Stück zu diesen sogenannten „neuen“ oder „aktuellen“ Filmen. Das ist immer noch eine stattliche Anzahl, und ein nicht zu unterschätzender und sicherlich dominanter Anteil, geht man vom durchschnittlichen Auftauchen bestimmter Produktionsjahre seit Anbeginn der Kinematographie innerhalb dieser Menge aus. Daher kann ich auch definitiv immer noch davon sprechen, dass ich 2011 zum Beispiel mehr Filme aus den Jahren 2010 und 2011 gesehen habe, als aus jedem anderen Jahrgang der Filmgeschichte, und daher theoretisch auch mehr zu diesem Bereich beuzusteuern und zu berichten hätte. Aber vieles davon hat eben auch mit Gewohnheiten zu tun, und mit der tatsache, dass viele Festivals in meiner näheren Umgebung die ich immer noch gerne und regelmäßig besuche, in der Mehrheit oder teilweise ausschließlich jüngere Filme im Programm haben. Betrachte ich jedoch unabhängig von Festivalzusammenstellungen meine Auswahl von Filmsichtungen, engt sich das Feld jüngerer und jüngster Produktionen aber noch einmal beträchtlich ein. Nichtsdestotrotz, gibt es persönliche Schwerpunkte natürlich auch mit Hinblick auf andere Bereiche zu verzeichnen – so habe ich letztes jahr auch weit mehr US-amerikanische und deutsche Produktionen gesehen, als beispielsweise indonesische oder thailändische. Dieses Phänomen (sowie alle anderen) hängt natürlich auch zu einem nicht zu unterschätzenden Teil mit dem Angebot, also der gegenwärtigen Verfügbarkeit zusammen. Ich begegne hierzulande beispielsweise zwangsläufig vielen Informationen zu deutschen Filmen, und entwickle dadurch auch ein intensiveres Interesse an einer Begegnung mit ihnen, als wenn ich mich über längere Zeit in einem anderen Land der Welt aufhalten würde. Doch spielt in den meisten anderen Bereichen immer noch ein aktives Interesse meinerseits bei der Wahl der Schwerpunkte eine Rolle. Ich muss gestehen, dass es sich mit der jüngeren Filmgeschichte inzwischen zunehmend anders verhält.</p><p>Ich begegne zwar immer noch in großer Anzahl Informationen zu „aktuellen“ und „neuen“ Filmen (sei es in Filmzeitschriften, Kinos oder auf Filmwebsites), und sehe mir wie gesagt auch weiterhin eine große Anzahl dieser Filme an. Doch kann ich nicht behaupten, dass mich gegenwärtig ein Film aus dem Produktionsjahr 2010 mehr interessieren würde, als ein Film des Jahres 1910. Wenn ich ehrlich bin, ist genau das Gegenteil der Fall. Mein Interesse an einem Film steigt proportional zu seinem Alter, und es geht sogar soweit, dass der „Inhalt“, die „Handlung“ oder das „Thema“ eines alten Films als Auswahlkriterien seiner Sichtung keine ausschlaggebende Rolle mehr spielen müssen. Für einen Film aus dem Jahr 1910 genügt es meist, dass er aus dem Jahr 1910 stammt, um mein Interesse zu wecken; etwas was ich über einen 2010 entstandenen Film in dieser Form überhaupt nicht mehr sagen kann. Auch andere eindeutige Veränderungen kann ich inzwischen an mir beobachten. Beispielsweise würde ich mir vermutlich beinahe jeden beliebigen US-amerikanischen Film der 30er ansehen, während ich um die meisten Filme der USA des letzten Jahrzehnts einen weiten Bogen machen würde. Instinktiv und grundsätzlich. Über die vielfältigen Gründe dieser Entwicklung (denn es war beileibe nicht immer so) möchte ich an dieser Stelle keine Worte verlieren. Es geht mir nämlich nicht um eine Aufwertung der Vergangenheit im Bezug auf die Gegenwart, um keine Apologie eines Nostalgikers oder die Rechtfertigung der durchaus angreifbaren Aussage, dass <a
href="http://www.titanic-magazin.de/uploads/pics/Neunziger_01.jpg">früher alles besser war</a>. Vielmehr geht es mir um eine Gleichberechtigung und Gleichbetrachtung der Dinge, die über ein bloßes Nebeneinander von &#8220;Neuem&#8221; und &#8220;Altem&#8221; weit hinausweist.</p><p>Ich empfinde nämlich zunehmend alle Filme die ich mir zu einem bestimmten Zeitpunkt ansehe als neu oder aktuell, als gegenwärtig für mich relevant, und meiner Aufmerksamkeit bedürfend. Ansonsten würde ich sie mir auch kaum ansehen. Mein Interesse am Film ist eben primär kein wirtschaftliches, kein archäologisches und auch kein eingeschränktes. Film interessiert mich erst einmal als Film. In seiner spezifischen Materialität, genauso wie in seinem kulturellen Kontext, und nicht weniger in seinem individuellen künstlerischen Ausdruck. Das ist jetzt keine Aufzählung, sondern nur eine Illustration meiner Interessen am Film, die weniger damit zu tun haben, aus welchem Jahr ein Film stammt, als mit der Tatsache, dass ich mich gerade (und zumindest in der Zeit der Sichtung, des Ansehens, der zeitlich begrenzten Wahrnehmung einer Vorführung) mit einem Film auseinandersetze. Ein Film ist mir also wichtig, weil ich ihn gerade sehe oder über ihn nachdenke. Und der Großteil dieser Filme sind sogenannte „alte“ Filme. Und das heißt eben nicht, dass alte Filme deshalb interessanter oder relevanter wären, weil sie aus einer anderen Zeit stammen, sondern es verweist lediglich auf die unbestreitbare Tatsache, dass das aktuelle Jahr (und auch alle kommenden) nur eines unter vielen sind. Rein von der Quantität überwiegen ältere Filme neu entstehende Produktionen um solch ein Vielfaches, dass es geradezu idiotisch scheinen müsste, vom &#8220;aktuellen Filmgeschehen&#8221; als mehr als etwas Marginalem zu berichten. Eine Gleichberechtigung des Neuen mit dem Alten zu fordern, ist in dieser Hinsicht nicht weniger idiotisch und kurzsichtig, da es kein allgemeines zusammenzufassendes &#8220;altes&#8221; gibt. Es gibt im Grunde keinen neuen und keinen alten Film, nur gerade neu entstehende, und bereits bestehende. Die immer in irgendeinem Jahr entstanden sind, das für sich genommen auch nicht wichtiger oder unwichtiger als jedes andere Jahr ist. Filme aus dem Jahr 2011 haben daher die absolut gleiche Relevanz, wie Filme aus dem jahr 1958, 1962, 1924 oder 1891. Und wenn ich mich mit Filmen und der Filmgeschichte an sich befassen will, spielen Produktions- oder Aufführungsjahrgänge (von denen der aktuelle eben auch nur ein beliebiger unter vielen ist) an sich eine untergeordnete Rolle.</p><p>Um aber noch einmal zum leidigen und an sich wie gesagt völlig fehlbezeichneten Thema der &#8220;alten&#8221; Filme zu kommen: Für mich sind sie eben gar nicht alt, gar nicht vergangen. Ein Film wird immer zum Zeitpunkt seiner Aufführung wahrgenommen, und auch wenn alt tendenziell etwas sein könnte, das ich bereits kenne, so ist jedes Wiedersehen mit einem Film, den man glaubt bereits zu kennen, ebenso wie jede Begegnung mit der Welt und den Menschen, immer wieder etwas neues, das es im Moment der Entstehung zu begreifen gilt. Das gilt auch unabhängig der Tatsache, dass ich die meisten Filme, die ich mir regelmäßig ansehe, meist vor diesem Zeitpunkt noch gar nie gesehen habe. Jeder Film ist daher so frisch und neu und aufregend, wie es ein Film eben nur sein kann. Und wenn ich mich gezwungen sehe über meine Erlebnisse des vergangenen Jahres zu berichten, erscheint es mir unverständlich, einen eigenen Bereich, einen eigenen Artikel oder eine eigene Aufmerksamkeit auf das fälschlicherweise so benannte „aktuelle“ Filmgeschehen zu werfen, und so zu tun, als ob ältere Filme in meinem Erfahrungsbereich nur eine marginale oder untergeordnete Rolle gespielt hätten, ja gar implizit zu behaupten, dass es für mich eine konzeptionelle Trennung (in welcher Form auch immer) zwischen einem wie auch immer gearteten „neuen“ und „alten“ Film gibt. Den genau diesen Unterschied, dieses Phantasma, gibt es eben ganz und gar nicht! Und es geht mir zunehmend auf die Nerven, mir neu entstandene Filme unter anderem aus dem Grund ansehen zu müssen, dass sie neu entstanden sind, nur um das Gefühl zu haben (oder weiterhin haben zu können) „den Überblick über das aktuelle Geschehen zu behalten“, „auf der Höhe der Zeit zu sein“, oder „mit anderen Filmfans über gerade interessante Ereignisse oder Entwicklungen sprechen zu können“. Diese mehr als diffusen Phrasen sagen ja im Grunde gar nichts aus. Und wieso sollte ich mehrheitlich ein größeres Bedürfnis verspüren, mich mit einem Cinephilen über den letztjährigen Cannes-Wettbewerb zu unterhalten, als über die chinesische Filmproduktion der 60er Jahre?</p><p>Wie gesagt: wenn ich ehrlich bin, interessiert mich die Filmgeschichte als Ganzes, jahresübergreifend, länderübergreifend und auch sonst in all ihren Facetten. Natürlich hat jeder eigene Schwerpunkte, und bestimmte Interessen die sich stärker bemerkbar machen als andere. Aber ich besitze nun mal nicht mehr die Vorstellung mich vorrangig oder auch nur betont mit so etwas diffusem wie dem „aktuellen Filmschaffen“ auseinandersetzen zu müssen, und es stört mich auch relativ wenig, dass ich nicht alle vier- bis fünfhundert 2011 in Deutschland neu im Kino angelaufenen Filme gesehen habe. Viel mehr stört mich da schon, dass ich keine Ahnung habe, was für Filme 2011 in Indien oder Pakistan gedreht worden sind. Was wiederum im Umkehrschluss aber noch nicht heißt, dass ich automatisch ein Interesse daran hätte, einen Großteil dieser Filme auch (sofort) zu sehen. Man sollte wohl unterscheiden zwischen dem Interesse an Information über etwas Spezifisches, und dem Interesses an diesem Spezifischen an sich. Und Filme schauen ist für mich keine Informationsbefriedigung. Ich schaue mir Filme in erster Linie deshalb an, weil sie mich im Moment der Sichtung als Filme, durchaus mit all ihre historischen und kulturellen Implikationen, aber eben als einzelne Werke an sich interessieren. So einfach ist das.</p><p>Das sind jetzt, wie bereits erwähnt, an dieser Stelle natürlich alles Verallgemeinerungen und es gibt Momente und Situationen in denen sich die Dinge anders verhalten. Aber im Großen und Ganzen, kann ich von einem ehrlichen Jahresrückblick nur im Hinblick auf mein <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/ekstase-2011/">letztes Listenposting</a> sprechen. Die vorliegende Aufgabe erscheint mir in diesem Kontext daher eher als eine lästige Pflichtübung, die ich in Zukunft nach Möglichkeit gerne weitestgehend vermeiden würde. Zumindest dann, wenn ich in einem Jahr nicht zu 90% Filme der letzten zwei Produktionsjahrgänge gesehen habe. Denn an sich gibt es an einer Auseinandersetzung mit einem bestimmten Filmjahrgang ja wie gesagt rein gar nichts auszusetzen. Nur warum es ständig und immer wieder der aktuelle sein muss, das leuchtet mir nicht ein. Filme die 2011 entstanden sind waren sicherlich genauso vielfältig interessant wie Filme jedes beliebigen anderen Jahrgangs und werden das auch in hundert Jahren noch bleiben. Doch glaube ich fest daran, dass die Zukunft nicht zeigen wird, dass alles davor entstandene nicht die Brisanz und Relevanz jedes für uns dennoch immer wieder so aufregend neuartig erscheinenden &#8220;akutuellen&#8221; Jahrgangs hatte – auch nicht im Jahre 2011.</p><p>In diesem Sinne, und in Erwartung der Tatsache nächstes Jahr vielleicht endlich alle gesehenen Filme in einem Beitrag abhandeln zu können, und nicht mehr an solch einem exklusiven Unterfangen wie dem jetzigen teilnehmen zu wollen, hier nun dennoch und trotzdem meine Liste und Einordnung der „neuen“ Filme die mir 2011 begegnet sind. Auflistungen, so man sie denn genauer überdenkt, können ja trotz aller spielerischen Aspekte eine Komplexität und Deutungsvielfalt annehmen, die anderen Einordnungsversuchen in nichts nachstehen. Deshalb wäre zur Erläuterung meiner Liste (falls man an einem Verständnis der spezifischen Zusammensetzung interessiert ist) noch folgendes zu sagen: Meine Top 10 beinhaltet inzwischen schon traditionsgemäß grundsätzlich Filme, die ich vermutlich in jedem Jahr und zu jeder Zeit auf eine Top 10 setzen würde. Daher kann sie auch beliebig viele Filme enthalten (meine Top 10 also immer auch aus 24, 42, oder 87 Filmen bestehen könnte), die ich ganz allgemein als Favoriten, oder Lieblingsfilme bezeichnen würde. Ein paar weitere sehenswerte Filme finden diesmal nach der Top 10 Erwähnung, darunter Filme, die nach einer weiteren Sichtung unter Umständen das Potential hätten sich zu meinen Favoriten zu gesellen, aber auch allgemein Filme, die mich aus diversen Gründen zumindest in großen Teilen zu fesseln verstanden. Die in diesem gestaffelten Kontext unaufgelistet bleibenden Filme sind aber nicht einfach „der Rest“, also ein übriggebliebener der Erwähnung nicht würdiger Haufen, sondern reichen von ärgerlich (<em>The Tree of Life</em>, <em>Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2</em>, <em>&#8220;Underwater Love&#8221;</em>), über durchschnittlich (bspw. <em>“Die Nacht der Wölfe”</em> oder <em>“The Colors of the Mountain”</em>) bis zu teilweise wirklich interessanten Arbeiten, die mich aber im Endeffekt nicht zur Gänze überzeugen konnten, sei es aus stilistischen, inhaltlichen oder sonstigen Gründen. Ein sprechendes Beispiel für einen einzigen Teilaspekt der für mich dennoch den ganzen Film abgewertet hat, wäre beispielsweise das Ende des ansonsten außerordentlichen <em>Oral History</em> von Volko Kamensky. Ohne seinen Schlusstwist (der eben leider noch Teil des Films ist) wäre der Film sicherlich mühelos auf meiner Top 10 gelandet. So, muss er sich eben nur mit einer &#8220;lobenden Erwähnung&#8221; zufrieden geben. Andere Zuschauer haben die Auflösung am Ende sicher anders bewertet oder auch komplett anders wahrgenommen, und für manche mag es gar einer der ausschlaggebenden Gründe für eine positive Erwähnung sein. Eindrücke sind natürlich immer etwas flüchtiges, haben mit der Situation während dem Seherlebnis zu tun, können sich aber statt sich zu verflüchtigen auch verfestigen. Aber so sieht es nun mal gerade bei mir aus, es handelt sich also um eine Momentaufnahme des Erstellungszeitpunkts. Und um es nocheinmal zu betonen: Meine Top 10 bestehen daher nicht aus den 10 besten Filmen die ich in diesem Jahr gesehen habe (wie auch immer man „beste“ jeweils definieren möchte), gleichgültig der Tatsache ob ich  alle diese 10 Filme überhaupt genossen hätte. Daher empfinde ich es auch als zwingend notwendig, <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesamtliste-aller-neuen-gesehenen-filme-2011/">eine Gesamtauflistung aller neueren Filme</a> anzubieten, die bei solch einer Zusammenstellung von mir berücksichtigt worden sind. Denn eine Liste von 10 Filmen von einer Person, die überhaupt nur 10 Filme gesehen hat, ist für mich gänzlich anders zu lesen als die äußerlich gleich aussehende Liste einer Person, die jedoch zum Beispiel 500 Filme gesehen hat. Auch wenn man Listen rein als Empfehlungen wahrnimmt (was ich im Grunde auch tue), möchte ich dennoch immer auch gerne wissen, aus welchem Pool von potentiellen Empfehlungen der jeweilige Listenersteller geschöpft hat. Denn ich bin mir sicher, dass wir als Listenleser auch automatisch immer darauf reagieren, wenn ein bestimmter Film <em>nicht</em> auf einer Liste auftaucht. Und daraus ziehen wir gewollt oder ungewollt auch regelmäßig unsere Schlußfolgerungen. Wenn man sich über längere Zeit mit dem Sinn und Unsinn von wertenden Auflistungen eigentlich unkategorisierbarer, unvergleichbarer und nicht objektiv messbarer, scheinbar materieller, aber im Grunde ebenso ideeller Objekte beschäftigt, kommt man zu so mancher weiteren &#8220;Erkenntnis&#8221;, die ich dem Leser dieses Textes jedoch im weiteren ersparen will.</p><p>Ansonsten gäbe es noch anzumerken, dass ich letztes Jahr keinen jüngeren Film gesehen habe, der mir zur Gänze missfallen hätte, und ich eigentlich im Filmjargon sagen muss: keinen einzigen schlechten Film gesehen. Das erstaunt mich selbst am Meisten, und stellt für mich vermutlich ein Novum dar, geht aber passend mit dem Motto dieses Beitrags zusammen: Sehen heißt auch immer wieder hinsehen, und nicht nur danach zu suchen, was man vielleicht gerne sehen würde, sondern aus dem was man zu erkennen glaubt etwas mitzunehmen, das die Möglichkeit einer Bereicherung darstellt.</p><p>Im Einzelnen möchte ich aber nicht mehr viele Worte über die nun kommenden und auf unterschiedliche Art gelisteten Filme verlieren. Den ersten Platz 2011 hält (für mich wiederum wenig verwunderlich) ein neuerer Film von Dominik Graf, zu dem auf Eskalierende Träume bereits Christoph einige <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/heute-um-2015-in-der-ardpolizeiruf-110-cassandras-warnung/">enthusiastische Zeilen</a> gedichtet hat, die ich so auch gerne unterschreibe. Vielleicht folgt in Zukunft auch noch ein eigener Beitrag für die <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/category/deutsche-lieblingsfilme/">&#8220;deutsche Reihe&#8221;</a>. In dieser Hinsicht bemerkenswert ist wahrscheinlich, dass fast die Hälfte aller von mir 2011 gesehenen &#8220;neuen&#8221; Filme in Teilen deutsche Produktionen sind. Daraus erklärt sich dann auch die Häufigkeit und Dominanz deutscher (Ko-)Produktionen bei meinen Auflistungen. Sion Sono hat mich vor einiger Zeit mit <em>&#8220;Love Exposure&#8221;</em> begeistert, der für ihn wohl eine Art Befreiungsschlag darstellen musste, da er sich meiner Auffassung nach mit <em>&#8220;Cold Fish&#8221;</em> in einer klassizistischen, beinahe kubrickesken Phase befindet, die einen formal vollendeten Filmemacher präsentiert, der sich in Zukunft möglicherweise anderen Themen zuwenden sollte, falls er nicht Gefahr laufen will, sich bald nur noch selbst zu zitieren. Vielleicht reicht sein Talent aber auch aus, um diese Gefahr auf andere Weise zu umgehen, und Sono wird sich wie Ford, Miike, Bergman oder Ozu bis zum Ende seiner Karriere weiterhin relativ gleichbleibender Konzepte bedienen. Wie auch immer freue ich mich im Moment auf jeden weiteren seiner Filme. <em>American Translation</em> war hingegen eine Empfehlung und eine Entdeckung die ich <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-kurzkommentare-2/">Andreas</a> zu verdanken hatte. Hier der für mich immer noch sehr ansprechende <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=NV_njOxnXV4&#038;feature=player_embedded#!">Trailer</a>. Eine Entdeckung völlig anderer Art waren die halböffentliche Vorführung einer Handvoll von Filmen von Klaus Schneider, alle von ihm gedreht, montiert, konzipiert und auch vorgeführt: Im Kino auf der großen Leinwand in Vollbild, von farblich bezauberndem stummem Super8-Filmmaterial, mit ebenso kongenial erstellter oder ausgewählter akkustischer Begleitung. Ein Beweis dafür, dass manche genialen Filmemacher nicht mehr als einer Kamera und ihrer eigenen Kreativität bedürfen, die auch ohne finanzielle Mittel grenzenlos erscheinen kann. Der avantgardistische Geist aller do-it-yourself-Pioniere zeigt sich in so einem überraschenden Moment in vollem Glanz, und ich erinnere mich inzwischen nur noch an mein ungläubiges Staunen im Kinosessel, einem künstlerischen Werk zu begegnen, dass unmittelbar auf ein instiktives Talent in der Übersetzung der eigenen Ideenwelt in filmisches Denken schließen lässt. Zuletzt war ich von einem vergleichbar von jeglichen Zwängen ungebundenen cineastischen Geist so beeindruckt beim Entdecken dreier Filme Danny Williams&#8217; auf der Berlinale 2007, die danach zwar auch auf der <a
