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> <channel><title>Eskalierende Träume &#187; Listen</title> <atom:link href="http://www.eskalierende-traeume.de/category/filmlisten/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.eskalierende-traeume.de</link> <description></description> <lastBuildDate>Sat, 04 Feb 2012 18:29:26 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Gesammelte Jahreslisten 2011 &#8211; Die Enzyklopädie</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/#comments</comments> <pubDate>Mon, 09 Jan 2012 02:40:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Die Redaktion</dc:creator> <category><![CDATA[Aktuelles Kino]]></category> <category><![CDATA[Andreas]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Christian]]></category> <category><![CDATA[Christoph]]></category> <category><![CDATA[Das Hofbauer-Kommando]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <category><![CDATA[Marian]]></category> <category><![CDATA[Sano]]></category> <category><![CDATA[Bilanz]]></category> <category><![CDATA[Festivalfilme]]></category> <category><![CDATA[Jahresliste 2011]]></category> <category><![CDATA[Kinostarts]]></category> <category><![CDATA[Rückblick]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12486</guid> <description><![CDATA[Was lange währt, wird endlich gut? Wir hoffen es, wenn wir nun nach aufreibenden, von Zeitnot und ungeahnten Komplikationen geplagten Tagen endlich unseren diesjährigen Sammelbeitrag mit den Jahreslisten der aktuellen Filme 2011 veröffentlichen können (der auf unsere Entdeckungslisten 2011 in der Tradition der Gesammelten Jahreslisten 2010 folgt). Zum Ausgleich bemühen wir uns dabei endgültig um [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><br/><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/arietty/" rel="attachment wp-att-12589"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Arietty.png" alt="Arrietty staunt über den eskalierenden Listenreichtum" title="Stirnrunzelnd begutachtet Arrietty den eskalierenden Listenwahnsinn" width="525" height="280" class="alignnone size-full wp-image-12589" /></a><br
/> <br/><br
/> Was lange währt, wird endlich gut? Wir hoffen es, wenn wir nun nach aufreibenden, von Zeitnot und ungeahnten Komplikationen geplagten Tagen endlich unseren diesjährigen Sammelbeitrag mit den Jahreslisten der aktuellen Filme 2011 veröffentlichen können (der auf unsere <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/ekstase-2011/">Entdeckungslisten 2011</a> in der Tradition der <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2010/">Gesammelten Jahreslisten 2010</a> folgt). Zum Ausgleich bemühen wir uns dabei endgültig um die <span
style="color: #ff0000;"><strong>Sprengung jeden herkömmlichen Rahmens</strong></span>.<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/schnallen/" rel="attachment wp-att-12565"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Schnallen.gif" alt="" title="Schnallen" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12565" /></a><span
id="more-12486"></span><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Andreas</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/l-apollonide.jpg" alt="" title="'It May Be That Beauty Has Strengthened Our Resolve'? Bertrand Bonellos House of Tolerance" width="525" height="354" class="aligncenter size-full wp-image-12616" /><br
/> <br/><br
/> &#8220;Anschnallen&#8221; ist in der Tat ein gutes Stichwort, denn nachdem sich diesmal leider kein Alex (weder P. noch S.) am Listenwahnsinn beteiligt, fängt die alphabetische Sortierung der Namen mit mir an, und damit dann auch sofort mit der umfangreichsten Liste (nicht jedoch mit dem umfangreichsten Beitrag) dieses Sammelpostings. Ein Sprung ins kalte, tiefe Wasser also, und das hat natürlich seine Gründe: Mein in den letzten Jahren bereits kontinuierlich angestiegenes Sichtungspensum aktueller Filme vergrößerte sich 2011 noch einmal in deutlichem Umfang, was natürlich vor allem mit einigen intensiven Festivalbesuchen zusammen hing. Und obwohl ich bereitwillig vieles mitgenommen habe, was der aktuelle Jahrgang angeboten hat, so habe ich die Auswahl gleichzeitig in aller Regel dennoch sehr selektiv getroffen, jenseits vereinzelter Ausnahmen das Vermeidbare auch tatsächlich lieber vermieden und mit zunehmend ausgeprägterem Gespür nach den potenziellen Trüffeln gefahndet. Berlinale, Filmfest München und Viennale bildeten die breite Basis, zumal ich dort 2011 nicht nur allgemein jeweils mehr Filme als in sämtlichen Vorjahren gesehen habe, sondern vor allem bei ersteren beiden diesmal fast nur aktuelle Produktionen. Ich hatte 2011 schlichtweg oft Lust auf aktuelles Kino (und fühlte mich durch meine Auswahl bestätigt, ein glückliches Händchen hilft natürlich dabei) und die angebotenen Retros waren diesmal in beiden Fällen zudem auch höchstens partiell verlockend. Aber auch darüber hinaus gab es viele kleinere Veranstaltungen, von Fantasy Filmfest über Underdox bis Menschenrechtsfestival, natürlich auch manches im regulären Kinoangebot gesehen oder zuhause nachgeholt. Klar, es waren einige Haufen Mist und Enttäuschungen dabei, aber vor allem eine große Zahl bemerkenswerter, aufregender, mitunter großartiger Filme. Ein Filmjahr ist eben meistens umso besser und ergiebiger, je tiefer man sich in dessen Verwinkelungen begibt, wobei ich gar nicht so tun will, als wäre auch diese Zahl nicht auch bestenfalls ein Schwimmen an der Oberfläche des tatsächlichen jährlichen Produktionsumfangs. Aber warum darum grämen? Warum sich nicht daran erfreuen, was hier und dort zugänglich war/ist und Freude bereitet? Genau durchgezählt habe ich es nicht, aber allein eben durch die geballten Festivalsichtungen dürften es auf jeden Fall über 250 aktuelle Langfilme und noch einmal über 50 aktuelle Kurzfilme gewesen sein. Das verlangt zwangsläufig nach einer ausführlichen Liste, weshalb ich diesmal sowohl eine Kurz- als auch Langfassung meiner Liste erstellt habe, dann kann jeder für sich entscheiden, inwieweit ihn/sie das nun genauer interessiert oder nicht. Eine Komplettliste wie letztes Jahr poste ich dieses Jahr allerdings nicht, nachdem ich in meinem <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/sehtagebucher/andreas/">STB</a> ohnehin separat die meisten gesehenen aktuellen Filme erfasst habe (hier und da fehlt natürlich auch mal was, etwa Viennale oder auch so manche Kurzfilme, aber der Großarteil von 2011 ist dort auf jeden Fall erfasst).</p><p>Mehr Worte braucht es von meiner Seite an dieser Stelle nicht, weshalb ich stattdessen als Warm-Up einige Bonus-Kategorien und die bewährten Awards vergebe, wobei ich hinsichtlich der <em>Materialfetischisten</em> und <em>Pixelforscher</em> natürlich jene Filme hier nicht noch einmal berücksichtigt habe, die bereits bei den Festivalrückblicken zur <a
href="www.eskalierende-traeume.de/spater-vogel-sammelt-wurmkadaver-berlinale-2011/">Berlinale</a>, <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/">Filmfest München</a>, <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/fantasy-filmfest-2011-wertungen-und-fazit/">Fantasy Filmfest</a> oder (dieser Beitrag kommt hoffentlich tatsächlich noch) Viennale gewürdigt wurden. Daher die Beschränkung auf jeweils eine prägnante Top 3 an dieser Stelle&#8230;<br
/> <br/><br
/> <em>Der <strong>Materialfetischisten-Award</strong> für besondere Verdienste hinsichtlich Erhalt, Umgang und Einsatz von klassischem Filmmaterial geht (ergänzend zu den Berlin/München/Wien-Preisträgern) an:</em></p><p>Der Name der Leute (Michel Leclerc)<br
/> Whores’ Glory – Ein Triptychon (Michael Glawogger)<br
/> Eighty Letters (Václav Kadrnka)</p><p><em>Unter diesem Gesichtspunkt mit lobender Erwähnung:</em><br
/> Herzensbrecher (Xavier Dolan)<br
/> <br/><br
/> <em>Der <strong>Pixelforscher-Award</strong> für bemerkenswerte Verdienste im Umgang mit den Möglichkeiten des digitalen Filmemachens geht (ergänzend zu den Berlin/München/Wien-Preisträgern) an:</em></p><p>Hollywood Fling (Eckhart Schmidt)<br
/> A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)<br
/> Hobo with a Shotgun (Jason Eisener)</p><p><em>Besondere Erwähnung für bemerkenswerten Umgang mit 3D:</em><br
/> The Hole 3D (Joe Dante)<br
/> Die Höhle der vergessenen Träume 3D (Werner Herzog)<br
/> <br/><br
/> <strong>Lieblingstrailer des Jahres (eine spontane Top 10 mit Verlinkungen): </strong></p><p><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=LNOIbyU3BTg">American Translation</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=DCudtngAqxw">Ars Colonia (HBF/IFFR-Trailer)</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=MgYSdkU-1G8">Cassandras Warnung</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=xifqSMlNwTs">The Day He Arrives</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=xAjHNnQNVEo">House of Tolerance</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=XBgl4Fi7w5s">Lo que mas quiero</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=J_X2tfu7o_0">The Return of Uncle Benon</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=KMFhx-PcpcU">Student Services</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=tWYoqi4Kpw4">The Turin Horse</a><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=hDruqLQVl04">Whores’ Glory </a><br
/> <br/><br
/> ***<br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/oca-lapollonide.png" alt="" title="Oca - House of Tolerance" width="525" height="359" class="aligncenter size-full wp-image-12620" /><br
/> <br/><br
/> ***<br
/> <br/><br
/> <strong>Kurzfassung meiner Jahresliste 2011</strong><br
/> <br/><br
/> <em>Lieblingsfilme des Jahres: </em></p><p>Oča – Dad (Vlado Škafar)<br
/> House of Tolerance (Bertrand Bonello)</p><p><em>Weitere Ultrakunst, um eine handliche Catch-22 voll zu machen: </em></p><p>Eighty Letters (Václav Kadrnka)<br
/> The Terrorists (Thunska Pansittivorakul)<br
/> Hollywood Fling (Eckhart Schmidt)<br
/> Century of Birthing (Lav Diaz)<br
/> Cassandras Warnung [Langfassung] (Dominik Graf)<br
/> The Day He Arrives (Hong Sang-soo)<br
/> Schmugglers&#8217; Songs (Rabah Ameur-Zaïmeche)<br
/> A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)<br
/> The Innkeepers (Ti West)<br
/> Cut (Amir Naderi)<br
/> This Is Not a Film (Jafar Panahi, Mojtaba Mirtahmasb)<br
/> Aita (José Maria de Orbe)<br
/> Arrietty – Die wundersame Welt der Borger (Hiromasa Yonebayashi)<br
/> Brownian Movement (Nanouk Leopold)<br
/> Dreileben – Komm mir nicht nach (Dominik Graf)<br
/> Guilty of Romance [Langfassung] (Sion Sono)<br
/> Vampire (Shunji Iwai)<br
/> 3 Kreuze für einen Bestseller (Klaus Lemke)<br
/> The Tiniest Place (Tatiana Huezo Sánchez)<br
/> Miss Bala (Gerardo Naranjo)<br
/> <br/><br
/> ###<br
/> <br/><br
/> <strong>Langfassung meiner Jahresliste 2011</strong></p><p>Um die schiere Anzahl der Filme bewältigen zu können, ohne gleichzeitig durch eine allzu ausgebaute Rangliste die hinteren Plätze automatisch abzuwerten, habe ich mich diesmal für eine Aufteilung meiner 2011er Favoriten auf fünf Listen entschieden (eigentlich fünfeinhalb, weil die erstplatzierten der „Überraschungen“ auch noch klar in die Quartalslisten gehört hätten). Vier entfallen auf je ein Quartal des Jahres (nach Sichtungs-, nicht nach Premieren- oder Startzeitpunkt; zu Vermeidung allzu großer Ungleichgewichte habe ich außerdem angesichts der übervollen Viennale-Ausbeute die sonstigen Filme des 4. Quartals, ohnehin zumeist im weiteren Sinne Nachholfilme, komplett ins 3. Quartal verfrachtet), eine weitere widmet sich den Kurz- und mittellangen Filmen bis ca. 50 Minuten. Eigentlich bin ich durchaus kein Freund davon, kurze oder kürzere Filme gesondert zu behandeln, wie sich schon daran zeigen dürfte, dass ich letztes Jahr zwei Kurzfilme in meiner engsten Top 10 hatte. Aber angesichts des übervollen 2011er Jahrgangs schien mir eine Auslagerung kürzerer Filme auf eine separate Liste ganz pragmatisch die beste Lösung, um sie nicht in der Menge untergehen zu lassen, sondern sie besonders zu würdigen, weil ich gerade auch in diesem Bereich in diesem Jahr eine Reihe toller Filme sehen und ungeahnter Entdeckungen machen durfte. Soweit erläuternd zu dieser Handhabung, die weiteren Listen dürften selbsterklärend sein.<br
/> <br/><br
/> <strong>Favoriten des 1. Quartals 2011</strong></p><p>1. The Terrorists (Thunska Pansittivorakul)<br
/> 2. Brownian Movement (Nanouk Leopold)<br
/> 3. Vampire (Shunji Iwai)<br
/> 4. The Turin Horse (Béla Tarr)<br
/> 5. The Hole 3D (Joe Dante)<br
/> 6. The Residents (Tiago Mata Machado)<br
/> 7. The Host and the Cloud (Pierre Huyghe)<br
/> 8. Die Höhle der vergessenen Träume 3D (Werner Herzog)<br
/> 9. Schlafkrankheit (Ulrich Köhler)<br
/> 10. Heaven’s Story (Takahisa Zeze)</p><p><em>Runners-Up: </em></p><p>The Big Eden (Peter Dörfler)<br
/> Essential Killing (Jerzy Skolimowski)<br
/> Im Alter von Ellen (Pia Marais)<br
/> Die Jungs vom Bahnhof Zoo (Rosa von Praunheim)<br
/> Lost Land (Pierre-Yves Vandeweerd)<br
/> Sleepless Nights Stories (Jonas Mekas)<br
/> Unter Kontrolle (Volker Sattel)<br
/> Viva Riva! (Djo Tunda Wa Munga)<br
/> <br/><br
/> <strong>Favoriten des 2. Quartals 2011</strong></p><p>1. Oča – Dad (Vlado Škafar)<br
/> 2. Cassandras Warnung (Dominik Graf)<br
/> 3. The Day He Arrives (Hong Sang-soo)<br
/> 4. Aita (José Maria de Orbe)<br
/> 5. Dreileben – Komm mir nicht nach (Dominik Graf)<br
/> 6. Guilty of Romance [Langfassung] (Sion Sono)<br
/> 7. American Translation (Pascal Arnold, Jean-Marc Barr)<br
/> 8. Le Havre (Aki Kaurismäki)<br
/> 9. Hanna (Joe Wright)<br
/> 10. Headshots (Lawrence Tooley)</p><p><em>Runners-Up: </em></p><p>Atmen (Karl Markovics)<br
/> Black Field (Vardis Marinakis)<br
/> Bonsái (Cristián Jiménez)<br
/> Chantrapas (Otar Iosseliani)<br
/> Die Räuberin (Markus Busch)<br
/> Jean Gentil (Israel Cárdenas, Laura Amelia Guzmán)<br
/> The Journals of Musan (Park Jung-bum)<br
/> Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre &#038; Luc Dardenne)<br
/> Marimbas from Hell (Julio Hernandez Cordon)<br
/> Lo que más quiero (Delfina Castagnino)<br
/> Mercado de Futuros (Mercedes Álvarez)<br
/> Michael (Markus Schleinzer)<br
/> Ocaso (Théo Court)<br
/> Play (Ruben Östlund)<br
/> Porfirio (Alejandro Landes)<br
/> Truce (Svetlana Proskurina)<br
/> Unten Mitte Kinn (Nicolas Wackerbarth)<br
/> El Velador (Natalia Almada)<br
/> Wasted Youth (Argyris Papadimitropoulos, Jan Vogel)<br
/> Year Without a Summer (Chui Mui Tan)<br
/> <br/><br
/> <strong>Favoriten des 3. Quartals 2011</strong></p><p>1. Eighty Letters (Václav Kadrnka)<br
/> 2. Hollywood Fling (Eckhart Schmidt)<br
/> 3. A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)<br
/> 4. The Innkeepers (Ti West)<br
/> 5. Arrietty – Die wundersame Welt der Borger (Hiromasa Yonebayashi)<br
/> 6. Whores’ Glory – Ein Triptychon (Michael Glawogger)<br
/> 7. A Stoker (Aleksei Balabanov)<br
/> 8. Bridesmaids (Paul Feig)<br
/> 9. Cold Fish (Sion Sono)<br
/> 10. The Invader (Nicolas Provost)</p><p><em>Runners-Up: </em></p><p>Artificial Paradises (Yulene Olaizola)<br
/> Boxing Gym (Frederick Wiseman)<br
/> Correspondencia Jonas Mekas – J.L. Guerín (José Luis Guerín, Jonas Mekas)<br
/> I Wish (Hirokazu Kore-eda)<br
/> My Soul to Take (Wes Craven)<br
/> Der Name der Leute (Michel Leclerc)<br
/> Portraits deutscher Alkoholiker (Carolin Schmitz)<br
/> Putty Hill (Matthew Porterfield)<br
/> Das schlafende Mädchen (Rainer Kirberg)<br
/> Sibérie (Joana Preiss)<br
/> Sonnensystem (Thomas Heise)<br
/> Weekend (Andrew Haigh)<br
/> The Woman (Lucky McKee)<br
/> The Yellow Sea (Na Hong-jin)<br
/> <br/><br
/> <strong>Favoriten des 4. Quartals 2011</strong></p><p>1. House of Tolerance (Bertrand Bonello)<br
/> 2. Century of Birthing (Lav Diaz)<br
/> 3. Schmugglers&#8217; Songs (Rabah Ameur-Zaïmeche)<br
/> 4. Cut (Amir Naderi)<br
/> 5. This Is Not a Film (Jafar Panahi, Mojtaba Mirtahmasb)<br
/> 6. The Tiniest Place (Tatiana Huezo Sánchez)<br
/> 7. A Simple Life (Ann Hui)<br
/> 8. Crazy Horse (Frederick Wiseman)<br
/> 9. 3 Kreuze für einen Bestseller (Klaus Lemke)<br
/> 10. Summer of Giacomo (Alessandro Comodin)</p><p><em>Runners-Up: </em></p><p>Color Runaway Dog (Andrés Duque)<br
/> The Color Wheel (Alex Ross Perry)<br
/> A Dangerous Method (David Cronenberg)<br
/> Faust (Alexander Sokurov)<br
/> It May Be That Beauty Has Strengthened Our Resolve &#8211; Masao Adachi (Philippe Grandrieux)<br
/> The Last Buffalo Hunt (Lee Anne Schmitt)<br
/> Life Without Principle (Johnnie To)<br
/> Nana (Valérie Massadian)<br
/> The Pettifogger (Lewis Klahr)<br
/> Take Shelter (Jeff Nichols)<br
/> Totem (Jessica Krummacher)<br
/> Two Years at Sea (Ben Rivers)<br
/> A Useful Life (Federico Veiroj)<br
/> Yatasto (Hermes Paralluelo)<br
/> <br/><br
/> <strong>Favoriten unter den kurz- und mittellangen Filmen</strong></p><p>Der Besen (Klaus Schneider)<br
/> Cet Homme (Markus Ruff)<br
/> Conference (Notes on Film 05) (Norbert Pfaffenbichler)<br
/> Correspondence (Robert Fenz)<br
/> Esel mit Schnee (Romuald Karmakar)<br
/> Führung (René Frölke)<br
/> La fuite du jour (Christophe Clavert)<br
/> L’inconsolable (Jean-Marie Straub)<br
/> Leonardos Tränen (Heinz Emigholz)<br
/> Machtentfaltung (Klaus Schneider)<br
/> Memories of a Morning (José Luis Guerín)<br
/> Menschen am Sonntag (Friedl vom Gröller)<br
/> Meteor (Christoph Girardet, Matthias Müller)<br
/> Miss Candace Hilligoss&#8217; Flickering Halo (Vincenzo Core, Fabio Scacchioli)<br
/> Der Mond (Klaus Schneider)<br
/> Oral History (Volko Kamensky)<br
/> The Pushcarts Leave Eternity Street (Ken Jacobs)<br
/> Red Dawn (João Rui Guerra da Mata, João Pedro Rodrigues)<br
/> River Rites (Ben Russell)<br
/> Sack Barrow (Ben Rivers)<br
/> Schakale und Araber (Jean-Marie Straub)<br
/> Schwere Augen (Siegfried A. Fruhauf)<br
/> Slow Action (Ben Rivers)<br
/> The Sole of the Foot (Robert Fenz)<br
/> Wie ich den Sommerwind fing (Reginald Ginster)<br
/> <br/><br
/> <strong>Schönste Überraschungen</strong> <em>(die ersten fünf oder sechs gehören eigentlich in die jeweiligen Quartals-Top-10-Listen, sind aber wegen Überfüllung hier mit besonderer Betonung ausgelagert; gerade bei den ersten dreien, aber auch bei Farhadi, spielt eine Steigerung, Weiterentwicklung oder Neuorientierung gegenüber den letzten Filmen der Regisseure eine große Rolle bei dieser Nennung, bei den anderen hier Genannten bezieht sich die erfreuliche Überraschung wiederum nicht zwangsläufig auf Beteiligte, meist eher auf Negativ-Hype, abschreckende Prämissen o.ä.)</em></p><p>Miss Bala (Gerardo Naranjo)<br
/> Alps (Yorgos Lanthimos)<br
/> Once Upon a Time in Anatolia (Nuri Bilge Ceylan)<br
/> Hobo with a Shotgun (Jason Eisener)<br
/> Declaration of War (Valérie Donzelli)<br
/> Kill List (Ben Wheatley)<br
/> F (Johannes Roberts)<br
/> Ses – The Voice (Umit Unal)<br
/> Super 8 (J.J. Abrams)<br
/> Rebounce (Heidi Maria Faisst)<br
/> Nude Nuns with Big Guns (Joseph Guzman)<br
/> Nader und Simin – Eine Trennung (Asghar Farhadi)<br
/> The Ward (John Carpenter)<br
/> Attack the Block (Joe Cornish)<br
/> <br/><br
/> <strong>Zwiespältig, aber doch bemerkenswert</strong> <em>(Filme, die mich letztlich auf die ein oder andere Weise bereichert und nicht wirklich losgelassen haben, die ich aber nicht guten Gewissens bei den Favoriten einsortieren kann und will, manche nicht wirklich im eigentlichen Sinne mag, nichtsdestotrotz in Teilen oder als Ganzes aber dennoch interessant oder faszinierend finde und sie daher dann doch letztlich lieber erwähne als manchen Teil des hier ungenannten bleibenden, und sei&#8217;s durchaus gelungenen Mittelfelds)</em></p><p>13 Assassins (Takashi Miike)<br
/> Arirang (Kim Ki-duk)<br
/> Drive (Nicolas Winding Refn)<br
/> Good Bye (Mohammad Rasoulof)<br
/> Kidnapped (Miguel Ángel Vivas)<br
/> The Tree of Life (Terrence Malick)<br
/> Twenty Cigarettes (James Benning)<br
/> Vapor Trail (Clark) (John Gianvito)<br
/> <br/><br
/> <strong>Enttäuschungen</strong> <em>(aus verschiedenen Gründen, teils auch einfach Filme, die ich überschätzt finde)</em></p><p>Almayer’s Folly (Chantal Akerman)<br
/> Dreileben – Eine Minute Dunkel (Christoph Hochhäusler)<br
/> Impardonnables (André Téchiné)<br
/> Underwater Love – A Pink Musical (Shinji Imaoka)<br
/> Balada Triste de Trompeta (Álex de la Iglesia)<br
/> Ostende (Laura Citarella)<br
/> Dreileben – Etwas Besseres als den Tod (Christian Petzold)<br
/> Midnight in Paris (Woody Allen)<br
/> Der Preis (Elke Hauck)<br
/> Maya Deren’s Sink (Barbara Hammer)<br
/> Herzensbrecher (Xavier Dolan)<br
/> Jess + Moss (Clay Jeter)<br
/> Martha Marcy May Marlene (Sean Durkin)<br
/> Dirty Eyes (Lawrence Weiner)<br
/> Sennentuntschi (Michael Steiner)<br
/> Potiche (François Ozon)<br
/> Girimunho (Helvécio Marins Jr., Clarissa Campolina)<br
/> The Artist (Michel Hazanavicius)<br
/> Back to Stay (Milagros Mumenthaler)<br
/> Petropolis (Peter Mettler)<br
/> <br/><br
/> <strong>Die Schattenseite: Unerquickliches</strong> <em>(auf den vorderen Plätzen  einfach fad, dann absteigend immer unerträglicher werdend)</em></p><p>Ways of the Sea (Sheron Dayoc)<br
/> Kampf der Königinnen (Nicolas Steiner)<br
/> My Little Princess (Eva Ionesco)<br
/> Americano (Mathieu Demy)<br
/> Medianeras (Gustavo Taretto)<br
/> Stone (John Curran)<br
/> Kriegerin (David Falko Wnendt)<br
/> Point Blank (Fred Cavayé)<br
/> The Company Men (John Wells)<br
/> Unter Schnee (Ulrike Ottinger)<br
/> Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar)<br
/> A Little Closer (Matthew Petock)<br
/> Tyrannosaur (Paddy Considine)<br
/> Mothers (Milcho Manchevski)<br
/> The Colors of the Mountain (Carlos Cesar Arbelaez)<br
/> I Spit on Your Grave (Steven R. Monroe)<br
/> True Grit (Joel &#038; Ethan Coen)<br
/> Repeaters (Carl Bessai)<br
/> The Forgiveness of Blood (Joshua Marston)<br
/> Late Autumn (Kim Tae-Yong)<br
/> Hesher (Spencer Susser)<br
/> The King’s Speech (Tom Hooper)<br
/> I Saw the Devil (Kim Ji-woon)<br
/> The Mountain (Ole Giæver)<br
/> In der Welt habt ihr Angst (Hans W. Geißendörfer)<br
/> Confessions (Tetsuya Nakashima)<br
/> Biutiful (Alejandro González Iñárritu)<br
/> Auschwitz (Uwe Boll)<br
/> Frankfurt Coincidences (Enkelejd Lluca)<br
/> The Divide (Xavier Gens)<br
/> Blubberella (Uwe Boll)<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/sichernsiesichnochheute/" rel="attachment wp-att-12571"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/SichernSiesichnochheute.gif" alt="" title="SichernSiesichnochheute" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12571" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Christian</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/melancholia-tree.png" alt="" title="Melancholia Tree" width="525" height="219" class="aligncenter size-full wp-image-12606" /><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/american-callgirl.png" alt="" title="American Callgirl" width="525" height="221" class="aligncenter size-full wp-image-12607" /><br
/> <br/><br
/> <strong>2011: Top 10</strong></p><p>Es ist schön, dass es heutzutage so einfach ist, einen Film zu machen und ihn zu vertreiben. Schöner wäre es jedoch, wenn man nicht ständig mit digitalem Dreck zugeschüttet werden würde. Zum Glück gibt es Filmemacherinnen und Filmemacher, die verstanden haben, welche Möglichkeiten das digitale Kino bietet. Deren Werke zeigen aber auch, wie schmal der Grat zwischen Gelingen und Scheitern ist. Möglicherweise war es noch nie schwieriger, einen guten Film zu machen.</p><p>American Translation (Jean-Marc Barr &#038; Pascal Arnold)<br
/> Hereafter (Clint Eastwood)<br
/> Hollywood Fling (Eckhart Schmidt)<br
/> <strong>Melancholia (Lars von Trier)</strong><br
/> A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)<br
/> Paul (Greg Mottola)<br
/> Polisse (Maiwenn)<br
/> Portrait of a Call Girl (Graham Travis)<br
/> The Tree of Life (Terrence Malick)<br
/> Whores´ Glory (Michael Glawogger)<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/vergnugungsspalte/" rel="attachment wp-att-12572"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Vergnügungsspalte.gif" alt="" title="Vergnügungsspalte" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12572" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Christoph</em></strong></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/attenberg/" rel="attachment wp-att-12598"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Attenberg.gif" alt="" title="Griechischer Reigen" width="525" height="289" class="alignnone size-full wp-image-12598" /></a><br
/> </br><br
/> 2011 muss, hinsichtlich aktueller Filme, der frustrierendste Jahrgang meines bisherigen Cinelebens gewesen sein. Obwohl ich mir tapfer soviele aktuelle Filme wie nur überhaupt möglich zwischen die Schenkel presste und sogar zum ersten Mal seit drei Jahren wieder die faulige Festival-Dusche der Berlinale über mich ergehen lies, ist die Ausbeute so mager, medioker und banal ausgefallen, dass ich mich bedingungslos meinem eskalierenden Mitträumer Sano anschließe: Früher war einfach alles besser (#342), heutzutage wird nur noch alle Lichtjahre einmal ein überhaupt nur interessanter Film auf handwerklich akzeptablem Niveau und 35mm gedreht und eine so exzessive Auseinandersetzung mit zeitgenössischem Kino lohnt schlicht die Mühen und Festival-&#8221;Burn outs&#8221; nicht! Nachdem mein geschätzter Freund und <em>frater in spirito cinematografico</em>, Alex Pfaehler, mich in der Vergangenheit wiederholt aufgrund &#8220;schwerer Nostalgie&#8221; kritisierte, startete ich nur mit den besten Vorsätzen ins Cinejahr 2011, doch obwohl ich selbiges Vorhaben mit eiserner Standkraft verfolgte, steht am Ende dieser wilden Cinehatz nichts als die ganz große Ernüchterung. Wo sind nur die ehrgeizigen Filmemacher, die Werke von sonderbarer Schönheit, erfüllt vom Hunger auf Kino, auf ein Spiel und eine Affäre mit den Bildern, wo ist nur all das hin? Ständig wurden mir große Versprechungen gemacht, von transgressiven Filmen, die <em>ausschließlich</em> Aufnahmen von mit Mülltonnen kopulierenden Rentnern zeigen sollten, nie wurden dergestaltige Versprechungen eingehalten, stets saß ich, von den Filmen allein gelassen, im dunklen Saal und sehnte mich nach der handwerklichen Professionalität und Luzidität von klassisch geschulten Meisterregisseuren wie Howard Hawks oder Akira Kurosawa. Offenbar ist kinematographische Wahrhaftigkeit und Komplexität heute, im postmodernen Zeitalter filmstudentischen, digitalen und kaum je genuinen &#8220;Filmemachens&#8221;  von den Leinwänden verschwunden, lediglich das einheimische Filmlustspiel wußte mich dieses Jahr zu begeistern – die Vielzahl an verwegenen, provokanten, frischen und originellen, anrührenden und dabei doch von wunderbarer Leichtigkeit durchzogenen Komödien, angeführt von so freudenspendenden, spritzigen Werken wie ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND, RUBBELDIEKATZ, FLIEGENDE FISCHE MÜSSEN INS MEER, KEIN SEX IST AUCH KEINE LÖSUNG, WHAT A MAN oder KOKOWÄÄH gibt Anlass zu der Hoffnung, dass dem deutschen Kino endlich, nach 20 Jahren künstlerischer und wirtschaftlicher Tristesse, eine neue, wirkliche Perspektive für die Zukunft anheim gegeben ist. Leider bin ich damit auch schon am Ende meines Lobes angelangt, denn jenseits des deutschen Filmlustspiels nagte sich der Hunger durch meine Seele, ein schmerzender, erbarmungsloser Hunger, der nie Stillung fand. Deswegen ist meine Bestenliste auch so klein, karg und mager &#8211; trist und geradezu jämmerlich winzig. Aber ich höre schon auf, Trübsal zu blasen. Hier kommt also das <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesamtliste-aller-gesehen-aktuellen-filme-2011/">kümmerlich kleine Händchen</a> voll Filme, das mich 2011 wenn auch nicht begeistert, so doch zumindest nicht verärgert hat:<br
/> </br><br
/> <strong>44 Schönheiten, lose nach Rang geordnet:</strong></p><p>1. <span
style="color: #0000ff;">Melancholia</span> (Lars von Trier)<br
/> 2. <span
style="color: #0000ff;">Die Prinzessin von Montpensier</span> (Bertrand Tavernier)<br
/> 3. <span
style="color: #0000ff;">Polizeiruf 110: Cassandras Warnung</span> (Dominik Graf)<br
/> 4. <span
style="color: #0000ff;">The Innkeepers</span> (Ti West)<br
/> 5. <span
style="color: #0000ff;">American Translation</span> (Pascal Arnold, Jean-Marc Barr)<br
/> 6. <span
style="color: #0000ff;">Truce</span> (Svetlana Proskurina)<br
/> 7. <span
style="color: #0000ff;">Heaven&#8217;s Story</span> (Takahisa Zeze)<br
/> 8. <span
style="color: #0000ff;">My Soul to Take</span> (Wes Craven)<br
/> 9. <span
style="color: #0000ff;">Arietty &#8211; Die wundersame Welt der Borger</span> (Hiromasa Yonebayashi)<br
/> 10. <span
style="color: #0000ff;">A Night in Nude: Salvation</span> (Takashi Ishii)<br
/> 11. <span
style="color: #0000ff;">Esel mit Schnee</span> (Romuald Karmakar)<br
/> 12. <span
style="color: #0000ff;">Road to Nowhere</span> (Monte Hellman)<br
/> 13. <span
style="color: #0000ff;">Dreileben – Komm mir nicht nach</span> (Dominik Graf)<br
/> 14. <span
style="color: #0000ff;">Guilty of Romance</span> (Sion Sono)<br
/> 15. <span
style="color: #0000ff;">Wer ist Hanna?</span> (Joe Wright)<br
/> 16. <span
style="color: #0000ff;">Leonardos Tränen</span> (Heinz Emigholz) [Kurzfilm]<br
/> 17. <span
style="color: #0000ff;">Meek&#8217;s Cutoff</span> (Kelly Reichardt)<br
/> 18. <span
style="color: #0000ff;">Weekend</span> (Andrew Haigh)<br
/> 19. <span
style="color: #0000ff;">Glückliche Fügung</span> (Isabelle Stever)<br
/> 20. <span
style="color: #0000ff;">Hollywood Fling – Diary of a Serial Killer</span> (Eckhart Schmidt)<br
/> 21. <span
style="color: #0000ff;">Headshots</span> (Lawrence Tooley)<br
/> 22. <span
style="color: #0000ff;">Attenberg</span> (Athina Rachel Tsangari)<br
/> 23. <span
style="color: #0000ff;">Wasted Youth</span> (Argyris Papadimitropoulos, Jan Vogel)<br
/> 24. <span
style="color: #0000ff;">The Ward</span> (John Carpenter)<br
/> 25. <span
style="color: #0000ff;">The Woman</span> (Lucky McKee)<br
/> 26. <span
style="color: #0000ff;">Bellflower</span> (Evan Glodell)<br
/> 27. <span
style="color: #0000ff;">The Terrorists</span> (Thunska Pansittivorakul, 2011)<br
/> 28. <span
style="color: #0000ff;">Kill List</span> (Ben Wheatley)<br
/> 29. <span
style="color: #0000ff;">Vampire</span> (Shunji Iwai)<br
/> 30. <span
style="color: #0000ff;">Die Höhle der vergessenen Träume</span> (Werner Herzog)<br
/> 31. <span
style="color: #0000ff;">Caterpillar</span> (Kôji Wakamatsu)<br
/> 32. <span
style="color: #0000ff;">Unter Kontrolle</span> (Volker Sattel)<br
/> 33. <span
style="color: #0000ff;">13 Assassins</span> (Takashi Miike)<br
/> 34. <span
style="color: #0000ff;">Aita</span> (José María de Orbe)<br
/> 35. <span
style="color: #0000ff;">Sleepless Nights Stories</span> (Jonas Mekas)<br
/> 36. <span
style="color: #0000ff;">Hobo With a Shotgun</span> (Jason Eisener)<br
/> 37. <span
style="color: #0000ff;">Die Räuberin</span> (Markus Busch)<br
/> 38. <span
style="color: #0000ff;">Das rote Zimmer</span> (Rudolf Thome)<br
/> 39. <span
style="color: #0000ff;">The Big Eden</span> (Peter Dörfler)<br
/> 40. <span
style="color: #0000ff;">Das schlafende Mädchen</span> (Rainer Kirberg)<br
/> 41. <span
style="color: #0000ff;">Trash Humpers</span> (Harmony Korine)<br
/> 42. <span
style="color: #0000ff;">Saturnus</span> (Bruno Sukrow)<br
/> 43. <span
style="color: #0000ff;">Marimbas From Hell</span> (Julio Hernández Cordon)<br
/> 44. <span
style="color: #0000ff;">Die drei Musketiere</span> (Paul W. S. Anderson)</p><p><em><br
/> 2 heiße Spitzenkandidaten, von negativen Sichtungsumständen beschädigt:</em></p><p><span
style="color: #0000ff;">Dad</span> (Vlado Škafar)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Brownian Movement</span> (Nanouk Leopold)<br
/> </br><br
/> <strong>Runners up</strong><br
/> <em>(in Reihenfolge der Sichtungen)</em></p><p><span
style="color: #0000ff;">Schlafkrankheit </span>(Ulrich Köhler)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Residents </span>(Tiago Mata Machado)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Lost Land </span>(Pierre-Yves Vandeweerd)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Scream 4 </span>(Wes Craven)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Atmen </span>(Karl Markovics)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Porfírio </span>(Alejandro Landes)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Essential Killing </span>(Jerzy Skolimowski)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Stadt Land Fluss </span>(Benjamin Cantu)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Bonsái </span>(Cristián Jiménez)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Sword and the Rose </span>(João Nicolau)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Aardvark </span>(Kitao Sakurai)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Michael </span>(Markus Schleinzer)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Arirang </span>(Ki-duk Kim)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Jean Gentil </span>(Israel Cárdenas, Laura Amelia Guzmán)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Cold Fish </span>(Sion Sono)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Vier Leben</span> (Michelangelo Frammartino)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">F </span>(Johannes Roberts)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Black Field </span>(Vardis Marinakis)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Finisterrae </span>(Sergio Caballero)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Wie ich den Sommerwind fing </span>(Reginald Ginster)<br
/> </br><br
/> <strong>Bonus #1: 5 x Spaß</strong><br
/> <em>(in Reihenfolge der Sichtungen)</em></p><p><span
style="color: #0000ff;">The Stool Pigeon </span>(Dante Lam)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Rebounce</span> (Heidi Maria Faisst)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Ohne Limit</span> (Neil Burger)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod</span> (Alex de la Iglesia)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Black Bread</span> (Agustí Villaronga, 2010)<br
/> </br><br
/> <strong>Bonus #2: 5 x Guilty Pleasure</strong><br
/> <em>(in Reihenfolge der Sichtungen)</em></p><p><span
style="color: #0000ff;">Bullhead</span> (Michaël R. Roskam, 2011)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Dreileben – Etwas Besseres als den Tod</span> (Christian Petzold, 2011)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Engel des Bösen – Die Geschichte eines Staatsfeindes</span> (Michele Placido, 2010)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Sennentuntschi</span> (Michael Steiner, 2010)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Tree of Life</span> (Terrence Malick, 2011)<br
/> </br><br
/> <strong>Bonus #3: Sondermüll und Peinlichkeiten</strong><br
/> <em>(von grauenhaft abwärts bis schlimm)</em></p><p>1. <span
style="color: #0000ff;">Hell</span> (Tim Fehlbaum)<br
/> 2. <span
style="color: #0000ff;">Tatort – Nasse Sachen</span> (Johannes Grieser)<br
/> 3. <span
style="color: #0000ff;">Kampf der Königinnen</span> (Nicolas Steiner)<br
/> 4. <span
style="color: #0000ff;">Herzensbrecher</span> (Xavier Dolan)<br
/> 5. <span
style="color: #0000ff;">Black Swan</span> (Darren Aronofsky)<br
/> 6. <span
style="color: #0000ff;">The Day He Arrives</span> (Sang-soo Hong)<br
/> 7. <span
style="color: #0000ff;">The Angel of Doel</span> (Tom Faessert)<br
/> 8. <span
style="color: #0000ff;">Dreileben – Eine Minute Dunkel</span> (Christoph Hochhäusler)<br
/> </br><br
/> <strong>Einige Filme, die ich gerne gesehen hätte:</strong></p><p><span
style="color: #0000ff;">Eine dunkle Begierde</span> (David Cronenberg)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Host and The Cloud</span> (Pierre Huyghe)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Tournee</span> (Mathieu Amalric)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Ostaggi</span> (Lamberto Bava)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Viva Riva</span> (Djo Tunda Wa Munga)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">To Die Like a Man</span> (João Pedro Rodrigues)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Thor</span> (Kenneth Branagh)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Whore&#8217;s Glory</span> (Michael Glawogger)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Le Havre</span> (Aki Kaurismäki)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Invader</span> (Nicolas Provost)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">The Hole</span> (Joe Dante)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Eighty Letters</span> (Václav Kadrnka)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Haus der Sünde</span> (Bertrand Bonello)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Self Referential Traverse: Zeitgeist and Engagement</span> (Sun Kim)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">3 Kreuze für einen Bestseller</span> (Klaus Lemke)<br
/> <span
style="color: #0000ff;">Urban Explorer</span> (Andy Fetscher)<br
/> </br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/cw1/" rel="attachment wp-att-12599"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/CW1.png" alt="" title="Polizeiruf-Kommissar Hans von Meuffels lässt das Cinejahr mit einem Freudentänzchen ausklingen" width="525" height="288" class="alignnone size-full wp-image-12599" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/et/" rel="attachment wp-att-12573"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/ET.png" alt="" title="ET" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12573" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Das Hofbauer-Kommando</em></strong></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/anightinnudesalvation1/" rel="attachment wp-att-12680"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/ANightInNudeSalvation1.png" alt="" title="Die japanische Division des Hofbauer-Kommandos lässt sich in ihrer Lieblingsbar in Shinjuku die anregenden Aussichten bei einem kühlen Drink schmecken" width="525" height="287" class="alignnone size-full wp-image-12680" /></a><br
/> </br><br
/> Bei der <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2010/">letztjährigen</a> Verleihung des <span
style="color: #ff00ff;"><strong>Goldenen Ernst 2010</strong></span> für Verdienste um den Erhalt von Sleaze im gegenwärtigen Kino machten wir abschließend unser Hoffnung auf ein noch saftigeres Jahr 2011 Luft. Hätten wir nur geahnt, welch lüsterne Geister wir damit weckten!<br
/> Die Fülle auszeichnungswürdiger &#8220;Sleisterwerke&#8221; schwoll 2011 mit derartiger Rasanz an, dass sich das unter verschärftem Stoßzwang befindliche Hofbauer-Kommando gezwungen sah, die Anzahl der Preisträger vielfach zu potenzieren, um den prachtvollen Auswüchsen  und enormen Ausbeulungen des Jahrgangs noch gerecht werden und (Hosen)raum bieten zu können. Auch kamen wir nicht umhin, eine Vielzahl einzelner Ressorts einzurichten, die sich um Vorsortierung, Prämierung und schriftliche Auswahlbegründung im jeweiligen Bereich sorgsam kümmern. Nur durch viele personelle Mehrfachbesetzungen und die vereinten Kräfte der jüngst von drei auf vier Kapitäne aufgestockten Führungsebene des Hofbauer-Kommandos war es möglich, den Ansturm in aufwendigen Selektionsprozessen und detaillierten Begründungen zu bewältigen. Insgesamt dürfen nun in finaler Entscheidung für das Jahr 2011 schlagartig 17 Preisträger stolz die Auszeichnung &#8220;besonders sleazevoll&#8221; in Gestalt des &#8220;Goldenen Ernst&#8221; entgegen nehmen. Wir präsentieren nun die riesige Sieger-Wendeltreppe in all ihrer ausladenden Pracht&#8230;<br
/> </br><br
/> <em><span
style="color: #ff00ff;"><strong>Sweet Sixteen</strong></span> mit cremigem i-Tüpfelchen &#8211; eine klebrig-süße Auswahl von 16 Langfilmen und einem Kurzfilm, die sich ihren Goldenen Ernst redlich verdient haben.</em><br
/> </br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/invader/" rel="attachment wp-att-12679"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Invader.gif" alt="" title="Invader" width="525" height="213" class="alignnone size-full wp-image-12679" /></a><br
/> </br><br
/> <strong>Die Begründungen der einzelnen Ressorts:</strong><br
/> </br><br
/> <em>Ressort: Tourismus</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>3 KREUZE FÜR EINEN BESTSELLER</strong></span> (Klaus Lemke)<br
/> Genialer Schachzug dieses entspannten Inselfilms in bester Jesus(-Franco)-Manier ist, dass Klaus Lemke selbst eine der drei Hauptrollen spielt und sich so als Spielleiter auf einer innerfilmischen Metaebene in Szene setzt. Es versteht sich von selbst, dass er dabei nicht um allerlei verständnisvolle Ratschläge verlegen ist und mit flotten Sprüchen das triebige Geschehen zusätzlich anzutreiben versucht (&#8220;Das ist so eine vertrocknete Norddeutsche, wenn du da mit deinem Münchnerisch kommst, wird die weich!&#8221;), aber seine Muse auch gern mit fiesen Sprüchen stichelt (&#8220;Das ist Scheiße, das ist Mutter-Migräne-Magersucht-Literatur, was du da schreibst!&#8221;). Der eigentliche Protagonist ist allerdings Sleaze-Shootingstar Henning Gronkowski, der sich nach SCHMUTZIGER SÜDEN erneut als pornöser Gammeljockel im Sprüchereißen und Posieren bewährt. Doch was tatsächlich alles in dieser lässigen Wundertüte von Film steckt, kann auch das härteste Presswerkzeug nicht in so wenigen Zeilen zusammenschnüren. Das Hofbauer-Kommando streckt die Waffen und verzehrt sich schon jetzt nach neuen Taten und Auftritten des wilden Klaus!</p><p><em>Ressort: Gastronomie</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>A NIGHT IN NUDE: SALVATION</strong></span> (Takashi Ishii)<br
