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> <channel><title>Eskalierende Träume &#187; Filmtagebücher</title> <atom:link href="http://www.eskalierende-traeume.de/category/filmtagebucher/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.eskalierende-traeume.de</link> <description></description> <lastBuildDate>Sat, 04 Feb 2012 18:29:26 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Filmtagebuch (3)</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/filmtagebuch-3/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/filmtagebuch-3/#comments</comments> <pubDate>Sun, 10 Jan 2010 19:29:37 +0000</pubDate> <dc:creator>Sano</dc:creator> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Filmtagebücher]]></category> <category><![CDATA[Sano]]></category> <category><![CDATA[Antony Hoffman]]></category> <category><![CDATA[Charles Chaplin]]></category> <category><![CDATA[Georges Méliès]]></category> <category><![CDATA[Holger Madsen]]></category> <category><![CDATA[Howard Hawks]]></category> <category><![CDATA[Jim Jarmusch]]></category> <category><![CDATA[John Carpenter]]></category> <category><![CDATA[Kurt Maetzig]]></category> <category><![CDATA[Renny Harlin]]></category> <category><![CDATA[Rob Zombie]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=2544</guid> <description><![CDATA[Dezember 2009 (Teil 1) Der Dezember war für mich ein ziemlicher toller Filmmonat. Nicht nur dass ich den schneeweißen und kalten Winter grundsätzlich Liebe (und mich wenn ich hier beim schreiben ohne den Kopf zu drehen aus dem Augenwinkel Richtung Fenster blicke das Licht das sich durch die Vorhänge bricht in euphorische Laune versetzt): ich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong><span
style="text-decoration: underline;">Dezember 2009 (Teil 1)</span></strong></p><p
style="text-align: justify;">Der Dezember war für mich ein ziemlicher toller Filmmonat. Nicht nur dass ich den schneeweißen und kalten Winter grundsätzlich Liebe (und mich wenn ich hier beim schreiben ohne den Kopf zu drehen aus dem Augenwinkel Richtung Fenster blicke das Licht das sich durch die Vorhänge bricht in euphorische Laune versetzt): ich habe meine Leidenschaft für Film nach einigen üblen Monaten und guten Startversuchen im Herbst endlich wieder gefunden. Gleich zu Anfang hab ich mir mit <em>Cliffhanger</em> was für die Seele gegönnt. Nachts im dunkel ein widersehen mit Stallone und Renny Harlin. Ein Film aus meiner Kindheit, damas oft gesehen wenig verstanden. Diesmal: noch besser. Fast schon eine Offenbarung. Klassisches Hollywood Actionkino wie es nach 1994 (nach <em>Speed</em>?) nicht mehr existiert. Und diese ganz besondere Note der frühen 90er, erkennbar an der Ausleuchtung und den Farben. Da hat es für mich zwischen 1990 und 1994 immer ein Vakuum gegeben. Vielleicht ein (persönlich sehr angenehmes) Stillstehen in der Entwicklung von Technik und neuem Filmmaterial&#8230;</p><p
style="text-align: justify;"><em>Cliffhanger</em> ist auf jeden Fall ein Meisterwerk das zeigt was hätte werden können, und Renny Harlin hier mal ein echter auteur. Die Zeitlupensequenzen bei den Sterbeszenen erinnern mich in ihrer Genialität an Peckinpah, obwohl sie genau Gegenteilig eingesetzt werden. Ein existentialistisches Drama &#8211; wie immer bei Harlin. Der einsame Held und die feindliche Umgebung, wobei der Held die Fähigkeit besitzt seine Umgebung zu nutzen. Der Feind sitzt im Kopf. Ein bisschen ist das wie bei Hawks. Selbstüberwindung und Professionalität. Auch deutlich zu sehen was Zensur in Deutschland immer wieder anrichtet: in der gekürzten Fassung verliert der Film an Intensität und Handschrift durch das verstümmeln der Gewaltszenen.</p><p