href="http://www.viennale.at/cgi-bin/viennale/archiv/film.pl?id=2540;lang=en">Viennale</a> gelaufen sind, von denen ich aber seither leider nichts mehr gehört oder gelesen habe. Zu Schneiders <em>Der Mond</em> wird es daher von mir in demnächst vermutlich ebenfalls einen Text für die &#8220;deutsche Reihe&#8221; geben. Aber nun endlich ohne weitere Umschweife: Auf zur Liste!</p><p></br></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12520" rel="attachment wp-att-12520"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Yellow-Sea.jpg" alt="" title="" width="525" height="223" class="alignnone size-full wp-image-12520" /></a></p><p></br></p><p><strong>Top 10</strong></p><p>1. Cassandras Warnung<br
/> <em>Dominik Graf  Deutschland  2011</em></p><p>2. Tsumetai nettaigyo <em>“Cold Fish”<br
/> Sion Sono  Japan  2010</em></p><p>3. American Translation<br
/> <em>Pascal Arnold, Jean-Marc Barr  Frankreich  2011</em></p><p>4. Hwanghae <em>“The Yellow Sea” [140 min. Fassung]<br
/> Hong-jin Na  Südkorea  2010</em></p><p>5. Der Mond<br
/> <em>Klaus Schneider  Deutschland  2010</em></p><p>6. Whores’ Glory<br
/> <em>Michael Glawogger  Österreich, Deutschland  2011</em></p><p></br></p><p><strong>Runners-up</strong> (in alphabetischer Reihenfolge):</p><p>1000 Gramm<br
/> <em>Tom Bewilogua  Deutschland  2010</em></p><p>Bas-fonds <em>“Gregs”<br
/> Isild Le Besco  Frankreich  2009</em></p><p>Congo in Four Acts<br
/> <em>Dieudo Hamadi, Kiripi Katembo Siku, Divita Wa Lusala, Patrick Ken Kalala<br
/> Demokratische Republik Kongo, Südafrika  2010</em></p><p>Das rote Zimmer<br
/> <em>Rudolf Thome  Deutschland  2010</em></p><p>Die Besen<br
/> <em>Klaus Schneider  Deutschland  2010</em></p><p>El Mocito <em>“The Young Butler”<br
/> Marcela Said, Jean de Certeau  Chile  2010</em></p><p>Führung<br
/> <em>René Frölke  Deutschland  2010</em></p><p>I Know Where I’m Going<br
/> <em>Ben Rivers  GB  2009</em></p><p>Machtentfaltung<br
/> <em>Klaus Schneider  Deutschland  2009</em></p><p>Nûdo no yoru: Ai wa oshiminaku ubau <em>“A Night in Nude: Salvation”<br
/> Takashi Ishii  Japan  2010</em></p><p>Oral History<br
/> <em>Volko Kamensky  Deutschland  2009</em></p><p>Portraits deutscher Alkoholiker<br
/> <em>Carolin Schmitz  Deutschland  2009</em></p><p>Slow Torture Puke Chamber<br
/> <em>Lucifer Valentine  Kanada  2010</em></p><p>Unter dir die Stadt<br
/> <em>Christoph Hochhäusler  Deutschland, Frankreich  2010</em></p><p>Vapor Trail (Clark)<br
/> <em>John Gianvito  USA  2010</em></p><p><br/></p><p>Abschließend möchte ich einen letzten magischen Kinomoment 2011 nicht unerwähnt lassen. In Paula Markovitchs <em>El premio</em> hat mich das Zusammenspiel der Kinderdarsteller, allen voran der Protagonistin Ceci und ihrer besten Freundin, derart umgehauen, dass sich mir in der anschließenden Erläuterung Markovitchs bezüglich ihrer Regiemethode ganz neue Perspektiven für die Zusammenarbeit mit jungen und unerfahrenen Darstellern erschlossen. Eine derartig brillante Gruppendynamik unter Laien habe ich in einem Spielfilm bisher wohl noch nie gesehen, obwohl es mit Hirokazu Koreedas <em>&#8220;Nobody Knows&#8221;</em> (2004) oder Carlos Reygadas&#8217; <em>&#8220;Battle in Heaven&#8221;</em> (2005) in den letzten Jahren in dieser Hinsicht vergleichbare Ansätze gegeben hat. Definitiv ein Film, den man sich schon allein wegen der Schauspieler ansehen muss, um sich mal wieder mit eigenen Augen davon zu überzeugen, welchen Wert bewusst gelenktes &#8220;dokumentarisches&#8221; Material für einen fiktiven Rahmen erhalten kann. Schade, dass man der Hauptdarstellerin Paula Galinelli Hertzog bei der letztjährigen Berlinale nicht den Darstellerpreis zugesprochen hat und ihre atemberaubende Darstellung bei der Preisverleihung gänzlich leer ausging, denn dafür scheint zumindest eine Auszeichnung wie der Silberne Bär für eine herausragende künstlerische Leistung wie geschaffen zu sein. Für mich war diese Leistung auch gegenüber allen gelisteten Filmen wahrscheinlich nicht nur der schauspielerische, sondern sogar der künstlerische Höhepunkt 2011.<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/inserieren/" rel="attachment wp-att-12577"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Inserieren.png" alt="" title="Inserieren" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12577" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Frauke</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/kingsspeech.jpg" alt="" title="King&#039;s Speech" width="525" height="287" class="aligncenter size-full wp-image-12633" /><br
/> <br/><br
/> Solche Listen sind irgendwie schon eine komische Sache. Ich habe deshalb darum gebeten, dass meine Liste trotz alphabetischer Sortierung der Autorennamen erst als letzte dran kommt. Mir fällt so eine Aufstellung nämlich schwer, muss ich sagen. Vor allem wenn ich dann diese ganzen unbekannten, exotischen Titel auf den anderen, endlos langen Listen sehe! Interessiert das wirklich jemanden und wer außer unseren Nerds hier guckt sich sowas an? (sorry, auch wenn wir befreundet sind, muss ich das mal sagen, Jungs). Denn ich finde auch, dass Filme nur dann eine Bedeutung haben, wenn sie von vielen Menschen gesehen werden und alle darüber sprechen können. Bevor ich einen Film ansehe, warte ich eigentlich erst einmal die Besucherzahlen der ersten oder zweiten Woche ab oder sehe mich mal auf facebook oder studivz um. Außerdem ist natürlich ganz wichtig, ob in meinem Bekanntenkreis sich abseits der Filmnerds auch wirklich Leute für den Film interessieren (außer natürlich, es spielt einer meiner Lieblingsschauspieler mit!). Mir nützt es doch nichts, komische Kunstfilme anzusehen, wenn ich mich dabei nur langweile und dann nicht mal mit meinen Freundinnen darüber sprechen kann. Was bringt das?! Deshalb guck ich mir lieber nur ausgewählte Sachen an, von denen ich dann auch wirklich was habe oder zumindest weiß, dass ich hinterher mit anderen darüber lästern kann, wenn mich doch mal ein Film gelangweilt oder genervt hat. Man braucht ja auch noch Zeit fürs real life und wenn man sich soviele seltsame Filme ansieht, frage ich mich manchmal schon, ob das nicht so eine Ego-Tour ist.<br
/> Deshalb beschränke ich mich hier auf ein paar wenige Filme, bei denen ihr dafür aber auch sicher sein könnt, dass sie auch wirklich toll sind und nicht nur ein paar Freaks irgendwas hinein interpretiert haben. Und ich versuche auch, nicht nur nach meinem eigenen Geschmack zu gehen, sondern eine streng objektive Wahl zu treffen denn darauf kommt es schließlich an! Aber ich will euch nicht mit meiner Plauderei nerven, kommen wir also zur Sache &#8211; den <strong>besten</strong> Filmen des Jahres 2011:<br
/> <br/><br
/> <strong>The King&#8217;s Speech (10/10)</strong><br
/> Ich hab mich bei der Berlinale schon morgens um 4 Uhr mit Schlafsack vor den Kassen positioniert, um auf jeden Fall eine Karte für die Premiere zu kriegen! Sogar um die Zeit hatte sich schon eine kleine Schlange vor der Kasse gebildet, aber ich hatte dann doch Glück und hab die gewünschten Karten gekriegt. Und was soll ich sagen, es hat sich mehr als gelohnt, alle meine Erwartungen wurden noch übertroffen! Endlich mal wieder ein Film, der große Schauspiel-Leistungen und eine packende Geschichte verbindet und dabei auch noch anrührt! Ich hatte echt Tränen in den Augen bei ein paar Momenten, so intensiv wird es da, obwohl es &#8220;nur&#8221; um eine Ansprache geht, aber man kann eben trotzdem richtig mitfühlen, welche Ängste und Sorgen der König da ausgestanden hat! Aber ich will keinen falschen Eindruck vermitteln, der Film hat auch viele total lustige und originelle Szenen, es kommen also im Endeffekt alle auf ihre Kosten! Endlich mal ein Film, der den Oscar wirklich verdient hat!</p><p><strong>The Tree of Life (9/10)</strong><br
/> Endlich mal wieder so ein richtiger Film über das wichtigste auf der Welt: Die Familie. Denn seien wir mal ehrlich, ohne unsere Eltern gäbe es uns ja alle gar nicht. Das da vorher natürlich noch viel passiert ist und auch Gott im Spiel war, zeigt uns dieser Film in wahnsinnig tollen Bildern und mit viel klassischer Musik. Und ich sage nur: diese putzigen Dinos! Tiere sind eben auch nur Menschen, und in Gottes Schöpfung hat alles seinen Platz. Aber nochmal zurück zur Familie. Ist schon alles ziemlich toll und gleichzeitig auch ein bisschen traurig, wie da die Familie durch äußere Umstände gezwungen ist ihre Krisen zu überwinden, und dann sogar aus ihrem schönen Haus wegziehen muss. Wie im richtigen Leben, und es geht auch mal alles schnell und ist so verwirrend wie man das ja selber auch kennt: Im Leben passiert ja immer so viel, kaum kommt das eine, schon kommt das nächste. Da kann man ja gar nicht genug davon kriegen! Und im Gegensatz zu seinem letzten Hollywoodfilm mit den indianern ist das diesmal auch nicht so langatmig, sondern richtig schnell und knackig. Als der Bruder gestorben ist, musste ich übrigens total weinen, aber zum Glück sehen sich am Schluss alle wieder. Und so eine liebe Mutter wie im Film hatte ich zum Glück ja auch. Danke Mama! Schade nur, dass Sean Penn nicht so viel zu tun hat, und leider wenig spricht. An seinem gequälten Gesichtsausdruck kann man aber immer erkennen wie wichtig ihm das alles ist. Insgesamt zwar nicht ganz so mitreißend wie King&#8217;s Speech, aber trotzdem genauso ehrlich.</p><p><strong>Hell (9/10)</strong><br
/> Zum Glück habe ich mit ein paar Freunden diesen Film noch in der letzten Woche erwischt, in der er hier im Kino lief. Ich dachte mir: na ja, so ein deutscher Horrorfilm, ob der was taugt? Ich war aber total überrascht, der Film ist richtig gut! Die tolle düstere Atmosphäre bekommen einheimische Produktionen ja fast nie so hin, aber hier hat der junge Regisseur Tim Fehlbaum mal wirklich was von den Amerikanern gelernt. Die Bilder sind richtig stylisch und sorgen für eine echt beklemmende Stimmung, die einen nicht mehr loslässt. Alles ist sehr abwechslungsreich gemacht, ständig passiert etwas und es kommt nie Langweile auf. Die Schauspieler spielen zwar manchmal ein bisschen unrealistisch und übertrieben, das ist eben so bei deutschen Filmen, aber wenigstens traut sich der Film auch was, das sich andere nicht trauen! Das Finale auf dem Bauernhof war mir aber zu krass, fast so heftig wie Michael Bay´s Texas Chainsaw Massacre, ein paar Mal hätte ich mir fast die Augen zugehalten. Nur die Szene, in der Hanna Herzsprung flieht war null glaubwürdig, das hat mich ein bisschen aufgeregt. Ist doch total unlogisch, dass sie dem Typen nur einmal auf den Kopf haut und dann aus dem Fenster steigt, ohne nochmal nachzugucken, oder? Sonst hat mir aber alles gefallen und ich fand ich die Message von dem Film gut, dass wir mehr auf unsere Umwelt achten müssen, damit sowas Schlimmes nicht wirklich passiert. Fazit: Endlich mal ein empfehlenswerter deutscher Horrorfilm, der sich nicht hinter Klassikern wie 28 Days Later oder Dawn of the Dead zu verstecken braucht!</p><p><strong>In der Welt habt ihr Angst (9/10)</strong><br
/> Warmherzig, dramatisch, voller Emotion und Überraschung! Ich fand das total schön, wie der ältere Mann dann im Laufe des Films immer mehr Verständnis für das verzweifelte junge Paar aufbringt und dann sogar lernt, über seinen Schatten zu springen und ihnen zu helfen, obwohl sie ihn vorher heftig bedroht haben! Endlich mal ein guter deutscher Film, bei dem ganzen Müll, der heutzutage aus unserem Heimatland kommt. Obwohl ich mir ja die Filme mit Til Schweiger auch gerne ansehe, aber ich meine jetzt auch eher diese abgehobenen Kunstfilme und dieses ganze Zeug, das kein Mensch versteht. Leider saßen vor mir im Kino ein paar Leute in meinem Alter, die sich dauernd über den Film lustig gemacht haben, das war echt ätzend. Was gibt es denn bitteschön zu lachen an einer so tragischen Geschichte um Kriminalität, Drogensucht und wahre Liebe? Manche Leute werden einfach nie erwachsen, total nervig. Deswegen gehe ich auch immer seltener ins Kino, zuhause auf DVD stört wenigstens keiner. Für den hier hat sichs aber gelohnt, alleine schon, weil er praktisch gleich bei mir vor der Haustür gedreht wurde!</p><p><strong>Herzensbrecher (9/10)</strong><br
/> Einfach der ideale Film für einen schönen Mädels-Abend mit anschließendem Cocktail und Plaudern. Kaum zu glauben, dass dieser Xavier Dolan in diesem Alter schon so ein Riesentalent hat! Jedes Bild ist absolut perfekt, der Film ist wunderschön anzuschauen und die Musik hab ich mir am nächsten Tag gleich auf CD bestellt. Die Story ist eigentlich gar nicht so interessant, aber der edle Look und die tollen schauspielerischen Leistungen machen einiges wett. Den Typen, um den sich die beiden Freunde im Film streiten, fand ich allerdings eher langweilig. Er ist ja schon ganz süß, aber sich wegen dem eine Freundschaft kaputt machen? Diese Streitigkeiten sind dafür aber sehr überzeugend dargestellt, ich hatte das Problem auch mal, als meine beste Freundin und ich in der 9. Klasse in den gleichen Typen verknallt waren. Wir haben dann auch so eine Art Styling-Wettkampf zwischen uns gehabt, ziemlich stressig. Aber Gottseidank wächst man ja über dieses kindische Alter irgendwann hinaus, daher fühlt sich der Film fast ein bisschen nostalgisch an. In den knuffigen Xavier Dolan könnte ich mich aber auch verlieben. Schade, manchmal glaube ich wirklich, dass was dran ist an dem Klischee, das immer die attraktivsten Kerle schwul sind. Komischerweise hat der Film Christoph trotzdem nicht so gefallen. Vielleicht waren ihm da einfach nicht genug eklige behaarte Männer dabei, er steht ja nicht so auf Bubis. *g* Auf jeden Fall ein total erfrischender, origineller und unverbrauchter Film mit unvergesslichen Bildern. Ein bisschen traurig ist er teilweise schon, aber das gehört eben zum träumen von Mr. Right dazu. Ach ja, die Outfits von Mona Chokri waren zum Heulen schön, wo kann man sowas nur kaufen?<br
/> <br/><br
/> Die <strong><em>schlechtesten</em></strong> Filme des Jahres, totaler Müll:</p><p><strong>A Night in Nude: Salvation</strong><br
/> So etwas abartiges und schlechtes hab ich ja noch nie gesehen! Zuerst sieht man ewig nichts als einen alten Knacker, so einen Privatdetektiv, der sinnlos in der Gegend rumläuft und eklige porno-mäßige Strip-Szenen. Am Ende läuft dann so eine durchgeknallte Frau eine halbe Stunde lang völlig nackt durch eine komische riesige Höhle und peitscht sich dabei auch noch selbst. Ich hab meinen Augen nicht getraut. Wer denkt sich sowas aus?!?! Und auch noch total voyeuristisch und frauenverachtend alles! Solche kranken Sachen können sich wohl auch nur die Japaner ausdenken&#8230; Ich hätte es ja wissen müssen und mich nicht von Christoph, Marian und Andreas dazu überreden lassen sollen, den Film mitzugucken. Ich musste mich ständig auf die englischen Untertiteln konzentrieren und dann haben die Jungs neben mir auch noch dauernd so komische Seufzer und Grunzgeräusche von sich gegeben!</p><p><strong>Schlafkrankheit</strong><br
/> Der Titel ist hier echt Programm, mehr muss man dazu gar nicht mehr sagen! Ich hab bei der Berlinale zufällig eine Karte für den Film geschenkt gekriegt, sonst hätte ich mir den bestimmt gar nicht angesehen. Aber ich bin dann bei der Hälfte zu meinem Glück eingenickt, kann also auch nicht viel dazu sagen, außer dass er total zum Einschlafen ist!</p><p><strong>My Soul to Take</strong><br
/> Da dachte ich mir, dass der Film bestimmt gut sein wird, weil er vom Regisseur von Scream ist, und dann so eine billige 08/15 Story um ein paar Teenager, die von einem Killer abgeschlachtet werden. Das ist doch so lahm! Die Macher haben das aber anscheinend selber auch gemerkt und versucht, den Film ein bisschen lustiger und abgefahrener zu machen, was aber in die Hose geht und einfach nur total lächerlich wirkt. Besonders an der Art und Weise, wie die Jugendlichen in dem Film reden, merkt man schon, dass der alte Regisseur gar keine Ahnung von der heutigen Zeit hat. Leider war auch das 3D sehr schwach und ich hab mich kein einziges Mal gegruselt. Schade um das Geld fürs Kino. Warum wird solcher hirnverbrannte Mist überhaupt gedreht?</p><p><strong>Cassandras Warnung</strong><br