/> Was kriecht denn da das Bein der Hauptdarstellerin hinauf? Oh, es ist die Kamera von Takashi Ishii! Ein wunderbares Schmiersüppchen hat uns der freundliche Japano-Lustgreis da geköchelt. Und siehe da: es schwimmt auch noch der eine oder andere Brocken Ultrakunst darin! Damit benetzt man doch gerne den Gaumen.<br
/> Es ist ein Genuss. Ishiis nackte Erlösungs-Nacht spreizt ihre Beine weit zum Spagat zwischen Neo-Noir und Sexploitation. Dazwischen entblößt sie die Zwiespältigkeit ihrer Figuren, hoffnungslos nach Erlösung gierende Seelen in den Neonschluchten der Großstadt. Ein Film über die Psyche, visualisiert durch eine Zelebration des Körpers.<br
/> Dann entwickelt die Kamera ein Eigenleben, wandert unter Tische und Röcke, fährt genüsslich die Fun-Parts diverser Stripperinnen ab und zeigt sich überhaupt herrlich selbstvergessen. Nunja, mit mittlerweile 65 Lenzen auf dem Buckel muss ein Regisseur eben Prioritäten setzen! Doch dann kommt Ishii völlig zu sich und entfesselt im dramatisch-voyeuristischen Finale ein Weitwinkel-Inferno, wie die Welt es noch nicht gesehen hat. Als hätten sich Andrzej Zulawski und Jess Franco zusammengetan, um einen Pinkfilm zu inszenieren! Das Hofbauer-Kommando war den Freudentränen nahe. Definitiv ein Film für Herz und Hose.<br
/> <em><br
/> Ressort: Gentrifizierung</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>CASSANDRAS WARNUNG</strong></span> (Dominik Graf)<br
/> Bewiesen die verehrten Herren Graf und Schütter bereits in ihrer güldenen Vergangenheit hinreichend und -reißend ihr feines Gespür für gefühlsumwölkte Situationen und das kleine, versteckte, schmutzige deutsche Seelchen, so stoßen sie nun mit diesem bayerischen Neo-Giallo an die Grenzen des im Fernsehen Ausziehbaren: Von &#8220;Liebeskunst&#8221;, &#8220;Tittenspechten&#8221; und &#8220;Ständereulen&#8221; ist da die Rede und auch vor angriffslustigen und hingebungsvollen Anstößigkeiten klassischer Prägung (deren mager gesäte Ausformungen im aktuellen Deutschen Kino man nie genug belobigen kann) schrecken unsere reifen Münchner Wunderknaben nicht zurück: In der HK-relevantesten Szene des Films, leider in der entsafteten ARD-Fassung gekürzt, hebt die wohltuend verruchte Alma Leiberg triumphierend das Röckchen, um den umstehenden Bullen nachzuweisen, dass sie kein Transvestit sondern &#8220;eine echte Frau ist&#8221;. Soviel keß blubbernde Verwegenheit verschlug selbst dem anspruchsvollen Hofbauer-Kommando den stockenden Atem. Indes, es ist nicht nur das Rohe sondern auch die lakonische Schönheit dieser Genre-Hymne, in die wir uns verliebten: Maternales Verständnis schlug sich nieder in den betrübten, bitteren Worten der Simmel-Ikone Doris Kunstmann. Als gealtertes Kind der 70iger sehnt sie sich nach unschuldiger Frivolität auf Parkbänken, von denen nunmehr kinderreiches Jungvolk Besitz ergriffen und das einst so fiebrige München in der &#8220;Babyscheiße&#8221; versinken hat lassen. Das Hofbauer-Kommando stimmte nachdenklich, etwas wehmütig, jedoch auch in leiser Verzückung ein in ihr Klagen, hatte man doch eben dieses verlorene Glück gerade 90 Minuten lang in tiefen Zügen aufgesogen.</p><p><em>Ressort: Familienpolitik</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>COLD FISH</strong></span> (Sion Sono)<br
/> Wo der Patriarch in einer Männlichkeitskrise feststeckt, bedarf es eines wahren Fischkenners, die säumigen Familienmitglieder wieder am Futtertrog zu vereinigen. Doch in diesem leuchtenden Bassin schwimmen nicht nur gierige Geldhaie, sondern auch abtrünnige Weibchen, die sich nur zu gerne ein hilfloses Weichtier zwischen die Kiemen schieben. Da muss Papi aufpassen, wo er seine Angel auswirft und welch unergründete Becken dabei zu Entdeckungen einladen. Denn kommt es hart auf hart, wird auch der stramme Hecht schnell zum Zitteraal. Trotz so viel glitschiger Verunsicherung weist jedoch der geschmeidige Schwarm-Anführer stets den Weg ins gemachte Flussbett. Auch sein gewiefter Weitwinkel-Advokat weiß, an welcher Muschel es sich zu horchen lohnt und welcher Kanal noch einen salzigen Zufluss verträgt. Selbst wenn ihm schließlich beim Vorstoß in enge Unterströme die Luft wegbleibt, gibt er als umtriebiger Höhlentaucher doch lange genug ein nur allzu anschauliches Vorbild. So lernt dann auch Vati, wie man die Flosse richtig schwingt. Mit neuer Stärke auf den rechten Weg gebracht, führt er schließlich so manchen roten Hering der artgerechten Fischfutterverarbeitung zu. Wer sodann den Laich im Keller hat, kann nun auch endlich wieder mit erhobenem Haupt seiner Pflicht als Familienernährer nachkommen. Schleimige Selbstfindung im engmaschigen Fischernetz – dieser überschäumende Film hatte auch das Hofbauer-Kommando unversehens am Haken.</p><p><em>Ressort: Karriereplanung</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>ENGEL DES BÖSEN</strong></span> (Michele Placido)<br
/> Auch wenn wir wiederholt schweren Herzens und eingefallener Hose betrübt feststellen mussten, dass das einst so reich durchtränkte, prall glänzende und für seine fachmännisch geschmierte Elastik berühmte italienische Kino inzwischen tragisches Opfer der allgegenwärtigen, Filmförderungs- und Fernsehgesteuerten Entschmuddelung geworden ist – Michele Placido, Haudegen von altem Schrot und Korn, tut wirklich alles, um auch im kühl-stylischen Mainstream-Gloss an vergangene Ruhmestaten anzuknüpfen und Renato Vallanzascas Dasein als Filmgangster, als duften Typen in all seinen von heißen Höschen gesäumten und kumpelhaft-verständnisvollen, schillernden Facetten amoralisch exploitativ schillern zu lassen. Wir meinen, dass solch unmanierliche Ruchlosigkeit und folgenloses Machismo trotz ästhetischer und verschämt ideologischer Vorbehalte einer Belobigung würdig sind. Wir verweisen außerdem auf die <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/%C2%B4kinotipp-%E2%80%93-das-hofbauer-kommando-empfiehlt/">Rezension</a> von HK-Gründungsmitglied Christoph.</p><p><em>Ressort: Literatur</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>FAUST</strong></span> (Alexander Sokurov)<br
/> Nach dem Eröffnungssequenz beginnt dieser saftig-zärtliche FAUST umgehend mit der Großaufnahme eines Schniedelwutz – das kleine Herrchen eines Toten, der dann auch kurzerhand erst einmal ausgeweidet wird. Auch sonst wird nicht an Körperflüssigkeiten gespart, überall ist es stickig und schmutzig, wimmelt und wuselt es. Ein Film nah am Gemenge, aber auch bei der Natur, nah an den natürlichen Elementen! Später wird erst vor, dann in einer Kirche auf dem Boden der Stuhlgang verrichtet, und im Badehaus so mancher Weibesrock lüstern-kichernd gelupft! Gekichert wird von den badenden Damen aber auch über die schrumpelige Falte, die der entkleidete Wucherer im kühlen Nass anstatt eines Genitals präsentiert. Schon  diese wenigen Impressionen sollten als Untermauerung des HK-Urteils genügen: vorzüglich irritierend und wundersam sind die Wege des großen Alexander geraten!</p><p><em>Ressort: Emanzipation</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>GUILTY OF ROMANCE</strong></span> (Sion Sono)<br
/> Am Anfang waren die symmetrisch platzierten Pantoffeln und der wohltemperierte Kaffee, am Ende Wiener Würstchen am Spieß, Pornografie und Perversionen. In der pragmatisch veranlassten klitoralen Ekstase kommt das niedliche japanische Hausfrauchen als fröhlich quiekender Sexualapparatus völlig zu sich in Frauenversteher Sion Sonos episch ausfließendem Bilderbogen der Verworfenheit, liebevoll beschmiert mit pinken Farbbeuteln und aufweichenden Regentropfen, die durch im Neonlicht modernde Dachpappe sickern. Gewiss, einigen Zuschauer auf dem Filmfest München stieg die Zornesröte ins Gesicht ob dieser mit adoleszentem Esprit verkneteten und vulgärphilosophisch verbrämten Verausgabungen, doch vielleicht nahmen sie auch nur aus den Augenwinkeln heraus Anstoß an den zerfetzten Beinkleidern des wohlig in seinen Sitzen versunkenen Hofbauer-Kommandos. Spätestens dieses Werk empfiehlt Sion Sono als heißen Kandidaten für den &#8220;Shiny Ernst Future Award&#8221;.</p><p><em>Ressort: Balzverhalten</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>HOLLYWOOD FLING &#8211; DIARY OF A SERIAL KILLER</strong></span> (Eckhart Schmidt)<br
/> Die vom Hofbauer-Kommando am sehnsüchtigsten erwartete DVD-Veröffentlichung 2011. Wir hatten kaum noch daran geglaubt, Eckhart Schmidts sehr geheim gehaltenen film maudit erblicken zu können. Dieses Wunderwerk der Digitalität, durchgängig aus der Sicht eines Serienkillers erzählt. Wie ein perverser Sex-Cyborg wirkt dieses Monster, dessen Augen die Kamera sind. Aber er ist auch ein Connoisseur weiblicher Sinnlichkeit, den Plastiktitten anwidern. Er sucht die girls next door, ihren Glamour der Natürlichkeit. Auf dem Hollywood Boulevard, der so bizarr zwischen Schäbigkeit und Glitter oszilliert, fixiert er sie mit zärtlichen und gierigen Blicken. Verführerisch und sehnsuchtsvoll lassen sie sich auf das Spiel des vermeintlichen Castingagenten ein. Ihre Hoffnung auf etwas Glück bezahlen sie im Saharan Motor Hotel mit ihrem Leben. Dort erleben wir die unerbittliche Klimax dieses walk of death. Eine in ihrer Intensität die Hose zum Platzen bringende Visualisierung entarteter Triebhaftigkeit, die verstörende Vermählung von Point Of View-Pornografie und Serienkillerfilm. Das Kameraauge zittert, schwankt unkontrolliert, wandert erregt und gehetzt über Brustknospen und Schamlippen &#8211; auch nachdem das Lebensflämmchen dieser zauberhaften Geschöpfe erloschen ist. Der schmerzliche Anblick ihrer verwelkten Blüten der Lust ist unvergesslich. Die FSK empfand “Hollywood Fling“ als “Zumutung“, als “verachtend“, und stufte ihn als jugendgefährdend ein. Wir dagegen sind hocherfreut, wenn Wahrheiten an die Oberfläche gebracht werden, die im perfiden Beruhigungsdiskurs des gediegenen bürgerlichen Kinos in die Tiefe des Mieders gepresst bleiben müssen. Wenn dies auch noch mit einer so mutigen und radikalen Konsequenz geschieht wie beim Grandseigneur des deutschen Autorenfilms, verbeugen wir uns mit tiefstem Respekt.  &#8220;You can see all the stars as you walk down Hollywood Boulevard&#8230;&#8221; (Ray Davies)</p><p><em>Ressort: Völkerverständigung</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>THE INVADER</strong></span> (Nicolas Provost)<br
/> Am Anfang in groß: eine weiße Freudenspalte am FKK-Strand, ungläubig bestaunt vom angespülten Flüchtling! Am Schluss im Dunkel, sich im Schlafzimmer vor einem wohlbetuchten, schlafenden weißen Paar aufbauend: ein schwarzer Lustprengel, am grinsenden Besitzer baumelnd! Kein Wunder, dass sich sogleich die Empörung reckt und streckt, handelt es sich doch um ein Immigranten-Drama, das da vermeintlich sagt: &#8220;Wenn wir den Neger ins Land lassen, macht er sich über unsere Frauen her!&#8221; Das Hofbauer-Kommando wiederum amüsierte sich prächtig darüber, weil es diesen so wunderbar unverschämten, begierlichen und ungenierten Affront von einem Film vor allem für einen hält, der sich über solche Vorstellungen und paranoid-rassistischen Ängste recht bösartig lustig macht. Damit solidarisiert man sich angesichts der meisten billig emotionsheischenden und ihre Figuren oberflächlich als bemitleidenswerte Exoten ausstellenden filmischen Alternativen zum Thema gerne und schließt sich Dominik Kamalzadehs Worten aus der Cargo-SMS an: &#8220;Nicolas Provosts THE INVADER ist ein mutiger, vielleicht sogar radikaler Film. Ein illegaler Afrikaner in der EU, der sich nimmt, was er begehrt. Ein Gegenkonzept zum PC-Sozialdrama, in vibrierenden Oberflächen-Texturen.&#8221;</p><p><em>Ressort: Theologie</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>NUDE NUNS WITH BIG GUNS</strong></span> (Joseph Guzman)<br
/> Ein Film dem gelingt, was gerade den Wiederbelebungsversuchen des Exploitationskinos oft gänzlich fehlt: seine Schmierigkeit hat etwas Organisches und Echtes, fühlt sich nicht platt, verschämt oder behauptet an. Der schöne Schmier ist es dann auch, der diesen Film zusammenquetscht, in den Fugen hält und flutschen lässt, während er sonst vielleicht nicht ohne Abrieb über die Runden käme. Neben delikaten Höhepunkten (eine der getöteten Eltern beraubte Jungfrau wird mit &#8220;Wanna pop her cherry?&#8221; und öliger Gestik dargereicht) schlägt vor allem die Verbindung zwischen zwei Metiers Funken: das klassische American Grindhouse mit seinen wüsten Bikern, schmuddeligen Motels und zwielichtigen Stripbars bildet den Tortenboden, während die Nunploitation italienisch-japanischer Prägung mit ihren lüsternen Ausschlachtungen klerikaler Tabus eine sämige, dicke Sahneschicht dazu spritzt. Dass das Filmherz nicht immer voll auf seine Kosten kommt, lässt sich leicht verschmerzen, wenn bei soviel offenherziger Schmierigkeit dem Hofbauer-Kommando umso schneller die Hose aufgeht.</p><p><em>Ressort: Handelswaren</em><br
/> <span
style="color: #ff00ff;"><strong>VIVA RIVA!</strong></span> (Djo Tunda Wa Munga)<br
/> Aspiring upcoming oil(y) gangster Riva und die anderen, mächtig duften Typen in diesem hibbelig vor lauter Lustdurchwallungen bebenden Film machen nicht zu knapp auf dicke Hose, in der es ganz offensichtlich unentwegt juckt. Im Hexenkessel Kinshasa jagen sich atemlos aufreizende erotische Provokationen und ungeheure Gefühle von vehementer Dringlichkeit. Ob Disco-Schönheiten sich beim heißen Tanz befingern lassen und später in der Pinkelpause ungeniert zur Beobachtung feilbieten. Ob ältere Vermittlerinnen die Gesuche bedürftiger junger Burschen entgegen nehmen, die sich „10 Jahre lang mit den Hängetitten von den Landeiern auf dem Dorf“ begnügen mussten und nun endlich mal „straffe Brüste in der Hand haben“ wollen. Ob Sicherheitsmänner sich bei den im Badezimmer weilenden Kirchendamen erkundigen, inwieweit sie sich denn womöglich die Langweile vertreiben, indem sie sich „die Möse am Waschbecken reiben“. Oder ob in verwinkelten Seitengassen so Manchem plötzlich einfällt, dass er gerade ganz heiß werde und auf der Stelle „seine Ladung loswerden“ müsse, was sodann mit einer eilig herbeigeschafften Straßenstrichbekanntschaft über einer Mülltonne verrichtet wird. Kurzum: Die Gefühle brodeln hier fast ununterbrochen, und das gewiss nicht auf Sparflamme, erst recht, wenn die unverblümten deutschen Untertitel noch ein wenig nachheizen. Auf der eruptiven Zielgeraden wird der Drang zu Vermehrung schließlich ruppig vom Drang zur Auslöschung abgelöst. Töte alle und kehr allein zurück, wenn du es noch kannst – das sind Aufträge, die auch das von derart appetitlichen Aussichten gelockte Hofbauer-Kommando nicht ablehnen kann.<br
/> </br><br
/> <strong>Darstellerpreis</strong> für Sean Bridgers in <span
style="color: #ff00ff;"><strong>THE WOMAN</strong></span> (Lucky McKee)<br
/> Den HK-Darstellerpreis dürfen rechtmäßig nur die Schmierfinger jenes Schweinebären umschließen, dessen performative Eruptionen die Beinkleider des Hofbauer-Kommandos auf die extra-ordinärste Zerreißprobe gestellt haben. Im Jahr 2011 kann damit nur einer gemeint sein.<br
/> Er ist das lauernde Flanellhemd hinter dem amerikanischen Vorgartenzaun. Die Ballung aller Triebe, nur mühsam verborgen hinter dem zahnseidigsten Klaviertastenlächeln diesseits von Tennesse. Er macht keinen Unterschied zwischen Lauf- und Saustall, er ist &#8211; Sean Bridgers als Familienvater in &#8220;The Woman&#8221;!<br
/> Keinem anderen wäre es so wie ihm gelungen, im Spannungsfeld zwischen Terrorfilm und USA-Satire das zarte Pflänzchen Sleaze derart zum erblühen zu bringen. Aber ein dufter Samen boxt sich nun einmal durch. Ob beim ungezwungenen Schäkern mit der Sekretärin, oder dem verständnisvollen Zu-Bett-bringen sorgenvoller Teenager, dieser Dad hat für jede Situation die passende Schmiere parat.<br
/> Verehrter Herr, diesen Preis haben Sie sich verdient!</p><p><strong>Darstellerpreis</strong> für Miranda Colclasure (aka Mimi Le Meaux) in <span
style="color: #ff00ff;"><strong>TOURNEE</strong></span> (Mathieu Amalric)<br
/> Das Hofbauer-Kommando liebt &#8220;Frauen, die sich selbst bedienen&#8221; und damit ist keineswegs nur der Griff zum &#8220;Zauberstab zur Selbstmassage&#8221; gemeint! Eine, die sich gern selbst bedient, ist TOURNEE-Hauptdarstellerin Miranda Colclasure, hier zugleich Protagonistin einer ganzen Truppe von Ami-Wuchtbrummen einer Burlesque-Show auf Tour durchs sinnenfreudige Frankreich. In der hosengefährdendsten Szene des Films schnappt sie sich ohne großes Aufhebens ein Männchen, schleift es auf die Hotel-Toilette, und macht sich mit eindeutigen Absichten an ihm zu schaffen – aber prompt folgt die Ernüchterung: aufgrund dieses erregenden Überrumpelungs-Vorgangs ergießt sich ihr Lustknabe verfrüht in seine eigene Hose! Doch Frau weiß sich zu helfen, nimmt kurzerhand seinen Kopf, drückt ihn zwischen ihre Beine, und lässt sich, auf der Kloschüssel zurückgelehnt, so richtig von des Mannes Zunge den Honig aus den Waben schlecken, während sich draußen einige kleine chinesische Mädchen wundern, ob sich wohl  angesichts der komischen Geräusche &#8220;Tiere&#8221; in der Toilette befänden! Bei so viel animalischer Energie blieb auch dem Hofbauer-Kommando der Mund offen stehen.<br
/> </br><br
/> <strong>Kategorie Dokumentarfilm:</strong></p><p><span
style="color: #ff00ff;"><strong>THE BIG EDEN</strong></span> (Peter Dörfler)<br
/> Nachtclub-Tycoon und Playboy-Urgestein Rolf Eden, gewiss nicht nur aufgrund seiner eindrucksvollen Beteiligung am frühen Hofbauer-Klassiker SCHWARZER MARKT DER LIEBE ein glühender Stern am Himmel der HK-Prominenz, wird spät, aber doch mehr als nur hinreichend verewigt, gewürdigt und verstanden in diesem glamourös aufgebrezelten Gemälde eines umtriebigen Lebens für den Sleaze, in CinemaScope. Dörfler gibt nicht den Moderator, er lässt seinen auch mit wackeren 80 Jahren noch tief in Duftesse und Frauenverständnis watenden Helden sprechen, wirken und strahlen dass es nur so eine Art hat. Vitale Auftritte HK-relevanter Stars wie Uschi Buchfellner und Ingrid Steeger runden dieses Road Movie durch Jahrzehnte deutscher Dekadenz angemessen ab. Das Hofbauer-Kommando ist voll des Dankes für diesen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der deutschen Gefühlshistorie, die bisher von der Kinematographie und Filmgeschichtsschreibung schändlichst übergangen wurde.</p><p><span
style="color: #ff00ff;"><strong>CRAZY HORSE</strong></span> (Frederick Wiseman)<br
/> &#8220;Nach einer Stunde mit Titten und Ärschen bin ich gegangen. <em>Sowas</em> schau ich mir doch keine zwei Stunden lang an!&#8221; hörte man später eine verstimmte Zuschauerin wettern. Das Hofbauer-Kommando hingegen sieht sich <em>sowas</em> selbstverständlich sehr gerne zwei Stunden lang an. &#8220;Der Kavalier genießt und schweigt&#8221; heißt es so schön, aber Wiseman schafft es, sowohl zu genießen als auch die Worte sprechen zu lassen. Ungerührt schwelgt der Film fast die halbe Laufzeit in den glitzernden Paraden der Nuditäten, weidet sich an der Pracht der Formen und Rundungen, eröffnet in seinen Bildern die denkbar schönste &#8220;Kurvendiskussion&#8221; (Viennale). Auf der anderen Seite durchleuchtet er aber auch die organisatorische, ökonomische und soziale Stuktur, blickt hinter die Bühne und lässt die Menschen hinter den verführerischen Silhouetten sprechen. Für soviel harmonischen Einklang zwischen soziologischem Interesse und genießender Lüsternheit bleibt dem Hofbauer-Kommando nur aufrichtige Anerkennung.</p><p><span
style="color: #ff00ff;"><strong>LAS MARIMBAS DEL INFIERNO</strong></span> (Julio Hernandez Cordon)<br
/> Wenn im Leben eines Mannes auch vieles den Bach der Dinge hinunter geht, solange er an seiner natürlichen Lässigkeit, seiner &#8220;Duftesse&#8221; festhält, ist Mann gegen arges Geschick gefeit. In &#8220;Marimbas from Hell&#8221; sind solcher geschlagener, aber nicht hilfloser Männer gleich drei, vereint in den Ruinen ihres einstigen Lebens von der Vision einer gemeinsamen Metal-Band – der ersten Metal-Band mit Marimba-Soloist! Freilich dünkt ein solch kühnes Unterfangen steinig und schwer im armen, mit modernem Kulturgut hadernden Guatemala, aber Beharrlichkeit ist bekanntlich die beste Medizin gegen Erschlaffungserscheinungen. Schlaffe Beharrlichkeit ist hingegen, was der koboldhafte Jüngste im Bunde zur Schau trägt, als er sich, im Muskelshirt und die Baggy pants ganz tief hängend, seine Augen schwerfällig in Höhlen rollend und das Kinn fragend nach vorne geschoben, in die Wartesessel eines städtischen Amtes lümmelt, wo es eine Genehmigung einzuholen gilt. Das hat eine natürliche Ruhe, eine charmante Naivität, unschuldiges adoleszentes Machismo, von dem sich die alten Recken mit ihrem Marimbaphon und ihrer verehrten Stretch-Gitarre gerne anstecken lassen. Musiker sein, das bedeutet immer auch, Verführer zu sein, wo man auch geht, steht &#8211; und sitzt.<br
/> </br><br
/> <strong>Kategorie Kurzfilm:</strong></p><p><span
style="color: #ff00ff;"><strong>WIE ICH DEN SOMMERWIND FING</strong></span> (Reginald Ginster)<br
/> Mit keckem Schalk und liebevoller Sentimentalität im Nacken folgen die edlen Kuratoren des &#8220;geheimnisvollen Filmclub Buio Omega&#8221; dem charmanten Herrn Weber, einem pensionierten und passionierten Sammler stilvoller alter Erotica, auf dem Weg ins Glück. Beim nachmittäglichen Käffchen mit dem Frauchen im gemütlichen Stüberl aufgeschreckt von einer Blitzmeldung über den Fund verstaubter Filmdosen in einem Bunker, flitzt besagter Herr in einem Zustand &#8220;minütlich wachsender Erregung&#8221; einer deutschen 35mm-Kopie von Doris Wishmans Nudie-Klassiker NACKT IM SOMMERWIND hinterher, die dann mit der fachmännischen Routine eines Metzgermeisters seziert, in der Badewanne gewaschen und restauriert wird. All das schien den mit Materialfetischismus und profunder Liebe zu klassischer Softerotik ebenso gesegneten Hofbauer-Kommandanten allzu heimelig vertraut. Könnte unser Lebensabend, so fragten wir uns, nicht ganz ähnlich aussehen, abgesehen möglicherweise von Käffchen, Frauchen und Stüberl? Eine charmante Miniatur über einen liebenswerten Schutzengel der siebten Kunst, von verständnisvollen Menschen für verständnisvolle Menschen.<br
/> </br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/anightinnudesalvation2/" rel="attachment wp-att-12681"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/ANightInNudeSalvation2.png" alt="" title="Ein Mitglied des Hofbauer-Kommandos entspannt sich nach getaner Listen-Maloche beim abendlichen Leisure-Programm" width="525" height="287" class="alignnone size-full wp-image-12681" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/schulmadchen/" rel="attachment wp-att-12574"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Schulmädchen.png" alt="" title="Schulmädchen" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12574" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Marian</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Marimbas.jpg" alt="" title="Marimbaspieler in der Probenpause oder doch Mitglieder des Hofbauer-Kommandos bei Beratungen über die Preisvergabe?" width="525" height="296" class="aligncenter size-full wp-image-12536" /><br
/> <br/><br
/> 2011 nach binärem Bewertungssystem (alphabetisch geordnet):</p><p><strong>1:</strong></p><p>A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)<br
/> A Stoker (Aleksei Balabanov)<br
/> The Adventures of Tintin (Steven Spielberg)<br
/> Arirang (Kim Ki-duk)<br
/> Attack the Block (Joe Cornish)<br
/> Chantrapas (Otar Iosseliani)<br
/> Cold Fish (Sion Sono)<br
/> Essential Killing (Jerzy Skolimowski)<br
/> F (Johannes Roberts)<br
/> Guilty of Romance (Sion Sono)<br
/> The Hole 3D (Joe Dante)<br
/> Kill List (Ben Wheatley)<br
/> Marimbas from Hell (Julio Hernandez Cordon)<br
/> My Soul to Take (Wes Craven)<br
/> Pornografie und Holocaust (Ari Libsker)<br
/> Die Räuberin (Markus Busch)<br
/> Whores&#8217; Glory (Michael Glawogger)<br
/> The Woman (Lucky McKee)</p><p><strong>0:</strong></p><p>Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar)<br
/> I saw the Devil (Kim Ji-woon)<br
/> In der Welt habt ihr Angst (Hans W. Geißendörfer)<br
/> The King&#8217;s Speech (Tom Hooper)<br
/> Melancholia (Lars von Trier)<br
/> True Grit (Ethan Coen, Joel Coen)<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/nimmtdasdennnieeinende/" rel="attachment wp-att-12575"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Nimmtdasdennnieeinende.gif" alt="" title="Nimmtdasdennnieeinende" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12575" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Nübetzki, Hermann</em></strong></p><p><em>(Von der Inkludierung eines Filmbildexzerpts möchte ich an dieser Stelle absehen. Bilder sind ihrer Natur nach profan und unterminieren die Wirkkraft der Sprache.)</em><br
/> <br/><br
/> Die Kinematographie ist seit 1950 tot. Als letzte relevante kinematographische Bewegung ist der italienische Neorealismus anzusehen. Spätestens mit den sogenannten &#8220;Neuen Wellen&#8221; der 1960er Jahre kann von einer Zersetzung jeglicher künstlerischer Integrität gesprochen werden. Ab diesem Zeitpunkt ist die Bildproduktion in festen Händen der Advokaten des Trivialen, die als Erfüllungsgehilfen des Unterdrückungsapparats ihr Werk verrichten und den Bedürfnissen des Publikums zuarbeiten, dessen Verdummung sich in seinem Wunsch nach sogenannter Unterhaltung exemplifiziert. Auch die schriftliche Auseinandersetzung mit Bewegtbildern ist somit in letzter Instanz seit 1974 obsolet. Das Jahr 2011 zementierte den Wahrheitsgehalt dieser Feststellungen neuerlich. Dieser Jahrgang hat lediglich einen qualitativ hinreichenden Film hervor gebracht:</p><p><strong>La musique de la tombloise (Grégoire Wylchadrawski)</strong><br
/> Mit distinguierter Bildsteuerung werden Emotionen, Schauwerte und Formverfremdungen en gros suspendiert. Der Zuschauer wird auf seine Urteilskraft zurück geworfen und verbleibt in Ratlosigkeit. Chapeau!</p><p>Gehaltvolle diskursive Ansätze waren darüber hinaus lediglich in <em>La folie Almayer</em> (Chantal Akerman), <em>Cet homme</em> (Markus Ruff), <em>Copie conforme</em> (Abbas Kiarostami) und <em>Eine Serie von Gedanken</em> (Heinz Emigholz) auszumachen. Die gesamte sonstige Filmproduktion des Jahrgangs erwies sich hingegen als minderwertig. Insbesondere ist die dominante Majorität von primitiven narrativen und spekulativen Filmwerken zu desavouieren und scharf abzustrafen. Zu meinem Leidwesen war ich 2011 aus akademischen Obligationen erneut zu einer Auseinandersetzung mit Bewegtbildern gezwungen. Es verschafft mir Erleichterung, dass sich diese Situation mit dem Jahreswechsel gewendet hat. Im neuen Jahr werde ich mein Augenmerk einzig auf Rezitateure des epischen Theaters im frühen neunzehnten Jahrhundert lenken.<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/siewollen/" rel="attachment wp-att-12576"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Siewollen.gif" alt="" title="Siewollen" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12576" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Sano</em></strong><br
/> </br><br
/> Es ist mal wieder Listenzeit. Am Ende des Jahres lässt man traditionell ja gerne das vorige Jahr noch einmal Revue passieren, erinnert sich an Erlebtes und versucht bestimmte Dinge noch einmal festzuhalten. Das ist auch unter Filmliebhabern so. Da werden gerne die 10 besten Filme benannt, die gelungensten Schauspielleistungen, die schönsten Melodien, und die ansprechendsten sonstwas. So weit so gut. Ich mache das ja selbst inzwischen auch schon eine Weile mit, aus der Erinnerung heraus sind es wohl über 10 Jahre, und auch bei mir haben sich inzwischen bestimmte Mechanismen und Strukturen gebildet, die sich hierbei alljährlich wiederholen. Ich finde es grundsätzlich auch bereichernd, sich bestimmte Abschnitte der Vergangenheit wierder ins Gedächtnis zu rufen, und dass Cinephile dieser Tätigkeit gerne um das Jahresende herum ausgiebig und meist mit Enthusiasmus frönen, stört mich ebenso wenig (auch wenn das immer einen gewissen Listen-Overkill mit sich bringt, der nach einer Weile lästig werden kann, was aber bei jedem geballt auftretenden Phänomen der Fall ist – wer kennt das nicht: Nie wieder Alkohol&#8230;).</p><p>Was mir aber jedes Jahr mehr und mehr unangenehm aufstößt, und mich dieses Jahr zum Verfassen dieses Textes genötigt hat, ist die Tatsache, dass solche Jahresrückblicke und Listen sich bevorzugt mit sogenannten „neuen“ oder „aktuellen“ Filmen auseinandersetzen. Das sind Filme, die es vor dem betreffenden Jahr entweder gar nicht, oder nur teilweise (z.B. als Festivalpremieren) zu sehen gab, weil sie meist im Jahr davor noch nicht existiert hatten, sie also in jüngster Vergangenheit erst entstanden sind. Diese „neuen“ Filme sind ja größtenteils das Thema und der Inhalt der meisten Kinos, der meisten Videotheken und auch der meisten Festivals – vermutlich nicht nur in Deutschland oder Europa, sondern weltweit. Das Fernsehen ist da zwar nicht ganz so exklusiv (ebenso wie das Internet und mit ihm viele Online-Videotheken, oder auch die nicht zu unterschätzenden Stadtbüchereien in den vielen Städten Deutschlands), und tendiert meiner Beobachtung nach eher zu einem breiteren Angebot, in dem der „aktuelle“ Film nur eine, und teilweise nicht einmal die wichtigste Rolle einnimmt. Aber auch das Fernsehen dreht gerne und regelmäßig viel Neues, das es dann verständlicherweise auch sendet, und inzwischen, in Konkurrenz zum Kino, auf den besten Sendeplätzen am Vorabend platziert, und dabei auch nicht müde wird, es gerne als Ereignis der Woche oder des Monats anzupreisen.</p><p>Diese Fokussierung auf dieses umgangssprachlich eben so benanntes „aktuelles“ im Filmbereich ist selbst sicherlich nichts Neues, sondern hat bereits Tradition. Hunderte von alljährlich stattfindenden Galen und Preisverleihungen haben es sich in der Filmbranche inzwischen zur Aufgabe gemacht, junge Produktionen auszuzeichnen und zu ehren, da man in diesem Kontext berechtigterweise davon ausgehen kann, dass die älteren Generationen von Filmen und Filmschöpfern ihren Anteil an Aufmerksamkeit ja bereits erhalten haben. Derselben Logik folgt auch das Kino, und das Verleihgeschäft im generellen. Alte Filme haben ihre Zuschauer bereits gefunden, haben Geld eingespielt, haben kulturell und wirtschaftlich bereits einen Raum erhalten, der nun jüngeren Produktionen zusteht. Großzügig betrachtet, ist das ein immergleicher Kreislauf, der selten in Frage gestellt wird, da er sich in den meisten Produktsegmenten unserer zivilisierten Welt in vergleichbarer Weise abspielt. Auch in der Automobilindustrie, geht es jedes Jahr aufs neue um die gegenwärtigen Entwicklungen und Modelle, und der Blick scheint stetig in die Zukunft gerichtet zu sein. Ebenso im Computerbereich &#8211; kaum einer berichtet heutzutage noch regelmäßig über seine Erfahrung mit einem C64 &#8211; und in den meisten anderen Gebieten scheint es ebenso zu sein. Auch im Literatur- Musik- oder Theaterbetrieb. Was ist daran auch falsch, mag man fragen? Eigentlich nichts. Unsere Produktion von Erzeugnissen ist aus wirtschaftlicher Sicht prinzipiell darauf ausgelegt, Nachfragen zu wecken oder sie zu befriedigen, und diese Sicht scheint sich auf den ersten Blick auch mit den Bedürfnissen der meisten Menschen, die sich als Konsumenten dieser Waren sehen, zu decken. Ich möchte an dieser Stelle auch gar keiner breit angelegten Kulturdebatte anschließen oder Vergleichbares thematisieren. Vielmehr geht es mir um eine Verschiebung des Blicks.</p><p>Denn es gibt auch noch andere Tatsachen. Schreiben oder sprechen wir zum Beispiel über unsere sozialen Erlebnisse als Menschen, machen wir Tagebucheintragungen oder ähnliches, geht es zwar auch immer um Gegenwart, und unsere gegenwärtige Wahrnehmung unserer Vergangenheit und Zukunft, aber eine vergleichbare Unterscheidung in „Neues“ und „Altes“ oder eine einseitige Fokussierung auf einen bestimmten Ausschnitt des Erlebten, findet meiner Erfahrung nach nicht statt. Wir erzählen nicht nur von unseren Begegnungen mit kürzlich geborenen Menschen, sondern zumeist auch von unseren jüngsten Begegnungen mit langjährigen Freunden, Verwandten oder gar den nicht mehr wirklich taufrischen Großeltern oder Urgroßeltern. Auch unser Umfeld besteht in diesen Berichten nicht nur aus Aufenthalten in kürzlich errichteten Gebäuden &#8211; ganz im Gegenteil. Viele Menschen die zum Beispiel von ihren Reisen in bisher Unbekannte Gebiete berichten, erwähnen oft prominent oder exklusiv ihre Begegnungen mit Teilen der Vergangenheit, bevorzugt in Form von Monumenten oder sonstigen baulichen Sehenswürdigkeiten. Auch Menschen die man neu kennenlernt, oder Erlebnisse die man zum ersten mal in seinem Leben macht, sind in erster Linie nicht kürzlich und neu auf diesem Planeten eingetretene Tatsachen, sondern in 99% der Fälle wohl bereits bestehende und existierende Teile unserer Wirklichkeit die eben nur wir zum ersten mal kennengelernt haben, und die daher auf uns lediglich neu wirken, vielleicht auch nur aus diesem Grund für uns &#8220;neu&#8221; oder &#8220;aktuell&#8221; sind. Unsere Gegenwart wirkt auf uns deshalb gegenwärtig, weil wir sie ständig als solche Erleben, und auch „altes“ ist aktuell, solange es in unserem Leben eine Rolle spielt. Es geht also meistens nur um unsere Wahrnehmung, die bestimmt welche Aktualität, welchen gegenwärtigen Stellenwert ein Ereignis für uns einnimmt.</p><p>Man möge mir diese wissenschaftlich sicher nicht haltbaren Verkürzungen und Verallgemeinerungen an dieser Stelle verzeihen, doch dienen sie in diesem Text dem Hinweis auf ein Dilemma, das mich mehr und mehr quält, und das sich dieses Jahr für mich in einer vorläufig finalen Form manifestiert hat. Warum soll ich über diese auf den ersten, allgemeinen Blick als „aktuell“ geltenden Filme schreiben? Und daraus folgend und noch viel wichtiger: Was sind denn eigentlich für mich „aktuelle“ Filme? Ich neige zur Zeit in dieser Hinsicht vermutlich mehr zu den gerade beschriebenen sozialen Erlebniswelten des Alltags, als zur wirtschaftlich orientierten Meinung des Produkttesters, und sehe mich folglich in meinem Selbstverständnis als Autor nicht so sehr als Dienstleister meiner Leser (was auch immer das im Einzelnen bedeuten mag), sondern mehr als jemand, der aus einem inneren Bedürfnis heraus von seinen Filmerlebnissen erzählt, und durch die indirekte Kommunikation über das Internet von seinen (imaginären) Lesern einfach grundlegend erwartet, dass sie das eventuell interessieren könnte. Ich bin also bildlich gesprochen vermutlich mehr derjenige, der in der Kneipe aus einer Laune heraus ein Gespräch mit seinem Tischnachbarn anfängt, als der Handelsvertreter der an der Haustür klingelt. Verhältnisse von Angebot und Nachfrage interessieren mich also in erster Linie nicht. Und meine (gegenwärtige) Erlebniswelt sieht in den letzten Jahren mehr und mehr folgendermaßen aus: von den 500 bis 600 Filmen die ich jährlich sehe, zählen meistens lediglich 100 Stück zu diesen sogenannten „neuen“ oder „aktuellen“ Filmen. Das ist immer noch eine stattliche Anzahl, und ein nicht zu unterschätzender und sicherlich dominanter Anteil, geht man vom durchschnittlichen Auftauchen bestimmter Produktionsjahre seit Anbeginn der Kinematographie innerhalb dieser Menge aus. Daher kann ich auch definitiv immer noch davon sprechen, dass ich 2011 zum Beispiel mehr Filme aus den Jahren 2010 und 2011 gesehen habe, als aus jedem anderen Jahrgang der Filmgeschichte, und daher theoretisch auch mehr zu diesem Bereich beuzusteuern und zu berichten hätte. Aber vieles davon hat eben auch mit Gewohnheiten zu tun, und mit der tatsache, dass viele Festivals in meiner näheren Umgebung die ich immer noch gerne und regelmäßig besuche, in der Mehrheit oder teilweise ausschließlich jüngere Filme im Programm haben. Betrachte ich jedoch unabhängig von Festivalzusammenstellungen meine Auswahl von Filmsichtungen, engt sich das Feld jüngerer und jüngster Produktionen aber noch einmal beträchtlich ein. Nichtsdestotrotz, gibt es persönliche Schwerpunkte natürlich auch mit Hinblick auf andere Bereiche zu verzeichnen – so habe ich letztes jahr auch weit mehr US-amerikanische und deutsche Produktionen gesehen, als beispielsweise indonesische oder thailändische. Dieses Phänomen (sowie alle anderen) hängt natürlich auch zu einem nicht zu unterschätzenden Teil mit dem Angebot, also der gegenwärtigen Verfügbarkeit zusammen. Ich begegne hierzulande beispielsweise zwangsläufig vielen Informationen zu deutschen Filmen, und entwickle dadurch auch ein intensiveres Interesse an einer Begegnung mit ihnen, als wenn ich mich über längere Zeit in einem anderen Land der Welt aufhalten würde. Doch spielt in den meisten anderen Bereichen immer noch ein aktives Interesse meinerseits bei der Wahl der Schwerpunkte eine Rolle. Ich muss gestehen, dass es sich mit der jüngeren Filmgeschichte inzwischen zunehmend anders verhält.</p><p>Ich begegne zwar immer noch in großer Anzahl Informationen zu „aktuellen“ und „neuen“ Filmen (sei es in Filmzeitschriften, Kinos oder auf Filmwebsites), und sehe mir wie gesagt auch weiterhin eine große Anzahl dieser Filme an. Doch kann ich nicht behaupten, dass mich gegenwärtig ein Film aus dem Produktionsjahr 2010 mehr interessieren würde, als ein Film des Jahres 1910. Wenn ich ehrlich bin, ist genau das Gegenteil der Fall. Mein Interesse an einem Film steigt proportional zu seinem Alter, und es geht sogar soweit, dass der „Inhalt“, die „Handlung“ oder das „Thema“ eines alten Films als Auswahlkriterien seiner Sichtung keine ausschlaggebende Rolle mehr spielen müssen. Für einen Film aus dem Jahr 1910 genügt es meist, dass er aus dem Jahr 1910 stammt, um mein Interesse zu wecken; etwas was ich über einen 2010 entstandenen Film in dieser Form überhaupt nicht mehr sagen kann. Auch andere eindeutige Veränderungen kann ich inzwischen an mir beobachten. Beispielsweise würde ich mir vermutlich beinahe jeden beliebigen US-amerikanischen Film der 30er ansehen, während ich um die meisten Filme der USA des letzten Jahrzehnts einen weiten Bogen machen würde. Instinktiv und grundsätzlich. Über die vielfältigen Gründe dieser Entwicklung (denn es war beileibe nicht immer so) möchte ich an dieser Stelle keine Worte verlieren. Es geht mir nämlich nicht um eine Aufwertung der Vergangenheit im Bezug auf die Gegenwart, um keine Apologie eines Nostalgikers oder die Rechtfertigung der durchaus angreifbaren Aussage, dass <a