style="text-align: justify;"><em>Red Planet</em> habe ich 2001 im Kino nicht gesehen. Das Plakat war schon da genial, aber der Film hätte mir mit Sicherheit nicht gefallen. Jetzt ist das anders. Schiebe die DVD ein und der Film ist wunderbar, herrlich altmodisch. Angenehmes unangestrengtes Genrekino das so völlig auf die Zeit pfeift in der es entstanden ist. In den 50ern wäre das sicher ein B-Film geworden. Leider hat das Studio dem Regisseur wohl ziemlich reingepfuscht. Der vermurkste Anfang und das angeklebte Ende passen so gar nicht ins Gesamtbild und machen verständlich warum so viele Drehbuchgurus den Voice-Over im (Mainstream)Film verdammen. An sich wird der Film dadurch aber auch wieder interessant. Vieles was nicht funktioniert macht ja manchmal Platz für Neues. Reibungsfläche -&gt; Visionen beim Zuschauer. Also wieder irgendwie genial für einen Science-Fiction Film. Freue mich schon aufs wieder-sehen.</p><p
style="text-align: justify;">Chaplin im Kino war dann fast wieder wie die Cineastenentdeckung Nachts um eins, damals, als derVideorekorder noch mitlief. Geheult hätte ich diesmal auch fast wieder genau so. Hab mich aber im Kino doch nicht getraut und mich ziemlich zusammengerissen. Definitiv eine der besten Schlußsequenzen der Filmgeschichte. Und die originalen englischen Zwischentitel noch einmal eine ganze Klasse besser als die deutschen. Der ganze Film ein Beweis wie simpel das Geniale ist. Ich stelle mir eine Zeitungsschlagzeile vor: &#8220;Chaplin ein Genie oder doch nur der beste Filmemacher des 20. Jahrhunderts?&#8221; Zu viele Superlative für einen Streifen Zelluloid. Meinen Eltern hats übrigens auch sehr gefallen.</p><p
style="text-align: justify;">Abends dann der Doppelpack. Der Mann und sein Vorbild. Abschluß der Carpenter-Reihe mit einer verhunzten 90er Jahre Synchro, dafür aber einer tollen Kopie. Den Film hab ich halb verschlafen. War selten so müde im Kino, und obwohl ich bei Müdigkeit im Kino immer an meine Sichtung von Kiarostamis <em>&#8220;Der Wind wird uns tragen</em>&#8221; beim ersten &#8220;Filmfestival&#8221; in meiner Heimatstadt denken muss, war es diesmal vermutlich schlimmer. Fast schon ein Delirium. Wahrlich <em>In the Mouth of Madness</em>. Eine wunderbare Szene ist mir aber doch im Gedächtnis geblieben. Der Übergang von der realen Welt in die Welt des Romans. Im Auto durch einen Tunnel. Danach Hawks. Für mich fast eine Wiederentdeckung. Seine eigenen Filme einfach nochmal zu drehen. Warum nicht? <em>El Dorado</em> ist jedenfalls mindestens genausogut wie <em>Rio Bravo.</em> Und ich habe mich wohl endgültig in Hawks verliebt. An dieser Stelle möchte ich noch das Buch von Rolf Thissen empfehlen das im Heyne Verlag in der Reihe Filmbibliothek erschienen ist: &#8220;<a
href="http://openlibrary.org/b/OL2114465M/Howard_Hawks" target="_blank">Howard Hawks. Seine Filme &#8211; sein Leben</a>&#8220;.</p><p
style="text-align: justify;">Was sagt mein Viewing Log noch so? <em>Dead Man</em> zum x-ten Mal gesehen. Diesmal mit meiner Freundin. Robby Müller, William Blake, Jim Jarmusch. Mit Abstand der beste Film über den Wilden Westen den ich kenne. &#8221; The Vision of Christ that thou dost see, is my visions greatest enemy.&#8221;</p><p
style="text-align: justify;"> Drei mal Science Fiction:<em> Der schweigende Stern</em> beweist, dass Sozialisten doch die besseren Menschen sind und Kurt Maetzig Science-Fiction drehen kann. Ein bisschen wie die Filme von Toho aus den 60ern nur ohne Monster. &#8220;<em>Krieg im Weltenraum</em>&#8221; von Ishiro Honda kommt in den Sinn. Stanislaw Lem ist dann doch wieder eine andere Geschichte, und diese Verfilmung hat so gar keinen Lem-Touch (den auch Tarkowskij 10 Jahre später völlig verfehlt bzw. ignoriert hat). Dennoch, die Schlußeinstellung mit den ineinanderverschränkten Händen ist fantastisch. Danach der übliche Méliès Schmarren. <em>Le voyage dans la lune</em> muss immer noch als Ersatz für Filmgeschichte herhalten. Das lustige Kuriosum, Ignoranz von frühem Kino. Dass Méliès ein genialer Filmemacher war fällt dabei sowieso keinem ein. Das ist natürlich Polemik