/> Krimi am Sonntag Abend ist bei uns zuhause Pflicht und macht immer Spaß, aber sowas langweiliges und verwirrendes ist mir selten untergekommen. Der Ton war teilweise so schlecht, dass man nur die Hälfte vom Satz verstanden hat und dauernd so komische schnelle Schnitte und verwirrende Kamerabewegungen. Und dann wird auch noch ständig sinnlos gezoomt, wie in einem Urlaubsvideo! Die Handlung wird dabei total schlecht erklärt und keiner blickt mehr durch. Das ist doch alles künstlerische Onaniererei! Bei einem Krimi geht es doch um die Story und originelle Wendungen, das wurde hier total vernachlässigt und man kann irgendwann kaum noch was nachvollziehen! Außerdem waren die rassistischen Dialoge und die ganzen sexuellen Anspielungen das letzte! Hab mich vorher total auf diesen neuen München-Polizeiruf gefreut, aber das war echt gar nix, und für sowas zahl ich auch noch Fernsehgebühren?!</p><p><strong>Brownian Movement</strong><br
/> Wieder so ein Film, den mir die Jungs empfohlen haben. Wollen die mich ärgern?! Das war mit Abstand das sinnloseste und ödeste, was ich seit langem im Kino gesehen habe. Sandra Hüller ist schon eine tolle Schauspielerin, aber hier hat sie den ganzen Film über nur den gleichen Gesichtsausdruck. Die Protagonistin ist psychologisch überhaupt nicht nachvollziehbar und es wird nie erklärt, warum sie dauernd mit ganz fetten, behaarten oder verkrüppelten Männern ins Bett geht. Wer würde das freiwillig machen? Das glaubt doch kein Mensch?! Anscheinend ist sie geisteskrank, jedenfalls ist das meine eigene Interpretation. Bis man aber mal soweit ist, hat man sich zwei Stunden zu Tode gelangweilt und dann gibt es noch nichtmal ein richtiges Ende, der Film hört einfach mittendrin auf. Ehrlich Jungs, das nehme ich euch jetzt übel!</p><p>Ich glaube, mehr schlechte Filme hab ich zum Glück nicht gesehen, reicht ja aber auch!</p><p><em>Anmerkung zum Schluss:</em></p><p>Bei dieser seltsamen &#8220;Ekstase&#8221;-Liste (schon bei der Überschrift kriege ich Fremdscham!) kürzlich hab ich übrigens bewusst nicht mitgemacht, weil ich 2011 vermutlich nur zwei oder drei alte Filme gesehen habe. Und das auch nur durch Zufall. Natürlich gibt es schon ein paar gute alte Filme, z. B. Der Himmel über Berlin oder Little Buddha, aber meistens ist es doch überflüssig, sich Filme anzusehen, die älter als fünf oder zehn Jahre alt sind. Damit kann man sich doch überhaupt nicht mehr identifizieren, und die Bilder und die Mode sind total hässlich! Kino muss doch modern sein, sonst kann ich auch gleich in Omas Fotoalben blättern! Wer sich ständig diese alten Dinger anschaut, der wühlt wahrscheinlich auch gern in der Altpapiertonne und hat eine totale Messie-Wohnung! Sowas find ich echt total abtörnend, man muss doch auch der Gegenwart ins Auge blicken, und sich nicht nur in seine Nischen verkriechen. Jaja, ihr habt mich schon richtig verstanden!<br
/> <br/><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/geschafft/" rel="attachment wp-att-12578"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Geschafft.gif" alt="" title="Geschafft" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12578" /></a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>26</slash:comments> </item> <item><title>Ekstase 2011</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/ekstase-2011/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/ekstase-2011/#comments</comments> <pubDate>Sun, 01 Jan 2012 22:17:22 +0000</pubDate> <dc:creator>Die Redaktion</dc:creator> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Andreas]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Christian]]></category> <category><![CDATA[Christoph]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <category><![CDATA[Sano]]></category> <category><![CDATA[Ekstase]]></category> <category><![CDATA[Entdeckungen 2011]]></category> <category><![CDATA[Filmgeschichte]]></category> <category><![CDATA[Lieblingsfilme]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12244</guid> <description><![CDATA[<img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Stoßtrupp-Gold1.jpg" alt="" title="Stoßtrupp Gold auf der ekstatischen Suche nach Entdeckungen" width="525" height="637" class="aligncenter size-full wp-image-12264" />]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ältere Filme, erstmals gesehen: gesammelte Entdeckungslisten</strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Stoßtrupp-Gold1.jpg" alt="" title="Stoßtrupp Gold auf der ekstatischen Suche nach Entdeckungen" width="525" height="637" class="aligncenter size-full wp-image-12264" /><br
/> <br/><br
/> In jährlicher Tradition (siehe <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/funf-listen-entdeckungen-2009/">2009</a> und <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/altere-filme-erstmals-gesehen-entdeckungen-2010/">2010</a>) folgt hiermit unter neuem Motto auch für das Jahr 2011 eine Sammlung von filmischen Entdeckungen. Aus verschiedenen Gründen sind wir diesmal ein paar Tage später dran und leider ist auch ein Schwund bei der Teilnehmerzahl zu verzeichnen (möglicherweise gibt es zumindest noch eine Listen-Nachreichung), dafür haben sich die verbliebenen Teilnehmer mit umso umfangreicheren Beiträgen ins Zeug gelegt. Außerdem freuen wir uns ganz besonders, mit Christian bei dieser Gelegenheit einen neuen E-Träumer in unseren Reihen begrüßen zu dürfen. Die Jahreslisten mit unseren Favoriten des aktuellen Kinojahres folgen wie gewohnt in einigen Tagen.<span
id="more-12244"></span><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Balken.png" alt="" title="Balken" width="525" height="80" class="aligncenter size-full wp-image-12371" /><br
/> <br/><br
/> <strong><em>Christian</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/ozu-assassins.png" alt="" title="Ozu &amp; Fourastié" width="525" height="214" class="aligncenter size-full wp-image-12258" /><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/swedish-valerie.png" alt="" title="Swedish Love Story &amp; Valerie" width="525" height="214" class="aligncenter size-full wp-image-12259" /><br
/> <br/><br
/> Manchmal fließt etwas über den Rand des Filmbildes hinaus in das Herz und in die Seele des Betrachters. Das Werk von Yasujiro Ozu ist voll von diesen kostbaren Momenten. Mit seiner Schönheit, Wahrheit und Wahrhaftigkeit hat es mich glücklich gemacht. Ozus Filme haben mich bereichert und verändert. Die immer wiederkehrenden gleichen Darstellerinnen und Darsteller verkörpern Figuren, deren Leben man nicht nur interessiert verfolgt. Man nimmt daran Anteil. Sympathien verwandeln sich in zarte Zuneigung. Es sind Familienfilme im klassischen Sinne, und das in doppelter Hinsicht. Wie gern hätte ich diese Geschichten über Familien gemeinsam mit meinen Eltern und Großeltern gesehen. Die Ozu-Retrospektive im japanischen Kulturinstitut in Köln hat mein Kinojahr 2011 geprägt. Einzelne Filme aus dem Gesamtwerk herauszuheben hätte bedeutet, andere herabzusetzen. Ich habe es nicht fertiggebracht.</p><p>Am 18.10.2011 starb der geniale Medienhistoriker Friedrich Kittler. Seine unnachahmliche Art, auf kleinen Springpunkten bewegende Theorie-Monumente aufzubauen, wird mir fehlen. Und natürlich seine Leidenschaft, andere Menschen mit seinen Ideen zu begeistern. Er hat den Leitsatz von Aischylos, dass das Wissen eine Fackel ist, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, immer wieder betont und ihn gelebt wie kaum ein anderer. Die Fackel weitergeben &#8211; das ist auch eine schöne Umschreibung für das, was uns hier umtreibt. Über Filme hat Friedrich Kittler nie geschrieben. Das mag einem wie Ironie erscheinen, war aber nur folgerichtig. Er erwähnte einmal, dass er eigentlich nur Erotikfilme richtig gern mag, aber über diese nicht schreiben könne. Vielleicht hat Kittler verstanden, dass man wundersame Werke wie “Die Vergnügungsspalte“ &#8211; eines meiner faszinierendsten Kinoerlebnisse 2011 &#8211;  nicht in einen medientheoretischen Diskurs einfügen darf. Man muss sich ihnen anders nähern und sie vor allem dort belassen, wo sie hingehören &#8211; in Freiheit. Einer von denen, die die richtigen Worte finden, ist der “SigiGötz-Entertainment“-Herausgeber Ulrich Mannes. Sein <a
href="http://www.verbrecherverlag.de/buch/646">Buch</a> “Alpenglühn 2011: Ein Dialog zum Deutschen Erotikkino“, das im April 2012 im Verbrecher Verlag erscheinen wird, wird schon glutheiß erwartet.<br
/> <br/><br
/> <strong>Das Konzentrat: 49 Entdeckungen 2011</strong></p><p>“Aber nach der ihr eigenen Bewegung zeichnet die Aufzählung kunstvoll einen Kreis und schließt sich an ihrem am meisten offenen Endpunkt. Sie spielt ebenso mit Effekten der Diskontinuität wie mit denen der Äquivalenz, sie dynamisiert sich Dank des Bruches und bekommt durch alle ihre Spannungen einen höheren Wert.“ <em>(Francois Jullien, “Die Kunst, Listen zu erstellen“, Merve 2004)</em></p><p>The Bat Whispers (Roland West, 1930)<br
/> Victimas del pecado (Verbotene Straße) (Emilio Fernández, 1951)<br
/> The Phenix City Story (Phil Karlson, 1955)<br
/> Le jeu de la vérité (Das Spiel der Wahrheit) (Robert Hossein, 1961)<br
/> Yôjinbô (Akira Kurosawa, 1961)<br
/> La mort d´un tueur (Verflucht und vergessen) (Robert Hossein, 1964)<br
/> Repulsion (Roman Polanski, 1965)<br
/> Schwarzer Markt der Liebe (Ernst Hofbauer, 1966)<br
/> 48 Stunden bis Acapulco (Klaus Lemke, 1967)<br
/> Un choix d´assassins (Eine Kugel auf der Rechnung) (Philippe Fourastié, 1967)<br
/> La morte non ha sesso (Das Geheimnis der jungen Witwe) (M. Dallamano, 1968)<br
/> Schamlos (Eddy Saller, 1968)<br
/> Teorema (Pier Paolo Pasolini, 1968)<br
/> Camille 2000 (Radley Metzger, 1969)<br
/> Küss mich, Monster (Jesus Franco, 1969)<br
/> Eugénie (Jesus Franco, 1970)<br
/> En kärlekshistoria (Eine schwedische Liebesgeschichte) (Roy Andersson, 1970)<br
/> Kelly´s Heroes (Brian G. Hutton, 1970)<br
/> San Domingo (Hans-Jürgen Syberberg, 1970)<br
/> Valerie a týden divu (Valerie &#8211; Eine Woche voller Wunder) (Jaromil Jires, 1970)<br
/> Una lucertola con la pelle di donna (A Lizard in a Woman´s Skin) (Lucio Fulci, 1971)<br
/> Schüler-Report (Eberhard Schröder, 1971)<br
/> Wild Rovers (Blake Edwards, 1971)<br
/> Erziehung vor Verdun (Egon Günther, 1973)<br
/> Kid Blue (James Frawley, 1973)<br
/> Turks fruit (Paul Verhoeven, 1973)<br
/> Die Vergnügungsspalte (Heinz Gerhard Schier, 1973)<br
/> Jeder für sich und Gott gegen alle (Werner Herzog, 1974)<br
/> Abigail Lesley Is Back in Town (Joseph W. Sarno, 1975)<br
/> L´ambizioso (Harley Riders &#8211; Sie kannten kein Erbarmen) (P. Squitieri, 1975)<br
/> Dersu Uzala (Uzala, der Kirgise) (Akira Kurosawa, 1975)<br
/> Mafia Girls (Norbert Meisel, 1975)<br
/> Hausu (Nobuhiko Ohbayashi, 1977)<br
/> Soft Places (Joanna Williams, 1978)<br
/> Steifeprüfung (Hans Billian, 1978)<br
/> Altered States (Ken Russell, 1980)<br
/> Monarch (Johannes Flütsch &#038; Manfred Stelzer, 1980)<br
/> Palermo oder Wolfsburg (Werner Schroeter, 1980)<br
/> The Satisfiers of Alpha Blue (Gerard Damiano, 1980)<br
/> Liebeskonzil (Werner Schroeter, 1981)<br
/> Café Flesh (Stephen Sayadian, 1982)<br
/> Angyali üdvözlet (The Annunciation) (András Jeles, 1984)<br
/> Crazy Love (Dominique Deruddere, 1987)<br
/> Penthesilea (Hans-Jürgen Syberberg, 1988)<br
/> Babylon &#8211; Im Bett mit dem Teufel (Ralf Huettner, 1992)<br
/> Dollhouse (Andrew Blake, 2003)<br
/> Innocence (Lucile Hadzihalilovic, 2004)<br
/> Children of Men (Alfonso Cuarón, 2006)<br
/> Sex Tapes with Peaches &#038; Zara (Viv Thomas, 2010)<br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Balken.png" alt="" title="Balken" width="525" height="80" class="aligncenter size-full wp-image-12371" /><br
/> <br/><br
/> <strong><em>Andreas</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/eighties-zerstörer1.png" alt="" title="Womöglich meine beiden wichtigsten Entdeckungen 2011" width="525" height="346" class="aligncenter size-full wp-image-12356" /><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/tropische-finger-im-kopf.png" alt="" title="Bo trifft Doillon" width="525" height="353" class="aligncenter size-full wp-image-12354" /><br
/> <br/><br
/> Ich mag den Gedanken, dass Filme ihre Orte haben, oder anders gesagt: dass sie sich mit Orten und Erlebnissen verknüpfen. Vertraute und fremde Lichtspielhäuser als Geburtsstätten neuer Welten, die sich auftun, wenn 24 Bilder pro Sekunde am Lichtstrahl des Projektors vorbei rattern. Und es ist immer wieder ein besonderes Gefühl, erstmalig ein bislang unbekanntes Kino zu betreten, damit also nicht nur einen neuen Film kennen zu lernen, sondern auch einen neuen Raum, eine neue Umgebung, vielleicht auch neue Menschen und eine neue Stadt. Wodurch ein gesehener Film auch gleichzeitig seinen Platz in der persönlichen <em>map of the world</em> der Orte und Erinnerungen hat (in dieser Hinsicht bin ich sicherlich auch vom 2011 tragischerweise verstorbenen Michael Althen geprägt). Das gehört zweifellos zu den reizvollen Aspekten der Fahrt zu Festivals und Sonderveranstaltungen. Wenn man es übertreibt, kann es zu Stress und Zwang werden. Noch habe ich das Gefühl, eine gute Balance zwischen ungezwungener Lust und aus dem Ruder gelaufener Obsession zu halten. Obwohl ich ältere Filme aus verschiedenen Gründen (schon ihrer zunehmend aussterbenden Materialität wegen) besonders gerne im Kino sehe, habe ich diesmal bei Berlinale und Filmfest München (auch wegen mäßig interessanter Retros) fast nur neue Filme gesehen, und auch insgesamt so viele wie nie zuvor. Bei der Viennale mischte sich das Verhältnis wieder mehr, waren einige der Sonderaufführungen und Tributes dann schlichtweg unwiderstehlich. Unter Kritikern und Cinephilen genießt „Il Cinema Ritrovato“ in Bologna einen besonderen Ruf als Festival, das sich ausschließlich der Wiederentdeckung von Filmgeschichte verschrieben hat. Immer wieder begegnet man schwärmenden Bologna-Fans. Irgendwann wird es vielleicht auch eine ET-Gesandtschaft noch schaffen, den Weg dorthin zu finden, bislang überschnitt es sich eben leider auch meist unglücklich mit dem Filmfest München. Dafür klappte es 2011 endlich wieder mit einem gemeinsamen Besuch des immer am ersten Oktober-Wochenende stattfindenden 70mm-Festivals in Karlsruhe, das diesmal ein besonders abwechslungsreiches Programm bot und uns obendrein mit ET-Neuzugang Christian zusammen führte. Ganz zum Jahresabschluss bildeten drei großartige Tage in Köln beim „Kino-Climates“-Treffen deutscher Off-Off-Kinomacher noch einmal einen Höhepunkt, bei dem es nicht nur feine Filme zu entdecken gab, sondern man vor allem auch viele wunderbare Menschen kennen lernen konnte. Eine Oase des cinephilen Austausches unter Gleichgesinnten. Zum Hamburger „Monster Machen Mobil“-Festival und zum „Geheimnisvollen Filmclub Buio Omega“ haben wir es hingegen auch 2011 trotz fester Vorsätze nicht geschafft – so bleiben schon einmal zwei wichtige Cine-Ziele, die in 2012 endlich nach einer Umsetzung rufen.<br
/> So gerne ich mich von externen Inspirationen und Möglichkeiten zu Kinosichtungen verleiten lasse, so bildeten doch auch eine Reihe von Sichtungen in den eignen vier Wänden immer wieder feine Ergänzungen. Und dann gab es natürlich noch die außerordentlichen Filmkongresse des Hofbauer-Kommandos, die 2011 in besonderem Maße ein stetiger, nahrhafter, spritziger Quell der Freude waren, dem man gerne reihenweise Nächte opferte, um sich dem gemeinsamen ekstatischen Genuss von Kuriosem, Aufregendem, Seltenem, Abseitigem, Schmierigem und Bizarrem hinzugeben. Und auch im regulären Kinoprogramm boten sich bei allerlei Retrospektiven und Filmreihen viele dankend genutzte Gelegenheiten, ältere Filme auf der Leinwand zu sehen. Wenig habe ich dabei so genossen wie die Kinosichtungen von vier Filmen von <strong>Hou Hsiao-Hsien</strong>, der für mich seit Jahren zu den größten lebenden Regisseuren gehört und den ich mit jedem weiteren neu oder wieder gesehenen Film mehr liebe.<br
/> Neben Hou waren es vor allem <strong>Jacques Doillon, Marran Gosov, Alain Resnais, Günter Hendel, Chantal Akerman, Hubert Frank, Aki Kaurismäki, Soi Cheang, Jean-Marie Straub &#038; Danièle Huillet, Joe D’Amato</strong> und <strong>Dominik Graf</strong>, deren Werk mir schon zuvor in unterschiedlichem Maße vertraut war, deren Filmografie ich aber 2011 mit großer Freude noch einmal ein ganzes Stück weiter erschlossen habe.  Darüber hinaus prägten insbesondere die Neuentdeckung jeweils mehrerer Filme von <strong>Jürgen Enz, May Spils, Armando Bo, Reinhard Kahn &#038; Michel Leiner, Klaus Schneider, Lee Anne Schmitt, Bernhard Marsch, Peter Nestler, Valie Export, Alois Brummer, Eva Hiller, Norbert Meisel, Linda Christanell, Luigi di Gianni</strong> und <strong>Minoru Shibuya</strong> meine Streifzüge durch die Filmgeschichte. Schon anhand dieser Namen lässt sich leicht erahnen, dass gerade die diversen Facetten des deutsch(sprachig)en Kinos weiterhin zu den Sichtungsschwerpunkten gehörten.<br
/> Nachdem ich 2011 die gesehenen älteren Filme zum größten Teil in monatlichen Zusammenstellungen in meinem <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/sehtagebucher/andreas/">STB</a> aufgelistet habe, verzichte ich diesmal auf eine (noch exzessivere) Langfassung der Liste im letztjährigen Stil. Außerdem habe ich bewusst einige erst letzte Woche auf meiner <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-4-strandgut/">DÖS-Liste</a> gewürdigte Titel weggelassen oder durch andere, ähnliche geschätzte und neu entdeckte Filme der jeweils gleichen Regisseure ersetzt. Und auch hier gilt die Beschränkung auf ein bzw. maximal zwei Filme pro Regisseur, lediglich bei Jacques Doillon musste ich eine Ausnahme machen, weil die sechs neu gesehenen Filme fast alle so toll waren, dass ich nicht anders konnte, als zumindest drei davon auf die Liste zu nehmen.<br
/> <br/><br
/> <strong>88 ausgewählte Entdeckungen 2011 </strong><br