href="http://www.titanic-magazin.de/uploads/pics/Neunziger_01.jpg">früher alles besser war</a>. Vielmehr geht es mir um eine Gleichberechtigung und Gleichbetrachtung der Dinge, die über ein bloßes Nebeneinander von &#8220;Neuem&#8221; und &#8220;Altem&#8221; weit hinausweist.</p><p>Ich empfinde nämlich zunehmend alle Filme die ich mir zu einem bestimmten Zeitpunkt ansehe als neu oder aktuell, als gegenwärtig für mich relevant, und meiner Aufmerksamkeit bedürfend. Ansonsten würde ich sie mir auch kaum ansehen. Mein Interesse am Film ist eben primär kein wirtschaftliches, kein archäologisches und auch kein eingeschränktes. Film interessiert mich erst einmal als Film. In seiner spezifischen Materialität, genauso wie in seinem kulturellen Kontext, und nicht weniger in seinem individuellen künstlerischen Ausdruck. Das ist jetzt keine Aufzählung, sondern nur eine Illustration meiner Interessen am Film, die weniger damit zu tun haben, aus welchem Jahr ein Film stammt, als mit der Tatsache, dass ich mich gerade (und zumindest in der Zeit der Sichtung, des Ansehens, der zeitlich begrenzten Wahrnehmung einer Vorführung) mit einem Film auseinandersetze. Ein Film ist mir also wichtig, weil ich ihn gerade sehe oder über ihn nachdenke. Und der Großteil dieser Filme sind sogenannte „alte“ Filme. Und das heißt eben nicht, dass alte Filme deshalb interessanter oder relevanter wären, weil sie aus einer anderen Zeit stammen, sondern es verweist lediglich auf die unbestreitbare Tatsache, dass das aktuelle Jahr (und auch alle kommenden) nur eines unter vielen sind. Rein von der Quantität überwiegen ältere Filme neu entstehende Produktionen um solch ein Vielfaches, dass es geradezu idiotisch scheinen müsste, vom &#8220;aktuellen Filmgeschehen&#8221; als mehr als etwas Marginalem zu berichten. Eine Gleichberechtigung des Neuen mit dem Alten zu fordern, ist in dieser Hinsicht nicht weniger idiotisch und kurzsichtig, da es kein allgemeines zusammenzufassendes &#8220;altes&#8221; gibt. Es gibt im Grunde keinen neuen und keinen alten Film, nur gerade neu entstehende, und bereits bestehende. Die immer in irgendeinem Jahr entstanden sind, das für sich genommen auch nicht wichtiger oder unwichtiger als jedes andere Jahr ist. Filme aus dem Jahr 2011 haben daher die absolut gleiche Relevanz, wie Filme aus dem jahr 1958, 1962, 1924 oder 1891. Und wenn ich mich mit Filmen und der Filmgeschichte an sich befassen will, spielen Produktions- oder Aufführungsjahrgänge (von denen der aktuelle eben auch nur ein beliebiger unter vielen ist) an sich eine untergeordnete Rolle.</p><p>Um aber noch einmal zum leidigen und an sich wie gesagt völlig fehlbezeichneten Thema der &#8220;alten&#8221; Filme zu kommen: Für mich sind sie eben gar nicht alt, gar nicht vergangen. Ein Film wird immer zum Zeitpunkt seiner Aufführung wahrgenommen, und auch wenn alt tendenziell etwas sein könnte, das ich bereits kenne, so ist jedes Wiedersehen mit einem Film, den man glaubt bereits zu kennen, ebenso wie jede Begegnung mit der Welt und den Menschen, immer wieder etwas neues, das es im Moment der Entstehung zu begreifen gilt. Das gilt auch unabhängig der Tatsache, dass ich die meisten Filme, die ich mir regelmäßig ansehe, meist vor diesem Zeitpunkt noch gar nie gesehen habe. Jeder Film ist daher so frisch und neu und aufregend, wie es ein Film eben nur sein kann. Und wenn ich mich gezwungen sehe über meine Erlebnisse des vergangenen Jahres zu berichten, erscheint es mir unverständlich, einen eigenen Bereich, einen eigenen Artikel oder eine eigene Aufmerksamkeit auf das fälschlicherweise so benannte „aktuelle“ Filmgeschehen zu werfen, und so zu tun, als ob ältere Filme in meinem Erfahrungsbereich nur eine marginale oder untergeordnete Rolle gespielt hätten, ja gar implizit zu behaupten, dass es für mich eine konzeptionelle Trennung (in welcher Form auch immer) zwischen einem wie auch immer gearteten „neuen“ und „alten“ Film gibt. Den genau diesen Unterschied, dieses Phantasma, gibt es eben ganz und gar nicht! Und es geht mir zunehmend auf die Nerven, mir neu entstandene Filme unter anderem aus dem Grund ansehen zu müssen, dass sie neu entstanden sind, nur um das Gefühl zu haben (oder weiterhin haben zu können) „den Überblick über das aktuelle Geschehen zu behalten“, „auf der Höhe der Zeit zu sein“, oder „mit anderen Filmfans über gerade interessante Ereignisse oder Entwicklungen sprechen zu können“. Diese mehr als diffusen Phrasen sagen ja im Grunde gar nichts aus. Und wieso sollte ich mehrheitlich ein größeres Bedürfnis verspüren, mich mit einem Cinephilen über den letztjährigen Cannes-Wettbewerb zu unterhalten, als über die chinesische Filmproduktion der 60er Jahre?</p><p>Wie gesagt: wenn ich ehrlich bin, interessiert mich die Filmgeschichte als Ganzes, jahresübergreifend, länderübergreifend und auch sonst in all ihren Facetten. Natürlich hat jeder eigene Schwerpunkte, und bestimmte Interessen die sich stärker bemerkbar machen als andere. Aber ich besitze nun mal nicht mehr die Vorstellung mich vorrangig oder auch nur betont mit so etwas diffusem wie dem „aktuellen Filmschaffen“ auseinandersetzen zu müssen, und es stört mich auch relativ wenig, dass ich nicht alle vier- bis fünfhundert 2011 in Deutschland neu im Kino angelaufenen Filme gesehen habe. Viel mehr stört mich da schon, dass ich keine Ahnung habe, was für Filme 2011 in Indien oder Pakistan gedreht worden sind. Was wiederum im Umkehrschluss aber noch nicht heißt, dass ich automatisch ein Interesse daran hätte, einen Großteil dieser Filme auch (sofort) zu sehen. Man sollte wohl unterscheiden zwischen dem Interesse an Information über etwas Spezifisches, und dem Interesses an diesem Spezifischen an sich. Und Filme schauen ist für mich keine Informationsbefriedigung. Ich schaue mir Filme in erster Linie deshalb an, weil sie mich im Moment der Sichtung als Filme, durchaus mit all ihre historischen und kulturellen Implikationen, aber eben als einzelne Werke an sich interessieren. So einfach ist das.</p><p>Das sind jetzt, wie bereits erwähnt, an dieser Stelle natürlich alles Verallgemeinerungen und es gibt Momente und Situationen in denen sich die Dinge anders verhalten. Aber im Großen und Ganzen, kann ich von einem ehrlichen Jahresrückblick nur im Hinblick auf mein <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/ekstase-2011/">letztes Listenposting</a> sprechen. Die vorliegende Aufgabe erscheint mir in diesem Kontext daher eher als eine lästige Pflichtübung, die ich in Zukunft nach Möglichkeit gerne weitestgehend vermeiden würde. Zumindest dann, wenn ich in einem Jahr nicht zu 90% Filme der letzten zwei Produktionsjahrgänge gesehen habe. Denn an sich gibt es an einer Auseinandersetzung mit einem bestimmten Filmjahrgang ja wie gesagt rein gar nichts auszusetzen. Nur warum es ständig und immer wieder der aktuelle sein muss, das leuchtet mir nicht ein. Filme die 2011 entstanden sind waren sicherlich genauso vielfältig interessant wie Filme jedes beliebigen anderen Jahrgangs und werden das auch in hundert Jahren noch bleiben. Doch glaube ich fest daran, dass die Zukunft nicht zeigen wird, dass alles davor entstandene nicht die Brisanz und Relevanz jedes für uns dennoch immer wieder so aufregend neuartig erscheinenden &#8220;akutuellen&#8221; Jahrgangs hatte – auch nicht im Jahre 2011.</p><p>In diesem Sinne, und in Erwartung der Tatsache nächstes Jahr vielleicht endlich alle gesehenen Filme in einem Beitrag abhandeln zu können, und nicht mehr an solch einem exklusiven Unterfangen wie dem jetzigen teilnehmen zu wollen, hier nun dennoch und trotzdem meine Liste und Einordnung der „neuen“ Filme die mir 2011 begegnet sind. Auflistungen, so man sie denn genauer überdenkt, können ja trotz aller spielerischen Aspekte eine Komplexität und Deutungsvielfalt annehmen, die anderen Einordnungsversuchen in nichts nachstehen. Deshalb wäre zur Erläuterung meiner Liste (falls man an einem Verständnis der spezifischen Zusammensetzung interessiert ist) noch folgendes zu sagen: Meine Top 10 beinhaltet inzwischen schon traditionsgemäß grundsätzlich Filme, die ich vermutlich in jedem Jahr und zu jeder Zeit auf eine Top 10 setzen würde. Daher kann sie auch beliebig viele Filme enthalten (meine Top 10 also immer auch aus 24, 42, oder 87 Filmen bestehen könnte), die ich ganz allgemein als Favoriten, oder Lieblingsfilme bezeichnen würde. Ein paar weitere sehenswerte Filme finden diesmal nach der Top 10 Erwähnung, darunter Filme, die nach einer weiteren Sichtung unter Umständen das Potential hätten sich zu meinen Favoriten zu gesellen, aber auch allgemein Filme, die mich aus diversen Gründen zumindest in großen Teilen zu fesseln verstanden. Die in diesem gestaffelten Kontext unaufgelistet bleibenden Filme sind aber nicht einfach „der Rest“, also ein übriggebliebener der Erwähnung nicht würdiger Haufen, sondern reichen von ärgerlich (<em>The Tree of Life</em>, <em>Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2</em>, <em>&#8220;Underwater Love&#8221;</em>), über durchschnittlich (bspw. <em>“Die Nacht der Wölfe”</em> oder <em>“The Colors of the Mountain”</em>) bis zu teilweise wirklich interessanten Arbeiten, die mich aber im Endeffekt nicht zur Gänze überzeugen konnten, sei es aus stilistischen, inhaltlichen oder sonstigen Gründen. Ein sprechendes Beispiel für einen einzigen Teilaspekt der für mich dennoch den ganzen Film abgewertet hat, wäre beispielsweise das Ende des ansonsten außerordentlichen <em>Oral History</em> von Volko Kamensky. Ohne seinen Schlusstwist (der eben leider noch Teil des Films ist) wäre der Film sicherlich mühelos auf meiner Top 10 gelandet. So, muss er sich eben nur mit einer &#8220;lobenden Erwähnung&#8221; zufrieden geben. Andere Zuschauer haben die Auflösung am Ende sicher anders bewertet oder auch komplett anders wahrgenommen, und für manche mag es gar einer der ausschlaggebenden Gründe für eine positive Erwähnung sein. Eindrücke sind natürlich immer etwas flüchtiges, haben mit der Situation während dem Seherlebnis zu tun, können sich aber statt sich zu verflüchtigen auch verfestigen. Aber so sieht es nun mal gerade bei mir aus, es handelt sich also um eine Momentaufnahme des Erstellungszeitpunkts. Und um es nocheinmal zu betonen: Meine Top 10 bestehen daher nicht aus den 10 besten Filmen die ich in diesem Jahr gesehen habe (wie auch immer man „beste“ jeweils definieren möchte), gleichgültig der Tatsache ob ich  alle diese 10 Filme überhaupt genossen hätte. Daher empfinde ich es auch als zwingend notwendig, <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesamtliste-aller-neuen-gesehenen-filme-2011/">eine Gesamtauflistung aller neueren Filme</a> anzubieten, die bei solch einer Zusammenstellung von mir berücksichtigt worden sind. Denn eine Liste von 10 Filmen von einer Person, die überhaupt nur 10 Filme gesehen hat, ist für mich gänzlich anders zu lesen als die äußerlich gleich aussehende Liste einer Person, die jedoch zum Beispiel 500 Filme gesehen hat. Auch wenn man Listen rein als Empfehlungen wahrnimmt (was ich im Grunde auch tue), möchte ich dennoch immer auch gerne wissen, aus welchem Pool von potentiellen Empfehlungen der jeweilige Listenersteller geschöpft hat. Denn ich bin mir sicher, dass wir als Listenleser auch automatisch immer darauf reagieren, wenn ein bestimmter Film <em>nicht</em> auf einer Liste auftaucht. Und daraus ziehen wir gewollt oder ungewollt auch regelmäßig unsere Schlußfolgerungen. Wenn man sich über längere Zeit mit dem Sinn und Unsinn von wertenden Auflistungen eigentlich unkategorisierbarer, unvergleichbarer und nicht objektiv messbarer, scheinbar materieller, aber im Grunde ebenso ideeller Objekte beschäftigt, kommt man zu so mancher weiteren &#8220;Erkenntnis&#8221;, die ich dem Leser dieses Textes jedoch im weiteren ersparen will.</p><p>Ansonsten gäbe es noch anzumerken, dass ich letztes Jahr keinen jüngeren Film gesehen habe, der mir zur Gänze missfallen hätte, und ich eigentlich im Filmjargon sagen muss: keinen einzigen schlechten Film gesehen. Das erstaunt mich selbst am Meisten, und stellt für mich vermutlich ein Novum dar, geht aber passend mit dem Motto dieses Beitrags zusammen: Sehen heißt auch immer wieder hinsehen, und nicht nur danach zu suchen, was man vielleicht gerne sehen würde, sondern aus dem was man zu erkennen glaubt etwas mitzunehmen, das die Möglichkeit einer Bereicherung darstellt.</p><p>Im Einzelnen möchte ich aber nicht mehr viele Worte über die nun kommenden und auf unterschiedliche Art gelisteten Filme verlieren. Den ersten Platz 2011 hält (für mich wiederum wenig verwunderlich) ein neuerer Film von Dominik Graf, zu dem auf Eskalierende Träume bereits Christoph einige <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/heute-um-2015-in-der-ardpolizeiruf-110-cassandras-warnung/">enthusiastische Zeilen</a> gedichtet hat, die ich so auch gerne unterschreibe. Vielleicht folgt in Zukunft auch noch ein eigener Beitrag für die <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/category/deutsche-lieblingsfilme/">&#8220;deutsche Reihe&#8221;</a>. In dieser Hinsicht bemerkenswert ist wahrscheinlich, dass fast die Hälfte aller von mir 2011 gesehenen &#8220;neuen&#8221; Filme in Teilen deutsche Produktionen sind. Daraus erklärt sich dann auch die Häufigkeit und Dominanz deutscher (Ko-)Produktionen bei meinen Auflistungen. Sion Sono hat mich vor einiger Zeit mit <em>&#8220;Love Exposure&#8221;</em> begeistert, der für ihn wohl eine Art Befreiungsschlag darstellen musste, da er sich meiner Auffassung nach mit <em>&#8220;Cold Fish&#8221;</em> in einer klassizistischen, beinahe kubrickesken Phase befindet, die einen formal vollendeten Filmemacher präsentiert, der sich in Zukunft möglicherweise anderen Themen zuwenden sollte, falls er nicht Gefahr laufen will, sich bald nur noch selbst zu zitieren. Vielleicht reicht sein Talent aber auch aus, um diese Gefahr auf andere Weise zu umgehen, und Sono wird sich wie Ford, Miike, Bergman oder Ozu bis zum Ende seiner Karriere weiterhin relativ gleichbleibender Konzepte bedienen. Wie auch immer freue ich mich im Moment auf jeden weiteren seiner Filme. <em>American Translation</em> war hingegen eine Empfehlung und eine Entdeckung die ich <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-kurzkommentare-2/">Andreas</a> zu verdanken hatte. Hier der für mich immer noch sehr ansprechende <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=NV_njOxnXV4&#038;feature=player_embedded#!">Trailer</a>. Eine Entdeckung völlig anderer Art waren die halböffentliche Vorführung einer Handvoll von Filmen von Klaus Schneider, alle von ihm gedreht, montiert, konzipiert und auch vorgeführt: Im Kino auf der großen Leinwand in Vollbild, von farblich bezauberndem stummem Super8-Filmmaterial, mit ebenso kongenial erstellter oder ausgewählter akkustischer Begleitung. Ein Beweis dafür, dass manche genialen Filmemacher nicht mehr als einer Kamera und ihrer eigenen Kreativität bedürfen, die auch ohne finanzielle Mittel grenzenlos erscheinen kann. Der avantgardistische Geist aller do-it-yourself-Pioniere zeigt sich in so einem überraschenden Moment in vollem Glanz, und ich erinnere mich inzwischen nur noch an mein ungläubiges Staunen im Kinosessel, einem künstlerischen Werk zu begegnen, dass unmittelbar auf ein instiktives Talent in der Übersetzung der eigenen Ideenwelt in filmisches Denken schließen lässt. Zuletzt war ich von einem vergleichbar von jeglichen Zwängen ungebundenen cineastischen Geist so beeindruckt beim Entdecken dreier Filme Danny Williams&#8217; auf der Berlinale 2007, die danach zwar auch auf der <a
href="http://www.viennale.at/cgi-bin/viennale/archiv/film.pl?id=2540;lang=en">Viennale</a> gelaufen sind, von denen ich aber seither leider nichts mehr gehört oder gelesen habe. Zu Schneiders <em>Der Mond</em> wird es daher von mir in demnächst vermutlich ebenfalls einen Text für die &#8220;deutsche Reihe&#8221; geben. Aber nun endlich ohne weitere Umschweife: Auf zur Liste!</p><p></br></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12520" rel="attachment wp-att-12520"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Yellow-Sea.jpg" alt="" title="" width="525" height="223" class="alignnone size-full wp-image-12520" /></a></p><p></br></p><p><strong>Top 10</strong></p><p>1. Cassandras Warnung<br
/> <em>Dominik Graf  Deutschland  2011</em></p><p>2. Tsumetai nettaigyo <em>“Cold Fish”<br
/> Sion Sono  Japan  2010</em></p><p>3. American Translation<br
/> <em>Pascal Arnold, Jean-Marc Barr  Frankreich  2011</em></p><p>4. Hwanghae <em>“The Yellow Sea” [140 min. Fassung]<br
/> Hong-jin Na  Südkorea  2010</em></p><p>5. Der Mond<br
/> <em>Klaus Schneider  Deutschland  2010</em></p><p>6. Whores’ Glory<br
/> <em>Michael Glawogger  Österreich, Deutschland  2011</em></p><p></br></p><p><strong>Runners-up</strong> (in alphabetischer Reihenfolge):</p><p>1000 Gramm<br
/> <em>Tom Bewilogua  Deutschland  2010</em></p><p>Bas-fonds <em>“Gregs”<br
/> Isild Le Besco  Frankreich  2009</em></p><p>Congo in Four Acts<br
/> <em>Dieudo Hamadi, Kiripi Katembo Siku, Divita Wa Lusala, Patrick Ken Kalala<br
/> Demokratische Republik Kongo, Südafrika  2010</em></p><p>Das rote Zimmer<br
/> <em>Rudolf Thome  Deutschland  2010</em></p><p>Die Besen<br
/> <em>Klaus Schneider  Deutschland  2010</em></p><p>El Mocito <em>“The Young Butler”<br
/> Marcela Said, Jean de Certeau  Chile  2010</em></p><p>Führung<br
/> <em>René Frölke  Deutschland  2010</em></p><p>I Know Where I’m Going<br
/> <em>Ben Rivers  GB  2009</em></p><p>Machtentfaltung<br
/> <em>Klaus Schneider  Deutschland  2009</em></p><p>Nûdo no yoru: Ai wa oshiminaku ubau <em>“A Night in Nude: Salvation”<br
/> Takashi Ishii  Japan  2010</em></p><p>Oral History<br
/> <em>Volko Kamensky  Deutschland  2009</em></p><p>Portraits deutscher Alkoholiker<br
/> <em>Carolin Schmitz  Deutschland  2009</em></p><p>Slow Torture Puke Chamber<br
/> <em>Lucifer Valentine  Kanada  2010</em></p><p>Unter dir die Stadt<br
/> <em>Christoph Hochhäusler  Deutschland, Frankreich  2010</em></p><p>Vapor Trail (Clark)<br
/> <em>John Gianvito  USA  2010</em></p><p><br/></p><p>Abschließend möchte ich einen letzten magischen Kinomoment 2011 nicht unerwähnt lassen. In Paula Markovitchs <em>El premio</em> hat mich das Zusammenspiel der Kinderdarsteller, allen voran der Protagonistin Ceci und ihrer besten Freundin, derart umgehauen, dass sich mir in der anschließenden Erläuterung Markovitchs bezüglich ihrer Regiemethode ganz neue Perspektiven für die Zusammenarbeit mit jungen und unerfahrenen Darstellern erschlossen. Eine derartig brillante Gruppendynamik unter Laien habe ich in einem Spielfilm bisher wohl noch nie gesehen, obwohl es mit Hirokazu Koreedas <em>&#8220;Nobody Knows&#8221;</em> (2004) oder Carlos Reygadas&#8217; <em>&#8220;Battle in Heaven&#8221;</em> (2005) in den letzten Jahren in dieser Hinsicht vergleichbare Ansätze gegeben hat. Definitiv ein Film, den man sich schon allein wegen der Schauspieler ansehen muss, um sich mal wieder mit eigenen Augen davon zu überzeugen, welchen Wert bewusst gelenktes &#8220;dokumentarisches&#8221; Material für einen fiktiven Rahmen erhalten kann. Schade, dass man der Hauptdarstellerin Paula Galinelli Hertzog bei der letztjährigen Berlinale nicht den Darstellerpreis zugesprochen hat und ihre atemberaubende Darstellung bei der Preisverleihung gänzlich leer ausging, denn dafür scheint zumindest eine Auszeichnung wie der Silberne Bär für eine herausragende künstlerische Leistung wie geschaffen zu sein. Für mich war diese Leistung auch gegenüber allen gelisteten Filmen wahrscheinlich nicht nur der schauspielerische, sondern sogar der künstlerische Höhepunkt 2011.<br
/> <br/></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/inserieren/" rel="attachment wp-att-12577"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Inserieren.png" alt="" title="Inserieren" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12577" /></a><br
/> <br/></br><br
/> <strong><em>Frauke</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/kingsspeech.jpg" alt="" title="King&#039;s Speech" width="525" height="287" class="aligncenter size-full wp-image-12633" /><br
/> <br/><br
/> Solche Listen sind irgendwie schon eine komische Sache. Ich habe deshalb darum gebeten, dass meine Liste trotz alphabetischer Sortierung der Autorennamen erst als letzte dran kommt. Mir fällt so eine Aufstellung nämlich schwer, muss ich sagen. Vor allem wenn ich dann diese ganzen unbekannten, exotischen Titel auf den anderen, endlos langen Listen sehe! Interessiert das wirklich jemanden und wer außer unseren Nerds hier guckt sich sowas an? (sorry, auch wenn wir befreundet sind, muss ich das mal sagen, Jungs). Denn ich finde auch, dass Filme nur dann eine Bedeutung haben, wenn sie von vielen Menschen gesehen werden und alle darüber sprechen können. Bevor ich einen Film ansehe, warte ich eigentlich erst einmal die Besucherzahlen der ersten oder zweiten Woche ab oder sehe mich mal auf facebook oder studivz um. Außerdem ist natürlich ganz wichtig, ob in meinem Bekanntenkreis sich abseits der Filmnerds auch wirklich Leute für den Film interessieren (außer natürlich, es spielt einer meiner Lieblingsschauspieler mit!). Mir nützt es doch nichts, komische Kunstfilme anzusehen, wenn ich mich dabei nur langweile und dann nicht mal mit meinen Freundinnen darüber sprechen kann. Was bringt das?! Deshalb guck ich mir lieber nur ausgewählte Sachen an, von denen ich dann auch wirklich was habe oder zumindest weiß, dass ich hinterher mit anderen darüber lästern kann, wenn mich doch mal ein Film gelangweilt oder genervt hat. Man braucht ja auch noch Zeit fürs real life und wenn man sich soviele seltsame Filme ansieht, frage ich mich manchmal schon, ob das nicht so eine Ego-Tour ist.<br
/> Deshalb beschränke ich mich hier auf ein paar wenige Filme, bei denen ihr dafür aber auch sicher sein könnt, dass sie auch wirklich toll sind und nicht nur ein paar Freaks irgendwas hinein interpretiert haben. Und ich versuche auch, nicht nur nach meinem eigenen Geschmack zu gehen, sondern eine streng objektive Wahl zu treffen denn darauf kommt es schließlich an! Aber ich will euch nicht mit meiner Plauderei nerven, kommen wir also zur Sache &#8211; den <strong>besten</strong> Filmen des Jahres 2011:<br
/> <br/><br
/> <strong>The King&#8217;s Speech (10/10)</strong><br
/> Ich hab mich bei der Berlinale schon morgens um 4 Uhr mit Schlafsack vor den Kassen positioniert, um auf jeden Fall eine Karte für die Premiere zu kriegen! Sogar um die Zeit hatte sich schon eine kleine Schlange vor der Kasse gebildet, aber ich hatte dann doch Glück und hab die gewünschten Karten gekriegt. Und was soll ich sagen, es hat sich mehr als gelohnt, alle meine Erwartungen wurden noch übertroffen! Endlich mal wieder ein Film, der große Schauspiel-Leistungen und eine packende Geschichte verbindet und dabei auch noch anrührt! Ich hatte echt Tränen in den Augen bei ein paar Momenten, so intensiv wird es da, obwohl es &#8220;nur&#8221; um eine Ansprache geht, aber man kann eben trotzdem richtig mitfühlen, welche Ängste und Sorgen der König da ausgestanden hat! Aber ich will keinen falschen Eindruck vermitteln, der Film hat auch viele total lustige und originelle Szenen, es kommen also im Endeffekt alle auf ihre Kosten! Endlich mal ein Film, der den Oscar wirklich verdient hat!</p><p><strong>The Tree of Life (9/10)</strong><br
/> Endlich mal wieder so ein richtiger Film über das wichtigste auf der Welt: Die Familie. Denn seien wir mal ehrlich, ohne unsere Eltern gäbe es uns ja alle gar nicht. Das da vorher natürlich noch viel passiert ist und auch Gott im Spiel war, zeigt uns dieser Film in wahnsinnig tollen Bildern und mit viel klassischer Musik. Und ich sage nur: diese putzigen Dinos! Tiere sind eben auch nur Menschen, und in Gottes Schöpfung hat alles seinen Platz. Aber nochmal zurück zur Familie. Ist schon alles ziemlich toll und gleichzeitig auch ein bisschen traurig, wie da die Familie durch äußere Umstände gezwungen ist ihre Krisen zu überwinden, und dann sogar aus ihrem schönen Haus wegziehen muss. Wie im richtigen Leben, und es geht auch mal alles schnell und ist so verwirrend wie man das ja selber auch kennt: Im Leben passiert ja immer so viel, kaum kommt das eine, schon kommt das nächste. Da kann man ja gar nicht genug davon kriegen! Und im Gegensatz zu seinem letzten Hollywoodfilm mit den indianern ist das diesmal auch nicht so langatmig, sondern richtig schnell und knackig. Als der Bruder gestorben ist, musste ich übrigens total weinen, aber zum Glück sehen sich am Schluss alle wieder. Und so eine liebe Mutter wie im Film hatte ich zum Glück ja auch. Danke Mama! Schade nur, dass Sean Penn nicht so viel zu tun hat, und leider wenig spricht. An seinem gequälten Gesichtsausdruck kann man aber immer erkennen wie wichtig ihm das alles ist. Insgesamt zwar nicht ganz so mitreißend wie King&#8217;s Speech, aber trotzdem genauso ehrlich.</p><p><strong>Hell (9/10)</strong><br
/> Zum Glück habe ich mit ein paar Freunden diesen Film noch in der letzten Woche erwischt, in der er hier im Kino lief. Ich dachte mir: na ja, so ein deutscher Horrorfilm, ob der was taugt? Ich war aber total überrascht, der Film ist richtig gut! Die tolle düstere Atmosphäre bekommen einheimische Produktionen ja fast nie so hin, aber hier hat der junge Regisseur Tim Fehlbaum mal wirklich was von den Amerikanern gelernt. Die Bilder sind richtig stylisch und sorgen für eine echt beklemmende Stimmung, die einen nicht mehr loslässt. Alles ist sehr abwechslungsreich gemacht, ständig passiert etwas und es kommt nie Langweile auf. Die Schauspieler spielen zwar manchmal ein bisschen unrealistisch und übertrieben, das ist eben so bei deutschen Filmen, aber wenigstens traut sich der Film auch was, das sich andere nicht trauen! Das Finale auf dem Bauernhof war mir aber zu krass, fast so heftig wie Michael Bay´s Texas Chainsaw Massacre, ein paar Mal hätte ich mir fast die Augen zugehalten. Nur die Szene, in der Hanna Herzsprung flieht war null glaubwürdig, das hat mich ein bisschen aufgeregt. Ist doch total unlogisch, dass sie dem Typen nur einmal auf den Kopf haut und dann aus dem Fenster steigt, ohne nochmal nachzugucken, oder? Sonst hat mir aber alles gefallen und ich fand ich die Message von dem Film gut, dass wir mehr auf unsere Umwelt achten müssen, damit sowas Schlimmes nicht wirklich passiert. Fazit: Endlich mal ein empfehlenswerter deutscher Horrorfilm, der sich nicht hinter Klassikern wie 28 Days Later oder Dawn of the Dead zu verstecken braucht!</p><p><strong>In der Welt habt ihr Angst (9/10)</strong><br
/> Warmherzig, dramatisch, voller Emotion und Überraschung! Ich fand das total schön, wie der ältere Mann dann im Laufe des Films immer mehr Verständnis für das verzweifelte junge Paar aufbringt und dann sogar lernt, über seinen Schatten zu springen und ihnen zu helfen, obwohl sie ihn vorher heftig bedroht haben! Endlich mal ein guter deutscher Film, bei dem ganzen Müll, der heutzutage aus unserem Heimatland kommt. Obwohl ich mir ja die Filme mit Til Schweiger auch gerne ansehe, aber ich meine jetzt auch eher diese abgehobenen Kunstfilme und dieses ganze Zeug, das kein Mensch versteht. Leider saßen vor mir im Kino ein paar Leute in meinem Alter, die sich dauernd über den Film lustig gemacht haben, das war echt ätzend. Was gibt es denn bitteschön zu lachen an einer so tragischen Geschichte um Kriminalität, Drogensucht und wahre Liebe? Manche Leute werden einfach nie erwachsen, total nervig. Deswegen gehe ich auch immer seltener ins Kino, zuhause auf DVD stört wenigstens keiner. Für den hier hat sichs aber gelohnt, alleine schon, weil er praktisch gleich bei mir vor der Haustür gedreht wurde!</p><p><strong>Herzensbrecher (9/10)</strong><br
/> Einfach der ideale Film für einen schönen Mädels-Abend mit anschließendem Cocktail und Plaudern. Kaum zu glauben, dass dieser Xavier Dolan in diesem Alter schon so ein Riesentalent hat! Jedes Bild ist absolut perfekt, der Film ist wunderschön anzuschauen und die Musik hab ich mir am nächsten Tag gleich auf CD bestellt. Die Story ist eigentlich gar nicht so interessant, aber der edle Look und die tollen schauspielerischen Leistungen machen einiges wett. Den Typen, um den sich die beiden Freunde im Film streiten, fand ich allerdings eher langweilig. Er ist ja schon ganz süß, aber sich wegen dem eine Freundschaft kaputt machen? Diese Streitigkeiten sind dafür aber sehr überzeugend dargestellt, ich hatte das Problem auch mal, als meine beste Freundin und ich in der 9. Klasse in den gleichen Typen verknallt waren. Wir haben dann auch so eine Art Styling-Wettkampf zwischen uns gehabt, ziemlich stressig. Aber Gottseidank wächst man ja über dieses kindische Alter irgendwann hinaus, daher fühlt sich der Film fast ein bisschen nostalgisch an. In den knuffigen Xavier Dolan könnte ich mich aber auch verlieben. Schade, manchmal glaube ich wirklich, dass was dran ist an dem Klischee, das immer die attraktivsten Kerle schwul sind. Komischerweise hat der Film Christoph trotzdem nicht so gefallen. Vielleicht waren ihm da einfach nicht genug eklige behaarte Männer dabei, er steht ja nicht so auf Bubis. *g* Auf jeden Fall ein total erfrischender, origineller und unverbrauchter Film mit unvergesslichen Bildern. Ein bisschen traurig ist er teilweise schon, aber das gehört eben zum träumen von Mr. Right dazu. Ach ja, die Outfits von Mona Chokri waren zum Heulen schön, wo kann man sowas nur kaufen?<br
/> <br/><br
/> Die <strong><em>schlechtesten</em></strong> Filme des Jahres, totaler Müll:</p><p><strong>A Night in Nude: Salvation</strong><br
/> So etwas abartiges und schlechtes hab ich ja noch nie gesehen! Zuerst sieht man ewig nichts als einen alten Knacker, so einen Privatdetektiv, der sinnlos in der Gegend rumläuft und eklige porno-mäßige Strip-Szenen. Am Ende läuft dann so eine durchgeknallte Frau eine halbe Stunde lang völlig nackt durch eine komische riesige Höhle und peitscht sich dabei auch noch selbst. Ich hab meinen Augen nicht getraut. Wer denkt sich sowas aus?!?! Und auch noch total voyeuristisch und frauenverachtend alles! Solche kranken Sachen können sich wohl auch nur die Japaner ausdenken&#8230; Ich hätte es ja wissen müssen und mich nicht von Christoph, Marian und Andreas dazu überreden lassen sollen, den Film mitzugucken. Ich musste mich ständig auf die englischen Untertiteln konzentrieren und dann haben die Jungs neben mir auch noch dauernd so komische Seufzer und Grunzgeräusche von sich gegeben!</p><p><strong>Schlafkrankheit</strong><br
/> Der Titel ist hier echt Programm, mehr muss man dazu gar nicht mehr sagen! Ich hab bei der Berlinale zufällig eine Karte für den Film geschenkt gekriegt, sonst hätte ich mir den bestimmt gar nicht angesehen. Aber ich bin dann bei der Hälfte zu meinem Glück eingenickt, kann also auch nicht viel dazu sagen, außer dass er total zum Einschlafen ist!</p><p><strong>My Soul to Take</strong><br
/> Da dachte ich mir, dass der Film bestimmt gut sein wird, weil er vom Regisseur von Scream ist, und dann so eine billige 08/15 Story um ein paar Teenager, die von einem Killer abgeschlachtet werden. Das ist doch so lahm! Die Macher haben das aber anscheinend selber auch gemerkt und versucht, den Film ein bisschen lustiger und abgefahrener zu machen, was aber in die Hose geht und einfach nur total lächerlich wirkt. Besonders an der Art und Weise, wie die Jugendlichen in dem Film reden, merkt man schon, dass der alte Regisseur gar keine Ahnung von der heutigen Zeit hat. Leider war auch das 3D sehr schwach und ich hab mich kein einziges Mal gegruselt. Schade um das Geld fürs Kino. Warum wird solcher hirnverbrannte Mist überhaupt gedreht?</p><p><strong>Cassandras Warnung</strong><br
/> Krimi am Sonntag Abend ist bei uns zuhause Pflicht und macht immer Spaß, aber sowas langweiliges und verwirrendes ist mir selten untergekommen. Der Ton war teilweise so schlecht, dass man nur die Hälfte vom Satz verstanden hat und dauernd so komische schnelle Schnitte und verwirrende Kamerabewegungen. Und dann wird auch noch ständig sinnlos gezoomt, wie in einem Urlaubsvideo! Die Handlung wird dabei total schlecht erklärt und keiner blickt mehr durch. Das ist doch alles künstlerische Onaniererei! Bei einem Krimi geht es doch um die Story und originelle Wendungen, das wurde hier total vernachlässigt und man kann irgendwann kaum noch was nachvollziehen! Außerdem waren die rassistischen Dialoge und die ganzen sexuellen Anspielungen das letzte! Hab mich vorher total auf diesen neuen München-Polizeiruf gefreut, aber das war echt gar nix, und für sowas zahl ich auch noch Fernsehgebühren?!</p><p><strong>Brownian Movement</strong><br
/> Wieder so ein Film, den mir die Jungs empfohlen haben. Wollen die mich ärgern?! Das war mit Abstand das sinnloseste und ödeste, was ich seit langem im Kino gesehen habe. Sandra Hüller ist schon eine tolle Schauspielerin, aber hier hat sie den ganzen Film über nur den gleichen Gesichtsausdruck. Die Protagonistin ist psychologisch überhaupt nicht nachvollziehbar und es wird nie erklärt, warum sie dauernd mit ganz fetten, behaarten oder verkrüppelten Männern ins Bett geht. Wer würde das freiwillig machen? Das glaubt doch kein Mensch?! Anscheinend ist sie geisteskrank, jedenfalls ist das meine eigene Interpretation. Bis man aber mal soweit ist, hat man sich zwei Stunden zu Tode gelangweilt und dann gibt es noch nichtmal ein richtiges Ende, der Film hört einfach mittendrin auf. Ehrlich Jungs, das nehme ich euch jetzt übel!</p><p>Ich glaube, mehr schlechte Filme hab ich zum Glück nicht gesehen, reicht ja aber auch!</p><p><em>Anmerkung zum Schluss:</em></p><p>Bei dieser seltsamen &#8220;Ekstase&#8221;-Liste (schon bei der Überschrift kriege ich Fremdscham!) kürzlich hab ich übrigens bewusst nicht mitgemacht, weil ich 2011 vermutlich nur zwei oder drei alte Filme gesehen habe. Und das auch nur durch Zufall. Natürlich gibt es schon ein paar gute alte Filme, z. B. Der Himmel über Berlin oder Little Buddha, aber meistens ist es doch überflüssig, sich Filme anzusehen, die älter als fünf oder zehn Jahre alt sind. Damit kann man sich doch überhaupt nicht mehr identifizieren, und die Bilder und die Mode sind total hässlich! Kino muss doch modern sein, sonst kann ich auch gleich in Omas Fotoalben blättern! Wer sich ständig diese alten Dinger anschaut, der wühlt wahrscheinlich auch gern in der Altpapiertonne und hat eine totale Messie-Wohnung! Sowas find ich echt total abtörnend, man muss doch auch der Gegenwart ins Auge blicken, und sich nicht nur in seine Nischen verkriechen. Jaja, ihr habt mich schon richtig verstanden!<br
/> <br/><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/geschafft/" rel="attachment wp-att-12578"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Geschafft.gif" alt="" title="Geschafft" width="525" height="80" class="alignnone size-full wp-image-12578" /></a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>26</slash:comments> </item> <item><title>Gesamtliste aller &#8220;neuen&#8221; gesehenen Filme 2011</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/gesamtliste-aller-neuen-gesehenen-filme-2011/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/gesamtliste-aller-neuen-gesehenen-filme-2011/#comments</comments> <pubDate>Mon, 09 Jan 2012 02:26:45 +0000</pubDate> <dc:creator>Sano</dc:creator> <category><![CDATA[Listen]]></category> <category><![CDATA[Ohne Kategorie]]></category> <category><![CDATA[Sano]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12470</guid> <description><![CDATA[(Es handelt sich um eine Ergänzung zu diesem Jahreslisten-2011-Sammelposting.) Alle Filme sind alphabetisch nach Originaltitel geordnet. Von Filmmaterial projiziert gesehene Filme sind kursiv markiert. Filme die ich mehrfach gesehen habe sind je nach Häufigkeit mit &#8220;x2&#8243;, &#8220;x3&#8243;, &#8220;x4&#8243;, usw. gekennzeichnet. 48 (Susana Sousa Dias / Portugal / 2009) 1000 Gramm (Tom Bewilogua / Deutschland / [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>(Es handelt sich um eine Ergänzung zu diesem <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/">Jahreslisten-2011-Sammelposting</a>.)</p><p>Alle Filme sind alphabetisch nach Originaltitel geordnet.</p><p>Von Filmmaterial projiziert gesehene Filme sind <em>kursiv</em> markiert.</p><p>Filme die ich mehrfach gesehen habe sind je nach Häufigkeit<br
/> mit &#8220;x2&#8243;, &#8220;x3&#8243;, &#8220;x4&#8243;, usw. gekennzeichnet.</p><p></br></p><p>48  (Susana Sousa Dias / Portugal / 2009)<br
/> </i>1000 Gramm</i> (Tom Bewilogua / Deutschland / 2010) x2<br
/> <i>À bout portant</i> &#8220;Point Blank&#8221;  (Fred Cavayé / Frankreich / 2010)<br
/> Ähm &#8211; Ein Film eine Suche eine Stadt  (?? / Deutschland / 2011)<br
/> <i>Ah, Liberty!</i> (Ben Rivers / GB / 2008)<br
/> <i>Allons-y! Alonzo!</i> (Camille Moulin-Dupré / Frankreich, Belgien, Schweiz / 2009)<br
/> American Translation  (Pascal Arnold, Jean-Marc Barr / Frankreich / 2011)<br
/> Ajeossi &#8220;The Man from Nowhere&#8221;  (Jeong-beom Lee / Südkorea / 2010)<br
/> <i>Attack the Block</i> (Joe Cornish / GB / 2011)<br
/> Augen Blicke  (?? / Deutschland / 2011)<br
/> <i>Báng-kah</i> &#8220;Monga&#8221;  (Doze Niu / Taiwan / 2010)<br
/> Bas-fonds &#8220;Gregs&#8221;  (Isild Le Besco / Frankreich / 2009)<br
/> Bettgeschichten  (?? / Deutschland / 2011)<br
/> Bloodrop  (Aleksei Popogrebsky / Russland / 2011)<br
/> Buried &#8220;Buried &#8211; Lebend begraben&#8221;  (Rodrigo Cortés / Spanien, USA, Frankreich / 2009)<br
/> Cassandras Warnung [gekürzte Fassung]  (Dominik Graf / Deutschland / 2011) x2<br
/> Children of God &#8220;Kinder Gottes&#8221;  (Kareem Mortimer / Bahamas / 2009)<br
/> Cité concrète  (?? / Deutschland/ 2011)<br
/> Congo in Four Acts  (Dieudo Hamadi, Kiripi Katembo Siku, Divita Wa Lusala, Patrick Ken Kalala / Demokratische Republik Kongo, Südafrika / 2010)<br
/> <i>Contre toi</i> &#8220;In Your Hands&#8221; (Lola Doillon / Frankreich, Deutschland / 2010)<br
/> Creating Lilliput  (?? / Deutschland / 2011)<br
/> Das Dorf  (Justus von Dohnányi / Deutschland / 2011)<br
/> <i>Das Lied in mir</i> (Florian Micoud Cossen / Deutschland, Argentinien / 2010)<br
/> <i>Das rote Zimmer</i> (Rudolf Thome / Deutschland / 2010)<br
/> Denn sie wissen nicht, was sie tun  (Hans Steinbichler / Deutschland / 2011)<br
/> <i>Der Mond</i> (Klaus Schneider / Deutschland / 2010)<br
/> Der Walkman Effekt  (?? / Deutschland / 2011)<br
/> <i>Die Besen</i> (Klaus Schneider / Deutschland / 2010)<br
/> <i>Die Besen</i> [erste Version]  (Klaus Schneider / Deutschland / 2010)<br
/> Die Ecken  (?? / Deutschland / 2011)<br
/> Doktor Wodarz  (Alexander Winter / Deutschland / 2010)<br
/> Ein kleiner Film für Michael  (Romuald Karmakar / Deutschland / 2011)<br
/> <i>Eine ganz heiße Nummer</i> [falsches Bildformat]  (Markus Goller / Deutschland / 2011)<br
/> El Mocito &#8220;The Young Butler&#8221;  (Marcela Said, Jean de Certeau / Chile / 2010)<br
/> El premio &#8220;The Prize&#8221;  (Paula Markovitch / Mexiko, Frankreich, Deutschland, Polen / 2010)<br
/> <i>F</i> (Johannes Roberts / GB / 2010)<br
/> Führung  (René Frölke / Deutschland / 2010)<br
/> Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2 &#8220;Harry Potter und die Heiligtümer des Todes &#8211; Teil 2&#8243; [deutsche Synchro / 3D]  (David Yates / GB, USA / 2011)<br
/> Hobo with a Shotgun  (Jason Eisener / Kanada / 2011)<br
/> Hwanghae &#8220;The Yellow Sea&#8221; [140 min. Fassung]  (Hong-jin Na / Südkorea / 2010)<br
/> <i>I Know Where I&#8217;m Going</i> (Ben Rivers / GB / 2009)<br
/> <i>In Time</i> [deutsche Synchro]  (Andrew Niccol / USA / 2011)<br
/> Jaffa, the Orange&#8217;s Clockwork  (Eyal Sivan / Israel, Deutschland, Belgien, Frankreich / 2009)<br
/> Joachim Karl Günther  (?? / Deutschland / 2011)<br
/> Jûsan-nin no shikaku &#8220;13 Assassins&#8221;  (Takashi Miike / Japan, GB / 2010)<br
/> Kurtlar Vadisi Filistin &#8220;Tal der Wölfe &#8211; Palästina&#8221;  (Zübeyr Sasmaz / Türkei / 2011)<br
/> <i>Le poil de la bête</i> &#8220;Die Nacht der Wölfe&#8221;  (Philippe Gagnon / Kanada / 2010)<br
/> <i>Los colores de la montaña</i> &#8220;The Colors of the Mountain&#8221;  (Carlos César Arbeláez / Kolumbien, Panama / 2010)<br
/> M is for Markus  (Ali Abbasi / Dänemark / 2011)<br
/> <i>Machtentfaltung</i> (Klaus Schneider / Deutschland / 2009)<br
/> Marxism Today (Prologue)  (Phil Collins / Deutschland / 2010)<br
/> Molf-e Gand  (Mahmoud Rahmani / Iran / 2009)<br
/> Mord in der ersten Liga  (Nils Willbrandt / Deutschland / 2011)<br
/> Nûdo no yoru: Ai wa oshiminaku ubau &#8220;A Night in Nude: Salvation&#8221;  (Takashi Ishii / Japan / 2010)<br
/> <i>Onna no kappa</i> &#8220;Underwater Love&#8221;  (Shinji Imaoka / Japan, Deutschland / 2011)<br
/> <i>Oral History</i> (Volko Kamensky / Deutschland / 2009)<br
/> <i>Osmdesát dopisu</i> &#8220;Eighty Letters&#8221;  (Václav Kadrnka / Tschechische Republik / 2011)<br
/> <i>Perfect Sense</i> (David Mackenzie / GB, Deutschland, Schweden, Dänemark / 2010)<br
/> Petropolis [falsches Bildformat]  (Peter Mettler / Kanada / 2009)<br
/> Pink Saris  (Kim Longinotto / GB / 2010)<br
/> <i>Portraits deutscher Alkoholiker</i> (Carolin Schmitz / Deutschland / 2009)<br
/> Rango [deutsche Synchro / falsches Bildformat]  (Gore Verbinski / USA / 2011)<br
/> Read Your City  (?? / Deutschland / 2011)<br
/> <i>Schlafkrankheit</i> (Ulrich Köhler / Deutschland, Frankreich, Niederlande / 2011)<br
/> <i>Slow Action</i> (Ben Rivers / GB / 2010)<br
/> Slow Torture Puke Chamber  (Lucifer Valentine / Kanada / 2010)<br
/> SommerElemente  (?? / Deutschland / 2011)<br
/> Stalags &#8220;Pornografie &#038; Holocaust&#8221;  (Ari Libsker / Israel / 2008)<br
/> Stand van de Sterren &#8220;Position Among the Stars&#8221;  (Leonard Retel Helmrich / Niederlande, Indonesien / 2010)<br
/> Super 8 [deutsche Synchro]  (J.J. Abrams / USA / 2011)<br
/> Tag &#038; Nacht  (?? / Deutschland / 2011)<br
/> Teufelsnacht  (Wolfgang Böhm, Florian Puchert / Deutschland / 2011)<br
/> The Dead  (Howard J. Ford, Jonathan Ford / GB / 2010)<br
/> <i>The Tree of Life</i> (Terrence Malick / USA / 2010)<br
/> Tsumetai nettaigyo &#8220;Cold Fish&#8221;  (Sion Sono / Japan / 2010) x2<br
/> <i>Tyrannosaur</i> (Paddy Considine / GB / 2010)<br
/> <i>Unter dir die Stadt</i> (Christoph Hochhäusler / Deutschland, Frankreich / 2010)<br
/> Vapor Trail (Clark)  (John Gianvito / USA / 2010)<br
/> Vlees &#8220;Meat&#8221;  (Victor Nieuwenhuijs, Maartje Seyferth / Niederlande/ 2010)<br
/> Warum mag jeder Würstchen?  (Stefan Vogt / Deutschland / 2010)<br
/> <i>Whores&#8217; Glory</i> (Michael Glawogger / Österreich, Deutschland / 2011)<br
/> <i>Witze</i> (Klaus Schneider / Deutschland / 2010)<br
/> <i>Xin shao lin si</i> &#8220;Shaolin&#8221;  (Benny Chan / Hongkong, China / 2010)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/gesamtliste-aller-neuen-gesehenen-filme-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Gesamtliste aller gesehenen aktuellen Filme 2011</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/gesamtliste-aller-gesehen-aktuellen-filme-2011/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/gesamtliste-aller-gesehen-aktuellen-filme-2011/#comments</comments> <pubDate>Mon, 09 Jan 2012 02:25:15 +0000</pubDate> <dc:creator>Christoph</dc:creator> <category><![CDATA[Christoph]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <category><![CDATA[Ohne Kategorie]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12586</guid> <description><![CDATA[(Es handelt sich um eine Ergänzung zu diesem Jahreslisten-2011-Sammelposting.) In Reihenfolge der Sichtung: Black Swan (Darren Aronofsky) Glückliche Fügung (Isabelle Stever) My Soul to Take (Wes Craven) Picco (Philipp Koch) The Stool Pigeon (Dante Lam) We Were Here (David Weissman, Bill Weber) Heaven&#8217;s Story (Takahisa Zeze) Schlafkrankheit (Ulrich Köhler) Vampire (Shunji Iwai) Die Höhle der [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>(Es handelt sich um eine Ergänzung zu diesem <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gesammelte-jahreslisten-2011/">Jahreslisten-2011-Sammelposting</a>.)</p><p><strong>In Reihenfolge der Sichtung:</strong></p><p>Black Swan (Darren Aronofsky)<br
/> Glückliche Fügung (Isabelle Stever)<br
/> My Soul to Take (Wes Craven)<br
/> Picco (Philipp Koch)<br
/> The Stool Pigeon (Dante Lam)<br
/> We Were Here (David Weissman, Bill Weber)<br
/> Heaven&#8217;s Story (Takahisa Zeze)<br
/> Schlafkrankheit (Ulrich Köhler)<br
/> Vampire (Shunji Iwai)<br
/> Die Höhle der vergessenen Träume (Werner Herzog)<br
/> Rebounce (Heidi Maria Faisst)<br