meinerseits, und hat gar nichts mit der Art der Präsentation und Einbindung des Films im Kino zu tun wo ich ihn gesehen habe. Aber: wo gabs das letzte mal eine Méliès-Retro? &#8220;<em>Die Reise zum Mond</em>&#8221; ist meiner Meinung nach einer seiner schwächsten und uninteressantesten Filme, und taugt als Literaturverfilmung schon mal gar nicht. Ein Kuriosum also, und ein Zeichen dafür welche Erinnerungskultur in Deutschland herrscht. Das nächste mal wenn jemand von diesen lustigen alten kurzen Filmen spricht werde ich wahrscheinlich gewalttätig. <em>Himmelskibet</em> war wohl der erste stumme Trashfilm den ich in meinem Leben gesehen habe. Dilettantisch von vorne bis hinten, habe ich mich doch recht gut amüsiert. Eigentlich ziemlich unfassbar, aber wohl definitiv im Zeitgeist der 10er Jahre. Faschismus trifft auf Fiedensbewegung in einem Propagandafilm der besonderen Art. So stelle ich mir eigentlich die idealen NSDAP-Streifen vor. Verbrämt ist hier wohl das richtige Wort. Ein Beweis, daß im 1. Weltkrieg noch unsäglicheres Zeug gedreht wurde als im zweiten. Dennoch visuell ein paar Glanzlichter. Eine Einstellung mit Prozession am Horizont erinnert z.B. stark an spätere Sachen von Nykvist.</p><p
style="text-align: justify;">Im Kino an neuen Filmen noch <em>We are the Strange</em>, <em>The Hurt Locker</em> und <em>Halloween II</em> geguckt. All auf ihre Art ziemlich gut, aber nichts was mich in Begeisterung ausbrechen lässt. Ersterer lässt positiv in die Zukunft des amerikanischen Independentfilms blicken, während zweiterer endlich wieder Kathryn Bigelow auf dem Regiestuhl Platz nehmen ließ. Und da gehört sie sowas von hin, Hawks hätte wahrscheinlich seine Freude an ihr gehabt. Mit <em>Halloween II</em> hat Rob Zombie seine Chance auf eine stringente Weiterentwicklung seines ersten Teils zwar vertan, aber fast schon ein interessantes Gegenstück dazu geschaffen. Beide Teile habe ich direkt hintereinander geschaut, beide in der Kinofassung. Bin gespannt, was der Director&#8217;s Cut jeweils verändert, und was die Studiobosse nicht haben wollten. Was Zombie gelingt, ist eine Neuaneignung des Meyers-Mythos, und das ist zumindest schon mal etwas. Was fehlt ist das Pathos, die Betonung des Melodramatischen. Die beiden besten Momente in Teil I und II: Michael Meyers sitzt als kleiner junge an Halloween abgeschoben am Bordstein vor dem Haus, darüber &#8220;Love Hurts&#8221; von Nazareth. Im zweiten Teil muss dann Laurie Strode bei strömendem Regen eingezwängt in einem Wärterhäuschen zu The Moody Blues&#8217; &#8220;Nights in White Satin&#8221; klaustrophobische Ängste durchstehen. Die Melancholie des Todes, und das Ende der Naivität.</p><p>Playlist:<br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=6pHNkOQCIzk" target="_blank">Nazareth &#8211; Love Hurts</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=fPhKdr1S7LA&amp;aia=true#" target="_blank">Stelvio Cipriani &#8211; La polizia chiede aiuto</a> (Titelthema)<br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=UeAyNZG04I8" target="_blank">Courtney Love &#8211; Dirty Girls</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=4lazdg-eqmQ" target="_blank">The Moody Blues &#8211; Nights in White Satin</a> (längere Version)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/filmtagebuch-3/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Filmtagebuch (2)</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/filmtagebuch-2/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/filmtagebuch-2/#comments</comments> <pubDate>Thu, 05 Feb 2009 03:03:06 +0000</pubDate> <dc:creator>Sano</dc:creator> <category><![CDATA[Filmtagebücher]]></category> <category><![CDATA[Sano]]></category> <category><![CDATA[Trägermedien]]></category> <category><![CDATA[Cinemenschensorgen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=152</guid> <description><![CDATA[Konnte mal wieder nicht einschlafen. Gestern ist mir schon das gleiche passiert, und ich habe mir endlich einmal das Berlinale Programm näher angeschaut. Sah ziemlich gut aus, was wohl primär mit meiner guten Laune angesichts der Tatsache, dass ich mich – zwei Tage vor Beginn – endlich aufgerafft hatte mich mit dem Programm zu beschäftigen, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