/> <em>- weitgehend sichtungschronologisch, mit vereinzelten bewussten Durchmischungen -</em></p><p>À nos amours (Maurice Pialat)<br
/> Nerosubianco (Tinto Brass)<br
/> Himmel und Erde (Michael Pilz)<br
/> Modern People (Minoru Shibuya)<br
/> Das Geheimnis der Todesinsel (Mel Welles)<br
/> Righteousness (Minoru Shibuya)<br
/> Crimson Gold (Jafar Panahi)<br
/> Stunde der Bewährung (Ulu Grosbard)<br
/> Sicilia! (Jean-Marie Straub, Danièle Huillet)<br
/> Dirty Love (Joe D’Amato)<br
/> The Missouri Breaks (Arthur Penn)</p><p>Die Weibchen (Zbyněk Brynych)<br
/> Cannibal Man (Eloy de la Iglesia)<br
/> Stadt der Trauer (Hou Hsiao-Hsien)<br
/> Unter Geheimbefehl (Elia Kazan)<br
/> Liebe kann wie Gift sein (Veit Harlan)<br
/> Der Fahnder: Nachtwache (Dominik Graf)<br
/> Geschichten einer fernen Kindheit (Hou Hsiao-Hsien)<br
/> Take the Money and Run (Woody Allen)<br
/> Confidential Report: Sex Market (Noboru Tanaka)<br
/> I wie Ikarus (Henri Verneuil)<br
/> Die jungen Ausreißerinnen (Walter Boos)</p><p>Graf Porno und seine Mädchen (Günter Hendel)<br
/> Brute Force – Zelle R 17 (Jules Dassin)<br
/> Mélo (Alain Resnais)<br
/> Liebe bis in den Tod (Alain Resnais)<br
/> In Frankfurt sind die Nächte heiß (Rolf Olsen)<br
/> Tender Flesh (Jess Franco)<br
/> Die Liebe einer Blondine (Miloš Forman)<br
/> Fremde Stadt (Rudolf Thome)<br
/> Das Gold der Liebe (Eckhart Schmidt)<br
/> Schulmädchen-Report 3., 4. &#038; 6. Teil (Ernst Hofbauer)<br
/> Tempo di raccolta (Luigi di Gianni)</p><p>Aquaplaning (Eva Hiller)<br
/> Tropische Sinnlichkeit (Armando Bo)<br
/> Summer Night Fever (Siggi Götz)<br
/> Eros-Center Hamburg (Günter Hendel)<br
/> Die Bestie aus dem Weltraum (Alfonso Brescia)<br
/> Naked (Armando Bo)<br
/> The Spirit of Seventy-Sex (Stu Segall)<br
/> Splendor (Ettore Scola)<br
/> Ginevra (Ingemo Engström)<br
/> American Cannibale (Michael &#038; Roberta Findlay, S. Nuchtern)<br
/> Man spricht über Jacqueline (Werner Hochbaum)</p><p>Die steinere Blume (Aleksandr Ptushko)<br
/> Frankfurt Kaiserstraße (Roger Fritz)<br
/> Die Klette (Romolo Guerrieri)<br
/> Japanese Girls at the Harbor (Hiroshi Shimizu)<br
/> Le rendez-vous (Jean Delannoy)<br
/> Blow Job (Alberto Cavallone)<br
/> Zwei Kumpel in Tirol (Alois Brummer)<br
/> Aluminium of Greece (Roussos Koundouros)<br
/> Castle Keep (Sydney Pollack)<br
/> Irma Vep (Olivier Assayas)<br
/> The Bat Whispers (Roland West)</p><p>Dance Craze (Joe Massot)<br
/> Stoßtrupp Gold / Kelly’s Heroes (Brian G. Hutton)<br
/> Bel Ami – Skandinavische Lust (Mac Ahlberg)<br
/> Viele kamen vorbei (Peter Pewas)<br
/> Les années 80 (Chantal Akerman)<br
/> Une chambre en ville (Jacques Demy)<br
/> Carmen Jones (Otto Preminger)<br
/> Nightingale (Lee Anne Schmitt)<br
/> Zwickel auf Bizyckel (Reinhard Kahn &#038; Michel Leiner)<br
/> The Tomb of Ligeia (Roger Corman)<br
/> Rücke vor auf: Frühlingsmorgen (Reinhard Kahn)</p><p>The Shout (Jerzy Skolimowski)<br
/> Bad Timing (Nicolas Roeg)<br
/> Meomsa (Linda Christanell)<br
/> Torre Bela (Thomas Harlan)<br
/> Dog Bite Dog (Soi Cheang)<br
/> Finger im Kopf (Jacques Doillon)<br
/> Der rote Rausch (Wolfgang Schleif)<br
/> Mann &#038; Frau &#038; Animal (Valie Export)<br
/> Le Jeune Werther (Jacques Doillon)<br
/> Melody in Love (Hubert Frank)<br
/> Der Kerl liebt mich – und das soll ich glauben? (Marran Gosov)</p><p>Yojimbo – Der Leibwächter (Akira Kurosawa)<br
/> Drei Teufelskerle machen alles nieder (Ernst Hofbauer)<br
/> Engel aus Eisen (Thomas Brasch)<br
/> Der Pate der Bronx (Demofilo Fidani)<br
/> Nacktes Entsetzen (Rafael Romero Marchent)<br
/> Der Zerstörer / Mafia Girls (Norbert Meisel)<br
/> La vie de famille (Jacques Doillon)<br
/> Das Mädchen aus der Streichholzfabrik (Aki Kaurismäki)<br
/> Herbstromanze (Jürgen Enz)<br
/> Addio Onkel Tom (Gualtiero Jacopetti, Franco Prosperi)<br
/> Verbotene Straße (Emilio Fernández)<br
/> <br/><br
/> <strong>Wiedergesehen, wiederentdeckt</strong><br
/> <em>- 18 im Kino besonders genossene, zuvor bereits bekannte Filme -</em></p><p>Rififi (Jules Dassin)<br
/> Written on the Wind (Douglas Sirk)<br
/> Mit Django kam der Tod (Luigi Bazzoni)<br
/> I Hired a Contract Killer (Aki Kaurismäki)<br
/> Der letzte Tango in Paris (Bernardo Bertolucci)<br
/> Wonnekloß (Marran Gosov)<br
/> Goodbye, Dragon Inn (Tsai Ming-liang)<br
/> Die Vögel (Alfred Hitchcock)<br
/> Cannibal Holocaust (Ruggero Deodato)<br
/> Das Tier (Joe Dante)<br
/> Asphalt-Dschungel (John Huston)<br
/> Maniac (William Lustig)<br
/> A Snake of June (Shinya Tsukamoto)<br
/> Foltermühle der gefangenen Frauen (Jean Rollin)<br
/> Goodbye South, Goodbye (Hou Hsiao-Hsien)<br
/> Das zweite Gesicht (Dominik Graf)<br
/> Apocalypse Now (Francis Ford Coppola)<br
/> Der Mann aus Laramie (Anthony Mann)<br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Balken.png" alt="" title="Balken" width="525" height="80" class="aligncenter size-full wp-image-12371" /><br
/> <br/><br
/> <strong><em>Sano</em></strong><br
/> <br/><br
/> <em><strong>“Je mehr Filme ich sehe, desto höher bewerte ich sie.”</strong></em><br
/> - Zitat Christoph Wirschings aus dem Filmjahr 2011</p><p>&nbsp;</p><p><strong>I.</strong></p><p></b></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12318" rel="attachment wp-att-12318"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/jakubisko.png" alt="" title="" width="525" height="315" class="alignnone size-full wp-image-12318" /></a></p><p></b></p><p>Auch 2011 war was Filme angeht wieder einmal ein Spitzenjahr. Da dies inzwischen aber Tradition hat, und ich mich gar nicht mehr daran erinnern kann, wann mich ein Jahr mit Filmen nicht in freudige Erregung versetzt hat (das muss wohl vor meiner Geburt gewesen sein), nun zum Wesentlichen: Den Aufzählungen, Nennungen und Auflistungen, die jetzt in Hülle und Fülle folgen werden, zu denen es aber dennoch zu sagen gilt: Ich habe mich beschränkt! Wirklich, ehrlich &#8211; das ist nur die Spitze des Eisbergs! Selbst mit allen Meisterwerken der Filmgeschichte, die mir 2011 vor die Augen gekommen sind, will ich an dieser Stelle nicht langweilen, sondern nur ein paar auserlesene Sonderexemplare präsentieren. Sozusagen mein Best of des Best of. Wer sich für eine ausführlichere Aufzählung der Highlights interessiert, der sei auf mein <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/sehtagebucher/stb-sano-2011/">letztjähriges Sehtagebuch</a> und die darin enthaltenen, nach Monat sortierten filmischen Highlights verwiesen, die zwar ebenfalls nicht alles Sehenswerte beinhalten, da sie selbst ja schon eine einschränkend auferlegte Auslese darstellen, aber wenigstens dem leidgeprüften und nach Filmen dürstenden Cinephobiker eine fülligere Alternative zu seinem filmlosen Alltag bieten dürften. Ja, das vorangestellte Zitat belegt es: ich näherte mich einmal mehr dem sagenumwobenen Schlaraffenland, dem Land wo Filme, die keine Wünsche offen lassen, wie das ersehnte Manna vom Himmel fallen, und einem Ausblicke in fremde Ideen- und Vorstellungswelten bieten, wie man sie sich immer oder nie zu erhoffen gewagt hätte. Es war wahrlich eine der reichsten Ernten die ich in meinem Cinephilendasein diesmal einfahren durfte, und ich war regelmäßig versucht von den monatlich gesehenen Filmen teilweise fast die Hälfte in meine Favoritenlisten im Sehtagebuch zu packen, so dass ich gestehen muss, dass im Schnitt wohl jeder dritte Film eine kleinere oder größere Offenbarung hervorscheinen ließ. Und neben aller Ekstase gab es natürlich auch zahlreiche sonstige überdurchschnittliche audiovisuelle Erzeugnisse zu genießen, so dass ich eigentlich gestehen muss mich wieder einmal der schrankenlosen Völlerei schuldig gemacht zu haben. Den Magen verdorben habe ich mir dabei jedoch nicht, meine Lust ist ungebrochen, und auch die folgenden Monate versprechen wieder unzählige Leckerbissen und lassen mich schon in freudiger Erregung einer Jahresauswertung 2012 entgegentrachten. Aber zurück zum Anfang.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>II.</strong></p><p></b></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12317" rel="attachment wp-att-12317"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Bat-Whispers-Mask.jpg" alt="" title="" width="525" height="267" class="alignnone size-full wp-image-12317" /></a></p><p></b></p><p>Chronologisch fing am 01. Januar 2011 alles mit einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten an, der mich davon überzeugte, dass ich M. Night Shyamalans <em>Signs</em> (2002) beim damaligen deutschen Kinostart nicht annähernd zu würdigen wusste, und die Zeit der lange geplanten Re-evaluierung und Erstsichtung weiterer Shyamalanscher Filme gekommen war. Was daraus logisch folgte, war nach der letztjährigen Entdeckung von <em>The Village</em> (2004) (nach <em>Unbreakable</em> (2000) und dem besagten <em>Signs</em> Shyamalans drittes Meisterstück in Folge), die endgültige Erhebung des raunenden Inders in meinen persönlichen Regiepantheon. Wiederentdeckungen bereits gesehener aber bisher nicht (oder schon lange nicht mehr) in diesem Ausmaß genossener Filme gab es einige, wobei mich vor allem Michael Manns <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=E9SEFMIBwAs">&#8220;Der letzte Mohikaner</a></em>&#8221; (1992), Jean-Luc Godards <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=lNRjo6nr-tc">Notre Musique</a></em> (2004), Detlef Siercks <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=P-nRf4jXp4c">La Habanera</a></em> (1937), Lambert Hillyers <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=tQb7hH8lG-g">The Shock</a></em> (1923), Howard Hawks <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=VjJlBnfyiI4">&#8220;Tote schlafen fest&#8221;</a></em> (1946), Mel Gibsons <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=0YTdkT_CoGo&amp;feature=related">Braveheart</a></em> (1994), Sergio Leones <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=3Y4Ml1qRGHk">&#8220;Spiel mir das Lied vom Tod&#8221;</a></em> (1968), Kar Wai Wongs <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=23oBMOvt85o">&#8220;In the Mood for Love&#8221;</a></em> (2000), Enzo Barbonis <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=dEv9mB5-BnA">&#8220;Vier Fäuste für ein Halleluja&#8221;</a></em> (1971), Mark Pellingtons <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=9a1sXJc_jGw">Arlington Road</a></em> (1998), und Stan Brakhages <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=g-rACt6IX5c">Black Ice</a></em> (1994) zu faszinieren wussten. Besonders hervorheben muss ich aber meine Zweitsichtung von Mamoru Oshiis <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=XbwoUerTyKg">“The Red Spectacles”</a></em> (1987), die einer ekstatischen Offenbarung gleichkam, und mich und meinen Mitgucker und ebenso hingebungsvollen Oshii-Anhänger Alexander Schmidt in ungläubiges Staunen verfallen ließ. Denn Oshii erweist sich mit diesem Film nicht nur als potentieller Nachfolger Seijun Suzukis, sondern ringt mir (so sehr ich diese Verabsolutierungen auch ablehne) mehr und mehr das Eingeständnis ab, vielleicht der eigenständigste und visionärste unter den narrativen Filmemachern der letzten 30 Jahre zu sein. Eines kann ich aber jetzt schon versprechen: 2012 wird es auf Eskalierende Träume auf jeden Fall eine Reihe von Veröffentlichungen zu Mamoru Oshii geben, deren erste sich ausgiebig mit <em>&#8220;The Red Spectacles&#8221;</em> beschäftigen wird.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>III.</strong></p><p></b></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12320" rel="attachment wp-att-12320"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Töröscik.jpg" alt="" title="" width="525" height="290" class="alignnone size-full wp-image-12320" /></a></p><p></b></p><p>Aber nicht nur das Wiedersehen mit bekannten Filmen kann manchmal Unerwartetes und Erhofftes zutage fördern, sondern auch die weitere Beschäftigung mit geschätzten oder geliebten Filmemachern. So konnte ich 2011 besonders meine positiven Eindrücke von Filmemachern wie Bill Melendez (The Great Inventors [1989]), Marran Gosov (Power Slide [1966], Pfeiffer [1967], Der Alte [1968]), Maurice Pialat (À nos amours [1983]), Rudolf Thome (Das rote Zimmer [2010]), Michael Curtiz (Jön az öcsém [1919], 20,000 Years in Sing Sing [1932]), Ernst Hofbauer (Dschungelmädchen für zwei Halunken [1974]), Shôhei Imamura (Hateshinaki yokubo [1958]), Richard Donner (Superman II [2006]), Jean Rollin (Les raisins de la mort [1978]), Umberto Lenzi (Roma a mano armata [1976], Cannibal ferox [1981]), Jane Campion (In the Cut [2003]), Michael Mann (Thief [1981]), Ken Russell (Gothic [1986], The Rainbow [1988]), Franz Winzentsen (Regenzeiten [1996]), Alexander Titus Benda (Das Nürnberger Bett [1983]), Georges Méliès (Le juiff errant [1904]), Joe D&#8217;Amato (Pomeriggio caldo [1987]), Hsiao-hsien Hou (Tong nien wang shi [1985]), René Clément (Le passager de la pluie [1970]), Sion Sono (Tsumetai nettaigyo [2010]), Dziga Vertov (Chelovek s kino-apparatom [1929]), Godfrey Ho (Clash of the Ninjas [1986]), Alain Resnais (Muriel ou Le temps d&#8217;un retour [1963]), Ryû Murakami (Raffles Hotel [1989]), Roy Del Ruth (Taxi! [1932]), William A. Wellman (Safe in Hell [1931], Yellow Sky [1948]), Fred Zinnemann (Act of Violence [1948]), Raoul Walsh (Pursued [1947]), Paul Verhoeven (Spetters [1979], Flesh+Blood [1985]), Satyajit Ray (Nayak [1965]), John Ford (The Hurricane [1937]), Dario Argento (Phenomena [1984]), Walter Hill (Streets of Fire [1984], The Long Riders [1980]), Milos Forman (Ragtime [1981]), Peter Brook (Moderato cantabile [1960]), Ringo Lam (Gam yuk fung wan [1987], In Hell [2003]), Helmut Käutner (Romanze in Moll [1943], Große Freiheit Nr. 7 [1944]), Apichatpong Weerasethakul (Sud sanaeha [2002], Mobile Men [2008]), Ingmar Bergman (Persona [1966]), Michelangelo Antonioni (L&#8217;avventura [1960]), Giuseppe Colizzi (I quattro dell&#8217;Ave Maria [1968], La collina degli stivali [1969]), Godfrey Reggio (Powaqqatsi [1987]), Takeshi Kitano (3-4 x jûgatsu [1990]), Erich Waschneck (Fräulein [1939], Regine [1934]), Peter Hyams (Narrow Margin [1990], Busting [1973]), Jesus Franco (Paroxismus [1970]), Josef von Sternberg (Morocco [1930]), William Wyler (The Collector [1965], The Liberation of L.B. Jones [1969]), Rouben Mamoulian (Dr. Jekyll and Mr. Hyde [1931]), Eckhart Schmidt (Der Sandmann [1993]), Michael Glawogger (Whores&#8217; Glory [2011]), John Farrow (Where Danger Lives [1950]), Henri-Georges Clouzot (La prisonnière [1968], Manon [1949]), Henri Verneuil (Le corps de mon ennemi [1976]), King Vidor (The Crowd [1928]), Cirio H. Santiago (Equalizer 2000 [1987]), Georg Wilhelm Pabst (Jeunes filles en détresse [1939]), Tom Bewilogua (1000 Gramm [2010]), Walter R. Booth (The Airship Destroyer [1909]), Jorge Sanjinés (Revolución [1963]), Eric Rohmer (Die Marquise von O&#8230; [1976]) und Cheh Chang (Quan ji [1971]) um einige schillernde Facetten erweitern. Wiederum besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle den begnadeten Dominik Graf, der sich mir letztes Jahr von allen Filmemachern nicht nur am ausgiebigsten erschlossen hat (und dessen Filme ich sogar teilweise von gut erhaltenen 35mm-Kopien im Kino bestaunen durfte), sondern der mir vermutlich auch die in ihrer Vielzahl und Vielfalt beglückendsten und ergiebigsten Filmerlebnisse 2011 beschert hat. Das war zwar keine eigentliche &#8220;(Neu)Entdeckung&#8221; wie 2009 William Castle oder 2010 Susumu Hani, aber in der unerwarteten Intensität und Ballung eine ebenso erfüllende Erfahrung. Wenig verwunderlich und mehr als verdient daher, dass er auf meiner diesen Eintrag abschließenden Liste gleich vier mal vertreten ist.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>IV.</strong></p><p></b></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12321" rel="attachment wp-att-12321"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Vlacil-Gesicht.jpg" alt="" title="" width="525" height="223" class="alignnone size-full wp-image-12321" /></a></p><p></b></p><p>Neben der Sichtung von vermeintlich Vertrautem und der Wiederbegegnung mit alten Bekannten, freut es mich aber immer wieder am meisten, lang erwartete oder gänzlich unerwartete Begegnungen mit unbekannten oder bisher noch unerschlossenen Regisseuren zu machen, zu denen ich auch diejenigen zähle, die mir in der Vergangenheit vielleicht schon ein oder zwei mal mit einem Film über den Weg gelaufen sind, deren individuellen Ausdruck ich aber damals (noch) nicht zu würdigen verstand. 