/> Swans (Hugo Vieira da Silva)<br
/> The Terrorists (Thunska Pansittivorakul)<br
/> Eine Serie von Gedanken (Heinz Emigholz)<br
/> The Big Eden (Peter Dörfler)<br
/> E-love (Anne Villacèque)<br
/> Auf der Suche (Jan Krüger)<br
/> Idleness (Juan Villegas, Alejandro Lingenti)<br
/> Day is Done (Thomas Imbach)<br
/> Twenty Cigarettes (James Benning)<br
/> The Residents (Tiago Mata Machado)<br
/> Das schlafende Mädchen (Rainer Kirberg)<br
/> The Angel of Doel (Tom Faessert)<br
/> Dirty Eyes (Lawrence Weiner)<br
/> Kampf der Königinnen (Nicolas Steiner)<br
/> Bullhead (Michaël R. Roskam)<br
/> Mondo Lux – Die Bilderwelten des Werner Schroeter (Elfi Mikesch)<br
/> Lost Land (Pierre-Yves Vandeweerd)<br
/> Sleepless Nights Stories (Jonas Mekas)<br
/> Cet Homme (Markus Ruff)<br
/> Engel des Bösen – Die Geschichte eines Staatsfeindes (Michele Placido)<br
/> Essential Killing (Jerzy Skolimowski)<br
/> 13 Assassins (Takashi Miike)<br
/> Das rote Zimmer (Rudolf Thome)<br
/> Unter Kontrolle (Volker Sattel)<br
/> Das Lied in mir (Florian Cossen)<br
/> Dreileben – Etwas Besseres als den Tod (Christian Petzold)<br
/> Dreileben – Komm mir nicht nach (Dominik Graf)<br
/> Ohne Limit (Neil Burger)<br
/> Scream 4 (Wes Craven)<br
/> Stadt Land Fluss (Benjamin Cantu)<br
/> Tatort – Nasse Sachen (Johannes Grieser)<br
/> Dreileben – Eine Minute Dunkel (Christoph Hochhäusler)<br
/> Post Mortem (Pablo Larraín)<br
/> Atmen (Karl Markovics)<br
/> Bonsái (Cristián Jiménez)<br
/> Porfírio (Alejandro Landes)<br
/> Sennentuntschi (Michael Steiner)<br
/> Corman&#8217;s World: Exploits of a Hollywood Rebel (Alex Stapleton)<br
/> Die Räuberin (Markus Busch)<br
/> Play (Ruben Östlund)<br
/> A Little Closer (Matthew Petock)<br
/> Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne)<br
/> Headshots (Lawrence Tooley)<br
/> The Sword and the Rose (João Nicolau)<br
/> Year Without a Summer (Tan Chui Mui)<br
/> Aardvark (Kitao Sakurai)<br
/> Wasted Youth (Argyris Papadimitropoulos, Jan Vogel)<br
/> Arirang (Ki-duk Kim)<br
/> Aita (José María de Orbe)<br
/> Ocaso (Theo Court)<br
/> Meek&#8217;s Cutoff (Kelly Reichardt)<br
/> Michael (Markus Schleinzer)<br
/> The Day He Arrives (Sang-soo Hong)<br
/> The Journals of Musan (Jung-bum Park)<br
/> Black Bread (Agustí Villaronga)<br
/> Hell (Tim Fehlbaum)<br
/> Futures Markets (Mercedes Álvarez)<br
/> Dad (Vlado Škafar)<br
/> Unten Mitte Kinn (Nicolas von Wackerbarth)<br
/> Truce (Svetlana Proskurina)<br
/> Cold Weather (Aaron Katz)<br
/> American Translation (Pascal Arnold, Jean-Marc Barr)<br
/> Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod (Alex de la Iglesia)<br
/> Polizeiruf 110 – Cassandras Warnung (Dominik Graf)<br
/> Tyrannosaur – Eine Liebesgeschichte (Paddy Considine)<br
/> Guilty of Romance (Sion Sono)<br
/> A Stone&#8217;s Throw Away (Sebastián Hiriart)<br
/> Jean Gentil (Israel Cárdenas, Laura Amelia Guzmán)<br
/> Chantrapas (Otar Iosseliani)<br
/> The Sky Above (Sérgio Borges)<br
/> Marimbas From Hell (Julio Hernández Cordon)<br
/> The Tree of Life (Terrence Malick)<br
/> The Dead (Jonathan Ford, Howard Ford)<br
/> The Woman (Lucky McKee)<br
/> Cold Fish (Sion Sono)<br
/> Kill List (Ben Wheatley)<br
/> A Horrible Way to Die (Adam Wingard)<br
/> The Innkeepers (Ti West)<br
/> Herzensbrecher (Xavier Dolan)<br
/> Die drei Musketiere (Paul W. S. Anderson)<br
/> Caterpillar (Kôji Wakamatsu)<br
/> Vier Leben (Michelangelo Frammartino)<br
/> The Ward (John Carpenter)<br
/> Saturnus (Bruno Sukrow)<br
/> Melancholia (Lars von Trier)<br
/> Bruderschaft (Nicolo Donato)<br
/> Hollywood Fling – Diary of a Serial Killer (Eckhart Schmidt)<br
/> Underwater Love (Shinji Imaoka)<br
/> Brownian Movement (Nanouk Leopold)<br
/> Behindert und schwul (Simon Begemann)<br
/> Die Prinzessin von Montpensier (Bertrand Tavernier)<br
/> A Night in Nude: Salvation (Takashi Ishii)<br
/> Attenberg (Athina Rachel Tsangari)<br
/> The Voice (Umit Unal)<br
/> F (Johannes Roberts)<br
/> Wer ist Hanna? (Joe Wright)<br
/> Hobo With a Shotgun (Jason Eisener)<br
/> Weekend (Andrew Haigh)<br
/> Interim (Jan Soldat)<br
/> Black Field (Vardis Marinakis)<br
/> Bellflower (Evan Glodell)<br
/> Trash Humpers (Harmony Korine)<br
/> Finisterrae (Sergio Caballero)<br
/> Die Stunde des Wolfs (Matthias Glasner)<br
/> Arietty &#8211; Die wundersame Welt der Borger (Hiromasa Yonebayashi)<br
/> Road to Nowhere (Monte Hellman)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/gesamtliste-aller-gesehen-aktuellen-filme-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Ekstase 2011</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/ekstase-2011/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/ekstase-2011/#comments</comments> <pubDate>Sun, 01 Jan 2012 22:17:22 +0000</pubDate> <dc:creator>Die Redaktion</dc:creator> <category><![CDATA[Andreas]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Christian]]></category> <category><![CDATA[Christoph]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <category><![CDATA[Sano]]></category> <category><![CDATA[Ekstase]]></category> <category><![CDATA[Entdeckungen 2011]]></category> <category><![CDATA[Filmgeschichte]]></category> <category><![CDATA[Lieblingsfilme]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12244</guid> <description><![CDATA[Ältere Filme, erstmals gesehen: gesammelte Entdeckungslisten In jährlicher Tradition (siehe 2009 und 2010) folgt hiermit unter neuem Motto auch für das Jahr 2011 eine Sammlung von filmischen Entdeckungen. Aus verschiedenen Gründen sind wir diesmal ein paar Tage später dran und leider ist auch ein Schwund bei der Teilnehmerzahl zu verzeichnen (möglicherweise gibt es zumindest noch [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ältere Filme, erstmals gesehen: gesammelte Entdeckungslisten</strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Stoßtrupp-Gold1.jpg" alt="" title="Stoßtrupp Gold auf der ekstatischen Suche nach Entdeckungen" width="525" height="637" class="aligncenter size-full wp-image-12264" /><br
/> <br/><br
/> In jährlicher Tradition (siehe <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/funf-listen-entdeckungen-2009/">2009</a> und <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/altere-filme-erstmals-gesehen-entdeckungen-2010/">2010</a>) folgt hiermit unter neuem Motto auch für das Jahr 2011 eine Sammlung von filmischen Entdeckungen. Aus verschiedenen Gründen sind wir diesmal ein paar Tage später dran und leider ist auch ein Schwund bei der Teilnehmerzahl zu verzeichnen (möglicherweise gibt es zumindest noch eine Listen-Nachreichung), dafür haben sich die verbliebenen Teilnehmer mit umso umfangreicheren Beiträgen ins Zeug gelegt. Außerdem freuen wir uns ganz besonders, mit Christian bei dieser Gelegenheit einen neuen E-Träumer in unseren Reihen begrüßen zu dürfen. Die Jahreslisten mit unseren Favoriten des aktuellen Kinojahres folgen wie gewohnt in einigen Tagen.<span
id="more-12244"></span><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Balken.png" alt="" title="Balken" width="525" height="80" class="aligncenter size-full wp-image-12371" /><br
/> <br/><br
/> <strong><em>Christian</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/ozu-assassins.png" alt="" title="Ozu &amp; Fourastié" width="525" height="214" class="aligncenter size-full wp-image-12258" /><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/swedish-valerie.png" alt="" title="Swedish Love Story &amp; Valerie" width="525" height="214" class="aligncenter size-full wp-image-12259" /><br
/> <br/><br
/> Manchmal fließt etwas über den Rand des Filmbildes hinaus in das Herz und in die Seele des Betrachters. Das Werk von Yasujiro Ozu ist voll von diesen kostbaren Momenten. Mit seiner Schönheit, Wahrheit und Wahrhaftigkeit hat es mich glücklich gemacht. Ozus Filme haben mich bereichert und verändert. Die immer wiederkehrenden gleichen Darstellerinnen und Darsteller verkörpern Figuren, deren Leben man nicht nur interessiert verfolgt. Man nimmt daran Anteil. Sympathien verwandeln sich in zarte Zuneigung. Es sind Familienfilme im klassischen Sinne, und das in doppelter Hinsicht. Wie gern hätte ich diese Geschichten über Familien gemeinsam mit meinen Eltern und Großeltern gesehen. Die Ozu-Retrospektive im japanischen Kulturinstitut in Köln hat mein Kinojahr 2011 geprägt. Einzelne Filme aus dem Gesamtwerk herauszuheben hätte bedeutet, andere herabzusetzen. Ich habe es nicht fertiggebracht.</p><p>Am 18.10.2011 starb der geniale Medienhistoriker Friedrich Kittler. Seine unnachahmliche Art, auf kleinen Springpunkten bewegende Theorie-Monumente aufzubauen, wird mir fehlen. Und natürlich seine Leidenschaft, andere Menschen mit seinen Ideen zu begeistern. Er hat den Leitsatz von Aischylos, dass das Wissen eine Fackel ist, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, immer wieder betont und ihn gelebt wie kaum ein anderer. Die Fackel weitergeben &#8211; das ist auch eine schöne Umschreibung für das, was uns hier umtreibt. Über Filme hat Friedrich Kittler nie geschrieben. Das mag einem wie Ironie erscheinen, war aber nur folgerichtig. Er erwähnte einmal, dass er eigentlich nur Erotikfilme richtig gern mag, aber über diese nicht schreiben könne. Vielleicht hat Kittler verstanden, dass man wundersame Werke wie “Die Vergnügungsspalte“ &#8211; eines meiner faszinierendsten Kinoerlebnisse 2011 &#8211;  nicht in einen medientheoretischen Diskurs einfügen darf. Man muss sich ihnen anders nähern und sie vor allem dort belassen, wo sie hingehören &#8211; in Freiheit. Einer von denen, die die richtigen Worte finden, ist der “SigiGötz-Entertainment“-Herausgeber Ulrich Mannes. Sein <a
href="http://www.verbrecherverlag.de/buch/646">Buch</a> “Alpenglühn 2011: Ein Dialog zum Deutschen Erotikkino“, das im April 2012 im Verbrecher Verlag erscheinen wird, wird schon glutheiß erwartet.<br
/> <br/><br
/> <strong>Das Konzentrat: 49 Entdeckungen 2011</strong></p><p>“Aber nach der ihr eigenen Bewegung zeichnet die Aufzählung kunstvoll einen Kreis und schließt sich an ihrem am meisten offenen Endpunkt. Sie spielt ebenso mit Effekten der Diskontinuität wie mit denen der Äquivalenz, sie dynamisiert sich Dank des Bruches und bekommt durch alle ihre Spannungen einen höheren Wert.“ <em>(Francois Jullien, “Die Kunst, Listen zu erstellen“, Merve 2004)</em></p><p>The Bat Whispers (Roland West, 1930)<br
/> Victimas del pecado (Verbotene Straße) (Emilio Fernández, 1951)<br
/> The Phenix City Story (Phil Karlson, 1955)<br
/> Le jeu de la vérité (Das Spiel der Wahrheit) (Robert Hossein, 1961)<br
/> Yôjinbô (Akira Kurosawa, 1961)<br
/> La mort d´un tueur (Verflucht und vergessen) (Robert Hossein, 1964)<br
/> Repulsion (Roman Polanski, 1965)<br
/> Schwarzer Markt der Liebe (Ernst Hofbauer, 1966)<br
/> 48 Stunden bis Acapulco (Klaus Lemke, 1967)<br
/> Un choix d´assassins (Eine Kugel auf der Rechnung) (Philippe Fourastié, 1967)<br
/> La morte non ha sesso (Das Geheimnis der jungen Witwe) (M. Dallamano, 1968)<br
/> Schamlos (Eddy Saller, 1968)<br
/> Teorema (Pier Paolo Pasolini, 1968)<br
/> Camille 2000 (Radley Metzger, 1969)<br
/> Küss mich, Monster (Jesus Franco, 1969)<br
/> Eugénie (Jesus Franco, 1970)<br
/> En kärlekshistoria (Eine schwedische Liebesgeschichte) (Roy Andersson, 1970)<br
/> Kelly´s Heroes (Brian G. Hutton, 1970)<br
/> San Domingo (Hans-Jürgen Syberberg, 1970)<br
/> Valerie a týden divu (Valerie &#8211; Eine Woche voller Wunder) (Jaromil Jires, 1970)<br
/> Una lucertola con la pelle di donna (A Lizard in a Woman´s Skin) (Lucio Fulci, 1971)<br
/> Schüler-Report (Eberhard Schröder, 1971)<br
/> Wild Rovers (Blake Edwards, 1971)<br
/> Erziehung vor Verdun (Egon Günther, 1973)<br
/> Kid Blue (James Frawley, 1973)<br
/> Turks fruit (Paul Verhoeven, 1973)<br
/> Die Vergnügungsspalte (Heinz Gerhard Schier, 1973)<br
/> Jeder für sich und Gott gegen alle (Werner Herzog, 1974)<br
/> Abigail Lesley Is Back in Town (Joseph W. Sarno, 1975)<br
/> L´ambizioso (Harley Riders &#8211; Sie kannten kein Erbarmen) (P. Squitieri, 1975)<br
/> Dersu Uzala (Uzala, der Kirgise) (Akira Kurosawa, 1975)<br
/> Mafia Girls (Norbert Meisel, 1975)<br
/> Hausu (Nobuhiko Ohbayashi, 1977)<br
/> Soft Places (Joanna Williams, 1978)<br
/> Steifeprüfung (Hans Billian, 1978)<br
/> Altered States (Ken Russell, 1980)<br
/> Monarch (Johannes Flütsch &#038; Manfred Stelzer, 1980)<br
/> Palermo oder Wolfsburg (Werner Schroeter, 1980)<br
/> The Satisfiers of Alpha Blue (Gerard Damiano, 1980)<br
/> Liebeskonzil (Werner Schroeter, 1981)<br
/> Café Flesh (Stephen Sayadian, 1982)<br
/> Angyali üdvözlet (The Annunciation) (András Jeles, 1984)<br
/> Crazy Love (Dominique Deruddere, 1987)<br
/> Penthesilea (Hans-Jürgen Syberberg, 1988)<br
/> Babylon &#8211; Im Bett mit dem Teufel (Ralf Huettner, 1992)<br
/> Dollhouse (Andrew Blake, 2003)<br
/> Innocence (Lucile Hadzihalilovic, 2004)<br
/> Children of Men (Alfonso Cuarón, 2006)<br
/> Sex Tapes with Peaches &#038; Zara (Viv Thomas, 2010)<br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Balken.png" alt="" title="Balken" width="525" height="80" class="aligncenter size-full wp-image-12371" /><br
/> <br/><br
/> <strong><em>Andreas</em></strong></p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/eighties-zerstörer1.png" alt="" title="Womöglich meine beiden wichtigsten Entdeckungen 2011" width="525" height="346" class="aligncenter size-full wp-image-12356" /><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/tropische-finger-im-kopf.png" alt="" title="Bo trifft Doillon" width="525" height="353" class="aligncenter size-full wp-image-12354" /><br
/> <br/><br
/> Ich mag den Gedanken, dass Filme ihre Orte haben, oder anders gesagt: dass sie sich mit Orten und Erlebnissen verknüpfen. Vertraute und fremde Lichtspielhäuser als Geburtsstätten neuer Welten, die sich auftun, wenn 24 Bilder pro Sekunde am Lichtstrahl des Projektors vorbei rattern. Und es ist immer wieder ein besonderes Gefühl, erstmalig ein bislang unbekanntes Kino zu betreten, damit also nicht nur einen neuen Film kennen zu lernen, sondern auch einen neuen Raum, eine neue Umgebung, vielleicht auch neue Menschen und eine neue Stadt. Wodurch ein gesehener Film auch gleichzeitig seinen Platz in der persönlichen <em>map of the world</em> der Orte und Erinnerungen hat (in dieser Hinsicht bin ich sicherlich auch vom 2011 tragischerweise verstorbenen Michael Althen geprägt). Das gehört zweifellos zu den reizvollen Aspekten der Fahrt zu Festivals und Sonderveranstaltungen. Wenn man es übertreibt, kann es zu Stress und Zwang werden. Noch habe ich das Gefühl, eine gute Balance zwischen ungezwungener Lust und aus dem Ruder gelaufener Obsession zu halten. Obwohl ich ältere Filme aus verschiedenen Gründen (schon ihrer zunehmend aussterbenden Materialität wegen) besonders gerne im Kino sehe, habe ich diesmal bei Berlinale und Filmfest München (auch wegen mäßig interessanter Retros) fast nur neue Filme gesehen, und auch insgesamt so viele wie nie zuvor. Bei der Viennale mischte sich das Verhältnis wieder mehr, waren einige der Sonderaufführungen und Tributes dann schlichtweg unwiderstehlich. Unter Kritikern und Cinephilen genießt „Il Cinema Ritrovato“ in Bologna einen besonderen Ruf als Festival, das sich ausschließlich der Wiederentdeckung von Filmgeschichte verschrieben hat. Immer wieder begegnet man schwärmenden Bologna-Fans. Irgendwann wird es vielleicht auch eine ET-Gesandtschaft noch schaffen, den Weg dorthin zu finden, bislang überschnitt es sich eben leider auch meist unglücklich mit dem Filmfest München. Dafür klappte es 2011 endlich wieder mit einem gemeinsamen Besuch des immer am ersten Oktober-Wochenende stattfindenden 70mm-Festivals in Karlsruhe, das diesmal ein besonders abwechslungsreiches Programm bot und uns obendrein mit ET-Neuzugang Christian zusammen führte. Ganz zum Jahresabschluss bildeten drei großartige Tage in Köln beim „Kino-Climates“-Treffen deutscher Off-Off-Kinomacher noch einmal einen Höhepunkt, bei dem es nicht nur feine Filme zu entdecken gab, sondern man vor allem auch viele wunderbare Menschen kennen lernen konnte. Eine Oase des cinephilen Austausches unter Gleichgesinnten. Zum Hamburger „Monster Machen Mobil“-Festival und zum „Geheimnisvollen Filmclub Buio Omega“ haben wir es hingegen auch 2011 trotz fester Vorsätze nicht geschafft – so bleiben schon einmal zwei wichtige Cine-Ziele, die in 2012 endlich nach einer Umsetzung rufen.<br
/> So gerne ich mich von externen Inspirationen und Möglichkeiten zu Kinosichtungen verleiten lasse, so bildeten doch auch eine Reihe von Sichtungen in den eignen vier Wänden immer wieder feine Ergänzungen. Und dann gab es natürlich noch die außerordentlichen Filmkongresse des Hofbauer-Kommandos, die 2011 in besonderem Maße ein stetiger, nahrhafter, spritziger Quell der Freude waren, dem man gerne reihenweise Nächte opferte, um sich dem gemeinsamen ekstatischen Genuss von Kuriosem, Aufregendem, Seltenem, Abseitigem, Schmierigem und Bizarrem hinzugeben. Und auch im regulären Kinoprogramm boten sich bei allerlei Retrospektiven und Filmreihen viele dankend genutzte Gelegenheiten, ältere Filme auf der Leinwand zu sehen. Wenig habe ich dabei so genossen wie die Kinosichtungen von vier Filmen von <strong>Hou Hsiao-Hsien</strong>, der für mich seit Jahren zu den größten lebenden Regisseuren gehört und den ich mit jedem weiteren neu oder wieder gesehenen Film mehr liebe.<br
/> Neben Hou waren es vor allem <strong>Jacques Doillon, Marran Gosov, Alain Resnais, Günter Hendel, Chantal Akerman, Hubert Frank, Aki Kaurismäki, Soi Cheang, Jean-Marie Straub &#038; Danièle Huillet, Joe D’Amato</strong> und <strong>Dominik Graf</strong>, deren Werk mir schon zuvor in unterschiedlichem Maße vertraut war, deren Filmografie ich aber 2011 mit großer Freude noch einmal ein ganzes Stück weiter erschlossen habe.  Darüber hinaus prägten insbesondere die Neuentdeckung jeweils mehrerer Filme von <strong>Jürgen Enz, May Spils, Armando Bo, Reinhard Kahn &#038; Michel Leiner, Klaus Schneider, Lee Anne Schmitt, Bernhard Marsch, Peter Nestler, Valie Export, Alois Brummer, Eva Hiller, Norbert Meisel, Linda Christanell, Luigi di Gianni</strong> und <strong>Minoru Shibuya</strong> meine Streifzüge durch die Filmgeschichte. Schon anhand dieser Namen lässt sich leicht erahnen, dass gerade die diversen Facetten des deutsch(sprachig)en Kinos weiterhin zu den Sichtungsschwerpunkten gehörten.<br
/> Nachdem ich 2011 die gesehenen älteren Filme zum größten Teil in monatlichen Zusammenstellungen in meinem <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/sehtagebucher/andreas/">STB</a> aufgelistet habe, verzichte ich diesmal auf eine (noch exzessivere) Langfassung der Liste im letztjährigen Stil. Außerdem habe ich bewusst einige erst letzte Woche auf meiner <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-4-strandgut/">DÖS-Liste</a> gewürdigte Titel weggelassen oder durch andere, ähnliche geschätzte und neu entdeckte Filme der jeweils gleichen Regisseure ersetzt. Und auch hier gilt die Beschränkung auf ein bzw. maximal zwei Filme pro Regisseur, lediglich bei Jacques Doillon musste ich eine Ausnahme machen, weil die sechs neu gesehenen Filme fast alle so toll waren, dass ich nicht anders konnte, als zumindest drei davon auf die Liste zu nehmen.<br
/> <br/><br
/> <strong>88 ausgewählte Entdeckungen 2011 </strong><br
/> <em>- weitgehend sichtungschronologisch, mit vereinzelten bewussten Durchmischungen -</em></p><p>À nos amours (Maurice Pialat)<br
/> Nerosubianco (Tinto Brass)<br
/> Himmel und Erde (Michael Pilz)<br
/> Modern People (Minoru Shibuya)<br
/> Das Geheimnis der Todesinsel (Mel Welles)<br
/> Righteousness (Minoru Shibuya)<br
/> Crimson Gold (Jafar Panahi)<br
/> Stunde der Bewährung (Ulu Grosbard)<br
/> Sicilia! (Jean-Marie Straub, Danièle Huillet)<br
/> Dirty Love (Joe D’Amato)<br
/> The Missouri Breaks (Arthur Penn)</p><p>Die Weibchen (Zbyněk Brynych)<br
/> Cannibal Man (Eloy de la Iglesia)<br
/> Stadt der Trauer (Hou Hsiao-Hsien)<br
/> Unter Geheimbefehl (Elia Kazan)<br
/> Liebe kann wie Gift sein (Veit Harlan)<br
/> Der Fahnder: Nachtwache (Dominik Graf)<br
/> Geschichten einer fernen Kindheit (Hou Hsiao-Hsien)<br
/> Take the Money and Run (Woody Allen)<br
/> Confidential Report: Sex Market (Noboru Tanaka)<br
/> I wie Ikarus (Henri Verneuil)<br
/> Die jungen Ausreißerinnen (Walter Boos)</p><p>Graf Porno und seine Mädchen (Günter Hendel)<br
/> Brute Force – Zelle R 17 (Jules Dassin)<br
/> Mélo (Alain Resnais)<br
/> Liebe bis in den Tod (Alain Resnais)<br
/> In Frankfurt sind die Nächte heiß (Rolf Olsen)<br
/> Tender Flesh (Jess Franco)<br
/> Die Liebe einer Blondine (Miloš Forman)<br
/> Fremde Stadt (Rudolf Thome)<br
/> Das Gold der Liebe (Eckhart Schmidt)<br
/> Schulmädchen-Report 3., 4. &#038; 6. Teil (Ernst Hofbauer)<br
/> Tempo di raccolta (Luigi di Gianni)</p><p>Aquaplaning (Eva Hiller)<br
/> Tropische Sinnlichkeit (Armando Bo)<br
/> Summer Night Fever (Siggi Götz)<br
/> Eros-Center Hamburg (Günter Hendel)<br
/> Die Bestie aus dem Weltraum (Alfonso Brescia)<br
/> Naked (Armando Bo)<br
/> The Spirit of Seventy-Sex (Stu Segall)<br
/> Splendor (Ettore Scola)<br
/> Ginevra (Ingemo Engström)<br
/> American Cannibale (Michael &#038; Roberta Findlay, S. Nuchtern)<br
/> Man spricht über Jacqueline (Werner Hochbaum)</p><p>Die steinere Blume (Aleksandr Ptushko)<br
/> Frankfurt Kaiserstraße (Roger Fritz)<br
/> Die Klette (Romolo Guerrieri)<br
/> Japanese Girls at the Harbor (Hiroshi Shimizu)<br
/> Le rendez-vous (Jean Delannoy)<br
/> Blow Job (Alberto Cavallone)<br
/> Zwei Kumpel in Tirol (Alois Brummer)<br
/> Aluminium of Greece (Roussos Koundouros)<br
/> Castle Keep (Sydney Pollack)<br
/> Irma Vep (Olivier Assayas)<br
/> The Bat Whispers (Roland West)</p><p>Dance Craze (Joe Massot)<br
/> Stoßtrupp Gold / Kelly’s Heroes (Brian G. Hutton)<br
/> Bel Ami – Skandinavische Lust (Mac Ahlberg)<br
/> Viele kamen vorbei (Peter Pewas)<br
/> Les années 80 (Chantal Akerman)<br
/> Une chambre en ville (Jacques Demy)<br
/> Carmen Jones (Otto Preminger)<br
/> Nightingale (Lee Anne Schmitt)<br
/> Zwickel auf Bizyckel (Reinhard Kahn &#038; Michel Leiner)<br
/> The Tomb of Ligeia (Roger Corman)<br
/> Rücke vor auf: Frühlingsmorgen (Reinhard Kahn)</p><p>The Shout (Jerzy Skolimowski)<br
/> Bad Timing (Nicolas Roeg)<br
/> Meomsa (Linda Christanell)<br
/> Torre Bela (Thomas Harlan)<br
/> Dog Bite Dog (Soi Cheang)<br
/> Finger im Kopf (Jacques Doillon)<br
/> Der rote Rausch (Wolfgang Schleif)<br
/> Mann &#038; Frau &#038; Animal (Valie Export)<br
/> Le Jeune Werther (Jacques Doillon)<br
/> Melody in Love (Hubert Frank)<br
/> Der Kerl liebt mich – und das soll ich glauben? (Marran Gosov)</p><p>Yojimbo – Der Leibwächter (Akira Kurosawa)<br
/> Drei Teufelskerle machen alles nieder (Ernst Hofbauer)<br
/> Engel aus Eisen (Thomas Brasch)<br
/> Der Pate der Bronx (Demofilo Fidani)<br
/> Nacktes Entsetzen (Rafael Romero Marchent)<br
/> Der Zerstörer / Mafia Girls (Norbert Meisel)<br
/> La vie de famille (Jacques Doillon)<br
/> Das Mädchen aus der Streichholzfabrik (Aki Kaurismäki)<br
/> Herbstromanze (Jürgen Enz)<br
/> Addio Onkel Tom (Gualtiero Jacopetti, Franco Prosperi)<br
/> Verbotene Straße (Emilio Fernández)<br
/> <br/><br
/> <strong>Wiedergesehen, wiederentdeckt</strong><br
/> <em>- 18 im Kino besonders genossene, zuvor bereits bekannte Filme -</em></p><p>Rififi (Jules Dassin)<br
/> Written on the Wind (Douglas Sirk)<br
/> Mit Django kam der Tod (Luigi Bazzoni)<br
/> I Hired a Contract Killer (Aki Kaurismäki)<br
/> Der letzte Tango in Paris (Bernardo Bertolucci)<br
/> Wonnekloß (Marran Gosov)<br
/> Goodbye, Dragon Inn (Tsai Ming-liang)<br
/> Die Vögel (Alfred Hitchcock)<br
/> Cannibal Holocaust (Ruggero Deodato)<br
/> Das Tier (Joe Dante)<br
/> Asphalt-Dschungel (John Huston)<br
/> Maniac (William Lustig)<br
/> A Snake of June (Shinya Tsukamoto)<br
/> Foltermühle der gefangenen Frauen (Jean Rollin)<br
/> Goodbye South, Goodbye (Hou Hsiao-Hsien)<br
/> Das zweite Gesicht (Dominik Graf)<br
/> Apocalypse Now (Francis Ford Coppola)<br
/> Der Mann aus Laramie (Anthony Mann)<br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Balken.png" alt="" title="Balken" width="525" height="80" class="aligncenter size-full wp-image-12371" /><br
/> <br/><br
/> <strong><em>Sano</em></strong><br
/> <br/><br
/> <em><strong>“Je mehr Filme ich sehe, desto höher bewerte ich sie.”</strong></em><br
/> - Zitat Christoph Wirschings aus dem Filmjahr 2011</p><p>&nbsp;</p><p><strong>I.</strong></p><p></b></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12318" rel="attachment wp-att-12318"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/jakubisko.png" alt="" title="" width="525" height="315" class="alignnone size-full wp-image-12318" /></a></p><p></b></p><p>Auch 2011 war was Filme angeht wieder einmal ein Spitzenjahr. Da dies inzwischen aber Tradition hat, und ich mich gar nicht mehr daran erinnern kann, wann mich ein Jahr mit Filmen nicht in freudige Erregung versetzt hat (das muss wohl vor meiner Geburt gewesen sein), nun zum Wesentlichen: Den Aufzählungen, Nennungen und Auflistungen, die jetzt in Hülle und Fülle folgen werden, zu denen es aber dennoch zu sagen gilt: Ich habe mich beschränkt! Wirklich, ehrlich &#8211; das ist nur die Spitze des Eisbergs! Selbst mit allen Meisterwerken der Filmgeschichte, die mir 2011 vor die Augen gekommen sind, will ich an dieser Stelle nicht langweilen, sondern nur ein paar auserlesene Sonderexemplare präsentieren. Sozusagen mein Best of des Best of. Wer sich für eine ausführlichere Aufzählung der Highlights interessiert, der sei auf mein <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/sehtagebucher/stb-sano-2011/">letztjähriges Sehtagebuch</a> und die darin enthaltenen, nach Monat sortierten filmischen Highlights verwiesen, die zwar ebenfalls nicht alles Sehenswerte beinhalten, da sie selbst ja schon eine einschränkend auferlegte Auslese darstellen, aber wenigstens dem leidgeprüften und nach Filmen dürstenden Cinephobiker eine fülligere Alternative zu seinem filmlosen Alltag bieten dürften. Ja, das vorangestellte Zitat belegt es: ich näherte mich einmal mehr dem sagenumwobenen Schlaraffenland, dem Land wo Filme, die keine Wünsche offen lassen, wie das ersehnte Manna vom Himmel fallen, und einem Ausblicke in fremde Ideen- und Vorstellungswelten bieten, wie man sie sich immer oder nie zu erhoffen gewagt hätte. Es war wahrlich eine der reichsten Ernten die ich in meinem Cinephilendasein diesmal einfahren durfte, und ich war regelmäßig versucht von den monatlich gesehenen Filmen teilweise fast die Hälfte in meine Favoritenlisten im Sehtagebuch zu packen, so dass ich gestehen muss, dass im Schnitt wohl jeder dritte Film eine kleinere oder größere Offenbarung hervorscheinen ließ. Und neben aller Ekstase gab es natürlich auch zahlreiche sonstige überdurchschnittliche audiovisuelle Erzeugnisse zu genießen, so dass ich eigentlich gestehen muss mich wieder einmal der schrankenlosen Völlerei schuldig gemacht zu haben. Den Magen verdorben habe ich mir dabei jedoch nicht, meine Lust ist ungebrochen, und auch die folgenden Monate versprechen wieder unzählige Leckerbissen und lassen mich schon in freudiger Erregung einer Jahresauswertung 2012 entgegentrachten. Aber zurück zum Anfang.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>II.</strong></p><p></b></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12317" rel="attachment wp-att-12317"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Bat-Whispers-Mask.jpg" alt="" title="" width="525" height="267" class="alignnone size-full wp-image-12317" /></a></p><p></b></p><p>Chronologisch fing am 01. Januar 2011 alles mit einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten an, der mich davon überzeugte, dass ich M. Night Shyamalans <em>Signs</em> (2002) beim damaligen deutschen Kinostart nicht annähernd zu würdigen wusste, und die Zeit der lange geplanten Re-evaluierung und Erstsichtung weiterer Shyamalanscher Filme gekommen war. Was daraus logisch folgte, war nach der letztjährigen Entdeckung von <em>The Village</em> (2004) (nach <em>Unbreakable</em> (2000) und dem besagten <em>Signs</em> Shyamalans drittes Meisterstück in Folge), die endgültige Erhebung des raunenden Inders in meinen persönlichen Regiepantheon. Wiederentdeckungen bereits gesehener aber bisher nicht (oder schon lange nicht mehr) in diesem Ausmaß genossener Filme gab es einige, wobei mich vor allem Michael Manns <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=E9SEFMIBwAs">&#8220;Der letzte Mohikaner</a></em>&#8221; (1992), Jean-Luc Godards <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=lNRjo6nr-tc">Notre Musique</a></em> (2004), Detlef Siercks <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=P-nRf4jXp4c">La Habanera</a></em> (1937), Lambert Hillyers <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=tQb7hH8lG-g">The Shock</a></em> (1923), Howard Hawks <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=VjJlBnfyiI4">&#8220;Tote schlafen fest&#8221;</a></em> (1946), Mel Gibsons <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=0YTdkT_CoGo&amp;feature=related">Braveheart</a></em> (1994), Sergio Leones <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=3Y4Ml1qRGHk">&#8220;Spiel mir das Lied vom Tod&#8221;</a></em> (1968), Kar Wai Wongs <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=23oBMOvt85o">&#8220;In the Mood for Love&#8221;</a></em> (2000), Enzo Barbonis <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=dEv9mB5-BnA">&#8220;Vier Fäuste für ein Halleluja&#8221;</a></em> (1971), Mark Pellingtons <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=9a1sXJc_jGw">Arlington Road</a></em> (1998), und Stan Brakhages <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=g-rACt6IX5c">Black Ice</a></em> (1994) zu faszinieren wussten. Besonders hervorheben muss ich aber meine Zweisichtung von Mamoru Oshiis <em><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=XbwoUerTyKg">“The Red Spectacles”</a></em> (1987), die einer ekstatischen Offenbarung gleichkam, und mich und meinen Mitgucker und ebenso hingebungsvollen Oshii-Anhänger Alexander Schmidt in ungläubiges Staunen verfallen ließ. Denn Oshii erweist sich mit diesem Film nicht nur als potentieller Nachfolger Seijun Suzukis, sondern ringt mir (so sehr ich diese Verabsolutierungen auch ablehne) mehr und mehr das Eingeständnis ab, vielleicht der eigenständigste und visionärste unter den narrativen Filmemachern der letzten 30 Jahre zu sein. Eines kann ich aber jetzt schon versprechen: 2012 wird es auf Eskalierende Träume auf jeden Fall eine Reihe von Veröffentlichungen zu Mamoru Oshii geben, deren erste sich ausgiebig mit <em>&#8220;The Red Spectacles&#8221;</em> beschäftigen wird.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>III.</strong></p><p></b></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12320" rel="attachment wp-att-12320"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Töröscik.jpg" alt="" title="" width="525" height="290" class="alignnone size-full wp-image-12320" /></a></p><p></b></p><p>Aber nicht nur das Wiedersehen mit bekannten Filmen kann manchmal unerwartetes und erhofftes zutage fördern, sondern auch die weitere Beschäftigung mit geschätzten oder geliebten Filmemachern. So konnte ich 2011 besonders meine positiven Eindrücke von Filmemachern wie Bill Melendez (The Great Inventors [1989]), Marran Gosov (Power Slide [1966], Pfeiffer [1967], Der Alte [1968]), Maurice Pialat (À nos amours [1983]), Rudolf Thome (Das rote Zimmer [2010]), Michael Curtiz (Jön az öcsém [1919], 20,000 Years in Sing Sing [1932]), Ernst Hofbauer (Dschungelmädchen für zwei Halunken [1974]), Shôhei Imamura (Hateshinaki yokubo [1958]), Richard Donner (Superman II [2006]), Jean Rollin (Les raisins de la mort [1978]), Umberto Lenzi (Roma a mano armata [1976], Cannibal ferox [1981]), Jane Campion (In the Cut [2003]), Michael Mann (Thief [1981]), Ken Russell (Gothic [1986], The Rainbow [1988]), Franz Winzentsen (Regenzeiten [1996]), Alexander Titus Benda (Das Nürnberger Bett [1983]), Georges Méliès (Le juiff errant [1904]), Joe D&#8217;Amato (Pomeriggio caldo [1987]), Hsiao-hsien Hou (Tong nien wang shi [1985]), René Clément (Le passager de la pluie [1970]), Sion Sono (Tsumetai nettaigyo [2010]), Dziga Vertov (Chelovek s kino-apparatom [1929]), Godfrey Ho (Clash of the Ninjas [1986]), Alain Resnais (Muriel ou Le temps d&#8217;un retour [1963]), Ryû Murakami (Raffles Hotel [1989]), Roy Del Ruth (Taxi! [1932]), William A. Wellman (Safe in Hell [1931], Yellow Sky [1948]), Fred Zinnemann (Act of Violence [1948]), Raoul Walsh (Pursued [1947]), Paul Verhoeven (Spetters [1979], Flesh+Blood [1985]), Satyajit Ray (Nayak [1965]), John Ford (The Hurricane [1937]), Dario Argento (Phenomena [1984]), Walter Hill (Streets of Fire [1984], The Long Riders [1980]), Milos Forman (Ragtime [1981]), Peter Brook (Moderato cantabile [1960]), Ringo Lam (Gam yuk fung wan [1987], In Hell [2003]), Helmut Käutner (Romanze in Moll [1943], Große Freiheit Nr. 7 [1944]), Apichatpong Weerasethakul (Sud sanaeha [2002], Mobile Men [2008]), Ingmar Bergman (Persona [1966]), Michelangelo Antonioni (L&#8217;avventura [1960]), Giuseppe Colizzi (I quattro dell&#8217;Ave Maria [1968], La collina degli stivali [1969]), Godfrey Reggio (Powaqqatsi [1987]), Takeshi Kitano (3-4 x jûgatsu [1990]), Erich Waschneck (Fräulein [1939], Regine [1934]), Peter Hyams (Narrow Margin [1990], Busting [1973]), Jesus Franco (Paroxismus [1970]), Josef von Sternberg (Morocco [1930]), William Wyler (The Collector [1965], The Liberation of L.B. Jones [1969]), Rouben Mamoulian (Dr. Jekyll and Mr. Hyde [1931]), Eckhart Schmidt (Der Sandmann [1993]), Michael Glawogger (Whores&#8217; Glory [2011]), John Farrow (Where Danger Lives [1950]), Henri-Georges Clouzot (La prisonnière [1968], Manon [1949]), Henri Verneuil (Le corps de mon ennemi [1976]), King Vidor (The Crowd [1928]), Cirio H. Santiago (Equalizer 2000 [1987]), Georg Wilhelm Pabst (Jeunes filles en détresse [1939]), Tom Bewilogua (1000 Gramm [2010]), Walter R. Booth (The Airship Destroyer [1909]), Jorge Sanjinés (Revolución [1963]), Eric Rohmer (Die Marquise von O&#8230; [1976]) und Cheh Chang (Quan ji [1971]) um einige schillernde Facetten erweitern. Wiederum besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle den begnadeten Dominik Graf, der sich mir letztes Jahr von allen Filmemachern nicht nur am ausgiebigsten erschlossen hat (und dessen Filme ich sogar teilweise von gut erhaltenen 35mm-Kopien im Kino bestaunen durfte), sondern der mir vermutlich auch die in ihrer Vielzahl und Vielfalt beglückendsten und ergiebigsten Filmerlebnisse 2011 beschert hat. Das war zwar keine eigentliche &#8220;(Neu)Entdeckung&#8221; wie 2009 William Castle oder 2010 Susumu Hani, aber in der unerwarteten Intensität und Ballung eine ebenso erfüllende Erfahrung. Wenig verwunderlich und mehr als verdient daher, dass er auf meiner diesen Eintrag abschließenden Liste gleich vier mal vertreten ist.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>IV.</strong></p><p></b></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12321" rel="attachment wp-att-12321"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Vlacil-Gesicht.jpg" alt="" title="" width="525" height="223" class="alignnone size-full wp-image-12321" /></a></p><p></b></p><p>Neben der Sichtung von vermeintlich Vertrautem und der Wiederbegegnung mit alten Bekannten, freut es mich aber immer wieder am meisten, lang erwartete oder gänzlich unerwartete Begegnungen mit unbekannten oder bisher noch unerschlossenen Regisseuren zu machen, zu denen ich auch diejenigen zähle, die mir in der Vergangenheit vielleicht schon ein oder zwei mal mit einem Film über den Weg gelaufen sind, deren individuellen Ausdruck ich aber damals (noch) nicht zu würdigen verstand. 2011 möchte ich unter diesen heiß ersehnten oder mich völlig uberrumpelnden Erfahrungen vor allem folgende (und die auslösenden eindrücklichsten Filme, die in der Mehrheit auch zu persönlichen Favoriten avanciert sind) nicht unerwähnt lassen: Lewis Allen (Desert Fury [1947]), Bernhard Marsch (Halleluja [1995], Wohnhaft [2004]), Martin Müller (Die Kapitulation [1967], Zinnsoldat [1968]), Kirk Douglas (Posse [1975]), David Von Ancken (Seraphim Falls [2006]), Veit Harlan (Kolberg [1945], Jud Süß [1940], Liebe kann wie Gift sein [1958]), Ewald André Dupont (Die Geier &#8211; Wally [1921]), Károly Makk (Szerelem [1970]), Michael Winner (Death Wish [1974], Chato&#8217;s Land [1971]), Hansjürgen Pohland (Brücke zur Sonne [1960], Um 8 Uhr kommen die Schweine wieder [1959]), William Lustig (Maniac [1980]), Zoltán Fábri (Körhinta [1955]), Noboru Tanaka ((Maruhi) shikijô mesu ichiba [1974]), Jackie Chan (Ging chat goo si [1985], Xiao quan guai zhao [1979], Shi di chu ma [1980]), Grey Daisies (10:15 Saturday Night [2010]), Roger Fritz (Mädchen &#8211; Mädchen [1966]), Klaus Schneider (Machtentfaltung [2009], Die Besen [2010], Der Mond [2010]), Eva Hiller (Unsichtbare Tage [1990]), Haro Senft (Supertramp Portrait 1970 [1970]), Ingemo Engström (Ginevra [1991]), Woo-ping Yuen (Se ying diu sau [1978], Huo yun chuan qi [1994]), Christoph Hochhäusler (Unter dir die Stadt [2010]), Eloy de la Iglesia (La semana del asesino [1974]), Walter Boos (Die jungen Ausreißerinnen [1972]), Margaret Tait (John MacFadyen [1970]), Chang-hwa Jeong (Tian xia di yi quan [1972]), Ken Loach (Hidden Agenda [1990]), Boris Barnet (Okraina [1933]), Phillips Smalley und Lois Weber (Suspense [1913]), Karl Heinz Martin (Die Stimme des Herzens [1937]), Giorgio Moroder (Metropolis [1984]), Wolfgang Staudte (Kirmes [1960], Madeleine und der Legionär [1957]), Glenn H. Alvey Jr. (The Door in the Wall [1956]), Adrian Lyne (Fatal Attraction [1987]), Jin Xie (Nu lan wu hao [1957]), Juraj Jakubisko (Vtackovia, siroty a blazni [1969]), Ernst Crantzler (Sylvia [1983]), Frantisek Vlácil (Údolí vcel [1967], Marketa Lazarová [1967]), Joseph Losey (The Criminal [1960], The Prowler [1950]), Mario Gariazzo (Intrigo d&#8217;amore [1988]), Mario Siciliano (Rolf [1983]), Wolfgang Liebeneiner (Großstadtmelodie [1943]), Jürgen Goslar (Liebling, ich muß dich erschießen [1962]), Cy Endfield (Hell Drivers [1957]), Aleksandr Ptushko (Kamennyy tsvetok [1946]), Pascal Arnold und Jean-Marc Barr (American Translation [2011]), Hong-jin Na (Hwanghae [2010]), Radu Muntean (Hîrtia va fi albastrã [2006]), Isild Le Besco (Bas-fonds [2009]), Roussos Koundouros (Alouminion tis Ellados [1965]), René Frölke (Führung [2010]), Stanislav Rostotsky (Bela [1966]), Roland West (The Bat Whispers [1930]), Georges Dufaux and Claude Godbout (L&#8217;homme multiplié [1969]), Brian G. Hutton (Kelly&#8217;s Heroes [1970]), John Gianvito (Vapor Trail (Clark) [2010]), José Luis Merino (Ancora dollari per i MacGregor [1970]), Wolfgang Hübner (Jorinde und Joringel [1986]), Anthony Mann (The Tin Star [1957]), Paul Sloane (The Woman Accused [1933]), Helma Sanders-Brahms (Heinrich [1977]), George Moorse (Der Findling [1967]), Mi-yeon Lee (Bus, jeong ryu-jang [2002]), Richard Benjamin (Racing with the Moon [1984]), Frantisek Cáp (La ragazza della salina [1957]), Franz Peter Wirth (Menschen im Netz [1959]), Henri Decoin (Non coupable [1947]), Jack Starrett (Run, Angel, Run [1969]), Paul Schrader (Dominion: Prequel to the Exorcist [2005]), Arthur Lubin (Phantom of the Opera [1943]), Alfred E. Green (Baby Face [1933]), Pierre Chenal (L&#8217;homme de nulle part [1937]), Giuliano Montaldo (Ad ogni costo [1967]), Giorgio Capitani (Ognuno per sé [1968]), Sidney Lumet (The Verdict [1982]), Segundo de Chomón (Le roi des dollars [1905]), Irina Povolotskaya (Alenkiy tsvetochek [1977]), Jan Lenica (Labirynt [1963]), Anup Singh (Ekti Nadir Naam [2001]), Georgi Daneliya (Kin-dza-dza! [1986]), Petra Seeger (Film is a Battleground [1998]), Arthur Lipsett (Very Nice, Very Nice [1961]) und Jacques Godbout (YUL 871 [1966]).</p><p>&nbsp;</p><p><strong>V.</strong></p><p></b></p><p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/?attachment_id=12319" rel="attachment wp-att-12319"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Pursued-Sporen.png" alt="" title="" width="525" height="394" class="alignnone size-full wp-image-12319" /></a></p><p></b></p><p>Was lässt sich abschließend noch sagen? 571 Filme habe ich mir für das ganze Jahr über als gesehen notiert, das Meiste davon aus Deutschland und den USA, mit weiteren Schwerpunkten auf französischem und teilweise noch italienischem Kino. Es scheint, ich hatte immer noch nicht wirklich Lust weit über den Tellerrand zu blicken. Obwohl ich mir während des Jahres vorgenommen hatte mehr Filme aus Ungarn, der Tschechoslowakei und der Sowjetunion zu schauen, hat es damit nicht so wirklich geklappt. Nichtdestotrotz bin ich immer noch sehr neugierig auf eine tiefere Beschäftigung mit den Kinematographien dieser Länder, ebenso wie ich weiterhin darauf brenne mehr alte chinesiche Filme zu schauen. Mal sehen ob diese Vorsätze 2012 etwas bringen. Ein paar weitere Schwerpunkte von 2011, die ich auch dieses Jahr verfolgen möchte, sind die sogenannten US-amerikanischen Pre-Code Tonfilme zwischen 1929 und 1934, sowie der weniger kanonisierte und genrebetontere französische Tonfilm der 30er bis 50er. Desweiteren wären da noch der deutsche Film während der Nazizeit und allgemein die 80er Jahre, die mich als Kinojahrzehnt inzwischen am meisten beglücken. Aber genug der Worte. Ich will hier gar nicht ausführlicher über die einzelnen Filme schwärmen. Schaut sie euch einfach an. Das macht mehr Spaß als meine Worte zu lesen, und ist garantiert um ein vielfaches bereichernder. Filme wirken, und über sie schreiben ist meist verlorene Liebesmüh. Also auf zur abschließenden Liste.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Persönliches Logbuch</strong></p><p></b></p><p><img