align="justify">Konnte mal wieder nicht einschlafen. Gestern ist mir schon das gleiche passiert, und ich habe mir endlich einmal das Berlinale Programm näher angeschaut. Sah ziemlich gut aus, was wohl primär mit meiner guten Laune angesichts der Tatsache, dass ich mich – zwei Tage vor Beginn – endlich aufgerafft hatte mich mit dem Programm zu beschäftigen, zusammenhing. Heute ging mir dann auf, dass meine Schlaflosigkeit wohl mit der lauernden Kunstgeschichtsklausur am kommenden Freitag zusammenhängt. Und was macht man um die miese Stimmung zu vertreiben?</p><p
align="justify">Genau. Noch ein guter Vorsatz. Nun aber nicht zu Neujahr, sondern gleich fürs ganze Jahr: wieso hab ich eigentlich so einen riesenhaufen Filme bei mir rumliegen? Und wieso hab ich die wenigsten davon überhaupt gesehen? Wie viele Audiokommentare hab ich in meinem Leben eigentlich angehört? 2, 3? Fragen über Fragen, und mir ging abermals auf dass ich wohl was unternehmen sollte. Schlafen konnte ich ja nicht. Also weiteren Vorsatz für 2009 gefasst. Ich habe definitiv über 1000 Filme in meinem kleinen Zimmer (wahrscheinlich eher um die 1300, aber so genau weiß ich das nicht), und da ich schon seit ein paar Wochen dabei bin die Filme zu zählen und zu katalogisieren, könnte ich vielleicht auch anfangen sie mir anzuschauen. Zum Beispiel systematisch.</p><p
align="justify">Gesagt – getan. Schwupps stand ich am Regal, und die Idee gefiel mir. Wer kennt das nicht: im Supermarkt oder im Kaufhaus – zu Hause passiert sowas wohl nur Verrückten wie mir – kann man sich nicht entscheiden was man denn nun kaufen soll. Was will ich essen, was anziehen; überall ein Überangebot. Früher ging mir das nur mit Büchern so, zuerst in der Bücherei oder Buchhandlung, später dann auch mehr und mehr zu Hause. Dass es mit Filmen mal soweit kommen sollte. Als ich vor Jahren meine ca. 900 Filme umfassende VHS Sammlung größtenteils der Gelben Tonne im Hof überließ, deutete sich so was wohl schon an. Da hatte ich um die 100 Filme noch nicht gesichtet, als ich den Bandsalat ins Nirvana verschwinden ließ. Damals wars mir egal, später fand ich das schade; heute kann ich darüber nur lachen. Stand der Dinge ist: Hab von meinem momentanen Filmwulst höchstens ein Drittel gesehen, und das Meiste auch nicht vom angeschafften und sich stapelndem Bildmedium in der Wohnung, sondern entweder schon früher, oder im Kino. Dass ich das Zeug noch nicht mal mehr zählen kann, sagt wohl alles.</p><p
align="justify">Aber genug der Abschweifungen, hier war der Plan: Ich würde einfach der Reihe nach alle meine Filme Stück für Stück abklappern. Mit allem Bonusmaterial und zusätzlichen Brimborium das sich darauf Befand. Ausgeschlossen die DVDs (oder VHS, SUPER-VCDs, Laserdiscs und was es sonst noch gibt – ihr werdet es nicht glauben, aber ich besitze sogar Filme die per Videokamera auf High 8 Digitalkasseten von mir vor dem Fernseher sitzend abgefilmt worden sind. Da hatte ich noch nicht mal nen Videorekorder, und das meiste sind auch alte Episoden der Simpsons, die ich mit 10 für mich entdeckt hatte&#8230;), welche ich bereits gesichtet habe (was sich aber definitiv im zweistelligen Bereich bewegen dürfte). Natürlich bin ich dieser Aufgabe im Jahr 2009 allein nicht gewachsen, und ich werde wahrscheinlich bis Dezember nicht mehr als Hundert Bildträger abklappern können – man muss ja schließlich noch ins Kino und auf Festivals – aber ein Anfang wäre gemacht. Und was für einer. Nie mehr die leidige Frage: „Was schaue ich mir heute nur verdammt noch mal an?“. Nie mehr die Qual der Wahl, kein verschwendeter Gedanke, kein Bereuen oder Ärger über den Film mehr möglich.</p><p