2011 möchte ich unter diesen heiß ersehnten oder mich völlig uberrumpelnden Erfahrungen vor allem folgende (und die auslösenden eindrücklichsten Filme, die in der Mehrheit auch zu persönlichen Favoriten avanciert sind) nicht unerwähnt lassen: Lewis Allen (Desert Fury [1947]), Bernhard Marsch (Halleluja [1995], Wohnhaft [2004]), Martin Müller (Die Kapitulation [1967], Zinnsoldat [1968]), Kirk Douglas (Posse [1975]), David Von Ancken (Seraphim Falls [2006]), Veit Harlan (Kolberg [1945], Jud Süß [1940], Liebe kann wie Gift sein [1958]), Ewald André Dupont (Die Geier &#8211; Wally [1921]), Károly Makk (Szerelem [1970]), Michael Winner (Death Wish [1974], Chato&#8217;s Land [1971]), Hansjürgen Pohland (Brücke zur Sonne [1960], Um 8 Uhr kommen die Schweine wieder [1959]), William Lustig (Maniac [1980]), Zoltán Fábri (Körhinta [1955]), Noboru Tanaka ((Maruhi) shikijô mesu ichiba [1974]), Jackie Chan (Ging chat goo si [1985], Xiao quan guai zhao [1979], Shi di chu ma [1980]), Grey Daisies (10:15 Saturday Night [2010]), Roger Fritz (Mädchen &#8211; Mädchen [1966]), Klaus Schneider (Machtentfaltung [2009], Die Besen [2010], Der Mond [2010]), Eva Hiller (Unsichtbare Tage [1990]), Haro Senft (Supertramp Portrait 1970 [1970]), Ingemo Engström (Ginevra [1991]), Woo-ping Yuen (Se ying diu sau [1978], Huo yun chuan qi [1994]), Christoph Hochhäusler (Unter dir die Stadt [2010]), Eloy de la Iglesia (La semana del asesino [1974]), Walter Boos (Die jungen Ausreißerinnen [1972]), Margaret Tait (John MacFadyen [1970]), Chang-hwa Jeong (Tian xia di yi quan [1972]), Ken Loach (Hidden Agenda [1990]), Boris Barnet (Okraina [1933]), Phillips Smalley und Lois Weber (Suspense [1913]), Karl Heinz Martin (Die Stimme des Herzens [1937]), Giorgio Moroder (Metropolis [1984]), Wolfgang Staudte (Kirmes [1960], Madeleine und der Legionär [1957]), Glenn H. Alvey Jr. (The Door in the Wall [1956]), Adrian Lyne (Fatal Attraction [1987]), Jin Xie (Nu lan wu hao [1957]), Juraj Jakubisko (Vtackovia, siroty a blazni [1969]), Ernst Crantzler (Sylvia [1983]), Frantisek Vlácil (Údolí vcel [1967], Marketa Lazarová [1967]), Joseph Losey (The Criminal [1960], The Prowler [1950]), Mario Gariazzo (Intrigo d&#8217;amore [1988]), Mario Siciliano (Rolf [1983]), Wolfgang Liebeneiner (Großstadtmelodie [1943]), Jürgen Goslar (Liebling, ich muß dich erschießen [1962]), Cy Endfield (Hell Drivers [1957]), Aleksandr Ptushko (Kamennyy tsvetok [1946]), Pascal Arnold und Jean-Marc Barr (American Translation [2011]), Hong-jin Na (Hwanghae [2010]), Radu Muntean (Hîrtia va fi albastrã [2006]), Isild Le Besco (Bas-fonds [2009]), Roussos Koundouros (Alouminion tis Ellados [1965]), René Frölke (Führung [2010]), Stanislav Rostotsky (Bela [1966]), Roland West (The Bat Whispers [1930]), Georges Dufaux and Claude Godbout (L&#8217;homme multiplié [1969]), Brian G. Hutton (Kelly&#8217;s Heroes [1970]), John Gianvito (Vapor Trail (Clark) [2010]), José Luis Merino (Ancora dollari per i MacGregor [1970]), Wolfgang Hübner (Jorinde und Joringel [1986]), Anthony Mann (The Tin Star [1957]), Paul Sloane (The Woman Accused [1933]), Helma Sanders-Brahms (Heinrich [1977]), George Moorse (Der Findling [1967]), Mi-yeon Lee (Bus, jeong ryu-jang [2002]), Richard Benjamin (Racing with the Moon [1984]), Frantisek Cáp (La ragazza della salina [1957]), Franz Peter Wirth (Menschen im Netz [1959]), Henri Decoin (Non coupable [1947]), Jack Starrett (Run, Angel, Run [1969]), Paul Schrader (Dominion: Prequel to the Exorcist [2005]), Arthur Lubin (Phantom of the Opera [1943]), Alfred E. Green (Baby Face [1933]), Pierre Chenal (L&#8217;homme de nulle part [1937]), Giuliano Montaldo (Ad ogni costo [1967]), Giorgio Capitani (Ognuno per sé [1968]), Sidney Lumet (The Verdict [1982]), Segundo de Chomón (Le roi des dollars [1905]), Irina Povolotskaya (Alenkiy tsvetochek [1977]), Jan Lenica (Labirynt [1963]), Anup Singh (Ekti Nadir Naam [2001]), Georgi Daneliya (Kin-dza-dza! [1986]), Petra Seeger (Film is a Battleground [1998]), Arthur Lipsett (Very Nice, Very Nice [1961]) und Jacques Godbout (YUL 871 [1966]).</p><p>&nbsp;</p><p><strong>V.</strong></p><p></b></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12319" rel="attachment wp-att-12319"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Pursued-Sporen.png" alt="" title="" width="525" height="394" class="alignnone size-full wp-image-12319" /></a></p><p></b></p><p>Was lässt sich abschließend noch sagen? 571 Filme habe ich mir für das ganze Jahr über als gesehen notiert, das Meiste davon aus Deutschland und den USA, mit weiteren Schwerpunkten auf französischem und teilweise noch italienischem Kino. Es scheint, ich hatte immer noch nicht wirklich Lust weit über den Tellerrand zu blicken. Obwohl ich mir während des Jahres vorgenommen hatte mehr Filme aus Ungarn, der Tschechoslowakei und der Sowjetunion zu schauen, hat es damit nicht so wirklich geklappt. Nichtdestotrotz bin ich immer noch sehr neugierig auf eine tiefere Beschäftigung mit den Kinematographien dieser Länder, ebenso wie ich weiterhin darauf brenne mehr alte chinesiche Filme zu schauen. Mal sehen ob diese Vorsätze 2012 etwas bringen. Ein paar weitere Schwerpunkte von 2011, die ich auch dieses Jahr verfolgen möchte, sind die sogenannten US-amerikanischen Pre-Code Tonfilme zwischen 1929 und 1934, sowie der weniger kanonisierte und genrebetontere französische Tonfilm der 30er bis 50er. Desweiteren wären da noch der deutsche Film während der Nazizeit und allgemein die 80er Jahre, die mich als Kinojahrzehnt inzwischen am meisten beglücken. Aber genug der Worte. Ich will hier gar nicht ausführlicher über die einzelnen Filme schwärmen. Schaut sie euch einfach an. Das macht mehr Spaß als meine Worte zu lesen, und ist garantiert um ein vielfaches bereichernder. Filme wirken, und über sie schreiben ist meist verlorene Liebesmüh. Also auf zur abschließenden Liste.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Persönliches Logbuch</strong></p><p></b></p><p><img
class="alignnone" src="http://i108.photobucket.com/albums/n7/sanocestnik/vlcsnap-2011-01-27-00h00m08s97-1.png" alt="" width="525" height="212" /></p><p></b></p><p>Die hier vorliegende Auflistung setzt sich im Grunde aus den größten filmischen Überraschungen zusammen, die ich 2011 gesehen habe. Gewichtet sind die Filme nicht ausschließlich nach meiner Vorliebe, sondern auch stark nach einem persönlichen Entdeckungsfaktor, was heißt, dass es sich zwar um die künstlerischen Höhepunkte handelt, ein Film aber eher auf der Liste gelandet ist, wenn mir bestimmte Aspekte einen genuin neuen Blick auf das Kino und seine Fähigkeiten eröffnet haben. Denn dass die Liste endet wo sie endet ist rein willkürlich. Genausogut könnte sie bis Platz 99 oder 150 weitergehen &#8211; aber ich will das Ganze in diesem Beitrag ja nicht ausufern lassen. Obwohl die Platzierungen mit absteigender Nummerierung beliebiger werden und eher aus dem Moment als aus irgendeiner vertretbaren Position heraus gefällt worden sind, ist es dennoch so, dass mir z.B. Film Numero 3 tendenziell besser gefallen hat, als Film Numero 18. Ansonsten hätte ich auf eine Numerierung verzichtet.</p><p></br></p><p>1. <ins
datetime="2012-01-01T22:35:13+00:00">(Maruhi) shikijô mesu ichiba</ins> <em>“Secret Chronicle: She Beast Market”<br
/> Noboru Tanaka Japan 1974</em><br
/> 2. <ins
datetime="2012-01-01T22:35:13+00:00">À nos amours </ins><em>“Auf das, was wir lieben”<br
/> Maurice Pialat Frankreich 1983</em><br
/> 3. <ins
datetime="2012-01-01T22:35:13+00:00">Narrow Margin</ins><br
/> <em>Peter Hyams  USA  1990</em><br
/> 4. <ins
datetime="2012-01-01T22:35:13+00:00">Körhinta</ins> <em>“Karussell”<br
/> Zoltán Fábri  Ungarn  1955</em><br
/> 5. <ins
datetime="2012-01-01T22:35:13+00:00">YUL 871</ins> <em>&#8220;Montreal Flight 871&#8243;<br
/> Jacques Godbout  Kanada  1966</em><br
/> 6. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Mädchen – Mädchen</ins><br
/> <em>Roger Fritz  BRD  1966</em><br
/> 7. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Unsichtbare Tage </ins><br
/> <em>Eva Hiller  Deutschland  1991</em><br
/> 8. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Regine</ins><br
/> <em>Erich Waschneck  Deutschland  1934</em><br
/> 9. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Das zweite Gesicht</ins><br
/> <em>Dominik Graf  BRD  1982</em><br
/> 10. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Moderato cantabile </ins><br
/> <em>Peter Brook  Frankreich  1960</em></p><p></b></p><p>11. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">The Bat Whispers </ins><br
/> <em>Roland West  USA  1930</em><br
/> 12. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Die Sieger </ins><br
/> <em>Dominik Graf  Deutschland  1994</em><br
/> 13. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Kin-dza-dza! </ins><br
/> <em>Georgi Daneliya  Sowjetunion  1986</em><br
/> 14. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Les raisins de la mort</ins> <em>“Foltermühle der gefangenen Frauen”<br
/> Jean Rollin  Frankreich  1978</em><br
/> 15. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Pursued</ins> <em>“Verfolgt”<br
/> Raoul Walsh  USA  1947</em><br
/> 16. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Údolí vcel</ins> <em>&#8220;Valley of the Bees&#8221;<br
/> Frantisek Vlácil  Tschechoslowakei  1967</em><br
/> 17. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Taxi! </ins><br
/> <em>Roy Del Ruth  USA  1932</em><br
/> 18. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Fatal Attraction</ins> <em>“Eine verhängnisvolle Affäre”<br
/> Adrian Lyne  USA  1987</em><br
/> 19. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Ging chat goo si</ins> <em>“Police Story”<br
/> Jackie Chan  Hongkong  1985</em><br
/> 20. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Vtackovia, siroty a blazni</ins> <em>&#8220;Vögel, Waisen, Narren&#8221;<br
/> Juraj Jakubisko  Tschechoslowakei, Frankreich  1969</em></p><p></b></p><p>21. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Thief</ins> <em>&#8220;Der Einzelgänger&#8221;<br
/> Michael Mann  USA  1981</em><br
/> 22. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Hateshinaki yokubo</ins> <em>“Endless Desire”<br
/> Shôhei Imamura  Japan  1958</em><br
/> 23. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Posse</ins> <em>“Männer des Gesetzes”<br
/> Kirk Douglas  USA  1975</em><br
/> 24. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Die Stimme des Herzens</ins><br
/> <em>Karl Heinz Martin  Deutschland  1937</em><br
/> 25. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Streets of Fire</ins> <em>“Straßen in Flammen”<br
/> Walter Hill  USA  1984</em><br
/> 26. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Non coupable</ins> <em>&#8220;Nicht schuldig&#8221;<br
/> Henri Decoin  Frankreich  1947</em><br
/> 27. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Die Katze</ins><br
/> <em>Dominik Graf  BRD  1988</em><br
/> 28. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Okraina</ins> <em>“Outskirts”</em><br
/> <em>Boris Barnet  Sowjetunion  1933</em><br
/> 29. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Metropolis</ins><br
/> <em>Giorgio Moroder  USA  1984</em><br
/> 30. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Nu lan wu hao</ins> <em>“Woman Basketball Player No. 5″<br
/> Jin Xie  China  1957</em></p><p></b></p><p>31. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Ginevra</ins><br
/> <em>Ingemo Engström  Deutschland  1991</em><br
/> 32. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Großstadtmelodie</ins><br
/> <em>Wolfgang Liebeneiner  Deutschland  1943</em><br
/> 33. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Baby Face</ins><br
/> <em>Alfred E. Green  USA  1933</em><br
/> 34. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Alenkiy tsvetochek</ins> <em>&#8220;Die feuerrote Blume&#8221;<br
/> Irina Povolotskaya  Sowjetunion  1977</em><br
/> 35. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Manon </ins><br
/> <em>Henri-Georges Clouzot  Frankreich  1949</em><br
/> 36. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">The Verdict </ins><br
/> <em>Sidney Lumet  USA  1982</em><br
/> 37. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">The Rainbow </ins><br
/> <em>Ken Russell  GB, USA  1988</em><br
/> 38. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Kalter Frühling </ins><br
/> <em>Dominik Graf  Deutschland  2003</em><br
/> 39. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Alouminion tis Ellados</ins> <em>&#8220;Aluminum of Greece&#8221;<br
/> Roussos Koundouros  Griechenland  1965</em><br
/> 40. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Ragtime </ins><br
/> <em>Milos Forman  USA  1981</em><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Balken.png" alt="" title="Balken" width="525" height="80" class="aligncenter size-full wp-image-12371" /><br
/> <br/><br
/> <em><strong>Christoph</strong></em></p><p><img
src="http://i534.photobucket.com/albums/ee348/nougyrrt/2_Academy.gif" alt="Gesichter in Vollbild" /></p><p>Wie die folgende Mammut-Liste erschöpfend illustriert, war 2011 ein vor aufregenden Entdeckungen überquellendes Jahr – von knapp 500 gesehenen Filmen (davon ca. 35 Kurzfilme) haben es über ein Drittel auf diesen babylonischen Listenturm geschafft, nach harten und schmerzhaften Stunden des Selektierens und Aussortierens. Ich erreichte irgendwann den Punkt, an dem ich schlicht keine weiteren entbehrlichen Titel mehr finden konnte. Jeder dieser Filme war eine Entdeckung, hat mich aus diversen Gründen begeistert, fasziniert, erstaunt, hypnotisiert und / oder inspiriert. Ich möchte, um diese listologische Dekadenz weiter zu rechtfertigen, auf <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/sehtagebucher/stb-christoph/">mein Sehtagebuch</a> (leider temporär unvollständig, wird baldmöglichst wiederhergestellt) verweisen, in dem ich zahlreiche dieser Filme mal kurz, mal ausführlicher, kommentiert habe. Ein Großteil dieser Kommentare ist leider eher das uninspirierte Ergebnis pflichtschuldiger Schluderei, aber vielleicht wird eine Stichprobe Sie, liebe Leser, davon überzeugen, dass ich für den Umfang dieser Liste meine&#8230; nun, meine Gründe habe.<br
/> Gelistet sind alle Filme unter ihrem Originaltitel, da mir in allzu vielen Fällen die deutschen Titel, gemessen an der zarten Schönheit der Filme, unangenehm ruppig schienen. Für alle Schmerzfreien, die es dennoch ruppig und vor allem &#8211; verständlicherweise &#8211; komfortabel mögen, gibt <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/christophs-ekstase-2011-deutsche-fassung/">hier</a> noch eine alternative Fassung mit den deutschen Verleih-, bzw. englischen internationalen Titeln (für Filme, die in Deutschland nie erschienen sind).</p><p>Im Gegensatz zu den letzten Jahren habe ich mich 2011 weitgehend dem Strom cinemenschlicher Spontaneitäten überantwortet und kaum gezielt mit einzelnen Filmemachern oder Bereichen beschäftigt.<br
/> Nur ein gegenüber dem diesbezüglich bereits sehr wohlbeleibten 2010 verstärkter Fokus auf deutsches Kino fällt auf, von den 30iger Jahren bis heute. Obwohl ich, inspiriert von den Bohrgängen meiner Freunde auf <a
href="http://hardsensations.com/tag/porno/">Hard Sensations</a>, einen großen Drang verspürte, endlich tiefer als bisher in das amerikanische Erwachsenenkino der 70iger einzudringen, blieb es leider nur bei einer Handvoll Titeln. Gleiches gilt auch für das japanische Kino der 50iger bis 80iger, nach dem ich mich häufiger aus unbestimmten Gründen sehnte, mich aber viel zu selten heranwagte an diese große, unbekannte Masse. Überhaupt auch wieder einmal viel zuwenig aus dem Rest der Welt und vor allem jenseits der 70iger Jahre.<br
/> Immerhin ist es mir zumindest &#8220;gelungen&#8221; (in Anführungszeichen, weil die Herausforderung vermutlich keine große war), ein bisher weitgehend vernachlässigtes Metier erfolgreich zu durchforsten und in meinen persönlichen Cine-Pantheon aufzunehmen: Den Italowestern.<br
/> Es erschien mir angesichts meiner überschwänglichen Leidenschaft für das italienische Genrekino stets etwas fragwürdig, dass dieses unermesslich weite Feld von mir bisher nur sehr spärlich bestellt worden und jenseits der kanonisierten Titel mit präventivem Misstrauen gestraft worden war.  Meine zunehmende Entfremdung von der Perfektion Sergio Leones war daher nur ein äußerer Anlass.<br
/> Letztlich  verhält es sich mit dem Italowestern wie mit so vielen anderen Subgenres des B-Kinos: Es ist der Inszenierung, dem Erfindergeist und Interesse der Filmemacher überlassen, den stets wiederkehrenden Handlungselementen Leben einzuhauchen und gewinnbringende Brüche ins Mark zu treiben. Die Geschichten, die diese Filme erzählen, unterscheiden sich häufig nur in kleinen Details oder in ihrer strukturellen Abfolge, könnten letztlich nicht selten abschnittweise untereinander ausgetauscht werden. Ich empfand eben das als ihre größte Stärke, beinahe schon als ihren Trumpf: Diese Filme – genauer: Diese B-Italowestern, im Gegensatz zu den &#8220;großen&#8221; von Leone, Corbucci und Sollima &#8211; waren nicht auf ihre Drehbücher angewiesen, hatten im Grunde einen unermeßlichen Spielraum (oder auch: eine singuläre künstlerische Freiheit) in der Ausgestaltung und Ausfüllung dieser vagen Handlungsgerüste. Bisweilen erinnert das Ganze an das vielzitierte Kartenspiel: Manche Filme ziehen nur eine Karte, wirbeln diese aber in einem vierfachen Salto auf den Tisch, andere präsentieren ein triumphales Blatt, ohne mit der Wimper zu zucken. Für mich ein ständiges Staunen darüber, wie unterschiedlich jeder einzelne dieser eher achtlos und willkürlich ausgewählten Filme aussah, bewegte und sich anfühlte, in welche seltsamen, teils unerklärlichen Gassen sie abbogen, innerhalb ihrer jeweils eigenen, in der Kamera errichteten Westernstadt. Insgesamt 34 Titel sehr verschiedener Coleur habe ich über das ganze Jahr verteilt gesehen, manche von Filmemachern, deren spätere Werke mir vertraut, viele, die mir völlig unbekannt waren &#8211; darunter einige neue Lieblingsfilme. Genug, um eine eigene Top 10 am Ende dieser Liste zu rechtfertigen.<br
/> Von mir als &#8220;Lückenbüßer&#8221; aufgrund ihrer Laufzeit von nur knapp einer Stunde geschätzt, stehen nach ersten, tastenden Annäherungen im letzten Jahr auch die altdeutsche Gemeinheit spuckenden Fernsehkrimis aus der Schmiede des Produzenten Helmut Ringelmann unvermindert hoch im Kurs. Neben durch ihre großartigen Kinofilme bereits vertrauten Lieblingsregisseuren wie <strong>Zbyněk Brynych</strong> und <strong>Alfred Vohrer</strong> elektrisierte mich dieses Jahr besonders der obskure und überraschungsreiche <strong>Dietrich Haugk</strong>, dessen Arbeiten, obgleich er ausschließlich fürs Fernsehen drehte, stets durch mysteriöse Eigenarten, dezente Surrealismen, unterschwellige Frivolitäten und eine unaufdringliche, aber ausgeprägte (Prä-Post-)Moderne  bestechen. Ihm würde ich eines Tages gerne einen eigenen Text widmen.</p><p>Ansonsten möchte ich folgende Regisseure hervorheben, die ich oft nur durch zwei bis drei Titel, dafür jedoch überaus intensiv für mich entdeckte– oder neu, bzw. in weit umfangreicherem Rahmen als bisher umschwärmte:<br