class="alignnone" src="http://i108.photobucket.com/albums/n7/sanocestnik/vlcsnap-2011-01-27-00h00m08s97-1.png" alt="" width="525" height="212" /></p><p></b></p><p>Die hier vorliegende Auflistung setzt sich im Grunde aus den größten filmischen Überraschungen zusammen, die ich 2011 gesehen habe. Gewichtet sind die Filme nicht ausschließlich nach meiner Vorliebe, sondern auch stark nach einem persönlichen Entdeckungsfaktor, was heißt, dass es sich zwar um die künstlerischen Höhepunkte handelt, ein Film aber eher auf der Liste gelandet ist, wenn mir bestimmte Aspekte einen genuin neuen Blick auf das Kino und seine Fähigkeiten eröffnet haben. Denn dass die Liste endet wo sie endet ist rein willkürlich. Genausogut könnte sie bis Platz 99 oder 150 weitergehen &#8211; aber ich will das Ganze in diesem Beitrag ja nicht ausufern lassen. Obwohl die Platzierungen mit absteigender Nummerierung beliebiger werden und eher aus dem Moment als aus irgendeiner vertretbaren Position heraus gefällt worden sind, ist es dennoch so, dass mir z.B. Film Numero 3 tendenziell besser gefallen hat, als Film Numero 18. Ansonsten hätte ich auf eine Numerierung verzichtet.</p><p></br></p><p>1. <ins
datetime="2012-01-01T22:35:13+00:00">(Maruhi) shikijô mesu ichiba</ins> <em>“Secret Chronicle: She Beast Market”<br
/> Noboru Tanaka Japan 1974</em><br
/> 2. <ins
datetime="2012-01-01T22:35:13+00:00">À nos amours </ins><em>“Auf das, was wir lieben”<br
/> Maurice Pialat Frankreich 1983</em><br
/> 3. <ins
datetime="2012-01-01T22:35:13+00:00">Narrow Margin</ins><br
/> <em>Peter Hyams  USA  1990</em><br
/> 4. <ins
datetime="2012-01-01T22:35:13+00:00">Körhinta</ins> <em>“Karussell”<br
/> Zoltán Fábri  Ungarn  1955</em><br
/> 5. <ins
datetime="2012-01-01T22:35:13+00:00">YUL 871</ins> <em>&#8220;Montreal Flight 871&#8243;<br
/> Jacques Godbout  Kanada  1966</em><br
/> 6. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Mädchen – Mädchen</ins><br
/> <em>Roger Fritz  BRD  1966</em><br
/> 7. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Unsichtbare Tage </ins><br
/> <em>Eva Hiller  Deutschland  1991</em><br
/> 8. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Regine</ins><br
/> <em>Erich Waschneck  Deutschland  1934</em><br
/> 9. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Das zweite Gesicht</ins><br
/> <em>Dominik Graf  BRD  1982</em><br
/> 10. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Moderato cantabile </ins><br
/> <em>Peter Brook  Frankreich  1960</em></p><p></b></p><p>11. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">The Bat Whispers </ins><br
/> <em>Roland West  USA  1930</em><br
/> 12. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Die Sieger </ins><br
/> <em>Dominik Graf  Deutschland  1994</em><br
/> 13. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Kin-dza-dza! </ins><br
/> <em>Georgi Daneliya  Sowjetunion  1986</em><br
/> 14. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Les raisins de la mort</ins> <em>“Foltermühle der gefangenen Frauen”<br
/> Jean Rollin  Frankreich  1978</em><br
/> 15. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Pursued</ins> <em>“Verfolgt”<br
/> Raoul Walsh  USA  1947</em><br
/> 16. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Údolí vcel</ins> <em>&#8220;Valley of the Bees&#8221;<br
/> Frantisek Vlácil  Tschechoslowakei  1967</em><br
/> 17. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Taxi! </ins><br
/> <em>Roy Del Ruth  USA  1932</em><br
/> 18. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Fatal Attraction</ins> <em>“Eine verhängnisvolle Affäre”<br
/> Adrian Lyne  USA  1987</em><br
/> 19. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Ging chat goo si</ins> <em>“Police Story”<br
/> Jackie Chan  Hongkong  1985</em><br
/> 20. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Vtackovia, siroty a blazni</ins> <em>&#8220;Vögel, Waisen, Narren&#8221;<br
/> Juraj Jakubisko  Tschechoslowakei, Frankreich  1969</em></p><p></b></p><p>21. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Thief</ins> <em>&#8220;Der Einzelgänger&#8221;<br
/> Michael Mann  USA  1981</em><br
/> 22. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Hateshinaki yokubo</ins> <em>“Endless Desire”<br
/> Shôhei Imamura  Japan  1958</em><br
/> 23. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Posse</ins> <em>“Männer des Gesetzes”<br
/> Kirk Douglas  USA  1975</em><br
/> 24. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Die Stimme des Herzens</ins><br
/> <em>Karl Heinz Martin  Deutschland  1937</em><br
/> 25. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Streets of Fire</ins> <em>“Straßen in Flammen”<br
/> Walter Hill  USA  1984</em><br
/> 26. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Non coupable</ins> <em>&#8220;Nicht schuldig&#8221;<br
/> Henri Decoin  Frankreich  1947</em><br
/> 27. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Die Katze</ins><br
/> <em>Dominik Graf  BRD  1988</em><br
/> 28. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Okraina</ins> <em>“Outskirts”</em><br
/> <em>Boris Barnet  Sowjetunion  1933</em><br
/> 29. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Metropolis</ins><br
/> <em>Giorgio Moroder  USA  1984</em><br
/> 30. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Nu lan wu hao</ins> <em>“Woman Basketball Player No. 5″<br
/> Jin Xie  China  1957</em></p><p></b></p><p>31. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Ginevra</ins><br
/> <em>Ingemo Engström  Deutschland  1991</em><br
/> 32. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Großstadtmelodie</ins><br
/> <em>Wolfgang Liebeneiner  Deutschland  1943</em><br
/> 33. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Baby Face</ins><br
/> <em>Alfred E. Green  USA  1933</em><br
/> 34. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Alenkiy tsvetochek</ins> <em>&#8220;Die feuerrote Blume&#8221;<br
/> Irina Povolotskaya  Sowjetunion  1977</em><br
/> 35. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Manon </ins><br
/> <em>Henri-Georges Clouzot  Frankreich  1949</em><br
/> 36. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">The Verdict </ins><br
/> <em>Sidney Lumet  USA  1982</em><br
/> 37. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">The Rainbow </ins><br
/> <em>Ken Russell  GB, USA  1988</em><br
/> 38. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Kalter Frühling </ins><br
/> <em>Dominik Graf  Deutschland  2003</em><br
/> 39. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Alouminion tis Ellados</ins> <em>&#8220;Aluminum of Greece&#8221;<br
/> Roussos Koundouros  Griechenland  1965</em><br
/> 40. <ins
datetime="2012-01-01T22:38:52+00:00">Ragtime </ins><br
/> <em>Milos Forman  USA  1981</em><br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Balken.png" alt="" title="Balken" width="525" height="80" class="aligncenter size-full wp-image-12371" /><br
/> <br/><br
/> <em><strong>Christoph</strong></em></p><p><img
src="http://i534.photobucket.com/albums/ee348/nougyrrt/2_Academy.gif" alt="Gesichter in Vollbild" /></p><p>Wie die folgende Mammut-Liste erschöpfend illustriert, war 2011 ein vor aufregenden Entdeckungen überquellendes Jahr – von knapp 500 gesehenen Filmen (davon ca. 35 Kurzfilme) haben es über ein Drittel auf diesen babylonischen Listenturm geschafft, nach harten und schmerzhaften Stunden des Selektierens und Aussortierens. Ich erreichte irgendwann den Punkt, an dem ich schlicht keine weiteren entbehrlichen Titel mehr finden konnte. Jeder dieser Filme war eine Entdeckung, hat mich aus diversen Gründen begeistert, fasziniert, erstaunt, hypnotisiert und / oder inspiriert. Ich möchte, um diese listologische Dekadenz weiter zu rechtfertigen, auf <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/sehtagebucher/stb-christoph/">mein Sehtagebuch</a> (leider temporär unvollständig, wird baldmöglichst wiederhergestellt) verweisen, in dem ich zahlreiche dieser Filme mal kurz, mal ausführlicher, kommentiert habe. Ein Großteil dieser Kommentare ist leider eher das uninspirierte Ergebnis pflichtschuldiger Schluderei, aber vielleicht wird eine Stichprobe Sie, liebe Leser, davon überzeugen, dass ich für den Umfang dieser Liste meine&#8230; nun, meine Gründe habe.<br
/> Gelistet sind alle Filme unter ihrem Originaltitel, da mir in allzu vielen Fällen die deutschen Titel, gemessen an der zarten Schönheit der Filme, unangenehm ruppig schienen. Für alle Schmerzfreien, die es dennoch ruppig und vor allem &#8211; verständlicherweise &#8211; komfortabel mögen, gibt <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/christophs-ekstase-2011-deutsche-fassung/">hier</a> noch eine alternative Fassung mit den deutschen Verleih-, bzw. englischen internationalen Titeln (für Filme, die in Deutschland nie erschienen sind).</p><p>Im Gegensatz zu den letzten Jahren habe ich mich 2011 weitgehend dem Strom cinemenschlicher Spontaneitäten überantwortet und kaum gezielt mit einzelnen Filmemachern oder Bereichen beschäftigt.<br
/> Nur ein gegenüber dem diesbezüglich bereits sehr wohlbeleibten 2010 verstärkter Fokus auf deutsches Kino fällt auf, von den 30iger Jahren bis heute. Obwohl ich, inspiriert von den Bohrgängen meiner Freunde auf <a
href="http://hardsensations.com/tag/porno/">Hard Sensations</a>, einen großen Drang verspürte, endlich tiefer als bisher in das amerikanische Erwachsenenkino der 70iger einzudringen, blieb es leider nur bei einer Handvoll Titeln. Gleiches gilt auch für das japanische Kino der 50iger bis 80iger, nach dem ich mich häufiger aus unbestimmten Gründen sehnte, mich aber viel zu selten heranwagte an diese große, unbekannte Masse. Überhaupt auch wieder einmal viel zuwenig aus dem Rest der Welt und vor allem jenseits der 70iger Jahre.<br
/> Immerhin ist es mir zumindest &#8220;gelungen&#8221; (in Anführungszeichen, weil die Herausforderung vermutlich keine große war), ein bisher weitgehend vernachlässigtes Metier erfolgreich zu durchforsten und in meinen persönlichen Cine-Pantheon aufzunehmen: Den Italowestern.<br
/> Es erschien mir angesichts meiner überschwänglichen Leidenschaft für das italienische Genrekino stets etwas fragwürdig, dass dieses unermesslich weite Feld von mir bisher nur sehr spärlich bestellt worden und jenseits der kanonisierten Titel mit präventivem Misstrauen gestraft worden war.  Meine zunehmende Entfremdung von der Perfektion Sergio Leones war daher nur ein äußerer Anlass.<br
/> Letztlich  verhält es sich mit dem Italowestern wie mit so vielen anderen Subgenres des B-Kinos: Es ist der Inszenierung, dem Erfindergeist und Interesse der Filmemacher überlassen, den stets wiederkehrenden Handlungselementen Leben einzuhauchen und gewinnbringende Brüche ins Mark zu treiben. Die Geschichten, die diese Filme erzählen, unterscheiden sich häufig nur in kleinen Details oder in ihrer strukturellen Abfolge, könnten letztlich nicht selten abschnittweise untereinander ausgetauscht werden. Ich empfand eben das als ihre größte Stärke, beinahe schon als ihren Trumpf: Diese Filme – genauer: Diese B-Italowestern, im Gegensatz zu den &#8220;großen&#8221; von Leone, Corbucci und Sollima &#8211; waren nicht auf ihre Drehbücher angewiesen, hatten im Grunde einen unermeßlichen Spielraum (oder auch: eine singuläre künstlerische Freiheit) in der Ausgestaltung und Ausfüllung dieser vagen Handlungsgerüste. Bisweilen erinnert das Ganze an das vielzitierte Kartenspiel: Manche Filme ziehen nur eine Karte, wirbeln diese aber in einem vierfachen Salto auf den Tisch, andere präsentieren ein triumphales Blatt, ohne mit der Wimper zu zucken. Für mich ein ständiges Staunen darüber, wie unterschiedlich jeder einzelne dieser eher achtlos und willkürlich ausgewählten Filme aussah, bewegte und sich anfühlte, in welche seltsamen, teils unerklärlichen Gassen sie abbogen, innerhalb ihrer jeweils eigenen, in der Kamera errichteten Westernstadt. Insgesamt 34 Titel sehr verschiedener Coleur habe ich über das ganze Jahr verteilt gesehen, manche von Filmemachern, deren spätere Werke mir vertraut, viele, die mir völlig unbekannt waren &#8211; darunter einige neue Lieblingsfilme. Genug, um eine eigene Top 10 am Ende dieser Liste zu rechtfertigen.<br
/> Von mir als &#8220;Lückenbüßer&#8221; aufgrund ihrer Laufzeit von nur knapp einer Stunde geschätzt, stehen nach ersten, tastenden Annäherungen im letzten Jahr auch die altdeutsche Gemeinheit spuckenden Fernsehkrimis aus der Schmiede des Produzenten Helmut Ringelmann unvermindert hoch im Kurs. Neben durch ihre großartigen Kinofilme bereits vertrauten Lieblingsregisseuren wie <strong>Zbyněk Brynych</strong> und <strong>Alfred Vohrer</strong> elektrisierte mich dieses Jahr besonders der obskure und überraschungsreiche <strong>Dietrich Haugk</strong>, dessen Arbeiten, obgleich er ausschließlich fürs Fernsehen drehte, stets durch mysteriöse Eigenarten, dezente Surrealismen, unterschwellige Frivolitäten und eine unaufdringliche, aber ausgeprägte (Prä-Post-)Moderne  bestechen. Ihm würde ich eines Tages gerne einen eigenen Text widmen.</p><p>Ansonsten möchte ich folgende Regisseure hervorheben, die ich oft nur durch zwei bis drei Titel, dafür jedoch überaus intensiv für mich entdeckte– oder neu, bzw. in weit umfangreicherem Rahmen als bisher umschwärmte:<br
/> <strong>Marran Gosov</strong>, der Melancholische, zuvor bereits Regisseur eines Lieblingsfilms (&#8220;Zuckerbrot und Peitsche&#8221;), nun Mega-Über-Ultra-Lieblingsregisseur existenzialistischer Filmverse.<br
/> <strong>M. Night Shyamalan</strong>, der Klassizist, einst Hassobjekt, nun Objekt der romantischen cinephilen Begierde.<br
/> <strong>Dominik Graf</strong>, der Unfassbare, über den man einfach nicht schreiben kann, weil <em>er</em> ALLES kann.<br
/> <strong>Hans H. König</strong>, der Anzügliche, Prog-Heimafilmer mit sentimental-mystischem Hang zu ikonoklastischem Genrekino und geheimer Pionier des alpinen deutschen Sleaze.<br
/> <strong>Romolo Guerrieri</strong>, der etwas andere Männerfilmer, großer Schöpfer einiger der dichtesten und komplexesten &#8220;Poliziotteschi&#8221; und des bisher einzigen mir bekannten Gleaze (= Gay-Sleaze)-Italowesterns &#8220;10.000 dollari per un massacro&#8221;.<br
/> <strong>Peter Hyams</strong>, der Schwebende, Meister nocturner Panavision-Fantasien, maßlos unterschätzter Regisseur maßlos unterschätzter filmischer Evidenzen wie &#8220;Narrow Margin&#8221; und &#8220;Outland&#8221;<br
/> <strong>Paolo Bianchini</strong>, der Minimalistische, trauriger Racconteur intimer Balladen aus einem wilden Westen, den Menschen und Geister alleine, sich selbst überlassen haben<br
/> <strong>Veit Harlan</strong>, der Metzgermeister, faszinierend und erschreckend in seinem herzlosen, artifiziellen und menschenfeindlichen Gottesgericht über den schändlichen, abscheulichen Menschenkörper, der nur durch den Tod von der Sünde gereinigt werden kann.<br
/> <strong>Brunello Rondi</strong>, der Fiebrige, bereits 2010 von mir durch das freudianische Psychodrama &#8220;Le tue mani sul mio corpo entdeckt&#8221;, nun dank der oneironautischen Sexualspiritualität von &#8220;Velluto nero&#8221; zum Lieblingsregisseur gekürt.<br
/> <strong>Armando Bo</strong>, der Nimmersatte, ein Meister kinematographischen Begehrens, sich in unvergleichlicher, geradezu apokalyptischer Weise zwischen Leidenschaft und Moral, Sonnenglut und Regensturm, an seiner üppigen Gattin Isabel Sarli labend.<br
/> <strong>Günter Hendel</strong>, der Schmierige, erstaunlich ambitionierter Autorenfilmer deutscher Sexploitation auf der einen, anheimelnd schäbiger Hintertreppen-Enthusiast auf der anderen Seite.<br
/> <strong>Roger Fritz</strong>, der Sehnsüchtige, Herr über ein flirrendes Hinterland der Träume, dass immer dort entsteht, wo wir nicht sind.<br
/> <strong>Wes Craven</strong>, der Bizarre, unberechenbar oszillierend zwischen Klassik, Pulp und Selbstvertrashung<br
/> <strong>Donald Cammell</strong>, der Verzweifelte, hat mir vielleicht DIE Entdeckung des Jahres beschert – &#8220;White of the Eye&#8221;, gesehen im Delirium lebensgefährlicher Übermüdung, dreimal aufgrund von Erschöpfung unterbrochen und dann doch in wahnhafter Gier fortgesetzt, bis zum Zusammenbruch aller Dinge.<br
/> <strong>Mario Siciliano</strong>, der Pessimistische, der ewig Verdammte im Grün des Regenwaldes ertrinken und verblühte Menschen im Grau ihrer Wohnzimmer röcheln lässt.<br
/> <strong>Rolf Thiele</strong>, der bürgerliche Anarchist, Liebhaber &#8220;pikanter&#8221; Erotik, zärtlichen Camps, burlesker Satire und einer, der immer noch darauf wartet, neben Helmut Käutner als essentieller Surrealist wider Opas Kino entdeckt zu werden.<br
/> <strong>Norbert Meisel</strong>, das Schwein, Österreichischer Exilant in einem Amerika, dass ihm idealer Nährboden war für unschuldige Szenarien infernalischer Schmierigkeit und aufreizender Verkommenheit – im bestialischen Siff kam er zu sich.<br
/> <strong>José Bénazéraf</strong>, der Eisprinz. Seine Filme sind die schönste Vision eines irdischen, fragilen, kaum spürbaren Jenseits, die man sich vorstellen kann. Was für ein Nonsens, spürbares &#8220;Jenseits&#8221;.<br
/> <strong>Noboru Tanaka</strong>, der Eigentümliche, in der Lage zu zeigen, dass man sich im Sex auch dann völlig verlieren kann, wenn er alltäglich und berechnend, wenn er nur noch rohe Begierde, Haut und Haare, ist.<br
/> <strong>Werner Hochbaum</strong>, der Poetische, hat gezeigt, dass man wirklich überall und in den unmöglichsten Situationen mit der Kamera träumen kann.<br
/> <strong>Alois Brummer</strong>, der Dadaistische, den so oft ungestillten Gelüsten nach wilden, überschäumenden, absurden und schrankenlosen deutschen Sexkomödien übererfüllend in Wort und Bild nachkommend.<br
/> <strong>Demofilo Fidani</strong>, der Furchtlose, dessen beispielloser Mut und Tüchtigkeit ihn zum funkelnden Stern am  Himmel der außerirdischen Seltsamkeiten beförderten. Er war uns dieses Jahr das, was uns letztes Jahr Angelo Pannacciò war.<br
/> <strong>Jürgen Enz</strong>, der Gräuliche, der unangefochtene Meister trübe-aseptischer, antierotischer Tristesse in leergeräumten, miefigen Wohnzimmern, stets aufs neue gleichermaßen abstoßend wie faszinierend, selten, in persönlichen Momenten der Heimatseligkeit, auch rührend.<br
/> <strong>May Spils</strong>, die Kesse, für deren Hymnen auf die Gammelei und energische Indifferenz es nur ein Wort gibt: Leger.<br
/> Sowie, natürlich, immer und immer wieder: <strong>Jess Franco</strong>, der Unermessliche (aktueller Stand: 48 Filme) und <strong>Ernst Hofbauer</strong>, der Explosive (aktueller Stand: 18 Filme). Leider wagte ich aus Ehrfurcht bisher nicht, von meinem ephemeren Cinegott <strong>Bo Widerberg</strong> sehr viel mehr als einen Film pro Jahr zu sehen &#8211; so auch 2011.<br
/> </br><br
/> <img
src="http://i534.photobucket.com/albums/ee348/nougyrrt/2_Wide.gif" alt="Gesichter und Menschen in Breitwand" /><br
/> <strong>Ultra-Entdeckungen (alphabetisch geordnet):</strong></p><p>(Maruhi) shikijô mesu ichiba (Noboru Tanaka, 1974)<br
/> A.I. &#8211; Artifical Intelligence (Steven Spielberg, 2001)<br
/> Act of Violence (Fred Zinneman, 1948)<br
/> Addio, fratello crudele (Giuseppe Patroni Griffi, 1971)<br
/> Akujo no kisetsu (Minoru Shibuya, 1958)<br
/> Amore sporco (Joe D&#8217;Amato, 1988)<br
/> Anda muchacho, spara! (Aldo Florio, 1971)<br
/> Andrea – Wie ein Blatt auf nackter Haut (Hans Schott-Schöbinger, 1968)<br
/> Angel Express (RP Kahl, 1999)<br
/> Anna und Elisabeth (Frank Wisbar, 1933)</p><p>Apocalypse Now (Francis Ford Coppola, 1979)<br
/> Aquaplaning (Eva Hiller, 1987)<br
/> L&#8217;arciere di Sherwood (Giorgio Ferroni, 1971)<br
/> Arrebato (Iván Zulueta, 1980)<br
/> Autostop rosso sangue (Pasquale Festa Campanile, 1977)<br
/> Babylon – Im Bett mit dem Teufel (Ralf Huettner, 1992)<br
/> The Ballad of Tam Lin (Roddy McDowall, 1970)<br
/> Batman (Tim Burton, 1989)<br
/> Batman Returns (Tim Burton, 1992)<br
/> Beatrice Cenci (Riccardo Freda, 1956)</p><p>Bel ami &#8211; den stora överraskningen (Mac Ahlberg, 1976)<br
/> Bel Ami 2000 oder Wie verführt man einen Playboy? (Michael Pfleghar, 1966)<br
/> La bestia nello spazio (Alfonso Brescia, 1980)<br
/> Bijou (Wakefield Poole, 1972)<br
/> Blow Job – Un soffio erotico (Alberto Cavallone, 1980)<br
/> The Bourne Ultimatum (Paul Greengrass, 2007)<br
/> Carrie (William Wyler, 1952)<br
/> Cliffhanger (Renny Harlin, 1993)<br
/> Le concerto de la peur (José Bénazéraf, 1963)</p><p>Una cuerda al amanecer (Manuel Esteba, 1972)<br
/> Deadly Blessing (Wes Craven, 1981)<br
/> Deine besten Jahre (Dominik Graf, 1998)<br
/> Les destinées sentimentales (Olivier Assayas, 2000)<br
/> The Devil in Miss Jones (Gerard Damiano, 1974)<br
/> Di yi lei xing wei xian (Hark Tsui, 1980)<br
/> Docteur Jekyll et les femmes (Walerian Borowczyk, 1981)<br
/> Un dollaro tra i denti (Luigi Vanzi, 1966)<br
/> Domino (Thomas Brasch, 1982)<br
/> Dschungelmädchen für zwei Halunken (Ernst Hofbauer, Fernando Orozco, 1975)</p><p>L&#8217;eau froide (Olivier Assayas, 1994)<br
/> Die endlose Nacht (Will Tremper, 1964)<br
/> Ercole al centro della terra (Mario Bava, 1961)<br
/> Eros-Center Hamburg (Günter Hendel, 1969)<br
/> Faccia a faccia (Sergio Sollima, 1967)<br
/> Der Fahnder – Nachtwache (Dominik Graf, 1993)<br
/> Fährmann Maria (Frank Wisbar, 1937)<br
/> A Farewell to Arms (Frank Borzage, 1932)<br
/> Der Felsen (Dominik Graf, 2002)<br
/> Ferdinand, der Pussyschreck (Alois Brummer, 1976)</p><p>Fimpen (Bo Widerberg, 1974)<br
/> Frankfurt Kaiserstraße (Roger Fritz, 1981)<br
/> Das Geheimnis der Todesinsel (Mel Welles, 1967)<br
/> Ghosts of Mars (John Carpenter, 2001)<br
/> Il giardino delle delizie (Silvano Agosti, 1967)<br
/> The Liberation of L. B. Jones (William Wyler, 1970)<br
/> Graf Porno und seine Mädchen (Günter Hendel, 1969)<br
/> Grimms Märchen von lüsternen Pärchen (Rolf Thiele, 1969)<br
/> The Greatest Story Ever Told (George Stevens, 1965)</p><p>The Green Slime (Kinji Fukasaku, 1968)<br
/> Hanna Amon (Veit Harlan, 1951)<br
/> Heiße Ernte (Hans H. König, 1956)<br
/> Herbstromanze (Jürgen Enz, 1980)<br
/> Qualcuno in ascolto (Faliero Rosati, 1988)<br
/> Himmel ohne Sterne (Helmut Käutner, 1955)<br
/> Hotte im Paradies (Dominik Graf, 2002)<br
/> The Howling (Joe Dante, 1981)<br
/> I Walk the Line (John Frankenheimer, 1970)<br
/> Images (Robert Altman, 1972)</p><p>In Frankfurt sind die Nächte heiß (Rolf Olsen, 1966)<br
/> In jenen Tagen (Helmut Käutner, 1946)<br
/> Incubus (Leslie Stevens, 1965)<br
/> Jägerblut (Hans H. König, 1957)<br
/> Jing wu men (Wei Lo, 1972)<br
/> Juego sucio en Casablanca (Jess Franco, 1984)<br
/> Le juge Fayard dit Le Shériff (Yves Boisset, 1977)<br
/> Die jungen Ausreißerinnen (Walter Boos, 1973)<br
/> Kakushi-toride no san-akunin (Akira Kurosawa, 1958)<br
/> Kalter Frühling (Dominik Graf, 2003)</p><p>Kelly&#8217;s Heroes (Brian G. Hutton, 1970)<br
/> Der Kerl liebt mich – und das soll ich glauben? (Marran Gosov, 1969)<br
/> Killer Kid (Leopoldo Savona, 1967)<br
/> Kofun (Toshio Okuwaki, 1968)<br
/> La legge della Camorra (Demofilo Fidani, 1973)<br
/> Liebe kann wie Gift sein (Veit Harlan, 1958)<br
/> Le lit de la vierge (Philippe Garrel, 1969)<br
/> Long Weekend (Colin Eggleston, 1978)<br
/> Love Me Deadly (Jacques LaCerte, 1973)<br
/> Lujuria tropical (Armando Bo, 1964)</p><p>Lulu – Eine burleske Tragödie (Rolf Thiele, 1962)<br
/> Mädchen, Mädchen (Roger Fritz, 1966)<br
/> Mafia Girls (Norbert Meisel, 1975)<br
/> Man spricht über Jacqueline (Werner Hochbaum, 1937)<br
/> Maynila: Sa mga kuko ng liwanags (Lino Brocka, 1975)<br
/> Melody in Love (Hubert Frank, 1978)<br
/> Mesuneko-tachi no yoru (Noboru Tanaka, 1972)<br
/> Mettetemi in galera (Ernst Hofbauer, 1977)<br
/> Morgen beginnt das Leben (Werner Hochbaum, 1933)<br
/> Narrow Margin (Peter Hyams, 1990)</p><p>Nerosubianco (Tinto Brass, 1969)<br
/> Nicht fummeln, Liebling (May Spils, 1969)<br
/> A Nightmare on Elm Street Part 2 – Freddy&#8217;s Revenge (Jack Sholder, 1985)<br
/> La nuit la plus longue (José Bénazéraf, 1965)<br
/> Ore di terrore (Guido Leoni, 1969)<br
/> Outland (Peter Hyams, 1981)<br
/> Un par de zapatos del &#8217;32 (Rafael Romero Marchent, 1974)<br
/> The Parallax View (Alan J. Pakula, 1973)<br
/> Una pistola per Ringo (Duccio Tessari, 1965)<br
/> Polizeiruf 110 – Der scharlachrote Engel (Dominik Graf, 2004)</p><p>Porno lui erotica lei (Mario Siciliano, 1981)<br
/> Power Slide (Marran Gosov)<br
/> Quarta parete (Adriano Bolzoni, 1969)<br
/> Quel caldo maledetto giorno di fuoco (Paolo Bianchini, 1968)<br
/> Raising Cain (Brian De Palma, 1992)<br
/> Red Eye (Wes Craven, 2005)<br
/> Rolf (Mario Siciliano, 1983)<br
/> Der rote Kakadu (Dominik Graf, 2005)<br
/> Roy Colt e Winchester Jack (Mario Bava, 1970)<br
/> Une sale histoire (Jean Eustache, 1978)</p><p>Sarah (Daan Retief, 1975)<br
/> Schulmädchen-Report 3. Teil – Was Eltern nicht mal ahnen (Hofbauer, Boos, 1971)<br
/> Servo suo (Romano Scavolini, 1973)<br
/> Sen-hime to Hideyori (Masahiro Makino, 1962)<br
/> Sette pistole per i MacGregor (Franco Giraldi, 1965)<br
/> Signs (M. Night Shyamalan, 2002)<br
/> Sinful Davey (John Huston, 1969)<br
/> Speed Racer (Andy Wachowsky, Larry Wachoswsky, 2008)<br
/> Spetters (Paul Verhoeven, 1980)<br
/> Eine Stadt wird erpresst (Dominik Graf, 2006)</p><p>Strait-Jacket (William Castle, 1964)<br
/> Strictly Forbidden (Jack Deveau, 1974)<br
/> Summer Night Fever (Sigi Götz-Rothemund, 1978)<br
/> Die Sünderin (Willi Forst, 1950)<br
/> Tatort – Fortuna III (Wolfgang Becker, 1976)<br
/> Tatort – Rache-Engel (Robert Sigl, 2005)<br
/> Tatort – Zwei Leben (Wolfgang Staudte, 1976)<br
/> Tender Flesh (Jess Franco, 1998)<br
/> Tension (John Berry, 1949)<br
/> La tentación desnuda (Armando Bo, 1966)</p><p>Testimone oculare (Lamberto Bava, 1990)<br
/> Teodora, imperatrice di Bisanzio (Riccardo Freda, 1954)<br
/> Torino Violenta (Carlo Ausino, 1978)<br
/> Touha (Vojtěch Jasný, 1958)<br
/> Transport z raje (Zbyněk Brynych, 1962)<br
/> Treffer (Dominik Graf, 1984)<br
/> Trigger Man (Ti West, 2007)<br
/> Unbreakable (M. Night Shyamalan, 2000)<br
/> Un uomo, una città (Romolo Guerrieri, 1974)<br
/> Undici giorni undici notte (Joe D&#8217;Amato, 1987)</p><p>Up the Junction (Peter Collinson, 1968)<br
/> Valerie a týden divu (Jaromil Jires, 1970)<br
/> Velluto nero (Brunello Rondi, 1976)<br
/> Víctimas del pecado (Emilio Fernández, 1951)<br
/> Viele kamen vorbei (Peter Pewas, 1956)<br
/> The Village (M. Night Shymalan, 2004)<br
/> Vinyan (Fabrice Du Welz, 2008)<br
/> Vital (Shinya Tsukamoto, 2004)<br
/> Vor Sonnenuntergang (Gottfried Reinhardt, 1956)<br
/> Walking the Edge (Norbert Meisel, 1983)</p><p>Der Weg, den wir nicht zusammen gehen (Dominik Graf, Martin Gressmann, 2009)<br
/> Die Weibchen (Zbyněk Brynych, 1970)<br
/> White of the Eye (Donald Cammell, 1987)<br
/> Wild Rovers (Blake Edwards, 1971)<br
/> Wohnhaft (Bernhard Marsch, 2004)<br
/> Women in Cages (Gerardo de Leon, 1971)<br
/> Wonnekloß (Marran Gosov, 1972)<br
/> Yang chi (Ernst Hofbauer, Chih-hung Kuei, 1974)<br
/> Zwei Kumpel in Tirol (Alois Brummer, 1978)<br
/> </br><br
/> <img
src="http://i534.photobucket.com/albums/ee348/nougyrrt/1_Scope.gif" alt="Gesichter und Menschen und Scope" /><br
/> </br><br
/> <strong>Die 10 besten Italowestern 2011:</strong><br
/> <em>(Gesamt: 34 / alphabetisch geordnet)</em></p><p>10.000 dollari per un massacro (Romolo Guerrieri, 1966)<br
/> El hombre que mató a Billy el Niño (Julio Buchs, 1967)<br
/> Lo voglio morto (Paolo Bianchini, 1968)<br
/> La notte dei serpente (Giulio Petroni, 1970)<br
/> Il ritorno di Ringo (Duccio Tessari, 1966)<br
/> Sella d&#8217;argento (Lucio Fulci, 1978)<br
/> La taglia è tua&#8230; l&#8217;uomo l&#8217;ammazzo io (Edoardo Mulargia, 1969)<br
/> Tempo di massacro (Lucio Fulci, 1967)<br
/> L&#8217;ultimo Killer (Giuseppe Vari, 1966)<br
/> Uno dopo l&#8217;altro (Nick Nostro, 1968)<br
/> </b></br><br
/> <strong>Die 10 verrücktesten Ringelmänner 2011:</strong><br
/> <em>(Gesamt: 38 / alphabetisch nach Titel geordnet)</em></p><p>Der Kommissar: Die Anhalterin (Wolfgang Staudte, 1972)<br
/> Derrick: Der Einzelgänger (Zbyněk Brynych, 1990)<br
/> Der Kommissar: In letzter Minute (Wolfgang Becker, 1969)<br
/> Derrick: Kamillas junger Freund (Alfred Vohrer, 1975)<br
/> Der Kommissar: Der Papierblumenmörder (Zbyněk Brynych, 1969)<br
/> Der Kommissar: Parkplatz-Hyänen (Zbyněk Brynych, 1969)<br
/> Derrick: Tod des Wucherers (Zbyněk Brynych, 1977)<br
/> Der Alte: Die Unbekannte (Zbyněk Brynych, 1981)<br
/> Der Kommissar: Das Ungeheuer (Dietrich Haugk, 1969)<br
/> Derrick: Tote Vögel singen nicht (Alfred Vohrer, 1975)<br
/></br><br
/> <strong>Musik (ungeordnet):</strong></p><p>Nico, Gianni, Frank, Maurizio &#8211; Canti d&#8217;innocenza canto d&#8217;esperienza (1973)<br
/> Peter Thomas – The Big Boss (1971)<br
/> Il Rovescio Della Medaglia – Contaminazione (1973)<br
/> Amon Düül II – Yeti (1970)<br
/> Birth Control – Rebirth (1973)<br
/> Bo Hansson – Sagan Om Ringen (1970)<br
/> Il Balletto di Bronzo – Sirio 2222 (1970)<br
/> Area – Arbeit macht frei (1973)<br
/> Freedom – Black on White (1969)<br
/> Banco del Mutuo Soccorso  &#8211; Darwin (1972)<br
/> Biglietto per l&#8217;inferno – Biglietto per l&#8217;inferno (1974)<br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2012/01/Balken.png" alt="" title="Balken" width="525" height="80" class="aligncenter size-full wp-image-12371" /><br
/> <br/></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/ekstase-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>8</slash:comments> </item> <item><title>Christophs Ekstase 2011 &#8211; Deutsche Fassung</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/christophs-ekstase-2011-deutsche-fassung/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/christophs-ekstase-2011-deutsche-fassung/#comments</comments> <pubDate>Sun, 01 Jan 2012 22:16:48 +0000</pubDate> <dc:creator>Christoph</dc:creator> <category><![CDATA[Christoph]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12449</guid> <description><![CDATA[Deutsche Fassung meiner Entdeckungsliste 2011 (Original hier): (Alphabetisch geordnet nach deutschen und teilweise (für Filme, die in Deutschland nie erschienen sind) englischen internationalen Titeln) &#8216;Tis Pity She&#8217;s a Whore (Giuseppe Patroni Griffi, 1971) Die 7 Pistolen des McGregor (Franco Giraldi, 1965) 12 Stunden Angst (Peter Hyams, 1990) A.I. &#8211; Künstliche Intelligenz (Steven Spielberg, 2001) Akt [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deutsche Fassung meiner Entdeckungsliste 2011 (Original <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/ekstase-2011/">hier</a>):</strong><br
/> <em>(Alphabetisch geordnet nach deutschen und teilweise (für Filme, die in Deutschland nie erschienen sind) englischen internationalen Titeln)<br
/> </em><br
/> &#8216;Tis Pity She&#8217;s a Whore (Giuseppe Patroni Griffi, 1971)<br
/> Die 7 Pistolen des McGregor (Franco Giraldi, 1965)<br
/> 12 Stunden Angst (Peter Hyams, 1990)<br
/> A.I. &#8211; Künstliche Intelligenz (Steven Spielberg, 2001)<br
/> Akt der Gewalt (Fred Zinneman, 1948)<br
/> Das älteste Gewerbe (Noboru Tanaka, 1974)<br
/> Andrea – Wie ein Blatt auf nackter Haut (Hans Schott-Schöbinger, 1968)<br
/> Angel Express (RP Kahl, 1999)<br
/> Anna und Elisabeth (Frank Wisbar, 1933)<br
/> Apocalypse Now (Francis Ford Coppola, 1979)</p><p>Aquaplaning (Eva Hiller, 1987)<br
/> Arrebato (Iván Zulueta, 1980)<br
/> Das Auge des Killers (Donald Cammell, 1987)<br
/> Babylon – Im Bett mit dem Teufel (Ralf Huettner, 1992)<br
/> The Ballad of Tam Lin (Roddy McDowall, 1970)<br
/> Batman (Tim Burton, 1989)<br
/> Batmans Rückkehr (Tim Burton, 1992)<br
/> Bel Ami – Skandinavier Lust (Mac Ahlberg, 1976)<br
/> Bel Ami 2000 oder Wie verführt man einen Playboy? (Michael Pfleghar, 1966)<br
/> Die Bestie aus dem Weltraum (Alfonso Brescia, 1980)</p><p>Bettgeknister, Sexgeflüster (Mario Siciliano, 1981)<br
/> Bijou (Wakefield Poole, 1972)<br
/> Black Emmanuelle, White Emmanuelle (Brunello Rondi, 1976)<br
/> Black on White (Tinto Brass, 1969)<br
/> Blow Job (Alberto Cavallone, 1980)<br
/> Das Bourne Ultimatum (Paul Greengrass, 2007)<br
/> Carrie (William Wyler, 1952)<br
/> Chamaco (Leopoldo Savona, 1967)<br
/> City Under Siege (Romolo Guerrieri, 1974)<br
/> Cliffhanger (Renny Harlin, 1993)</p><p>Dave – Zuhause in allen Betten (John Huston, 1969)<br
/> The Days of Evil Women (Minoru Shibuya, 1958)<br
/> Deine besten Jahre (Dominik Graf, 1998)<br
/> The Devil in Miss Jones (Gerard Damiano, 1974)<br
/> Dirty Love (Joe D&#8217;Amato, 1988)<br
/> Django spricht kein Vaterunser (Paolo Bianchini, 1968)<br
/> Doctor Jekyll And His Women (Walerian Borowczyk, 1981)<br
/> Ein Dollar zwischen den Zähnen (Luigi Vanzi, 1966)<br
/> Domino (Thomas Brasch, 1982)<br
/> Drei Teufelskerle machen alles nieder (Ernst Hofbauer, 1977)</p><p>Dschungelmädchen für zwei Halunken (Ernst Hofbauer, Fernando Orozco, 1975)<br
/> Elf Tage, Elf Nächte (Joe D&#8217;Amato, 1987)<br
/> Die endlose Nacht (Will Tremper, 1964)<br
/> Eros-Center Hamburg (Günter Hendel, 1969)<br
/> Eyewitness (Lamberto Bava, 1990)<br
/> Der Fahnder – Nachtwache (Dominik Graf, 1993)<br
/> Fährmann Maria (Frank Wisbar, 1937)<br
/> Der Felsen (Dominik Graf, 2002)<br
/> Ferdinand, der Pussyschreck (Alois Brummer, 1976)<br
/> Der feurige Pfeil der Rache (Giorgio Ferroni, 1970)</p><p>Fimpen (Bo Widerberg, 1974)<br
/> Fourth Wall (Adriano Bolzoni, 1969)<br
/> Frankfurt Kaiserstraße (Roger Fritz, 1981)<br
/> Frauen hinter Zuchthausmauern (Gerardo de Leon, 1971)<br
/> Das Geheimnis der Todesinsel (Mel Welles, 1967)<br
/> Gewalt über der Stadt (Carlo Ausino, 1978)<br
/> Ghosts of Mars (John Carpenter, 2001)<br
/> The Garden of Delights (Silvano Agosti, 1967)<br
/> Die Glut der Gewalt (William Wyler, 1970)<br
/> Graf Porno und seine Mädchen (Günter Hendel, 1969)</p><p>Grimms Märchen von lüsternen Pärchen (Rolf Thiele, 1969)<br
/> Die größte Geschichte aller Zeiten (George Stevens, 1965)<br
/> Hanna Amon (Veit Harlan, 1951)<br
/> The Hard Way (Norbert Meisel, 1983)<br
/> Heiße Ernte (Hans H. König, 1956)<br
/> Herbstromanze (Jürgen Enz, 1980)<br
/> High Frequency – Tödliche Strahlen (Faliero Rosati, 1988)<br
/> Himmel ohne Sterne (Helmut Käutner, 1955)<br
/> Hotte im Paradies (Dominik Graf, 2002)<br
/> In einem anderen Land (Frank Borzage, 1932)</p><p>In Frankfurt sind die Nächte heiß (Rolf Olsen, 1966)<br
/> In jenen Tagen (Helmut Käutner, 1946)<br
/> Incubus (Leslie Stevens, 1965)<br
/> Jägerblut (Hans H. König, 1957)<br
/> Die jungen Ausreißerinnen (Walter Boos, 1973)<br
/> Kalter Frühling (Dominik Graf, 2003)<br
/> Karate, Küsse, blonde Katzen (Ernst Hofbauer, Chih-hung Kuei, 1974)<br
/> Der Kerl liebt mich – und das soll ich glauben? (Marran Gosov, 1969)<br
/> Knie nieder und friß Staub (Aldo Florio, 1971)<br
/> Kreuzfahrt des Grauens (Guido Leoni, 1969)</p><p>Liebe kann wie Gift sein (Veit Harlan, 1958)<br
/> Le lit de la vierge (Philippe Garrel, 1969)<br
/> Long Weekend (Colin Eggleston, 1978)<br
/> Love Me Deadly (Jacques LaCerte, 1973)<br
/> Lulu – Eine burleske Tragödie (Rolf Thiele, 1962)<br
/> Mädchen, Mädchen (Roger Fritz, 1966)<br
/> Man spricht über Jacqueline (Werner Hochbaum, 1937)<br
/> Manila – In den Klauen des Lichts (Lino Brocka, 1975)<br
/> Mein Bruder Kain (Brian De Palma, 1992)<br
/> Melody in Love (Hubert Frank, 1978)</p><p>Missouri (Blake Edwards, 1971)<br
/> Monster aus dem All (Kinji Fukasaku, 1968)<br
/> Morgen beginnt das Leben (Werner Hochbaum, 1933)<br
/> Nacktes Entsetzen (Rafael Romero Marchent, 1974)<br
/> Naked (Armando Bo, 1966)<br
/> Naked Pursuit (Toshio Okuwaki, 1968)<br
/> Nicht fummeln, Liebling (May Spils, 1969)<br
/> Night of Lust (José Bénazéraf, 1963)<br
/> Night of the Felines (Noboru Tanaka, 1972)<br
/> Nightmare 2 – Die Rache (Jack Sholder, 1985)</p><p>La nuit la plus longue (José Bénazéraf, 1965)<br
/> Outland &#8211; Planet der Verdammten (Peter Hyams, 1981)<br
/> Der Pate der Bronx (Demofilo Fidani, 1973)<br
/> Polizeiruf 110 – Der scharlachrote Engel (Dominik Graf, 2004)<br
/> Eine Pistole für Ringo (Duccio Tessari, 1965)<br
/> Power Slide (Marran Gosov)<br
/> Red Eye (Wes Craven, 2005)<br
/> Der Richter, den sie Sheriff nannten (Yves Boisset, 1977)<br
/> Der rote Kakadu (Dominik Graf, 2005)<br
/> Roy Colt e Winchester Jack (Mario Bava, 1970)</p><p>Sarah (Daan Retief, 1975)<br
/> Eine schmutzige Geschichte (Jean Eustache, 1978)<br
/> Schulmädchen-Report 3. Teil – Was Eltern nicht mal ahnen (Hofbauer, Boos, 1971)<br
/> Servo suo (Romano Scavolini, 1973)<br
/> Sen-hime to Hideyori (Masahiro Makino, 1962)<br
/> Sentimental Destinies (Olivier Assayas, 2000)<br
/> Sehnsucht (Vojtěch Jasný, 1958)<br
/> Der Sheriff (John Frankenheimer, 1970)<br
/> Signs (M. Night Shyamalan, 2002)<br
/> Söldner kennen keine Gnade (Tsui Hark, 1980)</p><p>Speed Racer (Andy Wachowsky, Larry Wachoswsky, 2008)<br
/> Spetters – Knallhart und romantisch (Paul Verhoeven, 1980)<br
/> Spiegelbilder (Robert Altman, 1972)<br
/> Eine Stadt wird erpresst (Dominik Graf, 2006)<br
/> Stoßtrupp Gold (Brian G. Hutton, 1970)<br
/> Strictly Forbidden (Jack Deveau, 1974)<br
/> Suicide Games in Casablanca (Jess Franco, 1984)<br
/> Summer Night Fever (Sigi Götz-Rothemund, 1978)<br
/> Die Sünderin (Willi Forst, 1950)<br
/> Der Tag des Söldners (Mario Siciliano, 1983)</p><p>Tatort – Fortuna III (Wolfgang Becker, 1976)<br
/> Tatort – Rache-Engel (Robert Sigl, 2005)<br
/> Tatort – Zwei Leben (Wolfgang Staudte, 1976)<br
/> Tender Flesh (Jess Franco, 1998)<br
/> Theodora – Kaiserin von Byzanz (Riccardo Freda, 1954)<br
/> Das Tier (Joe Dante, 1981)<br
/> Todesgrüße aus Shanghai (Lo Wei, 1972)<br
/> Tödlicher Segen (Wes Craven, 1981)<br
/> Transport aus dem Paradies (Zbyněk Brynych, 1962)<br
/> Treffer (Dominik Graf, 1984)</p><p>Trigger Man (Ti West, 2007)<br
/> Tropische Sinnlichkeit (Armando Bo, 1964)<br
/> Unbreakable (M. Night Shyamalan, 2000)<br
/> Up the Junction (Peter Collinson, 1968)<br
/> Valerie – Eine Woche voller Wunder (Jaromil Jires, 1970)<br
/> Vampire gegen Herakles (Mario Bava, 1961)<br
/> Die verborgene Festung (Akira Kurosawa, 1958)<br
/> Verbotene Straße (Emilio Fernández, 1951)<br
/> Viele kamen vorbei (Peter Pewas, 1956)<br
/> The Village (M. Night Shymalan, 2004)</p><p>Vinyan (Fabrice Du Welz, 2008)<br
/> Vital (Shinya Tsukamoto, 2004)<br
/> Von Angesicht zu Angesicht (Sergio Sollima, 1967)<br
/> Vor Sonnenuntergang (Gottfried Reinhardt, 1956)<br
/> Der Weg, den wir nicht zusammen gehen (Dominik Graf, Martin Gressmann, 2009)<br
/> Die Weibchen (Zbyněk Brynych, 1970)<br
/> Das weiße Blatt (Olivier Assayas, 1994)<br
/> Wenn du krepierst – lebe ich (Pasquale Festa Campanile, 1977)<br
/> Wonnekloß (Marran Gosov, 1972)</p><p>You Are a Carrion And I Will Kill You (Manuel Esteba, 1972)<br
/> Ein zarter Hals für den Henker (Riccardo Freda, 1956)<br
/> Der Zerstörer (Norbert Meisel, 1975)<br
/> Zeuge einer Verschwörung (Alan J. Pakula, 1973)<br
/> Zum Zerreißen gespannt (John Berry, 1949)<br
/> Die Zwangsjacke (William Castle, 1964)<br
/> Zwei Kumpel in Tirol (Alois Brummer, 1978)</p><p></br><br
/> <strong>Die 10 besten Italowestern 2011:</strong><br
/> <em>(Gesamt: 34 / alphabetisch geordnet)</em></p><p>10.000 blutige Dollar (Romolo Guerrieri, 1966)<br
/> Django – Ich will ihn tot (Paolo Bianchini, 1968)<br
/> Django – Sein Gesangbuch war der Colt (Lucio Fulci, 1967)<br
/> The Man Who Killed Billy the Kid (Julio Buchs, 1967)<br
/> Night of the Serpent (Giulio Petroni, 1970)<br
/> El Puro (Edoardo Mulargia, 1969)<br
/> Ringo kommt zurück (Duccio Tessari, 1966)<br
/> Rocco – Ich leg dich um (Giuseppe Vari, 1966)<br
/> Silbersattel (Lucio Fulci, 1978)<br
/> Von Django mit den besten Empfehlungen (Nick Nostro, 1968)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/christophs-ekstase-2011-deutsche-fassung/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Aktion deutscher Film #4: Strandgut aus DÖS</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-4-strandgut/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-4-strandgut/#comments</comments> <pubDate>Fri, 23 Dec 2011 17:13:50 +0000</pubDate> <dc:creator>Andreas</dc:creator> <category><![CDATA[Andreas]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Filmschaffende]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=12184</guid> <description><![CDATA[Kurz vor Ablauf der ersten Phase der Aktion deutscher Film (auch „DÖS“ für „Deutschland-Österreich-Schweiz“ genannt, weil es nicht im engen Sinne um den deutschen, sondern den deutschsprachigen Filme geht) kommt also auch von mir endlich noch ein Eingangsposting. Erst der unmittelbar bevorstehende Fristablauf forcierte dann endlich das lange aufgeschobene Vorhaben, wenn auch nun ungünstigerweise während [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/12/strandgut.jpg" alt="" title="strandgut" width="525" height="377" class="aligncenter size-full wp-image-12194" /><br
/> <br/><br
/> Kurz vor Ablauf der ersten Phase der <a