align="justify">Schließlich hab ich mir die ganzen Filme ja gekauft, weil ich sie sowieso sehen will. Also warum nicht so? Die Bildträger sind zwar alle nach Medium sortiert, aber innerhalb der Kategorien herrscht ein bewusst gehaltenes fröhliches Durcheinander. Hat nicht jeder schon mal versucht seine Sachen zu ordnen? Früher saß ich oft stundenlang vor meinen hunderten von Büchern, und ordnete sie ein Jahr mal nach Größe, das andere nach Autor, das dritte nach Kategorien, und so weiter, bis ich irgendwann langsam aber sicher aus der Pubertät herauskam und entdeckte, dass man Bücher am besten einfach ins Regal stellt. Und Filme natürlich auch. Ungeordnet – zufällig – wie auch immer. Kategorien funktionieren vielleicht bei Leuten ohne Sammelbedürfnis. Aber sobald die vierstelligen Bereiche überschritten sind, erweist sich eine Kategoriezwang meist als kontraproduktiv und äußerst zeitraubend. Aber ich schweife schon wieder ab.</p><p
align="justify">Mit den DVDs würde ich anfangen. Von denen gabs am meisten. Und am einfachsten wäre es natürlich mit einer der Wandreihen anzufangen, auf denen die Filme zumindest schon einmal fein säuberlich nebeneinander geschichtet sind. Und mit was wird die unterste Reihe agbestützt. Mit der Bette Davis Collection natürlich. Also, raus damit und reingeschaut. Erster Film ist „Günstling einer Königin“ (1939), den ich schon letztes Jahr im Rahmen einer kleinen privaten Michael Curtiz Werkschau herausgekramt hatte. Nicht schlecht; bin ich doch glatt schon beim zweiten Film angekommen. „Der versteinerte Wald“, 1936 (oder 35? Im Booklet steht etwas von Notice, aber da kann ich jetzt nicht genaueres zu sagen), mit Leslie Howard und Humphrey Bogart, anscheinend in seiner ersten Hauptrolle. Ich mochte Bogart in seinen Schurkenrollen der 30er Jahre schon immer sehr, weil er darin für mich nie etwas Bogie-typisches hatte, sondern meist nur eine kleine fiese Ratte war, die im Laufe des Films auch zur Strecke gebracht wurde. (Man denke nur an Curtiz&#8217; „Angels with Dirty Faces“ von 1938, oder an Raoul Walshs ein Jahr später entstandenen „The Roaring Twenties“. Um einen Imdb User zu zitieren: „Cagney ALWAYS kills Bogart in the 1930s“.) Regie führte Archie L. Mayo, der mir in meiner bisherigen Cineastenkarriere soviel ich weiß noch nicht wirklich über den Weg gelaufen ist, dessen Name aber durch diesen frühen Vertreter/Vorläufer des Film Noir durchaus bekannt ist (und der außerdem den letzten Film der Marx Brothers, „A Night in Casablanca“ von 1946, inszeniert hat). Mal schauen wann er mir das nächste Mal über den Weg läuft. Viel gedreht hat er auf jeden Fall. In 4 Jahrzehnten über 80 Filme. Damals nicht unüblich, aber dennoch beachtlich.</p><p
align="justify">Auf der DVD befinden sich zusätzlich noch ein Kurzfilm, ein Cartoon, ein Ausschnitt aus einer damaligen Wochenschau (ich hasse! es, dass Warner Brothers uns wohl zu träge halten uns die kompletten 10 Minuten einer damaligen Wochenschau zu präsentieren. Aber was beklag ich mich; wenigstens gibt’s ein bisschen Wochenschau, was immer noch besser als gar nichts ist, und mehr als die meisten anderen Labels zu bieten haben), und natürlich – es darf auf diesen WB Kompilationen nicht fehlen – das meist langweilige Gelaber von Dauergrinser Leonard Maltin. Aber ich werds mir natürlich trotzdem ansehen, und eigentlich hab ich auch nichts (oder nicht zu viel) gegen Maltin. Nur scheint er für manche Sachen irgendwie dauergebucht zu sein, und vor allem seine Disney-Auftritte gehen einem nach einiger Zeit ziemlich auf die Nerven (bei Disney kann man die ja – wie so vieles: ich sage nur Trailer!!! &#8211; meist nicht überspringen). Aber erfreulicherweise befindet sich auch ein Audiokommentar auf der Disc – und nicht von Maltin, sondern von Bogart-Biograf Eric Lax! Na das wird dann wohl mein dritter Audiokommentar. <img