/> <strong>Marran Gosov</strong>, der Melancholische, zuvor bereits Regisseur eines Lieblingsfilms (&#8220;Zuckerbrot und Peitsche&#8221;), nun Mega-Über-Ultra-Lieblingsregisseur existenzialistischer Filmverse.<br
/> <strong>M. Night Shyamalan</strong>, der Klassizist, einst Hassobjekt, nun Objekt der romantischen cinephilen Begierde.<br
/> <strong>Dominik Graf</strong>, der Unfassbare, über den man einfach nicht schreiben kann, weil <em>er</em> ALLES kann.<br
/> <strong>Hans H. König</strong>, der Anzügliche, Prog-Heimafilmer mit sentimental-mystischem Hang zu ikonoklastischem Genrekino und geheimer Pionier des alpinen deutschen Sleaze.<br
/> <strong>Romolo Guerrieri</strong>, der etwas andere Männerfilmer, großer Schöpfer einiger der dichtesten und komplexesten &#8220;Poliziotteschi&#8221; und des bisher einzigen mir bekannten Gleaze (= Gay-Sleaze)-Italowesterns &#8220;10.000 dollari per un massacro&#8221;.<br
/> <strong>Peter Hyams</strong>, der Schwebende, Meister nocturner Panavision-Fantasien, maßlos unterschätzter Regisseur maßlos unterschätzter filmischer Evidenzen wie &#8220;Narrow Margin&#8221; und &#8220;Outland&#8221;<br
/> <strong>Paolo Bianchini</strong>, der Minimalistische, trauriger Racconteur intimer Balladen aus einem wilden Westen, den Menschen und Geister alleine, sich selbst überlassen haben<br
/> <strong>Veit Harlan</strong>, der Metzgermeister, faszinierend und erschreckend in seinem herzlosen, artifiziellen und menschenfeindlichen Gottesgericht über den schändlichen, abscheulichen Menschenkörper, der nur durch den Tod von der Sünde gereinigt werden kann.<br
/> <strong>Brunello Rondi</strong>, der Fiebrige, bereits 2010 von mir durch das freudianische Psychodrama &#8220;Le tue mani sul mio corpo entdeckt&#8221;, nun dank der oneironautischen Sexualspiritualität von &#8220;Velluto nero&#8221; zum Lieblingsregisseur gekürt.<br
/> <strong>Armando Bo</strong>, der Nimmersatte, ein Meister kinematographischen Begehrens, sich in unvergleichlicher, geradezu apokalyptischer Weise zwischen Leidenschaft und Moral, Sonnenglut und Regensturm, an seiner üppigen Gattin Isabel Sarli labend.<br
/> <strong>Günter Hendel</strong>, der Schmierige, erstaunlich ambitionierter Autorenfilmer deutscher Sexploitation auf der einen, anheimelnd schäbiger Hintertreppen-Enthusiast auf der anderen Seite.<br
/> <strong>Roger Fritz</strong>, der Sehnsüchtige, Herr über ein flirrendes Hinterland der Träume, dass immer dort entsteht, wo wir nicht sind.<br
/> <strong>Wes Craven</strong>, der Bizarre, unberechenbar oszillierend zwischen Klassik, Pulp und Selbstvertrashung<br
/> <strong>Donald Cammell</strong>, der Verzweifelte, hat mir vielleicht DIE Entdeckung des Jahres beschert – &#8220;White of the Eye&#8221;, gesehen im Delirium lebensgefährlicher Übermüdung, dreimal aufgrund von Erschöpfung unterbrochen und dann doch in wahnhafter Gier fortgesetzt, bis zum Zusammenbruch aller Dinge.<br
/> <strong>Mario Siciliano</strong>, der Pessimistische, der ewig Verdammte im Grün des Regenwaldes ertrinken und verblühte Menschen im Grau ihrer Wohnzimmer röcheln lässt.<br
/> <strong>Rolf Thiele</strong>, der bürgerliche Anarchist, Liebhaber &#8220;pikanter&#8221; Erotik, zärtlichen Camps, burlesker Satire und einer, der immer noch darauf wartet, neben Helmut Käutner als essentieller Surrealist wider Opas Kino entdeckt zu werden.<br
/> <strong>Norbert Meisel</strong>, das Schwein, Österreichischer Exilant in einem Amerika, dass ihm idealer Nährboden war für unschuldige Szenarien infernalischer Schmierigkeit und aufreizender Verkommenheit – im bestialischen Siff kam er zu sich.<br
/> <strong>José Bénazéraf</strong>, der Eisprinz. Seine Filme sind die schönste Vision eines irdischen, fragilen, kaum spürbaren Jenseits, die man sich vorstellen kann. Was für ein Nonsens, spürbares &#8220;Jenseits&#8221;.<br
/> <strong>Noboru Tanaka</strong>, der Eigentümliche, in der Lage zu zeigen, dass man sich im Sex auch dann völlig verlieren kann, wenn er alltäglich und berechnend, wenn er nur noch rohe Begierde, Haut und Haare, ist.<br
/> <strong>Werner Hochbaum</strong>, der Poetische, hat gezeigt, dass man wirklich überall und in den unmöglichsten Situationen mit der Kamera träumen kann.<br
/> <strong>Alois Brummer</strong>, der Dadaistische, den so oft ungestillten Gelüsten nach wilden, überschäumenden, absurden und schrankenlosen deutschen Sexkomödien übererfüllend in Wort und Bild nachkommend.<br
/> <strong>Demofilo Fidani</strong>, der Furchtlose, dessen beispielloser Mut und Tüchtigkeit ihn zum funkelnden Stern am  Himmel der außerirdischen Seltsamkeiten beförderten. Er war uns dieses Jahr das, was uns letztes Jahr Angelo Pannacciò war.<br
/> <strong>Jürgen Enz</strong>, der Gräuliche, der unangefochtene Meister trübe-aseptischer, antierotischer Tristesse in leergeräumten, miefigen Wohnzimmern, stets aufs neue gleichermaßen abstoßend wie faszinierend, selten, in persönlichen Momenten der Heimatseligkeit, auch rührend.<br
/> <strong>May Spils</strong>, die Kesse, für deren Hymnen auf die Gammelei und energische Indifferenz es nur ein Wort gibt: Leger.<br
/> Sowie, natürlich, immer und immer wieder: <strong>Jess Franco</strong>, der Unermessliche (aktueller Stand: 48 Filme) und <strong>Ernst Hofbauer</strong>, der Explosive (aktueller Stand: 18 Filme). Leider wagte ich aus Ehrfurcht bisher nicht, von meinem ephemeren Cinegott <strong>Bo Widerberg</strong> sehr viel mehr als einen Film pro Jahr zu sehen &#8211; so auch 2011.<br
/> </br><br
/> <img
src="http://i534.photobucket.com/albums/ee348/nougyrrt/2_Wide.gif" alt="Gesichter und Menschen in Breitwand" /><br
/> <strong>Ultra-Entdeckungen (alphabetisch geordnet):</strong></p><p>(Maruhi) shikijô mesu ichiba (Noboru Tanaka, 1974)<br
/> A.I. &#8211; Artifical Intelligence (Steven Spielberg, 2001)<br
/> Act of Violence (Fred Zinneman, 1948)<br
/> Addio, fratello crudele (Giuseppe Patroni Griffi, 1971)<br
/> Akujo no kisetsu (Minoru Shibuya, 1958)<br
/> Amore sporco (Joe D&#8217;Amato, 1988)<br
/> Anda muchacho, spara! (Aldo Florio, 1971)<br
/> Andrea – Wie ein Blatt auf nackter Haut (Hans Schott-Schöbinger, 1968)<br
/> Angel Express (RP Kahl, 1999)<br
/> Anna und Elisabeth (Frank Wisbar, 1933)</p><p>Apocalypse Now (Francis Ford Coppola, 1979)<br
/> Aquaplaning (Eva Hiller, 1987)<br
/> L&#8217;arciere di Sherwood (Giorgio Ferroni, 1971)<br
/> Arrebato (Iván Zulueta, 1980)<br
/> Autostop rosso sangue (Pasquale Festa Campanile, 1977)<br
/> Babylon – Im Bett mit dem Teufel (Ralf Huettner, 1992)<br
/> The Ballad of Tam Lin (Roddy McDowall, 1970)<br
/> Batman (Tim Burton, 1989)<br
/> Batman Returns (Tim Burton, 1992)<br
/> Beatrice Cenci (Riccardo Freda, 1956)</p><p>Bel ami &#8211; den stora överraskningen (Mac Ahlberg, 1976)<br
/> Bel Ami 2000 oder Wie verführt man einen Playboy? (Michael Pfleghar, 1966)<br
/> La bestia nello spazio (Alfonso Brescia, 1980)<br
/> Bijou (Wakefield Poole, 1972)<br
/> Blow Job – Un soffio erotico (Alberto Cavallone, 1980)<br
/> The Bourne Ultimatum (Paul Greengrass, 2007)<br
/> Carrie (William Wyler, 1952)<br
/> Cliffhanger (Renny Harlin, 1993)<br
/> Le concerto de la peur (José Bénazéraf, 1963)</p><p>Una cuerda al amanecer (Manuel Esteba, 1972)<br
/> Deadly Blessing (Wes Craven, 1981)<br
/> Deine besten Jahre (Dominik Graf, 1998)<br
/> Les destinées sentimentales (Olivier Assayas, 2000)<br
/> The Devil in Miss Jones (Gerard Damiano, 1974)<br
/> Di yi lei xing wei xian (Hark Tsui, 1980)<br
/> Docteur Jekyll et les femmes (Walerian Borowczyk, 1981)<br
/> Un dollaro tra i denti (Luigi Vanzi, 1966)<br
/> Domino (Thomas Brasch, 1982)<br
/> Dschungelmädchen für zwei Halunken (Ernst Hofbauer, Fernando Orozco, 1975)</p><p>L&#8217;eau froide (Olivier Assayas, 1994)<br
/> Die endlose Nacht (Will Tremper, 1964)<br
/> Ercole al centro della terra (Mario Bava, 1961)<br
/> Eros-Center Hamburg (Günter Hendel, 1969)<br
/> Faccia a faccia (Sergio Sollima, 1967)<br
/> Der Fahnder – Nachtwache (Dominik Graf, 1993)<br
/> Fährmann Maria (Frank Wisbar, 1937)<br
/> A Farewell to Arms (Frank Borzage, 1932)<br
/> Der Felsen (Dominik Graf, 2002)<br
/> Ferdinand, der Pussyschreck (Alois Brummer, 1976)</p><p>Fimpen (Bo Widerberg, 1974)<br
/> Frankfurt Kaiserstraße (Roger Fritz, 1981)<br
/> Das Geheimnis der Todesinsel (Mel Welles, 1967)<br
/> Ghosts of Mars (John Carpenter, 2001)<br
/> Il giardino delle delizie (Silvano Agosti, 1967)<br
/> The Liberation of L. B. Jones (William Wyler, 1970)<br
/> Graf Porno und seine Mädchen (Günter Hendel, 1969)<br
/> Grimms Märchen von lüsternen Pärchen (Rolf Thiele, 1969)<br
/> The Greatest Story Ever Told (George Stevens, 1965)</p><p>The Green Slime (Kinji Fukasaku, 1968)<br
/> Hanna Amon (Veit Harlan, 1951)<br
/> Heiße Ernte (Hans H. König, 1956)<br
/> Herbstromanze (Jürgen Enz, 1980)<br
/> Qualcuno in ascolto (Faliero Rosati, 1988)<br
/> Himmel ohne Sterne (Helmut Käutner, 1955)<br
/> Hotte im Paradies (Dominik Graf, 2002)<br
/> The Howling (Joe Dante, 1981)<br
/> I Walk the Line (John Frankenheimer, 1970)<br
/> Images (Robert Altman, 1972)</p><p>In Frankfurt sind die Nächte heiß (Rolf Olsen, 1966)<br
/> In jenen Tagen (Helmut Käutner, 1946)<br
/> Incubus (Leslie Stevens, 1965)<br
/> Jägerblut (Hans H. König, 1957)<br
/> Jing wu men (Wei Lo, 1972)<br
/> Juego sucio en Casablanca (Jess Franco, 1984)<br
/> Le juge Fayard dit Le Shériff (Yves Boisset, 1977)<br
/> Die jungen Ausreißerinnen (Walter Boos, 1973)<br
/> Kakushi-toride no san-akunin (Akira Kurosawa, 1958)<br
/> Kalter Frühling (Dominik Graf, 2003)</p><p>Kelly&#8217;s Heroes (Brian G. Hutton, 1970)<br
/> Der Kerl liebt mich – und das soll ich glauben? (Marran Gosov, 1969)<br
/> Killer Kid (Leopoldo Savona, 1967)<br
/> Kofun (Toshio Okuwaki, 1968)<br
/> La legge della Camorra (Demofilo Fidani, 1973)<br
/> Liebe kann wie Gift sein (Veit Harlan, 1958)<br
/> Le lit de la vierge (Philippe Garrel, 1969)<br
/> Long Weekend (Colin Eggleston, 1978)<br
/> Love Me Deadly (Jacques LaCerte, 1973)<br
/> Lujuria tropical (Armando Bo, 1964)</p><p>Lulu – Eine burleske Tragödie (Rolf Thiele, 1962)<br
/> Mädchen, Mädchen (Roger Fritz, 1966)<br
/> Mafia Girls (Norbert Meisel, 1975)<br
/> Man spricht über Jacqueline (Werner Hochbaum, 1937)<br
/> Maynila: Sa mga kuko ng liwanags (Lino Brocka, 1975)<br
/> Melody in Love (Hubert Frank, 1978)<br
/> Mesuneko-tachi no yoru (Noboru Tanaka, 1972)<br
/> Mettetemi in galera (Ernst Hofbauer, 1977)<br
/> Morgen beginnt das Leben (Werner Hochbaum, 1933)<br
/> Narrow Margin (Peter Hyams, 1990)</p><p>Nerosubianco (Tinto Brass, 1969)<br
/> Nicht fummeln, Liebling (May Spils, 1969)<br
/> A Nightmare on Elm Street Part 2 – Freddy&#8217;s Revenge (Jack Sholder, 1985)<br
/> La nuit la plus longue (José Bénazéraf, 1965)<br
/> Ore di terrore (Guido Leoni, 1969)<br
/> Outland (Peter Hyams, 1981)<br
/> Un par de zapatos del &#8217;32 (Rafael Romero Marchent, 1974)<br
/> The Parallax View (Alan J. Pakula, 1973)<br
/> Una pistola per Ringo (Duccio Tessari, 1965)<br
/> Polizeiruf 110 – Der scharlachrote Engel (Dominik Graf, 2004)</p><p>Porno lui erotica lei (Mario Siciliano, 1981)<br
/> Power Slide (Marran Gosov)<br
/> Quarta parete (Adriano Bolzoni, 1969)<br
/> Quel caldo maledetto giorno di fuoco (Paolo Bianchini, 1968)<br
/> Raising Cain (Brian De Palma, 1992)<br
/> Red Eye (Wes Craven, 2005)<br
/> Rolf (Mario Siciliano, 1983)<br
/> Der rote Kakadu (Dominik Graf, 2005)<br
/> Roy Colt e Winchester Jack (Mario Bava, 1970)<br
/> Une sale histoire (Jean Eustache, 1978)</p><p>Sarah (Daan Retief, 1975)<br
/> Schulmädchen-Report 3. Teil – Was Eltern nicht mal ahnen (Hofbauer, Boos, 1971)<br
/> Servo suo (Romano Scavolini, 1973)<br
/> Sen-hime to Hideyori (Masahiro Makino, 1962)<br
/> Sette pistole per i MacGregor (Franco Giraldi, 1965)<br
/> Signs (M. Night Shyamalan, 2002)<br
/> Sinful Davey (John Huston, 1969)<br
/> Speed Racer (Andy Wachowsky, Larry Wachoswsky, 2008)<br
/> Spetters (Paul Verhoeven, 1980)<br
/> Eine Stadt wird erpresst (Dominik Graf, 2006)</p><p>Strait-Jacket (William Castle, 1964)<br
/> Strictly Forbidden (Jack Deveau, 1974)<br
/> Summer Night Fever (Sigi Götz-Rothemund, 1978)<br
/> Die Sünderin (Willi Forst, 1950)<br
/> Tatort – Fortuna III (Wolfgang Becker, 1976)<br
/> Tatort – Rache-Engel (Robert Sigl, 2005)<br
/> Tatort – Zwei Leben (Wolfgang Staudte, 1976)<br
/> Tender Flesh (Jess Franco, 1998)<br
/> Tension (John Berry, 1949)<br
/> La tentación desnuda (Armando Bo, 1966)</p><p>Testimone oculare (Lamberto Bava, 1990)<br
/> Teodora, imperatrice di Bisanzio (Riccardo Freda, 1954)<br
/> Torino Violenta (Carlo Ausino, 1978)<br
/> Touha (Vojtěch Jasný, 1958)<br
/> Transport z raje (Zbyněk Brynych, 1962)<br
/> Treffer (Dominik Graf, 1984)<br
/> Trigger Man (Ti West, 2007)<br
/> Unbreakable (M. Night Shyamalan, 2000)<br
/> Un uomo, una città (Romolo Guerrieri, 1974)<br
/> Undici giorni undici notte (Joe D&#8217;Amato, 1987)</p><p>Up the Junction (Peter Collinson, 1968)<br
/> Valerie a týden divu (Jaromil Jires, 1970)<br
/> Velluto nero (Brunello Rondi, 1976)<br
/> Víctimas del pecado (Emilio Fernández, 1951)<br
/> Viele kamen vorbei (Peter Pewas, 1956)<br
/> The Village (M. Night Shymalan, 2004)<br
/> Vinyan (Fabrice Du Welz, 2008)<br
/> Vital (Shinya Tsukamoto, 2004)<br
/> Vor Sonnenuntergang (Gottfried Reinhardt, 1956)<br
/> Walking the Edge (Norbert Meisel, 1983)</p><p>Der Weg, den wir nicht zusammen gehen (Dominik Graf, Martin Gressmann, 2009)<br
/> Die Weibchen (Zbyněk Brynych, 1970)<br
/> White of the Eye (Donald Cammell, 1987)<br
/> Wild Rovers (Blake Edwards, 1971)<br
/> Wohnhaft (Bernhard Marsch, 2004)<br
/> Women in Cages (Gerardo de Leon, 1971)<br
/> Wonnekloß (Marran Gosov, 1972)<br
/> Yang chi (Ernst Hofbauer, Chih-hung Kuei, 1974)<br
/> Zwei Kumpel in Tirol (Alois Brummer, 1978)<br
/> </br><br
/> <img
src="http://i534.photobucket.com/albums/ee348/nougyrrt/1_Scope.gif" alt="Gesichter und Menschen und Scope" /><br
/> </br><br
/> <strong>Die 10 besten Italowestern 2011:</strong><br
/> <em>(Gesamt: 34 / alphabetisch geordnet)</em></p><p>10.000 dollari per un massacro (Romolo Guerrieri, 1966)<br
/> El hombre que mató a Billy el Niño (Julio Buchs, 1967)<br
/> Lo voglio morto (Paolo Bianchini, 1968)<br
/> La notte dei serpente (Giulio Petroni, 1970)<br
/> Il ritorno di Ringo (Duccio Tessari, 1966)<br
/> Sella d&#8217;argento (Lucio Fulci, 1978)<br
/> La taglia è tua&#8230; l&#8217;uomo l&#8217;ammazzo io (Edoardo Mulargia, 1969)<br
/> Tempo di massacro (Lucio Fulci, 1967)<br
/> L&#8217;ultimo Killer (Giuseppe Vari, 1966)<br
/> Uno dopo l&#8217;altro (Nick Nostro, 1968)<br
/> </b></br><br
/> <strong>Die 10 verrücktesten Ringelmänner 2011:</strong><br
/> <em>(Gesamt: 38 / alphabetisch nach Titel geordnet)</em></p><p>Der Kommissar: Die Anhalterin (Wolfgang Staudte, 1972)<br
/> Derrick: Der Einzelgänger (Zbyněk Brynych, 1990)<br
/> Der Kommissar: In letzter Minute (Wolfgang Becker, 1969)<br
/> Derrick: Kamillas junger Freund (Alfred Vohrer, 1975)<br
/> Der Kommissar: Der Papierblumenmörder (Zbyněk Brynych, 1969)<br
/> Der Kommissar: Parkplatz-Hyänen (Zbyněk Brynych, 1969)<br
/> Derrick: Tod des Wucherers (Zbyněk Brynych, 1977)<br
/> Der Alte: Die Unbekannte (Zbyněk Brynych, 1981)<br
/> Der Kommissar: Das Ungeheuer (Dietrich Haugk, 1969)<br
/> Derrick: Tote Vögel singen nicht (Alfred Vohrer, 1975)<br
/></br><br
/> <strong>Musik (ungeordnet):</strong></p><p>Nico, Gianni, Frank, Maurizio &#8211; Canti d&#8217;innocenza canto d&#8217;esperienza (1973)<br
/> Peter Thomas – The Big Boss (1971)<br
/> Il Rovescio Della Medaglia – Contaminazione (1973)<br
/> Amon Düül II – Yeti (1970)<br
/> Birth Control – Rebirth (1973)<br
/> Bo Hansson – Sagan Om Ringen (1970)<br
/> Il Balletto di Bronzo – Sirio 2222 (1970)<br
/> Area – Arbeit macht frei (1973)<br
/> Freedom – Black on White (1969)<br
/> Banco del Mutuo Soccorso  &#8211; Darwin (1972)<br
/> Biglietto per l&#8217;inferno – Biglietto per l&#8217;inferno (1974)<br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Balken.png" alt="" title="Balken" width="525" height="80" class="aligncenter size-full wp-image-12371" /><br
/> <br/></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/ekstase-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>8</slash:comments> </item> <item><title>Aktion deutscher Film #4: Strandgut aus DÖS</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-4-strandgut/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-4-strandgut/#comments</comments> <pubDate>Fri, 23 Dec 2011 17:13:50 +0000</pubDate> <dc:creator>Andreas</dc:creator> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Andreas]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Filmschaffende]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12184</guid> <description><![CDATA[<img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/12/strandgut.jpg" alt="" title="strandgut" width="525" height="377" class="aligncenter size-full wp-image-12194" />]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/12/strandgut.jpg" alt="" title="strandgut" width="525" height="377" class="aligncenter size-full wp-image-12194" /><br
/> <br/><br
/> Kurz vor Ablauf der ersten Phase der <a