href="http://intergalactic-ape-man.blogspot.com/2011/03/jetzt-mitmachen-aktion-deutscher-film.html">Aktion deutscher Film</a> (auch „DÖS“ für „Deutschland-Österreich-Schweiz“ genannt, weil es nicht im engen Sinne um den deutschen, sondern den deutschsprachigen Filme geht) kommt also auch von mir endlich noch ein Eingangsposting. Erst der unmittelbar bevorstehende Fristablauf forcierte dann endlich das lange aufgeschobene Vorhaben, wenn auch nun ungünstigerweise während des ohnehin im allgemeinen Listen-Overkill und Weihnachtsstress versinkenden Dezember. Immerhin konnte die Liste durch die ewige Verzögerung andererseits noch mit einem guten Schwung besonderer Titel angereichert werden, die ich vor einem halben Jahr noch nicht kannte. Von ET-Seite haben sich bisher (und es wird leider auch niemand mehr hinzu kommen) <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film/">Sano</a>, das <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-2-aus-den-zwielichtigen-kellern-lusterner-filmtheater/">Hofbauer-Kommando</a> und <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/">Christoph</a> an dieser unterstützenswerten Aktion beteiligt. Und sie haben dabei zu weiten Teilen in ihren Einleitungen schon viel grundsätzliches erwähnt, das ich im Großen und Ganzen ähnlich sehe.<br
/> <span
id="more-12184"></span><br
/> Vielleicht auch deshalb habe ich einen ersten Einleitungsentwurf, den ich hier zunächst stehen hatte, lieber wieder gelöscht, weil er mir plötzlich ziemlich peinlich und banal vorkam. Darin ging es u.a. um solche wohl unnötige Erklärungen, dass die ET-Begeisterung für den deutschen Film und die Deutsche-Lieblingsfilme-Reihe mit patriotischen Gründen nichts zu tun hat, die ich im Wesentlichen für gegenstandslosen Unsinn, für eine fragwürdige Selbsterhöhung mit dubiosen Nebenwirkungen halte. Dass aber bereits die „automatische“ Codierung von Bildern, ebenso wie soziale, historische oder politische Kontexte und Hintergründe von Filmen, natürlich ganz anders erkannt und in Bezug gesetzt werden können, wenn man dem entsprechenden Kulturkreis vertraut ist und die dort entstehenden Filme sieht. Von der Sprache und ihrem zusätzlichen regionalen Anstrich ganz abgesehen, was auch Hilfsmittel wie Untertitel oder (meist schlimmer, manchmal aus diversen Gründen aber auch interessant:) Synchronisation nicht ausgleichen können. Auch, weil es ein gerne unterschätzter Unterschied ist, ob man ein gesprochenes Wort hört und zugleich inhaltlich versteht, oder zwar hört, aber erst beim parallelen Lesen einer übersetzten Version mehr oder weniger auch inhaltlich versteht. Aber diesen Themenkomplex hat unser <a
href="http://intergalactic-ape-man.blogspot.com/2011/03/der-ape-man-und-die-aktion-deutscher.html">Ape-Man</a> eigentlich sowieso bereits erschöpfend behandelt.</p><p>Im Grunde ist es relativ simpel: die deutsche Filmgeschichte bietet allein aufgrund ihres Produktionsumfangs und ihrer Auffächerung unglaublich viel zu entdecken. Das tun andere Länderkinematographien freilich auch. Aber selten werden sie derart unterschätzt, missachtet und unterschlagen, wie es hierzulande geschieht. Die DVD-Verfügbarkeit des deutschen Filmerbes ist beschämend, selbst bei bekannten Regisseuren und Titeln sind mitunter im Ausland bessere Editionen verfügbar, bei unbekannteren Regisseuren ist es wiederum sogar keine Seltenheit, sondern der Regelfall, dass komplette Filmografien gänzlich unerschlossen und ungreifbar sind. Und doch hat man im eigenen Land eben noch die besten Chancen, sich doch immer wieder individuelle Schneisen durchs unerschlossene Gestrüpp zu schlagen. Sei es durch rare Aufführungen bei Festivals und Retrospektiven, sei es durch vergessen geglaubte VHS-Auflagen oder versteckte TV-Ausstrahlungen. In aller Regel ohne Untertitel (die selbst bei DVDs hierzulande oft fehlen, aber darüber jenseits davon wird es noch eklatanter), insofern sind diese ohnehin raren Möglichkeiten also nur demjenigen wirklich zugänglich, der die Sprache tatsächlich spricht. „Wer, wenn nicht wir?“ lautet also (und das ist nicht als Filmtitel-Zitat gedacht, bewahre!) ganz einfach die Frage, die man auch abseits ideologischer oder sonstiger Erwägungen ganz pragmatisch stellen kann*, und damit auch gleichzeitig die Motivation, sich ans Entdecken deutscher Filme zu machen und diese Entdeckungen zu teilen, um ihnen im allergünstigsten Falle zu helfen, wenigstens ein kleines bisschen weniger unsichtbar zu werden.<br
/> (*: in manchen Fällen hat natürlich gerade das Deutsche und dabei manchmal eben auch das unangenehm/unerquicklich/verstörend-Deutsche im deutschen Kino als Konfrontations-, Reflexions- und Reibungs-Punkt mit Sicherheit seine Berechtigung, wenn man sich mit den oft ungeliebten Seiten des gesellschaftlichen Umfelds und damit letztlich auch von sich selbst beschäftigen möchte; mal abgesehen davon, dass es nicht nur interessant, aufschlussreich und fasziniert sein kann, sind gerade bei äußersten Härtefällen von „Mief“ und „Deutschtümelei“ neben einer kathartischen Wirkung auch Optionen wie „Lach kaputt, was dich kaputt macht“ unterschätzt, wie zumindest manche ETler angesichts ihrer eigenen ambivalenten Mief-Abstoßung/Faszination finden; aber das ist nur ein kleiner Unterpunkt des Themas hier)</p><p>Natürlich ist das ein unüberschaubares Feld, eine endlose Aufgabe. Auf zehn Filme kann und will ich mich daher im Eingangsposting angesichts dieser besonderen Chance nicht beschränken (auch wenn ich, ganz schnell und spontan mit reinem Bauchgefühl zehn Titel fett markiert habe, die bitte in die Wertung eingehen mögen). Gerade auch, weil es mir eben um die Abbildung einer Vielfalt geht, die sich naturgemäß nicht auf schnöde zehn Titel reduzieren lässt – aus 116 Jahren Filmgeschichte! Aus drei Ländern! Ohne damit behaupten zu wollen, dass ich auch nur ansatzweise einen wirklichen Ein- und Überblick über diese Vielfalt, allein über die schiere Menge zu haben. Auch wenn ich mich ähnlich den ET-Kollegen vergleichsweise intensiv mit diesem Gebiet befasst habe und das in den letzten Jahren verstärkt, so läuft es ja meist doch auf die alte Erkenntnis hinaus: je mehr man sieht, desto mehr ahnt man und wird einem bewusst, dass man im Grunde fast nichts kennt und fast nichts gesehen hat. Mit jeder Entdeckung stößt man auch meist auf neue, ungeahnte Verästelungen, die plötzlich dahinter zum Vorschein kommen. Hat man einmal ein Gefühl für diesen Umstand bekommen, mag man sich mit halbgaren Kanon- und Überblicksversuchen nicht mehr zufrieden geben, schon weil  einem die Zielsetzung absurd und verkehrt vorkommt. Was ist schon repräsentativ, wichtig, einflussreich? Und mit läppischen 100 Plätzen (siehe etwa die doch eher kümmerliche und einseitige „100 most signifikant german films“-<a
href="http://mubi.com/topics/100-most-significant-german-films">Liste</a>) soll alles gesagt sein? Bräuchte man nicht eher vielleicht 800 oder eher 3000 Plätze, um überhaupt erst einmal eine Ahnung in der Breite der Produktionslandschaft vom Kommerzfilm über Autoren-, Genre-, Kurzfilme bis zum Experimentalfilm zu bekommen. Einen der bislang schönsten und jederzeit aufs Neue zu empfehlenden Gegenentwürfe zum klassischen Kanon bildet die <a
href="http://mubi.com/lists/germany-12-x-21-films">„GERMANY: 12 x 21 FILMS“-Liste</a> des mubi.com-Users Grey Daisies, und selbst dort fehlt trotz des für manchen Leser vielleicht größenwahnsinnig erscheinenden Umfangs noch immer so unglaublich viel &#8211; ohne dass ich damit den beinahe unvergleichlichen und wunderbar vielfältigen Reichtum dieser Liste schmälern wollen würde (von der ich selbst auch wahnsinnig viel noch nicht kenne und mich gerne davon inspirieren lasse). Auch der Alternativkanon mit 101 deutschsprachigen Tonfilmen in <a
href="http://www.sigigoetz-entertainment.de/?n=newsletter&#038;article=99">Ausgabe Nr. 12</a> von SigiGötz-Entertainment sei unbedingt als erfrischende Quelle der Inspiration ans Herz gelegt.</p><p>Ich habe mich hier letztlich für eine Liste mit 96 ausgewählten Filmen entschieden (eine Zufallszahl, vor allem aus der eigenen Vorgabe erwachsen, unter 100 Titeln zu bleiben), die ich angesichts strenger und verzerrender selbstauferlegter Selektionskriterien nicht als die Liste meiner „96 absoluten deutschen Lieblingsfilme“ missverstanden wissen möchte, richtiger wäre vielleicht, sie als ausschnittsweise Auswahl im Sinne von „96 meiner 192 (oder meinetwegen 250, so genau lässt sich das ohne weiteres nicht beziffern) deutschen Lieblingsfilme“, weshalb ich ähnlich wie Christoph bewusst auf zahlreiche Filme verzichtet habe, die nun bereits auf seiner Liste oder auf der Liste des Hofbauer-Kommandos zu ihrem Recht kamen, auch wenn in manchen Fällen natürlich eine nochmalige Betonung angebracht wäre und dann häufig auch hier nochmal erfolgt. Zudem gilt auch bei mir als ganz wesentliches verzerrendes Element eine Beschränkung auf nur einen, in Ausnahmefällen zwei Filme pro Regisseur. Ebenso habe ich auf allzu ausgelutschte Kanonfilme, insbesondere aus dem Bereich des expressionistischen Stummfilms und des Jungen/Neuen Deutschen Films, verzichtet, wobei es natürlich die ein oder andere Ausnahme gibt und das ohnehin oft schlichtweg Auslegungssache ist. Mir geht es auch überhaupt nicht um eine ausgestellte Anti-Kanon-Haltung, sondern einzig darum, die raren Plätze bevorzugt (aber nicht nur) mit ansonsten seltener genannten Favoriten zu bestücken. Manche Titel stehen dabei ganz für sich, manche verweisen quasi-repräsentativ auf ganze Filmografien und Segmente. 96 Filme sind, das muss man durchaus noch einmal betonen, weil der erste Eindruck oft ein gegenteiliger ist, wirklich sehr wenig &#8211; angesichts dieser Zeitspanne! Und erst recht, wenn neben dem meinerseits vom Anteil deutlich dominanten Sichtungsschwerpunkt Deutschland eben auch noch Österreich und die Schweiz dazu kommen, die aber auf meiner Liste notgedrungen eher als sporadische Würze fungieren, ohne dass ich behaupten könnte, wirklich einen umfassenderen Einblick in das Filmschaffen beider Länder zu haben. Auch sonst zeigen sich natürlich klare Interessens-, Sichtungs- und Favoriten-Schwerpunkte, diese Liste ist eine bewusst und zwangsläufig sehr subjektive Angelegenheit, auch wenn sie eine gewisse Bandbreite durchmessen will. Meine Leidenschaft für die 60er und 70er Jahre ist kein Geheimnis, und so verwundert es wohl kaum, dass allein die Filme zwischen 1965 und 1975 ein Drittel meiner Liste ausmachen, während etwa die kompletten 40er Jahre nur mit einem einzigen, noch dazu nicht gerade unbekannten Film vertreten sind (natürlich habe ich da schon noch manch anderes gesehen, aber nichts, was sich wirklich für eine solche Liste qualifizieren würde). Die chronologische Sortierung bringt solche Ungleichgewichte natürlich nochmal besonders zum Vorschein, die ich gleichzeitig aber auch gar nicht verschleiern will. Gerade mit den 30er bis 50er Jahren habe ich mich bislang einfach viel zu wenig beschäftigt. Überrascht war ich hingegen selbst davon, dass die 80er Jahre fast so stark wie die 60er Jahre vertreten sind, vor allem auch dadurch bedingt, dass ich aus dieser Zeit verstärkt Filme aus Österreich, Schweiz und DDR kenne und Listen-würdig fand. Nun &#8211; viiiel zu lange Rede, vermutlich eher kurzer Sinn: ich wollte keine in Stein gemeißelte Meisterwerk-Mahntafel erstellen, sondern vor allem eine Liste, die im günstigsten Fall inspiriert und Lust macht, und die mich eben auch selbst irgendwie anmacht und Lust aufs wieder- und weiter-entdecken macht, ohne mich dabei schon selbst anzuöden. Im Moment bin ich sogar halbwegs zufrieden mit dem Resultat, mit dieser Momentaufnahme. Wie viel ungenanntes (und natürlich noch weit, weit gravierender, denn soo viel kenne ich dann eben trotz allem auch nicht: ungesehenes) da noch schlummert, lässt sich allein schon am Beispiel des 2011er Jahrgangs erahnen, aus dem nun – unter anderem wegen der beschränkten Anzahl von Filmen pro Regisseur – kein Film auf nachfolgender Liste vertreten ist, aus dem ich aber außergewöhnlich viel gesehen habe und kürzlich sogar eine Liste mit über 20 bemerkenswerten Filmen des Jahrgangs erstellt habe, die demnächst auch an anderer Stelle noch einmal etwas ausgeführt und kontextualisiert wird. Aber das nur am Rande. Und als biografische Anmerkung: als Kind und in früher Jugend habe ich relativ wenig Zeit vor Fernsehen und Filmen verbracht, aber wenn, dann gehörten neben dem ein oder anderen Zeichentrick- oder Hollywood-Film vor allem die Verfilmungen von Karl May und Edgar Wallace sowie Heinz-Rühmann-Komödien häufiger zum Programm. Das mag Spuren hinterlassen und Interesse geweckt haben. Im Falle von Karl May führte es mich indirekt zu Leone, dem Italowestern und schließlich zum US-Genrekino und damit dann letztlich auch in die Cinephilie. Trotzdem ist gerade aus diesen drei durchaus prägenden Bereichen (May, Wallace, Rühmann) tun tatsächlich kein konkreter Einzeltitel in der Liste vertreten, weil ich die allermeisten dieser Filme schlichtweg viel zu lange nicht mehr gesehen habe, um jenseits nostalgischer Gefühle guten Gewissens Favoriten daraus benennen zu können. Daher nun die gesonderte Erwähnung vorab an dieser Stelle.</p><p>Hier jedenfalls <I>ein</I> möglicher chronologischer Streifzug in 96 Titeln in 8er-Blöcken durch das deutschsprachige Kino (die fünf Länderkürzel nach Standard: D/BRD/DDR/A/CH), der als schönes Motto mit „Strandgut“ anfängt und mit „Coming Attractions“ am Ende in die Zukunft blicken lässt:<br
/> <br/><br
/> Strandgut – Was das Meer hergab (H.K. Breslauer, A 1924)<br
/> Tartüff (F.W. Murnau, D 1925)<br
/> Die Carmen von St. Pauli (Erich Waschneck, D 1928)<br
/> Das Schiff der verlorenen Menschen (Maurice Tourneur, D 1929)<br
/> Jenseits der Straße (Leo Mittler, D 1929)<br
/> Menschen am Sonntag (Kollektiv, D 1930)<br
/> Ekstase – Symphonie der Liebe (Gustav Machatý, A 1933)<br
/> Fährmann Maria (Frank Wisbar, D 1936)</p><p>Man spricht über Jacqueline (Werner Hochbaum, D 1937)<br
/> Große Freiheit Nr. 7 (Helmut Käutner, D 1944)<br
/> Der Verlorene (Peter Lorre, BRD 1951)<br
/> Heiße Ernte (Hans H. König, BRD 1956)<br
/> <strong>Viele kamen vorbei (Peter Pewas, BRD 1956)</strong><br
/> Monpti (Helmut Käutner, BRD 1957)<br
/> Das Totenschiff (Georg Tressler, BRD 1959)<br
/> Zwei unter Millionen (Wieland Liebske &#038; Victor Vicas, BRD 1961)</p><p>Die Parallelstraße (Ferdinand Khittl, BRD 1962)<br
/> Der rote Rausch (Wolfgang Schleif, BRD 1962)<br
/> Verspätung in Marienborn (Rolf Hädrich, BRD 1963)<br
/> Machorka-Muff (Jean-Marie Straub &#038; Danièle Huillet, BRD 1963)<br
/> <strong>Die Tote von Beverly Hills (Michael Pfleghar, BRD 1964)</strong><br
/> Ödenwaldstetten (Peter Nestler, BRD 1964)<br
/> Serenade für zwei Spione (Michael Pfleghar, BRD 1965)<br
/> <strong>Unsere Afrikareise (Peter Kubelka, A 1966)</strong></p><p>Schwarzer Markt der Liebe (Ernst Hofbauer, BRD 1966)<br
/> In Frankfurt sind die Nächte heiß (Rolf Olsen, BRD/A 1966)<br
/> 48 Stunden bis Acapulco (Klaus Lemke, BRD 1967)<br
/> Engelchen oder die Jungfrau von Bamberg (Marran Gosov, BRD 1967)<br
/> Necronomicon – Geträumte Sünden (Jess Franco, BRD 1967)<br
/> Abschied (Egon Günther, DDR 1968)<br
/> Nicht fummeln, Liebling (May Spils, BRD 1969)<br
/> Sieben Tage Frist (Alfred Vohrer, BRD 1969)</p><p><strong>Häschen in der Grube (Roger Fritz, BRD 1969)</strong><br
/> N.N. (Ottomar Domnick, BRD 1969)<br
/> <strong>Am Ama Am Amazonas (Kollektiv, BRD 1969)</strong><br
/> Silver City Revisited (Wim Wenders, BRD 1969)<br
/> Engel, die ihre Flügel verbrennen (Zbyněk Brynych, BRD 1970)<br
/> Mathias Kneißl (Reinhard Hauff, BRD 1970)<br
/> Hexen bis aufs Blut gequält (Michael Armstrong &#038; Adrian Hoven, BRD 1970)<br
/> Oh Happy Day (Zbyněk Brynych, BRD 1970)</p><p>Rote Sonne (Rudolf Thome, BRD 1970)<br
/> Klassenphoto (Eberhard Fechner, BRD 1970)<br
/> Ein großer graublauer Vogel (Thomas Schamoni, BRD 1971)<br
/> Die nackte Gräfin (Kurt Nachmann, BRD 1971)<br
/> Ich liebe dich, ich töte dich (Uwe Brandner, BRD 1971)<br
/> Wildwechsel (Rainer Werner Fassbinder, BRD 1972)<br
/> Schulmädchen-Report 3. Teil (Ernst Hofbauer &#038; Walter Boos, BRD 1972)<br
/> Die Schlüssel (Egon Günther, DDR 1972)</p><p>Fremde Stadt (Rudolf Thome, BRD 1972)<br
/> Zinksärge für die Goldjungen (Jürgen Roland, BRD 1973)<br
/> Die Zärtlichkeit der Wölfe (Ulli Lommel, BRD 1973)<br
/> Makimono (Werner Nekes, BRD 1974)<br
/> Der wilde Blonde mit der heißen Maschine (Adrian Hoven, BRD 1974)<br
/> Supermarkt (Roland Klick, BRD 1974)<br
/> <strong>Downtown – Die nackten Puppen der Unterwelt (Jess Franco, CH 1975)</strong><br
/> Schatten der Engel (Daniel Schmid, BRD 1976)</p><p>Josefine Mutzenbacher – Wie sie wirklich war (Hans Billian, BRD 1976)<br
/> Stroszek (Werner Herzog, BRD 1977)<br
/> Bierkampf (Herbert Achternbusch, BRD 1977)<br
/> Melody in Love (Hubert Frank, BRD 1978)<br
/> <strong>Schwitzkasten (John Cook, A 1978)</strong><br
/> Die Totenschmecker (Ernst Ritter von Theumer, BRD 1979)<br
/> Palermo oder Wolfsburg (Werner Schroeter, BRD/CH 1980)<br
/> Monarch (Johannes Flütsch &#038; Manfred Stelzer, BRD 1980)</p><p>Herbstromanze (Jürgen Enz, BRD 1980)<br
/> Reisender Krieger (Christian Schocher, CH 1981)<br
/> Als Unku Edes Freundin war (Helmut Dziuba, DDR 1981)<br
/> Domino (Thomas Brasch, BRD 1982)<br
/> Transes – Reiter auf dem toten Pferd (Clemens Klopfenstein, CH 1982)<br
/> Kehraus (Hanns Christian Müller, BRD 1983)<br
/> <strong>Utopia (Sohrab Shahid Saless, BRD 1983)</strong><br
/> Himmel und Erde (Michael Pilz, A 1983)</p><p><strong>Das Gold der Liebe (Eckhart Schmidt, BRD 1983)</strong><br
/> Syntagma (Valie Export, A 1983)<br
/> Platzwunder (Reinhard Kahn &#038; Michael Leiner, BRD 1984)<br
/> Macho Man (Alexander Titus Benda, BRD 1985)<br
/> Die Frau und der Fremde (Rainer Simon, DDR 1985)<br
/> Aquaplaning (Eva Hiller, BRD 1987)<br
/> Nekromantik (Jörg Buttgereit, BRD 1987)<br
/> Meomsa (Linda Christanell, A 1988)</p><p>Sukkubus – den Teufel im Leib (Georg Tressler, BRD 1989)<br
/> Abstecher (Ulrich Weiß, D 1992)<br
/> Ginevra (Ingemo Engström, D 1992)<br
/> Der Fahnder: Nachtwache (Dominik Graf, D 1993)<br
/> Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem (R. Huettner &#038; H. Schneider, D 1993)<br
/> Ein Tag im Leben der Endverbraucher (Harun Farocki, D 1993)<br
/> Tierische Liebe (Ulrich Seidl, A 1996)<br
/> Verrückt bleiben, verliebt bleiben (Elfi Mikesch, D 1997)</p><p>Outer Space (Peter Tscherkassky, A 2000)<br
/> <strong>Der Felsen (Dominik Graf, D 2002)</strong><br
/> Klassenfahrt (Henner Winckler, D 2002)<br
/> Marseille (Angela Schanelec, D 2004)<br
/> Mirror Mechanics (Siegfried A. Fruhauf, A 2005)<br
/> Jerichow (Christian Petzold, D 2008)<br
/> Das elektrische Paradies (Michael Busch, D 2010)<br
/> Coming Attractions (Peter Tscherkassky, A 2010)<br
/> <br/></p><p>Kommende Attraktionen &#8211; das könnten, als kleiner Ausblick und Hoffnung, bei mir zum Beispiel die bislang noch nicht ausreichend oder teils noch überhaupt nicht erschlossenen Filmografien sein von: Rolf Thiele, Klaus Lemke, Uwe Schrader, Rudolf Thome, Werner Nekes, Uwe Brandner, Vlado Kristl, Klaus Wyborny, Daniel Schmid, Helke Sander, Michael Verhoeven, Harun Farocki, Wolfgang Schmidt, Helma Sanders-Brahms, Hellmuth Costard, Lutz Dammbeck, Hartmut Bitomsky, Gustav Ehmck, Ralf Huettner, Hans Schott-Schoebinger, Wolfgang Glück, Alfred Weidenmann, Heinz Emigholz, Georg Tressler, Hans H. König, Victor Trivas, May Spils, Uwe Frießner, Haro Senft, Will Tremper, Monika Treut, Frank Wisbar, Ernst Hofbauer, Alexander Kluge, Reinhard Hauff, Eberhard Schroeder, Helmut Dziuba, Reinhard Kahn, Michael Leiner, Ulrike Ottinger, Werner Schroeter, George Moorse, Eberhard Fechner, Peter Goedel, Werner Hochbaum, Sohrab Shahid Saless, Hans-Jürgen Syberberg, Klaus Wildenhahn, Matthias Weiss&#8230; um nur mal ein paar zu nennen, noch dazu fast nur aus Deutschland, während es gerade in der Schweiz und Österreich wohl noch viel mehr nachzuholen gäbe. Wie gesagt: es ist ein verdammt weites, vielfältiges, schwer zu überblickendes Feld, und ich sehe keinen Anlass, es als etwas anderes hinzustellen.</p><p><span
style="font-size: x-small;"><em>(Bild-Quelle: filmarchiv.at)</em></span></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-4-strandgut/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Fantasy Filmfest 2011: Wertungen und Fazit</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/fantasy-filmfest-2011-wertungen-und-fazit/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/fantasy-filmfest-2011-wertungen-und-fazit/#comments</comments> <pubDate>Sun, 18 Sep 2011 21:38:40 +0000</pubDate> <dc:creator>Die Redaktion</dc:creator> <category><![CDATA[Aktuelles Kino]]></category> <category><![CDATA[Andreas]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Christoph]]></category> <category><![CDATA[Festivals]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <category><![CDATA[Marian]]></category> <category><![CDATA[Sano]]></category> <category><![CDATA[American Translation]]></category> <category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category> <category><![CDATA[Fantasy Filmfest 2011]]></category> <category><![CDATA[Fantasy Filmfest Nights 2011]]></category> <category><![CDATA[Wertungen]]></category> <category><![CDATA[Wertungstabelle]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=10341</guid> <description><![CDATA[COLD FISH war tatsächlich der einzige Film des diesjährigen Fantasy Filmfestes, den alle vier Teilnehmer der ET-Wertungstabelle gesehen haben &#8211; und nachdem ihn auch noch alle vier toll fanden, schmückt er nun folgerichtig diesen endlich abgeschlossenen Beitrag, der nach Ende des Festivals und einer obligatorischen Verzögerungspause nun mit einer letztmalig aktualisierten und alphabetisch umsortierten Wertungstabelle [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/09/Cold-Fish.jpg" alt="" title="Cold Fish - der ET-FFF-Konsensfilm 2011" width="525" height="344" class="aligncenter size-full wp-image-11123" /></p><p>COLD FISH war tatsächlich der einzige Film des diesjährigen Fantasy Filmfestes, den alle vier Teilnehmer der ET-Wertungstabelle gesehen haben &#8211; und nachdem ihn auch noch alle vier toll fanden, schmückt er nun folgerichtig diesen endlich abgeschlossenen Beitrag, der nach Ende des Festivals und einer obligatorischen Verzögerungspause nun mit einer letztmalig aktualisierten und alphabetisch umsortierten Wertungstabelle sowie einem ausführlichen Fazit von zwei der Wertungsteilnehmer abgerundet wird.<br
/> <span
id="more-10341"></span></p><p>Wie schon <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/fantasy-filmfest-2010-wertungen/">letztes Jahr</a> gab es also auch dieses Jahr wieder eine kleine Wertungstabelle zum <a
href="http://fantasyfilmfest.com/">Fantasy Filmfest</a>, die während das Festival (u.a.) in Nürnberg und München gastierte, von 25.8. bis 7.9., laufend aktualisiert und hinterher abgeschlossen wurde. Diesmal mit vier Teilnehmern: Andreas, Christoph, Marian und Sano. Als kleines Warm-Up gibt es außerdem zunächst noch nachgereichte Wertungen zu den diesjährigen Fantasy Filmfest Nights, und in der Tabelle selbst wird diesmal nicht zwischen &#8220;schon auf anderen Festivals gesehen&#8221;, &#8220;zuhause gesehen&#8221; und &#8220;tatsächlich beim Fantasy Filmfest gesehen&#8221; unterschieden, im Fazit wiederum werden aber zumindest erstere sicherlich ausgeklammert&#8230; Und es versteht sich natürlich von selbst und ist recht offensichtlich, dass das Wertungssystem von den Teilnehmern teils sehr unterschiedlich ausgelegt wird, die reinen Zahlen also nicht eins zu eins vergleichbar sind.</p><p>Legende:<br
/> - = wegen äußerer Umstände (technische Probleme etc.) nicht oder nicht adäquat gesehen<br
/> x = wegen eigener Verfassung (Müdigkeit etc.) nicht wirklich zu beurteilen<br
/> # = abgebrochen bzw. vorzeitig den Saal verlassen.<br
/> <br/><br
/> <strong>Fantasy Filmfest Nights 2011:</strong></p><table
border="3" cellpadding="30" frame="void" width="100%"><tbody><tr><td>&nbsp;Filmtitel</td><td><strong>&nbsp;Andreas&nbsp;</strong></td><td><strong>&nbsp;Christoph&nbsp;</strong></td><td><strong>&nbsp;Marian&nbsp;</strong></td><td><strong>&nbsp;Sano&nbsp;</strong></td></tr><tr><td>&nbsp;13 ASSASSINS<br
/> &nbsp;(Takashi Miike)</td><td>&nbsp;6</td><td>&nbsp;9</td><td>&nbsp;6.5</td><td>&nbsp;6</td></tr><tr><td>&nbsp;BURKE &#038; HARE<br
/> &nbsp;(John Landis)</td><td></td><td></td><td>&nbsp;6</td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;ESSENTIAL KILLING<br
/> &nbsp;(Jerzy Skolimowski)</td><td>&nbsp;7</td><td>&nbsp;8</td><td>&nbsp;8</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>&nbsp;THE HOLE 3D<br
/> &nbsp;(Joe Dante)</td><td>&nbsp;8</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;8.5</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>&nbsp;I SAW THE DEVIL<br
/> &nbsp;(Kim Ji-woon)</td><td>&nbsp;2</td><td></td><td>&nbsp;2</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>&nbsp;I SPIT ON YOUR GRAVE<br
/> &nbsp;(Steven R. Monroe)</td><td>&nbsp;3</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;2</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>&nbsp;KIDNAPPED<br
/> &nbsp;(Miguel Ángel Vivas)</td><td>&nbsp;5</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;4.5</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>&nbsp;THE TROLL HUNTER<br
/> &nbsp;(André Øvredal)</td><td>&nbsp;5</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;6</td><td>&nbsp;</td></tr></tbody></table><p><br/><br
/> <strong>Fantasy Filmfest 2011:</strong></p><table
border="3" cellpadding="30" frame="void" width="100%"><tbody><tr><td>&nbsp;Filmtitel</td><td><strong>&nbsp;Andreas&nbsp;</strong></td><td><strong>&nbsp;Christoph&nbsp;</strong></td><td><strong>&nbsp;Marian&nbsp;</strong></td><td><strong>&nbsp;Sano&nbsp;</strong></td></tr><tr><td>&nbsp;3D SEX AND ZEN: EXTREME ECSTASY<br
/> &nbsp;(Christopher Sun Lap Key)</td><td>&nbsp;5</td><td></td><td>&nbsp;5</td><td>&nbsp;&#8211;</td></tr><td>&nbsp;22ND OF MAY<br
/> &nbsp;(Koen Mortier)</td><td></td><td></td><td></td><td>&nbsp;x, #</td></tr><tr><td>&nbsp;A HORRIBLE WAY TO DIE<br
/> &nbsp;(Adam Wingard)</td><td>&nbsp;6</td><td>&nbsp;7.5</td><td>&nbsp;5.5</td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;AMERICAN TRANSLATION<br
/> &nbsp;(Pascal Arnold, Jean-Marc Barr)</td><td>&nbsp;8</td><td>&nbsp;10</td><td></td><td>&nbsp;8</td></tr><tr><td>&nbsp;ATTACK THE BLOCK<br
/> &nbsp;(Joe Cornish)</td><td>&nbsp;6</td><td></td><td>&nbsp;7</td><td>&nbsp;4</td></tr><tr><td>&nbsp;COLD FISH<br
/> &nbsp;(Sion Sono)</td><td>&nbsp;8</td><td>&nbsp;8.5</td><td>&nbsp;8</td><td>&nbsp;8</td></tr><tr><td>&nbsp;THE DEAD<br
/> &nbsp;(Howard J. Ford, Jonathan Ford)</td><td>&nbsp;5</td><td>&nbsp;6.5</td><td></td><td>&nbsp;6</td></tr><tr><td>&nbsp;THE DIVIDE<br
/> &nbsp;(Xavier Gens)</td><td>&nbsp;1</td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;DON&#8217;T BE AFRAID OF THE DARK<br
/> &nbsp;(Troy Nixey)</td><td>&nbsp;5</td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;F<br
/> &nbsp;(Johannes Roberts)</td><td>&nbsp;7</td><td></td><td>&nbsp;6</td><td>&nbsp;4</td></tr><tr><td>&nbsp;HAIR OF THE BEAST<br
/> &nbsp;(Philippe Gagnon)</td><td></td><td></td><td></td><td>&nbsp;4</td></tr><tr><td>&nbsp;HELL<br
/> &nbsp;(Tim Fehlbaum)</td><td></td><td>&nbsp;1</td><td></td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;HESHER<br
/> &nbsp;(Spencer Susser)</td><td>&nbsp;2</td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;IN YOUR HANDS<br
/> &nbsp;(Lola Doillon)</td><td></td><td></td><td></td><td>&nbsp;4</td></tr><tr><td>&nbsp;THE INNKEEPERS<br
/> &nbsp;(Ti West)</td><td>&nbsp;8</td><td>&nbsp;10</td><td></td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;KILL LIST<br
/> &nbsp;(Ben Wheatley)</td><td>&nbsp;7.5</td><td>&nbsp;9</td><td>&nbsp;7.5</td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;LARGO WINCH II: THE BURMA CONSPIRACY<br
/> &nbsp;(Jérôme Salle)</td><td></td><td></td><td>&nbsp;4</td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;PERFECT SENSE<br
/> &nbsp;(David Mackenzie)</td><td></td><td></td><td></td><td>&nbsp;6</td></tr><tr><td>&nbsp;POINT BLANK<br
/> &nbsp;(Fred Cavayé)</td><td>&nbsp;3</td><td></td><td>&nbsp;4</td><td>&nbsp;7</td></tr><tr><td>&nbsp;RED STATE<br
/> &nbsp;(Kevin Smith)</td><td>&nbsp;4</td><td></td><td>&nbsp;3</td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;REPEATERS<br
/> &nbsp;(Carl Bessai)</td><td>&nbsp;2</td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;SHAOLIN<br
/> &nbsp;(Benny Chan)</td><td></td><td></td><td></td><td>&nbsp;5</td></tr><tr><td>&nbsp;STAKE LAND<br
/> &nbsp;(Jim Mickle)</td><td>&nbsp;5</td><td></td><td>&nbsp;#</td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;SUPER<br
/> &nbsp;(James Gunn)</td><td>&nbsp;6</td><td></td><td>&nbsp;7</td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;THE VALDEMAR LEGACY<br
/> &nbsp;(José Luis Alemán )</td><td>&nbsp;1</td><td></td><td>&nbsp;1</td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;WASTED ON THE YOUNG<br
/> &nbsp;(Ben C. Lucas)</td><td>&nbsp;4</td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;THE WOMAN<br
/> &nbsp;(Lucky McKee)</td><td>&nbsp;8</td><td>&nbsp;9</td><td>&nbsp;8</td><td></td></tr><tr><td>&nbsp;THE YELLOW SEA<br
/> &nbsp;(Hong-jin Na)</td><td>&nbsp;7</td><td></td><td></td><td>&nbsp;8</td></tr></tbody></table><p><br/><br
/> <strong>Abschließendes Fazit zum Festival:</strong><br
/> <br/><br
/> ***<br
/> </br><br
/> <strong>Andreas</strong></p><p>Das Fantasy Filmfest 2011 ist vorbei, und wenn man über eine Woche später noch einmal zurück blickt, gab es wie meistens erfreuliche und weniger erfreuliche Seiten. Fangen wir mit den eher enttäuschenden Aspekten an, und gerade mit Blick auf die Programmauswahl insgesamt ist oft natürlich der Frust des Einen die Freude des Anderen und umgekehrt.<br
/> Rein nominell fällt erst einmal auf, dass sich – und diese Quote war in den letzten Jahren ohnehin meist nicht sehr hoch, scheint mir aber noch einmal ein wenig gesunken zu sein – nur neun Produktionen ohne deutschen Verleih im rund 65 Langfilme umfassenden Programm des FFF 2011 befinden (AMERICAN TRANSLATION, CHILLERAMA, GRAVE ENCOUNTERS, IN YOUR HANDS, ON THE ICE, RABIES, REPEATERS, THE REVENANT, SUICIDE ROOM). Das ist an sich nicht weiter schlimm, weil die meisten anderen FFF-Filme trotz Verleih dann hierzulande nicht im Kino, sondern direkt im DVD-Regal landen, das Festival also häufig &#8211; und natürlich vor den regulären deutschen Veröffentlichungsterminen &#8211; die einzige Möglichkeit bietet, sie auf der großen Leinwand zu sehen, wo zwar beileibe nicht alle, aber doch einige auch hingehören. Die weitgehende Orientierung am deutschen Verleiherangebot schmeckt aber doch immer auch ein wenig nach verpassten Chancen, wenn man Festivals eben auch als Orte des Entdeckens jenseits des ohnehin kommerziell Vermarktbaren begreift – was das FFF ursprünglich auch ausdrücklich war (seinerzeit natürlich im Angesicht der ungleich schwereren Zugänglichkeit von internationalen Video-Veröffentlichungen, unzensierten Fassungen und Originalsprache), während es durch diese Tendenz zumindest in Teilen zum verlängerten Arm der Verleiher und zur Preview-Abspielstation von deren Heimvideokatalog zu werden droht. Und gleichzeitig bei den Filmen ohne Verleih in einigen Fällen etwas rätselhaft ist, warum man sich unter den unzähligen Alternativen ausgerechnet für diese entschied – eine so schöne wie unerwartete und durchaus gewagte Überraschung in der Auswahl wie AMERICAN TRANSLATION ausdrücklich ausgenommen.<br
/> Grundsätzlich darf aber schon die Frage gestattet sein: Warum nicht mehr ungewöhnliche Filme abseits der ausgetretenen Pfade und Länder, etwa aus der Türkei, Indonesien oder dem Kongo? Es gibt sie, so ist es nicht. Und ich meine gar nicht mal völlige Obskuritäten, sondern durchaus Filme, die auch auf internationalen Festivals und als Import-DVD auftauchen. Und im Gegensatz zu manch größerem Titel z.B. aus dem Cannes-Programm, um den sich das FFF nach <a
href="http://forum.cinefacts.de/215650-25-fff-2011-a-15.html#post7296075">eigener Aussage</a> vergeblich bemühte, käme man dort sicherlich auch zum Zuge. Ganz konkret könnte man auch die Frage stellen, warum man aus dem Berlinale-Programm mäßig passende Filme wie THE MORTICIAN 3D, SUICIDE ROOM oder ON THE ICE zeigt, anstatt von dort optimalen und erfrischend umgesetzten Genre-Stoff wie VAMPIRE oder VIVA RIVA (da gäbe es sogar schon eine deutsch untertitelte Kopie!) oder auch die mir zwar noch unbekannten, aber zumindest Geschmacklosigkeiten versprechenden THE DEVIL’S DOUBLE oder GANDU auszuwählen? Und natürlich HEAVEN&#8217;S STORY, dessen 5-stündige Laufzeit sowohl finanziell als auch logistisch eine Integration ins FFF-Programm zugegebenermaßen natürlich sehr schwer macht.<br
/> Überhaupt wirken die Vorstöße in den Arthouse-Bereich immer wieder eher unmotiviert und willkürlich, ein Konzept oder eine kuratorische Handschrift lässt sich dabei kaum erkennen, was gerade im Zusammenspiel mit den ungenutzten Chancen in der Kernkompetenz des Genrekinos bedauerlich ist. Natürlich ist das FFF als kommerzielles Festival nicht mit den gleichen Maßstäben wie ein stark subventioniertes Großstadtfestival zu messen, zudem kämpft es sicherlich auch mit der mangelnden Aufgeschlossenheit von größeren Teilen seines Stammpublikums gegenüber allzu herausfordernden und experimentierfreudigen Filmen, selbst innerhalb von Genre-Strukturen (das zeigt sich ja schon an der Ablehnung, die etwa bereits ein KILL LIST in diesen Kreisen erfahren hat und bezeichnenderweise in keiner einzigen Stadt unter die Top-3 beim „Fresh Blood“-Wettbewerb kam). Ein bisschen mehr Wagnisse und wirkliche Abseitigkeiten würde man sich gerade in den Slots, die stattdessen oft mit formelhaften Standardthrillern aufgefüllt werden, allerdings dennoch wünschen.<br
/> Ein wenig verwundern kann zugleich schon, dass ein durch sieben deutsche Städte tourendes Festival, das dementsprechend zumindest in den Primetime-Vorstellungen ein enormes Publikumspotenzial hat, dann offenbar doch immer wieder große Probleme hat, an die namhafteren unter den gewünschten Filmen zu kommen. Ob man hier die eigenen Pfunde nicht ausreichend in die Waagschale wirft, schlicht ein Imageproblem hat oder man sich tatsächlich einfach an befremdlichen Strategien von Vertrieben und Verleihen vergeblich die Zähne ausbeißt, bleibt letztlich Spekulation. Ziemlich beschämend ist es darüber hinaus aber schon, dass es das Festival noch nicht einmal im 25. Jubiläumsjahr für nötig hielt, wenigstens mit einer kleinen Retrospektive der eigenen Historie, der Festivaltradition und dem Genrekino der vergangenen Dekaden Tribut zu zollen. Es müssten ja gar nicht schweineteure restaurierte Import-Kopien sein, es gibt durchaus günstige Alternativen, die gleichzeitig sicherlich nicht weniger publikumsträchtig wären als so manch aktueller Lückenfüller (im Gegenteil erlebt man immer wieder, dass bestimmte Klassiker auf anderen Festivals regelrechte Publikumsmagneten sein können). Und es geht letztlich auch einfach um die Geste, die von einer solchen Retro ausgeht. Aber das ist eben auch eine Frage des Wollens und der Präferenzen, und was auch bei eingeschränktem Rahmen möglich ist, bewies etwa das derzeit auf Eis gelegte Asiafilmfest München in allen fünf Jahren seines Bestehens. Ohnehin nur neidvoll blicken kann man indes aufs Ausland, wo sich nahezu jedes größere Genrefestival umfangreiche und oft auch einfallsreiche Retro-Sektionen leistet.<br
/> Aber genug des Gemeckers – denn hat man sich einmal mit oben genannten Abstrichen abgefunden, bereitet das Festival alles in allem doch immer wieder einiges Vergnügen. Zwar waren in meiner Auswahl auch dieses Jahr einige üble Gurken und Enttäuschungen dabei, die insgesamt aber von einer ordentlichen Handvoll wirklich sehenswerter Filme wieder ausgeglichen wurden. Im Gesamten auf jeden Fall eine durchaus zufriedenstellende Ausbeute, vielleicht noch einen Tick stärker als 2010 und auf jeden Fall deutlich vor dem schwachen 2009er-Jahrgang (der mit THE SKY CRAWLERS dafür allerdings den m.E. besten FFF-Film der letzten Jahre zu bieten hatte, und mit dem herrlich humorlos-stumpfen MACABRE das genuinste, ausnahmsweise tatsächlich dem Begriff gerecht werdende <em>guilty pleasure</em>). Wirklich schwach war 2011 allerdings die asiatische Sektion besetzt, zwar mit einzelnen Höhepunkten, aber eben mit mangelnder Breite und Vielfalt – und auch rein zahlenmäßig dürften sechs Filme den einsamen FFF-Negativrekord der einst so blühenden Focus-Asia-Reihe darstellen. Auf der positiven Seite unbedingt hervor zu heben ist wiederum die Festival-Treue zu Regisseuren wie Ti West oder Lucky McKee, deren neue Werke zu meinen Favoriten gehörten.<br
/> Erfreulich auch, dass sich mittlerweile ein gewisser Standard bei den früher oft sehr problematischen Digitalprojektionen des FFF etabliert hat, auch wenn einige Pannen und unnötige, selbst verschuldete Schlampigkeiten (siehe Sanos Fazit) den Sorgenkind-Charakter des Technik-Umstiegs noch immer nicht ganz in den Griff bekamen. Überhaupt machte sich fast noch stärker als bereits bei der Berlinale und beim Filmfest München nun beim Fantasy Filmfest die Verlagerung von analoger auf digitale Projektion bemerkbar. Wurden bislang und auch noch jüngst bei den Nights die große Mehrheit der Film von 35mm projiziert (was eigentlich ohnehin verblüffend war und dem entsprechenden Engagement und der Präferenz der Festivalmacher zu verdanken ist &#8211; wie auch <a
href="http://berliner-filmfestivals.de/2011/08/fantasy-filmfest-interview-mit-leiter-rainer-stefan/2">dieses Interview</a> mit Festivalleiter Rainer Stefan bestätigt -, das muss bei der Gelegenheit auch gesagt werden), sank dieser Anteil schlagartig nun auf nur noch rund die Hälfte der Filme und wird wohl bald die absolute Ausnahme darstellen.<br
/> Dementsprechend schwierig gestaltet sich dann auch, um hier gleich auf meine <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/">jüngst</a> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/spater-vogel-sammelt-wurmkadaver-berlinale-2011/">etablierte</a> Festival-Awards-Vergabe einzuschwenken, die Vergabe des Materialfetischisten-Awards. Letztes Jahr wurden tatsächlich noch fast alle von mir gesehenen Filme von 35mm gezeigt, und selbst bei einem nicht sonderlich gemochten Film wie THE KILLER INSIDE ME war das Kinoerlebnis auch unter diesem Gesichtspunkt ein echter Zugewinn, während ich bei Digitalprojektionen von bereits auf Heimvideo-Medien verfügbaren Filmen dann manchmal eben doch eher überlege, ob sich das auch nicht gerade günstige Eintrittsgeld lohnt, oder es auch eine Sichtung zuhause tut (bei COLD FISH z.B. habe ich mich aber, obwohl der Film bereits zuhause lag, für die digitale Kinosichtung entschieden und es nicht bereut, oft ist es dann halt doch eine Frage des Einzelfalls &#8211; und freilich besteht auch für mich das Kinoerlebnis nicht nur in einer Materialfrage&#8230;). Wäre letztes Jahr also der <strong>Materialfetischisten-Award</strong> eine klare Dreier-Vergabe an AMER, OUTRAGE und vor allem an den, wenn man mit seinen sentimentalen Anflügen und dem nicht sonderlich originellen Plot kein Problem hat (was von seiner Scope-Kinetik und dem ungemein würdevollen Blick auf die gealterten Heroen spielend wett gemacht wird), zumindest im Kino zum Heulen schönen GALLANTS gewesen (mit KILLER INSIDE ME als Runner-Up), kämen dieses Jahr eigentlich nur DON’T BE AFRAID OF THE DARK und ATTACK THE BLOCK wirklich als Kandidaten in Frage, womit sich Eröffnungs- und Abschlussfilm als durchaus lohnende Kinoerlebnisse bewährt hätten, wenn auch beide nicht ganz auf Augenhöhe mit den drei Vorjahres-Siegern.<br
/> Und wo letztes Jahr beim Pixelforscher-Award mit MONSTERS, RUBBER und THE LOVED ONES drei jeweils auf recht unterschiedliche Weise tolle digitale Filme sich die Auszeichnung geteilt hätten (seinerzeit sogar auch noch alle drei von 35mm projiziert, was jeweils prima funktionierte – ganz im Gegensatz zum grässlich aussehenden „Fake-Film“-Film LOVE CRIME –, wie mir überhaupt der umgekehrte und leider zukünftig dominierende Weg von 16mm/35mm-Dreh zu Digitalprojektion mittlerweile deutlich problematischer erscheint, mit THE DEAD und THE INNKEEPERS gab es dieses Jahr auch zwei Beispiele, bei denen man sich wirklich eine 35mm-Projektion gewünscht hätte, was letzteren dann vermutlich auch zum Materialfetischismus-Award-Kandidaten gemacht hätte, was so leider ausgeschlossen ist), gibt es 2011 mit F zumindest einen absolut bemerkenswerten <strong>Pixelforscher-Award</strong>-Preisträger (der zugleich auch insgesamt wohl die unverhoffteste positive Überraschung aller von mir gesehenen FFF-Filme war), wobei zudem auch COLD FISH und A HORRIBLE WAY TO DIE eine lobende Erwähnung gebührt. Eine Einschätzung, die freilich von vielen nicht geteilt wird, aber während eine glatte, sterile, hochauflösende HD-Oberfläche sicherlich bei entsprechendem Einsatz auch ihre Reize haben kann, ebenso wie der bewusst tiefenunscharfe Fotokamera-Look eines RUBBER mir sehr gefällt (was einige auch ganz anders sahen), finde ich gerade die Grenzbereiche eines niedriger auflösenden, verrauschten, pixelnden, mit Schärfeebenen und Fokus experimentierenden Digitaleinsatzes dann doch oft spannender als die manchmal eher klinische HD-Glätte.<br
/> Bliebe abschließend noch der <strong>Fantasy-Sleaze-Award</strong>, der letztes Jahr an REYKJAVIK WHALE WATCHING MASSACRE (oder zumindest an dessen saftige erste Hälfte) ging, während es dieses Jahr mit Sion Sonos blutroter und bitterböser Killer-, Kapitalismus-, Gesellschafts- und Familien-Satire COLD FISH einen wahrhaftig haushohen Sieger gibt, dessen brachiale schlüpfrig-schmierige Entgleisungen selbst das Hofbauer-Kommando  sprachlos, beinahe überrumpelt, erschlagen, aber zutiefst beglückt zurück ließen. Unbedingt zu erwähnen auch die denkwürdige Performance von Sean Bridgers in THE WOMAN – eine vergleichbar widerwärtige Figur konnte dann noch nicht einmal COLD FISH aufbieten. Schon jetzt kann jedenfalls als gesichert gelten, dass sich die prächtig gedeihende Jahresliste des Hofbauer-Kommandos mit beiden Leistungen noch eingehender befassen wird.<br