src='http://www.eskalierende-traeume.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /></p><p
align="justify">Die obligatorische „Original“-Dokumentation darf bei solch einer Zusammenstellung natürlich auch nicht fehlen. Aber da weiß man ja meist, was davon zu erwarten ist&#8230;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/filmtagebuch-2/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Filmtagebuch (1)</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/filmtagebuch-1/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/filmtagebuch-1/#comments</comments> <pubDate>Fri, 09 Jan 2009 12:18:21 +0000</pubDate> <dc:creator>Sano</dc:creator> <category><![CDATA[Filmtagebücher]]></category> <category><![CDATA[Sano]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/blog/?p=26</guid> <description><![CDATA[Eigentlich sollte ich ja gerade meine Jahresendliste Verfassen. Ihr wisst schon, beste Filme 2008,etc., blablabla, pp. Ist bei mir aber nicht so interessant. Hab letztes Jahr einfach zu wenig aktuelle Filme gesehen (oder vielleicht war ich auch nur schlecht drauf?). Jedenfalls hab ich mich entschlossen, (scheiß neue Rechtschreibung &#8211; schreib ich das jetzt mit ß [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sollte ich ja gerade meine Jahresendliste Verfassen. Ihr wisst schon, beste Filme 2008,etc., blablabla, pp. Ist bei mir aber nicht so interessant. Hab letztes Jahr einfach zu wenig aktuelle Filme gesehen (oder vielleicht war ich auch nur schlecht drauf?). Jedenfalls hab ich mich entschlossen, (scheiß neue Rechtschreibung &#8211; schreib ich das jetzt mit ß oder ss &#8211; nicht mal mehr bei Scheiße bin ich mir sicher&#8230;) lieber ein Filmtagebuch zu beginnen. Ist ja neues Jahr, gute Vorsätze, und so was. Ja, ein Filmtagebuch. Hmm, was schreibt man da wohl so rein? Noch eigentlicher sollte ich ja jetzt für Kunstgeschichte lernen. Und nicht auf nem blöden Blog rumschreiben. Ich glaub jetzt hab ich mich verzettelt.</p><p>Fangen wir nochmal an. Da neues Jahr ist, hab ich mal den guten Vorsatz gefasst 2009 wieder mehr über Filme zu schreiben. 2008 war da wirklich wenig los. Neben dem wenigen Film gucken auch noch weniger schreiben. War nicht so doll. Damit es dieses Jahr ganz anders wird (oder einfach mal so wie früher), hab ich mir mehrere Strategien überlegt. Eine davon ist dieses Filmtagebuch. Muss ja nicht immer ein anspruchsvoller Essay sein. Kann auch mal sinnloses vor sich hin Getippe werden. Was das jetzt alles mit Film zu tun hat? Vielleicht sollte ich nicht so viel mit mir reden, sondern auf den Punkt kommen. Eloquent sein. Wenigstens hier. Naja, wems nicht passt, der kann sch ja in den Kommentaren darüber beschweren. Schön dass es so was gibt. <img
src='http://www.eskalierende-traeume.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /></p><p
style="text-align: left;">Dieser Zeilenumbruch macht mir aber noch zu schaffen. Die Typographie gestaltet sich nicht wie ich möchte. Muss wohl noch mal mit dem Admin plaudern.</p><p
style="text-align: left;">Wie auch immer, war im Urlaub, mal wieder in Slowenien, diesmal jedoch nicht über Weihnachten und Silvester, sondern nur über Silvester. Trotzdem einige Filme aufgetrieben. Am 3. Januar war ich mit meiner Freundin im Kaufhaus, und während sie Klamotten einkaufte, musste ich natürlich in die DVD Sektion laufen. In Slowenien gibt es leider keine spezialisierten DVD Läden. Und selbst die meisten Videotheken sind eher kümmerlich, in guter deutscher Tradition, mit dem besten der letzten 2 Jahre Filmgeschichte ausgestattet. Oder dem was sie dafür halten. Meinungen variieren schließlich. Scheiße &#8211; jetzt hab ich doch noch ein Kunstgeschichtsseminar.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/filmtagebuch-1/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