href="http://intergalactic-ape-man.blogspot.com/2011/03/jetzt-mitmachen-aktion-deutscher-film.html">Aktion deutscher Film</a> (auch „DÖS“ für „Deutschland-Österreich-Schweiz“ genannt, weil es nicht im engen Sinne um den deutschen, sondern den deutschsprachigen Filme geht) kommt also auch von mir endlich noch ein Eingangsposting. Erst der unmittelbar bevorstehende Fristablauf forcierte dann endlich das lange aufgeschobene Vorhaben, wenn auch nun ungünstigerweise während des ohnehin im allgemeinen Listen-Overkill und Weihnachtsstress versinkenden Dezember. Immerhin konnte die Liste durch die ewige Verzögerung andererseits noch mit einem guten Schwung besonderer Titel angereichert werden, die ich vor einem halben Jahr noch nicht kannte. Von ET-Seite haben sich bisher (und es wird leider auch niemand mehr hinzu kommen) <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film/">Sano</a>, das <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-2-aus-den-zwielichtigen-kellern-lusterner-filmtheater/">Hofbauer-Kommando</a> und <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/">Christoph</a> an dieser unterstützenswerten Aktion beteiligt. Und sie haben dabei zu weiten Teilen in ihren Einleitungen schon viel grundsätzliches erwähnt, das ich im Großen und Ganzen ähnlich sehe.<br
/> <span
id="more-12184"></span><br
/> Vielleicht auch deshalb habe ich einen ersten Einleitungsentwurf, den ich hier zunächst stehen hatte, lieber wieder gelöscht, weil er mir plötzlich ziemlich peinlich und banal vorkam. Darin ging es u.a. um solche wohl unnötige Erklärungen, dass die ET-Begeisterung für den deutschen Film und die Deutsche-Lieblingsfilme-Reihe mit patriotischen Gründen nichts zu tun hat, die ich im Wesentlichen für gegenstandslosen Unsinn, für eine fragwürdige Selbsterhöhung mit dubiosen Nebenwirkungen halte. Dass aber bereits die „automatische“ Codierung von Bildern, ebenso wie soziale, historische oder politische Kontexte und Hintergründe von Filmen, natürlich ganz anders erkannt und in Bezug gesetzt werden können, wenn man dem entsprechenden Kulturkreis vertraut ist und die dort entstehenden Filme sieht. Von der Sprache und ihrem zusätzlichen regionalen Anstrich ganz abgesehen, was auch Hilfsmittel wie Untertitel oder (meist schlimmer, manchmal aus diversen Gründen aber auch interessant:) Synchronisation nicht ausgleichen können. Auch, weil es ein gerne unterschätzter Unterschied ist, ob man ein gesprochenes Wort hört und zugleich inhaltlich versteht, oder zwar hört, aber erst beim parallelen Lesen einer übersetzten Version mehr oder weniger auch inhaltlich versteht. Aber diesen Themenkomplex hat unser <a
href="http://intergalactic-ape-man.blogspot.com/2011/03/der-ape-man-und-die-aktion-deutscher.html">Ape-Man</a> eigentlich sowieso bereits erschöpfend behandelt.</p><p>Im Grunde ist es relativ simpel: die deutsche Filmgeschichte bietet allein aufgrund ihres Produktionsumfangs und ihrer Auffächerung unglaublich viel zu entdecken. Das tun andere Länderkinematographien freilich auch. Aber selten werden sie derart unterschätzt, missachtet und unterschlagen, wie es hierzulande geschieht. Die DVD-Verfügbarkeit des deutschen Filmerbes ist beschämend, selbst bei bekannten Regisseuren und Titeln sind mitunter im Ausland bessere Editionen verfügbar, bei unbekannteren Regisseuren ist es wiederum sogar keine Seltenheit, sondern der Regelfall, dass komplette Filmografien gänzlich unerschlossen und ungreifbar sind. Und doch hat man im eigenen Land eben noch die besten Chancen, sich doch immer wieder individuelle Schneisen durchs unerschlossene Gestrüpp zu schlagen. Sei es durch rare Aufführungen bei Festivals und Retrospektiven, sei es durch vergessen geglaubte VHS-Auflagen oder versteckte TV-Ausstrahlungen. In aller Regel ohne Untertitel (die selbst bei DVDs hierzulande oft fehlen, aber darüber jenseits davon wird es noch eklatanter), insofern sind diese ohnehin raren Möglichkeiten also nur demjenigen wirklich zugänglich, der die Sprache tatsächlich spricht. „Wer, wenn nicht wir?“ lautet also (und das ist nicht als Filmtitel-Zitat gedacht, bewahre!) ganz einfach die Frage, die man auch abseits ideologischer oder sonstiger Erwägungen ganz pragmatisch stellen kann*, und damit auch gleichzeitig die Motivation, sich ans Entdecken deutscher Filme zu machen und diese Entdeckungen zu teilen, um ihnen im allergünstigsten Falle zu helfen, wenigstens ein kleines bisschen weniger unsichtbar zu werden.<br
/> (*: in manchen Fällen hat natürlich gerade das Deutsche und dabei manchmal eben auch das unangenehm/unerquicklich/verstörend-Deutsche im deutschen Kino als Konfrontations-, Reflexions- und Reibungs-Punkt mit Sicherheit seine Berechtigung, wenn man sich mit den oft ungeliebten Seiten des gesellschaftlichen Umfelds und damit letztlich auch von sich selbst beschäftigen möchte; mal abgesehen davon, dass es nicht nur interessant, aufschlussreich und fasziniert sein kann, sind gerade bei äußersten Härtefällen von „Mief“ und „Deutschtümelei“ neben einer kathartischen Wirkung auch Optionen wie „Lach kaputt, was dich kaputt macht“ unterschätzt, wie zumindest manche ETler angesichts ihrer eigenen ambivalenten Mief-Abstoßung/Faszination finden; aber das ist nur ein kleiner Unterpunkt des Themas hier)</p><p>Natürlich ist das ein unüberschaubares Feld, eine endlose Aufgabe. Auf zehn Filme kann und will ich mich daher im Eingangsposting angesichts dieser besonderen Chance nicht beschränken (auch wenn ich, ganz schnell und spontan mit reinem Bauchgefühl zehn Titel fett markiert habe, die bitte in die Wertung eingehen mögen). Gerade auch, weil es mir eben um die Abbildung einer Vielfalt geht, die sich naturgemäß nicht auf schnöde zehn Titel reduzieren lässt – aus 116 Jahren Filmgeschichte! Aus drei Ländern! Ohne damit behaupten zu wollen, dass ich auch nur ansatzweise einen wirklichen Ein- und Überblick über diese Vielfalt, allein über die schiere Menge zu haben. Auch wenn ich mich ähnlich den ET-Kollegen vergleichsweise intensiv mit diesem Gebiet befasst habe und das in den letzten Jahren verstärkt, so läuft es ja meist doch auf die alte Erkenntnis hinaus: je mehr man sieht, desto mehr ahnt man und wird einem bewusst, dass man im Grunde fast nichts kennt und fast nichts gesehen hat. Mit jeder Entdeckung stößt man auch meist auf neue, ungeahnte Verästelungen, die plötzlich dahinter zum Vorschein kommen. Hat man einmal ein Gefühl für diesen Umstand bekommen, mag man sich mit halbgaren Kanon- und Überblicksversuchen nicht mehr zufrieden geben, schon weil  einem die Zielsetzung absurd und verkehrt vorkommt. Was ist schon repräsentativ, wichtig, einflussreich? Und mit läppischen 100 Plätzen (siehe etwa die doch eher kümmerliche und einseitige „100 most signifikant german films“-<a
href="http://mubi.com/topics/100-most-significant-german-films">Liste</a>) soll alles gesagt sein? Bräuchte man nicht eher vielleicht 800 oder eher 3000 Plätze, um überhaupt erst einmal eine Ahnung in der Breite der Produktionslandschaft vom Kommerzfilm über Autoren-, Genre-, Kurzfilme bis zum Experimentalfilm zu bekommen. Einen der bislang schönsten und jederzeit aufs Neue zu empfehlenden Gegenentwürfe zum klassischen Kanon bildet die <a
href="http://mubi.com/lists/germany-12-x-21-films">„GERMANY: 12 x 21 FILMS“-Liste</a> des mubi.com-Users Grey Daisies, und selbst dort fehlt trotz des für manchen Leser vielleicht größenwahnsinnig erscheinenden Umfangs noch immer so unglaublich viel &#8211; ohne dass ich damit den beinahe unvergleichlichen und wunderbar vielfältigen Reichtum dieser Liste schmälern wollen würde (von der ich selbst auch wahnsinnig viel noch nicht kenne und mich gerne davon inspirieren lasse). Auch der Alternativkanon mit 101 deutschsprachigen Tonfilmen in <a
href="http://www.sigigoetz-entertainment.de/?n=newsletter&#038;article=99">Ausgabe Nr. 12</a> von SigiGötz-Entertainment sei unbedingt als erfrischende Quelle der Inspiration ans Herz gelegt.</p><p>Ich habe mich hier letztlich für eine Liste mit 96 ausgewählten Filmen entschieden (eine Zufallszahl, vor allem aus der eigenen Vorgabe erwachsen, unter 100 Titeln zu bleiben), die ich angesichts strenger und verzerrender selbstauferlegter Selektionskriterien nicht als die Liste meiner „96 absoluten deutschen Lieblingsfilme“ missverstanden wissen möchte, richtiger wäre vielleicht, sie als ausschnittsweise Auswahl im Sinne von „96 meiner 192 (oder meinetwegen 250, so genau lässt sich das ohne weiteres nicht beziffern) deutschen Lieblingsfilme“, weshalb ich ähnlich wie Christoph bewusst auf zahlreiche Filme verzichtet habe, die nun bereits auf seiner Liste oder auf der Liste des Hofbauer-Kommandos zu ihrem Recht kamen, auch wenn in manchen Fällen natürlich eine nochmalige Betonung angebracht wäre und dann häufig auch hier nochmal erfolgt. Zudem gilt auch bei mir als ganz wesentliches verzerrendes Element eine Beschränkung auf nur einen, in Ausnahmefällen zwei Filme pro Regisseur. Ebenso habe ich auf allzu ausgelutschte Kanonfilme, insbesondere aus dem Bereich des expressionistischen Stummfilms und des Jungen/Neuen Deutschen Films, verzichtet, wobei es natürlich die ein oder andere Ausnahme gibt und das ohnehin oft schlichtweg Auslegungssache ist. Mir geht es auch überhaupt nicht um eine ausgestellte Anti-Kanon-Haltung, sondern einzig darum, die raren Plätze bevorzugt (aber nicht nur) mit ansonsten seltener genannten Favoriten zu bestücken. Manche Titel stehen dabei ganz für sich, manche verweisen quasi-repräsentativ auf ganze Filmografien und Segmente. 96 Filme sind, das muss man durchaus noch einmal betonen, weil der erste Eindruck oft ein gegenteiliger ist, wirklich sehr wenig &#8211; angesichts dieser Zeitspanne! Und erst recht, wenn neben dem meinerseits vom Anteil deutlich dominanten Sichtungsschwerpunkt Deutschland eben auch noch Österreich und die Schweiz dazu kommen, die aber auf meiner Liste notgedrungen eher als sporadische Würze fungieren, ohne dass ich behaupten könnte, wirklich einen umfassenderen Einblick in das Filmschaffen beider Länder zu haben. Auch sonst zeigen sich natürlich klare Interessens-, Sichtungs- und Favoriten-Schwerpunkte, diese Liste ist eine bewusst und zwangsläufig sehr subjektive Angelegenheit, auch wenn sie eine gewisse Bandbreite durchmessen will. Meine Leidenschaft für die 60er und 70er Jahre ist kein Geheimnis, und so verwundert es wohl kaum, dass allein die Filme zwischen 1965 und 1975 ein Drittel meiner Liste ausmachen, während etwa die kompletten 40er Jahre nur mit einem einzigen, noch dazu nicht gerade unbekannten Film vertreten sind (natürlich habe ich da schon noch manch anderes gesehen, aber nichts, was sich wirklich für eine solche Liste qualifizieren würde). Die chronologische Sortierung bringt solche Ungleichgewichte natürlich nochmal besonders zum Vorschein, die ich gleichzeitig aber auch gar nicht verschleiern will. Gerade mit den 30er bis 50er Jahren habe ich mich bislang einfach viel zu wenig beschäftigt. Überrascht war ich hingegen selbst davon, dass die 80er Jahre fast so stark wie die 60er Jahre vertreten sind, vor allem auch dadurch bedingt, dass ich aus dieser Zeit verstärkt Filme aus Österreich, Schweiz und DDR kenne und Listen-würdig fand. Nun &#8211; viiiel zu lange Rede, vermutlich eher kurzer Sinn: ich wollte keine in Stein gemeißelte Meisterwerk-Mahntafel erstellen, sondern vor allem eine Liste, die im günstigsten Fall inspiriert und Lust macht, und die mich eben auch selbst irgendwie anmacht und Lust aufs wieder- und weiter-entdecken macht, ohne mich dabei schon selbst anzuöden. Im Moment bin ich sogar halbwegs zufrieden mit dem Resultat, mit dieser Momentaufnahme. Wie viel ungenanntes (und natürlich noch weit, weit gravierender, denn soo viel kenne ich dann eben trotz allem auch nicht: ungesehenes) da noch schlummert, lässt sich allein schon am Beispiel des 2011er Jahrgangs erahnen, aus dem nun – unter anderem wegen der beschränkten Anzahl von Filmen pro Regisseur – kein Film auf nachfolgender Liste vertreten ist, aus dem ich aber außergewöhnlich viel gesehen habe und kürzlich sogar eine Liste mit über 20 bemerkenswerten Filmen des Jahrgangs erstellt habe, die demnächst auch an anderer Stelle noch einmal etwas ausgeführt und kontextualisiert wird. Aber das nur am Rande. Und als biografische Anmerkung: als Kind und in früher Jugend habe ich relativ wenig Zeit vor Fernsehen und Filmen verbracht, aber wenn, dann gehörten neben dem ein oder anderen Zeichentrick- oder Hollywood-Film vor allem die Verfilmungen von Karl May und Edgar Wallace sowie Heinz-Rühmann-Komödien häufiger zum Programm. Das mag Spuren hinterlassen und Interesse geweckt haben. Im Falle von Karl May führte es mich indirekt zu Leone, dem Italowestern und schließlich zum US-Genrekino und damit dann letztlich auch in die Cinephilie. Trotzdem ist gerade aus diesen drei durchaus prägenden Bereichen (May, Wallace, Rühmann) tun tatsächlich kein konkreter Einzeltitel in der Liste vertreten, weil ich die allermeisten dieser Filme schlichtweg viel zu lange nicht mehr gesehen habe, um jenseits nostalgischer Gefühle guten Gewissens Favoriten daraus benennen zu können. Daher nun die gesonderte Erwähnung vorab an dieser Stelle.</p><p>Hier jedenfalls <I>ein</I> möglicher chronologischer Streifzug in 96 Titeln in 8er-Blöcken durch das deutschsprachige Kino (die fünf Länderkürzel nach Standard: D/BRD/DDR/A/CH), der als schönes Motto mit „Strandgut“ anfängt und mit „Coming Attractions“ am Ende in die Zukunft blicken lässt:<br
/> <br/><br
/> Strandgut – Was das Meer hergab (H.K. Breslauer, A 1924)<br
/> Tartüff (F.W. Murnau, D 1925)<br
/> Die Carmen von St. Pauli (Erich Waschneck, D 1928)<br
/> Das Schiff der verlorenen Menschen (Maurice Tourneur, D 1929)<br
/> Jenseits der Straße (Leo Mittler, D 1929)<br
/> Menschen am Sonntag (Kollektiv, D 1930)<br
/> Ekstase – Symphonie der Liebe (Gustav Machatý, A 1933)<br
/> Fährmann Maria (Frank Wisbar, D 1936)</p><p>Man spricht über Jacqueline (Werner Hochbaum, D 1937)<br
/> Große Freiheit Nr. 7 (Helmut Käutner, D 1944)<br
/> Der Verlorene (Peter Lorre, BRD 1951)<br
/> Heiße Ernte (Hans H. König, BRD 1956)<br
/> <strong>Viele kamen vorbei (Peter Pewas, BRD 1956)</strong><br
/> Monpti (Helmut Käutner, BRD 1957)<br
/> Das Totenschiff (Georg Tressler, BRD 1959)<br
/> Zwei unter Millionen (Wieland Liebske &#038; Victor Vicas, BRD 1961)</p><p>Die Parallelstraße (Ferdinand Khittl, BRD 1962)<br
/> Der rote Rausch (Wolfgang Schleif, BRD 1962)<br
/> Verspätung in Marienborn (Rolf Hädrich, BRD 1963)<br
/> Machorka-Muff (Jean-Marie Straub &#038; Danièle Huillet, BRD 1963)<br
/> <strong>Die Tote von Beverly Hills (Michael Pfleghar, BRD 1964)</strong><br
/> Ödenwaldstetten (Peter Nestler, BRD 1964)<br
/> Serenade für zwei Spione (Michael Pfleghar, BRD 1965)<br
/> <strong>Unsere Afrikareise (Peter Kubelka, A 1966)</strong></p><p>Schwarzer Markt der Liebe (Ernst Hofbauer, BRD 1966)<br
/> In Frankfurt sind die Nächte heiß (Rolf Olsen, BRD/A 1966)<br
/> 48 Stunden bis Acapulco (Klaus Lemke, BRD 1967)<br
/> Engelchen oder die Jungfrau von Bamberg (Marran Gosov, BRD 1967)<br
/> Necronomicon – Geträumte Sünden (Jess Franco, BRD 1967)<br
/> Abschied (Egon Günther, DDR 1968)<br
/> Nicht fummeln, Liebling (May Spils, BRD 1969)<br
/> Sieben Tage Frist (Alfred Vohrer, BRD 1969)</p><p><strong>Häschen in der Grube (Roger Fritz, BRD 1969)</strong><br
/> N.N. (Ottomar Domnick, BRD 1969)<br
/> <strong>Am Ama Am Amazonas (Kollektiv, BRD 1969)</strong><br
/> Silver City Revisited (Wim Wenders, BRD 1969)<br
/> Engel, die ihre Flügel verbrennen (Zbyněk Brynych, BRD 1970)<br
/> Mathias Kneißl (Reinhard Hauff, BRD 1970)<br
/> Hexen bis aufs Blut gequält (Michael Armstrong &#038; Adrian Hoven, BRD 1970)<br
/> Oh Happy Day (Zbyněk Brynych, BRD 1970)</p><p>Rote Sonne (Rudolf Thome, BRD 1970)<br
/> Klassenphoto (Eberhard Fechner, BRD 1970)<br
/> Ein großer graublauer Vogel (Thomas Schamoni, BRD 1971)<br
/> Die nackte Gräfin (Kurt Nachmann, BRD 1971)<br
/> Ich liebe dich, ich töte dich (Uwe Brandner, BRD 1971)<br
/> Wildwechsel (Rainer Werner Fassbinder, BRD 1972)<br
/> Schulmädchen-Report 3. Teil (Ernst Hofbauer &#038; Walter Boos, BRD 1972)<br
/> Die Schlüssel (Egon Günther, DDR 1972)</p><p>Fremde Stadt (Rudolf Thome, BRD 1972)<br
/> Zinksärge für die Goldjungen (Jürgen Roland, BRD 1973)<br
/> Die Zärtlichkeit der Wölfe (Ulli Lommel, BRD 1973)<br
/> Makimono (Werner Nekes, BRD 1974)<br
/> Der wilde Blonde mit der heißen Maschine (Adrian Hoven, BRD 1974)<br
/> Supermarkt (Roland Klick, BRD 1974)<br
/> <strong>Downtown – Die nackten Puppen der Unterwelt (Jess Franco, CH 1975)</strong><br
/> Schatten der Engel (Daniel Schmid, BRD 1976)</p><p>Josefine Mutzenbacher – Wie sie wirklich war (Hans Billian, BRD 1976)<br
/> Stroszek (Werner Herzog, BRD 1977)<br
/> Bierkampf (Herbert Achternbusch, BRD 1977)<br
/> Melody in Love (Hubert Frank, BRD 1978)<br
/> <strong>Schwitzkasten (John Cook, A 1978)</strong><br
/> Die Totenschmecker (Ernst Ritter von Theumer, BRD 1979)<br
/> Palermo oder Wolfsburg (Werner Schroeter, BRD/CH 1980)<br
/> Monarch (Johannes Flütsch &#038; Manfred Stelzer, BRD 1980)</p><p>Herbstromanze (Jürgen Enz, BRD 1980)<br
/> Reisender Krieger (Christian Schocher, CH 1981)<br
/> Als Unku Edes Freundin war (Helmut Dziuba, DDR 1981)<br
/> Domino (Thomas Brasch, BRD 1982)<br
/> Transes – Reiter auf dem toten Pferd (Clemens Klopfenstein, CH 1982)<br
/> Kehraus (Hanns Christian Müller, BRD 1983)<br
/> <strong>Utopia (Sohrab Shahid Saless, BRD 1983)</strong><br
/> Himmel und Erde (Michael Pilz, A 1983)</p><p><strong>Das Gold der Liebe (Eckhart Schmidt, BRD 1983)</strong><br
/> Syntagma (Valie Export, A 1983)<br
/> Platzwunder (Reinhard Kahn &#038; Michael Leiner, BRD 1984)<br
/> Macho Man (Alexander Titus Benda, BRD 1985)<br
/> Die Frau und der Fremde (Rainer Simon, DDR 1985)<br