/> Die beißende Gesellschaftskritik eines COLD FISH steht dabei nicht alleine da, denn wie jüngst auch im (vierten Teil vom) <a
href="http://cinema-scope.com/wordpress/cs-online/cinema-scope-tiff-2011-roundtable/">TIFF-Roundtable</a> des Filmmagazins Cinema Scope hinsichtlich KILL LIST vermerkt wurde, scheint das Potenzial des Genre- und insbesondere Horrorkinos als politische Allegorie, wie es gerade in den 70ern einige Filmemachern in mitunter subversiver Weise zu nutzen und gestalten wussten, nun mit Filmen wie KILL LIST und THE WOMAN, aber auch F, THE DEAD oder THE YELLOW SEA langsam wieder verstärkt entdeckt zu werden. Und das erfreulicherweise zumeist nicht als aufdringliches Themen- und Thesenkino, das mit Aussagen und Botschaften um sich schmeißt, sondern (wenn auch jeweils sehr unterschiedlich) in einer komplexeren, subtileren, impliziteren, abstrakteren Weise, die sich auch vor roher Energie nicht scheut, ohne dabei in plattes Phrasendreschen abzugleiten.</p><p>Was gibt es sonst zu sagen? Im Fazit bin ich leider kaum näher auf einzelne Filme eingegangen, habe aber zumindest zu Beginn des Festivals versucht (was leider wie letztes Jahr nach wenigen Filmen wieder versandet ist, eventuell werde in den nächsten Tagen noch was nachtragen), wenigstens zu ein paar Filmen einige Zeilen als Kurzkommentar im <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/sehtagebucher/andreas/">STB</a> zu hinterlassen, weil sich in schnöden Wertungszahlen ambivalentere Haltungen bekanntlich kaum abbilden lassen.<br
/> Und nachdem kürzlich auch das Gerücht verbreitet wurde, dass es eventuell noch vor dem Jahreswechsel einen zusätzlichen FFF-Abend geben könnte (mit einer HALLOWEEN-2-Preview und einem einmaligen Asien-Special in einigen Städten gab es in der Vergangenheit bereits Versuche in dieser Richtung), kann man eigentlich nur hoffen, dass es tatsächlich dazu kommt, weil gerade die große Lücke zwischen dem Sommer-Festival im August, das etwas unglücklich mit dem britischen FrightFest kollidiert und kurz vor den Festivals in Toronto und Sitges angesiedelt ist, so dass dem FFF auch aus diesem Grund der Zugang zu manch ganz aktuellem Film verwehrt bleibt, und den erst im März stattfindenden FFF-Nights damit ein wenig überbrückt würde &#8211; und sich dafür einige größere Filme, mit denen es im Sommer noch nicht geklappt hat (von THE THEATRE BIZARRE über THE RAID bis zu LIVID oder LIFE WITHOUT PRINCIPLE), sehr naheliegend anbieten würden. Wäre jedenfalls eine begrüßenswerte Ergänzung zu den beiden etablierten jährlichen FFF-Veranstaltungen im Frühjahr und Sommer.</p><p>Außerdem wie gehabt die Tops &#038; Flops in Listenform, wobei ich AMERICAN TRANSLATION und THE VALDEMAR LEGACY ausgeklammert habe, da bereits auf anderen Festivals gesehen.</p><p>Top 5:</p><p>1. THE INNKEEPERS (Ti West)<br
/> 2. COLD FISH (Sion Sono)<br
/> 3. THE WOMAN (Lucky McKee)<br
/> 4. KILL LIST (Ben Wheatley)<br
/> 5. F (Johannes Roberts)</p><p><em>Runners-Up</em>: YELLOW SEA, ATTACK THE BLOCK, SUPER, A HORRIBLE WAY TO DIE.</p><p>Flop 3:</p><p>1. THE DIVIDE (Xavier Gens)<br
/> 2. HESHER (Spencer Susser)<br
/> 3. REPEATERS (Carl Bessai)</p><p></b></p><p>***</p><p></b></p><p><strong>Sano</strong></p><p>Dieses Jahr war für mich wohl eines der besten Fantasy Filmfeste. Ich habe zwar mit 11 Filmen mal wieder nur die Hälfte von dem was ich eigentlich sehen wollte geschafft, werde jedoch vieles sicher noch auf DVD und Blu-Ray nachholen können (dabei freue ich mich besonders auf THE INNKEEPERS und THE WOMAN). Der Nachteil, dass das FFF-Programm die letzten Jahre über einfallsloser und kommerzieller zu werden scheint, wird dann zu einem Vorteil, da man fast bei keinem der Filme mehr befürchten muss, dass sie in der langen medialen Auswertungskette nirgendwo einen Platz finden werden. Vieles hat dann sogar noch einen regulären deutschen Kinostart vor sich. Da das Fantasy Filmfest seine Rolle als Entdecker von internationaler Filmkost somit endgültig aufgegeben zu haben scheint, ist es auch einfacher geworden, sich über die Filme bereits im Vorfeld ausgiebiger zu informieren oder sie bereits gesehen zu haben (bei mir geschehen mit COLD FISH, den ich bereits auf der Nippon Connection auf der Leinwand bewundern durfte, und somit auf dem FFF einfach noch ein weiteres mal genießen konnte).<br
/> Daher höre ich auch endgültig mit meinen Lamenti zur abgesetzten Retro auf &#8211; obwohl es diesmal wieder einmal bezeichnend und ein wirkliches Armutszeugnis war, dass nicht einmal zum 25. Jubiläum irgendeine Klassiker-Veranstaltung durchgeführt worden ist &#8211; und wundere mich ebenfalls auch nicht mehr darüber, dass das Fantasy Filmfest wohl immer <a
href="http://forum.cinefacts.de/215650-25-fff-2011-a-15.html#post7296075">weniger Zugang</a> zu sperrigeren Werken der Filmkunst bekommt. Man ist dann vermutlich einfach nur glücklich, dass es eine solche Veranstaltung (noch) gibt.<br
/> Dieses Jahr war für mich wie <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/fantasy-filmfest-2010-wertungen/">das letzte</a> deshalb vor allem dadurch gekennzeichnet, dass ich keine miesen Filme über mich ergehen lassen musste. Dem einzigen potentiellen Kandidaten (das existentialistische Drama 22ND OF MAY von Koen Mortier, der davor den feinen EX-DRUMMER gedreht hat), habe ich mich zunächst nach ca. 20 Minuten bewusst durch ein kleines Nickerchen entzogen, um dann nach Erwachen nach weiteren 10 Minuten einfach den Saal zu verlassen. Was soll ich sagen: es hat sich gelohnt, die Folter blieb aus, und über den Film kann ich jetzt auch nicht wirklich was sagen (und somit auch nichts schlechtes). Ärgerlich waren aber diesmal zwei technische Reinfälle der besonderen Art. Nachdem mir (und Andreas) die hundsmiserable digitale Projektion von HOUSE OF THE DEVIL bei der vorletzten Ausgabe 2009 den Filmgenuss deutlich verbrämt hat, ist an den digitalen Vorführungen des Fantasy Filmfests inzwischen (zumindest in Nürnberg, wo ich die letzten Festivaljahre verbracht habe) nichts mehr auszusetzten. Fast nichts mehr&#8230; Denn man glaubt es kaum: einige der Filme wurden in Nürnberg in den Sälen, in denen sie laufen sollten, vorher nicht getestet. Das heißt, man übernahm einfach die Einstellungen aus den vorherigen Spielstätten der Städte, in denen sie bereits gezeigt worden waren, und hoffte darauf, dass bei der Vorführung im auserkorenen Saal in Nürnberg schon alles laufen würde. Fehlanzeige. Die Generalprobe einfach auszulassen, kann sich nämlich als unlösbares Problem herausstellen. Eine Tatsache, der sich jeder Kinovorführer (auch heute noch) bewusst ist. Von daher ist es schon als sehr fahrlässig zu bezeichnen, dass das Team vom Fantasy Filmfest sich (wohl aus Zeitgründen und Transportengpässen) den Test am zahlenden Zuschauer geleistet hat. Wenige schien das wirklich zu stören &#8211; vielleicht ist das FFF-Publikum aber auch einfach ein sehr geduldiges &#8211; und kaum einer hat sich beschwert. Jedenfalls bei den zwei Vorstellungen, bei denen ich dabei war. Nichtsdestotrotz ist so etwas nicht nur ärgerlich, sondern im Prinzip völlig unnötig. Diesen Aufwand (zu testen, ob man Filme im vorgesehenen Saal überhaupt adäquat präsentieren kann) MUSS sich ein Festival einfach leisten können, denn dass die Vorführbedingungen stimmen ist der Grund- und Minimalanspruch, den ein jedes Festival zu erfüllen hat (neben der Voraussetzung, dass die Filme selbst da sind). Man stelle sich vor ein Musikfestival würde einen Liveauftritt komplett aus der Konserve begleiten, oder bei einer CD-Release-Party wäre der Klang nur in MP3-Qualität zu genießen.<br
/> In der Hoffnung, dass so etwas in Zukunft nicht mehr passieren wird, widme ich mich daher endlich den positiven Dingen: Den Filmen. Und den guten bis sehr guten digitalen wie auch analogen Projektionen, die man dieses Jahr durchweg loben muss. Weiter so. Ich bin euch wirklich dankbar. Wirklich! Kein Gemeckere: Alles war prima. Aber zurück zu den Filmen. Wie gesagt, habe ich mal wieder viel zu wenig gesehen. Dass aber gleich zwei neue Lieblingsfilme unter meinen Kandidaten sein sollten, hätte ich nicht gedacht. Zu COLD FISH habe ich nicht viel zu sagen. Wurde schon genug drüber geschrieben, und Sion Sono scheint sich nach LOVE EXPOSURE endgültig befreit zu haben, sowie eben im Kreis der Meisterregisseure der Gegenwart angelangt zu sein. AMERICAN TRANSLATION war für mich hingegen eine Entdeckung aus dem Nichts. Im Voraus bereits von <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-kurzkommentare-2/">ET-Kollege Andreas mit Lob bedacht</a>, musste ich mich dennoch persönlich überzeugen lassen, ob der Film was für mich sein könnte. Und ob er das konnte! [Man mache sich jetzt auf allerlei Klischee-Sätze gefasst.] AMERICAN TRANSLATION behandelt das Serienkiller-Motiv auf eine so frische, unverbrauchte und beiläufige Weise, wie ich das im Kino bisher noch nicht erlebt habe. Man ist es ja schon gewöhnt, dass inzwischen meist auf den moralischen Zeigefinger verzichtet wird, und auch der Horror und Schrecken dieser Taten weichen teilweise bereits anderen Interessen (siehe auch COLD FISH). Aber das ein Film, bei dem es im Grunde um nichts anderes geht, der seine ganze Berechtigung und Energie aus diesen Morden zu ziehen versucht, eben (auch) eine ganz andere Geschichte erzählt, etwas anderes als das &#8220;eigentliche&#8221; Thema in den Vordergrund stellt: das ist dann doch schon äußerst bemerkenswert. Wenn die Morde nicht wären, es könnte um alles mögliche gehen. Liebe, Freiheit, Macht, Wahnsinn, Jugend, Politik, und was in AMERICAN TRANSLATION sonst noch angerissen oder ausgiebig bebildert wird. Nach anfänglichem Glückstaumel musste ich nach 30 Minuten (nachdem die Serienmordthematik sich dennoch auf ihre Weise in den Vordergrund drängt) zwar zumindest ein wenig auf den Boden der Tatsachen (und Filmkonventionen) zurückkommen, aber der Film macht im Grunde nichts falsch und ist auch von seinem Ende betrachtet konsequent großartig. Dass er zudem am Ende mit erklärenden Schrifttafeln aufwartet (etwas, das in 99% der Fälle scheitert und einem Film meiner Meinung nach nur schaden kann), diese jedoch <em>für</em> die Klasse des Films sprechen, und ihm sogar noch zuarbeiten, macht den Film für mich schlussendlich zu einem Phänomen. Mehr davon würde man sich wünschen, aber woher? Schule wird Arnolds und Barrs Konzept und Stil wohl nicht machen (und ist auf den ersten Blick betrachtet beileibe auch nichts Neues &#8211; man möchte manchmal fast Epigonentum entdecken, wäre es in Wahrheit nicht die reinste Cinephilie), daher bleibt nur die Hoffnung auf weitere Filme der beiden, und die Tatsache, dass sie ja schon einige gemeinsame (und auch individuelle) Projekte in ihrer Filmographie vorzuweisen haben, die ich jetzt mit besonderer Vorfreude aufsuchen werde. Eines sollte aber noch auf jeden Fall erwähnt werden, und sollte (und könnte eventuell) auch Schule machen. Dass ein Regisseur auch sein eigener Kameramann sein kann (siehe z.B. James Benning, Heinz Emigholz, Peter Hyams, oder Tarantino bei DEATH PROOF).<br
/> Bevor ich jetzt zu meinem letzten FFF-Highlight komme, aber noch ein paar allgemeine Anmerkungen zu manch anderem Film. Toll fand ich zum Beispiel noch Fred Cavayés POINT BLANK. Ein Actionfilm, der fast ausschließlich auf Action setzt und diese nur rudimentär mit Dingen wie Figurenzeichnung, Plot und sonstigem Firlefanz ausgestaltet. Dass ich den Protagonisten und seine Frau unsympathisch und uninteressant fand, die Handlung völlig konventionell und vorhersehbar daherkam, etc. etc. &#8211; das alles verlor für mich an Bedeutung, da der Regisseur formal wie inhaltlich vor allem auf die Inszenierung der Bewegungssequenzen aus war. Die Figuren entwickelten sich somit eben auch (und eigentlich primär) aus den Actionszenen selbst, wurden durch sie charakterisiert und vertieft, und die Handlung war die Action. Ohne sie, wäre der ganze Film nur ein aufgeblasener Furz. Sie sind das Herzstück. Aber ein Herzstück das tatsächlich auch den größten Raum einnimt und auch von der reinen Laufzeit des Films betrachtet klar die qunatitative Oberhand behält. Eigentlich für einen Actionfilm nichts besonderes, scheint dieses Tugend heutzutage bereits antiquiert zu sein. Wie ein Bekannter neben mir nach der Sichtung in etwa verlautbaren ließ: Wenn Blockbusterkino immer so aussähe, wäre ich Stammgast im Multiplex.<br
/> Des weiteren war über weite Strecken die formale Gestaltung des Paranoia-Films F ein absolutes Highight. Zwar im Endeffekt für meinen Geschmack doch wieder zu viel Handlung (ich bin, wie man inzwischen gemerkt haben könnte, Anhänger <a
href="http://www.filmforen.de/index.php/blog/1/entry-6364-disney-sollte-mehr-autorenfilme-finanzieren/">dieser</a> Sichtweise), was aber nur dem Film &#8220;als ganzes&#8221; schadet. Sehenswert ist er daher durchaus. Und manch einer wird ihn sicher auch anders betrachten als ich (meiner Meinung nach ein im Ansatz interessanter Aliens als Bodysnatcher Endzeitplot auf ein Schulgelände verdichtet).<br
/> Ansonsten gab es solide bis zufriedenstellende Genre- und Arthousekost mit teilweise großartigen Ansätzen und Ideen, die sich aber formal (z.B. In YOUR HANDS, HAIR OF THE BEAST) oder inhaltlich (z.B. PERFECT SENSE, THE DEAD) nicht wirklich über Allgemeinplätze und Klischeebilder hinwegzusetzen vermochte. Lediglich die Kameraführung von THE DEAD möchte ich an dieser Stelle noch hervorheben, die vor allem in der ersten Hälfte durch das inzwischen leider allgegenwärtige und überstrapazierte, &#8220;Nähe&#8221;-evozierende und an den Gesichtern und Körpern klebende Konzept der klaustrophobischen Gestaltung seiner Endzeitstimmung adäquaten Ausdruck verleihen konnte. Ob das alles so gewollt war mal dahingestellt, habe ich mich selten bei einem modernen Horrorfilm so unwohl und beklommen gefühlt. Danke dafür.<br
/> Schlussendlich möchte ich aber auch noch ein paar Worte über meinen dritten FFF-Favoriten THE YELLOW SEA verlieren. Ein in Konzept und Ausführung bewunderswertes Wagnis eines Überblicks über das (kommerzielle) südkoreanische Filmschaffen der letzten 15 Jahre, als hintergründiger und selbstironischer Blockbuster voller Verweise, Zitate, Hommagen aber auch Parodien an seine Vorgänger gestaltet, setzt er nicht nur ein Fazit sondern gibt auch einen Ausblick über die unerschöpflich scheinenden Potentiale des südkoreanischen Mainstreamkinos. Wenn man THE YELLOW SEA glauben schenkt, sieht die Zukunft der heimischen Filmproduktion rosig aus. Das südkoreanische Filmwunder hätte somit erst begonnen. Für jemanden wie mich, der zwar vergleichsweise wenig gesehen hat, aber bisher von der Annahme ausging, dass sich der Boom und die innovativen Kräfte nach 2004, 2005 wieder zurückentwickelt hätten, und wir einer Stagnation und einem möglichen Ausklang der eigenständig-nationalen Potentiale der südkoreanischen Filmindustrie engegenblicken, birgt THE YELLOW SEA den Beweis und die Hoffnung, dass dem nicht so ist, und es auch noch für die kommenden Jahrzehnte nicht der Fall werden muss. So macht Industriekino wirklich Spaß (und zeigt dem in dieser Hinsicht längst dahingesiechten Hollywoodfilm zum wiederholten Mal auf, wie man es wirklich machen sollte). Ich muss jetzt unbedingt Hong-jin Nas Vorgängerfilm THE CHASER sehen, und bekomme noch einmal Lust mich durch meine 30, 40 ungesehenen alten Koreaner zu wühlen, die zu Hause noch ihrer Sichtung harren.<br
/> Wie auch immer. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Fantasy Filmfest Nights und Fantasy Filmfest 2012.</p><p>Meine Top 3 des FFF 2011:</p><p>1. COLD FISH (Sion Sono)<br
/> 2. AMERICAN TRANSLATION (Pascal Arnold, Jean-Marc Barr)<br
/> 3. THE YELLOW SEA (Hong-jin Na)</p><p><br/><br
/> ***</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/fantasy-filmfest-2011-wertungen-und-fazit/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>18</slash:comments> </item> <item><title>Aktion deutscher Film #3: Wo Fuchs und Hase den Bär steppen lassen</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/#comments</comments> <pubDate>Sun, 28 Aug 2011 00:23:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Christoph</dc:creator> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Christoph]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <category><![CDATA[Aktion deutscher Film]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Lieblingsfilme]]></category> <category><![CDATA[Deutscher Film]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=10299</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/zuckerbrotundpeitsche2/" rel="attachment wp-att-10300"><img
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href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/zuckerbrotundpeitsche2/" rel="attachment wp-att-10300"><img
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/> </br><br
/> &#8220;Für einen deutschen Film war der schon ganz okay&#8230;&#8221;<br
/> Das oder etwas ähnlich lapidar Geringschätziges musste ich mir oft anhören, wenn ich Freunden oder Bekannten etwas nervös einen meiner deutschen Lieblingsfilme präsentierte. <span
id="more-10299"></span>Das war selbstverständlich noch bevor ich auf jene Seelenverwandten traf, aus denen inzwischen Eskalierende Träume hervorgegangen ist. Denn an unserer erschöpfenden Verehrung des deutschen Kinos kann, so hoffe ich, längst kein Zweifel mehr bestehen – die &#8220;<a
href="http://intergalactic-ape-man.blogspot.com/2011/03/jetzt-mitmachen-aktion-deutscher-film.html">Aktion deutscher Film</a>&#8221; hat in unserer Oase der verschütteten Ultrakünste offene Türen eingerannt.</p><p>Tatsächlich – oder vielmehr, leider: selbstverständlich &#8211; hat mein von mir tausendfach geschmähtes, cineastisch völlig ignorantes Elternhaus seinen Teil dazu beigetragen, dass ich von Kindesbeinen an keinen der üblichen Vorbehalte gegenüber einheimischen Produktionen mit auf den Weg bekam. Bis zu meinem 10. Lebensjahr (bis ins Jahr 1998, um Missverständnissen vorzubeugen) verfügte unser stets im Umbau befindlicher Haushalt lediglich über einen Schwarzweiß-Fernseher, dem ein altes Wasserrohr als Antenne diente. Alles was also ARD, ZDF und BR hergaben, war gleichermaßen eingegraut. Die knallige Farbenpracht frühkindlicher Superhits wie OLD SHATTERHAND (1963), DAS INDISCHE GRABMAL (1959), IN 80 TAGEN UM DIE WELT (1958), DIE ABENTEUER DES ROBIN HOOD (1938) oder DIE DREI MUSKETIERE (1948) war für mich ein regelrechter Schock, als ich diese Filme viel später, nach den zahlreichen, wiederholten schwarzweißen Sichtungen meiner Kindheit, erstmals in Farbe sah. Manche dieser Filme, wie Curtiz&#8217; ROBIN HOOD, verloren dadurch für mich auch tatsächlich unmittelbar an Zauber.<br
/> An eine Abneigung gegen Schwarzweiß-Filme – wie man sie unter Jugendlichen meiner Generation schon sehr häufig antreffen konnte – war also von vornherein nicht zu denken. Da auch der Videorekorder erst mit dem Farbfernsehen Einzug hielt in unserem ländlichen Hause und das nächste Kino 30 Autominuten entfernt war, stellte also dieser alte Schwarzweiß-Fernseher mit seinen drei Programmen und den streng von elterlicher Hand kontrollierten Inhalten den einzigen Kontakt zur großen, weiten Cinewelt dar.<br
/> Die Faszination Film nahm für mich schon sehr früh einen sehr hohen Stellenwert ein, noch mehr Zeit verbrachte ich allerdings mit Büchern und in Wald und Flur. Mit den gleichaltrigen Kindern in meinem mittelfränkischen Heimatdorf kam ich überhaupt nicht zurecht, ich hatte Angst vor ihnen, weil sie mich gerne jagten, ich für sie ein &#8220;Spinner&#8221; war und so verbrachte ich die Nachmittage an den Wochenenden nicht mit ihnen, sondern entweder im Wald, über meinen Büchern oder vor der schwarzweißen Flimmerkiste.</p><p>Und was lief da (noch) in den 90iger Jahren an &#8220;familientauglichen&#8221; Spielfilmen auf den Öffentlich-rechtlichen? Neben Abenteuerfilmen der erwähnten Coleur waren das, in rauen Mengen, US-Western, Krimiserien (die man mir lange Zeit untersagte) sowie – ebenfalls in rauen Mengen, soweit ich mich erinnern kann – deutsche Heimatfilme, deutsche Komödien und manchmal auch deutsche Melodramen der 30iger bis 60iger Jahre. Häufig lästerte mein Vater am Sonntag Nachmittag ein wenig über &#8220;diese Schnulzen&#8221; und ihren &#8220;Schmalz&#8221;, versagte sich ihnen aber nie, wenn er sich auf das Sofa herniedersenkte, um sich von Liselotte Pulver oder Heinz Rühmann (oder auch beiden im ständig wiederholten WIE TÖTE ICH MEINEN MANN? von Kurt Hoffmann) in den Schlaf wiegen zu lassen. Daneben  saß ich, gefesselt auf die winzige Röhre starrend, erwartungsvoll dem nächsten Film entgegenfiebernd – der in meiner selektiven Erinnerung zu 99 Prozent entweder ein Western oder einer der oben genannten Titel war. Insbesondere Fritz Langs indische Doppel-Pracht habe ich so wohl gefühlte 100 Mal gesehen. Und immer in Schwarzweiß. In Farbe sah ich den zweiten Teil erstmals vor einem Jahr, im Kino, von einer kristallklaren 35mm-Kopie – und war, verständlicherweise, ganz neu und ganz anders gebannt.<br
/> </br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/derfelsen2/" rel="attachment wp-att-10301"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/DerFelsen2.png" alt="" title="Der Felsen (2002)" width="525" height="290" class="aligncenter size-full wp-image-10301" /></a><br
/> </br><br
/> Einige Jahre später (um dem kindlichen Zeitempfinden Rechnung zu tragen), ich muss wohl 7 oder 8 Jahre alt gewesen sein, verbannte mich mein Vater aus dem Wohnzimmer, um sich Alfred Vohrers Edgar Wallace-Film DER ZINKER anzusehen. Von den unheimlichen Klängen der Peter Thomas-Musik und grausigen Todesschreien angezogen, sah ich den Film heimlich, von den obersten Treppenstufen zu meinem Zimmer aus hinabschielend, im Halbdunkel versteckt. Wochenlange Alpträume waren die Folge. In meiner wilden Vorstellung verwandelte sich das stethoskopische Gerät, mit dem Jan Hendriks den Safe von Günther Pfitzmann öffnete, in eine riesige Injektionsnadel und statt des im Film tatsächlich mit einer Sprungfeder abgeschossenen Giftpfeils hatte ich stets verzerrend vor Augen, wie der Zinker sich in dem dunklen Büro an Hendriks heranschlich, ihm die sehr lange Nadel ein kleines Stück in den Rücken bohrte und das Gift injezierte – ohne das sein Opfer dies bemerkte.</p><p>Selbstverständlich wurde ich in den folgenden Jahren zu einem ergebenen Wallace-Fan, der stets schon Stunden vor der anfangs montäglichen und später sonntäglichen Ausstrahlung der Filme auf Kabel 1 unruhig hin- und herrutschte und von den Filmen selbst mit ihren suggestiven, schwarzweiß flackernden und huschenden expressiven Gruselmomenten und ihrer anderweltlichen, auf mich damals sehr &#8220;modern&#8221; wirkenden Ästhetik, regelmäßig an den Rand der Suspense-Ekstase getrieben.<br
/> Mein Taschengeld investierte ich in VHS-Kassetten zum Aufnehmen, zum Verdinglichen der Begierde. Sorgsam mit einem braunen Papierumschlag getarnt, versteckte ich die mit einer verruchten &#8220;FSK 16&#8243; versehene Kaufkassette von ZIMMER 13 unter einer Kommode in meinem Zimmer, auf dass meine besorgte Mutter, der meine Obsession für diese &#8220;brutalen und schrecklichen&#8221; Filme sehr unrecht war, sie nicht zufällig entdeckte.<br
/> Auch meine Liebe zum Melodram muss schon damals gesät worden sein, denn eines der ewigen Kindheits-Filmbilder vor meinem geistigen Auge ist ein schattenreicher Close-up einer am Boden zerstörten Joan Crawford geblieben, in einem Film aus den 40iger Jahren, den ich bis jetzt noch nicht identifizieren konnte – vermutlich MILDRED PIERCE (sehr wahrscheinlich war Michael Curtiz neben Harald Reinl und Alfred Vohrer einer der wichtigsten Regisseure meiner Kindheit).<br
/> </br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/dos_ohhappyday/" rel="attachment wp-att-10589"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/DÖS_OhHappyDay.png" alt="" title="Oh Happy Day (1970)" width="525" height="375" class="aligncenter size-full wp-image-10589" /></a><br
/> </br><br
/> Noch etwas später entdeckte ich dann, zum ersten Mal, Hitchcock für mich (ungefähr mit 12, 13), begeisterte mich für die James Bond-Filme (Sean Connery muss meine aufsteigenden hormonellen Unruhen enorm befördert haben), sah mit 14 unter Angstkrämpfen DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE und schließlich, im gleichen Jahr, restlos gelangweilt und zutiefst fasziniert zugleich, Antonionis BLOW UP. Anschließend verlagerte sich meine Leidenschaft für drei Jahre auf die Musik, bevor ich dann irgendwann HALLOWEEN, THE FUNHOUSE, BRAINDEAD, PAURA NELLA CITTÀ DEI MORTI VIVENTI und zahllose andere berüchtigte und bekannte Horrorfilme sah, bis sich dieser etwas enge Genre-Horizont langsam um andere Farben erweiterte und mich ein neuerliches Antonioni-Erlebnis – eine Kinovorstellung von L&#8217;ECLISSE, im Grund ebenfalls ein Horrorfilm &#8211; mit 17 Jahren auf den cineastischen Pfad führte, auf dem ich heute noch staunend wandele.<br
/> </br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/der-henker-von-london-2/" rel="attachment wp-att-10636"><img
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/> </br><br
/> Meine Wiederentdeckung des deutschen Kinos, jenseits der in der Zwischenzeit nostalgisierten und aufgrund einer militanten &#8220;auteurroristischen&#8221; Phase mit 18, 19 Jahren ins Hintertreffen geratenen Karl May-, Edgar Wallace- und Jerry Cotton-Filme, war beschwerlich. Wie bereits erwähnt, hatte ich nie Vorbehalte, doch meine Versuche einer Annäherung über den &#8220;Autorenfilm&#8221; – hierbei nominell dem &#8220;neuen deutschen Film&#8221; und der sich mir damals noch verschließenden (inzwischen jedoch hochgeschätzten) &#8220;Berliner Schule&#8221; – wollten nicht den rechten Enthusiasmus entfachen.</p><p>Erst als ich feststellte, dass es auch in Deutschland Filmemacher gegeben hatte und gab, die für sich ähnliche Freiheiten und Formen in Anspruch nahmen wie zahlreiche von mir verehrte Filme aus anderen Kulturkreisen &#8211; erst da entwickelte ich sehr schnell und sehr gezielt eine brennende Neugierde auf jenes deutsche Kino, über das ich nichts oder nur sehr wenig in &#8220;Reclams Filmlexikon&#8221; (das mir mein Großvater zum 12. Geburtstag geschenkt hatte), im Filmdienst oder auf diversen von mir damals gelesenen Internetseiten finden konnte.<br
/> </br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/dos_verboteneliebe/" rel="attachment wp-att-10590"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/DÖS_VerboteneLiebe.png" alt="" title="Verbotene Liebe (1989)" width="525" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-10590" /></a><br
/> </br><br
/> Meine Abneigung gegen das, was man mit dem Oberbegriff &#8220;Kanon&#8221; beschreibt und all die Maßstäbe, die damit einhergehen, speiste sich zu nicht unbeträchtlichen Teilen aus der Erkenntnis, dass das deutsche Kino in Deutschland selbst eine Behandlung erfährt, deren drachenhafte und schreckschraubige Stiefmütterlichkeit nicht einmal die Gebrüder Grimm so unnachgiebig ersinnen hätten können. Ich möchte an dieser Stelle nicht ins Detail gehen über die entscheidenden deutschen Filme, die mich entflammen ließen, nicht zuletzt deshalb, weil ich zu diesem Zeitpunkt schon völlig aufgegangen war in meiner Filmbesessenheit und sich derartige Entwicklungen in einem so reichhaltigen Erlebnisbrei bei weitem nicht mehr so leicht datieren und umreißen lassen wie die geschilderten Erinnerungsfetzen aus meiner Kindheit.</p><p>Was hat letztlich das deutsche Kino zu einer meiner ganz besonderen Leidenschaften werden lassen? Letztlich wohl, wenn ich es partout so präzise einkreisen muss, der fruchbare, stimulierende und lustvolle Kampf zwischen deutscher Lebenswirklichkeit, Alltäglichkeit, restriktivem Kulturempfinden, verschämter Selbstwahrnehmung und Gesellschaftsstruktur, und den esoterischen Kinoträumen, den verrosteten, da nie verwendeten deutschen Mythen, den Fantasien vom &#8220;großen&#8221; Kino, vom poetischen Kino, vom sinnlichen Kino, dass die &#8220;deutsche Schwere&#8221; von sich stoßen möchte und sich dennoch wagt, sich von ihr treiben zu lassen, vom Kino, dass der deutschen Beherrschtheit Spontaneität, freimütigen Irrsinn, ehrlichen Affekt und obsessive Erfahrungswelten entgegensetzt, vom Kino, dass aus sich selbst zu schöpfen vermag statt aus deutscher Geschichte oder ewigen Aushängeschildern deutscher Literatur. Vom Kino, dass in Kauf nimmt, dass die in Rezensionen deutscher Filme so gerne und so unnachgiebig auf soviel bessere, ausländische Filme verweisenden Kritiker ihm keine Beachtung schenken, vom deutschen Kino, dass sich weder schämt, deutsch zu sein, noch es darauf anlegt, so deutsch wie möglich zu sein. Vom deutschen Kino, dass seine Vorstellungskraft, seine Fantasie vom &#8220;Deutschen&#8221; anstoßen und provozieren lässt, statt in streng oder ängstlich reflektierende Distanz, schließlich sogar in neiderfüllte Anbiederung an die Kinowelten anderer Kulturkreise zu verfallen. Wir sind doch nicht gefühllos, nur weil wir Deutsche sind – und wir müssen uns nicht zwanghaft um jeden Preis anderswo Gefühle borgen und zu den unseren machen. Der Deutsche ist, entgegen internationaler Vorurteile, kein Roboter, auch wenn er zumeist alles tut, um diesen Eindruck zu vermitteln.<br
/> </br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/dos_endlosenacht/" rel="attachment wp-att-10591"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/DÖS_EndloseNacht.png" alt="" title="Die endlose Nacht (1963)" width="525" height="292" class="aligncenter size-full wp-image-10591" /></a><br
/> </br><br
/> Die folgende Liste ist das m. E. etwas unbefriedigende und konfuse Resultat einiger Kopfzerbrecherei, vorsichtiger Bauchbefragungen und meiner grenzenlosen und letztlich jahrelangen, nie wirklich unterbrochenen Passion für das deutsche Kino. Eine Leidenschaft, die sich nicht in eine Auswahl von 10 Filmen pressen lässt – wer mich kennt, weiß um meine Abneigung gegen den &#8220;Aussortierungszwang&#8221;, die &#8220;Selektionsrampe&#8221;, beim Listenerstellen.<br
/> Daher &#8211; und weil ich unabhängig von der &#8220;Aktion Deutscher Film&#8221; so oder so schon längst vorhatte, einmal eine Liste meiner persönlichen deutschen Lieblingsfilme zusammenzustellen &#8211; habe ich auf dieser Liste 10 besonders unbekannte oder in meinen Augen unterschätzte bekanntere Filme hervorgehoben, die ich im Rahmen dieser hoffentlich langlebigen und ergiebigen Initiative gerne &#8220;pushen&#8221; möchte. Gefolgt werden diese 10 Titel von jeweils 6 weiteren Lieblingsfilmen, die ich dem jeweiligen, gepushten Titel sehr lose und aus diversen, teils sehr verschiedenen Gründen hinzuassoziiert habe, ohne besonderes System.<br
/> Was meine relativ junge – und im Angesicht des gar gräßlich erblühenden deutschen Neo-Konservatismus seit der Jahrtausendwende nur zu natürliche, eng mit meinem ganz eigenen, gesellschaftlichen Kontext verwobene &#8211; Begeisterung für die Ungeheuerlichkeiten des deutschen &#8220;Schmuddelkinos&#8221; der 60iger und 70iger Jahre angeht, so sind viele meiner Favoriten aus diesem erfrischenden Metier bereits auf <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-2-aus-den-zwielichtigen-kellern-lusterner-filmtheater/">der spritzig-süffigen Liste des Hofbauer-Kommandos</a> vertreten, die ich gemeinsam mit Andreas und Marian zusammengetragen habe. Daher sind die erotischen Knospen der deutschen Filmindustrie in meiner eigenen Auswahl nur am Rande vertreten – um Platz zu schaffen für alles andere.<br
/> Außerdem habe ich mich darum bemüht, nach Möglichkeit nur einen, im &#8220;Extremfall&#8221; auch einmal zwei Filme verehrter Regisseure aufzunehmen.<br
/> Kommentare zu den einzelnen Filmen der führenden 10 konnte ich mir leider nicht abringen. Allerdings habe ich zu all den Texten verlinkt, mit denen ich mich bisher an einigen dieser Filme versucht habe.</p><p>Zuguterletzt kam ich angesichts der Menge der potentiellen Kandidaten für diese Liste nicht umhin, meiner Solidarität zu vergessenen Filmemachern und meinem tief verankerten Ekel vor dem Kanon Rechnung zu tragen: Da im Rahmen dieser Aktion vielleicht die Gelegenheit besteht, auf manchen obskuren, unbekannten, seltenen Titel ein klein wenig mehr Licht als sonst zu werfen (das hoffe ich zumindest), sehe ich keinerlei Notwendigkeit darin, meine enorme Wertschätzung von Filmen wie M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER, DAS BROT DER FRÜHEN JAHRE, ANGST ESSEN SEELE AUF, MESSER IM KOPF, DIE FREUDLOSE GASSE, DER VERLORENE,  JAGDSZENEN AUS NIEDERBAYERN oder sogar eines DEADLOCK oder HAMLET eigens zu betonen. Darum, also um die schriftlich erfasste Wertschätzung dieser Filme kümmern sich bereits andere, innerhalb und jenseits der &#8220;Blogosphäre&#8221;, auf Liebhaber- ebenso wie auf &#8220;professioneller&#8221; Ebene, oft genug, mehr als genug. All die vielen deutschen Kanonfilme (eine Handvoll hat sich dennoch auf meine Liste verirrt), die ich zu meinen Lieblingsfilmen zähle – sie alle sind mir genauso wichtig wie die Titel der folgenden Liste, nicht mehr, aber auch – und vor allem – nicht weniger. Ich möchte bewusst über die Kanonfilme unter meinen Lieblingen schweigen – lest öfter Eskalierende Träume oder mein Sehtagebuch und ihr erfahrt vielleicht gelegentlich mehr darüber.</p><p>Die Nicht-Kanonfilme hingegen sind wie die leiblichen geliebten Waisenkinder, für die ich mich verantwortlich fühle und die so selten ein adoptionswilliges Haus finden.<br
/> Ich möchte an dieser Stelle auch nochmals auf einen adoptionswilligen MUBI-User namens &#8220;GreyDaisies&#8221; verweisen, der mit seiner Liste deutscher Lieblingsfilme <a
href="http://mubi.com/lists/germany-12-x-21-films">eines der vermutlich größten und schönsten Waisenhäuser</a> des deutschen Kinos vorführt.</p><p>Aus all den genannten Gründen also sollen dieser Moment und diese Liste ganz und gar den Filmen gehören, die möglicherweise innerhalb dieser Aktion nirgends sonst genannt würden. Mir ist schon des Öfteren vorgeworfen worden, obskure Filme um ihrer Obskurität willen zu bevorzugen. Das stimmt teilweise, aus den bereits erwähnten Gründen. Das stimmt dahingehend nicht, als selbstverständlich ein seltener und / oder unbekannter Film nicht zwangsläufig ein vergessener Schatz sein muss. Allerdings rechne ich zunächst stets damit – aussortiert wird leider viel zu selten, was wirklich &#8220;schlecht&#8221; oder beliebig ist und viel zu oft, was zu widerborstig, zu sehr gegen Erwartungshaltungen und Gewohnheiten verstoßend, zu chaotisch oder zu sehr von Maßstäben und Normen abweichend, die man auch im cineastischen Kontext berechtigterweise als bürgerlich bezeichnen kann. Ich bin sicherlich kein Punk unter den Cineasten, aber hoffentlich auch kein Gartenzwerg im Schrebergarten.</p><p>Ich wünsche daher vor allem <em>viel Spaß</em> mit der folgenden Liste in der Hoffnung, dass sie den ein oder anderen anregen und neugierig machen möge. Zumindest auf das Kino der 60iger bis 80iger Jahre. Sowohl davor als auch danach habe ich noch Vieles nachzuholen &#8211; gleiches gilt für das österreichische und Schweizer Kino &#8211; und sehe künftigen Entdeckungen erwartungsvoll entgegen. Aber alles zu seiner Zeit. Ungestüm wie ich bin, habe ich mir, wenn man so will, zunächst meine deutschen Hörner an der stürmischsten und unberechenbarsten Zeitklammer des deutschen Kinos abgestoßen.<br
/> </br></br></p><p>1. <strong>DER RÄUBER </strong>(Benjamin Heisenberg, 2009)<br
/> a) Der Felsen<em> (Dominik Graf, 2002)</em><br
/> b) Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn <em>(Rolf Olsen, 1967)</em><br
/> c) Wonnekloß <em>(Marran Gosov, 1972)</em><br
/> d) <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/100-deutsche-lieblingsfilme-20-engel-die-ihre-flugel-verbrennen-1970/">Engel, die ihre Flügel verbrennen</a> <em>(Zbyněk Brynych, 1970)</em><br
/> e) Romy &#8211; Portrait eines Gesichts <em>(Hans Jürgen Syberberg, 1967)</em><br
/> f) Querelle – Ein Pakt mit dem Teufel <em>(Rainer Werner Fassbinder, 1982)</em></p><p>2. <strong><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/100-deutsche-lieblingsfilme-27-babylon-1992/">BABYLON</a></strong> (Ralf Huettner, 1991)<br
/> a) Loft <em>(Eckhart Schmidt, 1985)</em><br
/> b) Bübchen <em>(Roland Klick, 1968)</em><br
/> c) <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/gluckliche-fugung-2010/">Glückliche Fügung</a> <em>(Isabelle Stever, 2010)</em><br
/> d) Falscher Bekenner <em>(Christoph Hochhäusler, 2005)</em><br
/> e) Schreie in der Nacht <em>(Antonio Margheriti, 1969)</em><br
/> f) <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/erotik-im-beruf-was-jeder-personalchef-gern-verschweigt-1971/">Erotik im Beruf</a> <em>(Ernst Hofbauer)</em></p><p>3. <strong>AQUAPLANING</strong> (Eva Hiller, 1987)<br
/> a) Schramm <em>(Jörg Buttgereit, 1993)</em><br
/> b) Verbotene Liebe <em>(Helmut Dziuba, 1989)</em><br
/> c) Die Totenschmecker <em>(Ernst Ritter von Theumer, 1979)</em><br
/> d) Sieben Tage Frist <em>(Alfred Vohrer, 1969)</em><br
/> e) Polizeirevier Davidswache <em>(Jürgen Roland, 1964)</em><br
/> f) Bildnis einer Unbekannten <em>(Helmut Käutner, 1952)</em></p><p>4. <strong>DAS ZWEITE GESICHT</strong> (Dominik Graf, 1982)<br
/> a) Liebe 47 <em>(Wolfgang Liebeneiner, 1948)</em><br
/> b) Die Venusfalle <em>(Robert van Ackeren, 1988)</em><br
/> c) Häschen in der Grube <em>(Roger Fritz, 1969)</em><br
/> d) Heißer Sommer <em>(Joachim Hasler, 1967)</em><br
/> e) Die Todesgöttin des Liebescamps <em>(Christian Anders, 1981)</em><br
/> f) Wohnhaft <em>(Bernhard Marsch, 2004)</em></p><p>5. <strong>OH HAPPY DAY</strong> (Zbyněk Brynych, 1970)<br
/> a) Die Marquise von Sade <em>(Jesus Franco, 1976)</em><br
/> b) Grimms Märchen von lüsternen Pärchen <em>(Rolf Thiele, 1969)</em><br
/> c) Götter der Pest <em>(Rainer Werner Fassbinder, 1972)</em><br
/> d) Daniel, der Zauberer <em>(Ulli Lommel, 2004)</em><br
/> e) <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/lulu-1962/">Lulu</a> <em>(Rolf Thiele, 1962)</em><br
/> f) <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/100-deutsche-lieblingsfilme-6-das-fliegende-klassenzimmer-1954/">Das fliegende Klassenzimmer</a> <em>(Kurt Hoffmann, 1954)</em></p><p>6. <strong>ZUCKERBROT UND PEITSCHE</strong> (Marran Gosov, 1968)<br
/> a) Rote Sonne <em>(Rudolf Thome, 1970)</em><br
/> b) Der Tod im roten Jaguar <em>(Harald Reinl, 1968)</em><br
/> c) Sabine Kleist, 7 Jahre <em>(Helmut Dziuba, 1982)</em><br
/> d) Schamlos <em>(Eddy Saller, 1965)</em><br
/> e) Anna und Elisabeth <em>(Frank Wisbar, 1933)</em><br
/> f) Graf Porno und seine Mädchen <em>(Günter Hendel, 1968)</em></p><p>7. <strong>DIE TOTE VON BEVERLY HILLS</strong> (Michael Pfleghar, 1964)<br
/> a) Von Haut zu Haut <em>(Hans Schott-Schöbinger, 1969)</em><br
/> b) Otto; or Up with Dead People <em>(Bruce LaBruce, 2008)</em><br
/> c) Das Rätsel der roten Orchidee <em>(Helmuth Ashley, 1962)</em><br
/> d) Sie tötete in Ekstase <em>(Jess Franco, 1970)</em><br
/> e) Traumstadt <em>(Johannes Schaaf, 1973)</em><br
/> f) Angst <em>(Gerald Kargl, 1983)</em></p><p>8. <strong>DIE ENDLOSE NACHT</strong> (Will Tremper, 1963)<br
/> a) Unterwegs <em>(Jan Krueger, 2004)</em><br
/> b) <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/100-deutsche-lieblingsfilme-3-kaminsky-ein-bulle-dreht-durch-1984/">Kaminsky – Ein Bulle dreht durch</a> <em>(Michael Lähn, 1985)</em><br
/> c) Zu neuen Ufern <em>(Detlef Sierck, 1937)</em><br
/> d) Pappa ante Portas <em>(Vicco von Bülow, 1991)</em><br
/> e) Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt <em>(Rosa von Praunheim, 1970)</em><br
/> f) Romanze in Moll <em>(Helmut Käutner, 1943)</em></p><p>9. <strong>MONPTI</strong> (Helmut Käutner, 1957)<br
/> a) Sukkubus &#8211; Den Teufel im Leib <em>(Georg Tressler, 1989)</em><br
/> b) Macho Man <em>(Alexander Titus Benda, 1985)</em><br
/> c) Ich liebe dich, ich töte dich <em>(Uwe Brandner, 1971)</em><br
/> d) Abschied <em>(Egon Günther, 1968)</em><br
/> e) Fünf Patronenhülsen <em>(Frank Beyer, 1960)</em><br
/> f) Einer von uns beiden <em>(Wolfgang Petersen, 1973)</em></p><p>10. <strong>MORGEN BEGINNT DAS LEBEN</strong> (Werner Hochbaum, 1933)<br
/> a) Märzmelodie <em>(Martin Waltz, 2008)</em><br
/> b) Man spricht über Jacqueline <em>(Werner Hochbaum, 1937)</em><br
/> c) Paul <em>(Klaus Lemke, 1974)</em><br
/> d) Herbst der Gammler <em>(Peter Fleischmann, 1968)</em><br
/> e) Esel mit Schnee <em>(Romuald Karmakar, 2010)</em><br
/> f) Schwarzer Markt der Liebe <em>(Ernst Hofbauer, 1966)</em><br