/> Aquaplaning (Eva Hiller, BRD 1987)<br
/> Nekromantik (Jörg Buttgereit, BRD 1987)<br
/> Meomsa (Linda Christanell, A 1988)</p><p>Sukkubus – den Teufel im Leib (Georg Tressler, BRD 1989)<br
/> Abstecher (Ulrich Weiß, D 1992)<br
/> Ginevra (Ingemo Engström, D 1992)<br
/> Der Fahnder: Nachtwache (Dominik Graf, D 1993)<br
/> Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem (R. Huettner &#038; H. Schneider, D 1993)<br
/> Ein Tag im Leben der Endverbraucher (Harun Farocki, D 1993)<br
/> Tierische Liebe (Ulrich Seidl, A 1996)<br
/> Verrückt bleiben, verliebt bleiben (Elfi Mikesch, D 1997)</p><p>Outer Space (Peter Tscherkassky, A 2000)<br
/> <strong>Der Felsen (Dominik Graf, D 2002)</strong><br
/> Klassenfahrt (Henner Winckler, D 2002)<br
/> Marseille (Angela Schanelec, D 2004)<br
/> Mirror Mechanics (Siegfried A. Fruhauf, A 2005)<br
/> Jerichow (Christian Petzold, D 2008)<br
/> Das elektrische Paradies (Michael Busch, D 2010)<br
/> Coming Attractions (Peter Tscherkassky, A 2010)<br
/> <br/></p><p>Kommende Attraktionen &#8211; das könnten, als kleiner Ausblick und Hoffnung, bei mir zum Beispiel die bislang noch nicht ausreichend oder teils noch überhaupt nicht erschlossenen Filmografien sein von: Rolf Thiele, Klaus Lemke, Uwe Schrader, Rudolf Thome, Werner Nekes, Uwe Brandner, Vlado Kristl, Klaus Wyborny, Daniel Schmid, Helke Sander, Michael Verhoeven, Harun Farocki, Wolfgang Schmidt, Helma Sanders-Brahms, Hellmuth Costard, Lutz Dammbeck, Hartmut Bitomsky, Gustav Ehmck, Ralf Huettner, Hans Schott-Schoebinger, Wolfgang Glück, Alfred Weidenmann, Heinz Emigholz, Georg Tressler, Hans H. König, Victor Trivas, May Spils, Uwe Frießner, Haro Senft, Will Tremper, Monika Treut, Frank Wisbar, Ernst Hofbauer, Alexander Kluge, Reinhard Hauff, Eberhard Schroeder, Helmut Dziuba, Reinhard Kahn, Michael Leiner, Ulrike Ottinger, Werner Schroeter, George Moorse, Eberhard Fechner, Peter Goedel, Werner Hochbaum, Sohrab Shahid Saless, Hans-Jürgen Syberberg, Klaus Wildenhahn, Matthias Weiss&#8230; um nur mal ein paar zu nennen, noch dazu fast nur aus Deutschland, während es gerade in der Schweiz und Österreich wohl noch viel mehr nachzuholen gäbe. Wie gesagt: es ist ein verdammt weites, vielfältiges, schwer zu überblickendes Feld, und ich sehe keinen Anlass, es als etwas anderes hinzustellen.</p><p><span
style="font-size: x-small;"><em>(Bild-Quelle: filmarchiv.at)</em></span></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-4-strandgut/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Die vierte Wand (1969)</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/#comments</comments> <pubDate>Mon, 12 Dec 2011 21:38:31 +0000</pubDate> <dc:creator>Christoph</dc:creator> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Christoph]]></category> <category><![CDATA[Filmbesprechungen]]></category> <category><![CDATA[68iger]]></category> <category><![CDATA[Adriano Bolzoni]]></category> <category><![CDATA[Don Backy]]></category> <category><![CDATA[Giallo]]></category> <category><![CDATA[italienisches Genrekino]]></category> <category><![CDATA[Italienisches Kino]]></category> <category><![CDATA[Paolo Turco]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12022</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/qp11/" rel="attachment wp-att-12025"><img
class="alignnone size-full wp-image-12025" title="QP11" src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/12/QP11.png" alt="" width="525" height="308" /></a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/qp11/" rel="attachment wp-att-12025"><img
class="alignnone size-full wp-image-12025" title="QP11" src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/12/QP11.png" alt="" width="525" height="308" /></a></br><br
/> Zurück nach vier Jahren Studium in England, wo alles noch so mondän poppig, friedlich und ace war, findet sich Marco (Paolo Turco), Sohn eines Kunststoff-Fabrikanten, im heimatlichen Italien aufgelöst zwischen ziellosem Studentenaufstand und zielloser Großbürger-Tristesse, &#8220;wie ein anachronistischer Candide&#8221;. Seine letzte Nacht in England verbrachte er noch auf einem Polizeirevier &#8211; wir erfahren nicht warum &#8211; zwischen Säufern, Hippies und reisenden Musikern, die den blassen Morgen <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=xBJYVZdykT0">streichen</a>. Italien ist nach vier 60iger-Jahren jedenfalls nicht minder mondän, kann es sein.<br
/> Motorräder, Kameras, Mode, kalter Sex, phlegmatische Gemeinheiten, Phrasen-Tennis, Verbilligung der Gefühle, Austreibung der Gefühle, Manufaktur der Gefühle, moralistische Unmoral, Kunstgewerbe, Kapitalismus, Chic, Lesben, Schwule, Pop-Art, Prinzipien der Lüge, Nagellack, Lachen, Plastics, inszenierter Dreck, Retorten-Ideologien, im Kreis fahren mit Auto und Motorrad, schwedische Sekräterinnen, Marketing, Prediger im Park, bankrotte Kleinunternehmer, bedröhnte Engel des Verfalls auf düsteren Parties, Obst klauende Herumtreiberinnen, Fotografinnen, Shareholding, Raserei im Regen, libidinöse Gärtner, Radio, reisende Hippie-Antiquare, Gewitter, Wald, Schrottplätze, Inzest, Kinder die vor einem Güterzug voller Rinder im Matsch spielen. Schein oder Täuschung vor, Wut oder Angst hinter der Kamera?<span
id="more-12022"></span><br
/> </br><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/qp3/" rel="attachment wp-att-12029"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/12/QP3.png" alt="" title="QP3" width="525" height="315" class="alignnone size-full wp-image-12029" /></a> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/qp4/" rel="attachment wp-att-12028"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/12/QP4.png" alt="" title="QP4" width="525" height="315" class="alignnone size-full wp-image-12028" /></a></br><br
/> Weil er nicht weiß, was er fühlen soll und klar genug ist, um genau das zu erspüren, entscheidet sich Marco für passiven Affekt. Er strahlt Aufmerksamkeit und Sensibilität aus, auch Wärme, die ihn vor unsinniger moralischer Paranoia beschützen könnte, zumal er doch unberührt bleibt von den politischen Wirrungen seiner Zeit. Aber sein Instinkt ist verpestet von den Verschachtelungen eines bürgerlichen Bewusstseins, seine Seele ist heimatlos. Nach vielem inneren Hin- und Her und ertränkt er seine Schwester im familiären Pool, um etwas Richtiges zu fühlen. Im Luftbläschenumquirlten Todeskampf wird sie zur physischen Replik von Marco, der mit ihr ertrinkt, im Trockenen. Danach ist der Film zuende, einfach so. Das klingt logisch, aber im Film ist es eine Überraschung. Man erwartet eine Konsequenz. Die Eltern nippen in ihrer kubistischen Villa weiter ihren Scotch und betrachten im Spiegel verwundert ihre Falten, alles wie gehabt, ein gewöhnlicher italienischer Schlager bedudelt als fades Requiem aus einem gelben Picknick-Radio am Rand des Pools den abermals blassen Morgen, Fine.<br
/> </br><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/qp9/" rel="attachment wp-att-12034"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/12/QP9.png" alt="" title="QP9" width="525" height="336" class="alignnone size-full wp-image-12034" /></a></br><br
/> Ich weiß nicht &#8211; ob das nun einer der anarchistischsten oder einer der reaktionärsten italienischen Filme war, die ich bisher gesehen habe. Was auch immer er sonst war, mit Sicherheit war er für mich einer der allerseltsamsten, der nirgendwo so recht hinzugehören scheint. Vielleicht will ich mich auch nicht entscheiden, weil ich den Film so behalten will, als Zierde: Unbehagen in Pastell. Nicht einmal wirklich ins italienische Kino dieser Zeit &#8211; dass ich inzwischen ganz gut zu kennen meine – passt er. Und irgendwie ist er auch wirklich ein ziemlicher <em>incubo</em>, ein stöhnender Alptraum, eine Chronik unfreiwilligen Nihilismus, auch wenn ich das erst im Abgang zu spüren glaubte.</br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/qp17/" rel="attachment wp-att-12035"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/12/QP17.png" alt="" title="QP17" width="260" height="152" /></a> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/qp16/" rel="attachment wp-att-12036"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/12/QP16.png" alt="" title="QP16" width="260" height="152" /></a></br><br
/> Spüren, glauben, spüren. Verbilligung der Gefühle. &#8220;What does it all mean!&#8221; resümiert ein gleichfalls verwirrter IMDB-User (Ich zitiere mich gerne IMDB-Rezensionen. Sie sind so unverbraucht.)<br
/> Ich wüsste wirklich gerne, aus welchem Antrieb heraus Adriano Bolzoni, sonst überwiegend als Drehbuchautor (u. a. SELLA D&#8217;ARGENTO von Lucio Fulci) tätig, diesen Film gedreht hat. Meine Spekulationen führten ins Nichts. Der Film an sich ist übrigens wahrscheinlich nicht ganz so exzentrisch, wie er sich unter meinen Fingern vielleicht anhört. Vielleicht aber doch. Wahrscheinlich ist er nicht einmal so sehr ideologisch, möglicherweise eine Art italienisches 68iger-Pendant zur bundesdeutschen Post-68iger-Hysterie von ENGEL, DIE IHRE FLÜGEL VERBRENNEN (1970), deren Regisseur Zbynek Brynych ich auch gerne in Gedanken mit meinem imaginären Term &#8220;Verbilligung der Gefühle&#8221; assoziiere, im Positiven. Auch wie ein adoleszentes Gegenstück zu Roland Klicks BÜBCHEN (1968), dessen Protagonist Achim beinahe ein zehnjähriger Marco sein könnte. Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Im Film ziehen mehrere Geister an verschiedenen Tauenden. Sein Effekt auf mich hatte etwas Spektuläres. Ich wusste nicht, was ich für den Film fühlen soll. Ich konnte mir darauf keinen Reim machen. Ein maximal kongenialer Effekt, wenn das für mich wirklich stimmt, was ich in den ersten beiden Absätzen geschrieben habe.<br
/> </br><em>Anmerkung: Leider musste ich eine (immerhin hochwertig) englisch synchronisierte, niederländische VHS-Fassung akzeptieren, deren Bildformat vom originalen Scope (1:2,35) auf knapp 1:1,66 beschnitten war. Auf eine DVD-Veröffentlichung zu hoffen, dürfte  illusorisch sein.</em></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/qp2-2/" rel="attachment wp-att-12045"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/12/QP21.png" alt="" title="QP2" width="525" height="336" class="alignnone size-full wp-image-12045" /></a></br><br
/> <span
style="font-size: x-small;"><a
href="http://www.imdb.com/title/tt0188167/">QUARTA PARETE</a> – Italien 1969 &#8211; 88 Minuten – Farbe, Colorscope<br
/> <em>Regie: Adriano Bolzoni – Buch: Adriano Bolzoni und Guy Pérol, nach einer Idee von Giustino Caporale und Marco Masi, Produktion: Prodi Cinematografica, Radius Productions &#8211; Kamera: Romolo Garroni &#8211; Schnitt: Renato Cinquini &#8211; Musik: Don Backy (Songs), Detto Mariano</em><br
/> Darsteller: <em>Paolo Turco, Don Backy, Tery Hare, Françoise Prévost, Peter Lawford, Corinne Fontaine, Carla Romanelli, Bernard Blier, Paolo Carlini</em></span><br
/> </br><a
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/> </br><a
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/> </br><a
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/> </br><a
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/> </br><a
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/> </br><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/qp7/" rel="attachment wp-att-12054"><img
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/> </br><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/die-vierte-wand-1969/qp19/" rel="attachment wp-att-12055"><img
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isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=11607</guid> <description><![CDATA[<img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/11/dr-33.png" alt="" title="Deutsche Lieblingsfilme #33" width="525" height="351" class="aligncenter size-full wp-image-11800" />]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/11/dr-33.png" alt="" title="Deutsche Lieblingsfilme #33" width="525" height="351" class="aligncenter size-full wp-image-11800" /><br
/> <br/><br
/> <em>Massive Spoiler im letzten Absatz!</em></p><p>Der Anfang nimmt sich zumindest aus heutiger Sicht fast wie ein kleiner, vereinender Brückenschlag aus. Der Franzose Maurice Tourneur, als Regisseur immer wieder in den USA aktiv, inszeniert einen deutschen Film – der damit anfängt, dass ein entflohener Sträfling durch ein impressionistisch im Wind wogendes Getreidefeld in eine deutsche Hafenstadt kommt und dort in einem expressionistisch von steilen Kanten und schiefen Winkeln gezeichneten abgelegenen Haus zur Seefahrt anheuert, und kurz danach gibt es in der Seemannsspelunke auch noch eine Schlägerei wie im Saloon eines Western: torkelnde Gestalten, ausgelassene Stimmung, es rumpelt und rempelt, Bier wird übereinander verschüttet und die Fäuste ausgepackt, bis alles kurz und klein geschlagen ist.<span
id="more-11607"></span></p><p>Das Gewaltpotenzial ist damit angedeutet, und von der Spelunke geht es direkt aufs Schmugglerschiff, auf dem ungewollt durch Zufall auch ein junger amerikanischer Doktor landet. Der Sträfling hat sich zunächst dem harten Regiment des Kapitäns zu beugen. Doch wo der Eine mit eiserner Hand regiert, pocht der Andere bald auf das Recht des Stärkeren und zettelt eine Meuterei an, um die Hehlerware unter die eigenen Fittiche zu bekommen.</p><p>Spätestens als Marlene Dietrich als Gestrandete an Bord kommt – vom abgestürzten Privatflugzeug direkt aufs Schiff der Verlorenen –, kocht die Stimmung über. Mit der Zurückhaltung ist es nun endgültig vorbei, gibt es in den Augen der wüsten Bande neben der materiellen nun schließlich auch noch eine menschliche Beute. Was sich, nachdem man sich längst des Kapitäns entledigt hat und der Sträfling den Anführer mimt, dabei an inbrünstigen Begehrlichkeiten und vehementer Zudringlichkeit zeigt, in einem sich unerbittlich zuspitzenden Szenario (in markant akzentuierter Lichtsetzung vor fast durchgehend nächtlichem Hintergrund), das nimmt geradewegs die soziale Apokalypse eines Films wie <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/naked-1966/">NAKED</a> vorweg. Marlene Dietrich in einer frühen Rolle schlägt sich vor allem in einer hinterlistigen Dinnerszene bravourös, auch wenn ihre Figur ansonsten eher ein Platzhalter für männliches Machtgebaren ist, das sich an und durch sie entlädt.</p><p>Die infernalische Steigerung der Eskalation zwischen einer wilden, nach der Entdeckung der Weinvorräte des entmachteten und über Bord geworfenen Kapitäns noch zusätzlich aufgeheizten Meute auf der einen Seite, und auf der anderen Seite dem Doktor und dem Schiffskoch, die sich der Verteidigung der Dietrich angenommen haben, mündet dabei in einen waschechten Belagerungsfilm, in ein paradox weitläufiges Kammerspiel auf hoher See: wenige Figuren auf beengten Raum umzingelt von gierigen Fratzen, wie Jahrzehnte später von den Zombies in NIGHT OF THE LIVING DEAD oder dem Lynchmob in STRAW DOGS. Wie in einem Labyrinth geht es immer tiefer in Katakomben, Gewölbe, Gänge, öffnen sich neue Luken und Kammern, bieten sich dabei weitere Rückzugsräume im verwinkelten Schiffsinneren, bis auch die letzten Flecken entdeckt und eingenommen sind. Im Finale geht es schließlich nur noch ums nackte Überleben, aufs Ganze, hier und jetzt, du oder ich.</p><p>Doch bevor es zur vollständigen Selbstzerfleischung kommt, mischt sich ein durch abgesetzte Notsignale herbei gerufenes großes Kreuzfahrtschiff ein, beendet die wüste Schlacht, die auf dem Schmugglerschiff bereits einige Tote forderte. In steilen Aufsichten ruft dieser Ozeanriese als Zivilisations-Polizist nun die Kinder der Barbarei zur Ordnung, nimmt die Bedrängten an Bord, die in ehrfürchtiger Untersicht vom Schmugglerschiff aus hinauf blicken. Amüsement, begeistertes Klatschen und schaulustige Unterhaltung ist dabei auf gehobenem Deck garantiert (die Analogie zum aufs Geschehen blickenden Kinosaal ist dabei nur allzu naheliegend), bevor es auf die Weiterreise geht. Nachdem man Zeuge der Abgründe wurde, die sich bereits auf dem kleinen Schmugglerschiff offenbart haben, fragt man sich bei der finalen Kamerafahrt über den riesigen Bauch des großen Luxusschiffes mit seinen unzähligen Reihen von Bullaugen unwillkürlich: was mögen sich erst dort, weit hinter und unter der oberflächlichen Fratze der Galanterie, für Abgründe auftun?<br
/> <br/><br
/> <span
style="font-size: x-small;"><em>Das Schiff der verlorenen Menschen – Deutschland 1929 &#8211; 121 Minuten (ca. 90 Min. bei 24 B/s) * – Regie: Maurice Tourneur – Drehbuch: Franzos Keremen (Romanvorlage), Maurice Tourneur (Drehbuch) –  Kamera: Nikolas Farkas – Darsteller: Robin Irvine, Marlene Dietrich, Fritz Kortner, Wladimir Sokoloff, Gaston Modot, Boris de Fast</em></span></p><p><span
style="font-size: x-small;"><em>(*: Die Angabe von 121 Minuten bezieht sich auf eine Abspielgeschwindigkeit von mutmaßlich 16 oder 18 Bildern pro Sekunde. In der von mir besuchten Kinovorstellung wurde der Film bewusst mit 24 B/s gezeigt. Bei späten Stummfilmen ist die Abspielgeschwindigkeit häufig umstritten, weil es dort auch historisch oft keine einheitliche Aufführungspraxis gab und damit meist auch keine klaren Leitlinien. Grundsätzlich sehe ich den heutigen Hang zum beschleunigten Abspiel von &#8211; nicht nur späten &#8211; Stummfilmen durchaus skeptisch, schließe mich in diesem Fall allerdings der Argumentation des Veranstalters an, dass der Film dadurch deutlich an Fahrt und Spannung gewinnt, ohne die Grenze zu lächerlich anmutenden Bewegungen zu überschreiten.) </em></span></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/100-deutsche-lieblingsfilme-33-das-schiff-der-verlorenen-menschen-1929/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> </channel> </rss>