/> </br></br><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/dos_annaelisabeth/" rel="attachment wp-att-10592"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/DÖS_AnnaElisabeth.png" alt="" title="Anna und Elisabeth (1933)" width="525" height="389" class="aligncenter size-full wp-image-10592" /></a><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/dos_grimmsmarchen/" rel="attachment wp-att-10593"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/DÖS_GrimmsMärchen.png" alt="" title="Grimms Märchen von lüsternen Pärchen (1969)" width="525" height="359" class="aligncenter size-full wp-image-10593" /></a><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/dos_jacqueline/" rel="attachment wp-att-10594"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/DÖS_Jacqueline.png" alt="" title="Man spricht über Jacqueline (1937)" width="525" height="394" class="aligncenter size-full wp-image-10594" /></a><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/dos_engel-die-ihre-flugel-verbrennen/" rel="attachment wp-att-10595"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/DÖS_Engel-die-ihre-Flügel-verbrennen.png" alt="" title="Engel, die ihre Flügel verbrennen (1970)" width="525" height="396" class="aligncenter size-full wp-image-10595" /></a><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/dos_endlosenacht2/" rel="attachment wp-att-10596"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/DÖS_EndloseNacht2.png" alt="" title="Die endlose Nacht (1963)" width="525" height="287" class="aligncenter size-full wp-image-10596" /></a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-3-wo-fuchs-und-hase-den-bar-steppen-lassen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> <item><title>Später Vogel sammelt Wurmkadaver: Berlinale 2011</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/spater-vogel-sammelt-wurmkadaver-berlinale-2011/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/spater-vogel-sammelt-wurmkadaver-berlinale-2011/#comments</comments> <pubDate>Wed, 17 Aug 2011 12:32:35 +0000</pubDate> <dc:creator>Andreas</dc:creator> <category><![CDATA[Aktuelles Kino]]></category> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Andreas]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Festivals]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <category><![CDATA[Awards]]></category> <category><![CDATA[Berlinale]]></category> <category><![CDATA[Berlinale 2011]]></category> <category><![CDATA[Filmfestival]]></category> <category><![CDATA[Materialfetischismus]]></category> <category><![CDATA[Minoru Shibuya]]></category> <category><![CDATA[Pixelforscher]]></category> <category><![CDATA[Sleaze]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=10053</guid> <description><![CDATA[Eine komplettistische Ergänzung und nach meinem <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/">Awards-und-Listen-Beitrag</a> zum Filmfest München zudem der Versuch, eine neue Tradition zu etablieren]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/Os-Residentes.jpg" alt="" title="Os Residentes" width="525" height="328" class="aligncenter size-full wp-image-10054" /><br
/> <br/><br
/> Allzu viel Neues und Weltbewegendes beabsichtigt dieser in Anbetracht des Anlasses fürwahr reichlich spät kommende Beitrag zur Berlinale 2011 nun nach einem halben Jahr gar nicht mehr zu liefern, eher ist es lediglich eine komplettistische Ergänzung und nach meinem <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/">Awards-und-Listen-Beitrag</a> zum Filmfest München zudem der Versuch, eine neue Tradition zu etablieren, auf deren Basis sich zukünftig dann womöglich in dieser Form ein sonst hier zumeist scheiternder Festivalrückblick umsetzen lässt.<span
id="more-10053"></span></p><p>Ursprünglich hatte ich im Februar nach dem Festival überlegt, in Erwiderung auf Sanos „Warum ich dieses Jahr nicht mehr zur Berlinale gegangen bin“-<a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/warum-ich-dieses-jahr-nicht-mehr-zur-berlinale-gegangen-bin/">Beitrag</a> einen „Warum ich dieses Jahr trotzdem wieder zur Berlinale gegangen bin“-Beitrag zu verfassen, der aber gerade keine Verteidigung der Berlinale geworden wäre, sondern nur die persönliche Motivation, trotz allen unbefriedigenden Aspekten weiterhin im Februar zum Filmesehen nach Berlin zu fahren, zu erklären versucht hätte. Allzu ergiebig wäre das aber wohl nicht geworden, denn dass man auf einem großen Festival trotz unerfreulichen Tendenzen schon aufgrund des Umfangs auch immer trotzdem noch das ein oder andere entdecken kann, ist schließlich nicht gerade eine neue Erkenntnis, auch wenn sie vielleicht manchmal etwas untergeht und sich natürlich nicht immer umstandslos anwenden lässt. Denn was ansonsten die Berlinale angeht, hatte ich mich zwar kürzlich auch <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-kurzkommentare-3/">an dieser Stelle</a> im Vergleich zum Filmfest München bereits geäußert, möchte aber jetzt bei der Gelegenheit noch schnell einen dort nicht explizit ausformulierten wichtigen Aspekt der „Gemischtwarenladen“-Thematik nennen, der eigentlich gerade als Zuschauer und hinsichtlich der eigenen Programmauswahl ganz wesentlich ist: bei einem Nachspielfestival wie München hatten die meisten Filme bereits woanders Premiere, und dementsprechend hat man bei entsprechendem Interesse und der nötigen Zeit &#038; Muße zumindest die Chance, sich genauer darüber informieren und selektieren zu können. Bei einem weitgehenden Premierenfestival wie der Berlinale wiederum ist man viel stärker und wehrloser dem kuratorischen Angebot ausgeliefert, weil die meisten Filme eben vorher nicht woanders schon Premiere hatten und man dementsprechend jenseits bekannter Namen weitaus weniger Möglichkeiten zur eigenen Orientierung hat. Und genau das macht das mangelnde Profil selbst innerhalb vieler Nebenreihen der Berlinale dort in viel stärkerer Weise problematisch. Umso wertvoller sind dann natürlich Vorab- und Live-Berichterstattungen von verlässlichen Stimmen, weshalb man den <em>Perlentauchern</em> &#038; anderen für ihre Arbeit, ihre kurzfristigen Hinweise und vor allem Warnungen gar nicht dankbar genug sein kann. Was dann mit etwas Glück dafür sorgen kann, dass die zumindest teilweise daran orientierte eigene Auswahl zwar im Schnitt vielleicht weniger repräsentativ für das Festival als Gesamtes, aber dafür immerhin zufriedenstellender ausfällt.</p><p>Größere allgemeine Anmerkungen spare ich mir ansonsten an dieser Stelle, denn was es zur letzten Berlinale im Großen und Ganzen zu sagen gibt, wurde <a
href="http://www.perlentaucher.de/berlinale-blog/166_vorhutkonkurrenz%3A_ausblick_auf_die_berlinale_2011">vorab hier</a> und <a
href="http://www.perlentaucher.de/berlinale-blog/202_einaeugige_und_halbblinde">hinterher hier</a> schon sehr treffend und auch in der nötigen Deutlichkeit von Ekkehard Knörer auf den Punkt gebracht, und dabei auch gleichzeitig recht anschaulich das Feld des im günstigsten Fall zu Erhoffenden und im schlimmsten Fall zu Befürchtenden vermessen. Meine tatsächliche diesjährige Festivalerfahrung finde ich aber dann letztlich doch sehr gut in den Anmerkungen der erst kürzlich veröffentlichen <a
href="http://mubi.com/notebook/posts/the-golden-donkey-berlinale-2011">Golden-Donkey-Vergabe</a> der Ferroni Brigade wieder (deren relaxter Umgang mit der vermeintlichen Aktualität des Anlasses natürlich auch motiviert, sich selbst mit so viel Verspätung überhaupt noch aufzuraffen), wenn auch interessanterweise mindestens zur Hälfte anhand unterschiedlicher Filme. Aber ich teile die grundsätzliche Feststellung, dass bei allem zu Recht Kritisierten, und bei aller nervenzerrenden Vorsicht, mit der man sich bisweilen durch das wie ein Minenfeld anmutende Programm manövrieren muss, dann insgesamt diesmal doch merklich ein paar lohnenswerte Entdeckungen mehr als zuletzt dabei waren. Was neben zunehmender Erfahrung im Umgang mit den Eigenheiten des Festivals freilich auch damit zu tun hatte, dass ich mich in den letzten beiden Jahren zur Hälfte in alte Filme geflüchtet habe (obwohl die damaligen Retrospektiven, erst 70mm und dann 60-Jahre-Jubiläum, beide hinsichtlich Rahmen und Konzeption fragwürdig und in manchen Details ärgerlich waren, war es andererseits im Einzelnen dann immerhin doch eine gute Gelegenheit für ein paar tolle Kinoerlebnisse mit teils schon lange aufgeschobenen Filmen), während ich dieses Jahr dann doch vorwiegend neue Filme gesehen habe, und mir vor allem zwei starke letzte Tage dann ein recht erfreuliches Fazit bescherten. Und klar, trotzdem manches verpasst, und anderes mittlerweile beim regulären Kinostart nachgeholt (und hier nicht berücksichtigt). Und den Wettbewerb natürlich abgesehen von gezielten Ausnahmen mal wieder größtenteils gemieden und überhaupt so manche mutmaßliche Qual dank warnender Stimmen zum Glück erspart. Soviel vorab, jetzt zu den Awards und der Liste&#8230;<br
/> <br/><br
/> ***</p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/Frit-Fald.jpg" alt="" title="Frit Fald" width="525" height="293" class="aligncenter size-full wp-image-10056" /><br
/> <br/><br
/> <em>Der <strong>Materialfetischisten-Award</strong> für besondere Verdienste hinsichtlich Erhalt, Umgang und Einsatz von klassischem Filmmaterial geht an:</em></p><p>REBOUNCE<br
/> BROWNIAN MOVEMENT<br
/> THE TURIN HORSE</p><p>Das schwarz-weiße 35mm-Material von THE TURIN HORSE lieferte in seiner schroffen Kargheit und spröden Poesie die perfekte visuelle Entsprechung des unentwegten unwirtlichen Windrauschens auf der Tonspur, während die Super16-Scope-Bilder von BROWNIAN MOVEMENT in ihrer körnigen und farblichen Vitalität die ausladende Enge der präzisen räumlich-bildlichen Kompositionen bereicherten. Ganz besonders hervor zu heben ist aber REBOUNCE (FRIT FALD), vielleicht weil er im Gesamten weit weniger beeindruckend als die anderen beiden ausfiel (wenngleich als recht ungezwungenes und flüssig inszeniertes Teenager-Selbstfindungs-Stück gar nicht übel ist), aber in der visuellen Gestaltung schlichtweg eine Wucht war. Ganz von ungefähr kam das nicht, bereits der Vorgängerfilm THE BLESSING der Regisseurin blieb mir vor zwei Jahren beim Filmfest München als zwar dramaturgisch und psychologisch nicht sonderlich überzeugend in Erinnerung, faszinierte aber zugleich ungemein durch seine artifiziellen Super16-Scope-Bilder, die mir wie eine bizarre Mischung aus Dogma 95 und Mario Bava erschienen. REBOUNCE ist insgesamt und dahingehend noch spannender, seine Normal-Super16-Bilder haben in ihrer Farb- und Lichtgestaltung eine atmende, vibrierende Qualität. Es ist nicht zuletzt ein Eldorado für lens-flare-Fetischisten, die hier fast ständig mit bemerkenswerten kristallinen Prismen verschiedener Gestalt beschenkt werden. Neben dem beinahe experimentellen Umgang mit Licht und Beleuchtung ist auch die Palette der Farbgestaltung reichhaltig, die von kräftigen, natürlichen Farben bis hin zu verschiedenen Akzentuierungen mit Sättigung, Beleuchtung und Graduierung eine breite Palette umfasst.<br
/> Der Materialfetischiten-Award, das sei allgemein angemerkt, versteht sich als dringende Empfehlung für den geneigten Connaisseur, bei sich bietender Gelegenheit die prämierten Filme unbedingt im Kino und von Film projiziert zu sehen, da sich die der Auszeichnung zugrunde liegenden Qualitäten erst auf diese Weise adäquat bzw. überhaupt nachvollziehen lassen (es werden daher in dieser Kategorie zudem auch nur Filme prämiert, die nicht nur auf Film gedreht, sondern auch werktreu von Film projeziert wurden, sonst wären LOST LAND und JESS + MOSS hier sichere Preisträger). Der &#8220;Nichteingeweihte&#8221; mag augenrollend schmunzeln, zumal dieser Award, das ist nicht zu bestreiten und berechtigt ihn gleichzeitig eher noch stärker, natürlich angesichts der allgemeinen Entwicklungen immer mehr ein buchstäblicher Kampf gegen Windmühlen ist.<br
/> <br/><br
/> ***</p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/The-Residents.jpg" alt="" title="The Residents" width="525" height="349" class="aligncenter size-full wp-image-10063" /><br
/> <br/><br
/> <em>Der <strong>Pixelforscher-Award</strong> für bemerkenswerte Verdienste im Umgang mit den Möglichkeiten des digitalen Filmemachens geht an:</em></p><p>CET HOMME<br
/> SCHLAFKRANKHEIT</p><p>Wobei sich hier eine Auswahl unter einigen diesbezüglich durchaus erfreulichen, aber keinem klar herausragenden Werk nicht ganz einfach gestaltete. Neben den beiden Genannten fand ich auch die eigentümlich verwaschene digitale Textur von THE RESIDENTS bemerkenswert (die hier, wie häufiger bei einem bestimmten Typus von meist eher low-grade-Digitalfilmen, durch den Transfer auf 35mm durchaus einen ganz eigenen Reiz gewinnt), und CAVE OF FORGOTTEN DREAMS ist mir von den gesehenen neuen Digital-3D-Filmen neben THE HOLE und CORALINE bislang der liebste, auch wegen seines unbekümmerten und eigensinnigen Umgangs mit 3D (und nicht nur damit).<br
/> Leider eher als <em>digital fail</em> zu erwähnen wäre TWENTY CIGARETTES. Dahingehend möchte ich eigentlich weder dogmatisch klingen noch anhand nur zweier Beispiele mir pauschale Rückschlüsse anmaßen, aber nach SHIRIN ist das nun für meinen Geschmack der zweite auffällige Fall eines „Portraitfilms“, bei dem eine jeweils auch technisch nur bedingt überzeugende, tendenziell kalte, leblose, sterile digitale Optik dann doch in recht herbem und unergiebigen Kontrast zur in den Gesichtern gesuchten Lebendigkeit steht. Es wäre vermutlich Blödsinn (und bestimmt auch schon von anderen Filmen widerlegt) zu sagen, dass Gesichterstudien nur auf Film funktionieren, aber das waren in den letzten Jahren zwei der zum Glück recht wenigen Fälle, wo ich mir statt Video echte Filmbilder – körnig, pulsierend, lebendig, rau – wirklich herbei gesehnt habe wie selten; es wäre m.E. beiden Filmen extrem zugute gekommen. Viel spannender wäre es wohl geworden, wenn Benning diese Idee noch vor seiner Abkehr von 16mm realisiert hätte, auch wenn das natürlich nun auch durchaus nicht der einzige Punkt ist, mit dem ich bei diesem Werk Probleme habe. Daher bin ich vermutlich auch abgesehen davon immer noch viel zu wohlwollend mit beiden Filmen, weil ich jeweils ihre Prämisse und auch einige ihrer konkreten Ansätze so unfassbar großartig finde, dass mich das doch so halbwegs über die Zwiespältigkeit (und im Grunde Enttäuschung) in der Umsetzung als Ganzes und eben auch in der Wahl der Mittel hinweg tröstet, und eben womöglich unverhältnismäßig stark hinweg tröstet. Aber das wird langsam eine recht absonderliche Abschweifung&#8230;<br
/> <br/><br
/> ***</p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/Viva-Riva.png" alt="" title="Viva Riva" width="525" height="371" class="aligncenter size-full wp-image-10058" /><br
/> <br/><br
/> Auch der Jury-Preis des Hofbauer-Kommandos für besondere Verdienste um den Erhalt von (durchaus sehr unterschiedlichen Formen im breitgefächerten Verständnis von) Sleaze wird erneut vergeben:</p><p><em>Der <strong>Goldene Sleaze-Bär</strong> im <a
href="http://www.bestoday.com.au/sick/archives/images/ewan_bear.jpg">Wettstreit der Dokumentarfilme</a> geht an:</em></p><p>THE BIG EDEN</p><p>Für u.a. einen <em>duften Typ</em> in Berlin, der nun auch im Alter noch immer als unbeirrbarer Playboy durch nicht nur den Boulevard-Blätterwald rauscht. Und natürlich für einen Dokumentarfilm, der das Faszinosum seines Lebenswandels durchaus zu fassen kriegt.</p><p><em>Der <strong>Goldene Sleaze-Bär</strong> im <a
href="http://picture.yatego.com/images/40c59c400b86c4.5/willy_yat.jpg">Wettstreit der Spielfilme</a> geht an:</em></p><p>VIVA RIVA!</p><p>Für u.a. <em>dufte Gangster-Typen</em> im Kongo, die einen auf dicke Hose, in der es ständig juckt, machen – und dabei von immer wieder belobigend hervor zu hebenden, saftig-derben deutschen Untertiteln spritzig unterstützt werden. Gleichzeitig natürlich auch für einen Film, der auch als süffiger und teils ruppiger Genrefilm prächtig unterhält.</p><p>Vereinzelt fand das Hofbauer-Kommando auch in weiteren Filmen – wenn auch nicht in vergleichbarer Verdichtung – ungeheure Gefühle, muss jedoch gleichzeitig Versäumnisse hinsichtlich der eigentlich verpflichtenden Begutachtung weiterer Sleaze-relevanter Erzeugnisse wie DEVIL’S DOUBLE oder GANDU einräumen. Zum Ausgleich werden besondere Verdienste bei ersprießlichen älteren Filmen gewürdigt:</p><p><em>Der <strong>Ehren-Sleaze-Bär</strong> für diverse spritzige Anzüglichkeiten im Gesamtwerk geht an:</em></p><p>Minoru Shibuya</p><p><em>Die <strong>Sleaze-Veteranen-Belobigung</strong> für zwei nicht direkt zum offiziellen Programm zählende, zur Berlinalezeit in Berlin gesehene Filme geht an:</em></p><p>COMIN’ AT YA! 3D<br
/> DAS GEHEIMNIS DER TODESINSEL</p><p>Weil Ferdinando Baldi selbst noch bei vergleichsweise harmloser 3D-Unterhaltung in manchen Details immer wieder den perversen Lüstling kaum unterdrücken kann, und weil die TODESINSEL eine herrliche Entdeckung mit der Handschrift Ernst Ritter von Theumers war, der möglicherweise auch hinter der offenbar unaufgelösten Regisseurs-Identität/Pseudonym „Mel Welles“ steckt.<br
/> <br/><br
/> ***</p><p><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/Vampire.jpg" alt="" title="Vampire" width="525" height="377" class="aligncenter size-full wp-image-10057" /><br
/> <br/><br
/> <em>Sichtungsliste (diesmal, da einfach vom Katalog übernommen, ausnahmsweise mit internationalem &#038; originalem Titel sowie Land und Produktionsjahr)</em></p><p><strong>Neue Filme:</strong></p><p>Anmerkung: Eigentlich wäre ein Sonderpreis für THE TERRORISTS und THE RESIDENTS quasi als &#8220;true spirit of the has-been-Forum&#8221; angebracht, denn solche politisch relevanten und/oder ästhetisch aufregenden Filme sind es eigentlich, die man im Forum zumindest einst hätte erwarten dürfen (während es nunmehr von Festival-Konfektionsware und Halbgarem durchsetzt ist). Heute sind sie dagegen die Ausnahme, wurden beide nur mit drei statt den sonst üblichen vier bis fünf Aufführungen angesetzt, und von den Zuschauern reihenweise vorzeitig verlassen &#8211; das sagt schon sehr viel darüber aus, was man mittlerweile im Forum erwarten darf und mit welcher Haltung die Leute offenbar in solche Filme gehen.</p><p><strong>10 Favoriten, die für manches entschädigten:</strong></p><p>Poo kor karn rai / The Terrorists (Thunska Pansittivorakul &#8211; Thailand, D 2011)<br
/> Os residentes / The Residents (Tiago Mata Machado &#8211; Brasilien 2010)<br
/> Vampire (Shunji Iwai &#8211; USA, Kanada 2011)<br
/> Brownian Movement (Nanouk Leopold &#8211; Niederlande, Deutschland, Belgien 2010)<br
/> The Host and the Cloud (Pierre Huyghe &#8211; Frankreich 2010)<br
/> Cave of Forgotten Dreams 3D (Werner Herzog &#8211; USA, Frankreich 2010)<br
/> A torinói ló / The Turin Horse (Béla Tarr &#8211; Ungarn, F, D, Schweiz, USA 2010)<br
/> Sleepless Nights Stories (Jonas Mekas &#8211; USA 2011)<br
/> Viva Riva! (Djo Tunda Wa Munga &#8211; D.R. Kongo, Frankreich, Belgien 2010)<br
/> Schlafkrankheit (Ulrich Köhler &#8211; Deutschland, Frankreich, Niederlande 2011)</p><p><em>Bemerkenswert:</em></p><p>Territoire perdu / Lost Land (Pierre-Yves Vandeweerd &#8211; F, Belgien 2011)<br
/> Cet Homme (Markus Ruff &#8211; Deutschland 2010)<br
/> Heaven&#8217;s Story (Zeze Takahisa &#8211; Japan 2010)<br
/> Eine Serie von Gedanken (Heinz Emigholz &#8211; Deutschland 2011)<br
/> The Big Eden (Peter Dörfler &#8211; Deutschland 2011)<br
/> Twenty Cigarettes (James Benning &#8211; USA 2011)</p><p><em>Gelungen:</em></p><p>Frit fald / Rebounce (Heidi Maria Faisst &#8211; Dänemark 2011)<br
/> Day Is Done (Thomas Imbach &#8211; Schweiz 2011)<br
/> Hi-So (Aditya Assarat &#8211; Thailand 2010)<br
/> Amnistia / Amnesty (Bujar Alimani &#8211; Albanien, Griechenland, Frankreich 2011)</p><p><em>Okay:</em></p><p>Swans (Hugo Vieira da Silva &#8211; Deutschland, Portugal 2011)<br
/> Jess + Moss (Clay Jeter &#8211; USA 2011)<br
/> Dirty Eyes (Lawrence Weiner &#8211; USA 2010)</p><p><em>Mäßig:</em></p><p>Der Preis (Elke Hauck &#8211; Deutschland 2011)<br
/> De Engel van Doel / An Angel in Doel (Tom Fassaert &#8211; Niederlande, Belgien 2011)</p><p><em>Schwach:</em></p><p>Man chu / Late Autumn (Kim Tae-Yong &#8211; Republik Korea, HK, China, USA 2010)<br
/> Majki / Mothers (Milcho Manchevski &#8211; Mazedonien, Frankreich, Bulgarien 2010)<br
/> Kampf der Königinnen (Nicolas Steiner &#8211; Deutschland, Schweiz 2011)<br
/> Halaw / Ways of the Sea (Sheron Dayoc &#8211; Philippinen 2010)<br
/> Medianeras (Gustavo Taretto &#8211; Argentinien, Deutschland, Spanien 2011)</p><p><em>Mies:</em></p><p>The Forgiveness of Blood (Joshua Marston &#8211; USA, Albanien, Dänemark, I 2010)<br
/> Fjellet / The Mountain (Ole Giæver &#8211; Norwegen 2011)<br
/> <br/><br
/> <strong>Ältere Filme:</strong></p><p><em>Shibuya-Special (sehr vage nach Wertschätzung geordnet):</em></p><p>Gendaijin / Modern People (Shibuya Minoru &#8211; Japan 1952)<br
/> Seigiha / Righteousness (Shibuya Minoru &#8211; Japan 1957)<br
/> Daikon to ninjin / The Radish and the Carrot (Shibuya Minoru &#8211; Japan 1964)<br
/> Yopparai tengoku / Drunkard&#8217;s Paradise (Shibuya Minoru &#8211; Japan 1962)<br
/> Akujo no kisetsu / The Days of Evil Women (Shibuya Minoru &#8211; Japan 1958)<br
/> Mozu / The Shrikes (Shibuya Minoru &#8211; Japan 1961)<br
/> Kojin kojitsu / A Good Man, a Good Day (Shibuya Minoru &#8211; Japan 1961)<br
/> Honjitsu kyushin / Doctor&#8217;s Day Off (Shibuya Minoru &#8211; Japan 1952)</p><p><em>Sonstige ältere Entdeckungen:</em></p><p>Himmel und Erde (Michael Pilz &#8211; Österreich 1979-1982)<br
/> Talaye sorkh / Crimson Gold (Jafar Panahi &#8211; Iran 2003)</p><p><em>Auch gesehen:</em></p><p>Die Flucht (Roland Gräf &#8211; DDR 1976/77)</p><p><em>Ernüchterung:</em></p><p>Hets / Frenzy / Die Hörige (Alf Sjöberg &#8211; Schweden 1944)</p><p><em>Der 3D-Spaßfilm schlechthin, weil er sich endlich mal zum auskostenden Gimmickexzess bekennt (während bei nicht wenigen anderen 3D-Filmen eine Tendenz zum Gimmick leider nur als Alibi fungiert und damit letztlich weder Fisch noch Fleisch ist, nämlich weder wirklich architektonisches 3D, noch völlig reueloses Spektakel):</em></p><p>Comin&#8217; at Ya! / Alles fliegt dir um die Ohren! (Ferdinando Baldi &#8211; I/E/USA 1981/2010)</p><p><em>Entdeckungen in Berliner Kinos abseits des Festivals (den Freunden des Schrägen Films sei Dank):</em></p><p>La isla de la muerte / Das Geheimnis der Todesinsel (Mel Welles, Ernst Ritter von Theumer &#8211; Spanien/BRD 1967)<br
/> Vampyres &#8211; Daughters of Darkness (José Ramón Larraz &#8211; GB 1975)<br
/> <br/><br
/> <img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/08/Comin-at-ya.jpg" alt="" title="c-a-y" width="525" height="810" class="aligncenter size-full wp-image-10060" /></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/spater-vogel-sammelt-wurmkadaver-berlinale-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> <item><title>Filmfest München 2011: Listen- und Awards-Nachschlag</title><link>http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/</link> <comments>http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/#comments</comments> <pubDate>Sat, 23 Jul 2011 05:56:13 +0000</pubDate> <dc:creator>Andreas</dc:creator> <category><![CDATA[Aktuelles Kino]]></category> <category><![CDATA[Ältere Texte]]></category> <category><![CDATA[Andreas]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Festivals]]></category> <category><![CDATA[Listen]]></category> <category><![CDATA[Filmfest München]]></category> <category><![CDATA[Filmfest München 2011]]></category> <category><![CDATA[Filmfestival]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.eskalierende-traeume.de/?p=9462</guid> <description><![CDATA[Nach <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-warm-up-vorab-uberblick/" target="_blank">Vorschau</a> und Kurzkommentare-Beiträgen <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-kurzkommentare-1/" target="_blank"># 1</a>, <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-kurzkommentare-2/" target="_blank"># 2</a> und <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-kurzkommentare-3/" target="_blank"># 3</a> von mir ein finaler Filmfest-München-Beitrag mit Sichtungsliste, Awards und Ranking.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/guilty-of-wurstchen/" rel="attachment wp-att-9463"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/07/Guilty-of-Würstchen.jpg" alt="" title="Guilty of Würstchen" width="525" height="350" class="aligncenter size-full wp-image-9463" /></a><br
/> <br/><br
/> Zum Abschluss meinerseits noch mal eine ordentliche Extrawurst (die eigentlich nur als kleines Extrawürstchen geplant war, aber irgendwie sind die begleitenden Ausführungen dann doch wieder viel länger als gedacht geworden), nämlich ein abschließendes Ranking von allen gesehenen Filmfest-München-Filmen, womit dann auch diejenigen Filme erfasst wären, die bislang in der <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-warm-up-vorab-uberblick/" target="_blank">Vorschau</a> und den Kurzkommentare-Beiträgen <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-kurzkommentare-1/" target="_blank">Nummer 1</a>, <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-kurzkommentare-2/" target="_blank">Nummer 2</a> und <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-kurzkommentare-3/" target="_blank">Nummer 3</a> nicht zur Sprache kamen.<span
id="more-9462"></span> Eine Wertungstabelle mit mehreren ET-Autoren <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-fazit/" target="_blank">wie letztes Jahr</a> wird es diesmal dagegen nicht geben, weil leider Alex P. dieses Jahr unmittelbar vor der Anreise seine Festivalteilnahme unglücklicherweise absagen musste, und ansonsten Marian zwar noch in den ersten und letzten Tagen dabei war, jedoch nur bei vereinzelten Filmen.<br
/> Christoph wiederum hat sich zwar zusammen mit mir die komplette Woche Festivalexzess gegeben, wird aber früher oder später noch einen eigenen Festivalrückblick posten, dem er hier nicht vorgreifen will. Zudem wäre eine Wertungstabelle nur mit uns beiden eher witzlos, weil wir uns diesmal (im Gegensatz zu einigen handfesten Kontroversen letztes Jahr) dann doch in den allermeisten Fällen weitgehend oder gar gänzlich einig waren, Ausnahmen bildeten da im Wesentlichen eigentlich nur die neuen Filme von Hong Sang-soo und Álex de la Iglesia, die wir mit jeweils vertauschten Rollen doch entschieden unterschiedlich wahrnahmen, und vielleicht in geringerem Maße noch TYRANNOSAUR (wo ich die allgemeine Begeisterung nicht recht nachvollziehen kann, abgesehen davon, dass mir Figur und Milieu manchmal etwas ausgestellt schienen, fand ich die Läuterungsgeschichte arg in konventionellen dramaturgischen Strukturen verhaftet). Daher umso bedauerlicher, dass Alex P. nicht dabei sein konnte und hier vielleicht noch etwas kontroverse Würze in die ET-Filmeinschätzungen hinein gebracht hätte.</p><p>Obwohl der eher knapp kalkulierte Schlaf auch noch durch zu frühes Aufwachen an einigen Tagen reduziert wurde, hielten sich die Folgen weitgehend in Grenzen und nur bei drei Filmen fühlte ich mich durch akute Müdigkeit beeinträchtigt: bei GUILTY OF ROMANCE und MERCADO DE FUTUROS war es noch verkraftbar und schadete den Filmen lediglich gegen Ende etwas, bei TRUCE allerdings verhinderte die abgeschlaffte Verfassung dann wohl doch den Zugang zum Film, den schaue ich mir bei nächster Gelegenheit lieber nochmal komplett an.<br
/> <br/><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/wasted-youth/" rel="attachment wp-att-9481"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/07/Wasted-Youth.jpg" alt="" title="Wasted Youth" width="525" height="343" class="aligncenter size-full wp-image-9481" /></a><br
/> <br/><br
/> Anknüpfend an die allgemeine Tendenz zu immer mehr Preisverleihungen (und weil man manche Dinge am besten mit ihren eigenen Mitteln schlägt bzw. sich ihrer bedient), werden zunächst noch drei Awards an jeweils drei Filme vergeben. Neben dem bereits etablierten Preis des Hofbauer-Kommandos wird mit den anderen beiden Preisen den technischen und photographischen Umwälzungen im gegenwärtigen Kino Rechnung getragen und besondere Leistungen sowohl an den Fronten des analogen als auch des digitalen Kinos gewürdigt.<br
/> Waren meine letztjährigen Filmfest- (und ebenso meine Jahreslisten-)Favoriten noch wie in den Vorjahren mit deutlicher Mehrheit analog, kommt es dieses Jahr zumindest bei mir offenkundig zum großen <em>Digital-Take-Over</em>: bereits bei der Berlinale war die Mehrheit meiner Favoriten digital, in München sind es nun ebenso satte 11 meiner 16 Favoriten des Festivals. Vor einem Jahr hätte ich das erschreckend genannt, mittlerweile sehe ich es entspannter, bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob das meinerseits eher eine zuversichtliche oder resignative Haltung ist.<br
/> Auch wenn das Kino dabei viel zu verlieren hat und mir tendenziell das bewegte Filmkorn lieber als das statische Pixel, die natürlichen Filmfarben lieber als die künstlichen Digitalfarben sind, kommt es natürlich immer auf die konkrete Anwendung an, sagen technische Voraussetzungen schlichtweg erst einmal gar nichts darüber aus, ob sie mit einer spezifischen künstlerischen Vision im Einklang stehen &#8211; letztlich können aus dem theoretisch „schlechtesten“ Material die schönsten Filme entstehen und unter den besten Voraussetzungen die fadeste Totgeburt. Und letztlich sind mir ausdrückliche Digitalfarben, wie man sie gerade bei den kleineren und weitgehend unabhängig entstandenen Produktionen beim Filmfest größtenteils beobachten konnte, wiederum bei weitem lieber als das monotone Colorgrading und sonstige exzessive Nachbearbeitungen, mit denen man (nicht nur) in Hollywood, einer der letzten Hochburgen des 35mm-Filmens, dann die Vorzüge des Aufnahmeverfahrens zum Teil wieder ramponiert (der digitale IMPARDONNABLES markierte allerdings mit seinem extremen Orange-Grading dann gleich die Ausnahme von der Filmfest-Regel).<br
/> Erschreckend wiederum sind aber durchaus einzelne Tendenzen, es scheint z.B. ganz so, als ob nahezu alle Filmemacher aus dem Umfeld der „Berliner Schule“ sowie diverse andere jenseits des Kommerz- und Prestige-Kinos arbeitende deutsche Filmemacher innerhalb der letzten zwei Jahre allesamt auf einen Schlag von analog auf digital umgestiegen sind, wie sich auch daran ablesen lässt, dass bei der diesjährigen Auswahl in der Sektion Neue Deutsche Kinofilme nahezu überhaupt kein Film mehr analog gedreht war (laut Katalog bestenfalls zwei oder drei von 18 Filmen, das ist schon ziemlich extrem &#8211; bei den deutschen Fernsehfilmen waren es aufgrund des dort wiederum bislang noch recht weit verbreiteten Super16-Aufnahmeverfahrens paradoxerweise zwar einige mehr, dort jedoch durchweg digital gescreent).<br
/> Im Einzelnen ist das oft erst mal spannend, betrüblich an so einer umfassenden Wechselbewegung ist aber der Umstand, dass es sich in den meisten Fällen um einen Weg ohne Wiederkehr handelt, manchmal willentlich, manchmal aus äußeren Zwängen heraus. Das ist dann halt die traurige Seite der Medaille: anstatt die Ausdrucksmöglichkeiten des Kinos einfach zu erweitern, was uneingeschränkt zu begrüßen wäre, droht die „digitale Revolution“ durch die damit verbundenen massiven Verdrängungs- und Marktbereinigungs-Effekte (die sich natürlich extrem selbst verstärken, je mehr Filmemacher wechseln und damit die Herstellung und das Angebot von analogem Material verteuern und einschränken &#8211; eine Einbahnstraßen-Spirale, die bereits Super8 und klassisches 16mm in der Praxis gekillt hat und auch Super16 wohl mittelfristig den Garaus macht) gleichzeitig paradoxerweise leider auch zu einer nicht zu unterschätzenden Verarmung der Ausdrucksmöglichkeiten des Kinos zu führen. Dem unbestrittenen Gewinn auf der einen Seite steht ein zunehmend unwiederbringlich werdender, herber Verlust auf der anderen Seite gegenüber.<br
/> Eine kulturpessimistische grundsätzliche Ablehnung möchte ich daraus natürlich trotzdem nicht ableiten, sondern nur auf die Ambivalenz der Entwicklung hinweisen, der ich – etwas entspannter durch die nach einigen negativen Beobachtungen und Vorbehalten der letzten Jahre wiederum zuletzt eher positiven Erfahrungen – letztlich eben zugleich mit einen neugierigen und mit einem weinenden Auge gegenüber stehe. Konkret sehe ich derzeit trotzdem wenig Anlass zur Klage, und sollte es irgendwann doch ganz schlimm kommen, bleibt immer noch der Notausgang Richtung Vergangenheit, zu Kinematheken und Retrospektiven (jedenfalls, solange dort noch mit einem Mindestanspruch an Werktreue gearbeitet wird, was mittlerweile ja nun leider auch schon keine Selbstverständlichkeit mehr ist). Vorerst bin ich aber eher für die Flucht nach vorne, nicht zuletzt deshalb habe ich diesmal tatsächlich erstmals überhaupt bei einem Festival keinen Film in den Retrospektiven gesehen – eigentlich eine Sünde, die ich wohl tatsächlich nur durch ein nahezu jede Woche mehrfach besuchtes Retrospektiven-Programm im regulären Kinoangebot rechtfertigen kann. Aber das alles nur als abschweifend erläuternde und allgemeinere Ausführungen am Rande, und nun lieber zu den Preisverleihungen&#8230;<br
/> <br/><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/porfirio/" rel="attachment wp-att-9468"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/07/Porfirio.jpg" alt="" title="Porfirio" width="525" height="343" class="aligncenter size-full wp-image-9468" /></a><br
/> <br/><br
/> Verliehen werden folgende drei Awards an jeweils drei Preisträger&#8230;</p><p><em>Der <strong>Materialfetischisten-Award</strong> für besondere Verdienste hinsichtlich Erhalt, Umgang und Einsatz von klassischem Filmmaterial geht an:</em></p><p>LE HAVRE<br
/> PORFIRIO<br
/> CHANTRAPAS</p><p><em>Der <strong>Pixelforscher-Award</strong> für bemerkenswerte Verdienste im Umgang mit den Möglichkeiten des digitalen Filmemachens geht an:</em></p><p>PLAY<br
/> OCASO<br
/> HEADSHOTS</p><p><em>Der <strong>Weißblaue Isar-Sleazar</strong>, der Jury-Preis des Hofbauer-Kommandos für besondere Verdienste um den Erhalt von (durchaus sehr unterschiedlichen Formen des) Sleaze im zeitgenössischen Kino auf der &#8220;Isarmeile&#8221; des Filmfestes geht an</em>:</p><p>GUILTY OF ROMANCE<br
/> LAS MARIMBAS DEL INFIERNO<br
/> POLIZEIRUF 110: CASSANDRAS WARNUNG</p><p>Das Hofbauer-Kommando wohnte zwei der drei prämierten Filme in vollzähliger Formation bei und konnte dabei einen einstimmigen Beschluss fassen. Außerdem zeigt sich das Kommando sehr erfreut über auffallend viele weitere Filme, die in einzelnen Momenten überraschende Sleaze-Affinität bewiesen, und belobigt diese Tendenz ausdrücklich. TRUCE, BLACK BREAD, HEADSHOTS, BLACK FIELD und noch einige mehr wären hier zu erwähnen, und der unfassbar schmierige, sich auf den Saufgelagen des Gesinnungs-Nachwuchses herum treibende Neonazi-Funktionär aus KRIEGERIN ist eigentlich fast eine seperate Nennung wert.<br
/> <br/><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/headshots/" rel="attachment wp-att-9469"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/07/Headshots.jpg" alt="" title="Headshots" width="525" height="282" class="aligncenter size-full wp-image-9469" /></a><br
/> <br/><br
/> Ansonsten zur Liste, wobei es sich von selbst verstehen sollte, dass die Auflistung keinerlei absoluten und apodiktischen Anspruch erhebt, sondern einzig meine subjektiven Einschätzungen widerspiegelt (man muss das gelegentlich erwähnen, weil Listen manchmal auf den ersten Blick so in Stein gemeißelt wirken und seltsamerweise gerade von Nicht-Listenfetischisten offenbar auch manchmal so aufgefasst werden, sehe das aber eher spielerisch und dynamisch, und bis zur Jahresliste mag es da auch nochmal Verschiebungen geben, die einen Filme eher mit der Zeit noch gewinnen, die anderen vielleicht etwas verlieren, wie es jetzt auch bereits in den Wochen seit dem unmittelbaren Sichtungseindruck gelegentlich der Fall war). Und obwohl ich aufgrund eines mittlerweile recht geübten Gespürs für versteckte Perlen gerade im Münchner Filmfest-Programm sowie dank der umfangreichen Vorab-Recherche, wie sie der <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-warm-up-vorab-uberblick/" target="_blank">Vorschau</a>-Beitrag dokumentierte, tatsächlich vermute, zumindest relativ große Teile der bemerkenswerten und herausragenden Festivalfilme gesehen und viele mutmaßliche oder absehbare Gurken recht erfolgreich umschifft zu haben (entsprechend entdeckungsreich und positiv fällt die Liste aus), schiebt man natürlich trotzdem manches bewusst auf oder hat keine rechte Lust drauf, oder hat manches nicht auf der Rechnung oder vorab schlichtweg falsch eingeschätzt, wie sich früher oder später dann zeigt oder auch nicht&#8230;<br
/> Auch dank vereinzelten zusätzlichen Vorab- und Kabinen-Sichtungen habe ich aber doch einiges abgegrast und bin mit der Ausbeute im Ganzen auch ausgesprochen zufrieden (gerade wenn man sich anhand der Liste nochmal vor Augen führt, wieviele tolle Filme letztlich dabei waren, ist das schon ziemlich beeindruckend). Ein paar verpasste Filme folgen dann noch nach der eigentlichen Liste. Ansonsten ist die Liste jenseits der nummerierten Plätze auf den einzelnen Wertungsstufen jeweils sichtungschronologisch sortiert und orientiert sich nicht zwingend an den Originaltiteln, sondern der Einfachheit und des Wiedererkennungswertes halber an den offiziellen Filmfest-Titeln.<br
/> <br/><br
/> <strong>Favoriten:</strong></p><p>1. Dad / Oča (Vlado Škafar)</p><p>2. Aita (José Maria de Orbe)<br
/> 2. The Day He Arrives (Hong Sang-soo)<br
/> 2. Polizeiruf 110: Cassandras Warnung (Dominik Graf)</p><p>5. American Translation (Pascal Arnold, Jean-Marc Barr)<br
/> 6. Guilty of Romance (Sion Sono)<br
/> 7. Black Field (Vardis Marinakis)<br
/> 8. Headshots (Lawrence Tooley)<br
/> 9. Michael (Markus Schleinzer)</p><p>10. Le Havre (Aki Kaurismäki)<br
/> 11. Mercado de Futuros (Mercedes Álvarez)<br
/> 12. Porfirio (Alejandro Landes)<br
/> 13. Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre &#038; Luc Dardenne)<br
/> 14. Play (Ruben Östlund)<br
/> 15. Bonsái (Cristián Jiménez)<br
/> 16. Die Räuberin (Markus Busch)</p><p><strong>Muss ich nochmal sehen, auf jeden Fall sehr interessant:</strong></p><p>Truce (Svetlana Proskurina)</p><p><strong>Bemerkenswert / ziemlich stark:</strong></p><p>Atmen (Karl Markovics)<br
/> Year Without a Summer (Chui Mui Tan)<br
/> Wasted Youth (Argyris Papadimitropoulos, Jan Vogel)<br
/> Arirang (Kim Ki-duk)<br
/> Ocaso (Théo Court)<br
/> The Journals of Musan (Park Jung-bum)<br
/> Lo que más quiero (Delfina Castagnino)<br
/> Unten Mitte Kinn (Nicolas Wackerbarth)<br
/> El Velador (Natalia Almada)<br
/> Jean Gentil (Israel Cárdenas, Laura Amelia Guzmán)<br
/> Chantrapas (Otar Iosseliani)<br
/> Las Marimbas del Infierno (Julio Hernandez Cordon)</p><p><strong>Gelungen:</strong></p><p>Caracremada (Lluís Galter)<br
/> Aardvark (Kitao Sakurai)<br
/> Black Bread (Agustí Villaronga)<br
/> Cold Weather (Aaron Katz)<br
/> Todo, en fin, el silencio lo ocupaba (Nicolás Pereda)<br
/> A Tiro de Piedra (Sebastián Hiriart)</p><p><strong>Okay:</strong></p><p>Blue Bird (Gust van den Berghe)<br
/> The Castle (Martina Parenti, Massimo D’Anolfi)<br
/> Post Mortem (Pablo Larraín)<br
/> Corman’s World (Alex Stapleton)<br
/> Corpo Celeste (Alice Rohrwacher)<br
/> Entrevista con la Tierra (Nicolás Pereda)</p><p><strong>Mäßig:</strong></p><p>Balada Triste de Trompeta (Álex de la Iglesia)<br
/> Pietro (Daniele Gaglianone)<br
/> Tyrannosaur (Paddy Considine)<br
/> Impardonnables (André Téchiné)</p><p><strong>Schwach:</strong></p><p>A Little Closer (Matthew Petock)<br
/> Sennentuntschi (Michael Steiner)<br
/> Kriegerin (David Falko Wnendt)</p><p><strong>Bodenlos:</strong></p><p>Confessions (Tetsuya Nakashima)<br
/> Frankfurt Coincidences (Enkelejd Lluca)<br
/> <br/><br
/> <em><strong>Schon letztes Jahr (v.a. Wien) gesehen</strong>, abwärts nach Wertschätzung sortiert: </em><br
/> Film Socialisme (Jean-Luc Godard), Meek’s Cutoff (Kelly Reichardt), El Sicario Room 164 (Gianfranco Rosi), The Sword and the Rose (João Nicolau), Civil War (Pedro Caldas), Verano de Goliat (Nicolás Pereda), The Forgotten Space (Allan Sekula, Noël Burch)</p><p><em>Einige Filme habe ich wegen baldigem Kinostart oder anderweitiger Verfügbarkeit <strong>ausgelassen</strong></em> (Mysteries of Lisbon, Blue Valentine, Angèle et Tony, Naokos Lächeln, Machete Maidens Unleashed!, Die Einsamkeit der Primzahlen, The Yellow Sea etc.)<em>&#8230; oder wegen deutscher Einsprache</em> (Mit erhobenen Händen)&#8230;</p><p><em><strong>Leider verpasst</strong> (bewusst/wissentlich, unbekannterweise wohl noch ein paar mehr):</em><br
/> Bleak Night (Sung-Hyun Yoon)<br
/> Sodankylä Forever &#8211; The Century of the Cinema (Peter von Bagh)<br
/> Eternity (Sivaroj Kongsakul)<br
/> Gravity was everywhere back then (Brent Green)<br
/> Martha (Marcelino Islas Hernández)<br
/> Pequeñas Voces (Jairo Eduardo Carrillo, Oscar Andrade)<br
/> Un étrange équipage (Boris Nicot)<br
/> Cairo Exit (Hesham Issawi)<br
/> The Sky Above (Sérgio Borges)<br
/> Sentinels (Marcelo Lordello)<br
/> <em>…und ein paar aus der deutschen Sektion</em> (Jasmin; Fluss; Anna Pavlova)</p><p>Das war’s dann soweit von meiner Seite, und ich sehe erstmal Christophs Rückblick gespannt entgegen, wann auch immer er kommen wird. Vielleicht (und das ist nicht zuletzt an mich selbst gerichtet) spornen die diesjährigen recht ausführlichen Filmfest-München-Betrachtungen als kleiner Durchbruch des diesbezüglichen Fluches dann ja tatsächlich dazu an, es hier auch zukünftig häufiger mal mit Festivalberichten in der einen oder anderen Form zu probieren.<br
/> <br/><br
/> <a
href="http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/bonsai/" rel="attachment wp-att-9470"><img
src="http://www.eskalierende-traeume.de/wp-content/uploads/2011/07/Bonsai.jpg" alt="" title="Bonsai" width="525" height="343" class="aligncenter size-full wp-image-9470" /></a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.eskalierende-traeume.de/filmfest-munchen-2011-listen-und-awards-nachschlag/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> </channel> </rss>
